#21

RE: Wer kam in eine SiK?

in Grenztruppen der DDR 30.01.2011 12:39
von exgakl | 7.237 Beiträge

Zitat von MK1987

Zitat von sentry
. Die Soldaten gingen zwar auf Grenzdienst in Uniformen von Berufsoffizieren, trugen aber auf der Schulter ihre echten Dienstgrade und auch die grünen Postenführeraufschübe.



Was heißt echte Dienstgrade? Da die Dienstgradbezeichnungen in den "bewaffneten Organen" der DDR bis auf den Zoll alle die gleichen waren, haben die PKE-Leute doch sicherlich die GT-Schulterklappen an der Uniform gehabt, die ihrem MfS-Rang entsprachen, z.B. war ein Major des MfS bestimmt als Major der GT getarnt..., oder?




Hallo MK,

die PKE trug ja bekanntlich die Uniform der Grenztruppen und demzufolge auch die Dienstgrade, die der Träger inne hatte.
Die PKE aber bitte nicht mit den Sicherungskompanien verwechseln, die hatten nichts miteinander zu tun.
Die Soldaten und Unteroffiziere der SIK trugen an der GÜST aus repräsentativen Zwecken die Uniformen der Berufssoldaten (anderer und besserer Stoff) aber natürlich blieb der Soldat auch immer vom Schulterstück ein Soldat.

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
zuletzt bearbeitet 30.01.2011 12:40 | nach oben springen

#22

RE: Wer kam in eine SiK?

in Grenztruppen der DDR 30.01.2011 12:56
von MK1987 | 50 Beiträge

Danke für deine Antwort, hab´s auch net verwechselt, wollte nur auf Nummer Sicher gehn, dass die PKE (Stasi)-Leute an ihrer "Tarnuniform" ihren MfS-Dienstgrad trugen. Ab welchem Rang kam man egtl. in die PKE, konnte man seine "Stasi-Karriere" sogar dort beginnen? Oder konnte irgendwann ein Befehl zur HA VI kommen?



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#23

RE: Wer kam in eine SiK?

in Grenztruppen der DDR 30.01.2011 14:21
von sentry | 1.106 Beiträge

Auch in Marienborn gab es Postenpunkte, wo fluchtwillige Grenzer leichtes Spiel gehabt hätten.
Besonders einfach wäre es für die wenigen Auserwählten gewesen, die gelegentlich bis an den weißen
Strich durften. Da gehörten auch regelmäßig eine Handvoll Grundwehrdienstler dazu. Für weniger bestätigte, weiter von der Linie entfernte Posten wäre eine Flucht zwar immer noch relativ einfach, aber wegen der hohen Postendichte eben auch sehr riskant gewesen.


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#24

RE: Wer kam in eine SiK?

in Grenztruppen der DDR 30.01.2011 19:01
von utkieker | 2.923 Beiträge

Im Dienst trugen wir Kammgarn-, im Ausgang Filzuniformen. Allerdings wurde unsere Uniformjacke im Dienst zugehakt, während Berufssoldaten und Einheiten des PKE unter ihrer Uniformjacke Hemd mit Krawatte trugen. Zumindestens im Jahr 78 / 79.


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#25

RE: Wer kam in eine SiK?

in Grenztruppen der DDR 30.01.2011 19:21
von sentry | 1.106 Beiträge

87/88 gingen wir auch mit Krawatte, an warmen Sommertagen auch nur mit Uniformbluse, dann natürlich ohne Krawatte und mit eingezogenem braunen Lederkoppel. Das war natürlich die beliebteste Anzugsordnung.


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#26

RE: Wer kam in eine SiK?

in Grenztruppen der DDR 30.01.2011 20:36
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Bei schärferem Frost mit "Watte" und Schlips und Kragen oder auch mit Kammgarn-Uniformmantel, letzteres war der Beweglichkeit "besonders zuträglich".


zuletzt bearbeitet 30.01.2011 20:38 | nach oben springen

#27

RE: Wer kam in eine SiK?

in Grenztruppen der DDR 31.01.2011 07:56
von sentry | 1.106 Beiträge

Ich will jetz nicht lügen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die Soldaten unter der Watte-Ein-Strich-Kein-Strich, die nur bei strengster Kälte befohlen wurde, keine Krawatte trugen. Wenn es erst einmal soweit kam, wurde alles untergezogen, was hilfreich war.

Wie mir scheint, gab es in Details durchaus unterschiedliche Kleiderordnungen an den verschiedenen GÜSten.


zuletzt bearbeitet 31.01.2011 07:56 | nach oben springen

#28

RE: Wer kam in eine SiK?

in Grenztruppen der DDR 31.01.2011 08:16
von dremi (gelöscht)
avatar

Hallo MK1987
Meines wissens konnte man sich beim PKE, oder anderen Einheiten des MfS, nicht bewerben.
Ich kenne auch Beispiele wo Angehörige der GT, welche nach Beendigung ihrer Dienstzeit zum PKE wechselten
und mit einem höheren Dienstgrad übernommen wurden.
Gruß dremi


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#29

RE: Wer kam in eine SiK?

in Grenztruppen der DDR 31.01.2011 09:42
von westsachse | 464 Beiträge

Man sollte zwischen den Sicherungskompanien, die für eine Güst verantwortlich waren und den SiK zbV (zur besonderen Verwendung), z. B. gab es im Abschnitt Lauchröden die SiK Neustätt unterscheiden.

Gruß

westsachse


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#30

RE: Wer kam in eine SiK?

in Grenztruppen der DDR 31.01.2011 09:47
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Ja sentry,

denn die Änderung der Anzugsordung (bis auf Widerruf) an der "Sonne" befahl der Güst-Kdt. bzw. der DHO durch Anruf beim DH-SiZ vor der Schicht.

Wenn ich nicht irre legte der Güst-Kdt. auch die Anzugsordung für PKE und Zoll fest, in Absprache mit deren Diensthabenden, wegen eines möglichst einheitlichen Erscheinungsbildes auf der Güst .


zuletzt bearbeitet 31.01.2011 10:31 | nach oben springen

#31

RE: Wer kam in eine SiK?

in Grenztruppen der DDR 31.01.2011 12:04
von dremi (gelöscht)
avatar

Hallo westsachse
Die SIK 27 in Neustädt war eine Spezialeinheit, vergleichbar mit der GSG-9. Über Aufgaben und Einsatzziele
sowie Ausrüstung und Bewaffnung wurde strengstes Stillschweigen bewahrt.

Gruß dremi


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#32

RE: Wer kam in eine SiK?

in Grenztruppen der DDR 31.01.2011 12:09
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Dafür sollte man, so es nicht schon eins gibt, ein extra Thema aufmachen.

PS: Und evtl. hier das Thema in: Wer kam in eine Güst-SiK ändern!


zuletzt bearbeitet 31.01.2011 12:20 | nach oben springen

#33

RE: Wer kam in eine SiK?

in Grenztruppen der DDR 31.01.2011 12:16
von dremi (gelöscht)
avatar

Hallo GZB1
gebe dir recht,ist zuweit vom Ausgangsthema weg.


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#34

RE: Wer kam in eine SiK?

in Grenztruppen der DDR 31.01.2011 12:58
von Galaxy (gelöscht)
avatar

Hatte der Kommandant einer GÜST mit den PKE Einheiten /MfS speziellen Kontakt? Wie sah dieser aus? War das eine Zusammenarbeit die über das dienstliche hinausging oder war der Kommandant selbst ein inoffizieller Mitarbeiter der Firma! Kann mir jemand darauf antworten? Galaxy


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#35

RE: Wer kam in eine SiK?

in Grenztruppen der DDR 31.01.2011 13:42
von js674 | 231 Beiträge

Zitat von GZB1
Ja sentry,
denn die Änderung der Anzugsordung (bis auf Widerruf) an der "Sonne" befahl der Güst-Kdt. bzw. der DHO durch Anruf beim DH-SiZ vor der Schicht.
Wenn ich nicht irre legte der Güst-Kdt. auch die Anzugsordung für PKE und Zoll fest, in Absprache mit deren Diensthabenden, wegen eines möglichst einheitlichen Erscheinungsbildes auf der Güst .



Die Anzugsordnung wurde durch die DV festgelegt und nicht durch einen Komandeur


"Sein Erbe hochzuhalten und gleichzeitig neue Wege zu beschreiten ist kein Widerspruch.
Tradition zu bewahren heißt nicht Asche aufzubewahren, sondern eine Flamme am Brennen zu halten"
(Hans-Josef Menke)

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#36

RE: Wer kam in eine SiK?

in Grenztruppen der DDR 31.01.2011 13:52
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Die DV ließ in bestimmtem Rahmen Kombinationen der Anzugsordnung zu. Weiterhin war der Kdr. TT nach DV berechtigt bestimmte Trageweisen der Anzugsordung bei speziellen Witterungsbedingungen in Abweichung der DV festzulegen.
Frag mal die AGT vom Brocken!!!

Kann mich da an den Sommer 1989 erinnern, 34 Grad, da wurde in der Kaserne Ärmel hochkrempeln bzw. zweimal umschlagen befohlen (sonst eigentlich nicht üblich). Hat mir ein guter Kumpel erzählt mit dem ich noch Kontakt hatte und ich ab und zu noch einen trinken war.

Sentry, "Watte" mit Krawatte haben auch BO/ BU manchmal getragen bei bestimmten Anlässen. Aus diesem Grund gab es auch diese Möglichkeit für Güst-Siker (nach DV).


zuletzt bearbeitet 31.01.2011 15:30 | nach oben springen

#37

RE: Wer kam in eine SiK?

in Grenztruppen der DDR 31.01.2011 16:41
von Sonne | 510 Beiträge

Ja, es wäre ein leichtes die "Fliege" zu machen, hatten eine Grenzbrücke in Hirschberg / Rudolphstein über die Saale. Viertelbrücke DDR, Dreiviertelbrücke BRD. Hinterm letzten Sperrelement war absolutes Schießverbot und dann war nur ein weißer Strich als Grenze. Aber man hat an die Familie zu Hause gedacht, und des dehalb hat man es nicht getan. Und außerdem wäre bei dem Grenztruppen die "Fahnenflucht" das größte Verbrechen gewesen.[/quote]

geh ich Recht in der Annahme das es dort zu keiner Fahnenflucht gekommen ist??


Gruß Sonne

05/66-10/67
18 Monate meiner Jugend
in Glowe, Rothesütte, Elend


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.
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#38

RE: Wer kam in eine SiK?

in Grenztruppen der DDR 03.02.2011 23:29
von 254Spielregel | 339 Beiträge

Zitat von GZB1
..."Watte" mit Krawatte haben auch BO/ BU manchmal getragen bei bestimmten Anlässen. Aus diesem Grund gab es auch diese Möglichkeit für Güst-Siker (nach DV).

Manchmal? Bestimmte Anlässe?
Mal abgesehen von der Dienstuniform kann ich mich für die Winterperiode 01.12. - 28/29.02. an keine andere Anzugsordnung erinnern... K-2/6 beispielsweise immer hübsch "mit Schlips und (Webpelz)kragen"

Gruß,254Spielregel


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#39

RE: Wer kam in eine SiK?

in Grenztruppen der DDR 04.02.2011 04:10
von Rottenknecht | 10 Beiträge

Wer kam in eine SiK?

Im Prinzip alle Grundwehrdienstplichtigen natuerlich ausgesucht nach politischer Eignung .Speziell Leute ohne Westverwandschaft obwohl es auch einige Faelle gab ( oder gegeben haben soll) die Westverwandschaft hatten.
Alle Genossen waren speziell ausgesucht ( nach Ausbildung und Charakter) so kam man meistens nur mit angenehmen Leuten zusammen . In den 70er Jahren existierte ja in Berlin nach das GUEST SIR 26 in Pankow , in dem einem Jahr in dem ich dort diente kam nur ein einziger mal in den Bau ( 3 Tage) aus dem ganzen Regiment. Damals waren 1. - 4. SIK + 7. SIK in Pankow 4. + 5. waren in Babelsberg.. Die 7. SIK hatten einen hohen Prozentsatz an 3 jaehrigen Uffz. diese "durften" dann das Brandenburger Tor und Bereiche des Bahnhof Friedrichstrasse sichern .
Ja im Dienst trugen wir Kammgarn Uniformen / im Sommer Bluse / in den 70er Jahren hatten wir noch keine braunen Lederkoppel das muss dann spaeter eingefuehrt worden sein . Die PKE trug immer Grenzeruniform mit Hemd und Schlips , die hatten auch niedrige Dienstgrade dabei doch mindestens Gefreiter.

Nach 1985 wurde das Regiment dann aufgeloest und die SIK den Regimentern zugeordnet.


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#40

RE: Wer kam in eine SiK?

in Grenztruppen der DDR 04.02.2011 04:22
von Rottenknecht | 10 Beiträge

Zitat von exgakl

Zitat von MK1987

Zitat von sentry
. Die Soldaten gingen zwar auf Grenzdienst in Uniformen von Berufsoffizieren, trugen aber auf der Schulter ihre echten Dienstgrade und auch die grünen Postenführeraufschübe.



Was heißt echte Dienstgrade? Da die Dienstgradbezeichnungen in den "bewaffneten Organen" der DDR bis auf den Zoll alle die gleichen waren, haben die PKE-Leute doch sicherlich die GT-Schulterklappen an der Uniform gehabt, die ihrem MfS-Rang entsprachen, z.B. war ein Major des MfS bestimmt als Major der GT getarnt..., oder?




Hallo MK,

Ja im Dienst trugen wir Kammgarn Uniformen / im Sommer Bluse / in den 70er Jahren hatten wir noch keine braunen Lederkoppel das muss dann spaeter eingefuehrt worden sein . Die PKE trug immer Grenzeruniform mit Hemd und Schlips , die hatten auch niedrige Dienstgrade dabei doch mindestens Gefreiter.
Rottenknecht

die PKE trug ja bekanntlich die Uniform der Grenztruppen und demzufolge auch die Dienstgrade, die der Träger inne hatte.
Die PKE aber bitte nicht mit den Sicherungskompanien verwechseln, die hatten nichts miteinander zu tun.
Die Soldaten und Unteroffiziere der SIK trugen an der GÜST aus repräsentativen Zwecken die Uniformen der Berufssoldaten (anderer und besserer Stoff) aber natürlich blieb der Soldat auch immer vom Schulterstück ein Soldat.

VG exgakl



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