#41

RE: Thüringer Grenzmuseen fallen bei Historikern durch

in Presse Artikel Grenze 28.02.2011 12:48
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

wenn ich es genau betrachte gab es eigentlich nie eine echte grenze,denn grenzen müßen von beiden seiten anerkannt werden und seitens der brd worde sie nie anerkannt wie auch pommern,ostpreußen usw.im bundesdeutschen recht noch verankert waren.erst beim 2+4abkommen verzichtete die brd auf diese gebiete und anerkannte auch die grenze zu polen.
zu den gesängen,berlin ist ebend böse drann bis heute,die jugend versteht das die ostberliner sklaven sind,genau dort wo die grenze war trennen heute noch tarife,löhne,arbeitszeiten,renten usw die menschen aber bezahlen müßen alle das selbe.macht schon was aus wenn eine ostfamilie ihrem teeni 100 euro weniger taschengeld geben kann als die auf der anderen strassenseite.und realitätsgeschichte gibt es nicht,nur überall wie schlimm es war.die sind doch nicht blöd und wissen warum die ddr keine tafeln,suppenküchen und archen brauchte.

gruß andy


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#42

RE: Thüringer Grenzmuseen fallen bei Historikern durch

in Presse Artikel Grenze 28.02.2011 12:57
von Landeposten (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.

Zitat von marc
Von einer Grenze im völkerrechtlichen Sinne kann man sicher erst nach Gründung beider deutscher Staaten reden. Vorher war es im Sprachgebrauch die Demarkationslinie.



Geht man mit der Ansicht mit, dann müßte es solche Schilder folgerichtig auch zwischen den Grenzen den ehm. Westzonen geben.




Auf denen kann aber nur die Grenzen/Teilung von 1945-1949 gebrandmarkt werden.


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#43

RE: Thüringer Grenzmuseen fallen bei Historikern durch

in Presse Artikel Grenze 28.02.2011 16:36
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von EK 82/2
wie auch pommern,ostpreußen usw.im bundesdeutschen recht noch verankert waren.
gruß andy



Widerspruch, rechtlich verankert war nur noch die Reichsgrenze von 1937. Pommern, Schlesien und Ostpreussen waren dagegen Provinzen des Reichslandes Preussens das mit Allierten Kontrollratsbeschluß ab 1946 als aufgelöst galt, auch für das Bundesrecht ab 1949. Deshalb auch die "Stiftung Preussischer Kulurbesitz" als Nachfolgeorganisation.

In der politischen Propaganda dagegen wurde ( z.B. Raumbennennungen in Jugendbildungstätten ) locker die BRD-neuen Bundesländer ( Baden-Württemberg erst ab 1952, eine Zeit in der es Sachsen-Anhalt als Neugründung schon nicht mehr gab ) auf einer Stufe mit mitteldeutschen Länder der SBZ-Zeit und preussischen Provinzen, die nur zum Teil eben in der SBZ und frühen DDR Länder waren, gemischt.



zuletzt bearbeitet 28.02.2011 16:38 | nach oben springen

#44

RE: Thüringer Grenzmuseen fallen bei Historikern durch

in Presse Artikel Grenze 01.03.2011 01:21
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat

Zitat von BuergermeisterFD
Hier mal die Seite vom "Meininger-Tageblatt" !
Quelle: "Meininger Tageblatt"


danke bürgermeister für das ganze reinstellen des beitrages. und das ist meine meinung dazu.was bilden sich diese leute ein. hätte es nicht ein parr leute gegeben dann wäre point alpha von der bildfläche verschwunden. 1991 sollte er eigentlich abgerissen werden. zwichenzeitlich war es sogar ein asylantenheim. mann hat es sehr schön wieder hergerichtet und ich mag dieses museum sehr. mann sollte froh sein das es noch solche orte gibt. denn was ist denn drumherum. NICHTS! das war doch anfang der 90 jahre so üblich. alles sollte weg. nichts sollte mehr an die teilung erinnern. ja ja. wir deutschen vergessen schnell. aber keine angst. es gibt ja noch unsere historiker die uns erzählen wie es wirklich war. lg glasi.



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#45

RE: Thüringer Grenzmuseen fallen bei Historikern durch

in Presse Artikel Grenze 01.03.2011 15:18
von werner | 1.591 Beiträge

Glasi, ich weiß nicht so recht.

Dass man Denkmäler errichtet, ist ja in Ordnung. Wir Deutschen sind da schon recht eigenartig drauf, wir wollen Geschichte immer verstehen und nicht das sein lassen, was sie ist - nämlich Geschichte. Begründen tun wir das immer mit derselben Floskel: "Damit sich das nicht wiederholt." Geschichte hat sich noch nie wiederholt, da immer andere Voraussetzungen, ein anderes Umfeld etc. besteht. Diese Begründung ist in meiner Sicht also nonsens. Man kann doch das Kind beim Namen nennen: Wir wollen zeigen, auf welcher Seite die Bösen standen.

Andererseits werden geschichtsträchtige Orte dem Boden gleichgemacht.

Dieser Widerspruch bringt es mit sich, dass einige meinen, dieser oder jener Ort soll erhalten bleiben, während andere meinen, dass es unnötig ist.
Kann mich noch daran erinnern, dass sich 1990 einige Eiferer daran machten, den alten Grenzstreifen als Naturschutzgebiet zu deklarieren, weil hier die ursprünglichsten Biotope vermutet oder auch festgestellt wurden. Dann kamen andere, die ihr Land wiederhaben wollten, die Baugrundstücke draus machen wollten, die Grenzmuseen sehen wollten.Letztlich geht es doch hierbei nur darum, welche Meinung zu geschichtsträchtigen Orten in welcher Epoche als Diktat verstanden wird.

Warum sonst werden heute nach archäologischen Funden an bis dahin bedeutungslosen Orten Schilder aufgestellt. Und in 50 Jahren stellt man fest, dass diese Orte von dann noch bedeutenderen Orten in den Schatten gestellt werden und sie versinken in der Bedeutungslosigkeit, werden vom Geldtropf abgeklemmt und verfallen.

Ich überspitze mal bewusst: Wir können natürlich an der Stelle jedes dritten BT ein kleines Museum einrichten. Aber wer will das? Wozu soll das gut sein? Ist nun Point Alpha so bedeutsam, dass hier ein Museum eingerichtet werden muss, welches man nur findet, wenn man zufällig dort vorbeifährt? Das ist doch auch nur für Menschen interessant, die sich wirklich dafür interessieren. Und ist der Aufwand wirklich gerechtfertigt? Wenn es darum geht, nach Wegfall der Zonenrandförderung Gelder in die Region zu pumpen, haben andere Gebiete in Deutschland mit Sicherheit mehr Bedarf.

Wer will denn bestimmen, was richtig und wichtig ist? X hat eine andere Meinung als Y, seine Meinung ist vielleicht sinnvoller, aber die Partei von x hat im Moment das sagen. Wird nun das Sinnvolle getan oder das politisch Gewollte? Und nach der nächsten Wahl wird ein neues Rad gedreht - und wer bezahlt diesen Irrsinn?

Es soll nichts unter den Tisch gekehrt werden, und es ist sicher auch nicht sinnvoll, jeden nach Berlin zu karren, damit er sich über die deutsche Grenze informieren kann. Manchmal ist es aber schlichtweg unvernünftig, was da gemacht wird.

Gibt es eigentlich vergleichbare Einrichtungen an der deutsch-tschechischen Grenze? Der Eiserne Vorhang existierte ja auch dort . . .


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#46

RE: Thüringer Grenzmuseen fallen bei Historikern durch

in Presse Artikel Grenze 01.03.2011 16:58
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von werner
... Begründen tun wir das immer mit derselben Floskel: "Damit sich das nicht wiederholt." Geschichte hat sich noch nie wiederholt, ... Man kann doch das Kind beim Namen nennen: Wir wollen zeigen, auf welcher Seite die Bösen standen.
... Ist nun Point Alpha so bedeutsam, dass hier ein Museum eingerichtet werden muss, welches man nur findet, wenn man zufällig dort vorbeifährt? Das ist doch auch nur für Menschen interessant, die sich wirklich dafür interessieren. Und ist der Aufwand wirklich gerechtfertigt? .
...Wer will denn bestimmen, was richtig und wichtig ist?
...Gibt es eigentlich vergleichbare Einrichtungen an der deutsch-tschechischen Grenze? Der Eiserne Vorhang existierte ja auch dort . . .



Hm, ich gehe da nicht so mit.
Im vergangenen Sommer war ich auch mal am Point Alpha. Freilich gab und gibt es eine Menge zu kritisieren. Von einer merkwürdigen Hundelaufanlage vor einer Minensperre über unpassende LO-Aufbauten, unkorrekte Bezeichnungen an Exponaten bis hin zu dieser multimedialen Politschulung und das ist sicher nicht komplett alles.
Aber er war eben einer jener Punkte, wo sich die Seiten sehr direkt gegenüber standen. Selbst wenn ich in den Erläuterungen gegenüber meiner Lütten mehr als einmal die Formulierung "Naaa, so aber nicht... oder nicht überall..." verwendet habe, habe ich doch beobachtet, dass es sehr informativ für sie war. Wo an dieser ehemaligen Linie kann man sich die Seiten gegenüber noch so gut vorstellen? Vielleicht auf dem Brocken, nachdem die Ausstellung dort wieder überarbeitet wurde. Doch so direkt eben auch nicht.
Natürlich wiederholt sich die Geschichte nicht mit absoluter Genauigkeit. Dann hätten wir ja Faustkeile bzw. Pfeil und Bogen benutzen müssen. Doch wie es enden kann, wenn Ideologien über den Menschen hinweggehen, kann man so erleben. Natürlich wird nicht jeder dadurch ein kritischer Bürger aber dem einen oder anderen Hurraanfälligen verhilft es zum Nachdenken.
Natürlich muss diese ideologische Brille immer wieder hinterfragt werden, wo immer es geht aber deswegen stelle ich das Prinzip, so die Erinnerung wach zu halten eben nicht in Frage.
Last but not least darf man die Aufgabe, so Touristen und damit Geld in meist strukturschwache Gegenden zu locken, auch nicht vergessen. Das wäre unredlich.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#47

RE: Thüringer Grenzmuseen fallen bei Historikern durch

in Presse Artikel Grenze 01.03.2011 19:35
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von werner

Gibt es eigentlich vergleichbare Einrichtungen an der deutsch-tschechischen Grenze? Der Eiserne Vorhang existierte ja auch dort . . .



Ja, wo?

Nördlich von Finsterau, dicht, 50m südlich des Hotels und Wanderestaurant Bucina, bei google maps und google Earth sind sogar Photos eingestellt davon.



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#48

RE: Thüringer Grenzmuseen fallen bei Historikern durch

in Presse Artikel Grenze 01.03.2011 20:09
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von SET800

Zitat von werner

Gibt es eigentlich vergleichbare Einrichtungen an der deutsch-tschechischen Grenze? Der Eiserne Vorhang existierte ja auch dort . . .



Ja, wo?

Nördlich von Finsterau, dicht, 50m südlich des Hotels und Wanderestaurant Bucina, bei google maps und google Earth sind sogar Photos eingestellt davon.





Danke! Mächtig weit für einen Wochenendausflug . . . Außer Waldsterben von Grenzmuseum o.ä. keine Fotos . . .


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#49

RE: Thüringer Grenzmuseen fallen bei Historikern durch

in Presse Artikel Grenze 01.03.2011 22:11
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge
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#50

RE: Thüringer Grenzmuseen fallen bei Historikern durch

in Presse Artikel Grenze 13.04.2011 15:57
von Pohranicnik | 16 Beiträge

Der Eiserne Vorhang zwischen Ost Deutschland und der Tschechoslowakei.

http://translate.google.cz/translate?js=...na-cssr-ndr.php


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MAILBOX: pohranicnik@bloguje.cz
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