#101

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.01.2011 00:34
von vs1 (gelöscht)
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Zitat von EK 82/2

Zitat von vs1

Zitat von EK 82/2
bürger die mal aus dem osten kamen und keine akte angekelegt wurde ist wohl mehr wunschdenken.was geschah denn zb.mit den fragebögen im auffanglager mariendorf wo auch alle familienkontakte genannt werden mußten?ab in die tonne nur wegen zeitvertreib?träume weiter.

gruß andy



ach bitte andy,
lass doch diese ungleichen anspielungen.
mach dir mal nen kopp, welche spuren du im netz hinterlässt.

gruß vs



ich bin nicht naiv und weis das auch dieses forum nicht ohne intresse für einige ist.ungleiche anspielungen finde ich zwar nicht korrekt,aber wie heist es heute so schön"freie meinungsäußerung".dennoch gebe ich dir recht wo du mir indirekt mitteilst,man sollte lieber gehen bevor der staat vor der tür steht.war das jetzt ein eigentor von dir oder eine gut gemeinte warnung?egal wie auch immer,hast recht.soll sich jeder darüber selber gedanken machen.

gruß und tschüß andy




soll sich jeder selber gedanken machen.

dein letzter satz?
ok, hast du meine volle zustimmung.

nur wenn es darum geht, das user/ forenmitglieder angemacht werden und kein moderator einschreitet, ist es bestimmt auch aus deiner sicht nicht ok.
ich hab hier nicht wegen des themas gepostet.
hier hat ein herr golzow dem user wosch durch ganz fiesem post ne üble ansage gemacht und die steht noch immer.
da ist kein moderator eingeschritten und jeder dieser hat mit-gelesen.
das und nur dass habe ich gemeint!
auch im netz sollte man achtung haben und zeigen!!!

gruß vom vs


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#102

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.01.2011 05:35
von SCORN (gelöscht)
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Zitat von Huf

Informationen aus der Literatur der letzten 20 Jahre? Ich lache laut! Geschichtsfälschung, Schönfärberei (Schwanitz, Großmann) oder ideologisch besetzte Hetze der anderen Seite sind reale, aber fragwürdige Informationsquellen!
VG Huf



@Huf,
du hast fast recht, nur bei den namen bist du etwas daneben. muesste doch wohl eher gauck, knabe und birtheler heisen. ach ja, wenn wir mal dabei sind, waere ich dir dankbar wenn du endlich mal die von dir ins feld gefuehrten luegen der herrn schwanitz und grossmann benennen koenntest. dein letzter versuch diesbezueglich, der verweiss auf eine buchseite hat mich nicht ueberzeugt, eher das gegenteil.
im gegenzug werde ich dir dann luegen, falschaussagen, verfaelschungen der "ddr-aufarbeitungsindustrie" zukommen lassen

im eroeffnungsbeitrag wurde von einem "anhaltend hohen intresse" an den stasi akten berichtet. nun, wenn innerhalb eines jahres die anfragen um ca. 20 % sinken stellt sich mir das anders dar. es ist doch wohl offensichtlich dass hier eine behoerde krampfhaft versucht sich selbst zu legitimieren. fuer ca. 58000 antraege einen jahresetat in fast 3 stelliger millionenhoehe und fast 1000 staendigen mitarbeitern, ist das nicht etwas daneben? fakt ist, die behoerde hat nach 20 jahren, das glasklar politisch formulierte ziel bei ihrer gruendung nicht erreicht. eine flaechendeckende verurteilung der DDR als diktatur und das erkennen dass es nur taeter und opfer gab, ist zwischen werra und oder bei der bevoelkerung nicht auszumachen. eher das gegenteil ist der fall. entsprechende studien und umfragen gibt es jedes jahr neu, und die tentenz geht eher in die andere richtung.

es geht nicht um das schliesen der akten, sondern um deren ueberfuhrung in das bundesarchiv mit dortiger neutraler wissenschaftlicher nutzung und auswertung ohne politische zielvorgabe! selbsverstaendlich soll jeder der seine akte einsehen will dass auch in zukunft tun koennen. und dazu bedarf es der birtheler behoerde nicht. pech fuer die damen und herrren dort, sollen sie sich den wind der globalisierten freien marktwirtschaft mal um die nase wehen lassen. wird wohl nicht passieren.

gruss
SCORN


zuletzt bearbeitet 17.01.2011 05:58 | nach oben springen

#103

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.01.2011 08:10
von Alfred | 6.854 Beiträge

Zitat von vs1
@ Alfred ,

sie halten sich schon über 12 stunden raus und haben ständig mitgelesen.
grenzen sollte jeder einhalten, beim posten.
nur wenige dürfen sie überschreiten!

@ all ne ruhige woche!!!

gruß vom vs



VS,

hast Du eine Leseschwäche ?

Mein letzter Beitrag ist nicht 12 Stunden alt, sondern von 22.38 Uhr.


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#104

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.01.2011 08:15
von Alfred | 6.854 Beiträge

Zitat von wosch

Zitat von EK 82/2

Zitat von Alfred
Wosch,

nicht jeder IM musste eine Verpflichtung schreiben, dies wird zwar heute so dargestellt, ist aber nicht korrekt.

Und wenn Kinder von Mitarbeitern ins MfS eintraten, hatte dies u.a. auch Kaderprolitischepolitische Gründe.

Aber was hat dies mit dem Ausgangsthema zu schaffen , NICHTS !!


so ist es richtig,ausnahmen gab es.






Alfred, danke für Deine Bemühung, eine Frage hätte ich da aber noch.
Ist es richtig, daß auch manche freiwilligen "Verpflichtungs.-Unterlagen" in der Wendezeit dem Reißwolf zum Opfer gefallen sind?
Kann es eventuell möglich gewesen sein zu behaupten" ich habe nie eine Vepflichtung unterschrieben, im Wissen daß sie ja nicht mehr vorhanden ist. Ich frage deswegen weil es doch oft genug vorgekommen war, daß von ehemaligen "IM´s" behauptet wurde, nie für das MfS gearbeitet hatten, dann aber, nach Auffinden von den unterschriebenen Verpflichtungen, zugegeben hatten, dieses doch getan zu haben, meist aber mit dem Hinweis, sie hätten dabei aber Keinen geschadet!
Alfred, ich habe die letzte Volkskammersitzungen in Denen Etliche Abgeordnete es nach langem Leugnen zugegeben hatten (weil der Druck auf sie zu groß war) damals auf VHS aufgenommen und könnte sie mir zu jeder Zeit wieder anschauen.
Natürlich kann ich mir auch vorstellen, daß es Ausnahmen in Bezug auf das Unterschreiben von Verpflichtungs.Erklärungen gegeben hatte, zb. bei prominenten Personen.

Alfred, vielen Dank aus Kassel.




Wosch,

wenn die IM Unterlagen vernichtet worden, ist es möglich, dass auch die Verpflichtung vernichtet wurde. Natürlich ist es möglich, dass vielleicht auch nur die Verpflichtung vernichtet wurde.

Es gab aber z.B. GMS - sprich die j´hatten auch eine Akte und ein Aktenzeichen- die haben keine Verpflichtung unterzeichnet.


zuletzt bearbeitet 17.01.2011 08:15 | nach oben springen

#105

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.01.2011 08:23
von sentry | 1.108 Beiträge

Zitat von SCORN
selbsverstaendlich soll jeder der seine akte einsehen will dass auch in zukunft tun koennen.



Guter Beitrag, SCORN. Einerseits geschickt den verwurschtelten thread wieder zum Kernthema zurückgeführt, andererseits ein paar interessante Aussagen gemacht, die Freund wie Feind der BStU zumindest zum Nachdenken anregen können.

Warum habe ich den Satz da oben zitiert?
Weil ich es interessant und durchaus ehrenhaft finde, dass Du ihn geschrieben hast und weil insbesondere diese Funktion (Akteneinsicht für den Einzelnen) meiner Meinung nach eine der wichtigsten Errungenschaften der Einheit für uns kleine Ostgermanen ist. Dadurch hat jeder die Gelegenheit, ohne Zuhilfenahme der BILD oder anderer fragwürdiger Quellen herauszufinden, was in seinem kleinen Mikrokosmos damals wirklich hinter den Kulissen geschah.
Wer will, kann, wer nicht will, muss nicht - was kann es besseres geben.
Letztendlich trägt sich er der offene Umgang mit dem Thema auch in Foren wie diesem zum immer noch recht großen Interesse an der eigenen Akte bei. Ob dafür solche Budgets und Personalbestände notwendig sind, kann ich nicht bewerten, aber es erscheint zumindest fraglich.

Die oft krampfhaft und sensationsgierige Nutzung der Akten insbesondere durch die Medien hätte man sich gerne schenken können. Es ist ja heute praktisch unmöglich eine Produktion über irgendeine Facette der DDR-Geschichte zu lesen oder zu sehen, die nicht auf Stasi-Akten beruht. Ob Sport, Kunst, Jugend, FKK, Schule, Beruf, Bananen oder warum Straßenbahnen in der Kurve quietschen - jeder Rechercheur scheint zuerst einmal zur BStU zu gehen, um zu gucken, was die darüber haben.


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#106

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.01.2011 10:43
von grenzergold | 187 Beiträge

Beim Notaufnahmeverfahren oder richtig Bundesaufnahmeverfahren wurde man von den "Diensten" nach Kontakten zum MfS befragt.

grenzergold


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#107

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.01.2011 10:50
von vs1 (gelöscht)
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Zitat von Alfred

Zitat von vs1
@ Alfred ,

sie halten sich schon über 12 stunden raus und haben ständig mitgelesen.
grenzen sollte jeder einhalten, beim posten.
nur wenige dürfen sie überschreiten!

@ all ne ruhige woche!!!

gruß vom vs



VS,

hast Du eine Leseschwäche ?

Mein letzter Beitrag ist nicht 12 Stunden alt, sondern von 22.38 Uhr.




hallo @ alfred,

die frage kann ich dir mit nein beantworten.
versuch es mal mit lesen oder auch nachlesen, dann solltest auch du verstehen was gemeint war.

gruß vs ... sonnigen montag noch


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#108

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.01.2011 11:23
von zzrain42 | 56 Beiträge

Zitat von Alfred

Zitat von wosch

Zitat von EK 82/2

Zitat von Alfred
Wosch,

nicht jeder IM musste eine Verpflichtung schreiben, dies wird zwar heute so dargestellt, ist aber nicht korrekt.

Und wenn Kinder von Mitarbeitern ins MfS eintraten, hatte dies u.a. auch Kaderprolitischepolitische Gründe.

Aber was hat dies mit dem Ausgangsthema zu schaffen , NICHTS !!


so ist es richtig,ausnahmen gab es.






Alfred, danke für Deine Bemühung, eine Frage hätte ich da aber noch.
Ist es richtig, daß auch manche freiwilligen "Verpflichtungs.-Unterlagen" in der Wendezeit dem Reißwolf zum Opfer gefallen sind?
Kann es eventuell möglich gewesen sein zu behaupten" ich habe nie eine Vepflichtung unterschrieben, im Wissen daß sie ja nicht mehr vorhanden ist. Ich frage deswegen weil es doch oft genug vorgekommen war, daß von ehemaligen "IM´s" behauptet wurde, nie für das MfS gearbeitet hatten, dann aber, nach Auffinden von den unterschriebenen Verpflichtungen, zugegeben hatten, dieses doch getan zu haben, meist aber mit dem Hinweis, sie hätten dabei aber Keinen geschadet!
Alfred, ich habe die letzte Volkskammersitzungen in Denen Etliche Abgeordnete es nach langem Leugnen zugegeben hatten (weil der Druck auf sie zu groß war) damals auf VHS aufgenommen und könnte sie mir zu jeder Zeit wieder anschauen.
Natürlich kann ich mir auch vorstellen, daß es Ausnahmen in Bezug auf das Unterschreiben von Verpflichtungs.Erklärungen gegeben hatte, zb. bei prominenten Personen.

Alfred, vielen Dank aus Kassel.




Wosch,

wenn die IM Unterlagen vernichtet worden, ist es möglich, dass auch die Verpflichtung vernichtet wurde. Natürlich ist es möglich, dass vielleicht auch nur die Verpflichtung vernichtet wurde.

Es gab aber z.B. GMS - sprich die j´hatten auch eine Akte und ein Aktenzeichen- die haben keine Verpflichtung unterzeichnet.





Was lange währt, wird nicht immer gut ! Die Hoffung stirbt nie.

Auszug aus fast aktuellen Medien.

Computer enttarnt letzte Stasi-Spitzel
01.01.2009 - 23:13 UHRJetzt müssen die letzten bisher nicht enttarnten Stasi-Spitzel zittern: Ab 2010 setzt ein Computer zerrissene Stasi-Akten wieder zusammen.

Mitarbeiter der Birthler-Behörde setzen hier noch per Hand Papierschnipsel zu kompletten Schriftstücken zusammen
Das elektronische Puzzle kann schon viel: „Der Computer erkennt Farben und Risskanten der Schnipsel“, sagt Projektleiter Dr. Bertram Nickolay vom Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen. Jetzt tüfteln die Wissenschaftler noch daran, die Zuordnung von Schriften und Inhalten hinzubekommen.

Das Pilotprojekt im Auftrag der Stasiunterlagen-Behörde hat im April 2007 begonnen. Der Bundestag hat dafür sechs Millionen Euro bereitgestellt.

Zunächst sollen nur die Papierfetzen aus 400 Säcken gescannt und digital zusammengefügt werden.

Ein Bruchteil des vorhandenen Materials: Noch mehr als 15 000 Säcke lagern in der Behörde. Im bayerischen Zirndorf werden Stasiakten-Schnipsel dagegen auch noch per Hand geordnet. Ohne elektronische Hilfe würden die Sortierer noch ein paar Hundert Jahre brauchen.

Das macht doch Hoffung für alle, die durch die MfS unschuldig inhaftiert wurden, den wahren Verantwortlichen IM doch noch zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen.
Ich finde das beispielhaft, auch die letzten Täter zur Strecke zu bringen, die sich schon in Sicherheit wähnten.

Grüße aus Ulm
zzrain42


zuletzt bearbeitet 17.01.2011 11:27 | nach oben springen

#109

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.01.2011 11:38
von wosch (gelöscht)
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[quote="Alfred"]

Es gab aber z.B. GMS - sprich die j´hatten auch eine Akte und ein Aktenzeichen- die haben keine Verpflichtung unterzeichnet.

...................Danke @Alfred, da gibt es zwischen uns keine Meinungsverschiedenheit, Die gab es mit Sicherheit.
Schönen Gruß aus Kassel.


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#110

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.01.2011 11:51
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von zzrain42


Das macht doch Hoffung für alle, die durch die MfS unschuldig inhaftiert wurden, den wahren Verantwortlichen IM doch noch zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen.
Ich finde das beispielhaft, auch die letzten Täter zur Strecke zu bringen, die sich schon in Sicherheit wähnten.



Die Region Fürth kann die Arbeitsplätze nach der Quelle Pleite sicher gut gebrauchen...

Was stellst Du Dir unter "zur Rechenschaft zu ziehen" und "zur Strecke zu bringen" im Einzelnen vor?


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#111

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.01.2011 12:11
von zzrain42 | 56 Beiträge

Zitat von Feliks D.

Zitat von zzrain42


Das macht doch Hoffung für alle, die durch die MfS unschuldig inhaftiert wurden, den wahren Verantwortlichen IM doch noch zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen.
Ich finde das beispielhaft, auch die letzten Täter zur Strecke zu bringen, die sich schon in Sicherheit wähnten.



Die Region Fürth kann die Arbeitsplätze nach der Quelle Pleite sicher gut gebrauchen...

Was stellst Du Dir unter "zur Rechenschaft zu ziehen" und "zur Strecke zu bringen" im Einzelnen vor?





Na was wohl? Begangenes Unrecht dem regulären Strafvollzug weiter zu reichen. Das Recht darf nicht durch Interessen Einzelner gebeugt werden, das dürfte dir doch wohl wie Jedem klar sein. Zur Strecke bringen ist ein Begriff aus der Jagd schlechthin, das man Etwas oder Jemanden so lange verfolgt, bis man es eingefangen hat oder bis die Gerechtigkeit letztendlich siegt. Das gefällt natürlich dem "zur Strecke Gebrachten" nicht, der vielleicht denkt, er kommt noch davon. Wer hier jetzt im speziellen gemeint ist, überlasse ich der Phantasie des Lesers.


zuletzt bearbeitet 17.01.2011 12:12 | nach oben springen

#112

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.01.2011 12:43
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von zzrain42
Na was wohl? Begangenes Unrecht dem regulären Strafvollzug weiter zu reichen.



Danke für die Klarstellung! Wie sieht den das aktuelle Ergebnis der juristischen Aufarbeitung, nach ca. 75.000 eingeleiteten Verfahren und Kosten in zweistelliger Milliardenhöhe, aus?


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#113

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.01.2011 12:50
von Sachsendreier (gelöscht)
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...........Begangenes Unrecht dem regulären Strafvollzug weiter zu reichen............. Zur Strecke bringen ist ein Begriff aus der Jagd schlechthin, das man Etwas oder Jemanden so lange verfolgt, bis man es eingefangen hat oder bis die Gerechtigkeit letztendlich siegt.

Sicherlich "äußerst unglücklich formuliert" (geschmeichelt ausgedrückt)

Mit Recht / Gerechtigkeit und Unrecht ist das so eine Sache. Juristische Ausführungen werde ich mir dazu sparen.
ObigeVorgehensweise taugt dazu sicherlich nicht.

Welche tatsächlichen Ergebnisse hat denn die bisherige "bundesrepublikanische Rechtsanwendung" gebracht ?


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#114

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.01.2011 12:59
von zzrain42 | 56 Beiträge

Zitat von Feliks D.

Zitat von zzrain42
Na was wohl? Begangenes Unrecht dem regulären Strafvollzug weiter zu reichen.



Danke für die Klarstellung! Wie sieht den das aktuelle Ergebnis der juristischen Aufarbeitung, nach ca. 75.000 eingeleiteten Verfahren und Kosten in zweistelliger Milliardenhöhe, aus?




Wie denn ? Soll das heißen, das es 75.000 IM´s oder StasiAgenten gab ? Mannomann, das es soviele sind, wußte ich nicht. Aber dennoch, selbst wenn es noch soviel kostet, und selbst nur die Hälfte gefaßt wird, lohnt es sich trotzdem, weiter zu suchen bis alle gefunden sind, die denunziert, angezeigt oder selbst unschuldige und unbescholtene Bürger der DDR verfolgt haben.


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#115

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.01.2011 13:09
von zzrain42 | 56 Beiträge

Zitat von Sachsendreier
...........Begangenes Unrecht dem regulären Strafvollzug weiter zu reichen............. Zur Strecke bringen ist ein Begriff aus der Jagd schlechthin, das man Etwas oder Jemanden so lange verfolgt, bis man es eingefangen hat oder bis die Gerechtigkeit letztendlich siegt.

Sicherlich "äußerst unglücklich formuliert" (geschmeichelt ausgedrückt)

Mit Recht / Gerechtigkeit und Unrecht ist das so eine Sache. Juristische Ausführungen werde ich mir dazu sparen.
ObigeVorgehensweise taugt dazu sicherlich nicht.

Welche tatsächlichen Ergebnisse hat denn die bisherige "bundesrepublikanische Rechtsanwendung" gebracht ?



Also die Formulierung war eher noch zahm ausgedrückt, sachlich verfaßt, was betroffene Personen eigentlich nicht verdient hätten.
aber zurück zu deiner Frage.

Vor 20 Jahren am 5. Dezember 1989 nahm mit der Besetzung der ersten Dienststellen der Staatssicherheit in Erfurt und anderen Bezirksstädten der DDR ein einmaliges Unternehmen seinen Anfang: die Sicherung des Aktenbestandes des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR und die Öffnung dieses Bestandes für die Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Seitdem ist die Öffnung der Stasi-Akten zu einem Erfolgsmodell mit Ausstrahlungskraft nach ganz Osteuropa geworden. Dahinter steht der Grundgedanke, dass der Neuanfang einer demokratischen Gesellschaft die aktive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit unter der Diktatur erfordert. Joachim Gauck, der erste Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes, hat diese Überzeugung 1991 mit den folgenden Worten zum Ausdruck gebracht: "Wie wir das Problem der Stasi-Akten auch drehen und wenden – wir werden besser damit fertig, wenn wir Einblick nehmen können in dieses unheimliche Erbe der untergegangenen DDR."


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#116

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.01.2011 13:44
von Alfred | 6.854 Beiträge

Passend zum Thema äußert sich

Herbert Kierstein auf www.mfs-insider.de

Anfang Zitat:


Kollektivschuld

Verleumdung, Demagogie, Delegitimierung



Wer meint, alles was mit dem Wort „kollektiv" verbunden ist, müsse zwangsläufig aus der Zeit der DDR stammen, befindet sich im Irrtum. Auch in der Bundesrepublik kannte und kennt man diesen Begriff, insbesondere im Zusammenhang mit der Schuldfrage. An Stelle ausschweifender theoretischer Betrachtungen, zitiere ich Bundespräsident Richard von Weizsäcker, der dieses Thema mit einem Satz auf den Punkt bringt: „Schuld ist, wie Unschuld, nicht kollektiv, sondern persönlich."

Nachzulesen in seiner Rede zum 40. Jahrestag des Kriegsendes (nicht der Befreiung) vom 08.05.1985. Es ging hier um die Schuld der Deutschen an den Verbrechen des Faschismus.

In ähnlicherweise äußerte sich Bundespräsident Roman Herzog am 19.01.1996 bei seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag aus Anlass des Gedenken für die Opfer des Nationalsozialismus: „Dieses Gedenken ist nicht als ein in die Zukunft wirkendes Schuldbekenntnis gemeint. Schuld ist immer höchstpersönlich, ebenso wie Vergebung. Sie vererbt sich nicht".

Annähernd zweieinhalb Jahre später sprach selbiger Bundespräsident am 23.06.98 auf dem Bürgerrechtler-Kongress der Konrad-Adenauer-Stiftung in Leipzig. Dort war zu hören: „Natürlich stellt sich auch heute wieder die Frage, wie mit wirklichen Verstrickungen konkret umzugehen ist. Ich rede jetzt nicht von Haupttätern im juristischen Sinne, sondern von denjenigen, die in der SED, in gesellschaftlichen Organisationen oder staatlichen Institutionen dem System nahestanden und ihm dienten. Ich plädiere dafür, über diese Gruppe nicht kollektiv den Stab zu brechen!..."

Mit anderen Worten, die Methode der Zuweisung von Kollektivschuld bei der Abrechnung mit der DDR, hatte schon Eingang in das Bewusstsein des Bundespräsidenten gefunden. Warum sonst sah er sich zu einem solchen Plädoyer für eine Gruppe veranlasst? Noch bemerkenswerter aber, dass er als vormaliger Präsident des Bundesverfassungsgerichtes die Kollektivschuld - im Gegensatz zu seinem juristischen Wissen und seiner Rede vom 19.01.1996 - nicht generell als unzulässig verurteilte.

Pauschalierung statt Differenzierung erwies sich schon unmittelbar nach der Liquidierung der DDR als geeignete Methode, das MfS als kollektiv schuldig zu Kriminalisieren, und wird so auch gegenwärtig noch praktiziert.

Dokumentierte Sachverhalte und objektive Fakten, aber auch die einfache menschliche Logik, lassen die Verleumder und Demagogen außer Acht, wie sich an dem „Dauerbrenner" flächendeckende Überwachung der Bürger der DDR veranschaulichen lässt. Eine operative Personenaufklärung und Überwachung, wie sie z.B. bei der Enttarnung tätiger Spione notwendig war, umfasste alle zur Verfügung stehenden operativen Mittel und Methoden wie Lauschangriff, Postkontrolle, Funkaufklärung, Beobachtung, Einsatz von Spezialisten zur Identifizierung von Handschriften und des Nachweises eingesetzter Geheimschreibverfahren sowie auch die Nutzung inoffizieller Mitarbeiter. Über Monate, überwiegend Jahre, wurden personelle und technische Kapazitäten für einen einzigen Spionagevorgang gebunden. Zeitweise konnte die Zahl der eingesetzten Mitarbeiter bei 100 oder darüber liegen. Ständig an den jeweiligen Vorgang gebunden waren minimal 5 Mitarbeiter. Multipliziert man diese Zahl mit der angeblich überwachten Bevölkerung der DDR, wird für logisch denkende Menschen die Unsinnigkeit der aufgestellten Behauptung deutlich. Legt man einfachere Kontrollvorgänge zu Grunde, wodurch sich die für einen Überwachungsvorgang benötigte Mitarbeiterzahl möglicherweise auf 1 reduzieren lässt, so ergibt sich, dass 17 Millionen Täter 17 Millionen Opfer überwacht haben, Stoff für Satiriker. Der Willy-Brandt-Kreis, der sicher nicht verdächtigt werden kann, auf Seiten der als Kollektivtäter kriminalisierten MfS-Mitarbeiter zu stehen, hat in seiner Erklärung vom 17.02.05 zum künftigen Umgang mit den Stasiakten auf Hintergründe zu diesem Thema aufmerksam gemacht: „(So wird beispielsweise bis heute die Zahl der tatsächlich bespitzelten DDR-Bürger, die Opfer einer »operativen Personenkontrolle« wurden, geheim gehalten, weil mit ihr vermutlich das Bild von den flächendeckend kontrollierten Bürgern nicht aufrecht zu halten wäre)". Auch hier bemerkenswert, dass zu den Unterzeichnern dieser Erklärung Friedrich Schorlemmer gehört, der tatsächlich unter operativer Personenkontrolle durch das MfS stand.

Ungeachtet dieser Tatsachen werden Behauptungen über einen Überwachungsstaat DDR bis in die Gegenwart lautstark wiederholt. Besonders aktiv dann, wenn in der heutigen Bundesrepublik Schlaglichter auf die weit umfassender praktizierten Methoden der Überwachung und Einschränkung der Menschenrechte fallen. Zur Dekoration bedient man sich der Bürgerrechtler, deren Anzahl um das Hunderttausend fache erhöht als Opferzahlen publiziert werden. Einen Hinweis auf reale Zahlen hat Bundespräsident Roman Herzog in seiner bereits zitierten Rede vom 23.06.98 gegeben:

„...Die Massenbewegung, die im Herbst 1989 zum Erfolg der friedlichen Revolution führte, stand auf den Schultern eines kleinen Kreises aktiver Oppositioneller...". Schlussfolgerung: Es werden also die bewegten Massen, die nicht im Fokus des MfS standen, in die Opferzahlen eingerechnet.

Ergänzt werden solche Manipulationen durch Rückgriff auf den Kreis von DDR-Bürgern, die aus unterschiedlichen Gründen die DDR auf ungesetzlichem Wege verlassen wollten und inhaftiert wurden. Sie werden ausnahmslos als Opfer der DDR und des MfS deklariert. Verschwiegen werden hierbei mehrere Aspekte. Über 92% der DDR-Bürger, die ihren Staat seit dem Bau der „Mauer" verlassen haben, sind legal mit Genehmigung der zuständigen Behörden der DDR ausgereist. Nicht zu bestreiten ist, dass sie die Ausreisegenehmigung nicht selten durch Ausdauer und Willensstärke erstreiten mussten. Was veranlasste weniger als 8% der Ausreisewilligen ihr Vorhaben auf ungesetzlichem Wege zu realisieren? War es die Vorstellung, auf diesem Wege schneller zum Ziel zu kommen? Fühlten sie sich den Auseinandersetzungen mit den staatlichen Behörden der DDR nicht gewachsen? Es soll in „vertrauten" Kreisen auch Mundpropaganda über wirtschaftliche Vorteile für von der DDR „frei gekaufte" Häftlinge in der BRD gegeben haben. Nur differenzierte Untersuchungen könnten klären, welche Motive für Versuche des ungesetzlichen Grenzübertritts im Einzelnen bestanden. Belege für einen Opferstatus werden sich schwerlich finden lassen. Von Bedeutung ist weiterhin die Tatsache, dass die übergroße Mehrheit der Ermittlungsverfahren wegen ungesetzlichem Grenzübertritt nicht durch das MfS sondern die Deutsche Volkspolizei bearbeitet wurde, was keine Erwähnung findet. Würde ja die Konzepte der pauschalen Diffamierung des MfS schwächen!

Mord als Kapitalverbrechen darf selbstredend nicht im Katalog der dem MfS zugeschriebenen Verbrechen fehlen. Eingeordnet werden zusätzlich in den Selbstmord „getriebene" Opfer.

Eine der wohl böswilligsten Verleumdungen war in der „Berliner Morgenpost" vom 23. März 2001 zu lesen: „.. von der Gründung bis zum Untergang der DDR waren bis zu einer Million politisch Verfolgte den Repressionen des SED - Regimes ausgesetzt. Mehr als 2500 Häftlinge wurden in den Stasi - Gefängnissen ermordet, Tausende setzten ihrem Leben selbst ein Ende...".

Die intensiven, jahrelangen Untersuchungen der deutschen Justiz haben dies nicht bestätigt. Also wurde ein Gespinst von Unterstellungen und Unwahrheiten gewebt. Häufig wird dabei der Städtische Friedhof in der Hohenschönhausener Gärtnerstraße angeführt. Auf diesem als „Denkort" gestalteten Friedhof wurden 1999 die sterblichen Überreste von 132 Verstorbenen bestattet, die angeblich auf dem Gelände der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt des MfS und in deren Umgebung gefunden worden seien! Auf dem Gelände der U-Haftanstalt, die im Zeitraum von 1956 -1960 neu erbaut wurde? Warum wurde bei den damaligen Bauarbeiten nichts gefunden? Offen blieb auch, wie „deren Umgebung" zu definieren ist? Waren es 1, 2, 3 oder vielleicht 5 Km? Auf dem Friedhof in der Gärtnerstraße hatten schon vorher Tote ihre letzte Ruhe gefunden, die nach offiziellen Verlautbarungen im damaligen in diesem Gebiet befindlichen sowjetischen Internierungslager ums Leben gekommen sein sollen.

Zweifellos hat es in den Internierungslagern Menschen gegeben, die in Folge von Krankheiten und Hunger verstorben sind. Hinzuzufügen ist, dass sich auf dem angrenzenden Gelände vor 1945 ein Außenlager des KZ Sachsenhausen befunden hat, so dass es also auch Opfer aus der Zeit des Faschismus sein könnten. Aber auch Tote in Folge der Bombenangriffe und aus den Kämpfen in den letzten Kriegstagen des II. Weltkrieges sind möglich.

Eine Untersuchung der Überreste nach Todeszeitpunkt, Todesursache usw. fand nicht statt. Die Frage nach dem Warum zu stellen, ist hier wohl überflüssig! Wäre nur der Todeszeitpunkt geklärt, könnten die Gebeine der Toten nicht mehr für Unterstellungen gegen das MfS benutzt werden.

Zu den behaupteten tausenden Selbstmorden eine kurze Information, die vom Leiter der für die Untersuchungshaftanstalten des MfS zuständigen Diensteinheit niedergeschrieben wurde: „In der UHA Hohenschönhausen des MfS gab es von 1951 -1990 sechs Selbsttötungen und in allen UHA des MfS zusammen vierzehn Selbsttötungen". Ein Vergleich: Allein von 1994 - 2001 wurden in den Justizvollzugsanstalten Berlins 52 Selbsttötungen registriert. Auf einen Jahresdurchschnitt umgerechnet eine 18 mal höhere Selbstmordrate als in allen Untersuchungshaftanstalten des MfS!

Noch unbekannt dagegen sind die Zahlen der Selbsttötungen ehemaliger Bürger der DDR , welche der nach 1989 erlittenen Diffamierung, Kriminalisierung und Ausgrenzung nicht gewachsen waren. Es steht zu vermuten, dass sie erst nach Jahrzehnten bekannt werden.

Zitat Ende.


zuletzt bearbeitet 17.01.2011 14:19 | nach oben springen

#117

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.01.2011 13:52
von Zermatt | 5.293 Beiträge

War schon mal auf dieser Seite.Ziemlich einseitig.Werde ich mir aber noch mal genauer ansehen.



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#118

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.01.2011 14:26
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von zzrain42

Wie denn ? Soll das heißen, das es 75.000 IM´s oder StasiAgenten gab ? Mannomann, das es soviele sind, wußte ich nicht. Aber dennoch, selbst wenn es noch soviel kostet, und selbst nur die Hälfte gefaßt wird, lohnt es sich trotzdem, weiter zu suchen bis alle gefunden sind, die denunziert, angezeigt oder selbst unschuldige und unbescholtene Bürger der DDR verfolgt haben.



Kleiner Vorschlag... Du verschaffst Dir erst einmal zumindest rudimentäre Kenntnisse zum Thema und dann können wir gerne nochmals darüber reden. Vorher bringt das gar nichts!

Nur schnell etwas zum nachdenken, im Zusammenhang mit SED-Unrecht sind rund in der BRD insgesamt(!) ca. 75.000 Verfahren gegen etwa 105.000 Beschuldigte eingeleitet worden. Diese rund 75.000 Ermittlungsverfahren mündeten dann in 1021 Anklagen gegen 1737 Angeklagte.

Das bedeutet also 98,6 % der eingeleiteten Verfahren förderten keine verfolgbaren Straftaten zu Tage und gegen ganze 98,4 % der Beschuldigten fanden sich nicht genug Anhaltspunkte für eine Anklage.

Zieht man die Mehrfachanklagen ab dann bleiben noch ganze 1426 angeklagte Personen übrig, von denen lediglich 753 rechtskräftig verurteilt wurden. Das ergibt dann unterm Strich eine Verurteilungsquote von 0,72% der ursprünglich Beschuldigten!

Bei diesen 753 Verurteilungen wurde in 8 Fällen auf jegliche Strafzuteilung verzichtet, bei 165 Verurteilungen reichte es gerade einmal für eine Geldtrafe und 580 Urteile erkannten auf eine Freiheitsstrafe, bei denen es wiederum auch nur bei 46 Verurteilten (ganze 0,04% der urprünglich Beschuldigten) zu einer Haftstrafe ohne Bewährung reichte.

Angeblich millionenfaches Unrecht von 1945-1989 reichte dann also für ganze 46 Verurteilungen zu einer Haftstrafe ohne Bewährung, mehr konnte scheinbar aller politischer und juristischer Wille die DDR zum Unrechtsstaat zu erklären nicht erreichen! Für die gleiche Zahl verurteilter Staatsdiener braucht die BRD sicher im Schnitt max. 5 Jahre.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 17.01.2011 21:16 | nach oben springen

#119

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.01.2011 14:35
von YYYYYYYY (gelöscht)
avatar

hier gibt es auch noch was zum lesen.................




siehe anhang:

ob die zahlen alle so stimmen kann ich nicht beurteilen.


Dateianlage:
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#120

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.01.2011 15:26
von zzrain42 | 56 Beiträge

ge

Zitat von Feliks D.

Zitat von zzrain42

Wie denn ? Soll das heißen, das es 75.000 IM´s oder StasiAgenten gab ? Mannomann, das es soviele sind, wußte ich nicht. Aber dennoch, selbst wenn es noch soviel kostet, und selbst nur die Hälfte gefaßt wird, lohnt es sich trotzdem, weiter zu suchen bis alle gefunden sind, die denunziert, angezeigt oder selbst unschuldige und unbescholtene Bürger der DDR verfolgt haben.



Kleiner Vorschlag... Du verschaffst Dir erst einmal zumindest rudimentäre Kenntnisse zum Thema und dann können wir gerne nochmals darüber reden. Vorher bringt das gar nichts!

Nur schnell etwas zum nachdenken, im Zusammenhang mit SED-Unrecht sind rund in der BRD insgesamt(!) ca. 75.000 Verfahren gegen etwa 105.000 Beschuldigte eingeleitet worden. Diese rund 75.000 Ermittlungsverfahren mündeten dann in 1021 Anklagen gegen 1737 Angeklagte.

Das bedeutet also 98,6 % der eingeleiteten Verfahren förderten keine verfolgbaren Straftaten zu Tage und gegen ganze 98,4 % der Beschuldigten fanden sich nicht genug Anhaltspunkte für eine Anklage.

Zieht man die Mehrfachanklagen ab dann bleiben noch ganze 1426 angeklagte Personen übrig, von denen lediglich 753 rechtskräftig verurteilt wurden. Das ergibt dann unterm Strich eine Verurteilungsquote von 0,72% der ursprünglich Beschuldigten!

Bei diesen 753 Verurteilungen wurde in 8 Fällen auf jegliche Strafzuteilung verzichtet, bei 165 Verurteilungen reichte es gerade einmal für eine Geldtrafe und 580 Urteile erkannten auf eine Freiheitsstrafe, bei denen es wiederum auch nur bei 46 Verurteilten (ganze 0,04% der urprünglich Beschuldigten) zu einer Haftstrafe und Bewährung reichte.

Angeblich millionenfaches Unrecht von 1945-1989 reichte dann also für ganze 46 Verurteilungen zu einer Haftstrafe ohne Bewährung, mehr konnte scheinbar aller politischer und juristischer Wille die DDR zum Unrechtsstaat zu erklären nicht erreichen! Für die gleiche Zahl verurteilter Staatsdiener braucht die BRD sicher im Schnitt max. 5 Jahre.





Was mir grade einfällt : Im Schönreden war die ehemalige SED prädestiniert auf Platz 1 der Verfälschungen tatsächlicher Ereignisse. Von den manipulierten "Wahlergebnissen" zu Lebzeiten der DDR ganz zu schweigen. Und in genau diesem Jargon liest sich dein Beitrag.
Das kann doch nur Zufall sein ? Oder meinst du das wirklich ernst ? Demnach hätte es in der DDR, wenn das stimmen würde, was du da geschrieben hast, kaum Probleme mit IM´s oder Mitarbeitern des MfS gegeben, gerechnet auf 18 Mio. Eingesperrte..äh, sorry...Bürger der DDR gegeben. Erstaunlich wie man Zahlen anders deuten kann. Nach Öffnung der Mauer gab es ja eine unermessliche Flut schriftlicher Erfassungen der Gauck-Behörde. Deine Zahlen sind dann doch nicht richtig ! Denn dann hätte es die Gauck-Behörde gar nicht geben müssen. Bringt es was, die Vergangenheit zu verniedlichen bzw. zu verfälschen ?


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