#41

RE: Der 9. November 1989 - Die Mauer blieb. Wie wäre es weiter gegangen?

in Das Ende der DDR 16.02.2011 09:43
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Kommunismus wäre schon toll gewesen, wenn es so gekommen wäre:
ab 1980 Gratisverpflegung, Gratiskleider, Gratiswohnung, dabei nur noch vier Stunden Arbeiten pro Tag. Keine Gefängnisse mehr nötig. Auch sonst alles paletti...
http://www.zeit.de/1961/14/die-rote-welt-von-morgen
Was uns jetzt die Linkspartei verklickert: Ich lach darüber. Das ist zuwenig, es muss alles mehr sein..
http://www.youtube.com/watch?v=EOgGA9INAHs
Theo


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#42

RE: Der 9. November 1989 - Die Mauer blieb. Wie wäre es weiter gegangen?

in Das Ende der DDR 16.02.2011 10:02
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von eisenringtheo
Kommunismus wäre schon toll gewesen, wenn es so gekommen wäre:
ab 1980 Gratisverpflegung, Gratiskleider, Gratiswohnung, dabei nur noch vier Stunden Arbeiten pro Tag. Keine Gefängnisse mehr nötig. Auch sonst alles paletti...
http://www.zeit.de/1961/14/die-rote-welt-von-morgen
Was uns jetzt die Linkspartei verklickert: Ich lach darüber. Das ist zuwenig, es muss alles mehr sein..
http://www.youtube.com/watch?v=EOgGA9INAHs
Theo




Also Theo ich habe mir den Zeit-Artikel durchgelesen, er hat einen sehr erheiternden Charakter. Dass der Chrustschov daran geglaubt hat, glaube ich sogar, denn ich habe ihn noch als einen als sehr einfältig wirkenden Staatsführer in Erinnerung

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#43

RE: Der 9. November 1989 - Die Mauer blieb. Wie wäre es weiter gegangen?

in Das Ende der DDR 16.02.2011 10:28
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Nun sind wir mal wieder, wegen völlig überflüssiger Nachfragen, absolut OT


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#44

RE: Der 9. November 1989 - Die Mauer blieb. Wie wäre es weiter gegangen?

in Das Ende der DDR 16.02.2011 10:49
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Nun sind wir mal wieder, wegen völlig überflüssiger Nachfragen, absolut OT


Ja "vom 9. November 1989: Die Mauer blieb" bis zu Chrustschews Utopien und Horst Schlämmers Hasenpartei
Werde versuchen meine negativ destruktiven Kräfte in Zukunft etwas einzudämmen.
Interessant wäre die Frage zu diesem Thema: Hätte man eine harte "stalinistische" Linie überhaupt durchziehen können? Es gab innerhalb der Partei traditionell, aber auch offziell gefördert, eine Sympathie für die SU ("Von der SU lernen, heisst siegen lernen, Deutsch-Sowjetische Freundschaft usw.) Diese Sympathie wurde dank Perestroika und Glasnost eher grösser und hat auch weitere Teile der Bevölkerung erfasst. Möglicherweise hätten viele gesellschaftliche Kräfte dann Mühe gehabt, sich staatlich verordnet "umzuorientieren".
Theo


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#45

RE: Der 9. November 1989 - Die Mauer blieb. Wie wäre es weiter gegangen?

in Das Ende der DDR 16.02.2011 11:03
von Weichmolch (gelöscht)
avatar

Zitat von Weichmolch
Ich möchte an dieser Stelle etwas Futter in diesen interessanten und unterhaltsamen Thread streuen, ehe sich die Thesen fast wie gewohnt nur um das MfS drehen.

Wendet doch bitte Euren Blick mal in die Zeit des Frühjahrs und Sommers des Jahres 1989 und schaut mal auf die SED und ihre Mitglieder, damals immerhin 2,2 Millionen Menschen.

Dazu, zur Erinnerung Folgendes: Der XII. Parteitag der SED sollte planmäßig im April 1990 durchgeführt werden. Im Statut des SED war dazu festgelegt, dass im vorausgehenden Jahr eine Grundsatzdiskussion zur Direktive des XII. Parteitages durch alle Genossen zu führen ist. Und nun warteten im Frühjahr 89 die Parteigrundorganisationen auf den Startschuß dazu.
Auch im Institut Marxismus-Leninismus beim ZK der SED, der "Ideologie-Schmiede" der Partei arbeitete man schon daran.
Dasselbe geschah - quasi ohne höchsten Segen, in den Industrieministerien und in anderen, wirtschaftsleitenden Organisationen. Hier in der Überzeugung, dass doch bald die Diskussion offizielle beginnen würde.
Nach den mir erinnerlichen Dokumenten und Einschätzungen sollte der XII. Parteitag einen grundlegenden Wechsel in der Wirtschafts- und Sozialpolitik - aber auch den Generationswechsel in der Führung der Partei einleiten.
In dieser Phase, der "nicht genehmigten" Diskussion der Genossen über den Weg der DDR im Zeitraum 90-95, hatte ich den Eindruck, dass es zu einer Polarisierung innerhalb der SED kam. Einerseits die Gruppe der an den alten Gleisen laufenden, andererseit die Gruppe der "Reformer", wobei dieser Begriff irreführend ist.

Dann zwei Schläge knapp hintereinander.

1. Aus dem Nichts heraus tauchte der Beschluss des Politbüros und des ZK der SED auf, der den Umtausch der Parteidokumente anwies. Ein deutliches Signal der Disziplinierung.
2. In der Parteiinformation vom September 89 verstieg sich der Generalsekretär zur These, dass alle kritischen Diskussionen von "Meckerern und Nörglern" innerhalb der Partei ausgingen.

Beide Vorgänge und Handlungen sehe ich als Schläge in den "Bauch der Partei".

Was wäre also geschehen, hätte es dem Statut der SED entsprechend, eine ungestörte Diskussion zum nächsten Parteitag gegeben, wenn mehrere Millionen Bürger der DDR sich in diesen Prozess eingebracht hätten.

Weichmolch



Na, denn meinen Beitrag nochmal - ist wohl überlesen worden


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#46

RE: Der 9. November 1989 - Die Mauer blieb. Wie wäre es weiter gegangen?

in Das Ende der DDR 16.02.2011 11:28
von max (gelöscht)
avatar

Zitat von eisenringtheo
Feindlich negative Kräfte ist doch die DDR Umschreibung dafür, was man heute im Westen als ausserparlamentarische Opposition bezeichnen würde: Gegner Stuttgart 21, Castortransportblockierer, Pfingstmarsch. Also alle diejenigen, die nicht an die politischen Institutionen gelangen, um ihre Anliegen einzubringen.
Auch in der DDR hatten die Einwohner "ihren" lokalen Abgeordneten, an den sie sich wenden konnten. Inwieweit der seine Karriere riskiert hätte, indem er massenhaft "politisch unpassende" Anliegen seiner Wähler in den Rat der Gemeinde eingebracht hätte?
Theo



.............der Beitrag des Users @max wurde entfernt. @Stabsfähnrich


zuletzt bearbeitet 16.02.2011 11:45 | nach oben springen

#47

RE: Der 9. November 1989 - Die Mauer blieb. Wie wäre es weiter gegangen?

in Das Ende der DDR 16.02.2011 11:51
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

(obsolet).
Theo


zuletzt bearbeitet 16.02.2011 11:52 | nach oben springen

#48

RE: Der 9. November 1989 - Die Mauer blieb. Wie wäre es weiter gegangen?

in Das Ende der DDR 16.02.2011 12:42
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Weichmolch
Ich möchte an dieser Stelle etwas Futter in diesen interessanten und unterhaltsamen Thread streuen, ehe sich die Thesen fast wie gewohnt nur um das MfS drehen.

Wendet doch bitte Euren Blick mal in die Zeit des Frühjahrs und Sommers des Jahres 1989 und schaut mal auf die SED und ihre Mitglieder, damals immerhin 2,2 Millionen Menschen.

Dazu, zur Erinnerung Folgendes: Der XII. Parteitag der SED sollte planmäßig im April 1990 durchgeführt werden. Im Statut des SED war dazu festgelegt, dass im vorausgehenden Jahr eine Grundsatzdiskussion zur Direktive des XII. Parteitages durch alle Genossen zu führen ist. Und nun warteten im Frühjahr 89 die Parteigrundorganisationen auf den Startschuß dazu.
Auch im Institut Marxismus-Leninismus beim ZK der SED, der "Ideologie-Schmiede" der Partei arbeitete man schon daran.
Dasselbe geschah - quasi ohne höchsten Segen, in den Industrieministerien und in anderen, wirtschaftsleitenden Organisationen. Hier in der Überzeugung, dass doch bald die Diskussion offizielle beginnen würde.
Nach den mir erinnerlichen Dokumenten und Einschätzungen sollte der XII. Parteitag einen grundlegenden Wechsel in der Wirtschafts- und Sozialpolitik - aber auch den Generationswechsel in der Führung der Partei einleiten.
In dieser Phase, der "nicht genehmigten" Diskussion der Genossen über den Weg der DDR im Zeitraum 90-95, hatte ich den Eindruck, dass es zu einer Polarisierung innerhalb der SED kam. Einerseits die Gruppe der an den alten Gleisen laufenden, andererseit die Gruppe der "Reformer", wobei dieser Begriff irreführend ist.

Dann zwei Schläge knapp hintereinander.

1. Aus dem Nichts heraus tauchte der Beschluss des Politbüros und des ZK der SED auf, der den Umtausch der Parteidokumente anwies. Ein deutliches Signal der Disziplinierung.
2. In der Parteiinformation vom September 89 verstieg sich der Generalsekretär zur These, dass alle kritischen Diskussionen von "Meckerern und Nörglern" innerhalb der Partei ausgingen.

Beide Vorgänge und Handlungen sehe ich als Schläge in den "Bauch der Partei".

Was wäre also geschehen, hätte es dem Statut der SED entsprechend, eine ungestörte Diskussion zum nächsten Parteitag gegeben, wenn mehrere Millionen Bürger der DDR sich in diesen Prozess eingebracht hätten.

Weichmolch




@weichmolch du beschreibst welche Prozesse in der SED geplant waren und dann doch nicht durchgeführt wurden. Das ist die eine gesellschaftliche Kraft. Zu dem Zeitpunkt war das aber nur noch eine Farce. Ich sehe im Sommer 89 eine 2.gesellschaftliche Kraft empor kommen die sich da nannte " wir sind das Volk" und die zahlenmäßig der SED überlegen war. Diese "Kraft" wurde offensichtlich gar nicht gefragt bzw. berücksichtigt, was sie möchte und sie hatte obendrein noch schwer daran zu kauen, dass sie im Mai desselben Jahres von der "führenden Kraft" , salopp gesagt, übers Ohr gehauen wurde.(Wahlbetrug)
Diese 2. Kraft war doch am Ende entscheidend für die gesellschaftlichen Veränderungen, die SED war in diesem Zeitabschnitt nur noch Zuschauer und hatte längst die Macht verloren, sie wusste es nur noch nicht.Sie hätte machen können was sie will, das Volk hatte andere Vorstellungen wie seine Zukunft aussehen soll. Und so kam es wie es kommen musste. Das Spiel " Sozialismus in Deutschland " war aus und vorbei. So sehe ich das

Gruß Gert


.
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#49

RE: Der 9. November 1989 - Die Mauer blieb. Wie wäre es weiter gegangen?

in Das Ende der DDR 16.02.2011 12:43
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Nun sind wir mal wieder, wegen völlig überflüssiger Nachfragen, absolut OT





sorry lieber Feliks, hast völlig recht.

Gruß Gert


.
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#50

RE: Der 9. November 1989 - Die Mauer blieb. Wie wäre es weiter gegangen?

in Das Ende der DDR 16.02.2011 13:44
von Angelo | 12.396 Beiträge

12.a) Of Topic Beiträge in den Fachbereichen des Forum DDR Grenze.
Der Betreiber behält sich vor, Beiträge die nicht dem Thema das Themenstarters entsprechen kommentarlos aus dem Thread zu löschen. Dazu gehören z.B. unangepasste Bilder oder Videos, ebenso Texte die nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun haben. Dem Verursacher von Spam in den Fachthemen wird per PM eine Verwarnung mitgeteilt,bei weiteren Verstößen gegen diese Regel behält sich der Betreiber vor das Mitglied vom Aktiven Forenbetrieb auszuschließen.


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#51

RE: Der 9. November 1989 - Die Mauer blieb. Wie wäre es weiter gegangen?

in Das Ende der DDR 16.02.2011 16:16
von moreau | 384 Beiträge

@weichmolch du beschreibst welche Prozesse in der SED geplant waren und dann doch nicht durchgeführt wurden. Das ist die eine gesellschaftliche Kraft. Zu dem Zeitpunkt war das aber nur noch eine Farce. Ich sehe im Sommer 89 eine 2.gesellschaftliche Kraft empor kommen die sich da nannte " wir sind das Volk" und die zahlenmäßig der SED überlegen war. Diese "Kraft" wurde offensichtlich gar nicht gefragt bzw. berücksichtigt, was sie möchte und sie hatte obendrein noch schwer daran zu kauen, dass sie im Mai desselben Jahres von der "führenden Kraft" , salopp gesagt, übers Ohr gehauen wurde.(Wahlbetrug)
Diese 2. Kraft war doch am Ende entscheidend für die gesellschaftlichen Veränderungen, die SED war in diesem Zeitabschnitt nur noch Zuschauer und hatte längst die Macht verloren, sie wusste es nur noch nicht.Sie hätte machen können was sie will, das Volk hatte andere Vorstellungen wie seine Zukunft aussehen soll. Und so kam es wie es kommen musste. Das Spiel " Sozialismus in Deutschland " war aus und vorbei. So sehe ich das

Gruß Gert



Hallo Gert, deinen Schlußfolgerungen kann ich nur mit einem "Jaein" zustimmen. Die Prozesse die in der SED angestoßen worden waren wie du schon sagst eine Farce. ABER nur weil sie von den Ereignissen überrollt worden sind. Meines Erachtens hätten diese Prozesse mind. 10 Jahre früher kommen müssen. (spez. Generationswechsel, Sozial/Wirtschaftpol.) Du machst wie viele den Fehler die SED als homogenen Block anzusehen. Das war sie aber nie. Da gab es genug Strömungen in die verschiedensten Richtungen. Aber leider haben aus heutiger Sicht, immer die Falschen die Oberhand gehabt.
Wo ich dir vehement widersprechen muß, ist "die 2. gesellschaftliche Kraft", die hat es so nicht gegeben. DAS Volk war immer die Nummer eins. Nur wurde ihm nicht mehr zugehört ( eigentlich in der ganzen DDR-Geschichte nicht) und es hat sich einen 2ten mächtigen "Kommunikationskanal" geöffnet (die Demonstrationen) um sich Gehör zuverschaffen. Und das mit vollen Recht.
Normalerweise solte ja die Parteibasis der Kommunikationskanal sein, aber deren Informationen sind "Oben" nicht angekommen. Sei es durch" auf dem Weg verschwinden lassen" oder durch Ignoranz der Infos durch ideologische Verblendung in den oberen Etagen. Übrigends : "die oberen Etagen" hätte es laut SED- Statut niemals in dieser Form geben dürfen. Du glaubst nicht wieviel SED-Mitglieder mit bei den Demonstrationen war. Aber nicht um dagegen zu agitieren. Die Basis war ein Teil des Volkes.

Um das Anfangsthema wiederaufzunehmen. Ich denke mal die DDR hätte einen ähnlichen Weg beschritten wie die Sowjetunion. Nicht weil die in Moskau das so wollten, Sondern weil der Frust und Unwille so weiterzumachen wie bisher in der DDR schon zu groß war. Restriktive Maßnahmen wie Isolationslager oder Abschottung gegen den Rest der Welt hätten 2,2 Mio.SED-Mitglieder auch nicht unterstützt oder gar mitgetragen. Im schlimmsten Fall wäre es zu einer ähnlichen Situation wie in Rumänien gekommen. In der Hoffnung das danach Leute das Sagen gehabt hätten, die mehr Ahnung von Wirtschaft als von Ideologie haben, hätte sich die DDR durchaus wirtschaftlich Erholen können. Mit einer zugegebenermaßen massiven wirtsch. Förderung durch die BRD. Die Wiedervereinigung ist aber in der Endkonsequenz nicht vermeidbar ,aber unter anderen Bedingungen (wirtsch. wie pol.) und mit blühenden Landschaften wie es mal ein gewisser Kohl zum Besten gegeben hat.

So hätte es können sein, oder auch nicht. Wäre zumindest eine meiner Idealvorstellungen.

Gruß
moreau


zuletzt bearbeitet 16.02.2011 16:17 | nach oben springen

#52

RE: Der 9. November 1989 - Die Mauer blieb. Wie wäre es weiter gegangen?

in Das Ende der DDR 16.02.2011 18:09
von Gert | 12.354 Beiträge

moreau im Prinzip siehst du das ja ähnlich.
wo ich dir nicht zustimme : Zitat DAS Volk war immer die Nummer eins. Davon habe ich in der DDR nichts gemerkt als ich noch dort lebte. Ich fühlte mich immer herumgegängelt, irgendeiner hatte immer etwas zu sagen und über mich zu bestimmen und ansonsten hiess es : Schnauze halten und malochen, bloß an niemanden Forderungen stellen, schon gar nicht an Staatsorgane. Das waren meine Erfahrungen.
Meine Elterngeration hat mir dies so vermittelt weil sie bis 1945 in einer Diktatur lebten, wo es besser war den Mund zu halten und diese Vorsichtsmaßnahme wurde ging nahtlos über in die DDR, die ja auch bei jeder Gelegenheit dem Bürger ihre Muckis zeigte in der Form VP und Staatssicherheit. Wie oft hörte ich als Kind und Jugendlicher von meinen Eltern "bist du ruhig". Ja so wurde man zum Duckmäuser erzogen. Aber ich komme vom Thema ab und kollidiere beinahe mit den "Grundgesetz "( im Forum)

Gruß >Gert


.
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Mahatma Gandhi
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#53

RE: Der 9. November 1989 - Die Mauer blieb. Wie wäre es weiter gegangen?

in Das Ende der DDR 16.02.2011 20:59
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Zitat von moreau
(...) Die Wiedervereinigung ist aber in der Endkonsequenz nicht vermeidbar,aber unter anderen Bedingungen (wirtsch. wie pol.) und mit blühenden Landschaften wie es mal ein gewisser Kohl zum Besten gegeben hat. (...)

Gruß
moreau


Das Tempo der Wiedervereinigung hat vor allem damit zu tun, dass viele in der DDR und der BRD der Entwicklung in der SU nicht trauten. Viele hatten die Befürchtung, dass die SU zur alten Politik zurückkehren würden. Man wollte Fakten schaffen. Ohne diesen Druck hätte sich der BRD Finanzminister Oskar Lafontaine wohl durchsetzen können, der eine kostengünstige, langsame Gangart gewünscht hätte. Die Einigungssehnssucht der DDR Bürger wäre in dem Masse niedriger geworden, indem sich die wirtschaftliche und politische Lage in der DDR verbessert hätte. Da dann wohl die DDR in der EU aufgenommen worden wäre und jetzt den Euro hätte, wäre heute der Wunsch nach Wiedervereinigung wohl "gestorben".
Theo


zuletzt bearbeitet 16.02.2011 21:00 | nach oben springen

#54

RE: Der 9. November 1989 - Die Mauer blieb. Wie wäre es weiter gegangen?

in Das Ende der DDR 16.02.2011 21:37
von moreau | 384 Beiträge

@Theo
Ich muß mich deiner Einschätzung der damaligen Lage anschließen. Nur der Wunsch nach Wiedervereinigung wäe nicht "gestorben" ,sondern er hätte immer latent mehr oder weniger im Raum gestanden.

Gruß
Moreau


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#55

RE: Der 9. November 1989 - Die Mauer blieb. Wie wäre es weiter gegangen?

in Das Ende der DDR 16.02.2011 21:55
von moreau | 384 Beiträge

@Gert
Wir beide meinen schon das selbe. Erst wird das Volkes ignoriert, danach wird es dirigiert. Lehn sich das Volk auf, versteht der Dirigent die Welt nicht mehr und es kommen dann solche Sprüche wie "Ich liebe euch doch alle!" (nur mal so als Beispiel)
Mit anderen Worten. Die SED hat ihren Anspruch den sie an sich selbst gestellt hat und ihre Daseinsberechtigung, mit ihren Entscheidungen ihren Tun und Lassen, konterkarikiert bzw. negiert.

Gruß
Moreau

@Angelo
Wenn dir das zu OT ist verschiebe oder mach ein neues Thema auf. Aber irgendwie gehört es trotzdem dazu.


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#56

RE: Der 9. November 1989 - Die Mauer blieb. Wie wäre es weiter gegangen?

in Das Ende der DDR 16.02.2011 21:56
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Zitat von eisenringtheo

...Ohne diesen Druck hätte sich der BRD Finanzminister Oskar Lafontaine wohl durchsetzen können, der eine kostengünstige, langsame Gangart gewünscht hätte...



Damals war Theo Waigel Finanzminister. Lafontaine zu der Zeit Ministerpräsident des Saarlandes.


zuletzt bearbeitet 16.02.2011 22:04 | nach oben springen

#57

RE: Der 9. November 1989 - Die Mauer blieb. Wie wäre es weiter gegangen?

in Das Ende der DDR 16.02.2011 22:02
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Zitat von GZB1
[(...)Damals war Theo Waigel Finanzminister. Lafontaine zu der Zeit Ministerpräsident des Saarlandes.


Tatsächlich, die CDU war damals "am Drücker"..
BRD Geschichte: Note 6! Setzen.
Theo


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#58

RE: Der 9. November 1989 - Die Mauer blieb. Wie wäre es weiter gegangen?

in Das Ende der DDR 17.02.2011 00:10
von elessarix (gelöscht)
avatar

Zitat von Major Tom
Im Herbst 1989 waren Reiseerleichterungen für die Bürger der DDR erplant, in welchem Umfang ist nicht so richtig geklärt. Auf einer Pressekonferenz am Abend des 9.11.1989 verkündete Günter Schabowski, Mitglied des Politbüros des ZK der SED eben jene Reiseerleichterungen ohne zu wissen dass es sich bei dem vorgelesenen Text nicht um einen aktuellen Beschluss sondern jediglich um einen Entwurf handelte. Die Folgen sind bekannt, sämtliche Grenzübergangstellen wurden förmlich überrollt und letztendlich geöffnet und somit die Mauer, welche die zwei deutschen Staaten Jahrzehnte trennte zum Fall gebracht.

Was wäre geschehen wenn an jenem Abend Schabowski eine neue Reiseregelung präsentiert hätte, welche sich nur unwesentlich von den bisherigen Regelungen unterschied und somit die Mauer weiter bestanden hätte? Hätte die DDR trotz des imensen Druckes durch die Bevölkerung und großer wirtschaftlicher Engpässe weiter bestehen können und wenn ja wie? Hätte es in Osteuropa zwei unterschiedliche sozialistische Lager gegeben (Ungarn z.B. näherte sich zu diesem Zeitpunkt mehr dem Westen an) oder war das sozialistische Lager in Europa schon dem Untergang geweiht und der Fall der Berliner Mauer nur der berühmte Tropfen, welcher das Fass zum überlaufen brachte?

Gruß aus Costa Rica

Major Tom


jede antwort wäre hypothetisch... wenn man es wie ein arzt sehen würde, würde man sagen, um den menschen zu retten muss man kranke körperteile amputieren... will das jetzt nicht übersetzen..jeder kann sich einen reim machen was unter kranke körperteile gemeint ist..würde ich es beim namen nennen, würde sich jede kranke zelle beschweren als krank bezeichnet zu werden-


zuletzt bearbeitet 17.02.2011 00:13 | nach oben springen


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