#121

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 22:40
von wosch (gelöscht)
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Hallihallo!
Mal ´ne kleine Episode zu letzten DDR-Volkskammerwahl am 18. März 1990.
Zur Überraschung meiner "fußkranken" Tante Meta aus Mühlenberg, Nähe Schwerin, tauchte ich früh morgens unangemeldet, extra aus Holland kommend bei ihr auf, um sie zur Wahl zum Wahllokal zu fahren. Als sie bei mir im Auto saß fragte ich sie: "Na Tante Meta, "Was wählste denn?" "Sag ich nicht, wir haben jetzt freie Wahlen und Wahlgeheimnis, aber Die nicht mehr!" war ihre Antwort und lächelte verschmitzt. Ich war danach sehr froh, daß ich die Fahrt auf mich genommen hatte. Es war die allererste und auch die letzte "freie" Wahl in ihrem Leben, 3 Jahre später starb sie.
Schönen Gruß aus Kassel.


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#122

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 24.01.2011 10:43
von mazenbacherwald (gelöscht)
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unter anderem mit der behauptung,die ddr sei der erste arbeiter und bauernstaat auf deutschem boden. in dem ausschliesslich das proletariat regiere. die brd hingegen war für die ddr ein kapitalistischer und imperialistischer staat. welcher die interessen des grosskapitals vertrete.


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#123

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 24.01.2011 11:05
von eisenringtheo | 9.173 Beiträge

Die DDR ist der erste Arbeiter- und Bauernstaat auf deutschem Boden, wohingegen die BRD der letzte kapitalistische Staat auf deutschem Boden ist. Das lehrte der Schwarze Kanal. Und vielleicht stimmt es ja auch...
Theo


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#124

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 24.01.2011 11:09
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von mazenbacherwald
unter anderem mit der behauptung,die ddr sei der erste arbeiter und bauernstaat auf deutschem boden. in dem ausschliesslich das proletariat regiere. die brd hingegen war für die ddr ein kapitalistischer und imperialistischer staat. welcher die interessen des grosskapitals vertrete.


Naja, wenigstens ist das Großkapital auch heute noch im Westen, oder kannst Du eine Firma aus dem Dax oder M- Dax (Zweite Liga der Unternehmen mit Marktkapitalisierungen zwischen 200 Mio und 11 Mrd.Euro...Dax: Eon mit 55 Mrd.) nennen, die sich in den neuen Ländern angesiedelt hat ?
Das ostdeutsche Humankapital pendelt unter teilweise großen Entbehrungen Woche für Woche in den Westen, um sich vor dem Niedriglohnsektor und der Arbeitslosigkeit im entvölkerten entindustrialisierten Osten zu retten und den Status quo der dort für alle Zeiten etablierten Dax- Konzerne zu sichern.
Unterdessen verhandeln in diesem Moment die sogenannten Geberländer Bayern, Hessen und Ba- Würtemberg um neue Modalitäten im Länderfinanzausgleich mit Blick auf die gierigen ostdeutschen Brüder und Schwestern und erwägen ggf. Klage in Karlsruhe.
Die Demokratie hat in diesem Moment in Stuttgart eine ziemlich wichtige Prüfung.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/inde...detailid=840045



zuletzt bearbeitet 24.01.2011 17:45 | nach oben springen

#125

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 24.01.2011 15:23
von SFGA | 1.519 Beiträge

Ich denke mal das es hier her passt


JgRgt 1 Schwarzenborn / HFlgUstgStff 1 Holzdorf

Wenn einer von uns müde wird,der andere für ihn wacht.Wenn einer von uns zweifeln will,der andere gläubig lacht.Wenn einer von uns fallen sollt',der andere steht für zwei,denn jedem Kämpfer gibt ein Gott den Kameraden bei.
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#126

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 24.01.2011 15:54
von wosch (gelöscht)
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Zitat von SFGA
Ich denke mal das es hier her passt





...............................................Na ja Sören, wer die DDR selbst nicht im wahrnehmungsfähigem Alter erlebt hat und sich vielleicht auch noch gerne Märchenfilme reinzieht, für Den mag das ja ein "feiner" Film sein und für die "Stolzen" hier, natürlich auch. Ein schöner Beitrag, der aufzeigt wie Propaganda und Agitation zur Verdummung des Bürger´s und zur eigenen "Selbstbefriedigung" mißbraucht werden kann!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#127

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 24.01.2011 16:05
von Sachsendreier (gelöscht)
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.......@wosch...... aufzeigt wie Propaganda und Agitation zur Verdummung des Bürger´s und zur eigenen "Selbstbefriedigung" mißbraucht werden kann

.....gut gebrüllt Löwe....und von dem Anspruch wird bei k e i n e r A/P nur um einen Millimeter abgerückt . Punkt

" Die Rente ist sicher !!!"


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#128

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 24.01.2011 17:50
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Hackel39

Zitat von mazenbacherwald
unter anderem mit der behauptung,die ddr sei der erste arbeiter und bauernstaat auf deutschem boden. in dem ausschliesslich das proletariat regiere. die brd hingegen war für die ddr ein kapitalistischer und imperialistischer staat. welcher die interessen des grosskapitals vertrete.


Naja, wenigstens ist das Großkapital auch heute noch im Westen, oder kannst Du eine Firma aus dem Dax oder M- Dax (Zweite Liga der Unternehmen mit Marktkapitalisierungen zwischen 200 Mio und 11 Mrd.Euro...Dax: Eon mit 55 Mrd.), die sich in den neuen Ländern angesiedelt hat ?
Das ostdeutsche Humankapital pendelt unter teilweise großen Entbehrungen Woche für Woche in den Westen, um sich vor dem Niedriglohnsektor und der Arbeitslosigkeit im entvölkerten entindustrialisierten Osten zu retten und den Status quo der dort für alle Zeiten etablierten Dax- Konzerne zu sichern.
Unterdessen verhandeln in diesem Moment die sogenannten Geberländer Bayern, Hessen und Ba- Würtemberg um neue Modalitäten im Länderfinanzausgleich mit Blick auf die gierigen ostdeutschen Brüder und Schwestern und erwägen ggf. Klage in Karlsruhe.
Die Demokratie hat in diesem Moment in Stuttgart eine ziemlich wichtige Prüfung.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/inde...detailid=840045




Hackel ich weiss dass VW in Mosel bei Zwickau produziert, GM(Opel) in Eisenach, Siemens in Erfurt ( mein Schwester hat dort einen excellenten Arbeitsplatz ), Daimler Benz in der Nähe von Berlin( ich weiss die Stadt nicht) Transporter Sprinter, BMW in Leipzig, Porsche in Leipzig, Dresden Infinion und AMD, Henkel in Genthin/Brandenburg(Waschmittel), VW Dresden

Ich denke das sind alles sehr gute Unternehmen und in der Summe bieten sie eine Menge Arbeitsplätze. Es ist richtig, dass du eine Menge industrielle Arbeitsplätze beklagst. Aber dass die nicht mehr existieren, liegt daran, dass die DDR die Industrienanlagen, die sie 1945 übernommen hatte, überwiegend voll auf Verschleiss gefahren hatte und sie somit am Ende nur noch Schrott wert waren. Ich kann das in der Chemie in etwa beurteilen, weil ich bei einem IG Farben Nachfolger gearbeitet habe. Und ich weiss wie veraltet die Technik bei dem ehemaligen IG Werk Leuna 1989 war. Das konnte man nur noch verschrotten.
Und dass sie überhaupt so lange existierten,liegt daran, dass die Staatsführung der DDR den eigenen Markt total von der internationalen Konkurrenz abschotteten. Wenn das nicht so gewesen wäre, wären sie schon früher fertig gewesen.
Also relativiert mal das ständige Gejammer über die armen Ostdeutschen, die vom Westen über den Tisch gezogen wurden. Man muss nur mal genauer hinschauen.

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#129

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 24.01.2011 17:58
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Wenn dem alles so war wie propagiert, dann hätte es das Land ja noch geben müssen.....mehr noch, es hätte sich ja auf die ganze Welt ausbreiten müssen, denn die Wahl haben alle Menschen in der Welt gehabt, nämlich ihr Kreuzchen bei einer sozialistischen Partei zu tun.....und das können sie heute immernoch.....

....also, ich tu's jedes Mal.....ja okee, ausser damals in der DDR.....und ja ausser nach 1989 in den drei Jahren, die ich im Sauerland gelebt hab, da hab ich nich gewählt....

groetjes uit Fabro

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
zuletzt bearbeitet 24.01.2011 18:02 | nach oben springen

#130

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 24.01.2011 18:33
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von Hackel39

Zitat von mazenbacherwald
unter anderem mit der behauptung,die ddr sei der erste arbeiter und bauernstaat auf deutschem boden. in dem ausschliesslich das proletariat regiere. die brd hingegen war für die ddr ein kapitalistischer und imperialistischer staat. welcher die interessen des grosskapitals vertrete.


Naja, wenigstens ist das Großkapital auch heute noch im Westen, oder kannst Du eine Firma aus dem Dax oder M- Dax (Zweite Liga der Unternehmen mit Marktkapitalisierungen zwischen 200 Mio und 11 Mrd.Euro...Dax: Eon mit 55 Mrd.), die sich in den neuen Ländern angesiedelt hat ?
Das ostdeutsche Humankapital pendelt unter teilweise großen Entbehrungen Woche für Woche in den Westen, um sich vor dem Niedriglohnsektor und der Arbeitslosigkeit im entvölkerten entindustrialisierten Osten zu retten und den Status quo der dort für alle Zeiten etablierten Dax- Konzerne zu sichern.
Unterdessen verhandeln in diesem Moment die sogenannten Geberländer Bayern, Hessen und Ba- Würtemberg um neue Modalitäten im Länderfinanzausgleich mit Blick auf die gierigen ostdeutschen Brüder und Schwestern und erwägen ggf. Klage in Karlsruhe.
Die Demokratie hat in diesem Moment in Stuttgart eine ziemlich wichtige Prüfung.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/inde...detailid=840045




Hackel ich weiss dass VW in Mosel bei Zwickau produziert, GM(Opel) in Eisenach, Siemens in Erfurt ( mein Schwester hat dort einen excellenten Arbeitsplatz ), Daimler Benz in der Nähe von Berlin( ich weiss die Stadt nicht) Transporter Sprinter, BMW in Leipzig, Porsche in Leipzig, Dresden Infinion und AMD, Henkel in Genthin/Brandenburg(Waschmittel), VW Dresden

Ich denke das sind alles sehr gute Unternehmen und in der Summe bieten sie eine Menge Arbeitsplätze. Es ist richtig, dass du eine Menge industrielle Arbeitsplätze beklagst. Aber dass die nicht mehr existieren, liegt daran, dass die DDR die Industrienanlagen, die sie 1945 übernommen hatte, überwiegend voll auf Verschleiss gefahren hatte und sie somit am Ende nur noch Schrott wert waren. Ich kann das in der Chemie in etwa beurteilen, weil ich bei einem IG Farben Nachfolger gearbeitet habe. Und ich weiss wie veraltet die Technik bei dem ehemaligen IG Werk Leuna 1989 war. Das konnte man nur noch verschrotten.
Und dass sie überhaupt so lange existierten,liegt daran, dass die Staatsführung der DDR den eigenen Markt total von der internationalen Konkurrenz abschotteten. Wenn das nicht so gewesen wäre, wären sie schon früher fertig gewesen.
Also relativiert mal das ständige Gejammer über die armen Ostdeutschen, die vom Westen über den Tisch gezogen wurden. Man muss nur mal genauer hinschauen.

Gruß Gert




Bitte Gert, nicht die Produktionsstätten mit den Firmensitzen verwechseln, das ist für Regionen wie München, wo allein BMW, Münchner Rück, MAN, Linde und Siemens von erheblicher Relevanz für die Einnahmensituation der dortigen Finanzämter ist und das hat wesentlich mehr Wert als die modernste Autobahn.
Es fehlte am Tag der DDR- Übergabe an wirklich patriotischen Gesten, Verkehrsprojekte Deutsche Einheit oder Spaßbäder reichen da nicht aus, zumal überwiegend westdeutsche Firmen bei der Übernahme von gigantischen Kundenstämmen und profitablen Großaufträgen zunächst ohne irgendwelche Konkurrenz zum Zuge gekommen waren.
Als die Allianz oder Deutsche Bank Millionen Kunden im Handumdrehen einkassiert hat, die vom Staat finanziertes Umstellungskapital in Milliardenhöhe einbrachten, wäre eigentlich der Tag gekommen zu sagen: "Also gut, an so einem Tag verlagert die Deutsche Bank ihren Sitz nach Dresden".
Von solchen politischen Deals profitieren zig andere Dax- Unternehmen auch heute noch, so viel steht fest.
Erinnert sei nur an die Postbank, Telekom und Post, die als Abfindung für den Hauptstadtverlust zum ewigen Pakt mit dem Heimatfinanzamt Bonn verdonnert worden war, nachdem sie der Staat verscheuert hatte und die Investoren ihren Willen bekommen hatten, dieses ehemalige Volkseigentum fortan renditeträchtig weiter führen zu dürfen.
Was nun im Bezug auf die Steuer den entscheidenden Unterschied macht ist nun, daß zwar die ostdeutschen Angestellten bei den Dax- Filialen und Produktionsstätten vor Ort Einkommensteuer erwirtschaften, die sie an die Heimatfinanzämter abführen, in dem Moment aber, wo die arbeitslose Ehefrau und zwei Kinder zu Hause auf diesen Lohn warten, spielt er für diese Finanzämter erst ab Einkommen jenseits von 35-40.000 Euro wieder eine Rolle (Freibeträge 2x 8100 Euro+ 2x 7000 Euro+ 1000 Werbungskostenpauschbetrag ggf. weitere Absetzmöglichkeiten), Beträge, die kaum ein normaler Arbeitnehmer erreicht.
Die Steuern auf die exorbitanten Gewinne von EON & Co gehen nun mal durchweg an die westdeutschen Finanzämter, das stelle ich erst mal vollkommen wertfrei fest, aber nur das zählt nun mal, z.B. auch für die Aufgaben des Gemeinwesens.
Und weil eben diese Regionen somit ohne den vormals erwähnten Länderfinanzausgleich auskommen, Bundesländern ohne solche schwergewichtigen Firmensitze jedoch zwangsläufig Transferzahlungen erhalten müssen und diese ihnen nun streitig gemacht werden sollen, ist hier eben der Punkt erreicht, wo man die Demokratie nicht nur in der DDR in Frage stellen muß.
Im Übrigen kann ich mich noch sehr gut an den Kampf um BMW im Finale Halle gegen Leipzig erinnern, wo die Sachsen schließlich gewonnen hatten nachdem sie in einer beispiellosen Ansiedlungsprostitution mit gigantischen Landesbeihilfen die Manufaktur an Land gezogen hatten.
Darüber mag sich freuen wer will, in der gesamtgesellschaftlichen Bilanz ist der Preis für solche prestigeinduzierten Produktionsstätten einfach zu hoch und so müssen wir wohl das Beste draus machen und uns auf eigene Stärken besinnen und versuchen wenigstens ein bißchen solidarisch und lokalpatriotisch mit den rein ostdeutschen Firmen zu sein.
Heimatland braucht Mittelstand.



IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#131

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 24.01.2011 18:34
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Gert

Zitat von Hackel39

Zitat von mazenbacherwald
unter anderem mit der behauptung,die ddr sei der erste arbeiter und bauernstaat auf deutschem boden. in dem ausschliesslich das proletariat regiere. die brd hingegen war für die ddr ein kapitalistischer und imperialistischer staat. welcher die interessen des grosskapitals vertrete.


Naja, wenigstens ist das Großkapital auch heute noch im Westen, oder kannst Du eine Firma aus dem Dax oder M- Dax (Zweite Liga der Unternehmen mit Marktkapitalisierungen zwischen 200 Mio und 11 Mrd.Euro...Dax: Eon mit 55 Mrd.), die sich in den neuen Ländern angesiedelt hat ?
Das ostdeutsche Humankapital pendelt unter teilweise großen Entbehrungen Woche für Woche in den Westen, um sich vor dem Niedriglohnsektor und der Arbeitslosigkeit im entvölkerten entindustrialisierten Osten zu retten und den Status quo der dort für alle Zeiten etablierten Dax- Konzerne zu sichern.
Unterdessen verhandeln in diesem Moment die sogenannten Geberländer Bayern, Hessen und Ba- Würtemberg um neue Modalitäten im Länderfinanzausgleich mit Blick auf die gierigen ostdeutschen Brüder und Schwestern und erwägen ggf. Klage in Karlsruhe.
Die Demokratie hat in diesem Moment in Stuttgart eine ziemlich wichtige Prüfung.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/inde...detailid=840045




Hackel ich weiss dass VW in Mosel bei Zwickau produziert, GM(Opel) in Eisenach, Siemens in Erfurt ( mein Schwester hat dort einen excellenten Arbeitsplatz ), Daimler Benz in der Nähe von Berlin( ich weiss die Stadt nicht) Transporter Sprinter, BMW in Leipzig, Porsche in Leipzig, Dresden Infinion und AMD, Henkel in Genthin/Brandenburg(Waschmittel), VW Dresden

Ich denke das sind alles sehr gute Unternehmen und in der Summe bieten sie eine Menge Arbeitsplätze. Es ist richtig, dass du eine Menge industrielle Arbeitsplätze beklagst. Aber dass die nicht mehr existieren, liegt daran, dass die DDR die Industrienanlagen, die sie 1945 übernommen hatte, überwiegend voll auf Verschleiss gefahren hatte und sie somit am Ende nur noch Schrott wert waren. Ich kann das in der Chemie in etwa beurteilen, weil ich bei einem IG Farben Nachfolger gearbeitet habe. Und ich weiss wie veraltet die Technik bei dem ehemaligen IG Werk Leuna 1989 war. Das konnte man nur noch verschrotten.
Und dass sie überhaupt so lange existierten,liegt daran, dass die Staatsführung der DDR den eigenen Markt total von der internationalen Konkurrenz abschotteten. Wenn das nicht so gewesen wäre, wären sie schon früher fertig gewesen.
Also relativiert mal das ständige Gejammer über die armen Ostdeutschen, die vom Westen über den Tisch gezogen wurden. Man muss nur mal genauer hinschauen.

Gruß Gert



Hallo Gert,

nur zur Info,Henkel hat sich schon vor geraumer Zeit aus Genthin zurück gezogen.

Gruß ek40


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#132

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 24.01.2011 18:43
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von Hackel39

Zitat von mazenbacherwald
unter anderem mit der behauptung,die ddr sei der erste arbeiter und bauernstaat auf deutschem boden. in dem ausschliesslich das proletariat regiere. die brd hingegen war für die ddr ein kapitalistischer und imperialistischer staat. welcher die interessen des grosskapitals vertrete.


Naja, wenigstens ist das Großkapital auch heute noch im Westen, oder kannst Du eine Firma aus dem Dax oder M- Dax (Zweite Liga der Unternehmen mit Marktkapitalisierungen zwischen 200 Mio und 11 Mrd.Euro...Dax: Eon mit 55 Mrd.), die sich in den neuen Ländern angesiedelt hat ?
Das ostdeutsche Humankapital pendelt unter teilweise großen Entbehrungen Woche für Woche in den Westen, um sich vor dem Niedriglohnsektor und der Arbeitslosigkeit im entvölkerten entindustrialisierten Osten zu retten und den Status quo der dort für alle Zeiten etablierten Dax- Konzerne zu sichern.
Unterdessen verhandeln in diesem Moment die sogenannten Geberländer Bayern, Hessen und Ba- Würtemberg um neue Modalitäten im Länderfinanzausgleich mit Blick auf die gierigen ostdeutschen Brüder und Schwestern und erwägen ggf. Klage in Karlsruhe.
Die Demokratie hat in diesem Moment in Stuttgart eine ziemlich wichtige Prüfung.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/inde...detailid=840045




Hackel ich weiss dass VW in Mosel bei Zwickau produziert, GM(Opel) in Eisenach, Siemens in Erfurt ( mein Schwester hat dort einen excellenten Arbeitsplatz ), Daimler Benz in der Nähe von Berlin( ich weiss die Stadt nicht) Transporter Sprinter, BMW in Leipzig, Porsche in Leipzig, Dresden Infinion und AMD, Henkel in Genthin/Brandenburg(Waschmittel), VW Dresden

Ich denke das sind alles sehr gute Unternehmen und in der Summe bieten sie eine Menge Arbeitsplätze. Es ist richtig, dass du eine Menge industrielle Arbeitsplätze beklagst. Aber dass die nicht mehr existieren, liegt daran, dass die DDR die Industrienanlagen, die sie 1945 übernommen hatte, überwiegend voll auf Verschleiss gefahren hatte und sie somit am Ende nur noch Schrott wert waren. Ich kann das in der Chemie in etwa beurteilen, weil ich bei einem IG Farben Nachfolger gearbeitet habe. Und ich weiss wie veraltet die Technik bei dem ehemaligen IG Werk Leuna 1989 war. Das konnte man nur noch verschrotten.
Und dass sie überhaupt so lange existierten,liegt daran, dass die Staatsführung der DDR den eigenen Markt total von der internationalen Konkurrenz abschotteten. Wenn das nicht so gewesen wäre, wären sie schon früher fertig gewesen.
Also relativiert mal das ständige Gejammer über die armen Ostdeutschen, die vom Westen über den Tisch gezogen wurden. Man muss nur mal genauer hinschauen.

Gruß Gert




Vielleicht hätten wir im Winter auch keine Engpässe beim Streusalz, wenn es Bischofferode noch gäbe und die ICE müßten nicht halbiert an den Bahnsteig fahren, wenn Bombardier noch in Ammendorf wäre.
Daran ist Günter Mittag nicht schuld.
Gruß Hackel.



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#133

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 24.10.2012 18:27
von Arnstädter | 266 Beiträge

In aller erster Linie ist die DDR mein Heimatland ,wo ich geboren,gelebt und gearbeitet habe.
Was ist Demokratie?
Demokratie wird immer von den gewählten(oder nicht gewählten)Abgeordneten bestimmt.Genauso wie die Gesetzgebung immer abhängig von den Regierenden bestimmt wird.
Im Namen des Volkes? Nicht immer!


das System funktioniert weil du funktionierst
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#134

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 24.10.2012 18:51
von linamax | 2.020 Beiträge

Zitat von Arnstädter im Beitrag #133
In aller erster Linie ist die DDR mein Heimatland ,wo ich geboren,gelebt und gearbeitet habe.
Was ist Demokratie?
Demokratie wird immer von den gewählten(oder nicht gewählten)Abgeordneten bestimmt.Genauso wie die Gesetzgebung immer abhängig von den Regierenden bestimmt wird.
Im Namen des Volkes? Nicht immer!

Hallo Arnstädter
Demokratie ist für mich Freiheit und die gab es in der DDR nicht .
linamax


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#135

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 24.10.2012 19:52
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von linamax im Beitrag #134
Zitat von Arnstädter im Beitrag #133
In aller erster Linie ist die DDR mein Heimatland ,wo ich geboren,gelebt und gearbeitet habe.
Was ist Demokratie?
Demokratie wird immer von den gewählten(oder nicht gewählten)Abgeordneten bestimmt.Genauso wie die Gesetzgebung immer abhängig von den Regierenden bestimmt wird.
Im Namen des Volkes? Nicht immer!

Hallo Arnstädter
Demokratie ist für mich Freiheit und die gab es in der DDR nicht .
linamax


Was verstehst du unter Freiheit?
komm jetzt nicht mit Schlagwörtern


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#136

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 24.10.2012 19:59
von linamax | 2.020 Beiträge

Zitat von Pitti53 im Beitrag #135
Zitat von linamax im Beitrag #134
Zitat von Arnstädter im Beitrag #133
In aller erster Linie ist die DDR mein Heimatland ,wo ich geboren,gelebt und gearbeitet habe.
Was ist Demokratie?
Demokratie wird immer von den gewählten(oder nicht gewählten)Abgeordneten bestimmt.Genauso wie die Gesetzgebung immer abhängig von den Regierenden bestimmt wird.
Im Namen des Volkes? Nicht immer!

Hallo Arnstädter
Demokratie ist für mich Freiheit und die gab es in der DDR nicht .
linamax


Was verstehst du unter Freiheit?
komm jetzt nicht mit Schlagwörtern

So wie ich jetzt lebe .


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#137

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 24.10.2012 20:00
von Ecki | 408 Beiträge

Zitat von Pitti53 im Beitrag #135
Zitat von linamax im Beitrag #134
Zitat von Arnstädter im Beitrag #133
In aller erster Linie ist die DDR mein Heimatland ,wo ich geboren,gelebt und gearbeitet habe.
Was ist Demokratie?
Demokratie wird immer von den gewählten(oder nicht gewählten)Abgeordneten bestimmt.Genauso wie die Gesetzgebung immer abhängig von den Regierenden bestimmt wird.
Im Namen des Volkes? Nicht immer!

Hallo Arnstädter
Demokratie ist für mich Freiheit und die gab es in der DDR nicht .
linamax


Was verstehst du unter Freiheit?
komm jetzt nicht mit Schlagwörtern
Mein lieber Piiti53,

nun, nur zur Ehrenrettung der Freiheitserklärungswilligen: Es ist schwer, in der hier gebotenen Kürze den Begriff der Freiheit ohne die Nutzung von Schlagworten hinreichend zu erklären.

Drei Schlagworterklärungen fallen mir allerdings ein:

1. Freiheit ist, wenn man Tun und Lassen kann was man will.

2. Freiheit ist Einsicht in die Notwendigkeit.

3. Freiheit ist das Vermeiden roter und das Schreiben schwarzer Zahlen.

Liebe Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


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#138

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 24.10.2012 20:27
von Ex-Huf (gelöscht)
avatar

Zitat von Ecki im Beitrag #137
Zitat von Pitti53 im Beitrag #135
Zitat von linamax im Beitrag #134
Zitat von Arnstädter im Beitrag #133
In aller erster Linie ist die DDR mein Heimatland ,wo ich geboren,gelebt und gearbeitet habe.
Was ist Demokratie?
Demokratie wird immer von den gewählten(oder nicht gewählten)Abgeordneten bestimmt.Genauso wie die Gesetzgebung immer abhängig von den Regierenden bestimmt wird.
Im Namen des Volkes? Nicht immer!

Hallo Arnstädter
Demokratie ist für mich Freiheit und die gab es in der DDR nicht .
linamax


Was verstehst du unter Freiheit?
komm jetzt nicht mit Schlagwörtern
Mein lieber Piiti53,

nun, nur zur Ehrenrettung der Freiheitserklärungswilligen: Es ist schwer, in der hier gebotenen Kürze den Begriff der Freiheit ohne die Nutzung von Schlagworten hinreichend zu erklären.

Drei Schlagworterklärungen fallen mir allerdings ein:

1. Freiheit ist, wenn man Tun und Lassen kann was man will.

2. Freiheit ist Einsicht in die Notwendigkeit.

3. Freiheit ist das Vermeiden roter und das Schreiben schwarzer Zahlen.

Liebe Grüße

Ecki



Hallo Ecki,

in diesen Gedanken unterliegst Du offenbar einem schwerwiegendem Irrtum, dem 20,4 Mio Rentner und schätzungsweise auch 7 bis 8 Mio. Hartz Iv-Empfänger auch zum Opfer fallen.

Freiheit, so wie wir als ehem. DDR-Bürger sie errungen haben, bedeutet bürgerliche Rechte zu genießen im Rahmen des bestehenden GG! Gleichzeitig auch Wahrnehmung der bürgerlichen Pflichten!
Wer denkt, Freiheit bedeute sein uneingeschränktes Tun und Lassen, einschließlich der genüsslichen Wahrnehmung seiner "Rechte" als Sozialparasit oder maulheldenhafter Neo-Nazi, ist nach meinem Empfinden auf einem falschen Dampfer!

VG Ex-Huf


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#139

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 24.10.2012 20:40
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Ecki im Beitrag #137
Drei Schlagworterklärungen fallen mir allerdings ein:

1. Freiheit ist, wenn man Tun und Lassen kann was man will.



Mit dieser kleingeistigen ichbezogenen Denke triffst Du immerhin ziemlich genau den aktuellen Zeit[un]geist!


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#140

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 24.10.2012 20:55
von Ex-Huf (gelöscht)
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Ich möchte bitte auch noch zu bedenken geben, dass es der bestehenden Freiheit und Demokratie der Aktivität niemals bezeichneter Personen bedarf!
Fast ganz Deutschland verharrt von Ende Oktober bis Mitte März im Liegen auf der Couch oder Weihnachtsrummel. Jedem ist es arschegal, was in der Welt passiert, ist es nicht so?Wenn im November und Dezember und Januar die Ausschüsse der Stadt- Kreis- und auch Landesparlamente tagen, kommt kein Bürger zur anberaumten Fragestunde!
Nur meckern ist in D in, von gesättigten fettleibigen und wohlversorgten Herrschaften. Unsere Demokratie hat sich selbst überlebt und sucht nun nach Schutz vor Ausbrechern und Terroristen, die ihrerseits auf kriminelle Weise versuchen, diesem Staat zuzusetzen.

Das ist die bittere Realität, leider...

VG Huf , ähh sorry, Ex-Huf


LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
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