#1

Taxi fahren in Großstädten der DDR

in DDR Zeiten 16.02.2011 07:57
von Angelo | 12.396 Beiträge

Habe gerade mal beim MDR gelesen wie das mit dem Taxi fahren war in den großen Städten der DDR, erinnert mich irgendwie an New York während der Rushhour

Taxis waren knapp in den Städten, gleichgültig, ob sie für ein volkseigenes, ein genossenschaftliches oder eines der seltenen privaten Unternehmen unterwegs waren. Taxifahrer nahmen somit automatisch Machtstellungen ein. Von ihrer Gnade hing es ab, ob ein Mitbürger schnell beispielsweise vom Bahnhofeiner Stadt nach Hause gelangte oder eben nicht. Die Chancen, befördert zu werden, stiegen mit der Höhe des in Aussicht gestellten Trinkgeldes und mit der Länge der Fahrstrecke.

Lief im Fernsehen eine Fußballübertragung oder ein spannender Film, war es in der Regel aussichtslos, am Taxistellplatz auf ein Fahrzeug zu hoffen. Abhilfe kam erst, als immer mehr so genannte Schwarztaxen auf der Suche nach Kunden durch die Straßen kurvten. Das waren Leute, die im eigenen Pkw ohne Gewerbegenehmigung Leute beförderten. Das war zwar verboten, dennoch drückten vielerorts die Behörden beide Augen zu.


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#2

RE: Taxi fahren in Großstädten der DDR

in DDR Zeiten 16.02.2011 08:32
von werner | 1.591 Beiträge

Das war aber nicht nur in den Großstädten so. Keine Ahnung, wie die Konzessionen vergeben wurden, aber es waren irgendwie immer zuwenig Taxen da. Bei uns waren die beim VEB Kraftverkehr angestellt.
Und obwohl es eigentlich immer Trinkgelder gab, hatte ich bei den Kutschern immer das Gefühl, Bittsteller zu sein und Danke sagen zu müssen, dass ich ihnen mein Geld geben darf. Dass Aufgelder vorher vereinbart wurden, kann ich aber nicht bestätigen - das wird aber auch von Stadt zu Stadt unterschiedlich gewesen sein.

Mit den Schwarztaxen konnte man den Preis vorher verhandeln - funktioniert z.B. in Moskau heute noch. Die Schwarztaxen hatten im Gegensatz zu den konzessionierten Fahrern kein Interesse, Umwege zu fahren, da ja kein Taxameter lief. So ist man in Berlin in der Regel auch schneller von A nach B gekommen, als mit der regulären Taxe. Vor allem, wenn der Taxifahrer gemerkt hat, dass man sich nicht so genau auskennt in der Gegend.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#3

RE: Taxi fahren in Großstädten der DDR

in DDR Zeiten 16.02.2011 12:47
von Musiker12 | 822 Beiträge

Die Knappheit an Taxen kann ich nur bestätigen. Sicher gab es zu wenig Taxen. Zu Zeiten als bei uns noch nicht in fast jedem Haushalt mindestens ein Fahrzeug vorhanden war sind auch hier erhebliche Wartezeiten entstanden.

Ich habe immer gelästert wenn ich ein Taxi in Berlin brauchte. "Wenn es nicht im Fünfjahresplan steht, dass ich ein Taxi brauche wirds schwierig" . Gegen Deviesen war es allerdings kein Problem. Jedes Taxi war besetzt bis ich 20 DM aus der Tasche gezogen habe. Danach klappte es dann auch mit dem Taxi.

Die erste Begegnung mit einem Schwarztaxi hatte ich des Nächtens mit mindestens 2 Promille in Pankow als ich von meiner favorisierten "Disco" zurück in das Hotel wollte und kein normales Taxi verfügbar war. Dass ein Trabant kein Taxi sein konnte wußte ich aber letztenendes war mir das völlig egal in meinem Zustand.

Unterschied zu einem offiziellen Taxi: Der Fahrer war freundlicher was sich für ihn auf den "Fahrpreis" und das Trinkgeld ausgewirkt hat.



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#4

RE: Taxi fahren in Großstädten der DDR

in DDR Zeiten 16.02.2011 12:53
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Musiker12
Die Knappheit an Taxen kann ich nur bestätigen. Sicher gab es zu wenig Taxen. Zu Zeiten als bei uns noch nicht in fast jedem Haushalt mindestens ein Fahrzeug vorhanden war sind auch hier erhebliche Wartezeiten entstanden.

Ich habe immer gelästert wenn ich ein Taxi in Berlin brauchte. "Wenn es nicht im Fünfjahresplan steht, dass ich ein Taxi brauche wirds schwierig" . Gegen Deviesen war es allerdings kein Problem. Jedes Taxi war besetzt bis ich 20 DM aus der Tasche gezogen habe. Danach klappte es dann auch mit dem Taxi.

Die erste Begegnung mit einem Schwarztaxi hatte ich des Nächtens mit mindestens 2 Promille in Pankow als ich von meiner favorisierten "Disco" zurück in das Hotel wollte und kein normales Taxi verfügbar war. Dass ein Trabant kein Taxi sein konnte wußte ich aber letztenendes war mir das völlig egal in meinem Zustand.

Unterschied zu einem offiziellen Taxi: Der Fahrer war freundlicher was sich für ihn auf den "Fahrpreis" und das Trinkgeld ausgewirkt hat.



Ich habe das mit den privaten Taxen auf einem DDR Besuch auch kennengelernt und hatte da meinen AHA Effekt.
Da sieht man doch den Unterschied zwischen einer privat organisierten Wirtschaftsordnung und dem was man Sozialismus nannte. Dieses Experiment Sozialismus hatte den Menschen und seine Ziele nicht auf dem Radar bzw. falsch eingeschätzt, deswegen ist das Experiment Sozialismus so hart an die Wand gefahren.

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#5

RE: Taxi fahren in Großstädten der DDR

in DDR Zeiten 16.02.2011 13:04
von Alfred | 6.853 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von Musiker12
Die Knappheit an Taxen kann ich nur bestätigen. Sicher gab es zu wenig Taxen. Zu Zeiten als bei uns noch nicht in fast jedem Haushalt mindestens ein Fahrzeug vorhanden war sind auch hier erhebliche Wartezeiten entstanden.

Ich habe immer gelästert wenn ich ein Taxi in Berlin brauchte. "Wenn es nicht im Fünfjahresplan steht, dass ich ein Taxi brauche wirds schwierig" . Gegen Deviesen war es allerdings kein Problem. Jedes Taxi war besetzt bis ich 20 DM aus der Tasche gezogen habe. Danach klappte es dann auch mit dem Taxi.

Die erste Begegnung mit einem Schwarztaxi hatte ich des Nächtens mit mindestens 2 Promille in Pankow als ich von meiner favorisierten "Disco" zurück in das Hotel wollte und kein normales Taxi verfügbar war. Dass ein Trabant kein Taxi sein konnte wußte ich aber letztenendes war mir das völlig egal in meinem Zustand.

Unterschied zu einem offiziellen Taxi: Der Fahrer war freundlicher was sich für ihn auf den "Fahrpreis" und das Trinkgeld ausgewirkt hat.



Ich habe das mit den privaten Taxen auf einem DDR Besuch auch kennengelernt und hatte da meinen AHA Effekt.
Da sieht man doch den Unterschied zwischen einer privat organisierten Wirtschaftsordnung und dem was man Sozialismus nannte. Dieses Experiment Sozialismus hatte den Menschen und seine Ziele nicht auf dem Radar bzw. falsch eingeschätzt, deswegen ist das Experiment Sozialismus so hart an die Wand gefahren.

Gruß Gert




Gert,

kannst Du auch mal was anderes schreiben.

Egal welches Thema, von Dir kommt immer die identische Leier.....

Denkst Du, man bekommt heute immer ein Taxi ?

Jedenfalls konnte man sich eine Taxe zu DDR Zeiten locker leisten ...


zuletzt bearbeitet 16.02.2011 13:06 | nach oben springen

#6

RE: Taxi fahren in Großstädten der DDR

in DDR Zeiten 16.02.2011 13:10
von Musiker12 | 822 Beiträge

Dass Du meine Einlassung dafür benutzt hätte ich mir denken können, künftig muss ich meine Worte doch besser abwägen um für solche Entfremdungen keinen Nährboden zu geben.

Du solltest heute einmal mit dem Taxi fahren und dann kannst Du feststellen, dass Deine Einschätzungen nicht zutreffen. Ein angestellter Fahrer in einem nichtsozialistischen Betrieb ist ebeno mürrisch wie in einem sozialistischen. Der Selbstständige legt gegenüber dem Fahrgast in der Regel ein netteres Verhalten an den Tag. Den Schwarztaxifahrer sehe ich als Selbstständigen der auf den "Kunden" angewiesen war. Ich hoffe Du verstehst, dass das mit sozialismus und der von Dir gepriesenen privat organisierten Wirtschaftsordnung nicht im Zusammenhang steht.



zuletzt bearbeitet 16.02.2011 13:20 | nach oben springen

#7

RE: Taxi fahren in Großstädten der DDR

in DDR Zeiten 16.02.2011 13:16
von Musiker12 | 822 Beiträge

Zitat von Alfred


Denkst Du, man bekommt heute immer ein Taxi ?

Jedenfalls konnte man sich eine Taxe zu DDR Zeiten locker leisten ...



Den Satz möchte ich noch einmal aufgreifen. Genau da lag auch sicher der Hund begraben. Das Taxifahren war erschwinglich also hat auch jeder ein Taxi in Anspruch genommen.
Heute zählt das Taxi durch die hohen wenn auch gerechtfertigten Preise schon zum Luxusartikel. Dadurch dezimiert sich zum Teil die Anzahl der Taxen weil die Unternehmen wegen dem Magel an Kundschaft ihren Betrieb nicht mehr aufrecht erhalten können was dann wieder zu Wartezeiten führt.



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#8

RE: Taxi fahren in Großstädten der DDR

in DDR Zeiten 16.02.2011 13:45
von eisenringtheo | 9.180 Beiträge

Zitat von Musiker12
(...)
Den Satz möchte ich noch einmal aufgreifen. Genau da lag auch sicher der Hund begraben. Das Taxifahren war erschwinglich also hat auch jeder ein Taxi in Anspruch genommen.
(...)


Nun ja hat doch eine M pro km plus Zeitzuschlag gekostet. Gar so billig war das denn auch nicht, wenn man es mit den Preisen des öffentlichen Nahverkehrs vergleicht. Die Fahrpläne waren mit den Betrieben abgeglichen, weil viele kein Auto besassen. So konnte ich das Dorf meiner Bekannten noch spät abends und am Wochenende erreichen. Heute brauche ich ein Auto.
Theo


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#9

RE: Taxi fahren in Großstädten der DDR

in DDR Zeiten 16.02.2011 14:22
von Musiker12 | 822 Beiträge

Nun Theo der Vergleich mit dem ÖPNV darf man sicher nie anstellen. Dennoch verleiche ich mal die Preise wobei ich nur von meiner Stadt ausgehen kann.

Preis im Taxi West (1988) pro Km 1,50 DM, Grundgebühr 3,60 DM
Preis im Taxi Ost pro Km 1 M, Grundgebühr ??? M (vielleicht kann hier jemand Helfen) (mit der 1 M pro Km bin ich etwas am zweifeln denn ich meine von der Friedrichstr. bis nach Pankow - Straßennamen dort weiß ich nicht mehr- habe ich bestimmt nicht 1 M pro Km bezahlt, eher weniger)

Preis ÖPNV West (1988) 1,20 DM
Preis ÖPNV Ost ??? M (auch hie könnte jemand weiter helfen)

Im Vergleich zu heute sind die Preise natürlich lächerlich und eigentlich auch nicht vergleichbar. Taxi heute 1,50€ (3,--DM) Grundgebühr 3,00€ ( 6,--DM) ÖPNV heute 1,20€ (2,40 DM). Ich gehe davon aus, dass z.B. in Berin ganz ander Preise verlangt werden was bei der Größe der Stadt auch normal ist.

Im Bezg auf die Abdeckung durch den ÖPNV Ost muss man sicher feststellen, das diese erheblich besser war als bei uns. Nach 22 Uhr war es damals wie heute in den Umlandgemeinden unmöglich diese per Bus zu erreichen. Heute gibt es Orte da fahren nur noch Schulbusse. Auf die Belange der Bürger wird aus wirtschaftichen Gründen keine Rücksicht genommem was es in der DDR meines Wissens nach nicht gegeben hat. Das ist auch eine Errungenschaft die einige so sehr lieben . Da bin ich mal auf die Kommentare gespannt.



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#10

RE: Taxi fahren in Großstädten der DDR

in DDR Zeiten 16.02.2011 14:45
von Büdinger | 1.504 Beiträge

Hallo Rüdiger ,

Zitat von Musiker12
...
Preis ÖPNV West (1988) 1,20 DM
Preis ÖPNV Ost ??? M (auch hie könnte jemand weiter helfen) ...



Ich werde Dir da mal helfen: je Km 0,08 M in der DDR -> Bus und Bahn.

Gruß

Ricardo


.

Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

.
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#11

RE: Taxi fahren in Großstädten der DDR

in DDR Zeiten 16.02.2011 15:12
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Musiker12
Dass Du meine Einlassung dafür benutzt hätte ich mir denken können, künftig muss ich meine Worte doch besser abwägen um für solche Entfremdungen keinen Nährboden zu geben.

Du solltest heute einmal mit dem Taxi fahren und dann kannst Du feststellen, dass Deine Einschätzungen nicht zutreffen. Ein angestellter Fahrer in einem nichtsozialistischen Betrieb ist ebeno mürrisch wie in einem sozialistischen. Der Selbstständige legt gegenüber dem Fahrgast in der Regel ein netteres Verhalten an den Tag. Den Schwarztaxifahrer sehe ich als Selbstständigen der auf den "Kunden" angewiesen war. Ich hoffe Du verstehst, dass das mit sozialismus und der von Dir gepriesenen privat organisierten Wirtschaftsordnung nicht im Zusammenhang steht.



Was ist daran Entfremdung ? Ich habe Ende der 60er , um eine Ausbildung zu finanzieren, in einer rheinischen Großstadt Taxi gefahren und kenn das Gewerbe aus eigener Erfahrung ( 2 Jahre jedes Wochenende ) Ich war nicht der Besitzer des Wagens sondern nur Aushilfsfahrer. Die Kunden wurden bei mir freundlich und zuvorkommend bedient und ich habe neben meinem regulären Verdienst noch ganz ordentlich Tip gemacht. Bei einem Besuch in de rDDR habe ich erst gar keines bekommen aber ein Schwarztaxifahrer sprach mich an und ich war ganz baff, weil ich nicht wusste dass es so etwas überhaupt gibt. Das nenne ich Privatinitiative. So ist es.




Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#12

RE: Taxi fahren in Großstädten der DDR

in DDR Zeiten 16.02.2011 15:17
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Alfred

Zitat von Gert

Zitat von Musiker12
Die Knappheit an Taxen kann ich nur bestätigen. Sicher gab es zu wenig Taxen. Zu Zeiten als bei uns noch nicht in fast jedem Haushalt mindestens ein Fahrzeug vorhanden war sind auch hier erhebliche Wartezeiten entstanden.

Ich habe immer gelästert wenn ich ein Taxi in Berlin brauchte. "Wenn es nicht im Fünfjahresplan steht, dass ich ein Taxi brauche wirds schwierig" . Gegen Deviesen war es allerdings kein Problem. Jedes Taxi war besetzt bis ich 20 DM aus der Tasche gezogen habe. Danach klappte es dann auch mit dem Taxi.

Die erste Begegnung mit einem Schwarztaxi hatte ich des Nächtens mit mindestens 2 Promille in Pankow als ich von meiner favorisierten "Disco" zurück in das Hotel wollte und kein normales Taxi verfügbar war. Dass ein Trabant kein Taxi sein konnte wußte ich aber letztenendes war mir das völlig egal in meinem Zustand.

Unterschied zu einem offiziellen Taxi: Der Fahrer war freundlicher was sich für ihn auf den "Fahrpreis" und das Trinkgeld ausgewirkt hat.



Ich habe das mit den privaten Taxen auf einem DDR Besuch auch kennengelernt und hatte da meinen AHA Effekt.
Da sieht man doch den Unterschied zwischen einer privat organisierten Wirtschaftsordnung und dem was man Sozialismus nannte. Dieses Experiment Sozialismus hatte den Menschen und seine Ziele nicht auf dem Radar bzw. falsch eingeschätzt, deswegen ist das Experiment Sozialismus so hart an die Wand gefahren.

Gruß Gert




Gert,

kannst Du auch mal was anderes schreiben.

Egal welches Thema, von Dir kommt immer die identische Leier.....

Denkst Du, man bekommt heute immer ein Taxi ?

Jedenfalls konnte man sich eine Taxe zu DDR Zeiten locker leisten ...





Alfred ich kann nichts dafür dass in der DDR fast nichts funktionierte, was ich in meiner neuen Heimat Rheinland als selbstverständlich kannte. Ich hab seit 1965 nicht mehr dort mitgearbeitet, also bin ich für die " Leier" nicht verantwortlich.

Gruß Gert


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
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#13

RE: Taxi fahren in Großstädten der DDR

in DDR Zeiten 16.02.2011 15:21
von Musiker12 | 822 Beiträge

Zitat von Büdinger
Hallo Rüdiger ,

Zitat von Musiker12
...
Preis ÖPNV West (1988) 1,20 DM
Preis ÖPNV Ost ??? M (auch hie könnte jemand weiter helfen) ...



Ich werde Dir da mal helfen: je Km 0,08 M in der DDR -> Bus und Bahn.

Gruß

Ricardo




Danke Ricardo, dann kommen wir der Sache schon näher. Gehen wir mal auch im Busverkehr innerorts von einer Pauschale aus und legen eine Strecke von 10 Km zugrunde dann würde die Busfahrt innerorts ca 0,80 M gekostet haben. Im Überlandverkehr muss ich bei uns im Moment bezogen auf den Stand 1988 leider passen. Vielleicht finde ich noch etwas.


@Gerd
Ohne hier gleich in den OT Bereich zu geraten, Du weißt genau was ich meine wenn ich von Entfremdung spreche aber um es Dir noch deutlicher zu machen, ich schließe mich mal den Worten von Alfred an. Im Übrigen, muss ich Dir sicher nicht erklären, da Du ja sachkundig bist, dass es auch in der DDR private Taxiunternehmer gegeben hat also auch die Privatinitiative. Und ich glaube über Taxifahrer ob nun Angestellte oder Aushilfen, Selbstständige oder Großunternehmen musst und kannst Du mir bestimmt nichts erzählen. Oder?



zuletzt bearbeitet 16.02.2011 15:34 | nach oben springen

#14

RE: Taxi fahren in Großstädten der DDR

in DDR Zeiten 16.02.2011 15:23
von Alfred | 6.853 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von Alfred

Zitat von Gert

Zitat von Musiker12
Die Knappheit an Taxen kann ich nur bestätigen. Sicher gab es zu wenig Taxen. Zu Zeiten als bei uns noch nicht in fast jedem Haushalt mindestens ein Fahrzeug vorhanden war sind auch hier erhebliche Wartezeiten entstanden.

Ich habe immer gelästert wenn ich ein Taxi in Berlin brauchte. "Wenn es nicht im Fünfjahresplan steht, dass ich ein Taxi brauche wirds schwierig" . Gegen Deviesen war es allerdings kein Problem. Jedes Taxi war besetzt bis ich 20 DM aus der Tasche gezogen habe. Danach klappte es dann auch mit dem Taxi.

Die erste Begegnung mit einem Schwarztaxi hatte ich des Nächtens mit mindestens 2 Promille in Pankow als ich von meiner favorisierten "Disco" zurück in das Hotel wollte und kein normales Taxi verfügbar war. Dass ein Trabant kein Taxi sein konnte wußte ich aber letztenendes war mir das völlig egal in meinem Zustand.

Unterschied zu einem offiziellen Taxi: Der Fahrer war freundlicher was sich für ihn auf den "Fahrpreis" und das Trinkgeld ausgewirkt hat.



Ich habe das mit den privaten Taxen auf einem DDR Besuch auch kennengelernt und hatte da meinen AHA Effekt.
Da sieht man doch den Unterschied zwischen einer privat organisierten Wirtschaftsordnung und dem was man Sozialismus nannte. Dieses Experiment Sozialismus hatte den Menschen und seine Ziele nicht auf dem Radar bzw. falsch eingeschätzt, deswegen ist das Experiment Sozialismus so hart an die Wand gefahren.

Gruß Gert




Gert,

kannst Du auch mal was anderes schreiben.

Egal welches Thema, von Dir kommt immer die identische Leier.....

Denkst Du, man bekommt heute immer ein Taxi ?

Jedenfalls konnte man sich eine Taxe zu DDR Zeiten locker leisten ...





Alfred ich kann nichts dafür dass in der DDR fast nichts funktionierte, was ich in meiner neuen Heimat Rheinland als selbstverständlich kannte. Ich hab seit 1965 nicht mehr dort mitgearbeitet, also bin ich für die " Leier" nicht verantwortlich.

Gruß Gert




Gert,

ich habe nichts gegen Kritik.

Aber DEIN einseitiges NEGATIVGESÜLZE hat nichts mit Qualität zu schaffen.

Hoffentlich bist Du mit den heutigen Verhältnissen auch so super kritisch, aber ich glaube, dies passt nicht zu deiner ROSAROTEN Brille für die Seite West.


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#15

RE: Taxi fahren in Großstädten der DDR

in DDR Zeiten 16.02.2011 15:27
von Alfred | 6.853 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von Musiker12
Dass Du meine Einlassung dafür benutzt hätte ich mir denken können, künftig muss ich meine Worte doch besser abwägen um für solche Entfremdungen keinen Nährboden zu geben.

Du solltest heute einmal mit dem Taxi fahren und dann kannst Du feststellen, dass Deine Einschätzungen nicht zutreffen. Ein angestellter Fahrer in einem nichtsozialistischen Betrieb ist ebeno mürrisch wie in einem sozialistischen. Der Selbstständige legt gegenüber dem Fahrgast in der Regel ein netteres Verhalten an den Tag. Den Schwarztaxifahrer sehe ich als Selbstständigen der auf den "Kunden" angewiesen war. Ich hoffe Du verstehst, dass das mit sozialismus und der von Dir gepriesenen privat organisierten Wirtschaftsordnung nicht im Zusammenhang steht.



Was ist daran Entfremdung ? Ich habe Ende der 60er , um eine Ausbildung zu finanzieren, in einer rheinischen Großstadt Taxi gefahren und kenn das Gewerbe aus eigener Erfahrung ( 2 Jahre jedes Wochenende ) Ich war nicht der Besitzer des Wagens sondern nur Aushilfsfahrer. Die Kunden wurden bei mir freundlich und zuvorkommend bedient und ich habe neben meinem regulären Verdienst noch ganz ordentlich Tip gemacht. Bei einem Besuch in de rDDR habe ich erst gar keines bekommen aber ein Schwarztaxifahrer sprach mich an und ich war ganz baff, weil ich nicht wusste dass es so etwas überhaupt gibt. Das nenne ich Privatinitiative. So ist es.




Gruß Gert




Gert,

jetzt erzähl mir noch, dass es keine Taxen gab ...

"Privatinitiative", welchen Titel würde dies heute bekommen ???


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#16

RE: Taxi fahren in Großstädten der DDR

in DDR Zeiten 16.02.2011 15:29
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Alfred

Zitat von Gert

Zitat von Alfred

Zitat von Gert

Zitat von Musiker12
Die Knappheit an Taxen kann ich nur bestätigen. Sicher gab es zu wenig Taxen. Zu Zeiten als bei uns noch nicht in fast jedem Haushalt mindestens ein Fahrzeug vorhanden war sind auch hier erhebliche Wartezeiten entstanden.

Ich habe immer gelästert wenn ich ein Taxi in Berlin brauchte. "Wenn es nicht im Fünfjahresplan steht, dass ich ein Taxi brauche wirds schwierig" . Gegen Deviesen war es allerdings kein Problem. Jedes Taxi war besetzt bis ich 20 DM aus der Tasche gezogen habe. Danach klappte es dann auch mit dem Taxi.

Die erste Begegnung mit einem Schwarztaxi hatte ich des Nächtens mit mindestens 2 Promille in Pankow als ich von meiner favorisierten "Disco" zurück in das Hotel wollte und kein normales Taxi verfügbar war. Dass ein Trabant kein Taxi sein konnte wußte ich aber letztenendes war mir das völlig egal in meinem Zustand.

Unterschied zu einem offiziellen Taxi: Der Fahrer war freundlicher was sich für ihn auf den "Fahrpreis" und das Trinkgeld ausgewirkt hat.



Ich habe das mit den privaten Taxen auf einem DDR Besuch auch kennengelernt und hatte da meinen AHA Effekt.
Da sieht man doch den Unterschied zwischen einer privat organisierten Wirtschaftsordnung und dem was man Sozialismus nannte. Dieses Experiment Sozialismus hatte den Menschen und seine Ziele nicht auf dem Radar bzw. falsch eingeschätzt, deswegen ist das Experiment Sozialismus so hart an die Wand gefahren.

Gruß Gert




Gert,

kannst Du auch mal was anderes schreiben.

Egal welches Thema, von Dir kommt immer die identische Leier.....

Denkst Du, man bekommt heute immer ein Taxi ?

Jedenfalls konnte man sich eine Taxe zu DDR Zeiten locker leisten ...





Alfred ich kann nichts dafür dass in der DDR fast nichts funktionierte, was ich in meiner neuen Heimat Rheinland als selbstverständlich kannte. Ich hab seit 1965 nicht mehr dort mitgearbeitet, also bin ich für die " Leier" nicht verantwortlich.

Gruß Gert




Gert,

ich habe nichts gegen Kritik.

Aber DEIN einseitiges NEGATIVGESÜLZE hat nichts mit Qualität zu schaffen.

Hoffentlich bist Du mit den heutigen Verhältnissen auch so super kritisch, aber ich glaube, dies passt nicht zu deiner ROSAROTEN Brille für die Seite West.




Alfred du kennst mich doch gar nicht, wie kannst du mich da einschätzen. Und wenn ich deinen Kommentar als Gesülze bezeichnet hätte, hätte Angelo wahrscheinlich schon den hier angewandt :12.a) Of Topic Beiträge in den Fachbereichen des Forum DDR Grenze.

Gruß Gert

edit: Fehler beseitigt


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 16.02.2011 15:33 | nach oben springen

#17

RE: Taxi fahren in Großstädten der DDR

in DDR Zeiten 16.02.2011 15:32
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Alfred

Zitat von Gert

Zitat von Musiker12
Dass Du meine Einlassung dafür benutzt hätte ich mir denken können, künftig muss ich meine Worte doch besser abwägen um für solche Entfremdungen keinen Nährboden zu geben.

Du solltest heute einmal mit dem Taxi fahren und dann kannst Du feststellen, dass Deine Einschätzungen nicht zutreffen. Ein angestellter Fahrer in einem nichtsozialistischen Betrieb ist ebeno mürrisch wie in einem sozialistischen. Der Selbstständige legt gegenüber dem Fahrgast in der Regel ein netteres Verhalten an den Tag. Den Schwarztaxifahrer sehe ich als Selbstständigen der auf den "Kunden" angewiesen war. Ich hoffe Du verstehst, dass das mit sozialismus und der von Dir gepriesenen privat organisierten Wirtschaftsordnung nicht im Zusammenhang steht.



Was ist daran Entfremdung ? Ich habe Ende der 60er , um eine Ausbildung zu finanzieren, in einer rheinischen Großstadt Taxi gefahren und kenn das Gewerbe aus eigener Erfahrung ( 2 Jahre jedes Wochenende ) Ich war nicht der Besitzer des Wagens sondern nur Aushilfsfahrer. Die Kunden wurden bei mir freundlich und zuvorkommend bedient und ich habe neben meinem regulären Verdienst noch ganz ordentlich Tip gemacht. Bei einem Besuch in de rDDR habe ich erst gar keines bekommen aber ein Schwarztaxifahrer sprach mich an und ich war ganz baff, weil ich nicht wusste dass es so etwas überhaupt gibt. Das nenne ich Privatinitiative. So ist es.




Gruß Gert




Gert,

jetzt erzähl mir noch, dass es keine Taxen gab ...

"Privatinitiative", welchen Titel würde dies heute bekommen ???





Ich habe nicht gesagt, dass es keine Taxen gab, ich habe gesagt dass, als ich eine haben wollte, ich keine bekam.
Das ist ja wohl ein Unterschied. So etwas passiert mir hier in meiner Heimatstadt höchsten in der Silvesternacht.

Gruß Gert


.
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#18

RE: Taxi fahren in Großstädten der DDR

in DDR Zeiten 16.02.2011 15:40
von Büdinger | 1.504 Beiträge

Hallo Rüdiger ,

Zitat von Musiker12

Zitat von Büdinger
Hallo Rüdiger ,

Zitat von Musiker12
...
Preis ÖPNV West (1988) 1,20 DM
Preis ÖPNV Ost ??? M (auch hie könnte jemand weiter helfen) ...



Ich werde Dir da mal helfen: je Km 0,08 M in der DDR -> Bus und Bahn.

Gruß

Ricardo




Danke Ricardo, dann kommen wir der Sache schon näher. Gehen wir mal auch im Busverkehr innerorts von einer Pauschale aus und legen eine Strecke von 10 Km zugrunde dann würde die Busfahrt innerorts ca 0,80 M gekostet haben. Im Überlandverkehr muss ich bei uns im Moment bezogen auf den Stand 1988 leider passen. Vielleicht finde ich noch etwas.
...




Diese 8 Pfennige war der Km-Preis für Überlandfahrten mit Bus und Reichsbahn.

Im Stadtverkehr gab es Fahrscheine - heute: Tickets -, welche pro Fahrt mit Straßenbahn und/oder Bus (Stadtverkehr)
einfache Fahrt etwa 0,10 M bis 0,20 M kosteten.

Beispiel Cottbus: Block 20 Fahrscheine Straßenbahn: 2,00 M

Gruß

Ricardo


.

Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

.
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#19

RE: Taxi fahren in Großstädten der DDR

in DDR Zeiten 16.02.2011 15:41
von Musiker12 | 822 Beiträge

Zitat von Gert

Ich habe nicht gesagt, dass es keine Taxen gab, ich habe gesagt dass, als ich eine haben wollte, ich keine bekam.
Das ist ja wohl ein Unterschied. So etwas passiert mir hier in meiner Heimatstadt höchsten in der Silvesternacht.

Gruß Gert



Dann schätze Dich glücklich. Es zeigt Dir aber andererseits, dass es sich wohl viele nicht mehr leisten können ein Taxi in Anspruch zu nehmen und, dass zum Leidwesen der Taxiunternehmer die Taxidichte viel zu hoch ist. Gehe mal an einen Halteplatz und frage mal Deine ehemaligen Kollegen ob sie nicht lieber die Zeiten von vor 1989 zu DDR-Verhältnissen haben wollen. Die Antworten könnte ich Dir so schon geben aber wenn Du hier schon mit Fachwissen um dich wirfst dann mach Dir die Mühe und verschaffe Dir dieses.



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#20

RE: Taxi fahren in Großstädten der DDR

in DDR Zeiten 16.02.2011 15:44
von Alfred | 6.853 Beiträge

Gert,
einfach lesen, ich habe geschrieben, dass Du mir noch erzählen sollst, dass es keine Taxen gab ...

Ich habe nicht geschrieben, dass Du dies behauptet hast.

Ich kenne einige Kleinstädte, da findest Du auch nicht so einfach ein Taxi.


Aber es gibt wohl wíchtigeres als Taxen auf der Welt ...

Gert eins noch,

frag mal wie lange die Fahrer in der DDR gearbeitet haben und wie lange die heute fahren müssen, damit es in der kasse stimmt.


zuletzt bearbeitet 16.02.2011 15:50 | nach oben springen



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