#81

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 18:01
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Zitat von Musiker12
Mara, warum gleich so feindseelig?


.....ich will hier keine Beweisführung anfangen, ich möchte lediglich wissen in wie weit die Behauptung von zzrain42 (Zitat Anfang ...inwieweit man nur die SED gewählt hat um seine Ruhe vor der Stasi zu haben... Ziat Ende) zutrifft und wie diese Auskünfte an die zuständigen Stellen des MfS geraten konnten ohne, dass jemand in der Wahlkabine dabei war und der Wahlzettel nicht mit Namen versehen waren.



Watten feindseelig.....???? Sachma....die Termini braucht es hier nicht.....immerhin reden wir doch ziemlich vernünftig.....

.....ich wollte auch garnich zzrain42's Postings bestärken oder so....nee nur darlegen, wie ich die Wahl erlebt hab und in dem Punkt in dem es mir draufankam sind wir uns eh einig.....wir schliessen beide nicht aus, das eine Registrierung der Kabinenbesucher gegeben haben könnte.....

freundschaftliche Grüsse

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
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#82

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 18:01
von Musiker12 | 822 Beiträge

Zitat von SkinnyTrucky


....und das Detail mit der Unterlage sollte eigendlich nur verdeutlichen, das man draussen hören konnte ob man den Bleistift benutzt.....

....der Unterschied zu heute ist der, heute gibt es keine Zettel mehr sondern nutzt ein interaktives Touchpad, das Aufsuchen der Wahlkabine ist obligatorisch.....jedenfalls ist es in NL so.....




Mara, ich denke mal wenn Du wolltest, dass man die Benutzung des Bleistifts hättest vertuschen wollen wäre Dir das bestimmt gelungen, wobei das hier nichts zur Sache tut.

Zu diesen Touchpats. Hast Du dir schon einmal überlegt, dass es mit dieser "modernen Technik" eigentlich erheblich einfacher wäre festzutellen wer was gewählt hat und es auch westentlich einfacher wäre solche Wahlen zu manipulieren? Ich für meinen Teil würde wenn ich denn wählen gehen würde die althergebrachten Wahlzetteln immer noch bevorzugen.



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#83

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 18:08
von Landeposten (gelöscht)
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Zitat von Gert

Zitat von Landeposten
Soll ich Dir jetzt die politischen Grundsätze der einzelnen gegeneinander aufzeigen?Da habe ich keine Lust zu.
Nur soviel ganz kurz.Von K.bis M.jegliche Pol.am Wähler vorbei,das Geld wird mit vollen Händen zum Fenster raus geworfen.
Von R.bisO.wird erst mal Krieg geführt---ob das der Wähler so will?

Über den Weihnachtsmann können wir uns ja im Kindergarten weiter unterhalten



Auf dem Niveau (rot) sind auch deine Vergleiche zwischen den Wahlen Ost und Wahlen West.

Gruß Gert




Na dann bleibe mal weiter in Deinem Glauben gefangen,daß Du heute mit Kreuzchen mehr bewirken kannst wie damals mit falten.


zuletzt bearbeitet 23.01.2011 18:09 | nach oben springen

#84

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 18:13
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Von Wahlen kann ja im Prinzip keine Rede sein-es wurde was bestätigt und zwar die Einheitspolitik der SED.



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#85

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 18:16
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Zitat von Musiker12
Zu diesen Touchpats. Hast Du dir schon einmal überlegt, dass es mit dieser "modernen Technik" eigentlich erheblich einfacher wäre festzutellen wer was gewählt hat und es auch westentlich einfacher wäre solche Wahlen zu manipulieren? Ich für meinen Teil würde wenn ich denn wählen gehen würde die althergebrachten Wahlzetteln immer noch bevorzugen.



Natürlich Musiker, heute ist die Welt so dermassen vernetzt, das alles möglich ist.....ich habe genau darüber gestern mit unserem Disponenten beim Umkoppeln gesprochen.....

.....aber was wollte die SED damals.....naja, se wollte ihren Machtanspruch um keinen Preis verlieren......es gehörte also dazu, Oppositionen im Keim zu ersticken.....in Nederland hab ich aber noch nicht erlebt, das man Oppositionen aufspüren und verfolgen will mit allen Mitteln der Vernetzung.....ich jedenfalls sehe wie bunt gemischt unser Parlament ist.....schau mal hier bei Politik wie schön bunt das Diagramm der Sitzverteilung ist....und dieses Diagramm ist aus einer ehrlichen Wahl entstanden.....das ist ein Fakt.....Oppositionen gibt es genug.....

groetjes

Mara, die jetzt essen geht....


Kein Sex mit Nazis...!!!
zuletzt bearbeitet 23.01.2011 18:20 | nach oben springen

#86

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 18:21
von Landeposten (gelöscht)
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Zitat von Zermatt
Von Wahlen kann ja im Prinzip keine Rede sein-es wurde was bestätigt und zwar die Einheitspolitik der SED.



Es wird doch von den Fachleuten immer von Wahlbetrug,Wahlfälschung in der DDR gesprochen.
Sonst müßte es ja Einheitspolitikdersozialistischeneinheitsparteideutschlandsbestätigungsbetrug heißen.


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#87

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 18:25
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Boelleronkel
Ups,
Gedächtnisverlust ist schlimm...
wenn man so liest was zum thema Wahlen abgeht,datt tut fast schon weh...
Woher wusste wer was?
In jedem Dorf wusste erstmal Jeder von Jedem,der die Wahlkabine aufsuchte und schonmal schräg angeschaut wurde.
Jeder Kaderleiter eines Betriebes wusste,wer Nichtwähler war und z.B:einen Antrag auf Ausreise gestellt hat!
Wohin auch immer.
Die fliegende Wahlurne,gedacht für Schwerbehinderte,Kranke etc,wurde ebenfalls eingesetzt um dem geneigten Nichtwähler,zu Hause aufzusuchen und zu versuchen...zur Wahl zu bewegen.
Die Genossen und Nichtgenossen Wahlhelfer waren sich auch nicht zu schade,an der Wohnungstüre mal "ernste Worte fallen"zu lassen.
Von wegen Wohnungskommission,weiterer Besuch der EOS oder nennen wir es mal einige mögliche Unwegbarkeiten bei der weiteren beruflichen Ausbildung.
Jeder Nichtwähler wurde dem zuständigen Rat vom Dorf angefangen,über die Stadt,zum Kreis und so weiter gemeldet.
Die zuständigen Abteilungen Inneres,fest verzahnt mit den allmächtigen Parteiorganen,aller Art,haben zentralistisch funktioniert.
Und wehe,die Prozente standen nicht.
Wahlbetrug war ein zentrales Thema im wilden Herbst 89,es gab direkte Anzeigen und Verurteilungen,gurgeln kann sich das Jeder selbst und nachlesen.
Herrjei,wo haben Einige hier eigentlich gelebt,datt tut schon weh. Sonntagsjruss BO



Jo BO,dass frage ich mich auch oft...........
So wie du es schreibst war es doch wirklich,dass kann man doch nicht vergessen haben!?
Oder soll vergessen werden?


Gruß ek40


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#88

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 18:28
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Zitat von Landeposten

Zitat von Zermatt
Von Wahlen kann ja im Prinzip keine Rede sein-es wurde was bestätigt und zwar die Einheitspolitik der SED.



Es wird doch von den Fachleuten immer von Wahlbetrug,Wahlfälschung in der DDR gesprochen.
Sonst müßte es ja Einheitspolitikdersozialistischeneinheitsparteideutschlandsbestätigungsbetrug heißen.




Wie war es denn.....hätte ich zB eine Partei gründen und dafür werben können in der DDR.....???? Ich mein jetzt, einfach so.....meinetwegen eine Umweltschutzpartei zB um vielleicht in der Hinsicht etwas zu erreichen.....ist ja egal was....aber die SED hätte es doch sicher nicht gerne gesehen, das dort jemand kommt um Stimmen abzuwerben und man hätte doch alles dran getan, das ich meine Partei wieder einpacken hätte können....im schlimmsten Fall hätten se mich eingepackt.....

....wär doch so gewesen....oder nicht.....

so, jetzt geh ich aber wirklich essen....

doei

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
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#89

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 18:30
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von eisenringtheo

Zitat von Hackel39
In der marxistisch-leninistischen Philosophie verstand man unter Demokratie weitgehend die Unterordnung der Minderheit unter die Interessen der Mehrheit, so weit so schlecht.(..)


Ist das nicht die faschistische (völkische) Theorie? Der einzelne muss sich dem Willen des Volkes unterordnen. Dazu hat es "Führer" auf allen Ebenen bis hin zum obersten (Hitler, Mussolini). Der einzelne ist nichts, das Volk ist alles.
Im Sozialismus hingegen geht alle Macht vom Volk aus. Um das sicherzustellen und von der bürgerlichen zur klassenlosen Gesellschaft zu gelangen, muss das Proletariat vorübergehend diktatorisch regieren (Diktatur des Proletariats), wenn es nicht anders geht (frei nach "Engels").
Theo




Den Sozialismusanteil, den ich von 1966 bis 1989 kennen lernen durfte, hab ich nicht ganz so martialisch empfunden, das mag in den 1950ern anders gewesen sein, da war der Aufbauenthusiamus noch authentisch und die Kortschagins waren in dieser Zeit wohl möglicherweise auch dichter gesät, als in der Endzeitstimmung der Kombinate auf der Zielgeraden der DDR:
Fest steht aber auch, daß der demokratiefreie stalinistische Terror der Sowjetunion in den 1930er Jahren zu einer beachtlichen Stärke, insbesonders basierend auf einer durchaus weltmarktfähigen Schwerindustrie verholfen hat, von der große Teile der Bevölkerung jedoch nichts hatte.
Darauf aufzubauen und irgendwann dem Volk Freiheiten zurück zu geben und ihm die Früchte ihrer Arbeit zu überlassen und Verantwortung viel breiter und auch außerhalb der KPdSU zu verteilen wäre ein Schritt in Richtung Fortschritt gewesen.
Die Frage ist jetzt, in welcher Phase der DDR- Historie wäre die Zeit reif dafür gewesen, wahre Demokratie zu wagen und das war für mich die Epoche der weltweiten diplomatischen Anerkennung der DDR 1972/ 73 im Zuge von Honeckers Machtübernahme.
Leider war das für mich die Zeit meiner Einschulung, so daß ich kaum mehr über die Stimmung von damals zu sagen vermag, als daß ich eine unbeschwerte Kindheit hatte.
Eine gute Situation wäre auch 1985 gewesen, als Gorbatschow am eisernen Vorhang herumzuzupfen begann und von Offenheit und Überbau zu reden wagte, obwohl er wußte, daß Erzstalinisten das nicht gerne hörten und er persönlich viel riskiert hatte.
Nun kann man auch weiter spinnen und versuchen festzustellen, wer in der DDR das passende Personal für solche Initiativen gewesen wäre ?
Vielleicht hätte Schürer seine nominale Bankrotterklärung öffentlich machen sollen, gut das war etwas später, vielleicht hätte man auch ein paar mehr couragierte Bezirksleitungs- SED- Sekretäre wie Modrow gebraucht, um den Sozialismus vom Glatteis herunter zu führen.
Im Gegensatz zu Deinem Faschismus- Vergleich kann ich aber auf keinem Fall behaupten, daß die DDR- Staatsführer eine bedingungslose Unterordnung propagiert hatten, etwa nach dem Motto "Wollt Ihr den totalen Sozialismus?".
Natürlich gab es Begriffe wie "Kampfprogramm" oder "Nationale Front" aber die rochen trotz allem nicht nach (rot lackiertem) Faschismus und wenn man bedenkt, daß man eigentlich sein ganzes Leben um irgendwas kämpft, erscheint der Sozialismus wieder ganz und gar normal.



zuletzt bearbeitet 23.01.2011 19:11 | nach oben springen

#90

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 18:36
von wosch (gelöscht)
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[quote="East67"]Hi Leute, bei so vielen Antworten muss ich mich auch mal einmischen. Die DDR war in ihren Anfängen ein demoktartischer Staat. Spätestens in den 50-ger Jahre wurde aus diesem demokratischen Staat eine Diktatur nach Vorbild der Sowjetunion.


.........................Na East67, auch wenn ich Dir im zweiten Teil Deines ersten Beitrages positiv gegenüber stehe, muß ich mich zu Deinen ersten 2 Sätzen auch mal einmischen und am liebsten hätte ich Dir Frage gestellt, wo hast Du denn das her, daß die DDR am Anfang ein "demokratischer" Staat war. Ich bin 1942 geboren, habe die Zeit nach Ende des 2. Weltkrieg von Anfang an in der DDR verbracht und mein Freund, Du kannst mir glauben, die ersten Jahre waren die schlimmsten !!!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#91

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 18:48
von zzrain42 | 56 Beiträge

Wie wäre es, wenn wir zum eigentlichen Thema des Threads zurückkehren ? Nur weil mancher nicht kapieren will, das die Wahlen in der DDR manipuliert wurden, müssen wir doch nicht von diesem ergiebigen Thema abkommen.

*empfiehlt der Ulmer zzrain42


zuletzt bearbeitet 23.01.2011 18:50 | nach oben springen

#92

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 18:49
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von ek40

Zitat von Boelleronkel
Ups,
Gedächtnisverlust ist schlimm...
wenn man so liest was zum thema Wahlen abgeht,datt tut fast schon weh...
Woher wusste wer was?
In jedem Dorf wusste erstmal Jeder von Jedem,der die Wahlkabine aufsuchte und schonmal schräg angeschaut wurde.
Jeder Kaderleiter eines Betriebes wusste,wer Nichtwähler war und z.B:einen Antrag auf Ausreise gestellt hat!
Wohin auch immer.
Die fliegende Wahlurne,gedacht für Schwerbehinderte,Kranke etc,wurde ebenfalls eingesetzt um dem geneigten Nichtwähler,zu Hause aufzusuchen und zu versuchen...zur Wahl zu bewegen.
Die Genossen und Nichtgenossen Wahlhelfer waren sich auch nicht zu schade,an der Wohnungstüre mal "ernste Worte fallen"zu lassen.
Von wegen Wohnungskommission,weiterer Besuch der EOS oder nennen wir es mal einige mögliche Unwegbarkeiten bei der weiteren beruflichen Ausbildung.
Jeder Nichtwähler wurde dem zuständigen Rat vom Dorf angefangen,über die Stadt,zum Kreis und so weiter gemeldet.
Die zuständigen Abteilungen Inneres,fest verzahnt mit den allmächtigen Parteiorganen,aller Art,haben zentralistisch funktioniert.
Und wehe,die Prozente standen nicht.
Wahlbetrug war ein zentrales Thema im wilden Herbst 89,es gab direkte Anzeigen und Verurteilungen,gurgeln kann sich das Jeder selbst und nachlesen.
Herrjei,wo haben Einige hier eigentlich gelebt,datt tut schon weh. Sonntagsjruss BO



Jo BO,dass frage ich mich auch oft...........
So wie du es schreibst war es doch wirklich,dass kann man doch nicht vergessen haben!?
Oder soll vergessen werden?


Gruß ek40





Naja,Gesellschaften bestehen eben nicht nur aus Einer Meinung.
Jeder Mensch ist in seiner eigenen"Erfahrungswelt gefangen" und hat seine eigene Geschichte,Lebensleistung und Ansichten.
Unter demokratischen Verhältnissen,kann man offen darüber schreiben,sprechen, streiten..wie auch immer und gut so.
Auch wenns mal "weh tut"da musste durch.
Gruss BO


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#93

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 18:49
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von Musiker12

Zitat von SkinnyTrucky
Also, die Wahl die ich mitgemacht habe im Mai 1989 lief so ab.....vier Leute sassen da, einer nahm wohl die Personalien auf, einer gab mir den Wahlzettel und einer bewachte die Urne....wat der 4te da getan hat, keine Ahnung.....is auch egal.....

.....nun gut, auf dem Wahlzettel standen so um die 10 Namen oder so.....mit nein stimmen konnte man nur in dem man jeden einzelnen Namen durchgestrichen hatte....alles andere war eine ja-Stimme.....in der Wahlkabine lag allerdings nur ein Bleistift und das einzelne Durchstreichen der Namen machte draussen hörbare Geräusche, da man als Unterlage nur ein Sprelakatbrett hatte......und ja, man kuckte schon sehr verwundert als ich die Wahlkabine aufgesucht hatte.....und ja, ich gab mir richtig Mühe alle Namen durchzustreichen und ärgerte mich, das ich keinen Kulli dabei hatte.....

....so hab ich halt die Wahl erlebt....

groetjes

Mara



Mara, hat Dein Wahlverhalten zu einem Gespräch mit dem MfS geführt? Hat Jemand zugeschaut was Du im einzelnen durchgestrichen hast, stand Dein Name auf dem Wahlzettel?





........................Entschuldige Rüdiger daß ich mich einmische. Nach der Wahl, an der @mara 1989 teilgenommen hatte, hatten die Genossen ganz andere Probleme, denn sie mußten sich intensiv darum kümmern, die überhand nehmenden Porteste und die darauf folgenden Demonstrationen in "den Griff zu bekommen" und nach dem Scheitern dieser Versuche sich langsam um die Vernichtung der von ihnen "sammelwütig" angelegten Akten kümmern. Ich bin überzeugt davon, daß wenn das Regime die Nachwirkungen der entarnten Wahlfälschungen schadlos überstanden hätte, man über "kurz oder Lang" , Mara schon noch wege ihrem Wahlverhalten "zur Klärung eines Sachverhaltes" eingeladen hätte.
Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 23.01.2011 18:51 | nach oben springen

#94

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 18:56
von PF75 | 3.293 Beiträge

@ wosch
man könnte ja fast zu der meinung gelangen du hast auch bei der Firma mitgemacht so gut wie deine kenntnisse sind(Ironie aus)


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#95

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 19:01
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von Boelleronkel
Ups,
Gedächtnisverlust ist schlimm...
wenn man so liest was zum thema Wahlen abgeht,datt tut fast schon weh...
Woher wusste wer was?
In jedem Dorf wusste erstmal Jeder von Jedem,der die Wahlkabine aufsuchte und schonmal schräg angeschaut wurde.
Jeder Kaderleiter eines Betriebes wusste,wer Nichtwähler war und z.B:einen Antrag auf Ausreise gestellt hat!
Wohin auch immer.
Die fliegende Wahlurne,gedacht für Schwerbehinderte,Kranke etc,wurde ebenfalls eingesetzt um dem geneigten Nichtwähler,zu Hause aufzusuchen und zu versuchen...zur Wahl zu bewegen.
Die Genossen und Nichtgenossen Wahlhelfer waren sich auch nicht zu schade,an der Wohnungstüre mal "ernste Worte fallen"zu lassen.
Von wegen Wohnungskommission,weiterer Besuch der EOS oder nennen wir es mal einige mögliche Unwegbarkeiten bei der weiteren beruflichen Ausbildung.
Jeder Nichtwähler wurde dem zuständigen Rat vom Dorf angefangen,über die Stadt,zum Kreis und so weiter gemeldet.
Die zuständigen Abteilungen Inneres,fest verzahnt mit den allmächtigen Parteiorganen,aller Art,haben zentralistisch funktioniert.
Und wehe,die Prozente standen nicht.
Wahlbetrug war ein zentrales Thema im wilden Herbst 89,es gab direkte Anzeigen und Verurteilungen,gurgeln kann sich das Jeder selbst und nachlesen.
Herrjei,wo haben Einige hier eigentlich gelebt,datt tut schon weh.
Sonntagsjruss BO





.........................................Ja "Bo", es ist genau wie früher bei den "Genossen": Was nicht sein darf, darf eben nicht sein, Schade daß Herr von Schnitzler nicht mehr mitreden kann, er hätte es Dir schon "richtig" erklärt!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#96

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 19:02
von Musiker12 | 822 Beiträge

Zitat von wosch

....Ich bin überzeugt davon, daß wenn das Regime die Nachwirkungen der entarnten Wahlfälschungen schadlos überstanden hätte, man über "kurz oder Lang" , Mara schon noch wege ihrem Wahlverhalten "zur Klärung eines Sachverhaltes" eingeladen hätte.



Das sind Mutmaßungen.
Ich warte immer noch auf den User der eindeutig belegen kann, dass er wegen seines Wahlverhaltens (sprich er geht zur Wahl, geht in die Kabine und streicht von miraus irgendwelche Namen) zu einem Gespräch beim MfS eingeladen wurde.



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#97

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 19:04
von Musiker12 | 822 Beiträge

Zitat von PF75
@ wosch
man könnte ja fast zu der meinung gelangen du hast auch bei der Firma mitgemacht so gut wie deine kenntnisse sind(Ironie aus)



Enschuldigung, ist völlig OT.

IM Wosch an der unsichtbaren Front!!! Oder gar hauptamlicher???



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#98

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 19:09
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von PF75
@ wosch
man könnte ja fast zu der meinung gelangen du hast auch bei der Firma mitgemacht so gut wie deine kenntnisse sind(Ironie aus)




.............................Nun ja PF75, ich wasche diesbezüglich meine Hände in Unschuld, bin mir aber nicht sicher, Wieviele hier das Selbe von sich sagen können, ohne eine lange Nase zu bekommen!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#99

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 19:10
von PF75 | 3.293 Beiträge

@ wosch

was deine bemerkung an geht"was nicht seien kann,was nicht seine darf" das wird aber auch noch heute von beiden seiten bei vielen diskussionen genutzt.

zur abwechslung mal schöne grüße aus Vorpommern


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#100

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 19:16
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von Musiker12

Zitat von wosch

....Ich bin überzeugt davon, daß wenn das Regime die Nachwirkungen der entarnten Wahlfälschungen schadlos überstanden hätte, man über "kurz oder Lang" , Mara schon noch wege ihrem Wahlverhalten "zur Klärung eines Sachverhaltes" eingeladen hätte.



Das sind Mutmaßungen.
Ich warte immer noch auf den User der eindeutig belegen kann, dass er wegen seines Wahlverhaltens (sprich er geht zur Wahl, geht in die Kabine und streicht von miraus irgendwelche Namen) zu einem Gespräch beim MfS eingeladen wurde.





........................... Natürlich sind das nur "Mutmaßungen" deswegen schrieb ich ja NUR: "ich bin überzeugt davon, daß.........."
Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 23.01.2011 19:18 | nach oben springen



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