#1

Erinnerung an den Kommandantendienst-KD

in Grenztruppen der DDR 31.01.2011 22:37
von Hans55 | 763 Beiträge

Wer kann sich noch"gut" an diese Herren erinnern?


zuletzt bearbeitet 05.02.2011 11:29 | nach oben springen

#2

RE: Erinnerung an den Kommandantendienst-KD

in Grenztruppen der DDR 01.02.2011 09:51
von Pit 59 | 10.164 Beiträge

Ja Hans ich denke schon das die Kommandanten auch Dienst hatten.

Nee Spass beiseite,kenne ich nicht,weiss nicht was das sein soll.


zuletzt bearbeitet 05.02.2011 11:30 | nach oben springen

#3

RE: Erinnerung an den Kommandantendienst-KD

in Grenztruppen der DDR 01.02.2011 09:58
von 94 | 10.792 Beiträge

Kommandantendienst:
Dienst, der die rechtzeitige und gedeckte Verlegung, Konzentrierung, Entfaltung und Unterbringung der Truppen sowie die Aufrechterhaltung von Ordnung und Tarnung im Verantwortungsbereich zu gewährleisten hat. Eine seiner wichtigsten Tätigkeiten ist die Marschregulierung.
Der Kommandantendienst wird auf den Marschstraßen, in den Unterbringungsräumen (auch der Einheiten, Truppenteile und Einrichtungen der rückwärtigen Dienste) und auf dem Gefechtsfeld organisiert.
Zum Kommandantendienst werden Truppenteile und Einheiten eingesetzt. An Übersetzstellen, Gebirgspässen, schwer passierbaren Straßenabschnitte und Gassen durch Sperren nehmen Pioniereinheiten an der Ausübung des Kommandantendienstes Teil.
Quelle: militarypolice.de


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 05.02.2011 11:30 | nach oben springen

#4

RE:Erinnerung an den Kommandantendienst-KD

in Grenztruppen der DDR 01.02.2011 10:14
von Mike59 | 7.980 Beiträge

Ich glaube der Hans55 meint eher die in den großen Garnisonsstädten wie Leibzig und Berlin usw. vom Kommandantendienst eingesetzten Standort- und Bahnhofsstreifen.
In den kleineren Standorten haben wir diese Streifen meist selber gestellt.

Mike59


zuletzt bearbeitet 05.02.2011 11:30 | nach oben springen

#5

RE: Erinnerung an den Kommandantendienst-KD

in Grenztruppen der DDR 01.02.2011 10:33
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Auch als Militärstreife bekannt.

Direkte Militärpolizisten (MP wie bei den Amis) gab es ja wohl nicht in der DDR.


zuletzt bearbeitet 05.02.2011 11:31 | nach oben springen

#6

RE: Erinnerung an den Kommandantendienst-KD

in Grenztruppen der DDR 01.02.2011 11:12
von Boelleronkel (gelöscht)
avatar

Sicher wird Hans die "Mannen"
mit den weissen "Riemchen,Pistolentasche oder einfach die "Weisskoppel"meinen.
Kleine Gechichte?
Stockhausen,eine Gaststätte.... natürlich mit Wirt,dieser UaZ und leicht angedüselt der Meinung,FEIERABEND....die Gäste sind damit
nicht wirklich einverstanden.
Letzte "Ermahnung"dann ein "Warnschuss per Makarow"in die Decke und "JETZT RAUS HIER"
Eiligst verliessen die Gäste aus dem kleinen Örtchen die "Kneipe",jeder kannte jeden seit Jahren.
Der "Wirt verrammelt seine Kneipe",vermutlich weil er doch ahnt was da kommen wird.
Fähnriche mit weissem Koppel und ein sehr ungemütlicher Abtransport in einem GT P3.
Dafür gabs auch einen Kommandantendienst !?

Mir besten Grüssen für den Tag
BO


zuletzt bearbeitet 05.02.2011 11:36 | nach oben springen

#7

RE: Erinnerung an den Kommandantendienst-KD

in Grenztruppen der DDR 01.02.2011 11:38
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

KOMMANDANTENDIENST (KD) der NVA
Die Aufgabe des Kommandantendienstes war die rechtzeitige und gedeckte Verlegung, Konzentrierung, Entfaltung und Unterbringung der Truppen sowie die Aufrechterhaltung von Ordnung und Tarnung im Verantwortungsbereich. Eine seiner wichtigsten Tätigkeiten war die Marschregulierung.

Das Auftreten von Militärstreifen in Garnisonsstädten war hinlänglich bekannt. Beweglich oder unbeweglich agierende Regulierer gehörten zum alltäglichen Straßenbild. Weniger offensichtlich war beispielsweise die Regulierung von Marschbewegungen an Übersetzstellen, schwer passierbaren Straßenabschnitten und Gassen bei Manövern und anderen Ausbildungs- und Übungsmaßnahmen.

Hinsichtlich der Organisation des Kommandantendienstes gab es im Verlauf der Jahrzehnte natürlich zahlreiche Veränderungen. Stets jedoch verblieb der KD im Verantwortungsbereich des Stabes.

Wichtige Struktureinheiten waren beispielsweise die Kommandantendienstkompanien der Mot. Schützen- und Panzerdivisionen sowie die Regulierungszüge oder -gruppen zahlreicher Truppenteile. Darüber hinaus kamen häufig nichtstrukturmäßige Kräfte zum Einsatz, beispielsweise Armeeangehörige in anderen Dienstfunktionen, welche eine Ausbildung als Regulierer absolviert hatten. Der KD agierte nicht nur auf Basis von speziellen militärischen Vorschriften und Weisungen. Grundlage seiner Tätigkeiten waren gleichermaßen Gesetze und andere allgemein verbindlichen Rechtsvorschriften. Über Funktion und Charakter des KD der NVA bestehen bis heute zahlreiche Unklarheiten.

Die folgenden Ausführungen tragen hoffentlich zur Klarstellung seiner Rolle bei!

Wahrnehmung polizeilicher Befugnisse:
Die Erfüllung polizeilicher Aufgaben und die Wahrnehmung polizeilicher Befugnisse war umfassend im "Gesetz über die Aufgaben und Befugnisse der Deutschen Volkspolizei" (VP-Gesetz) vom 11.06.1968 geregelt. Der nachstehende Gesetzesauszug belegt. daß NVA-Angehörige zwar in einem begrenzten Umfang derartige Befugnisse wahrnehmen konnten, dabei jedoch keine Übertragung von Zuständigkeiten aus dem genau definierten volkspolizeilichen Aufgabenspektrum erfolgte. Für die Ausgestaltung des KD zu einer Militärpolizei gab es somit keine Gesetzesgrundlage.

§ 20: Übertragung von Befugnissen

(1) Der Ministerrat kann anderen Organen die Ausübung der in diesem Gesetz geregelten Befugnisse übertragen.

(2) Die Angehörigen des Ministeriums für Staatssicherheit sind ermächtigt, die in diesem Gesetz geregelten Befugnisse wahrzunehmen.

(3) Die Angehörigen der Nationalen Volksarmee sind berechtigt, in Erfüllung militärischer Wach-, Ordnungs- und Sicherungsaufgaben entsprechend den vom Minister für Nationale Verteidigung getroffenen Festlegungen, die in diesem Gesetz geregelten Befugnisse wahrzunehmen.

Strafverfolgung:
In der Aufzählung der Untersuchungsorgane in § 88 (2) der Strafprozeßordnung der DDR (StPO) ist die NVA nicht erwähnt. NVA-Angehörige konnten somit grundsätzlich keine strafprozessualen Maßnahmen vornehmen, wie sie den Angehörigen der Untersuchungsorgane vorbehalten waren. Anmerkung: Bei Begehung von Straftaten durch Militärpersonen erfolgte die Untersuchung durch Militärstaatsanwälte. Diesen waren Untersuchungsführer (mit entsprechender Ausbildung) beigeordnet, welche die Befugnisse der in § 88 (2) StPO aufgeführten Untersuchungsorgane hatten.

Disziplinarwesen:
Selbstverständlich kamen Angehörige des KD zur Sicherung der Militärischen Ordnung und Disziplin zum Einsatz, beispielsweise im Streifendienst oder bei unerlaubten Entfernungen. Eine eigenständige Rolle im Disziplinarsystem der NVA spielte der KD jedoch nicht. Hier sei an die Verantwortung der Kommandeure als Einzelleiter erinnert.

Verkehrsregelung:
Eine Verkehrsregelung durch Zeichen der Verkehrsposten konnte nach den Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung (StVO) neben den ansonsten dafür zuständigen Angehörigen der Deutschen Volkspolizei auch durch andere dazu ermächtigte Personen erfolgen (beispielsweise Angehörigen anderer bewaffneter Organe oder Begleitern von Schwerlasttransporten). Diese Regelung bildete die rechtliche Grundlage für die Tätigkeit der NVA-Regulierer.

Kfz-Inspektion:
Die Kfz-Inspektion war kein Bestandteil des KD. Sie unterstand - wie in den Staaten des Warschauer Vertrages üblich - dem Leiter des Kfz-Dienstes. Ihre Aufgabe war die Sicherung des militärischen Kfz-Betriebes in seiner Gesamtheit. Die Unterstellung einer Polizeifunktion wäre schon angesichts der strukturellen Zuordnung zu den Rückwärtigen Diensten (später Bereich Technik) absurd.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
zuletzt bearbeitet 05.02.2011 11:36 | nach oben springen

#8

RE:Erinnerung an den Kommandantendienst-KD

in Grenztruppen der DDR 01.02.2011 11:59
von dremi (gelöscht)
avatar

Das kannte ich auch nicht so konkret.
Habe aber etwas sehr wichtiges gelernt!!
Gruß dremi


zuletzt bearbeitet 05.02.2011 11:36 | nach oben springen

#9

RE: Erinnerung an den Kommandantendienst-KD

in Grenztruppen der DDR 01.02.2011 12:59
von dremi (gelöscht)
avatar

Aus meiner Erfahrung heraus wurde man damals schon verhaftet," wenn man nicht die richtigen Socken trug"., als ich nach Berlin fahren mußte, aber das wisst ihr ja alle.
Kommandantendienst, war damals schon eine sehr ernste Angelegenheit, keiner wollte damit etwas zu tun haben.
Ich kenne noch Zeiten, als Kind, als die sowjetischen Militärpolizisten, im Dientgrad " Serschant" selbst einen "Polkownik"
aus dem "Haus der DSF" prügelten und 1976 in Moskau, als in der " Ostankino", alle aus der Metro" auf Kommando "aussteigen mußten,
wer nicht ausgestiegen ist,wurde rausgeprügelt. Die Umstände mögen damals unterschiedlich gewesen sein, aber der geprügelte
wird sich heute noch fragen: Wann, Wer ,Wo, Wie ,Was; Womit und Warum?
Wenn ich das heute so sehe, hatte und hat der Kommandantendienst seine Berechtigung.
Gruß dremi


zuletzt bearbeitet 05.02.2011 11:37 | nach oben springen

#10

RE: Erinnerung an den Kommandantendienst-KD

in Grenztruppen der DDR 01.02.2011 16:49
von Oss`n | 2.779 Beiträge

Die Leute mit weißem Koppelzeug hat man am liebsten von hinten gesehen.
War aber zur DZ in der GK eh kein Thema - nie einen(bzw. 3)gesehen.
Nur in der schönen Stadt Eisenach.

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
zuletzt bearbeitet 05.02.2011 11:37 | nach oben springen

#11

RE: Erinnerung an den Kommandantendienst-KD

in Grenztruppen der DDR 01.02.2011 19:11
von willie | 615 Beiträge

Zitat von dremi
Aus meiner Erfahrung heraus wurde man damals schon verhaftet," wenn man nicht die richtigen Socken trug"., als ich nach Berlin fahren mußte, aber das wisst ihr ja alle.
Kommandantendienst, war damals schon eine sehr ernste Angelegenheit, keiner wollte damit etwas zu tun haben.
Ich kenne noch Zeiten, als Kind, als die sowjetischen Militärpolizisten, im Dientgrad " Serschant" selbst einen "Polkownik"
aus dem "Haus der DSF" prügelten und 1976 in Moskau, als in der " Ostankino", alle aus der Metro" auf Kommando "aussteigen mußten,
wer nicht ausgestiegen ist,wurde rausgeprügelt. Die Umstände mögen damals unterschiedlich gewesen sein, aber der geprügelte
wird sich heute noch fragen: Wann, Wer ,Wo, Wie ,Was; Womit und Warum?
Wenn ich das heute so sehe, hatte und hat der Kommandantendienst seine Berechtigung.
Gruß dremi



Hallo dremi,
wegen "falscher Socken" festgenommen? Kannste das mal näher erläutern?
Gruß Willie


...Rechtschreibfehler sind die Special Effects meiner Tastatur!...
zuletzt bearbeitet 05.02.2011 11:38 | nach oben springen

#12

RE: Erinnerung an den Kommandantendienst-KD

in Grenztruppen der DDR 01.02.2011 19:31
von küchenbulle | 196 Beiträge

Ein Hallo an alle!
Der eine oder andere wird sicher Bekanntschaft mit der KD-Streife gehabt haben,ich hatte mal Zoff wegen dem offenen Haken an der K1
auf der Heimfahrt. Ich war ja im GR42 und musste zwangsläufig immer über Bln.-Schönefeld und dort sind die immer Präsent gewesen.
Der Ausgangsbereich war eh eng begrenzt und da ich damals schon in Bernau wohnte war die Versuchung gross von Schönefeld mit der S-Bahn heim zu Fahren. Von einem Kumpel der in Bln.Rummelsburg bei den GT, war weiß ich das sein Ausgangsbereich Berlin war,der konnte Problemlos bis nach Bln.-Buch in den Ausgang. Der KD in Bernau hat immer genug mit den Bau-Pio,s zu tun da hat am Bahnhof öfter
die Luft gebrannt.Na ja wer noch die alte Uniform ohne Hemd und Schlips hatte weiß was ich meine. Im Sommer war es besonders schlimm.

VG der Küchenbulle
limm


zuletzt bearbeitet 05.02.2011 11:38 | nach oben springen

#13

RE: Erinnerung an den Kommandantendienst-KD

in Grenztruppen der DDR 01.02.2011 19:48
von dremi (gelöscht)
avatar

Hallo willie
Sommer 83 durfte ich mal von Eisenach nach Berlin fahren und einen Soldaten beim KD abholen.
" Offizieller Grund" der Festnahme. Verstoß gegen die Anzugsordnung Er trug weiße Socken zur Uniform.
Durfte sich, in meinem Beisein, aus der Aservatenkammer des KD ein paar schöne neue graue Socken kaufen.
Nach Kontrolle der Anzugsordnung wurde er mir übergeben und wir traten die Rückreise nach Eisenach an.
Das war sein Kurzurlaub und die Bekanntschaft mit dem KD.

gruß dremi


zuletzt bearbeitet 05.02.2011 11:39 | nach oben springen

#14

RE: Erinnerung an den Kommandantendienst-KD

in Grenztruppen der DDR 01.02.2011 20:32
von Weichmolch (gelöscht)
avatar

Dem Kommandantendienst oblag während des Dienstes auch die Kontrolle der Anzugsordnung und die korrekte Trageweise derer. Und so passierte es oft, dass AA, die dagegen verstießen, darauf aufmerksam gemacht wurden.
Der berühmte Haken, das ging ja noch.....aber falsche Socken? Unerhört!
Die militärische Disziplin und Ordnung der vereinten Armeen des Warschauer Vertrages war in Gefahr! Und, es entsprach in keinster Weise dem Bild der sozialistischen Soldatenpersönlichkeit in der Öffentlichkeit. Also - Abtransport in die nächste Standortarrestanstalt.
Ich bemerke der Vollständigkeit halber, dass solche Massnahmen alle Dienstgradgruppen trafen. Das traf den eingelullerten Major genauso wie den "weisse Socken tragenden" Soldaten.
Im Moment gilt z.B. der Winterbefehl. Unabhängig von der Temperatur ist jetzt Schal zu tragen, dieser hat mindestens 7 mm aus dem Mantelkragen vor zu stehen --also sichtbar. Wehe dem AA jetzt ohne Schal......

Weichmolch


zuletzt bearbeitet 05.02.2011 11:39 | nach oben springen

#15

RE: Erinnerung an den Kommandantendienst-KD

in Grenztruppen der DDR 01.02.2011 20:35
von GZB1 | 3.287 Beiträge

@ Weichmolch

Taschentuch und Nähzeug nicht zu vergessen!


zuletzt bearbeitet 05.02.2011 11:40 | nach oben springen

#16

RE: Erinnerung an den Kommandantendienst-KD

in Grenztruppen der DDR 01.02.2011 20:46
von Landeposten (gelöscht)
avatar

Der AA der mit weißen Socken zur Uniform in Urlaub fahren will muß mit Verlaub gesagt ein selten dämliches Kamel sein.Ich kann da kein Mitgefühl empfinden.Es währe besser gewesen,falls er keine Socken mehr hatte,er hätte sich mit schwarzem Schuhchreme zwei Ringe um die Knöchel gezogen,das währe weniger aufgefallen.


zuletzt bearbeitet 05.02.2011 11:40 | nach oben springen

#17

RE: Erinnerung an den Kommandantendienst-KD

in Grenztruppen der DDR 01.02.2011 20:52
von willie | 615 Beiträge

Oh haua haua ha,
bei Euch gings ja richtig zur Sache.
Kann mich noch an an einen richtig fetten Ansch...ß vom Spieß (Polizeihauptmeister) in meinem 1.ten Dienstjahr in Fuldatal vor versammelter Mannschaft erinnern. Damals trugen wir den Dienstanzug in moosgrün normalerweise mit dunklen Socken. Leider versäumte ich es meine privaten weißen Tennissocken gegen die Dienstlichen zu tauschen. Den Spruch vom "Spieß" hab ich heute noch in den Ohren: "Sind wir denn hier auf`m Tennisplatz oder was?"
Ergebnis des Mißgeschicks: An der Unterkunftswache am Wochenende nahm auch ich teil. Passierte mir aber nur einmal!
Gruß Willie


...Rechtschreibfehler sind die Special Effects meiner Tastatur!...
zuletzt bearbeitet 05.02.2011 11:41 | nach oben springen

#18

RE: Erinnerung an den Kommandantendienst-KD

in Grenztruppen der DDR 01.02.2011 20:59
von Oss`n | 2.779 Beiträge

Zitat von Landeposten
Der AA der mit weißen Socken zur Uniform in Urlaub fahren will muß mit Verlaub gesagt ein selten dämliches Kamel sein.Ich kann da kein Mitgefühl empfinden.Es währe besser gewesen,falls er keine Socken mehr hatte,er hätte sich mit schwarzem Schuhchreme zwei Ringe um die Knöchel gezogen,das währe weniger aufgefallen.




Wenn die Bügelfalte in der Hose ok war, das Taschentuch ordnungsgemäß in der Hosentasche gefaltet war, Nähzeug griffbereit war und das Blut unter den Fingernägeln von erlegten Grenzverletzern entfernt wurde, kann ich mich nicht erinnern, das auf die Socken Wert gelegt wurde.

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
zuletzt bearbeitet 05.02.2011 11:41 | nach oben springen

#19

RE: Erinnerung an den Kommandantendienst-KD

in Grenztruppen der DDR 02.02.2011 00:33
von Bongo (gelöscht)
avatar

Hallo,

ich nehm mal an hier handelt es sich wohl um eine Art östliches Pendant der BW-Feldjäger.
Nun, diese wurden bei uns eher despektierlich als "bewaffnete Schülerlotsen" bezeichnet.
In Erscheinung traten sie in erster Linie früher zur Einberufung auf den Bahnhöfen bei den Sammeltransporten und dann wieder bei der Entlassung, wo man in den größeren Städten dann auch öfters 3-er Streifen laufen sah, die sich um die oft "nicht mehr ganz nüchternen" Reservisten "kümmern" sollten um diese ev. auch zum Abdienen der restlichen Tage einzusammeln.
Auf Ausgang oder am Wochenende fiel man ja eigentlich nicht auf. Heimfahrt in oliv war offiziell nicht gern gesehen, wenn nicht sogar verboten. Gesagt hat aber keiner was, höchstens man wurde ohne Kopfbedeckung angetroffen (muß immer wieder grinsen, wenn ich ab und an youtube-filmchen ansehe. Heute scheinen ja sogar Offze ohne korrekte Kopfbedeckung rumzuhüpfen). Im Kampfanzug mit Stiefeln sieht sowieso niemand ob man weiße Socken anhat oder die grauen. Und wer vorschriftsmäßig freiwillig im kleinen Diener rausging war eh selber schuld.
Für Schlägereien im Mannschaftsheim oder allgemein in der Kaserne war zuerst mal die Wache mit OvWa und die Wachbereitschaft zuständig; Feldjäger waren und sind ja nicht an jedem Standort.
Nicht zimperlich ging es aber bei unseren Freunden aus Übersee zu. Unser Weinfest am Ort fiel immer auf das Wochenende um den amerikanischen Nationalfeiertag. In der Nachbarstadt befand sich eine große US-Garnison und die GI kamen zuhauf und kauften fröhlich Biermarken am laufenden Meter um mehr oder weniger fröhlich zu feiern (das waren schon enorme Umsätze). Wenn das Ganze brenzlig wurde, reichte ein Anruf bei der MP. Sobald die 2er oder 3er Streife (schwarz/weiß/Frau(hier Hautfarbe anscheinend zweitrangig)) am Zelteingang auftauchte und die Jungs die Schränke sahen, rannten sie wie die Hasen; und wenn nicht wurde ohne lange zu fragen zuerst mal mit dem Knüppel draufgeschlagen und dann vielleicht mal gefragt bzw. zuerst wohl noch abtransportiert.

Bongo


zuletzt bearbeitet 05.02.2011 11:41 | nach oben springen

#20

RE: Erinnerung an den Kommandantendienst-KD

in Grenztruppen der DDR 02.02.2011 08:51
von dremi (gelöscht)
avatar

Hallo User
Ich muß nauch mal etwas eingestehen.
Eigentlich war ich schuld an den "weißen Socken".
Ich hatte damals die GK aus dem Nachtaufzug zurückgeführt und war für die Dienstnachbereitung verantwortlich.
Es war natürlich auch ein zeitliches Problem. 4.00- ca 5.30Uhr Ablösung und Rückkehr zur Einheit, Dienstnachbereitung usw.
Der Zug fuhr aber in Eisenach, gegen 7.00 Uhr und der AGT wollte natürlich diesen Zug erreichen, ansonsten hätte er bis 12,00 Uhr
warten müssen. Deshalb Entschluß, Waffe abgeben, umziehen , Urlaubschein empfangen, ab in den Bus , Zug erreichen und
ab nach Hause. Der Agt mußte bis Neubrandenburg und da zählte bei jedem "VKU" jede Minute.
Gesagt getan, natürlich auf die Anzugskontrolle verzichtet. Den Rest kennt ihr.
Die Dienstreise nach Berlin gabs ja gratis als " Belobigung" dazu, hätte ja das Wochenende auch frei gehabt.
Mich muß keiner bedauern, aber er hatte nichts von seinem doch so" reich gesegneten " Urlaubstagen.
Ich meine der KD hat seine Dienstpflichten erfüllt, hatten aber keine Ahnung was Diensterfüllung an der Grenze bedeutete und
was Kompromißbereitschaft heißt bzw. mal ein Auge zudrücken.

Gruß dremi


zuletzt bearbeitet 05.02.2011 11:42 | nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
12-04-2015 Heute vor 25 Jahren: Erinnerung an die Grenzöffnung Rothenhusen/Utecht
Erstellt im Forum Spurensuche innerdeutsche Grenze von Schlutup
0 14.04.2015 01:13goto
von Schlutup • Zugriffe: 302
Zu Verschenken: Was bleibt ist die Erinnerung XXXXXX( IST WEG )XXXXXXX
Erstellt im Forum DDR Artikel Marktplatz von Schlutup
1 30.01.2015 22:10goto
von Bürger der DDR • Zugriffe: 796
Recht auf Erinnerung?
Erstellt im Forum Reste des Kalten Krieges in Deutschland von ABV
24 13.07.2014 13:44goto
von Barbara • Zugriffe: 2945
Erinnerungen ! Schatztruhen oder Fallgruben ?
Erstellt im Forum Themen vom Tage von Georg
9 09.06.2014 16:47goto
von Georg • Zugriffe: 736
Kindheit in der DDR. Was ist Euch positiv oder negativ in Erinnerung geblieben?
Erstellt im Forum DDR Zeiten von der glatte
6 07.10.2013 18:26goto
von der glatte • Zugriffe: 1507
Vom Schwarzmarkthändler zum Diplomingenieur: Erinnerungen
Erstellt im Forum Leben in der DDR von SFGA
4 14.01.2011 09:35goto
von josy95 • Zugriffe: 664
Vom Schwarzmarkthändler zum Diplomingenieur: Erinnerungen
Erstellt im Forum Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse von SFGA
4 12.10.2010 22:47goto
von SFGA • Zugriffe: 704
Erinnerung an die Grenztoten
Erstellt im Forum Presse Artikel Grenze von Angelo
5 27.01.2011 00:50goto
von S51 • Zugriffe: 1155
Glückliche Grenzgänger:Der Mauerfall liegt mehr als 19 Jahre zurück. In der Erinnerung scheint es erst gestern ge
Erstellt im Forum Presse Artikel Grenze von Angelo
0 09.12.2008 11:53goto
von Angelo • Zugriffe: 370

Besucher
14 Mitglieder und 32 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: TalSiar
Besucherzähler
Heute waren 785 Gäste und 60 Mitglieder, gestern 3617 Gäste und 188 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14376 Themen und 558765 Beiträge.

Heute waren 60 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen