#101

RE: Gab es Scharfschützen bei den GT?

in Grenztruppen der DDR 21.02.2011 14:02
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Praeceptor, kannst du dich erinnern ob dafür extra Schützen aus der GK vorgesehen waren??

Ich frage mich nämlich, wenn niemand dafür ausgebildet war, wer hätte damit im E-Fall geschossen?


zuletzt bearbeitet 21.02.2011 14:07 | nach oben springen

#102

RE: Gab es Scharfschützen bei den GT?

in Grenztruppen der DDR 21.02.2011 22:05
von Andi (gelöscht)
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Hallo, also ich wurde in Perleberg (1982) an der U- Schule an dem leichten Granatwerfer (AGS-30) als Waffen Uffz ausgebildet. Was anderes, ich glaube die Grenzaufklärer wurden an dem Scharfschützengewehr ausgebildet. Ich habe mal einen begleitet, der hatte eine ganz merkwürdige Kalaschnikow bei. Ich glaube wir nannten Sie Gackel oder so. Das waren Einzelkämpfer. Gruß Andi


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#103

RE: Gab es Scharfschützen bei den GT?

in Grenztruppen der DDR 22.02.2011 15:27
von exgakl | 7.238 Beiträge

Zitat von Andi
Hallo, also ich wurde in Perleberg (1982) an der U- Schule an dem leichten Granatwerfer (AGS-30) als Waffen Uffz ausgebildet. Was anderes, ich glaube die Grenzaufklärer wurden an dem Scharfschützengewehr ausgebildet. Ich habe mal einen begleitet, der hatte eine ganz merkwürdige Kalaschnikow bei. Ich glaube wir nannten Sie Gackel oder so. Das waren Einzelkämpfer. Gruß Andi



Andi der Glauben nützt hier nicht viel, da wir kein kirchliches, sondern das Forum DDR Grenze sind.
Ich wurde als Gakl nicht am Scharfschützengewehr ausgebildet und hab auch nie ein "merkwürdige" Kalaschnikow mit mir rumgetragen.

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
zuletzt bearbeitet 22.02.2011 22:38 | nach oben springen

#104

RE: Gab es Scharfschützen bei den GT?

in Grenztruppen der DDR 22.02.2011 20:34
von SIK60 | 45 Beiträge

Hallo, zusammen
wir wären bestimmt mit einer komischen K... auf gefallen kann diese auch nicht bestätigen.
Scharfschützengewehr oder eine bessere habe ich nur gesehn in Tanne beim Schiessen mit den Russen,wir durften an einem Wirkungs- schiessen teilnehmen.
Gruß Sik


Männer sind Krieger
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#105

RE: Gab es Scharfschützen bei den GT?

in Grenztruppen der DDR 23.02.2011 20:06
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von GZB1
Praeceptor, kannst du dich erinnern ob dafür extra Schützen aus der GK vorgesehen waren??

Ich frage mich nämlich, wenn niemand dafür ausgebildet war, wer hätte damit im E-Fall geschossen?




Hallo GZB1....
die Frage ist nicht schlecht,aber unter GWDlern wird es die nicht gegeben haben.
Bei den 3 Jährigen schwer vorstellbar,reine "Verschwendung von Ausbildungszeiten",die Einzigen die ich je gesehen habe,waren zeitmässig länger "Gediente".
Feldwebel/Fähnrichdienstgrade und "Mancher hatte gar keine Schulterstücke"...
Das bei Trainings mit "Präzisionswaffen"GWDler zugesehen haben,ist kaum glaubbar...da selbst die Objektwachen in Ihrer"Wachbutze"Aufenthalt hatten...wenn denn mal wer da war.
Vielleicht liegt die Erklärung des "Vorhaltens"dieser Waffen in einer"ausgesuchten" GK auch einfach daran,das im "Falle eines Falles"wie auch immer der hätte aussehen können,zur Verfügung standen.
Gruss BO

Hallo SIK 60,
da haben GWDler zugeschaut?
Vielen Dank!


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#106

RE: Gab es Scharfschützen bei den GT?

in Grenztruppen der DDR 23.02.2011 20:19
von Unterfeld (gelöscht)
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Zitat von GZB1
Hatte eigentlich PKE, für den Fall von Geiselnahmen auf der Güst, solche Teile?



Jo Pit, aber dann musst Du das Feuer versetzen, kurze Feuerstösse mit der AK oder KMS, abgrassen, Du siehst den Mann nicht, also versetzen, meistens ist der Mann schon längst weg!

VG Thomas

Nochmal Edit, ich meine Scharfschützen!

Thomas -der "Nur" Koch war!

Edit2: Das sind Profis, wenn man überleben will hällt man gefälligst seine Rübe runter und seinen A...., problem fängt damit an sie ausfindig zu machen und zu bekämpfen, ich bin froh nie in eine solche Situation geraten zu sein!

Aber es geht, sind auch nur Menschen! Ein Beispiel habe ich angeführt!


zuletzt bearbeitet 23.02.2011 22:46 | nach oben springen

#107

RE: Gab es Scharfschützen bei den GT?

in Grenztruppen der DDR 24.02.2011 10:28
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Unterfeld
[... Feuer versetzen, kurze Feuerstösse mit der AK oder KMS, abgrassen, Du siehst den Mann nicht, also versetzen, meistens ist der Mann schon längst weg
...Edit2: Das sind Profis, wenn man überleben will hällt man gefälligst seine Rübe runter und seinen A...., problem fängt damit an sie ausfindig zu machen und zu bekämpfen, ich bin froh nie in eine solche Situation geraten zu sein!
...



Vielleicht mit dem westlichen Bild des Sniper verwechselt? Der Ansatz in der NVA war ein Anderer:
- Handeln im Rahmen der Schützengruppe, also auch beim Sturmangriff.
- Gezieltes Feuer auf besonders wertvolle Ziele (Kommandogeber, Bedienung von Waffen wie MG, PzB) im Rahmen der Schützengruppe.
Also eher kein einsamer grauer Wolf unter Bergen von Gras oder ähnlichen Tarnungen, keine mehr oder weniger lautlosen Teams im feindlichen Hinterland und auch kein allessehender Supergrenzer auf´m B-Turm. So etwas wäre zwar möglich gewesen, gab es wohl zum Beispiel in Vietnam auch aber so ausgebildet wurde es nicht.
Deshalb war das SWD eben keine solche Präzisionswaffe wie heutige Scharfschützengewehre sondern eher ein besonders genaues aber mit über 1,2 m Länge auch ordentlich unhandliches Selbstladegewehr. Jedenfalls für mich, ich bin nur 1,65 m groß.
Der Scharfschütze war kein Präzisionsschütze, vergleichbar einem Beamten beim PSK. Letzterer handelt auf Entfernungen von 50 bis vielleicht 150 Metern und hat meist ein relativ statisches Ziel. Der Scharfschütze feuerte auf variable Ziele zwischen 100 und 800 Metern, theoretisch auch bis 1400 Metern und sein Ziel war nicht unbedingt der EX sondern "nur" das außer Gefecht setzen. Dafür war kein punktgenauer Treffer nötig, weshalb bis 800 Meter auch meist nur mit einer Einstellung (400 Meter) geschossen wurde. Bei richtigem Anhalten traf man immer.
Das SWD war schon genau aber eben gerade der erste kalte Schuß saß oft rund 5 bis 8 Zentimeter auf 100 Meter tiefer, als der Hauptstachel anpeilte. Da musste man dran denken. Es gab aber auch Trefferbilder von 3 cm mit 5 Schuß auf 100 Meter und besser (schlechter jedoch auch). Aufpassen musste man auch, wie man es anfasste oder auflegte. Weil der Vorderschaft mit Lauf und Gaskanal verbunden war, wich je nach Auflagepunkt die Trefferlage manchmal ganz schön ab.
Ich denke, in den GK, wo vorhanden, war es eher als Notnagel für den Fall der Fälle gedacht und manchmal wohl als Waffe für den, der die Ehre hatte Raupenträger auf der Jagd zu begleiten. Letzteres ist aber auch nur eine Vermutung, denn tatsächlich hatte man da nur die Pistole und manchmal die MPi mit bei.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#108

RE: Gab es Scharfschützen bei den GT?

in Grenztruppen der DDR 24.02.2011 12:12
von Mike59 | 7.980 Beiträge

... denke, in den GK, wo vorhanden, war es eher als Notnagel für den Fall der Fälle gedacht und manchmal wohl als Waffe für den, der die Ehre hatte Raupenträger auf der Jagd zu begleiten. Letzteres ist aber auch nur eine Vermutung, .....


Genau - bisher nichts anderes wie ".... ist aber auch nur eine Vermutung, ...."

Mike59


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#109

RE: Gab es Scharfschützen bei den GT?

in Grenztruppen der DDR 24.02.2011 12:18
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Mike59
... Genau - bisher nichts anderes wie ".... ist aber auch nur eine Vermutung, ...."



Himmel, was erwartest du! Ich war Indianer, kein Häuptling und schon gar nicht Manitou.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#110

RE: Gab es Scharfschützen bei den GT?

in Grenztruppen der DDR 24.02.2011 12:25
von Mike59 | 7.980 Beiträge

Zitat von S51

Zitat von Mike59
... Genau - bisher nichts anderes wie ".... ist aber auch nur eine Vermutung, ...."



Himmel, was erwartest du! Ich war Indianer, kein Häuptling und schon gar nicht Manitou.



----------------------------------
@S51
Eigentlich ist meine Erwartungshaltung eher gering. Die belege für eine strukturmäßige Ausrüstung der GT - speziell der Linieneinheiten (GK) mit einer Scharfschützenwaffe fehlt nach wie vor. Selbst von ehemaligen Waffenuffzen ist nur merkwürdiges zu erfahren.

Mike59


zuletzt bearbeitet 24.02.2011 12:26 | nach oben springen

#111

RE: Gab es Scharfschützen bei den GT?

in Grenztruppen der DDR 24.02.2011 12:36
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Mike59
...Eigentlich ist meine Erwartungshaltung eher gering. Die belege für eine strukturmäßige Ausrüstung der GT - speziell der Linieneinheiten (GK) mit einer Scharfschützenwaffe fehlt nach wie vor. Selbst von ehemaligen Waffenuffzen ist nur merkwürdiges zu erfahren.

Mike59



Wäre es denkbar, nur mal so als Handwerker, dass es sich mit diesen Waffen ähnlich verhielt, wie mit dem MPi 69, die dort als Übungswaffen zwar in den Waffenkammern der GK standen und von dort zur Ausbildung an die GST gingen, mit Grenzdienst aber so gar nichts zu tun hatten? Nur, dass hier der Träger ein anderer war (HA I oder statt der Kompanieebene das Battaillion bzw. Regiment)? Haben wir jemanden von so weit oben, dass die Frage beantwortet werden kann?


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#112

RE: Gab es Scharfschützen bei den GT?

in Grenztruppen der DDR 24.02.2011 12:47
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Die Bataillone und andere größere Einheiten hatten doch alle eigene Waffenkammern! Und das sich die HA I in der WK einer GK ne Waffe abholt halte ich doch für sehr unwahrscheinlich.


zuletzt bearbeitet 24.02.2011 13:04 | nach oben springen

#113

RE: Gab es Scharfschützen bei den GT?

in Grenztruppen der DDR 24.02.2011 12:58
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von GZB1
Die Bataillone und anderen größeren Einheiten hatten doch alle eigene Waffenkammern! Und das sich die HA I in der WK einer GK ne Waffe abholt halte ich doch für sehr unwahrscheinlich.



Ja schon, aber:
- Wenn unser Waffenuffz die Kisten öffnen sollte, sagte er mal, dass die Weisung hierfür zwar über die Kompanieführung kam aber nicht von ihr.
Nachtrag: Die Kisten hatten auch ein Siegel. Die Öffnung desselben musste in einem Buch eingetragen werden. Das Buch hierfür war nicht das selbe Buch, in dem er während der Umwälzug die Ausgabe der Ersatzwaffen (wenn unsere in Halberstadt waren) eingetragen hat.
- Es war eher selten, dass die jährliche Umwälzung von Munition und die Überprüfung der MPi und Pistolen in der Kompanie mit der Überprüfung dieser Waffen zusammenfielen. Meist waren die neu brünierten MPi schon zurück, wenn dies losging. Er durfte auch keine Soldaten dafür einsetzen, eigentlich gar niemanden. Er hätte es selber machen müssen aber da gab es ja noch paar Neugierige auf der Gak-Bude.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 24.02.2011 13:12 | nach oben springen

#114

RE: Gab es Scharfschützen bei den GT?

in Grenztruppen der DDR 24.02.2011 13:06
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Ja, das wird wohl ein Mysterium bleiben.


zuletzt bearbeitet 25.02.2011 10:32 | nach oben springen

#115

RE: Gab es Scharfschützen bei den GT?

in Grenztruppen der DDR 24.02.2011 14:34
von Mike59 | 7.980 Beiträge

Zitat von S51

Zitat von GZB1
Die Bataillone und anderen größeren Einheiten hatten doch alle eigene Waffenkammern! Und das sich die HA I in der WK einer GK ne Waffe abholt halte ich doch für sehr unwahrscheinlich.



Ja schon, aber:
- Wenn unser Waffenuffz die Kisten öffnen sollte, sagte er mal, dass die Weisung hierfür zwar über die Kompanieführung kam aber nicht von ihr.
Nachtrag: Die Kisten hatten auch ein Siegel. Die Öffnung desselben musste in einem Buch eingetragen werden. Das Buch hierfür war nicht das selbe Buch, in dem er während der Umwälzug die Ausgabe der Ersatzwaffen (wenn unsere in Halberstadt waren) eingetragen hat.
- Es war eher selten, dass die jährliche Umwälzung von Munition und die Überprüfung der MPi und Pistolen in der Kompanie mit der Überprüfung dieser Waffen zusammenfielen. Meist waren die neu brünierten MPi schon zurück, wenn dies losging. Er durfte auch keine Soldaten dafür einsetzen, eigentlich gar niemanden. Er hätte es selber machen müssen aber da gab es ja noch paar Neugierige auf der Gak-Bude.




------------------------------------------
Deine detaillierte Kenntnis von Nebensächlichkeiten ist erstaunlich @ S 51, nur das wirklich wichtige in Bezug zu diesem Thema ist "Fehlanzeige"
Ich habe in meinem 10 Dienstjahren bei VEB Gleichschritt nicht einmal erlebt das eine GK Ihre Waffen wälzen musste. Weswegen auch, das Haltbarkeitsdatum war selten erreicht. Einzelne Waffen gingen immer mal wieder in die Waffenwerkstatt das ist an sich nichts besonderes gewesen. Die wurden dann auch nicht in einem ganz besonderen, anderen oder sonst was für einem Buch ein aus oder Umgetragen. Die Neuen gingen in den Bestand und die alten Waffen gingen aus den Bestand. Der Grenzer bekam eine neue Waffenkarte und ende der Durchsage.

Alles in allem halte ich die von dir o.g. Angaben für nicht nachvollziehbar (ganz vorsichtig ausgedrückt).

Mike59


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#116

RE: Gab es Scharfschützen bei den GT?

in Grenztruppen der DDR 24.02.2011 15:10
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Mike59
...nur das wirklich wichtige in Bezug zu diesem Thema ist "Fehlanzeige"
Ich habe in meinem 10 Dienstjahren bei VEB Gleichschritt nicht einmal erlebt das eine GK Ihre Waffen wälzen musste. Weswegen auch, das Haltbarkeitsdatum war selten erreicht. Einzelne Waffen gingen immer mal wieder in die Waffenwerkstatt das ist an sich nichts besonderes gewesen. Die wurden dann auch nicht in einem ganz besonderen, anderen oder sonst was für einem Buch ein aus oder Umgetragen. Die Neuen gingen in den Bestand und die alten Waffen gingen aus den Bestand. Der Grenzer bekam eine neue Waffenkarte und ende der Durchsage.

Alles in allem halte ich die von dir o.g. Angaben für nicht nachvollziehbar (ganz vorsichtig ausgedrückt).

Mike59



Ich kenne die Praxis woanders nicht. Einmal im Jahr wurden bei uns die Waffen (AK) überprüft. In dieser Zeit wurden andere Waffen gegen Unterschrift ausgegeben. Die wurden vorher gebracht. Die Waffenkarte war in dieser Zeit nicht nutzbar. Nach einigen Tagen erhielten wir unsere Waffen dann wieder. Nur, dass diese dann eben neu brüniert waren. Viel mehr hatte sich jeweils anscheinend nicht geändert. Doch es waren die alten Eisen, was an der Waffennumer erkennbar war.
Im Rahmen dieser Aktion wurde auch ab 1983 nach und nach an allen AK, wo noch vorhanden der Kolben gegen die seitlich einklappbare Schulterstütze ausgetauscht. Das waren trotzdem keine KMS 72, wie an der Nr., alten Mündungsmutter und dem alten Gehäusedeckel ohne die seitliche Wölbung über dem Sicherungshebel erkennbar blieb.
Nachtrag: Auch der vordere Handschutz blieb immer der Alte. Ob er nun unten aus Holz oder Kunststoff bestand, das änderte man nicht.
Diese Aktion bedeutete Zustand für die Waffenkammer und lief in meiner Erinnerung meist, doch nicht immer während der Sommermonate ab. Bei der Pistole bin ich mir nicht so sicher, kann sein, dass dies zwischen 1983 und 1985 nur einmal stattfand. Parallel wurde auch die Munition in den Einsatzmagazinen gegen neue ausgetauscht. Sowohl bei MPi wie auch Pistole.
Nachtrag: War auch bei der Pistole mindestens einmal, dass sie neu brüniert wurde. Ich weiß noch, dass ich mich über die Ersatzwaffe geärgert habe, weil sie ein braunes Griffstück hatte. Da ich relativ kleine Hände habe, empfand ich das schwarze Griffstück "meiner" Pistole als leichter zu handhaben.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 24.02.2011 15:42 | nach oben springen

#117

RE: Gab es Scharfschützen bei den GT?

in Grenztruppen der DDR 28.02.2011 16:28
von Rotti | 83 Beiträge

Also fassen wir mal kurz zusammen:

Es gab einzelne Dragunov auf den Kompanien. Eventuell nicht auf allen Kompanien.
Es gab vereinzelt auch Soldaten -> Uffz.- Dienstgrade die das Teil schon mal gesehen haben und ganz selten auch damit geschossen haben.
Es gab praktisch keine Ausbildung.

Und Steigerungsform: Die Dienstvorschrift für den Grenzdienst sah den gezielten Einzelschuss zur Finalen Lösung erst gar nicht vor.

Der normale Grenzdienst kannte auch keine Fälle in den der Einsatz eines Scharfschützen sinnvoll gewesen wäre.

Nun noch mein Kommentar:
Ihr geht zu sehr von den Scharfschützenbüchern und Filmen aus.
S51 hat die Verwendung bzw. Aufgaben des Scharfschützen sehr genau beschrieben:
- Handeln im Rahmen der Schützengruppe, also auch beim Sturmangriff.
- Gezieltes Feuer auf besonders wertvolle Ziele (Kommandogeber, Bedienung von Waffen wie MG,PzB) im Rahmen der Schützengruppe.

Man darf dabei nicht vergessen, das Grenztruppen letztendlich eine Art Infanterie gewesen ist. Auch wenn GT eher Polizeidienst und Wachdienste hatte.
Geht man die Berichte von deutschen Scharfschützen im II WK durch stellt man fest, dass sie meistens genauso wie oben beschrieben eingesetzt wurden. Nicht unbedingt in der Schützengruppe, sondern eher auf Batallionsebene. Die Sowjetarmee hat nach vernichtenden Fehleinschätzungen seine Scharfschützen ebenso eingesetzt. Letztendlich waren die Scharfschützen auch Beobachter. Sie konnten etwas freier Handeln und Ihre Ziele konnten und mussten sie sich selber suchen.

Ein Beispiel: Eine Einheit wird angegriffen und muss sich verteidigen. Das Ziel des Scharfschützen bestand jetzt darin den Angriff zu stören. Während alle anderen mehr oder weniger wild auf die Angreifenden schießen, geht der Scharfschütze etwas anders vor. Er beschießt nicht die erste Welle sondern die zweite. Und zwar bewusst so, dass der Getroffene nicht gleich tot ist. Je mehr Leute hinten verwundet schreien, desto schwieriger wird der Angriff der ersten Welle. Wenn er dann noch die Befehlsgeber ausschaltet -> nicht tötet, sondern möglichst schwer verwundet, bringt er unter Umständen zusammen mit seiner Einheit den Angriff zum stehen bzw. der Angriff wird zurückgeschlagen.
Um so etwas auch durchziehen zu können, braucht man extrem starke Nerven. Wann hätten wir das üben sollen. Und wer wird dieser Schütze, so etwas kann man eigentlich nicht befehlen. Entweder man kann das oder eben nicht.

Dazu kommt das GT berühmt war für die schlechten Schießergebnisse (meine inklusive). Nach der Grundausbildung habe ich gar nichts mehr treffen können. Ich weiß auch nicht warum.
Also gab es ein Gewehr, an dem kaum einer geübt hatte, von dessen Vorhandensein kaum einer wußte, für einen Fall der bei GT eigentlich gar nicht vorkam, und wenn wäre eh alles zu spät gewesen.

Gruß
Rotti


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#118

RE: Gab es Scharfschützen bei den GT?

in Grenztruppen der DDR 03.03.2011 18:53
von Andi (gelöscht)
avatar

Zitat von exgakl

Zitat von Andi
Hallo, also ich wurde in Perleberg (1982) an der U- Schule an dem leichten Granatwerfer (AGS-30) als Waffen Uffz ausgebildet. Was anderes, ich glaube die Grenzaufklärer wurden an dem Scharfschützengewehr ausgebildet. Ich habe mal einen begleitet, der hatte eine ganz merkwürdige Kalaschnikow bei. Ich glaube wir nannten Sie Gackel oder so. Das waren Einzelkämpfer. Gruß Andi



Andi der Glauben nützt hier nicht viel, da wir kein kirchliches, sondern das Forum DDR Grenze sind.
Ich wurde als Gakl nicht am Scharfschützengewehr ausgebildet und hab auch nie ein "merkwürdige" Kalaschnikow mit mir rumgetragen.

VG exgakl




Wo bin ich hier eigentlich hingeraten. Was soll denn dieser Spruch? Das hätte auch meine Oma Schreiben können. Es gab damals so viele unterschiedliche Strukturen. Da wusste die linke Hand nicht was die rechte macht.


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#119

RE: Gab es Scharfschützen bei den GT?

in Grenztruppen der DDR 03.03.2011 19:27
von praeceptor507 | 233 Beiträge

Zitat von Boelleronkel
[quote="GZB1"]Praeceptor, kannst du dich erinnern ob dafür extra Schützen aus der GK vorgesehen waren??

Ich frage mich nämlich, wenn niemand dafür ausgebildet war, wer hätte damit im E-Fall geschossen?




Wer im Ernstfall damit geschossen hätte weiß ich nicht.
War beim schießen mit dem Dragunow zweimal dabei. Das war aber kein offizielles Schießen.
Das einzige Hindernis dabei war das Zielfernrohr. Mehr als 800 Meter Distanz war nicht drin.
Mit einer besseren Optik wäre das Gewehr auch für 1200 Meter gut gewesen.


Komm'se mal zurück Gefreiter! Könn'se denn nich grüßen?
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#120

RE: Gab es Scharfschützen bei den GT?

in Grenztruppen der DDR 03.03.2011 19:30
von Mike59 | 7.980 Beiträge

Zitat von praeceptor507

Zitat von Boelleronkel
[quote="GZB1"]Praeceptor, kannst du dich erinnern ob dafür extra Schützen aus der GK vorgesehen waren??

Ich frage mich nämlich, wenn niemand dafür ausgebildet war, wer hätte damit im E-Fall geschossen?




Wer im Ernstfall damit geschossen hätte weiß ich nicht.
War beim schießen mit dem Dragunow zweimal dabei. Das war aber kein offizielles Schießen.
Das einzige Hindernis dabei war das Zielfernrohr. Mehr als 800 Meter Distanz war nicht drin.
Mit einer besseren Optik wäre das Gewehr auch für 1200 Meter gut gewesen.



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Menno - wenn du schon dabei warst, wer hat denn nun damit geschossen??? Wird ja nicht der Fourier gewesen sein. Oder doch?

Mike59


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