X

#21

RE: Grenzdienst im Untergrund

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2011 22:36
von Zaunkönig | 635 Beiträge | 13 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Zaunkönig
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hallo 94, genau dieses Bild ist auch im Buch >Geisterbahnhöfe< aus dem Ch. Links Verlag von Heinz Knobloch, allerdings mit schwarzer Bildumrandung, ohne weißen Streifen über den Gesichtern und ohne diesen weißen Fleck neben dem linken Grenzer.
Zaunkönig, der vor dem Mauerbau oben drüber gestanden hat.

Ich habe mal nach dem Datum der Herausgabe gesehen, 1. Auflage März 1992. Im Vorwort schreibt der Autor, gleich nach dem Fall der Mauer im November 1989 sind sie da runter und haben fotografiert.


März 1959 bis Mai 1962 an der Grenze in Berlin vom Norden bis an die Stresemannstraße
zuletzt bearbeitet 22.02.2011 23:18 | nach oben springen

#22

RE: Grenzdienst im Untergrund

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 23.02.2011 12:21
von praeceptor507 | 233 Beiträge
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds praeceptor507
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von Stabsfähnrich

Zitat von Major Tom
Wie wurde denn damals verhindert dass jemand im letzten Ost-Berliner Bahhof ins Gleisbett sprang um von dort die eine Station in den Westen zu krabbeln? Gab es dort direkt am Gleis Wachposten? Aus den Sehschlitzen hätte man Personen welche gebückt im Gleisbett laufen nicht sehen können.

War das ein Streckenläufer aus dem Westteil Berlins? Konnte der so einfach dort so herumspazieren?



..............der wäre auf den betreffenden Bahnhöfen nicht mal die Eingangtreppe runter gekommen, geschweige denn auf den Bahnsteig.




Hallo Major Tom,
Zur Sicherheit gab es vor und nach dem Bahnhof Trittbretter in und neben den Gleisen.
Und natürlich konnte man durch die Schlitze sehen.
Man mußte ja auch auf die einsehbare Fläche auf den Bahnsteig, bevor man in den Tunnel nach dem Westen kommt.
In meiner Dienstzeit gab es mindestens fünf versuchte Grenzdurchbrüche. Aber kein einziger in einem S-Bahntunnel.
Streckenkontrollen wurden vorher angekündigt.


Komm'se mal zurück Gefreiter! Könn'se denn nich grüßen?
nach oben springen

#23

RE: Grenzdienst im Untergrund

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 23.02.2011 12:28
von praeceptor507 | 233 Beiträge
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds praeceptor507
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Was hier überhaupt noch nicht erwähnt wurde, ist die Tatsache, dass das Bahnpersonal zur Ostberliner S-Bahn gehörte.
Die S- Bahner incl. Fahrer und Schaffner waren Ossis, die neben ihrem Gehalt auch einen gewissen Betrag in D Mark bekamen.
Sie hatten Passierscheine und konnten, jeder Zeit die Grenze passieren um im Westen einzukaufen.
Somit hatten sie keinen Grund wärend ihrer Fahrt auf einem Westbahnhof auszusteigen.


Komm'se mal zurück Gefreiter! Könn'se denn nich grüßen?
nach oben springen

#24

RE: Grenzdienst im Untergrund

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 23.02.2011 12:45
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Stabsfähnrich
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von praeceptor507

Was hier überhaupt noch nicht erwähnt wurde, ist die Tatsache, dass das Bahnpersonal zur Ostberliner S-Bahn gehörte.
Die S- Bahner incl. Fahrer und Schaffner waren Ossis, die neben ihrem Gehalt auch einen gewissen Betrag in D Mark bekamen.
Sie hatten Passierscheine und konnten, jeder Zeit die Grenze passieren um im Westen einzukaufen.
Somit hatten sie keinen Grund wärend ihrer Fahrt auf einem Westbahnhof auszusteigen.




..............dass ist so nicht ganz richtig. Richtig wäre gewesen, dass auch Bürger aus Westberlin bei der Deutschen Reichsbahn beschäfftigt waren. Ab 1984 fuhren keine Bürger der DDR in Westberlin S-Bahnzüge (mit einer Ausnahme), da nach Verhandlungen zwischen der DR und dem Senat von WB die Berliner S-Bahn durch die BVG (West) übernommen wurde. Zur Ausnahme: nachdem die S-Bahnzüge in Richtung Osten in den Lehrter Stadtbahnhof durch einen Bediensteten der BVG eingefahren wurde, erfolgte ein Personalwechsel. Ein Kollege der DR übernahm den Zug und überführte diesen zum Bahnhof Friedrichstraße Bahnsteig B. Retoure erfolgte die gleiche Handlung.
Richtig ist, dass Bürger der DDR welche in WB einer Tätigkeit bei der DR nachgingen über einen s.g. Dienstpaß verfügten. Jedoch war es nicht so, dass eine Freizügigkeit bestand. Nach einem genauen Dienstplan, erfolgte die Grenzabfertigung dieser Personen. Aus- und Einreise wurden genau festgelegt. Für Beschäftigte des Bw Grunnewald, stand im Bahnhof Friedrichstraße ein Pz bereit, welcher diese über Bf. Zoologischer Garten direkt zum Bw GWD brachte, wo sich in Behelfsbahnsteig befand. In den seltensten Fällen konnten die Betriebseisenbahner ihre Zeit zum "Einkaufsbummel" in WB nutzen.
Eine besondere Regelung gab es für Angehörige der Bahnpolizei Westberlin, zum Besuch und Aufenthalt in der DDR. Dazu viellicht später mehr.
Ab 1984 gab es bei der Berliner S-Bahn nur zwei Bahnhöfe, welche von Zügen der BVG angefahren wurden, jedoch mit DDR Personal besetzt war. Dies war der S-Bahnhof Friedrichstraße Bahnsteig D sowie der S-Bahnhof Wollankstraße. Dazu gab s aber in dem Forum hier bereits einen Themenbeitrag.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
zuletzt bearbeitet 23.02.2011 12:51 | nach oben springen

#25

RE: Grenzdienst im Untergrund

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 23.02.2011 13:01
von eisenringtheo | 9.470 Beiträge | 267 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds eisenringtheo
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hier gibt es interessante Literatur zu diesem Thema:
http://www.berliner-verkehrsseiten.de/u-...it/transit.html
besonders auch Dienstanweisung U_146:
http://www.berliner-verkehrsseiten.de/Do...ahn/u-bahn.html
Theo


nach oben springen

#26

RE: Grenzdienst im Untergrund

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 23.02.2011 13:15
von praeceptor507 | 233 Beiträge
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds praeceptor507
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von Stabsfähnrich

Zitat von praeceptor507

Was hier überhaupt noch nicht erwähnt wurde, ist die Tatsache, dass das Bahnpersonal zur Ostberliner S-Bahn gehörte.
Die S- Bahner incl. Fahrer und Schaffner waren Ossis, die neben ihrem Gehalt auch einen gewissen Betrag in D Mark bekamen.
Sie hatten Passierscheine und konnten, jeder Zeit die Grenze passieren um im Westen einzukaufen.
Somit hatten sie keinen Grund wärend ihrer Fahrt auf einem Westbahnhof auszusteigen.




..............dass ist so nicht ganz richtig. Richtig wäre gewesen, dass auch Bürger aus Westberlin bei der Deutschen Reichsbahn beschäfftigt waren. Ab 1984 fuhren keine Bürger der DDR in Westberlin S-Bahnzüge (mit einer Ausnahme), da nach Verhandlungen zwischen der DR und dem Senat von WB die Berliner S-Bahn durch die BVG (West) übernommen wurde. Zur Ausnahme: nachdem die S-Bahnzüge in Richtung Osten in den Lehrter Stadtbahnhof durch einen Bediensteten der BVG eingefahren wurde, erfolgte ein Personalwechsel. Ein Kollege der DR übernahm den Zug und überführte diesen zum Bahnhof Friedrichstraße Bahnsteig B. Retoure erfolgte die gleiche Handlung.
Richtig ist, dass Bürger der DDR welche in WB einer Tätigkeit bei der DR nachgingen über einen s.g. Dienstpaß verfügten. Jedoch war es nicht so, dass eine Freizügigkeit bestand. Nach einem genauen Dienstplan, erfolgte die Grenzabfertigung dieser Personen. Aus- und Einreise wurden genau festgelegt. Für Beschäftigte des Bw Grunnewald, stand im Bahnhof Friedrichstraße ein Pz bereit, welcher diese über Bf. Zoologischer Garten direkt zum Bw GWD brachte, wo sich in Behelfsbahnsteig befand. In den seltensten Fällen konnten die Betriebseisenbahner ihre Zeit zum "Einkaufsbummel" in WB nutzen.
Eine besondere Regelung gab es für Angehörige der Bahnpolizei Westberlin, zum Besuch und Aufenthalt in der DDR. Dazu viellicht später mehr.
Ab 1984 gab es bei der Berliner S-Bahn nur zwei Bahnhöfe, welche von Zügen der BVG angefahren wurden, jedoch mit DDR Personal besetzt war. Dies war der S-Bahnhof Friedrichstraße Bahnsteig D sowie der S-Bahnhof Wollankstraße. Dazu gab s aber in dem Forum hier bereits einen Themenbeitrag.




Ich kann nur aus der Zeit von 1971 mitreden. Damals waren DDR-Bürger bei der S-Bahn beschäftigt.
Der Vater meiner damaligen "Berliner Bekanntschaft" fuhr nämlich bei der S-Bahn und in den Zügen nach WB.


Komm'se mal zurück Gefreiter! Könn'se denn nich grüßen?
nach oben springen

#27

RE: Grenzdienst im Untergrund

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 23.02.2011 13:26
von eisenringtheo | 9.470 Beiträge | 267 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds eisenringtheo
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Besonders interessant war, dass bis zuletzt das kleine Stück vom Lehrter Stadtbahnhof bis zum Bahnhof Friedrichstrasse von DR Personal gefahren wurde. Der Grund ist mir unklar.
Theo


nach oben springen

#28

RE: Grenzdienst im Untergrund

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 23.02.2011 13:30
von stutz | 568 Beiträge
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds stutz
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von praeceptor507

Zitat von Stabsfähnrich

Zitat von Major Tom
Wie wurde denn damals verhindert dass jemand im letzten Ost-Berliner Bahhof ins Gleisbett sprang um von dort die eine Station in den Westen zu krabbeln? Gab es dort direkt am Gleis Wachposten? Aus den Sehschlitzen hätte man Personen welche gebückt im Gleisbett laufen nicht sehen können.

War das ein Streckenläufer aus dem Westteil Berlins? Konnte der so einfach dort so herumspazieren?



..............der wäre auf den betreffenden Bahnhöfen nicht mal die Eingangtreppe runter gekommen, geschweige denn auf den Bahnsteig.




Hallo Major Tom,
Zur Sicherheit gab es vor und nach dem Bahnhof Trittbretter in und neben den Gleisen.
Und natürlich konnte man durch die Schlitze sehen.
Man mußte ja auch auf die einsehbare Fläche auf den Bahnsteig, bevor man in den Tunnel nach dem Westen kommt.
In meiner Dienstzeit gab es mindestens fünf versuchte Grenzdurchbrüche. Aber kein einziger in einem S-Bahntunnel.
Streckenkontrollen wurden vorher angekündigt.




Genau...und die anderen Bahnhöfe der Linie 8, die in Ostberlin waren, wurden von der TraPo überwacht. Ich denke auf dieser Strecke gab's kein Durchkommen, wie von praeceptor507 beschrieben.


"Mein Volk, dem ich angehöre und das ich liebe, ist das deutsche Volk;
und meine Nation, die ich mit großen Stolz verehre, ist die deutsche Nation.
Eine ritterliche, stolze und harte Nation." ( Ernst Thälmann )
zuletzt bearbeitet 23.02.2011 13:31 | nach oben springen

#29

RE: Grenzdienst im Untergrund

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 23.02.2011 14:24
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Stabsfähnrich
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von praeceptor507

Zitat von Stabsfähnrich

Zitat von praeceptor507

Was hier überhaupt noch nicht erwähnt wurde, ist die Tatsache, dass das Bahnpersonal zur Ostberliner S-Bahn gehörte.
Die S- Bahner incl. Fahrer und Schaffner waren Ossis, die neben ihrem Gehalt auch einen gewissen Betrag in D Mark bekamen.
Sie hatten Passierscheine und konnten, jeder Zeit die Grenze passieren um im Westen einzukaufen.
Somit hatten sie keinen Grund wärend ihrer Fahrt auf einem Westbahnhof auszusteigen.




..............dass ist so nicht ganz richtig. Richtig wäre gewesen, dass auch Bürger aus Westberlin bei der Deutschen Reichsbahn beschäfftigt waren. Ab 1984 fuhren keine Bürger der DDR in Westberlin S-Bahnzüge (mit einer Ausnahme), da nach Verhandlungen zwischen der DR und dem Senat von WB die Berliner S-Bahn durch die BVG (West) übernommen wurde. Zur Ausnahme: nachdem die S-Bahnzüge in Richtung Osten in den Lehrter Stadtbahnhof durch einen Bediensteten der BVG eingefahren wurde, erfolgte ein Personalwechsel. Ein Kollege der DR übernahm den Zug und überführte diesen zum Bahnhof Friedrichstraße Bahnsteig B. Retoure erfolgte die gleiche Handlung.
Richtig ist, dass Bürger der DDR welche in WB einer Tätigkeit bei der DR nachgingen über einen s.g. Dienstpaß verfügten. Jedoch war es nicht so, dass eine Freizügigkeit bestand. Nach einem genauen Dienstplan, erfolgte die Grenzabfertigung dieser Personen. Aus- und Einreise wurden genau festgelegt. Für Beschäftigte des Bw Grunnewald, stand im Bahnhof Friedrichstraße ein Pz bereit, welcher diese über Bf. Zoologischer Garten direkt zum Bw GWD brachte, wo sich in Behelfsbahnsteig befand. In den seltensten Fällen konnten die Betriebseisenbahner ihre Zeit zum "Einkaufsbummel" in WB nutzen.
Eine besondere Regelung gab es für Angehörige der Bahnpolizei Westberlin, zum Besuch und Aufenthalt in der DDR. Dazu viellicht später mehr.
Ab 1984 gab es bei der Berliner S-Bahn nur zwei Bahnhöfe, welche von Zügen der BVG angefahren wurden, jedoch mit DDR Personal besetzt war. Dies war der S-Bahnhof Friedrichstraße Bahnsteig D sowie der S-Bahnhof Wollankstraße. Dazu gab s aber in dem Forum hier bereits einen Themenbeitrag.




Ich kann nur aus der Zeit von 1971 mitreden. Damals waren DDR-Bürger bei der S-Bahn beschäftigt.
Der Vater meiner damaligen "Berliner Bekanntschaft" fuhr nämlich bei der S-Bahn und in den Zügen nach WB.




......................dies ist absolut unbestritten. Bezogen auf die Berliner S-Bahn in Westberlin jedoch, machte der Anteil der DDR Bürger an Personal der DR mit Sicherheit nicht den Hauptteil der Beschäftigten aus. Es entzieht sich leider meiner genauen Kenntnis, wie hoch der Anteil der DDR Bürger im Personalbestand der Bw Papestraße oder Hundekehle war. Ich nehme aber an, dass der Anteil maximal 10-15% betrug.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
nach oben springen

#30

RE: Grenzdienst im Untergrund

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 23.02.2011 14:45
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Stabsfähnrich
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von eisenringtheo
Besonders interessant war, dass bis zuletzt das kleine Stück vom Lehrter Stadtbahnhof bis zum Bahnhof Friedrichstrasse von DR Personal gefahren wurde. Der Grund ist mir unklar.
Theo



................diese Regelung erfolgte erst ab 1984. Der Grund war, dass die S-Bahnzüge zwischen Lehrter Stadtbahnhof und Friedrichstraße am Bkm 5,5 (Fachleute sagen 5,7) die Staatsgrenze der DDR passierten. Im Gegensatz zur Nord-Süd-Bahn erfolgte nur auf diesem Streckenabschnitt der Personalwechsel. Die Züge der BVG (West) fuhren nach Abfahrt von Humbolthain bzw. Anhalter Bahnhof, mit BVG Personal untertage durch Berlin (Ost). Der Grenzverlauf aus Richtung Humbolthain war auf Höhe der Liesenbrücke und in Richtung Anhalter Bahnhof auf Höhe Stresemannstraße. Im Gegensatz zur Stresemannstraße, waren die Grenzsicherungsanlagen im Bereich Liesenbrücke gut einsehbar.
Eine weitere Besonderheit im Bahnbetrieb war auch, die Verbindungskurve zwischen Schönhauser Allee und Pankow, wo die S-Bahnzüge der DR durch das Grenzgebiet - Schutzstreifen fuhren. Um evtl. Fluchtmöglichkeiten auszuschließen, wurde für diesen Streckenabschnitt die Geschwindigkeit v/max auf 60 km/h festgelegt und die Türen waren ständig unter Druck zu halten um ein öffnen nicht zu lassen. Dies war für die Reisenden unangenehm, da die Baureihen 276/277 mit Türwarneinrichtungen ausgestattet waren, welche wären dieses Schließvorgang ständig in Betrieb waren. Für einen unvorsehbaren Betriebshalt der Züge in diesem Bereich galten besondere Vorschriften der DR.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
nach oben springen

#31

RE: Grenzdienst im Untergrund

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 23.02.2011 22:11
von YYYYYYYY (gelöscht)
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds YYYYYYYY
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von 94
Hallo @LO-driver, Dir ist also auch dieses Bild bei der Tour M der Berliner Unterwelten aufgefallen. Die beiden Grenzer sind ja schon etwas ungewöhnlich angezogen. GWD/UaZ-Bäfo und -Webpelzkragen, aber Hemd(grau) mit Binder und Lederkoppel (braun). Am seltsamsten kommen mir aber die chromledernen Schaftstiefel vor. Wunderlich finde ich außerdem unten links die 'Winkelemente' ohne das Staatswappen.
Vielleicht weiß ja einer von den hauptamtlichen Unterweltlern was Genaueres zu diesem Lichtbild?




die fotos stammen von dem berliner fotografen michael richter. sie wurden 1989/1990 aufgenommen. das besagte foto stammt vom potsdamer platz.

hier auf der seite gibt es mehr davon..........................http://www.projektfoto.de/cms/front_content.php

einfach auf der rechten seite auf geisterbahnhöfe klicken............


zuletzt bearbeitet 23.02.2011 22:11 | nach oben springen

#32

RE: Grenzdienst im Untergrund

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 23.02.2011 22:19
von 94 | 10.910 Beiträge | 273 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds 94
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Danke @HpTGefr82, der Link funzt etwas besser http://www.projektfoto.de/cms/front_content.php?idart=100
Übrigens, das Buch ist noch im VLB, http://vlb-public.bvdep.com/?caller=vlbP...n=9783861535065


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


nach oben springen

#33

RE: Grenzdienst im Untergrund

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 23.02.2011 23:07
von YYYYYYYY (gelöscht)
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds YYYYYYYY
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

danke 94,

für den verbesserten link..... wer aber mal in das buch reinlesen will , ohne es gleich zu kaufen ,für den habe ich hier einen link wo man schön schnöckern kann

http://books.google.de/books?id=Lhky65Lw...epage&q&f=false


nach oben springen

#34

RE: Grenzdienst im Untergrund

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 23.02.2011 23:50
von Wolle76 (gelöscht)
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Wolle76
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Die Bilder sind Dez 89 Januar 90 entstanden. Wenn ich es richtig in erinnerung habe wurden die Bahnhöfe ja noch bis 30.6.90 Gesichert/bewacht.
Die beiden da unten sind ja bekanntlichermaßen genausowenig Grenzer wie die PKE`ler. SiK26.

P.S.: Empfehlenswert bei dem Buch ist die letzte(aktuelle) Ausgabe. Da hat man eine schöne gegenüberstellung damals-heute.
Stadtmitte hing ein "schönes" Plakat für unsere Tschekisten:

"Nato-Agenten ohne Chance, eine austellung des Ministeriums für Staatssicherheit"


zuletzt bearbeitet 23.02.2011 23:56 | nach oben springen



Besucher
30 Mitglieder und 97 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: DvK
Besucherzähler
Heute waren 4120 Gäste und 163 Mitglieder, gestern 5626 Gäste und 199 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14582 Themen und 576734 Beiträge.

Heute waren 163 Mitglieder Online:


Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen