#1

Wie war das am 13.August 1961?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.01.2011 02:44
von Major Tom | 853 Beiträge

Allgemein ist ja bekannt dass die Sektorengrenzen zu West-Berlin in den Morgenstunden des 13.August 1961 durch Grenzsoldaten gesperrt und Grenzanlagen gebaut wurden. Wie hat sich das nun an der Grenze DDR-BRD abgespielt, davon hört und liest man sehr wenig. Ging man da genauso vor wie in Berlin oder gab es dort noch eine Zeitlang eine grüne Grenze und nach und nach erst wurde mit dem Bau der Grenzanlagen begonnen?


Man sollte den Kopf nicht hängen lassen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.
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#2

RE: Wie war das am 13.August 1961?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.01.2011 03:48
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Major Tom
Allgemein ist ja bekannt dass die Sektorengrenzen zu West-Berlin in den Morgenstunden des 13.August 1961 durch Grenzsoldaten gesperrt und Grenzanlagen gebaut wurden. Wie hat sich das nun an der Grenze DDR-BRD abgespielt, davon hört und liest man sehr wenig. Ging man da genauso vor wie in Berlin oder gab es dort noch eine Zeitlang eine grüne Grenze und nach und nach erst wurde mit dem Bau der Grenzanlagen begonnen?




..........................................Die sogenannte "Grüne Grenze" war auch schon vor dem Bau der Berliner Mauer so gut wie dicht. Sperrgebiet und Sperrzone bestanden, ebenso wie Kontrollstreifen, Stacheldraht und Wachtürme. Berlin war bis zum 13. August im Grunde genommen das einzige Schlupfloch und wurde auch vom größten Teil der Republikflüchtlinge als solches bevorzugt angenomment. Nach der Sicherung der Grenze in Berlin wurden die alternativen Fluchtwege über die Grüne Grenze durch die verschiedensten Maßnahmen immer mehr beschnitten, so daß für eine Flucht über diese Grenze schon eine ganz gehörige Portion Verzweifelung, Mut und Abgeklärtheit vonnöten war. Alles Andere bei der Ausführung war Adrenalin pur. Auch vor dem 13. August brauchte man einen Passierschein, ausgestellt von der Polizei um in das 15 km der Grenze vorgelagerte Gebiet einreisen zu können und diese Passierscheine wurden in der Regel nur zu besonderen Anlässen erteilt. Die Trapo kontrolierte in den Zügen und im Grenzgebiet waren damals schon Hundelaufanlagen, Signaldrähte, bewaffnette Grenzer und zu guter letzt gab es auch noch die "Freiwilligen Helfer der Grenzpolizei". Ein "fremdes" Gesicht hatte so gut wie null Chance überhaupt bis an die eigentliche Grenzlinie heran zu kommen, deswegen gingen die meisten Flüchtlinge über die Sektorengrenze in Berlin und über das Notaufnahmelager "Marienfelde". Major Tom, ich wohnte in Ludwigslust, einem Grenzkreis in der Nachbarschaft der Elbe. Dieser Fluß hat dort wo demnächst das Forumstreffen stattfinden soll, etliche Menschen nicht mehr los gelassen, die Dömitzer Bürger selbst durften ihre Elbe schon seit den 50er Jahren nur von Weitem sehen, ran durften sie noch nicht einmal zum Angeln. Ich stehe für den Wahrheitsgehalt dieser Aussage. 1953/54 war ich in einem Kinderheim, direkt an den Elbwiesen gelegen, und ca 200 m von der Elbe entfernt. Wir als Kinder in dem Alter wurden damals von den Grenzpolizisten (damals waren sie noch blau uniformiert) wohl nicht für voll genommen. Im Gegensatz zu der Bevölkerung von Dömitz konnten wir zu ihnen an die Elbe kommen und wurden für einige Minuten dort geduldet bevor sie uns wieder wegschickten. Ein paar km weiter liegt Rüterberg. man sollte sich mit der Geschichte des schon in frühen Jahren teilweise geschleiften Ortsteils befassen und mit den Aktionen "Ungeziefer" und wie sie alle hießen. Nein, die Grenze war schon vorher ziemlich sicher, sie wurde nur nach dem Schließen vom Berliner Schlupfloch auf bestialische Art und Weise dermaßen verstärkt daß man so gut wie keine Chance hatte, die andere Seite lebend oder unverletzt zu erreichen. Am 13.August und an den darauf folgenden Tagen wurde der "Grüne Grenze" ganz besondere Aufmerksamkeit der Organe zu Teil. Man merkte auch in Ludwigslust und Grabow verstärkt Bewegung von Armeefahrzeugen in Richtung Grenze und irgendwie konnte Jeder sehen, daß da etwas vorging, man traute sich aber nicht darüber zu reden oder etwa Fragen zu stellen. Mir ist nachträglich noch in Erinnerung, daß sich Alle, die man kannte, sich wie in einem Schockzustand befanden, der sich erst nach einigen Tagen wieder legte. Das Leben mußte ja schließlich weitergehen!

Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 29.01.2011 04:03 | nach oben springen

#3

RE: Wie war das am 13.August 1961?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.01.2011 04:41
von Major Tom | 853 Beiträge

Vielen Dank Wosch für diese sehr ausführliche Antwort. Dass die Grenze zur Bundesrepublik schon damal dicht war das wusste ich nicht, ich ging bislang davon aus dass es noch einen relativ normalen Reiseverkehr gab, da ja auch viele Berliner zum Einkaufen und Arbeiten in den Westteil fuhren. Wieder etwas dazu gelernt


Gruß aus Guadalupe, Costa Rica


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#4

RE: Wie war das am 13.August 1961?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.01.2011 05:21
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Major Tom
Vielen Dank Wosch für diese sehr ausführliche Antwort. Dass die Grenze zur Bundesrepublik schon damal dicht war das wusste ich nicht, ich ging bislang davon aus dass es noch einen relativ normalen Reiseverkehr gab, da ja auch viele Berliner zum Einkaufen und Arbeiten in den Westteil fuhren. Wieder etwas dazu gelernt


Gruß aus Guadalupe, Costa Rica




..................................Das Viermächte-Abkommen daß die Freizügigkeit der Bewegung regelte galt nur für Berlin, in der DDR gab es nur einmal eine verhältnismäßig großzügige Reiseregelung für die Bürger, kurz nach Stalins Tod, unter Malenkow und Bulganin, für einen Zeitraum von etwa 2 Jahren. Anträge für Westreisen mußten zwar auch gestellt werden, wurden aber verhältnismäßig wohlwollend beschieden.
Schönen Gruß aus Kassel.


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#5

RE: Wie war das am 13.August 1961?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.01.2011 06:06
von Major Tom | 853 Beiträge

Dann kam die ursprüngliche Idee, den Bewohnern der "Ostzone" den Zutritt in die "Westzonen" zu verwehren ja ursprünglich von den Russen, die DDR hat das ganze nur perfide perfektioniert.

Wenn man mal bedenkt was all die Grenzanlagen im Laufe der Jahre kosteten, da hätte die DDR sich ihre Milliardenbetteleien sparen können.


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#6

RE: Wie war das am 13.August 1961?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.01.2011 06:35
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Major Tom
Dann kam die ursprüngliche Idee, den Bewohnern der "Ostzone" den Zutritt in die "Westzonen" zu verwehren ja ursprünglich von den Russen, die DDR hat das ganze nur perfide perfektioniert.

Wenn man mal bedenkt was all die Grenzanlagen im Laufe der Jahre kosteten, da hätte die DDR sich ihre Milliardenbetteleien sparen können.




.....................................Darauf berufen sich ja auch heute noch sehr oft die "überzeugten" Genossen: "Die Vorgaben kamen aus Moskau", was natürlich auch der Wahrheit entsprach, aber die ausführenden Organe waren zumindestens immer die Deutschen, die zum größten Teil in der Sowjetunion ihre "Ausbildung" bekommen hatten. Kurz nach dem Krieg waren aber auch die "Russen" an der "Grenzsicherung" beteiligt und machten auch Jagd auf "Grenzgänger.
Ja Major Tom, gekostet hatte das Ganze mehr als ein kleines Vermögen und das perfide daran war, daß die DDR-Bürger die Kosten hierfür zum größten Teil selber aufbringen mußten, sarkastisch ausgedrückt "sie mußten sich also ihr eigenes "Gefängnis" installieren.
Schönen Gruß aus Kassel.


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#7

RE: Wie war das am 13.August 1961?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.01.2011 09:07
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Zitat von Major Tom
Vielen Dank Wosch für diese sehr ausführliche Antwort. Dass die Grenze zur Bundesrepublik schon damal dicht war das wusste ich nicht, ich ging bislang davon aus dass es noch einen relativ normalen Reiseverkehr gab, da ja auch viele Berliner zum Einkaufen und Arbeiten in den Westteil fuhren. Wieder etwas dazu gelernt


Gruß aus Guadalupe, Costa Rica




Wenn ich die vielen Bilder im Hinterkopf richtig einordne, wurden die Grenzbefestigungen nach und nach ausgebaut. Zuerst war es ein Gartenhag, dann kamen ab 1952 doppelte Stacheldrahtrollen hinzu, dann wurde ab etwa 1961 ein doppelter Zaun errichtet, dazwischen ein Graben und Minen, gegen 1970 Lichtsperren, GSZ, Sperrgraben, Sicherheitszaun vor dem Minenfeld, MGZ. In den 80er Jahren wurde der Hinterlandzaun verbessert, teilweise Hinterlandmauer, Minen und Sicherheitszaun kamen weg, dafür SM 70
Hier sieht man zwei Generationen der Befestigungen:
http://grenze-wiki.innerdeutsche-grenze....itle=Hauptseite
http://www.fotos-reiseberichte.de/innerd...gandatafeln.htm
Zwischen den Sprüchen sieht man Grenzbefestigungen. Interessant ist das erste Plakat. Offenbar hat man den Zeichner, der bei den Nazis die Antijudenplakate malte, in der DDR wieder Plakate entwerfen lassen. Der sieht doch aus wie ein Jude, wie ihn die Nazis dargestellt haben.
Theo


zuletzt bearbeitet 29.01.2011 09:08 | nach oben springen

#8

RE: Wie war das am 13.August 1961?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.01.2011 13:06
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Major Tom
Vielen Dank Wosch für diese sehr ausführliche Antwort. Dass die Grenze zur Bundesrepublik schon damal dicht war das wusste ich nicht, ich ging bislang davon aus dass es noch einen relativ normalen Reiseverkehr gab, da ja auch viele Berliner zum Einkaufen und Arbeiten in den Westteil fuhren. Wieder etwas dazu gelernt


Gruß aus Guadalupe, Costa Rica


War eigentlich umgekehrt,die ganze Grenze war dicht.Bis,ja bis auf das Schlupfloch Ostberlin-Westberlin,das den Verantwortlichen im Osten ein Dorn im Auge war.Der 13.8.61 machte dem ganzen ein Ende,jetzt war alles dicht.



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#9

RE: Wie war das am 13.August 1961?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.02.2011 09:47
von wosch (gelöscht)
avatar

Ohne eigenen Kommentar:
"Anfang der 60er Jahre hatte sich das internationale Kräfteverhältnis entscheidend zugunsten des Sozialismus verändert. Das paßte dem Weltimperialismus nicht. Die NATO und vor allem der revanchegierige BRD-Imperialismus betrieben deshalb eine zügellose Agressionspolitik, um diese Entwicklung wieder rückgängig zu machen. Der kalte Krieg sollte in einen "heißen Krieg" umschlagen. Entsprechend ihren Plänen war dem politischen Sondergebilde Westberlin die Rolle des Zünders zugedacht. durch die, mit den Staaten des Warschauer Vertrages abgestimmte, entschlossene und überraschende Aktion der bewaffneten Organe der DDR und ihrer sowjetischen Waffenbrüder in der Nacht zum 13. August 1961 wurden díese Pläne vereitelt und der Frieden in Europa gerettet."
Als Autoren angegeben: Oberstleutnant Jürgen Listemann, Klaus Rülke.
Aus dem Sonderheft für die politische Schulung der Grenztruppen mit dem Titel "WACHSAM UND KAMPFENTSCHLOSSEN" zum 13. August 1961, Herausgeber: Politische Verwaltung der Grenztruppen der DDR, Militärverlag der DDR (VEB)-Berlin, Redaktion WISSEN und KÄMPFEN, Chefredakteur Oberst Otto Lapacz, Druckerei des Ministeriums für Nationale Verteidigung (VEB)-Berlin,
Redaktionsschluß: 28. April 1982.
Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 01.02.2011 09:52 | nach oben springen

#10

RE: Wie war das am 13.August 1961?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.02.2011 10:05
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Zitat von wosch
Ohne eigenen Kommentar:
"Anfang der 60er Jahre hatte sich das internationale Kräfteverhältnis entscheidend zugunsten des Sozialismus verändert. Das paßte dem Weltimperialismus nicht. Die NATO und vor allem der revanchegierige BRD-Imperialismus betrieben deshalb eine zügellose Agressionspolitik, um diese Entwicklung wieder rückgängig zu machen. Der kalte Krieg sollte in einen "heißen Krieg" umschlagen. Entsprechend ihren Plänen war dem politischen Sondergebilde Westberlin die Rolle des Zünders zugedacht. durch die, mit den Staaten des Warschauer Vertrages abgestimmte, entschlossene und überraschende Aktion der bewaffneten Organe der DDR und ihrer sowjetischen Waffenbrüder in der Nacht zum 13. August 1961 wurden díese Pläne vereitelt und der Frieden in Europa gerettet."
Als Autoren angegeben: Oberstleutnant Jürgen Listemann, Klaus Rülke.
Aus dem Sonderheft für die politische Schulung der Grenztruppen mit dem Titel "WACHSAM UND KAMPFENTSCHLOSSEN" zum 13. August 1961, Herausgeber: Politische Verwaltung der Grenztruppen der DDR, Militärverlag der DDR (VEB)-Berlin, Redaktion WISSEN und KÄMPFEN, Chefredakteur Oberst Otto Lapacz, Druckerei des Ministeriums für Nationale Verteidigung (VEB)-Berlin,
Redaktionsschluß: 28. April 1982.
Schönen Gruß aus Kassel.


Nun ja, die Amerikaner wollten sicher auch keinen heissen Krieg. Deshalb haben sie nicht interveniert. Das war ihr Beitrag zur Wahrung des Friedens. Und damit keine Zweifel aufkommen, hat der amerikanische Aussenminister hat der amerikanischen Botschaft dies ausdrücklich mitgeteilt, notabene schon 34 Minuten vor dem Beginn der Operation "Rose": Nix tun!!!
http://en.wikipedia.org/wiki/Dean_Rusk
http://www.chronik-der-mauer.de/index.ph...d/file/id/56832
Das ganze passte ins Konzept der Amerikaner. Sie konnten das Gesicht gegenüber der BRD wahren. Die Russen und Amerikaner reden natürlich miteinander, aber nicht unbedingt mit ihren Vasallen.
Theo


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#11

RE: Wie war das am 13.August 1961?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.02.2011 11:04
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Mit der Lösung konnten die Großmächte gut leben und hatten so ihre "Besatzungzonen" weiterhin im Griff.


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#12

RE: Wie war das am 13.August 1961?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.02.2011 11:10
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Zitat von GZB1
Mit der Lösung konnten die Großmächte gut leben und hatten so ihre "Besatzungszonen" weiterhin im Griff.



Diese Lösung wurde vermutlich auch beim Gipfeltreffen zwischen Chruschtschow und Kennedy (oder ihren Unterhändlern) vom 3. bis 4. 6. 1961 in Wien besprochen.

PS: Adenauer war sicherlich auch vorher informiert, denn von ihm kam erst auch keine bemerkensweise Reaktion zum Mauerbau.
Im Gegensatz zu Brandt, als Bürgermeister von West-Berlin.


zuletzt bearbeitet 01.02.2011 13:33 | nach oben springen

#13

RE: Wie war das am 13.August 1961?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.02.2011 17:23
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Die Westmächte sagten sich-Der Osten kann seine Grenzen sichern-wie,das ist seine Sache.Solange das Gebiet West Berlins nicht dadurch verletzt wird,haben wir keinen Anlass aktiv zu werden,bzw militärisch vorzugehen.



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#14

RE: Wie war das am 13.August 1961?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.02.2011 17:25
von UNGEDIENTER (gelöscht)
avatar

Hier einmal eine Einschätzung vom ehemaligen regierenden Bürgermeister von West-Berlin, Klaus Schütz.

http://www.trend.infopartisan.net/trd7801/t247801.html


zuletzt bearbeitet 01.02.2011 17:25 | nach oben springen

#15

RE: Wie war das am 13.August 1961?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.02.2011 18:53
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von wosch
"...durch die, mit den Staaten des Warschauer Vertrages abgestimmte, entschlossene und überraschende Aktion der bewaffneten Organe der DDR und ihrer sowjetischen Waffenbrüder in der Nacht zum 13. August 1961 wurden díese Pläne vereitelt und der Frieden in Europa gerettet."...Redaktionsschluß: 28. April 1982.

Interessant dabei find ich auch den Redaktionsschluss...
Wann kam eigentlich der Spruch "Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen!"?

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
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#16

RE: Wie war das am 13.August 1961?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.02.2011 19:09
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge
zuletzt bearbeitet 01.02.2011 19:11 | nach oben springen

#17

RE: Wie war das am 13.August 1961?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.02.2011 22:41
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat matloh :Wann kam eigentlich der Spruch "Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen!"?

Dieser Satz ist von dem damaligen Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht auf einer Pressekonferenz im Juni 1961, also einige Wochen vor dem Mauerbau, gesagt worden. Es war eine Antwort auf eine entsprechende Frage einer amerikanischen Journalistin.
Das war eine seiner vielen Lügen und Tricks, mit denen dieser Kommunist die DDR regierte.


Viele Grüße aus dem Rheinland


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#18

RE: Wie war das am 13.August 1961?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.02.2011 22:53
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Welche Politiker regieren nicht mit Tricks und Lügen oder Verschweigen. Das gehört zu deren Grundausbildung weil sie sonst nicht aufsteigen oder sich halten können!


zuletzt bearbeitet 01.02.2011 22:53 | nach oben springen

#19

RE: Wie war das am 13.August 1961?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.02.2011 09:25
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Gert
Es war eine Antwort auf eine entsprechende Frage einer amerikanischen Journalistin.

@Gert wann genau hat Annamarie Doherr aufgehört für die Frankfurter Rundschau zu schreiben und wann siedelte sie in die USA über? Hä? Soviel zu den 'Lügen und Tricks', naja, nix für ungut, oder wie nennst Du es, wenn schlampige Recherche als Fakten verkauft wird?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#20

RE: Wie war das am 13.August 1961?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.02.2011 09:37
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von 94

Zitat von Gert
Es war eine Antwort auf eine entsprechende Frage einer amerikanischen Journalistin.

@Gert wann genau hat Annamarie Doherr aufgehört für die Frankfurter Rundschau zu schreiben und wann siedelte sie in die USA über? Hä? Soviel zu den 'Lügen und Tricks', naja, nix für ungut, oder wie nennst Du es, wenn schlampige Recherche als Fakten verkauft wird?





@94 OK dann war sie eben nur ein"bischen" amerikanisch, aber eine Frau hat das gefragt, das habe ich genau in Erinnerung.

Gruß Gert


.
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