#41

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 25.02.2011 23:17
von icke-ek71 (gelöscht)
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hallo rostocker...die objektwache hieß bei uns fuchs der einheit..das war ein belämmerter posten..aber ich glaube jeder der aus dem urlaub kam hatte mindestens ein rohr dabei..so richtig nüchtern kam aber niemand da in der gk an..ich weis noch was da bei der bahnfahrt gesoffen wurde..und in nordhausen hatten wir noch ne menge zeit ehe es weiter ging..wenn wir dann trumbunken da in der gk ankamen..hieß es immer ab auf die stuben..also kontrolliert hat uns da niemand..wenn pakete ankamen..dann hatte unser spieß immer das bedürfnis uns zu sagen wo alk drin war..aber vernichtet wurde nichts!!mir ist da mal was passiert..meine mutter hatte mir ein paket geschickt und der brief kam später an als das paket...ich habe mich schon gewundert das meine mutter reiniger mitgeschickt hatte,,mit dem zeug bin ich dann in den waschraum und ich habe meine kragenbinden versucht zu reinigen..ein kamerad hatte sich neben mir gewaschen..der schnüffelte plötzlich an mir..ich dann auch an der reinigungspulle.da war ganz hochprozentiger slivovitz drinnen..den haben wir dann gemeinsam ausgenuckelt..und alle in der stube haben sich gewundert wie voll man in kurzer zeit werden kann!!im brief stand es dann drinnen!!!gruß von icke


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#42

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 26.02.2011 06:13
von bruno | 598 Beiträge

im januar /februar 1990 wurde uns vorm grenzdienst (gd) folgender vorfall geschildert:

ein zug der zum gd eingeteilt war, hätte wohl einen kasten bier und eine bulle
schnaps mit zum gd genommen. als die "getränke" alle waren, wären sie
mit dem lo richtung westen gefahren, an der ersten kneipe gehalten und alle
mann hinein, grosses hallo und saufen bis zum dienstschluss. einer der gefreiten
soll seine dienstpistole gegen einen älteren pkw getauscht haben.
das problem war dann, wie bekommt man einen pkw in den waffenschrank?
als dier bande nüchtern war, soll auch der mann mit der reiseschreibmaschine
(militärstaatsanwalt) vor ort gewesen sein und der gesamte zug wäre nach schwedt abgegangen.

ob die geschichte so stimmt? ich weiss es nicht, halte es aber für möglich!


nichts auf der welt ist so gerecht verteilt wie der verstand.
denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe.
rené descartes
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#43

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 28.03.2011 18:58
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von bruno
ob die geschichte so stimmt? ich weiss es nicht, halte es aber für möglich!

Hmm, leicht übertrieben.

Ich wußte, wo ich nächtens meinen Aufzug (A-Gruppe und ein Posten, also sechs Mann) Ende November '89 bei einer Kontrollstreife zu finden hatte. Der BGS-Container auf der nagelneuen Straße Dippach/Leimbach, die GÜSt sollte erst in einigen Tagen eröffnet werden.
Nun, 'meine' Jungs waren eigentlich recht brav, der LO-Fahrer hatte wimre keins oder höchtens ein Bier. Die 'Grünen Barette' hatte aber gut einen dabei und klagten bei meinem Eintreffen gegen elf Uhr abends über Nachschub-Probleme. Richtig fahrtüchtig war von Beiden eigentlich keiner mehr, also setzte ich mich im VW-Bus ans Steuer und ab gings nach Heringen. In Leimbach gabs keine Schänke. Gleich an der Hauptstraße, so ziemlich Ortsmitte befand sich eine Lokalität, in welcher der BGSler dem Wirt einen Kasten Bier abkaufte. Oder eigentlich abkaufen wollte.
Als der Wirt den Kasten zum VW-Bus trug, entdeckte er einen Leutnant in ESKS-Watte gewandet und began mich zu nötigen, doch seine bescheidene Wirtschaft mit meiner Anwesenheit aufzuwerten. Nun, ich ging nicht darauf ein und erklärte ihm, das es einem Zug durstiger DDR-Grenzer nach diesem seinem Gerstensaft dürtstete. Immerhin spendierte der Wirt daraufhin den Kasten.
Auf der Rückfahrt fand ich dann auch endlich den Schalter für die RTK, was wiederum der BGSler, er hatte inzwischen schon wieder ein Bierchen in Arbeit, nicht soooo lustig fand. Ohne weitere Vorkommnisse erreichten wir dann wieder den Barackencontainer und ich denke mal, bis früh um sechse waren auch die beiden BGSler wieder ganz fit. Achso, ein zwei Bierchen, Licher wimre, genehmigte ich mir dann auch noch, bevor wir pünktlich kurz vor zwei in die Kompanie zurückschipperten.

Ja, die Sache mit den oder der vertickten Makarov machte damals die Runde, hatte aber etwas von einer Urbanen Legende.
Irgendwie war das immer im Nachbarregiment. Ich glaube so blöd war nun wirklich keiner, odär?

[Edit] Also die Räschts-Schreipung war ja peinlich *verlegen-grins*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 29.03.2011 14:21 | nach oben springen

#44

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 28.03.2011 19:14
von Sonne | 510 Beiträge

Alkohol im Dienst nur einmal als wir im Winter 1966 nach 4 Std. Grenzdienst Tee mit Schuß allerdings mehr TEE als SCHUSS.
Sonst kein Alk-aber im Ausgang ....ein Glas Bier 40 Pfennige !!!!!!!


Gruß Sonne

05/66-10/67
18 Monate meiner Jugend
in Glowe, Rothesütte, Elend


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.
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#45

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 28.03.2011 20:17
von küchenbulle | 196 Beiträge

Hallo Leute!
also Alkohol während des Grenzdienstes war in unserer GK absolut verpönt. Aber in Freizeit wurde öfter einer genommen, auf meiner
Bude war einer aus Thüringen der hatte eine Privatfleischerei in der Heimat. Seine Ehefrau hat sich immer sehr rührend um ihren Mann
gekümmert und hat regelmäßig Büchsen mit Nordhäuser Doppelkorn mit ein paar Pflaumen fürs Ohr geschickt. Es war ne einfache Sache
wenn man eine Büchsenmaschine hatte. die Dosen waren sogar mit Original ettikett beklebt. Ich habe auch viel Alk für unsere Kompanie
über den den Wurst oder Schrippenlieferanten besorgt. Der Handel lief ohne Zwischfälle ab.

Ja das Leben ist ein Geben und ein Nehmen !



VG
der küchenbulle


zuletzt bearbeitet 28.03.2011 20:17 | nach oben springen

#46

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 28.03.2011 21:39
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Gibt es einen Berufszweig,wo nicht (heimlich) gebechert wird...? Kaum..



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#47

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 29.03.2011 06:59
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Wohl eher die überwiegende Masse, wenn man von Feierlichkeiten einmal absieht. Mir ist da fast niemand bekannt!


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#48

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 29.03.2011 19:22
von Greso | 2.377 Beiträge

In Marienborn,soll mal eine komplette Schicht betrunken vom Grenzdienst gekommen sein ,und auf Fragen des KC,wieso und woher der Alkohol,wurde ihm eine Flasche Bier gereicht ,und er möchte doch auch einen trinken.Da wurde die komplette GK ausgetauscht.
Wer kennt diese Geschichte?,ist das so geschehen oder nicht.Es war noch vor meiner Zeit also 1966,wurde es erzählt.
Die sind alle über die Interzonenbahnstrecke gegangen.
Greso


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#49

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 29.03.2011 20:45
von Heckenhaus | 5.110 Beiträge

Im Dienst gabs nichts, aber kleine Reserven lagerten stets auf dem Dachgebälk der Hundezwinger.
Nachschub kam denn immer aus der Kneipe im Nachbarort. Nach Fütterung der Laufseilhunde wurde der gereinigte Futterkübel mit Flaschen "aufmunitioniert". Dann gings in halsbrecherischer Fahrt hinten auf der ES, den Kübel auf dem Knie, zurück zur Kompanie.
Eventuelle Durchsuchungen der Hundezwinger wurden glücklicherweise immer rechtzeitig angekündigt.



.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#50

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 29.03.2011 20:52
von Annakin | 524 Beiträge

Alkohol im Grenzdienst war bei uns nicht drin. Da wir Pioniere waren und bei den Baumaßnahmen im Abschnitt ständig Offiziere anwesend waren, ergab sich keine Möglichkeit ihn zu trinken. Anders sah es an den Wochenenden in der Kompanie aus, da fand immer auf irgendeiner Bude ein Umtrunk statt. Welchen zu besorgen war eigentlich relativ einfach , das übernahm der GSZ - Trupp wenn er rausfuhr.

Gruß Annakin


_____________________________________________________________________________________________________________
Wenn Du einen Feind nicht besiegen kannst, mache ihn zum Verbündeten.
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#51

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 30.03.2011 07:49
von sentry | 1.077 Beiträge

Restalkohol im Grenzdienst dürfte es einige Male gegeben haben. Ich selbst bin zwar nicht so ein großer Spriti und vertrage nicht all zu viel. Aber Kameraden hatten manchmal nach dem Ausgang in der nächsten Schicht ordentlich zu kämpfen. Ich kann mich an zumindest einen Fall erinnern, wo sich der Posten an der GÜSt Marienborn Eisenbahn durch das Fenster an der Rückseite der Mitropa ein Bier hat herausreichen lassen, was er mit Sicherheit in der Schicht vernichtet hat - wohl mehr als Antikatermedizin. Alkohol, der uns, wie auch immer im Dienst gelegentlich in den Schoß fiel, wurde üblicherweise nicht vor Ort getrunken, sondern in die Kaserne mitgenommen. Die Grenzbevölkerung in Marienborn versorgte uns allerdings hauptsächlich mit gutem Futter. Das war eine schöne Sache!
Ich kann mich auch nicht erinnern, dass 'mal Alkohol planmäßig mit in den Grenzdienst genommen worden wäre.


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#52

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 30.03.2011 09:05
von lerche | 27 Beiträge

Gesoffen wurde bei uns nicht, aber ab und zu nahmen wir mal eine Flasche Berkaer Bier mit in den Grenzdienst die wir in einer kleinen Getränke-Verkaufstelle bei Fr.Schachtler bei der Ortsstreife zum Postenpunkt Berka Brücke geholt haben.
In Dippach Thü.wo unser Hausmeister Willy wohnte letztes Haus vor den Abschnitt Leimbacher Hang durfen wir am Abend bis 22.00 Uhr klingeln und wir bekamen was uns schmeckte. Er ist leider schon verstorben.



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#53

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 30.03.2011 15:14
von VNRut | 1.483 Beiträge

Im Grenzdienst hieß es "niemals Alkohol" das war oberstes Gebot, aber nach der Schicht, wenn die Führung fort war und wir nicht Alarm-Kompanie waren, dann wurde die Holzdielung hoch gerissen, waghalsige Kletteraktionen zur Dachrinne begannen, Schränke wurden auseinander genommen, Schächte und E-Anlagen geöffnet ...also fast der ganze Kompaniebereich wurde auf den Kopf gestellt, nur um an den Alk zu kommen.

Als wir nach zwei Monaten wegen Sanierungsarbeiten aus dem Gebäudekomplex ausziehen mussten, wurden die Flaschen unter den Wohncontainern eingebuddelt. Wir mussten nur immer aufpassen das keine Hasen, Wildkaninchen oder Ratten unsere Verstecke räuberten und den Alk zu Vorschein brachten, also gab´s Richtlinien für Grabungstiefen.. Außerdem hatten das 2.Dhj immer für eine gute Revierpflege zu sorgen, um nicht unseren Hauptfeldwebel, der liebevoll "Kjelt" genannt wurde auf dumme Gedanken zu bringen.

Gruß VN_Rut


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
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#54

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 04.04.2011 19:33
von Matscher (gelöscht)
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einer unserer Gefreiten hat es übertrieben. Er wollte 2 Thermoskannen, gefüllt mit Nordhäuser, zur Nachtschicht auf den "Steilhang" (unmittelbar rechts neben der GÜSt Meiningen) mitnehmen. Ein Gefreiter seiner Stube schob beim KC einen Zettel unter die Tür. Während der Vergatterung tobte der Bär. Wir kamen massiv zu spät zur Ablöse und der Experte ward 3 Tage nicht gesehen und kam als Soldat wieder. Sein bester Kumpel musste ihm die Balken vor versammelter Mannschaft abschneiden. Danach war mit Stoff im Bau eine Zeit lang nix mehr los.

Gruß Matscher


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#55

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 04.04.2011 22:20
von Schreiber | 258 Beiträge

[quote="Funki"]In der sogenannten Arbeitszeit wurde kein Alkohol konsumiert, es ist mir auch nichts bekannt gewesen das es anders war.
Im Grenzregiment waren wir in einem Zehnpersonenzimmer untergebracht. Es wurde an einem Abend mit einem Unteroffizier (er war Kurier) ca 21:00 Uhr gewettet, ob er innerhalb von einer Stunde einen Kasten Bier auf unser Zimmer holen kann. Das schwierigste war ja nicht den Kasten aus Hildburghausen zu holen und an der Wache vorbei zuschaffen sondern ihn ins Zimmer zu bringen. Er hatte es in dieser Zeit nicht geschafft und somit hatten wir in den kommenden 4 Wochen einmal in der Woche einen Kasten den er ausgeben mußte.
Aus dem Urlaub war es Pflicht immer was mitzubringen. Die leeren Flaschen wurden in eine Zeitung gewickelt, zerschlagen und dann in der Mülltonne entsorgt. Bei der Leerung der Tonne, durch die Müllabfuhr, hat es immer schön geklungen. Das war im GR und auch im GB/GK so....

Bei uns wurde bevor die Flaschen vernichtet wurden erst Flaschengeist durchgeführt. Deckel drauf und Flasche angewärmt
dann auf und Alkrest angezündet.

Gruß Schreiber


==================================================
Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.
Konfuzius


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#56

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 04.04.2011 23:28
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

Zitat von Matscher
einer unserer Gefreiten hat es übertrieben. Er wollte 2 Thermoskannen, gefüllt mit Nordhäuser, zur Nachtschicht auf den "Steilhang" (unmittelbar rechts neben der GÜSt Meiningen) mitnehmen. Ein Gefreiter seiner Stube schob beim KC einen Zettel unter die Tür. Während der Vergatterung tobte der Bär. Wir kamen massiv zu spät zur Ablöse und der Experte ward 3 Tage nicht gesehen und kam als Soldat wieder. Sein bester Kumpel musste ihm die Balken vor versammelter Mannschaft abschneiden. Danach war mit Stoff im Bau eine Zeit lang nix mehr los.

Gruß Matscher



war ja auch richtig so.wer wollte mit einem besoffenen seine Schicht absolvieren?

mußte ich leider auch erleben.dafür gab es kein Verständnis


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#57

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 04.04.2011 23:29
von Greso | 2.377 Beiträge

Das geschreibe über Alkohol im Grenzdienst und auf den Zimmern,kann ich nicht verstehen.
Wenn wir nach Dienstschluß mal was trinken wollten,sind wir in die Dorfkneipe oder zum Frisör gegangen.
P.S.wer mächtigen Durst hatte,der kaufte sich unterwegs ein Fläschchen,denn wir hatten immer einen langen Fußmarsch.
Gruß Greso

Angefügte Bilder:
Grenzer Luftkissen 001.jpg

zuletzt bearbeitet 04.04.2011 23:30 | nach oben springen

#58

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 04.04.2011 23:47
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

Zitat von Greso
Das geschreibe über Alkohol im Grenzdienst und auf den Zimmern,kann ich nicht verstehen.
Wenn wir nach Dienstschluß mal was trinken wollten,sind wir in die Dorfkneipe oder zum Frisör gegangen.
P.S.wer mächtigen Durst hatte,der kaufte sich unterwegs ein Fläschchen,denn wir hatten immer einen langen Fußmarsch.
Gruß Greso



na ja.Die Regel waren Besäufnisse in den Kompanien sicher nicht.Es gab sicher immer wieder Ausnahmen....

aber wenn Ausgang war ,dann ging die lucie ab,und die arme Standortstreife hatte ihre große Mühe alle wieder pünktlich zurück zu bringen....wenn bis Mitternacht nicht der letzte da war konnte es durchaus passieren,das ein übereifriger OvD Grenzalarm für die GK auslöste...dann konnte sich der betreffende "nichtgefundene" aber freuen


zuletzt bearbeitet 04.04.2011 23:50 | nach oben springen

#59

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 05.04.2011 22:08
von Grenzfuchs | 442 Beiträge

Alkohol im GD war im Großen und Ganzen Tabu. Allerdings gab es auch Ausnahmen. Ich weiß, dass die eine oder andere Streife welche im Bereich Dornholz eingesetzt war am "kleinen Dorfladen" einen Zwischenstopp einlegte und mal ne Flasche Bier bzw, auch mal was Hochprozentiges mitnahm.

Ich selber habe einmal gesündigt. Ich erinnere mich, dass es eine saukalte Winternacht war. Also am "kleinen Laden" vorbei, geklopft und wie auf ein Wunder öffnete ich das Fenster. Ich bat um eine Flasche Wachholderbrandwein. Anschließend setzte ich meine Kontrolle fort und am Ende der Schicht hatte jedes Postenpaar einen kleinen Schluck zum Aufwärmen bekommen. Kann keiner sagen, dass er davon benebelt war.
Und ich muss sagen, dass alle "dicht" gehalten haben, denn es hätte mir mit Sicherheit großen Ärger eingebracht.

Auf der anderen Seite haben wir natürlich, da wir nicht jeden Tag Ausgang hatten, auf der Kompanie hin und wieder uns einen zur Brust genommen.
Beliebt waren 0,33 Ltr. Cola die mit Primasprit "gestreckt" wurden. Verhältnis immer so um die 50:50. Da war der Skat dann meistens schnell beendet und wir schliefen einen friedlichen Schlaf.
Inwieweit auf den Soldatenstuben ähnliches ablief, entzieht sich meiner Kenntnis, denn wir waren letztendlich immer froh, wenn sie "Ruhe" hielten. Zimmerkontrollen erfolgten kaum zu so später Stunde.

Kann mich nicht bewußt erinnern, dass es auf meiner GK Ärger oder irgend welche Bestrafungen bzgl. Alkohol gab.

Es ist nie ausgeartet. Und wenn der Zug als A-Zug eingeteilt war, dann war Alkohol absolut tabu. Da gab es keine Ausfälle und jeder stand seinen Mann, egal wo er da zur Absicherung eingesetzt war.

Alles in Allem hielt sich das Problem Alkohol auf der GK in Grenzen. Was anderes war es, wenn wir Ausgang hatten. Da wurde geschluckt, was der Körper vertrug, auch wenn der eine oder andere Grenzer nicht mehr wußte, wie er ins Bett kam.

Gruß vom Grenzfuchs


Wer mit dem Strom schwimmt, wird nie die Quelle sehen!

GT der DDR, 1972-1975, GKS Süd -> GR-10 "Ernst Grube", II. Bat. Göttengrün / 8.GK Juchhöh - Uffz. - FW. d. Res.
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#60

RE: Alkohol im Grenzdienst?

in Grenztruppen der DDR 05.04.2011 22:58
von Schreiber | 258 Beiträge

Zum Tag der Grenztuppen am 1. Dezember hatte ich Dienst außer der Reihe den die Reichsbahn war mal wieder
unpünklich und ich wurde belobigt mit 2 Dienstfahrten mit der ETZ 250, um verspätete Grenzer vom Bahnhof Bleicherode
nach Weilrode zu kutschieren, damit das diensthabene System wieder stimmt. Das Problem war nur unsere Zivilkräfte
aus der Küche wurden ausgezeichnet und da gab es eine Menge Bergmannsschnaps. Also Alkohooooool ein klares nein,
aber was sollte ich tun so habe ich mich immer auf der Strassenmitte aufgehalten.

Auf der Bude der Rückwärtigen Dienste sprich Koch,Schlosser,Kompaniefahrer und Schreiber gab es immer was alkoholisches
Blos der Grenzdienst war nicht immer geplant und so konnte man schnell mal eine leichte Fahne haben.

Im Winter bekamen wir schonmal einen Schuß Alk in den Tee wenns an den Kanten ging.

Hattet Ihr an solch besonderen Tagen Tag der Gernztruppen oder wenn einer Geburtstag hatte etwas Restalkohol im Dienst ?

Gruß der Schreiber


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