#21

RE: Wohnberechtigungsschein

in Grenztruppen der DDR 16.01.2011 16:46
von Musiker12 | 822 Beiträge

Zermatt, da hat sich doch ausser dem Abmelden nicht viel geändert. Am schlimmsten empfinde ich es die neue Adresse jedem bekannt zu geben damit auch die letze Rechnung an der neuen Adresse ankommt.



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#22

RE: Wohnberechtigungsschein

in Grenztruppen der DDR 16.01.2011 16:59
von Büdinger | 1.504 Beiträge

Zitat von Musiker12
Zermatt, da hat sich doch ausser dem Abmelden nicht viel geändert. Am schlimmsten empfinde ich es die neue Adresse jedem bekannt zu geben damit auch die letze Rechnung an der neuen Adresse ankommt.



Hallo Rüdiger .

wimre, musste ich bei meinem Umzug zum Jahreswechsel 2003/2004 von Weißwasser nach Büdingen
beim dortigen EMA bei der Abmeldung meine neue Adresse angeben. Ob ich als Beweis dafür meinen
neuen Mietvertrag vorlegen musste, ist mir nicht so genau im Gedächtnis geblieben.

Und wer dann alles eine Kopie dieses Mietvertrages bekommen hat - ich weiß es nicht mehr. Es waren
unzählige. Was aber auch mit meinem Status als Bundesbeamter zusammen hängt.

Als erstes hat sich natürlich die GEZ unter meiner neuen Adresse an mich gewandt.

Gruß

Ricardo


.

Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

.
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#23

RE: Wohnberechtigungsschein

in Grenztruppen der DDR 16.01.2011 17:02
von Jawa 350 | 676 Beiträge

Also ich habe mir 1995 ein 8 -Familienhaus gekauft und komplett saniert. Die Mieter die dann wollten, brauchten auch so etwas wie einen Wohnberechtigungsschein, weil ich einen "Zuschuß" sprich niedrigere Kreditzinsen bekommen habe. Also bestimmte der Staat wer so eine Wohnung bekommen konnte!
Da heute viele Wohnungen in unseren Gebiet leer stehen fragt keiner mehr nach so einen Schein! Weis denn jemand wie es heute im Westen z.B. in München ist ?


MfG
Jawa350
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#24

RE: Wohnberechtigungsschein

in Grenztruppen der DDR 16.01.2011 17:08
von Musiker12 | 822 Beiträge

Auch wenn es jetzt ein wenig OT ist:

Das kann schon sein Ricardo. Ich glaube innerhalb von Hessen musst man sich nur anmelden, die Abmeldung erfolgt dann automatisch. Mietvertrag vorlegen? Bei uns in Biebertal will das keiner, kann sein in anderen Gemeinden wird das verlant, jede hat da so ihre eigenen Macken. Naja, dass die Verbrecher von der GEZ gleich zur Stelle sind versteht sich ja von selbst. Bei denen habe ich immer den Eindruck, die haben ihre IM´s überall sitzen und wenn ein Mieterwechsel ist geht die Info sofort raus.

Auto ummeden ist auch recht einfach geworden, man muss noch nicht einmal mehr das Kennzeichen wechseln. Aber dann gehst schon los, was Zermatt ja schon geschrieben hat. Telefon, Energieversorger, etc. Wer auch immer gleich schreibt ist das Finanzamt. Darauf ist 100% Verlaß



zuletzt bearbeitet 16.01.2011 17:10 | nach oben springen

#25

RE: Wohnberechtigungsschein

in Grenztruppen der DDR 16.01.2011 17:11
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Wo wir schon dabei sind-Morgen werde ich einen neuen Personalausweiss beantragen(So was fällt einem meist ein,wenn dieser schon abgelaufen ist...) .Es soll zügig gehen....abwarten.


Aber weiter mit dem Thema WBS.



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#26

RE: Wohnberechtigungsschein

in Grenztruppen der DDR 16.01.2011 17:37
von Musiker12 | 822 Beiträge

OT
Zermatt, den hätte ich noch beantragt bevor man die neuen Dinger ausgibt (Fingerabdruck etc.). Hast Du mitbekommen wieviele wieder zurück gerufen wurden weil sie falsch ausgestellt waren?



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#27

RE: Wohnberechtigungsschein

in Grenztruppen der DDR 16.01.2011 17:54
von Baumi (gelöscht)
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Zitat von Gohrbi
Unsere erste Wohnung haben wir von "Privat" gemietet, das war 1974.



Wie lief das denn mit dem Mieten von Privat? War da die Miethöhe auch vom Staat festgelegt oder hatten die Vermieter Spielraum? Wohnungsannoncen waren wahrscheinlich nicht nötig, da die Dinger auch über Mundpropaganda schnell Abnehmer fanden, oder?


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#28

RE: Wohnberechtigungsschein

in Grenztruppen der DDR 16.01.2011 18:11
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

die Mieten waren staatlich festgelegt,auch für private Vermieter


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#29

RE: Wohnberechtigungsschein

in Grenztruppen der DDR 16.01.2011 18:52
von Greso | 2.377 Beiträge

Nun redet doch nicht alles schön.In der DDR gab es bis kurz vor der Wende keinen freien Wohnraum und eine Plattenbauwohnung schon gar nicht.(nicht frei).Wer was Privat vermieten wollte(mußte) da wurde der Wohnraum von der KWV vergeben.Man konnte frei sein Haus verkaufen,und das war es schon.Mein Kumpel kaufte auch ein Haus,wo der Dachboden 1945 zur Wohnung ausgebaut wurde und er wollte
als die einzelne Frau verstarb,das rückbauen um den Boden zu gewinnen.Aber hallo,wo leben wir denn.Die Wohnung wurde wieder belegt
und erst zur Wende ging es mit rückbauen.Wer natürlich Beziehungen hatte Parteigenossen,NVA Angehörige(Berufssoldaten),da gab es riesige Wohnblöcke und wichtige Betriebe,vergaben auch Wohnungen.Auch ein Haus konnte man bauen,auf Bezugschein für Materialien.Mir geht es auch langsam so,und ich möchte auch einiges vergessen und schön reden.
Gruß Greso


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#30

RE: Wohnberechtigungsschein

in Grenztruppen der DDR 16.01.2011 19:26
von Büdinger | 1.504 Beiträge

Zitat von Musiker12
Auch wenn es jetzt ein wenig OT ist:

Das kann schon sein Ricardo. Ich glaube innerhalb von Hessen musst man sich nur anmelden, die Abmeldung erfolgt dann automatisch. Mietvertrag vorlegen? Bei uns in Biebertal will das keiner, kann sein in anderen Gemeinden wird das verlant, jede hat da so ihre eigenen Macken. ...



Rüdiger ,

mein Umzug erfolgte damals von Nordost-Sachsen nach Oberhessen.
Dort - im Osten - war man es gewohnt, schon etwas genauer hin zu schauen.

Gruß

Ricardo


.

Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

.
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#31

RE: Wohnberechtigungsschein

in Grenztruppen der DDR 16.01.2011 20:06
von Jawa 350 | 676 Beiträge

Zitat von Greso
Nun redet doch nicht alles schön.In der DDR gab es bis kurz vor der Wende keinen freien Wohnraum und eine Plattenbauwohnung schon gar nicht.(nicht frei).Wer was Privat vermieten wollte(mußte) da wurde der Wohnraum von der KWV vergeben.Man konnte frei sein Haus verkaufen,und das war es schon.Mein Kumpel kaufte auch ein Haus,wo der Dachboden 1945 zur Wohnung ausgebaut wurde und er wollte
als die einzelne Frau verstarb,das rückbauen um den Boden zu gewinnen.Aber hallo,wo leben wir denn.Die Wohnung wurde wieder belegt
und erst zur Wende ging es mit rückbauen.Wer natürlich Beziehungen hatte Parteigenossen,NVA Angehörige(Berufssoldaten),da gab es riesige Wohnblöcke und wichtige Betriebe,vergaben auch Wohnungen.Auch ein Haus konnte man bauen,auf Bezugschein für Materialien.Mir geht es auch langsam so,und ich möchte auch einiges vergessen und schön reden.
Gruß Greso



Nein es muß nicht alles schön geredet werden - aber ich habe 1972-75 mein von meiner Großmutter geerbtes 2 Familiienhaus natürlich mit Kredit gründlich renoviert. Meinen Mieter habe ich mir selbst gesucht, da mußte ich keinen fragen! Und die Miete war auch nicht vorgegeben !
Wenn man die Wohnug als frei bei der Gemeinde gemeldat hat, dann wurde diese durch eine gewählte Wohnungskommision nach Kriterien der Bedürftigkeit vergeben!


MfG
Jawa350
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#32

RE: Wohnberechtigungsschein

in Grenztruppen der DDR 16.01.2011 20:51
von Greso | 2.377 Beiträge

Hallo Jawa 350,um ein Haus zu renovieren von 72-75, in der DDR ist ok. Aber Mieter selbst ausgesucht,(gut man geht zur Gemeinde und sagt,-Müller,s würde ich gern bei mir wohnen haben?)
Für Mietpreise gab es auch eine Vorgabe? Meine Eltern haben 1954 ein Mehrfamilienhaus,was zerstört war,wieder aufgebaut und die hatten sich noch 5Mitbewohner gesucht,die da mitwohnten ,und Geld zugaben als Baukostenzuschuss.Danach 1977,ging das Haus an die KWV.Die Miete betrug 42,65 ddr Mark es war eine große 3Raum Wohnung.Die Miete ist so geblieben,nur der Service hatte sich verbessert.


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#33

RE: Wohnberechtigungsschein

in Grenztruppen der DDR 16.01.2011 22:25
von Musiker12 | 822 Beiträge

Zitat von Greso
Nun redet doch nicht alles schön.In der DDR gab es bis kurz vor der Wende keinen freien Wohnraum und eine Plattenbauwohnung schon gar nicht.(nicht frei).Wer was Privat vermieten wollte(mußte) da wurde der Wohnraum von der KWV vergeben.Man konnte frei sein Haus verkaufen,und das war es schon.Mein Kumpel kaufte auch ein Haus,wo der Dachboden 1945 zur Wohnung ausgebaut wurde und er wollte
als die einzelne Frau verstarb,das rückbauen um den Boden zu gewinnen.Aber hallo,wo leben wir denn.Die Wohnung wurde wieder belegt
und erst zur Wende ging es mit rückbauen.Wer natürlich Beziehungen hatte Parteigenossen,NVA Angehörige(Berufssoldaten),da gab es riesige Wohnblöcke und wichtige Betriebe,vergaben auch Wohnungen.Auch ein Haus konnte man bauen,auf Bezugschein für Materialien.Mir geht es auch langsam so,und ich möchte auch einiges vergessen und schön reden.


Gruß Greso



Greso, auch im Westen gab es Zeiten wo der Wohnraum knapp war und das natürlich im sozialen Wohnungsbau auf den wir uns auch beschränken sollten. Man bekam den WBS und konnte auf die Suche gehen. Aber auf eine Wohnung kamen mehrere Bewerber und da nutzte auch Vitamin B nichts. Die im Gegensatz zum privaten Wohnungsmarkt günstigen Wohnungen waren sehr wohl begehrt. Wer privat bauen konnte (so bei uns in der Region und ich denke das war in gleichgelagerten Regionen ebenso) und Wohnraum vermieten konnte hat dies in der Regel an die Amerikaner vermietet. Dort waren die Mitzahlungen sicher und die Mieten konnten recht hoch sein. Dieser Umstand hat natürlich zu einer Verknappung des Wohnraums geführt. In Gießen kamen dann noch die Studenten dazu und wurde es endgültig eng.
Natürlich gibt es seit der Wende auch bei uns ein Überangebot. Die amerikaischen Wohnungen in den Housing Areas (hunderte von Wohnungen) stehen leer. Auch im sozialen Wohnungsbau (wobei ich mich bei den Mietpreisen manchmal frage was da noch sozial ist) stellt es mittlerweile kein Problem mehr da eine Wohnung zu bekommen.

Also Greso es gibt schon Parallelen in dieser Hinsicht zwischen Ost und West. Sicher wurden Mietpreise nicht festgeschrieben oder vorgeschrieben aber das regelt sich doch aufgrund des Mietspiegels eigentlich von selbst. Mietwucher ist auch verboten und wer beim vermieten gravierende Fehler macht muss damit rechnen, dass sich der Staat schadlos hält (Gewinnabschöpfung).

Somit dürfte doch eigentlich weder Ost noch West schöngeredt sein.



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#34

RE: Wohnberechtigungsschein

in Grenztruppen der DDR 17.01.2011 12:18
von Gohrbi | 575 Beiträge

Unsere erste Wohnung war im Nachbarhaus von meinen Schwiegereltern. Mietvertrag gabs keinen
und die 42.- MDN haben wir so rüber gereicht. Das war bestimmt illegal. Meine Frau war unter
der alten Adresse gemeldet und ich hab es in den WDA nur eintragen lassen.

Und nachher die Wohnung von der Dienststelle hatte die erforderliche Alarmhupe im Treppenhaus
und der "Ural" hielt 50m weiter. Da ging es ja um Sekunden, wenn der "Gegner" anklopfte.


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#35

RE: Wohnberechtigungsschein

in Grenztruppen der DDR 17.01.2011 16:44
von Boelleronkel (gelöscht)
avatar

Hallo Greso,

na wenigstens Du kannst Dich noch an die "paradisischen Vergabestrukturen"im real exisiterenden Sozialismus erinnern.
Wohnungsproblem DDR wurde nie gelöst und leztlich hätte es bei allem Fleiss,wer denn wollte auch nie gelingen können.
Um etwas zu schaffen,eine oder mehrere Wohnungen rekonstruieren zu können,braucht man erstmal das dazugehöhrige Material.
Elektromaterial besonders mit Beginn der 80iger,Thalfahrt war angesagt,Mischbatterie,Badewanne,Duschtasse,Klemptnermaterial..also nicht Kupferrohr und Lötzinn,sondern verzinktes Rohr und Gewindeschneidkluppe,Muffen,Formstücke..bissle Hanf und Fett dazu.
Wenns noch ginge, einen erfahrenen Installateur der alte Bleileitungen noch flicken konnte oder den passenden Übergang auch dichtlöten kann....Ziegel und Zement,wenns geht mit nen kleinen Mischer,sonst mischen wir auch per Hand und sieben den Kies insofern geliefert ducht selbst gebaute Siebe.
Die Formstücke für Abwasserleitungen werden wir im Plateschweissen selber herstellen,darauf zu warten ist ein böses Unterfangen.
Sollte dies alles möglich sein,dann bitte noch einen kleinen Dauerbrandofen...muss ja nicht gleich eine Gasetegenheizung oder kleiner Gliederkessel sein..man ist ja bescheiden.
Holz ,Bretter und genügend Spanplatten,nein wir brauchen nicht unbedingt Eichenparkett,aber das Nötigste hätten wir schon gern.
Über neue Fenster..hüstel,da frag ich mal lieber nicht erst nach.
So wenn wir die "Bude"dann auf den Kopf gestellt haben und Zeit ist das die Malerbrigade dann kommt,nun werter Mieter...am besten in Eigenleistung,dann braucht sich die KWV(kann weiter verfallen oder auch Kommunale Wohnungsverwaltung) nicht mit der Arbeit rumplagen...reichen Sie mal die Rechnungen und Stunden ein,wir machen dann die Abrechnung.
Wo sie lustige Tapeten Ihrer Wahl herbekommen und den Latexanstrich für den immitierten Fliesenspiegel in der Küche wissen ja bestimmt.
Wenn dann Alles nicht hilft,geben Sie ein Inserat in der Lokalpresse auf und schreiben tausche Zement gegen blaue Wandfliesen(sinnlich für Westmark)für die Nichteingeweihten.
Das benötigte Werkzeug,also Bohrhammer mit passenden Meisseln und Bohrern(sie müssen nicht mit Hammer und Meissel Leitungsschlitze stemmen,wenn machen das sowieso die Lehrlinge,also auch die Wanddurchbrüche mit selbst zu langen Meisseln geschmiedeten Panzerbolzen von Kolja) und passenden Feustel oder Vorschlaghammer
bekommen sie auf der BHG oder den einschlägigen Industriebedarfs Läden der HO.
Sollte hier und da an Ihrem Häuschen noch am Dach etwas undicht sein,stellen sie Eimer und Schüsseln hin,denn Dachziegel sind nicht so einfach zu bekommen,sollte Ihnen die Idee eine Glasdachziegels selbstverständlich im jeweiligen Ziegelformat wegen natürlichen Lichteinfalls im Dachbodenbereich kommen,vergessen Sie es.
Abkanntfähige Bleche,Regenrinnen und Fallrohre sind keine Mangelware,bedenken Sie..wenn man dann schon auf dem Dach ist,der Schornsteinkopf sieht nicht mehr sooo gut aus,den könnte man dann gleich erneuern.

Schwer vorstellbar,wie doch bei Einigen hier das Erinnerungsvermögen gelitten hat.

Nur damit mir hier keiner auf dumme Gedanken kommt,es gab Alles in Deutsche Demokratische Republik,nur nicht für Jeden und für Alle schon mal überhaupt nicht!
Wer das leugnet,ist ein Lügner!

Gruss BO


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#36

RE: Wohnberechtigungsschein

in Grenztruppen der DDR 17.01.2011 20:12
von Greso | 2.377 Beiträge

Zitat von Musiker12

Zitat von Greso
Nun redet doch nicht alles schön.In der DDR gab es bis kurz vor der Wende keinen freien Wohnraum und eine Plattenbauwohnung schon gar nicht.(nicht frei).Wer was Privat vermieten wollte(mußte) da wurde der Wohnraum von der KWV vergeben.Man konnte frei sein Haus verkaufen,und das war es schon.Mein Kumpel kaufte auch ein Haus,wo der Dachboden 1945 zur Wohnung ausgebaut wurde und er wollte
als die einzelne Frau verstarb,das rückbauen um den Boden zu gewinnen.Aber hallo,wo leben wir denn.Die Wohnung wurde wieder belegt
und erst zur Wende ging es mit rückbauen.Wer natürlich Beziehungen hatte Parteigenossen,NVA Angehörige(Berufssoldaten),da gab es riesige Wohnblöcke und wichtige Betriebe,vergaben auch Wohnungen.Auch ein Haus konnte man bauen,auf Bezugschein für Materialien.Mir geht es auch langsam so,und ich möchte auch einiges vergessen und schön reden.


Gruß Greso



Greso, auch im Westen gab es Zeiten wo der Wohnraum knapp war und das natürlich im sozialen Wohnungsbau auf den wir uns auch beschränken sollten. Man bekam den WBS und konnte auf die Suche gehen. Aber auf eine Wohnung kamen mehrere Bewerber und da nutzte auch Vitamin B nichts. Die im Gegensatz zum privaten Wohnungsmarkt günstigen Wohnungen waren sehr wohl begehrt. Wer privat bauen konnte (so bei uns in der Region und ich denke das war in gleichgelagerten Regionen ebenso) und Wohnraum vermieten konnte hat dies in der Regel an die Amerikaner vermietet. Dort waren die Mitzahlungen sicher und die Mieten konnten recht hoch sein. Dieser Umstand hat natürlich zu einer Verknappung des Wohnraums geführt. In Gießen kamen dann noch die Studenten dazu und wurde es endgültig eng.
Natürlich gibt es seit der Wende auch bei uns ein Überangebot. Die amerikaischen Wohnungen in den Housing Areas (hunderte von Wohnungen) stehen leer. Auch im sozialen Wohnungsbau (wobei ich mich bei den Mietpreisen manchmal frage was da noch sozial ist) stellt es mittlerweile kein Problem mehr da eine Wohnung zu bekommen.

Also Greso es gibt schon Parallelen in dieser Hinsicht zwischen Ost und West. Sicher wurden Mietpreise nicht festgeschrieben oder vorgeschrieben aber das regelt sich doch aufgrund des Mietspiegels eigentlich von selbst. Mietwucher ist auch verboten und wer beim vermieten gravierende Fehler macht muss damit rechnen, dass sich der Staat schadlos hält (Gewinnabschöpfung).

Somit dürfte doch eigentlich weder Ost noch West schöngeredt sein.



Hallo Musiker12,ich habe keine Silbe über die BRD oder Westdeutschland geschrieben!
Bei mir geht es nur um die DDR und da möchte ich doch schon das alle bei der Wahrheit bleiben.
Ich selbst habe gut gelebt in der DDR(obwohl ich nicht in der SED war )und habe immer versucht,das Bestmögliche aus einer Situation zu machen.Auch ich fing an,mit einer Wohnung,wo die Toilette eine Treppe tiefer lag,ohne Bad und Badetag war am Sammstag und ich der Letzte(bekam aber noch etwas warmes Wasser ab) in einer großen Zinkwanne. Und soetwas,gab es häufig in der DDR(das Prägt)
Greso


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#37

RE: Wohnberechtigungsschein

in Grenztruppen der DDR 17.01.2011 21:36
von Gohrbi | 575 Beiträge

Genau @Gresow, so haben wir angefangen. Nicht ne halbe Treppe tiefer, sondern 40m übern vermatschten Hühner- und Gänseschißhof. Zur Bretterbude neben dem Misthaufen, war günstig, weil man den Sch..... nicht wegräumen mußte, lag gleich an Ort und Stelle.
Vom Hof gleich in dei Küche mit Eisenofen zum kochen und heizen. 2 kleine Zimmerchen mit Kachelofen und das wars. Fließend kalt Wasser aus der Wand und unterm Waschbecken ein Eimer zum Abwasser auffangen. Das wurde dann auf den Mist gekippt.

Um beim Thema zu bleiben, dafür brauchte man keinen Berechtigungsschein.


zuletzt bearbeitet 17.01.2011 21:37 | nach oben springen


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