#1

Schwere Tage in der Kaserne

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 17.02.2011 21:14
von Hans55 | 763 Beiträge

Hallo alle zusammen! ImJahr 1979 bekamen wir in der Kaserne Groß-Glienicke hohen Besuch,Generaloberst B hatte sich angesagt! An für sich nichts besonderes,ich war Gefreiter war ja fast das gleiche(grins). Aber was sich die Tage vorher abgespielt hat,kann man nur als Irrenhaus bezeichnen. Das pinseln der Bordsteine(weiß), Steine sammeln auf dem Explatz,die Reifen der SPW und LKW mit Altöl einpinseln, damit sie ja schön glänzen usw. Man war dann froh,wenn man Grenzdienst hatte.Der Lamettaträger ist durch die Kaserne zum Stabsgebäude gefahren und ward nicht mehr gesehen. Tagelang ein Theater und wofür? Manchmal waren die total bekloppt! Gruß Hans 55


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#2

RE: Schwere Tage in der Kaserne

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 17.02.2011 22:26
von utkieker | 2.920 Beiträge

Gab ja sowieso nur zwei Dienstgrade Gefreiter oder General


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
zuletzt bearbeitet 17.02.2011 22:28 | nach oben springen

#3

RE: Schwere Tage in der Kaserne

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 17.02.2011 22:47
von icke-ek71 (gelöscht)
avatar

bei uns im abb nordhausen hatte sich mal der chef der grenztruppen angesagt..tagelang vor diesem ereignis wurde das ganze kasernengelände auf vordermann gebracht...alles mußte glänzen..genauso wie hans55 das beschrieben hat..man konnte sich nur noch wundern auf was die vorgesetzen gekommen sind...was tut man nicht alles um zu glänzen!!da im herbst die blätter von den bäumen fallen..mußten wir vor unserem kompaniegebäude die blätter die noch an den bäumen waren runterschütteln...es war halt herbst und dem chef der gt hätte das vielleicht missfallen können...jedenfalls war mittagspause angesagt.(der sollte erst am nachmittag kommen)und wir lagen in unseren kojen..plötzlich ging die tür auf und son mann mit biesen an der hose stand mit unserem spieß und kc im zimmer und keiner sprang auf und grüßte den generalmajor..boh..danach war sackstand angesagt..kohlenschippen war noch das leichteste von der bestrafung..gruß icke


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#4

RE: Schwere Tage in der Kaserne

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 17.02.2011 23:14
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Ich hatte immer das Gefühl während meines GWD und beim Resevistendienst. Ab Dienstgrad Major aufwärts wurden die Leute ruhiger,sie hatten das erreicht was sie in ihrer Laufbahn als Berufssoldat erreichen konnten.Sie hatten ihren Dienstgrad und Dienststellung und waren zufrieden.Am geilsten waren die Berufssoldaten von Unterleutnant bis Hauptmann--die waren auf jede Beförderung scharf, naja ist ja auch zu verstehen -war halt ihr Job.


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#5

RE: Schwere Tage in der Kaserne

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 17.02.2011 23:30
von Büdinger | 1.503 Beiträge

Hallo Rostocker ,

die Beförderungen kamen von allein, man konnte sich fast nicht dagegen wehren.
Nach der Ernennung zum Leutnant (zu meiner Zeit im August) erfolgte die Beförderung
zum Oberleutnant nach gut 2 Jahren im Oktober. Nach drei weiteren Jahren war man
Hauptmann. Das alles natürlich mit der Maßgabe, dass man sich nicht was 'hemmendes'
eingehandelt hat. Zum Major mussten dann wohl vier Jahre vergehen - aber das weiß ich
nicht so genau, da ich 'nur' Zugführer im GAR war und mit dem Dienstgrad Hptm. die Dienst-
stellung ausgereizt war.

Warum waren manche so 'scharf'? Da könnte es einige Gründe geben, wie wenig entwickeltes
Selbstbewusstsein, Angst, nicht für voll genommen zu werden oder um nach oben zu zeigen,
was für ein toller durchsetzungsfähiger Vorgesetzter man war? Oder einfach nur, weil es das
eigene Verständnis von Militär war?

Gruß

Ricardo

in Antwort auf

Zitat von Rostocker
... Am geilsten waren die Berufssoldaten von Unterleutnant bis Hauptmann--die waren auf jede Beförderung scharf, naja ist ja auch zu verstehen -war halt ihr Job. ...


.

Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

.
zuletzt bearbeitet 17.02.2011 23:32 | nach oben springen

#6

RE: Schwere Tage in der Kaserne

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.02.2011 06:50
von a1 otti | 188 Beiträge


1986 oder 1987 schickte sich der damalige Armeegeneral Heinz Hoffmann an, die GÜSt Marienborn zu besuchen. Mann, war da was los. Tage vorher wurden die K2/K6 geharkt, sämtliche Steinchen und Gegenstände, die größer als 5 cm waren, mussten eingesammelt werden. Überall wurde geputzt und geschrubbt (auch die Postenbereiche!!!). Es hieß, der Minister komme mit dem Hubschrauber, und von da oben kann mann alles sehen (also auch die "großen" Steinchen auf den Spurenstreifen)
Am Tag des Besuches ist der mit der Aufbringung des weißen Streifens für die Paradeeinheit zur Begrüßung des Armeegenerals beauftrage Soldat/Gefreite bald verzweifelt, denn er hat diesen Streifen mindestens 4 - 5 mal erneuert, weil ständig irgendwelche Fahrzeuge, Kradmelder oder sonstwas drüberbrausten
Am schönsten waren die Aktionen des Oberst Mxxxx, dem GÜSt-Kommandanten, welcher meinte, die Bestuhlung im Saal der Gaststätte nach seinen Ansichten ändern zu müssen. Die Bestuhlung war durch das Vorauskommando des Ministers bereits konkret gestellt worden, aber das gefiel dem Obst. wohl nicht, er hat sie eigenhändig umgestellt. Als er aus dem Saal raus war, wurde natürlich alles wieder in die richtige Position gebracht
War jedenfalls ganz schöner Trubel, sogar das Fernsehen war da, es gab einen kurzen Bericht in der AK....

Ralf



zuletzt bearbeitet 18.02.2011 07:40 | nach oben springen

#7

RE: Schwere Tage in der Kaserne

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.02.2011 06:59
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Büdinger
Hallo Rostocker ,

die Beförderungen kamen von allein, man konnte sich fast nicht dagegen wehren.
Nach der Ernennung zum Leutnant (zu meiner Zeit im August) erfolgte die Beförderung
zum Oberleutnant nach gut 2 Jahren im Oktober. Nach drei weiteren Jahren war man
Hauptmann. Das alles natürlich mit der Maßgabe, dass man sich nicht was 'hemmendes'
eingehandelt hat. Zum Major mussten dann wohl vier Jahre vergehen



Junge junge, da kann man ja neidisch werden... andererseit war es dadurch bei 2 Oltn. oder Hauptm. auf einem Haufen immer ganz leicht den MA vom MfS zu identifizieren.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#8

RE: Schwere Tage in der Kaserne

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.02.2011 07:38
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Zitat von a1 otti

1987 oder 1987 schickte sich der damalige Armeegeneral Heinz Hoffmann an, die GÜSt Marienborn zu besuchen.




AG Heinz Hoffmann ist am 2. Dezember 1985 verstorben. Könnte also AG Heinz Keßler gewesen sein.


zuletzt bearbeitet 18.02.2011 07:48 | nach oben springen

#9

RE: Schwere Tage in der Kaserne

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.02.2011 07:45
von a1 otti | 188 Beiträge

Zitat von GZB1

Zitat von a1 otti

1987 oder 1987 schickte sich der damalige Armeegeneral Heinz Hoffmann an, die GÜSt Marienborn zu besuchen.




AG Heinz Hoffmann ist am 2. Dezember 1985 verstorben. Könnte als AG Heinz Keßler gewesen sein.




Dann kann es auch 1985 gewesen sein, muss ich noch mal nachsehen. Das Gedächtnis halt....
Soweit ich mich recht erinnere, war es auf jeden Fall AG Hoffmann, denn ich habe von ihm das Buch "Mannheim-Madrid-Moskau" erhalten, sogar noch eine Signierung ergattert.... (Weiß jetzt natürlich nicht, ob das was ist, wo man stolz drauf sein kann....)

Ralf



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#10

RE: Schwere Tage in der Kaserne

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.02.2011 09:59
von Gohrbi | 574 Beiträge

Selbst für das "Stammpersonal" gab es schwere Tage.
AG Keßler und alle in der DDR vorhandenen Militärattaches kamen zur Uffz-Schule zu Besuch.
Es war Winter und kein schlechter. Alle Schneeberge am Wegesrand und auf den Freiflächen
wurden auf 20 cm runtergefräst. Alle Wege und Straßen im Objekt wurden schnee- und eisfrei
gemacht. Wir hatten ja genug US. Mit Spaten und Brechstangen ging es ans Werk, die
5 - 10 cm starke Schnnee/Eisschicht zu entfernen.
Die Protokollwege in den Gebäuden wurden mit frischer Farbe versehen. Und wo noch ein Nagel
"leer" war, kam ein schönes Bild von Erich dran. Da wir aber trotz aller Bemühungen nicht so viele hatten,
wurden die aus den schon besuchten Gebäuden umgehangen.
Wir hatten dann 4 Stunden Bambule in der Kaserne. Ich durfte mir dann 4 Wochen die
Hände nicht mehr waschen, weil da so viel Generalität gedrückt hat.
Da stand ich endlich mal dem "Gegner" Auge in Auge gegenüber.


zuletzt bearbeitet 18.02.2011 13:27 | nach oben springen

#11

RE: Schwere Tage in der Kaserne

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.02.2011 12:09
von Gelöschtes Mitglied
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In der "Knollenburg" Halberstadt gab es diesen Unsinn auch.
Es war entweder im Herbst 81' oder im Frühjahr 82.
Kann den Zeitpunkt nicht mehr genau einordnen.
Dort kam auch ein hoher "Sacki", ich glaube es war Generaloberst Baumgarten.
Da wurden auch die Bordsteine weiß gestrichen und der totale Sackstand abgezogen.
Am liebsten hätten sie noch grüne Blätter an die Bäume geklebt........
Zum Glück blieben wir von dieser "Maßnahme" als KFZ-Kompanie verschont.

ek40


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#12

RE: Schwere Tage in der Kaserne

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.02.2011 12:49
von Büdinger | 1.503 Beiträge

Hallo ek40 ,

lt. der Zeittafel im Sachbuch zum GAR-7 von Werner Neumann (StabPL)
erfolgte am 12.10.1981 ein wirklich hoher Besuch im Truppenteil:

AG Hoffmann,
Gen.oberst Keßler,
Gen.ltn. Baumgarten,
Gen.mj. Lorenz,
Oberst Fritsche,
Ernst Goldenbaum (Vorsitzender DBD),
Dr. Keil (vorsitzender der CDU),
Dr. Gerlach /Vorsitzender LDPD),
Prof. Dr. Homann (Vorsitzender der NDPD).

Das muss ja richtig Stress im Vorfeld gewesen sein.

Besichtigt hat man dann wohl die 4., 5., 6. und 7. AbK mit - ich zitiere -
'herzlichen Begegnungen in den Klubräumen'.

Gruß

Ricardo

in Antwort auf

Zitat von ek40
In der "Knollenburg" Halberstadt gab es diesen Unsinn auch.
Es war entweder im Herbst 81' oder im Frühjahr 82.
Kann den Zeitpunkt nicht mehr genau einordnen.
Dort kam auch ein hoher "Sacki", ich glaube es war Generaloberst Baumgarten.
Da wurden auch die Bordsteine weiß gestrichen und der totale Sackstand abgezogen.
Am liebsten hätten sie noch grüne Blätter an die Bäume geklebt........
Zum Glück blieben wir von dieser "Maßnahme" als KFZ-Kompanie verschont.

ek40


.

Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

.
zuletzt bearbeitet 18.02.2011 12:49 | nach oben springen

#13

RE: Schwere Tage in der Kaserne

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.02.2011 13:06
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von a1 otti

Zitat von GZB1

Zitat von a1 otti

1987 oder 1987 schickte sich der damalige Armeegeneral Heinz Hoffmann an, die GÜSt Marienborn zu besuchen.




AG Heinz Hoffmann ist am 2. Dezember 1985 verstorben. Könnte als AG Heinz Keßler gewesen sein.




Dann kann es auch 1985 gewesen sein, muss ich noch mal nachsehen. Das Gedächtnis halt....
Soweit ich mich recht erinnere, war es auf jeden Fall AG Hoffmann, denn ich habe von ihm das Buch "Mannheim-Madrid-Moskau" erhalten, sogar noch eine Signierung ergattert.... (Weiß jetzt natürlich nicht, ob das was ist, wo man stolz drauf sein kann....)

Ralf




Dann ist sicher sein Geist durchs Objekt geschlichen


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#14

RE: Schwere Tage in der Kaserne

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.02.2011 13:08
von Greso | 2.377 Beiträge

Habe ich auch mal erlebt,1966 im Sommer da hatte sich ein General angemeldet,und unser KC,kam raus zur Grenze und brachte einen
Elektrorasierer und Schuhputzzeug mit.
Gruß Greso


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#15

RE: Schwere Tage in der Kaserne

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.02.2011 13:51
von exgakl | 7.235 Beiträge

Zitat von a1 otti

Zitat von GZB1

Zitat von a1 otti

1987 oder 1987 schickte sich der damalige Armeegeneral Heinz Hoffmann an, die GÜSt Marienborn zu besuchen.




AG Heinz Hoffmann ist am 2. Dezember 1985 verstorben. Könnte als AG Heinz Keßler gewesen sein.




Dann kann es auch 1985 gewesen sein, muss ich noch mal nachsehen. Das Gedächtnis halt....
Soweit ich mich recht erinnere, war es auf jeden Fall AG Hoffmann, denn ich habe von ihm das Buch "Mannheim-Madrid-Moskau" erhalten, sogar noch eine Signierung ergattert.... (Weiß jetzt natürlich nicht, ob das was ist, wo man stolz drauf sein kann....)

Ralf




Hallo Ralf,

der Besuch von Hoffmann muß 1985 gewesen sein. Die von Dir genannten Aktionen kenne ich auch noch... wir haben ebenfalls die größeren Steine vom K6 gesammelt und über den Zaun feindwärts geschmissen 2 Wochen später haben wir den Mist drüben wieder eingesammelt, weil die LPG auf dem Vorgelagerten mähen wollte.
Toll war auch mit der TS und einem Eimer weißer Wandfarbe am K2 langzufahren und die Pfosten der Schutzstreifenschilder neu anzupinseln.... in dieser Zeit hätte man denken können die Grenzaufklärer der 7.GK Sommersdorf sind nur noch als Malerbrigade eingesetzt.

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#16

RE: Schwere Tage in der Kaserne

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.02.2011 14:53
von Annakin | 526 Beiträge

Hallo

Zu dem Thema fällt mir ne Geschichte ein. Unser Regiement erhielt ebenfalls mal hohen Besuch aus dem GKM. Als wir mal Wache am KDP hatten und ich nachts aus Langeweile mal die Dienstbücher des Wachhabenden durchblätterte fiel mir auf , das jeden Tag der selbe Eintrag drin stand, nämlich eine kaputte Scheibe an der Überdachung am Eingang des KDP. So ging das Wochen lang, bis sich Generalmajor W. mal wieder zur Stippvisite angesagt hatte. Ruck zuck war die Scheibe durch den Unterkunftsdienst ausgetauscht und auch sonst alle anderen Mängel beseitigt. War schon komisch. Extrem war immer auch wenn irgendwelche Kontrolloffiziere aus dem GKM die Kompanien besichtigen wollten. Wie allgemein bekannt sein durfte, mußte alles Inventar der Kompanie genau aufgelistet sein. Die Schwarzbestände mußten dann immer kurzfristig verschwinden. Für diese Fälle mußte bei uns immer der Fernsehraum herhalten, der war nämlich unterkellert. Also Stühle raus, Belag raus, paar Dielen hoch und rein den ganzen Krempel. Dielen wieder runter, Belag und Stühle wieder rein und fertig.


Gruß Annakin


_____________________________________________________________________________________________________________
Wenn Du einen Feind nicht besiegen kannst, mache ihn zum Verbündeten.
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#17

RE: Schwere Tage in der Kaserne

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.02.2011 15:29
von Südharzer | 570 Beiträge

Schön zu lesen was damals alles veranstaltet wurde wenn jemand von "oben" kam.

Aber jetzt mal Hand aufs Herz,gibt es da einen Unterschied wenn heut zu Tage in einer großen Firma der Besitzer oder Geschäftsführer einmal im Jahr erscheint?
Also bei uns nicht. Da steht die Firma schon Wochen vorher Kopf. Da spielt Geld keine Rolle wenn es darum geht Leute ranzuholen die alles zum glänzen bringen sollen...................Laub muss aber nicht runtergeschüttelt werden


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#18

RE: Schwere Tage in der Kaserne

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.02.2011 16:36
von MK1987 | 50 Beiträge

Zitat von icke-ek71
da im herbst die blätter von den bäumen fallen..mußten wir vor unserem kompaniegebäude die blätter die noch an den bäumen waren runterschütteln...



Mein Onkel hat mir erzählt, als auch mal ein "Großer" seinen Besuch angekündigt hatte, dass restliche Laub nicht von den Bäumen geschüttelt, sondern wie Obst gesammelt werden sollte...also mussten einige auf die Bäume klettern und die restlichen Blätter "pflücken" Und was war dann...der kam nicht...die ganze Aufregung war also umsonst!



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#19

RE: Schwere Tage in der Kaserne

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.02.2011 18:48
von Ludwig | 252 Beiträge

Zitat von icke-ek71
bei uns im abb nordhausen hatte sich mal der chef der grenztruppen angesagt..tagelang vor diesem ereignis wurde das ganze kasernengelände auf vordermann gebracht...alles mußte glänzen..genauso wie hans55 das beschrieben hat..man konnte sich nur noch wundern auf was die vorgesetzen gekommen sind...was tut man nicht alles um zu glänzen!!da im herbst die blätter von den bäumen fallen..mußten wir vor unserem kompaniegebäude die blätter die noch an den bäumen waren runterschütteln...es war halt herbst und dem chef der gt hätte das vielleicht missfallen können...jedenfalls war mittagspause angesagt.(der sollte erst am nachmittag kommen)und wir lagen in unseren kojen..plötzlich ging die tür auf und son mann mit biesen an der hose stand mit unserem spieß und kc im zimmer und keiner sprang auf und grüßte den generalmajor..boh..danach war sackstand angesagt..kohlenschippen war noch das leichteste von der bestrafung..gruß icke




Sag mal, wenn dein Nick nicht aussagen würde, daß du 71 heim bist, hätte ich fast vermutet, wir wären zur gleichen Zeit in Nordhausen
gewesen. Im Frühjahr 77 hat sich haargenau das gleiche abgespielt, als der damalige Chef GT, Generalleutnant Peter (ich hoffen, den Namen darf ich offen nennen ???), sich angesagt hatte..
Allerdings war irgendwas dazwischen gekommen, so daß die ganze Arbeit vorm und hinter dem KDP für`n A....... war. Der Kollege
schwebte nämlich mit dem Heli auf dem Sportplatz ein.....



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#20

RE: Schwere Tage in der Kaserne

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.02.2011 19:25
von Pitti53 | 8.788 Beiträge

Zitat von a1 otti

Zitat von GZB1

Zitat von a1 otti

1987 oder 1987 schickte sich der damalige Armeegeneral Heinz Hoffmann an, die GÜSt Marienborn zu besuchen.




AG Heinz Hoffmann ist am 2. Dezember 1985 verstorben. Könnte als AG Heinz Keßler gewesen sein.




Dann kann es auch 1985 gewesen sein, muss ich noch mal nachsehen. Das Gedächtnis halt....
Soweit ich mich recht erinnere, war es auf jeden Fall AG Hoffmann, denn ich habe von ihm das Buch "Mannheim-Madrid-Moskau" erhalten, sogar noch eine Signierung ergattert.... (Weiß jetzt natürlich nicht, ob das was ist, wo man stolz drauf sein kann....)

Ralf




Es war im Jahre 1985.Ich war dabei und durfte vor Hoffmann und Keßler eine "flammende" Rede halten.Kurz danach wurde ich versetzt,aber nicht strafversetzt(bevor wieder komische Fragen kommen).Man(n) meinte wohl,9 Jahre in der Sik wären nun ausreichend und ich hätte einen Karrieresprung verdient.Klappte dann ja auch Aber ich wäre gerne geblieben.denn der Dienstalltag in der Sik Marienborn war schon nicht langweilig


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