#1

Schießen an der Grenze?,,,

in Grenztruppen der DDR 21.02.2011 21:44
von Hans55 | 763 Beiträge

Hallo,alle zusammen! Ich hatte ja das Glück, meinen Grenzdienst ohne einen Schuß abzugeben ,zu schaffen! Das ist jetzt 32 Jahre her,aber immer wieder wird man gefragt"hättest du geschossen?" Da ich Gott sei dank,nie in die Situation gekommen bin,kann ich nicht ja und nicht nein sagen,ich weiß es einfach nicht! Ich gebe die Frage mal weiter! Gruß Hans55


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#2

RE: Schießen an der Grenze?,,,

in Grenztruppen der DDR 21.02.2011 21:47
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Hans, schon interessant was für Fragen dir so alles in den Sinn kommen.

Glaube kaum, dass einer zum GD gegangen ist, mit dem Vorsatz von der AK Gebrauch zu machen! Eher im Gegenteil, man war zufrieden wenn Ede fern blieb und man 60 Harte nach dem GD wieder in die Waffenkammer bringen konnte.


zuletzt bearbeitet 22.02.2011 21:06 | nach oben springen

#3

RE: Schießen an der Grenze?,,,

in Grenztruppen der DDR 21.02.2011 22:37
von eisenringtheo | 9.172 Beiträge

So dumm finde ich die Frage nicht. Was tun, wenn eine GV stattfindet und eine andere Intervention nicht möglich ist? Schiessen oder nicht. Falls ja: gezielt auf die Beine schiessen oder gezielt daneben? Um diese Frage ging es doch auch bei den Mauerschützenprozessen.
Theo


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#4

RE: Schießen an der Grenze?,,,

in Grenztruppen der DDR 21.02.2011 22:50
von Andi (gelöscht)
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Hallo, zu meiner Zeit im GR 6 (Zarrentin) gab es leider gleich drei Vorfälle. Zwei Mal versuchter GD von DDR Bürgern
und ein Mal von Russischen. Ich weiß noch das ein Uffz der den GD verhindert hat ein Grenzerei
dafür bekam. Beim versuchten GD des Russen sind die Grenztruppen abgezogen worden.
Dann kamen die Russen mit SPW’s und haben auf alles geschossen was sich bewegt hatte.
War schon ein scheiß Gefühl. Als Waffen Uffz habe ich leider so einiges mitbekommen.


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#5

RE: Schießen an der Grenze?,,,

in Grenztruppen der DDR 21.02.2011 22:51
von Andi (gelöscht)
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Zitat von eisenringtheo
So dumm finde ich die Frage nicht. Was tun, wenn eine GV stattfindet und eine andere Intervention nicht möglich ist? Schiessen oder nicht. Falls ja: gezielt auf die Beine schiessen oder gezielt daneben? Um diese Frage ging es doch auch bei den Mauerschützenprozessen.
Theo



Es hatten doch alle Angst vor dem Kanst in Schwedt.


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#6

RE: Schießen an der Grenze?,,,

in Grenztruppen der DDR 21.02.2011 23:39
von icke-ek71 (gelöscht)
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ich kann mich nicht erinnern mir jemals gedanken darüber gemacht zu haben ob oder wie ich die schußwaffe anwenden sollte!!ich glaube das hat man verdrängt und man war immer froh wenn man seine knarre und die 60 mumpeln in der waffenkammer abgegeben hatte!!ich hatte mal ein erlebnis auf einem bt11..ich war postenführer und mein posten war ein unteroffizier..ja sowas gab es damals wirklich..der uffz sollte ne einführung in unseren grenzabschnitt bekommen..er kam nicht mit den neuen wie alle anderen!!!jedenfalls war ihm nach ca 4std oben auf dem turm langweilig..da meine er zu mir...wäre das jetzt nicht schön wenn jetzt hier einer abhauen würde..dann könnten wir unsere magazine auf den abrotzen!!!lange rede kurzer sinn..der ist nach ein paar tagen versetzt worden..das machte seine runde und keiner an unsere kompanie wollte mit so einem was zu tun haben!!gruß aus berlin...von icke


zuletzt bearbeitet 21.02.2011 23:39 | nach oben springen

#7

RE: Schießen an der Grenze?,,,

in Grenztruppen der DDR 21.02.2011 23:47
von mannomann14 | 625 Beiträge

Zitat von icke-ek71
ich kann mich nicht erinnern mir jemals gedanken darüber gemacht zu haben ob oder wie ich die schußwaffe anwenden sollte!!ich glaube das hat man verdrängt und man war immer froh wenn man seine knarre und die 60 mumpeln in der waffenkammer abgegeben hatte!!ich hatte mal ein erlebnis auf einem bt11..ich war postenführer und mein posten war ein unteroffizier..ja sowas gab es damals wirklich..der uffz sollte ne einführung in unseren grenzabschnitt bekommen..er kam nicht mit den neuen wie alle anderen!!!jedenfalls war ihm nach ca 4std oben auf dem turm langweilig..da meine er zu mir...wäre das jetzt nicht schön wenn jetzt hier einer abhauen würde..dann könnten wir unsere magazine auf den abrotzen!!!lange rede kurzer sinn..der ist nach ein paar tagen versetzt worden..das machte seine runde und keiner an unsere kompanie wollte mit so einem was zu tun haben!!gruß aus berlin...von icke




icke-ek71,tut mir ja leid,aber für mich absolut unglaubwürdig. Ich war selber Unteroffizier, die ersten Schichten machte ich mit einem Unterfeldwebel oder einem der Zugführer,nachdem ich mich etwas im Abschnitt auskannte machte ich Dienst mit einem Gefreiten,einer als TS Fahrer und der andere als 601 Fahrer,aber ich war in jedem Fall der Postenführer, sicher hat man mich mit der Absicht mit diesen Gefreiten eingesetzt.damit sie mich weiter in die Bereiche Einweisen können ,aber sie waren eben nur Posten
Gruß mannomann


Etwas über mich zu schreiben, um sich dann daraus ein Bild von mir machen zu können , wäre ungefähr so, wie der Versuch Architektur zu tanzen...
zuletzt bearbeitet 21.02.2011 23:47 | nach oben springen

#8

RE: Schießen an der Grenze?,,,

in Grenztruppen der DDR 22.02.2011 00:01
von icke-ek71 (gelöscht)
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hallo mannomann14...ich kann dir versichern das es wirklich so war..sowas vergißt man sein ganzes leben nicht...es war natürlich nicht üblich..aber der unteroffizier kam nicht mit den anderen soldaten in unsere gk..warum der nicht mit den glatten kam das wußte keiner von uns!das war so im januar 1971...gruß icke


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#9

RE: Schießen an der Grenze?,,,

in Grenztruppen der DDR 22.02.2011 01:20
von vs1 (gelöscht)
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Zitat von Hans55
Hallo,alle zusammen! Ich hatte ja das Glück, meinen Grenzdienst ohne einen Schuß abzugeben ,zu schaffen! Das ist jetzt 32 Jahre her,aber immer wieder wird man gefragt"hättest du geschossen?" Da ich Gott sei dank,nie in die Situation gekommen bin,kann ich nicht ja und nicht nein sagen,ich weiß es einfach nicht! Ich gebe die Frage mal weiter! Gruß Hans55



hallo hans,

mir geht es ebenso.
doch nur, weil ich das damals nicht vergessen habe.
es gab druck in der ausbildung, aussagen von vorgesetzten und der gleichen.
keiner wollte in schwed landen, um als "krüppel" zu enden.

heute sehe ich derartige "hinweise" von vorgesetzten, man könne es ballistisch nachweisen, ob man hätte treffen können oder nicht, ganz klar als einschüchterung zu nutzen des systems.

ganz ehrlich gesagt, damals gab es ne ganze zeit virtuelle abläufe in mir, man denkt darüber nach, was geschieht wenn zb. ... der gv ein bekannter, nachbar, freund ist, eben immer der härtefall, sie gingen damals nie gut für mich aus.
physisch, für mich damals, in diesem alter, ein zu hoher druck und man hoffte einfach das man nicht in diese situation kommt und musste diese gedanken verdrängen.

heute würde ich sofort nein sagen, doch damals ...

gruß vs


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#10

RE: Schießen an der Grenze?,,,

in Grenztruppen der DDR 22.02.2011 08:08
von Pit 59 | 10.146 Beiträge

Nach dem Kompletten Pionier-Technischen Ausbau war es sowieso so gut wie unmöglich die Grenze zu überwinden.Ich denke die Anwendung der Schuss Waffe war so gut wie überhaupt nicht mehr nötig.Sicherlich wird es Ausnahmen geben,und dann kommt es auch immer auf die Situation an,wie, was,wer,mit was,womit u.s.w.


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#11

RE: Schießen an der Grenze?,,,

in Grenztruppen der DDR 22.02.2011 08:22
von eisenringtheo | 9.172 Beiträge

Zitat von Pit 59
Nach dem Kompletten Pionier-Technischen Ausbau war es sowieso so gut wie unmöglich die Grenze zu überwinden.Ich denke die Anwendung der Schuss Waffe war so gut wie überhaupt nicht mehr nötig.Sicherlich wird es Ausnahmen geben,und dann kommt es auch immer auf die Situation an,wie, was,wer,mit was,womit u.s.w.


"Die Gnade der später Geborenen."
In diesem Bahnforum habe ich ein Bild aus den 60er Jahren gefunden. Da war es noch anders.

Quelle: http://www.bahninfo-forum.de/read.php?9,260504,260504
Dienst unter den Augen der Springer Presse....
Theo


zuletzt bearbeitet 22.02.2011 08:22 | nach oben springen

#12

RE: Schießen an der Grenze?,,,

in Grenztruppen der DDR 22.02.2011 08:41
von moreau | 384 Beiträge

Zitat von mannomann14

Zitat von icke-ek71
ich kann mich nicht erinnern mir jemals gedanken darüber gemacht zu haben ob oder wie ich die schußwaffe anwenden sollte!!ich glaube das hat man verdrängt und man war immer froh wenn man seine knarre und die 60 mumpeln in der waffenkammer abgegeben hatte!!ich hatte mal ein erlebnis auf einem bt11..ich war postenführer und mein posten war ein unteroffizier..ja sowas gab es damals wirklich..der uffz sollte ne einführung in unseren grenzabschnitt bekommen..er kam nicht mit den neuen wie alle anderen!!!jedenfalls war ihm nach ca 4std oben auf dem turm langweilig..da meine er zu mir...wäre das jetzt nicht schön wenn jetzt hier einer abhauen würde..dann könnten wir unsere magazine auf den abrotzen!!!lange rede kurzer sinn..der ist nach ein paar tagen versetzt worden..das machte seine runde und keiner an unsere kompanie wollte mit so einem was zu tun haben!!gruß aus berlin...von icke







icke-ek71,tut mir ja leid,aber für mich absolut unglaubwürdig. Ich war selber Unteroffizier, die ersten Schichten machte ich mit einem Unterfeldwebel oder einem der Zugführer,nachdem ich mich etwas im Abschnitt auskannte machte ich Dienst mit einem Gefreiten,einer als TS Fahrer und der andere als 601 Fahrer,aber ich war in jedem Fall der Postenführer, sicher hat man mich mit der Absicht mit diesen Gefreiten eingesetzt.damit sie mich weiter in die Bereiche Einweisen können ,aber sie waren eben nur Posten
Gruß mannomann




@mannomann Ich kann dir aus eigenen Erleben bestätigen das icke recht hat. 86 war ich als PF mit einen Ofiziersschüler im 4. Lehrjahr eingesetzt. Eben zu so einer Orientierungsschicht. Rein theoretisch müsste er zu diesem Zeitpunkt schon etliche Dienstränge über mir gewesen sein.

Gruß
Moreau


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#13

RE: Schießen an der Grenze?,,,

in Grenztruppen der DDR 22.02.2011 10:36
von Mike59 | 7.965 Beiträge

@ mannomann,
ich kann deine Aussage nur bestätigen. Bin direkt als BU von Perleberg an die Grenze war gleich StZF (was'n Hohn) - die ersten Schichten bin ich mit meinen GF auf Grenzdienst, die hatten wenn ich mich recht erinnere noch ein halbes oder ein Jahr. Postenführer war da immer der dienstältere Uffz. Danach bin ich mit Gefr. (PF) im Grenzdienst gewesen und PF war der höhere Dienstgrad (in diesem Falle ich), war zu 75%, 501 bzw. K6 Streife. Das ging ca. 2-3 Monate so, dann wurde ich ohne "erfahrenen" Grenzern an meiner Seite auf die Menschheit losgelassen. Einsatz mit AGT im Praktikum ist wohl wieder etwas anders zu bewerten.

Mike59


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#14

RE: Schießen an der Grenze?,,,

in Grenztruppen der DDR 22.02.2011 11:32
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Zitat von icke-ek71
..da meine er zu mir...wäre das jetzt nicht schön wenn jetzt hier einer abhauen würde..dann könnten wir unsere magazine auf den abrotzen!!!lange rede kurzer sinn..der ist nach ein paar tagen versetzt worden..das machte seine runde und keiner an unsere kompanie wollte mit so einem was zu tun haben!!gruß aus berlin...von icke



Vielleicht wollte er deine Reaktion darauf testen, oder er war besonders clever und hat sich damit selbst vom GD entbunden. Schießgxxle Gringos waren im GD nämlich nicht gefragt!


zuletzt bearbeitet 22.02.2011 11:36 | nach oben springen

#15

RE: Schießen an der Grenze?

in Grenztruppen der DDR 22.02.2011 12:00
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von GZB1
Vielleicht wollte er deine Reaktion darauf testen, ...

In diesem Zusammenhang fallen mir die sogenannten Erstaussprachen mit Neuzugängen auf der Grenzkompanie ein. In diesen Gesprächen, die entweder durch den Zugführer oder ein Mitglied der Kompanieleitung geführt wurden, sollte auch explizit die Frage nach der Anwendung der Schußwaffe auf Grundlage des §27GG gestellt werden.
Ich für meine Person pflege heute die Frage 'Hättest Du geschossen?' mit Mu zu beantworten. *nicht_grins*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 22.02.2011 12:01 | nach oben springen

#16

RE: Schießen an der Grenze?

in Grenztruppen der DDR 22.02.2011 12:06
von GZB1 | 3.287 Beiträge

94, die Erläuterung von "Mu" ist wirklich göttlich. Ja, Buddha hat´s eben drauf.


zuletzt bearbeitet 22.02.2011 12:34 | nach oben springen

#17

RE: Schießen an der Grenze?

in Grenztruppen der DDR 22.02.2011 12:22
von icke-ek71 (gelöscht)
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hallo gzb1..hast vielleicht recht mit deiner annahme..das er weg vom kanten wollte..na ja vielleicht hat er es ja auch geschafft..hast recht solch blöde sprüche wollte keiner hören...auch nicht die kompanieführung!!!nochmal dazu..wir hatten noch die kompaniesicherung..das bedeutete bei normalen grenzbetrieb..drei postenpaare waren draussen am kanten..8,5 km grenzabschnitt im bergland..ich glaube es gab damals 4 züge..die den grenzdienst bewerkstelligen mußten..ich kann nur von meiner gk sagen das alles in der kompanie son bisschen wie ein familienbetrieb war..die wenigen unteroffiziere die wir hatten..waren ganz normale grenzer..wie wir soldaten!!..auf schulterstücke achtete niemand..wir hockten zusammen auf der bude..das war ganz normal..unser zugführer war ein oberleutnant..sein stellvertreter war unterfeldwebel..und dann die gruppenführer waren gefreite..normalerweise war der zugführer oder sein stellvertreter im führungspunkt wenn wir draussen waren..also das mal ein uffz nicht postenführer war..kam zwar nicht oft vor..aber das gab es doch!!das hat aber auch niemanden gestört..das war einfach unwichtig für uns!! so dienstgeil war doch niemand am kanten--später mag das anders geworden sein...gruß aus berlin


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#18

RE: Schießen an der Grenze?

in Grenztruppen der DDR 22.02.2011 14:36
von Greso | 2.377 Beiträge

Wir haben auf ,,fast,, alles geschossen,nur nicht auf Menschen.Am liebsten schossen wir die Ziegelsteine von den Gartenlauben weg.
Die Gartenanlage,lag im Schutzstreifen und wurde nicht bewirtschaftet.Wir hatten auch noch Fasane,die immer gern in den Urlaub
mitgenommen wurden.
Greso


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#19

RE: Schießen an der Grenze?,,,

in Grenztruppen der DDR 22.02.2011 19:59
von LO-Fahrer | 606 Beiträge

Zitat von mannomann14

Zitat von icke-ek71
ich kann mich nicht erinnern mir jemals gedanken darüber gemacht zu haben ob oder wie ich die schußwaffe anwenden sollte!!ich glaube das hat man verdrängt und man war immer froh wenn man seine knarre und die 60 mumpeln in der waffenkammer abgegeben hatte!!ich hatte mal ein erlebnis auf einem bt11..ich war postenführer und mein posten war ein unteroffizier..ja sowas gab es damals wirklich..der uffz sollte ne einführung in unseren grenzabschnitt bekommen..er kam nicht mit den neuen wie alle anderen!!!jedenfalls war ihm nach ca 4std oben auf dem turm langweilig..da meine er zu mir...wäre das jetzt nicht schön wenn jetzt hier einer abhauen würde..dann könnten wir unsere magazine auf den abrotzen!!!lange rede kurzer sinn..der ist nach ein paar tagen versetzt worden..das machte seine runde und keiner an unsere kompanie wollte mit so einem was zu tun haben!!gruß aus berlin...von icke




icke-ek71,tut mir ja leid,aber für mich absolut unglaubwürdig. Ich war selber Unteroffizier, die ersten Schichten machte ich mit einem Unterfeldwebel oder einem der Zugführer,nachdem ich mich etwas im Abschnitt auskannte machte ich Dienst mit einem Gefreiten,einer als TS Fahrer und der andere als 601 Fahrer,aber ich war in jedem Fall der Postenführer, sicher hat man mich mit der Absicht mit diesen Gefreiten eingesetzt.damit sie mich weiter in die Bereiche Einweisen können ,aber sie waren eben nur Posten
Gruß mannomann





Es kam selten vor, aber das gab es! Wenn der Uffz neu war und kein anderer Uffz oder höher als Posten zur Verfügung stand wurde auch schon mal ein erfahrener Gefreiter als PF eingesetzt. Besonders gern bei Uffz. die kurzzeitig aus dem GAR abkommandiert waren.


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#20

RE: Schießen an der Grenze?,,,

in Grenztruppen der DDR 22.02.2011 20:39
von Greso | 2.377 Beiträge

Ich bekam auch mal einen UffzS.mit,er war der Postenführer ,nach 3Std. Dienst,kamen 3Autos bis zum Schlagbaum,wir waren auf einen kleinen BT(der stand auf einer Kippe oder Halde)und wir erkannten Leute in Uniform und Zivil,mit Hunde und Jagdwaffen.Er fragte,was machen wir jetzt?Ich sagte es ist keine Jagd gemeldet und wir müssen die Leute stoppen.Die liefen durch Signalgeräte und in Richtung Kupfergraben nach Hötensleben.Er sagte zu mir,Neumann du mußt die stoppen,sonst bekomme ich meinen Uffz.nicht Er gab mir den Befehl,die Leute zu stoppen(zum hinlaufen war es zu weit).Er war mit seinen Nerven am Ende.
Ich Fenster auf und zwei Schuß in den K10.Alles stand,sogar die Hunde.Dann kam eine Walze im Kampfanzug,mit hochrotem Kopf und winkend auf uns zu.Als wir seine Augen sahe,beschimpfte er uns als Idioten und nach der Meldung vom PF,das keine Jagd gemeldet war ,verlangte er von mir den Hörer für das Grenzmeldenetz.Danach gab er den Hörer zurück und sagte ,,Mensch das ist Minister Grünberg (Landwirtschaftsminister).Danach zog er ab und meldete uns noch wo sie jagen.Nach 2std.wurden wir abgelost und unser KC,sagte Neumann,das war Klasse. Wir mussten uns umziehen und am vorbereiteten Essen teilnehmen.Für mich 2Tage Sonderurlaub
und der KC stellte noch eine Prämie von 50,00 ddr Mark zur Verfügung,die mit einer Belobigungsfahrt nach Magdeburg ausgegeben wurden.Der Oberstl. Los. hatte übrigens mal bei einer Fasanenjagd im Friedhof (Offleben) seinen Hund erschossen.
Gruß Greso
Das war Grenzdienst nach Vorschrift


zuletzt bearbeitet 22.02.2011 20:41 | nach oben springen



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