#121

RE: Go West - Freiheit um jeden Preis

in DDR Politik Presse 11.01.2011 13:43
von turtle | 6.961 Beiträge

Danke Hackel39,
Deine Zeilen fand ich sehr interessant und vor allem glaubwürdig,danke! Aber was wolltest Du bei der Heilsarmee? Eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen? Nee das war Spass ,wenn ich mal eine alte Tour mache spende ich der Heilsarmee immer was.Ich habe großen Respekt vor deren Arbeit. Und auf St.Pauli gehören sie zum Milieu ,genau wie Nutten,Zuhälter,Kleinkriminelle,Penner etc. Und nach durchzechter Nacht gehört der Fischmarkt dazu.
Hallo Scorn,
Es liegt nicht in meinem Interesse das es hier zum Streitthema wird. Stimmt Du hattest selber kritisiert wie es mit den Reisen in der DDR gehandhabt wurde. Bei den wenigen die letztendlich in das westliche Ausland fahren durften ,dürfte der Devisenmangel nicht das größte Problem gewesen sein,sondern das Misstrauen das viele nicht zurück kommen war die Ursache das so wenig fahren durften.
Zur Seefahrt und meinen Kontakt zu DDR Seeleuten. Wir haben uns nie über Politik unterhalten ,von Seemann zu Seemann ja.
Habe da schon vor einiger Zeit einiges über meine Seefahrtzeit geschrieben,auch was meinen Kontakt mit DDR Seeleuten angeht.
Wer unter suchen: Kontakt mit DDR Seeleuten eingibt müsste fündig werden. Ich möchte nicht alles hier rein kopieren!
Gruß Peter(turtle)


zuletzt bearbeitet 11.01.2011 13:47 | nach oben springen

#122

RE: Go West - Freiheit um jeden Preis

in DDR Politik Presse 11.01.2011 13:58
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von turtle
Danke Hackel39,
Deine Zeilen fand ich sehr interessant und vor allem glaubwürdig,danke! Aber was wolltest Du bei der Heilsarmee? Eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen? Nee das war Spass ,wenn ich mal eine alte Tour mache spende ich der Heilsarmee immer was.Ich habe großen Respekt vor deren Arbeit. Und auf St.Pauli gehören sie zur Familie ,genau wie Nutten,Zuhälter,Kleinkriminelle,Penner etc. Und nach durchzechter Nacht gehört der Fischmarkt dazu.
Hallo Scorn,
Es liegt nicht in meinem Interesse das es hier zum Streitthema wird. Stimmt Du hattest selber kritisiert wie es mit den Reisen in der DDR gehandhabt wurde. Bei den wenigen die letztendlich in das westliche Ausland fahren durften ,dürfte der Devisenmangel nicht das größte Problem gewesen sein,sondern das Misstrauen das viele nicht zurück kommen war die Ursache das so wenig fahren durften.
Zur Seefahrt und meinen Kontakt zu DDR Seeleuten. Wir haben uns nie über Politik unterhalten ,von Seemann zu Seemann ja.
Habe da schon vor einiger Zeit einiges über meine Seefahrtzeit geschrieben,auch was meinen Kontakt mit DDR Seeleuten angeht.
Wer unter suchen: Kontakt mit DDR Seeleuten eingibt müsste fündig werden. Ich möchte nicht alles hier rein kopieren!
Gruß Peter(turtle)



Hallo Turtle,
jetzt brauchst Du bloß noch zu sagen, Du kennst Pastor Fischer ???
Es war ein bemerkenswert straff organisierten Programm und zur Heilsarmme hat man uns nur geschleift, um den Blauhemden zu zeigen, daß es in Hamburg auch arme Menschen gibt, die wohnen dann nicht am Alsterufer, wenn sie überhaupt wohnen.
Ein paar Bedenken hatte ich immer, wenn man uns ihre Broschüren anbot, da hat kaum eines was mitgenommen, denn alles was im Westen geschrieben wurde, konnte einem bei der Rückkehr in die Heimat um die Ohren fliegen.
Übrigens heimgekehrt sind bis auf einen alle Teilnehmer.
Einer meiner Mitstreiter von damals fand es immer extrem interessant mit den Nutten, die bei 5° Frost am Bordstein warteten Interviews zu führen, so in Richtung "Na was verdient man hier so...kann man davon leben, wie sind die Arbeitszeiten, arbeitet ihr überhaupt noch was anderes..." usw., unvorstellbar für die durch und durch introvertierte und uniformierte Gesellschaft von heute.
Aber man mußte ja bedenken, daß man solche Gelegenheiten nie wieder bekam.
Allerdings war mir einer dieser Betreuer seitens der Gastgeber nicht geheuer und ich erfuhr später vom Reiseleiter, daß jener Egon vom Verfassungsschutz war und für den war ja auch die FDJ ein Feind, der zu bewachen war.
Ich war aber sehr erstaunt über das, was die dort auch möglich machten.
Mein Höhepunkt trotz Nutten ohne Ende war die Mitfahrt auf dem Führerstand der Hamburger S- Bahn und so überlegte ich mir, daß es für mich der letzte Arbeitstag gewesen wäre, wenn ich jemanden auf der Lok mitgenommen hätte, noch dazu Gesandte vom Klassengegner.



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#123

RE: Go West - Freiheit um jeden Preis

in DDR Politik Presse 11.01.2011 15:03
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo Hackel39
Ja ich kenne einen Dankmar Fischer von der Heilsarmee in Hamburg! Na kenne ist zuviel gesagt ,er ist mir aber bekannt.
Übrigens bin ich mir nicht mehr sicher ,doch glaube mich zu erinnern das DDR Bürger in Hamburg in der U-Bahn nur ihren DDR Paß zeigen mussten ,da war es kostenfrei! Ich denke bei meiner Mutter war das so!
Gruß Peter


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#124

RE: Go West - Freiheit um jeden Preis

in DDR Politik Presse 17.01.2011 13:19
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von turtle
Hallo Hackel39
Ja ich kenne einen Dankmar Fischer von der Heilsarmee in Hamburg! Na kenne ist zuviel gesagt ,er ist mir aber bekannt.
Übrigens bin ich mir nicht mehr sicher ,doch glaube mich zu erinnern das DDR Bürger in Hamburg in der U-Bahn nur ihren DDR Paß zeigen mussten ,da war es kostenfrei! Ich denke bei meiner Mutter war das so!
Gruß Peter



Nein Turtle, wir hatten definitiv einen Sammelfahrschein für 4 Personen und mußten somit bei unseren "Freistunden" immer zusammenbleiben, was beim Durchgang durch die Herbertstarße mit unseren zwei Mädels zuweilen problematisch war.
Es gab dort auch Zusammentreffen mit Jugendlichen vom CVJM, das ging weitgehend ohne ideologische Grundsatzdebatten ab, dort hatte ich dann auch einen Lokführerkollegen kennengelernt mit dem ich noch 2-3 Briefwechsel danach hatte.
Gruß Hackel.



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#125

RE: Go West - Freiheit um jeden Preis

in DDR Politik Presse 17.01.2011 18:34
von eisenringtheo | 9.156 Beiträge

Ich hätte mich wahrscheinlich verlaufen. Die Grenze war oft ziemlich kompliziert. (Und die Pläne des VEB Tourist Verlages, die ich mit dem Mindestumtausch gekauft, zeigten alles korrekt an, aber an der Grenze zur BRD und Berlin(West) waren sie leicht fehlerhaft): Wegen der langsamen DDR Reichsbahn über Gerstungen-Förtha-Eisenach-Leipzig bin ich nur zweimal über die Güst "Gerstungen (Gr/Bahn) eingereist. Schon Kilometer vor der dem Grenzübergang ging es hin und her mit der Grenze, zuerst kam das "Metall" ostnordöstlich von Hönebach BRD von Süd, entschwand nach Norden hinter einem Hügel. Nach etwa zwei weiteren Kilometer kam es überraschend von Nordwesten zurück, querte das Geleise nach Südosten, "schrammte" an Grossensee (DDR) vorbei. Das Dorf erinnerte mich an ein Zoogehege. An Metall wurde nicht gespart. Dann war wieder vier Kilometer BRD, bis die Grenzbefestigungen nach Obersuhl von Südsüdost her die Bahn wieder querte, und nach Nordnordwest entdschwanden. Wenn das so bis nach Cottbus weitergeht, dachte ich mir...ging es aber nicht, denn die DDR hat 1962 eine Umgehungsstrecke über Förtha erbaut..
Theo


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#126

RE: Go West - Freiheit um jeden Preis

in DDR Politik Presse 17.01.2011 18:58
von GZB1 | 3.286 Beiträge

@ Eisenringtheo,

nach deinen Beschreibungen warst du ja doch öfter in der DDR, hatte das berufliche Gründe?


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#127

RE: Go West - Freiheit um jeden Preis

in DDR Politik Presse 17.01.2011 19:13
von eisenringtheo | 9.156 Beiträge

Etwa 10 mal während 10 Jahren, nur privat, habe zufällig eine alte Dame aus der DDR kennengelernt, die dort bei den Verwandten war. Sie hat eine Banane gegessen und die Schale in der Handtasche versorgt trotz Abfallkorb gerade neben ihr. Ich habe sie darauf angesprochen und sie sagte mir, sie wolle ihren Kindern und Enkeln zeigen, dass sie eine Banane gegessen habe und hat mich zu sich eingeladen. Ist schön im Spreewald und in der Niederlausitz.
Dass ich noch weiss, wie die Grenze verläuft, liegt natürlich auch daran, dass sie bei Gerstungen so kompliziert war. Bei Helmstedt/Marienborn war sie bei der Bahn unspektakulär.
Theo


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#128

RE: Go West - Freiheit um jeden Preis

in DDR Politik Presse 23.01.2011 14:53
von Gelöschtes Mitglied
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[quote="Alfred"]ek 40,

nur mal eine Frage.
Wann hast Du dich denn beworben, sprich wie alt warst Du zu dem Zeitpunkt ?

Ich war 15 Lenze jung.

Und noch eine Anmerkung. Wenn ich mich richtig erinnere hat man sich bei der Flotte beworben, da war so ca. in der 8. oder 9. Klasse.
Seine Lehre hat man dann so ca. mit 16 Jahren angetreten, wie sollte man da schon in der Partei sein ?


Ich bewarb mich in der 9.Klasse,dass ist richtig.
Nein in der Partei konnte ich noch nicht sein,ich war mit 15 in der FDJ.
Doch eine Voraussetzung um eine Lehre bei der DSR anzutreten war damals die Bereitschaft ,der SED beizutreten.

Und jetzt gut lesen.

Ich kenne einige, die hauen heute auf die DDR ein, weil sie nicht diesen oder jenen Beruf erlernen durften. Angebracht wird, dass dies an ihrer Einstellung gegen die DDR lag.
EK 40, die Wahrheit ist, dass es Leute mit besseren Voraussetzungen gab, die waren in der Schule durch die Bank besser !! Das wollen sie aber nicht wissen. ( Wie dies konkret bei Dir aussah, kann ich natürlich nicht einschätzen )[/quote]@alfred,

Tja @alfred,indirekt unterstellst du mir trotzdem in der Schule schlechtere Leistungen bzw.Voraussetzungen als andere gehabt zu haben.
Da hättest du dir deinen letzten Satz doch "klemmen" können,oder? Weil für mich purer Hohn.
Oder nennt man das pers.Diskreditierung/Diffamierung?

Und jetzt du gut lesen @alfred: Wenn du die vorhergehenden Texte von mir gut durchgelesen hättest,bräuchtest du hier nicht so ein Schmarrn über meine schulischen Leistungen in den Raum bzw.in Frage stellen.
Ich schrieb es schon einmal in einem anderen Text.
Diese "lieben Genossen" verwehrten mir damals auch die Meisterschule.
Komisch,wurde ich doch von denen wegen meiner fachlichen Leistungen vorgeschlagen.
Doch als es wieder um den Eintritt in die Partei ging und ich dankend ablehnte,war wieder Schluss mit Lustig.
Ich durfte nicht auf die Meisterschule,nein,ich wurde sogar noch wegen meiner Weigerung der SED beizutreten mit 8 Wochen "sozialistischer Hilfe belohnt".
D.h. ,ich wurde für 8 Wochen in eine andere Abteilung gesteckt um dort "auszuhelfen".
Das kannst du aber wie gesagt woanders nachlesen.

Ich möchte mich noch für die etwas späte Beantwortung deiner Fragen entschuldigen,auch bei allen anderen hier im Thread,
Leider hatte ich erst seit diesem Wochenende wieder etwas mehr Zeit,um hier zu posten.

ek40


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#129

RE: Go West - Freiheit um jeden Preis

in DDR Politik Presse 23.01.2011 15:00
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Feliks D.


Die Gründe müssten sich doch anhand deiner Akte feststellen lassen. Allein aufgrund deiner Bewerbung bei der DSR müsste durch die KD deines Wohnortes ja eine Sicherheitsüberprüfung vorgenommen worden sein und auch bei deiner Einberufung zu den GT wurde im Rahmen der Aktion "Grün" eine Sicherheitsüberprüfung vorgenommen. Dazu sollte sich bei der BStU ja eigentlich was finden lassen.


@Feliks,
wie schon einmal geschrieben,warte ich noch immer auf meine Akte.
Irgendwo las ich hier im Forum ,dass es bis zur Akteneinsicht 4 Jahre dauern kann.Ich stellte meinen Antrag vor etwa 2 Jahren.

ek40


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#130

RE: Go West - Freiheit um jeden Preis

in DDR Politik Presse 23.01.2011 15:28
von Alfred | 6.841 Beiträge

ek 40,

ich habe nichts unterstellt, immer schön locker bleiben.

Ich kannte einige die sind zur See gefahren, aber keiner musste sich in der 9. Klasse entscheiden später in die SED einzutreten.

Es war ja wohl auch so, dass nicht alle Personen die zur See fuhren, Mitglied der SED waren.


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#131

RE: Go West - Freiheit um jeden Preis

in DDR Politik Presse 23.01.2011 15:38
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat BO:
----------------------------------------------------------------------------------------------------
Manno Manno EK 40,

Allein die schulischen Kenntnisse haben nicht ausgereicht um bei der DSR fahren zu können.
Sicher solltest Du die Zeiträume,also wann ...wurde wie ausgewählt im Auge behalten.Unterschiede von den Anfängen der DDR Handelsflotte zu den 70iger und 80iger Jahren gab es schon.
Salopp gesagt es wurde immer stärker "gesiebt"und die politische "akkurate Einstellung"zum Systhem DDR hatte einen enormen Stellenwert.
Deine familiäre Situation,Frau,Kinder etc..eben die allgemeine "Ausleuchtung"
Sicher sollte man die schulischen Ergebnisse nicht aus den Augen lassen,aber selbst wenn diese gut bis sehr gut waren,allein das reicht nicht.
Wie Alfred schon richtig schreibt,die erste Bewerbung dürfte bereits in der 8.Klasse gelaufen sein,wenn man dann schon seinen konkreten Berufswunsch im Auge hatte.
Andererseits könnte man ja auch den Weg erst spüter wählen und die EOS erweiterte Oberschule besuchen,3Jahre Armee machen studieren und dann zur See.
Einige die das wollten,jeweils auf verschiedenen Wegen der Bildung sind "bitter"enttäuscht worden,weitere konnten dann wirklich fahren.

Der Standard Satz der Ablehnung zur DSR zu kommen war meist.

"Auf Grund der Einstellungsbegingungen im grenzüberschreitenden Verkehr können wir Sie... geschrieben mal mit "leider"..mal ohne "leider" nicht berücksichtigen.

Ist man den Leuten dort,hier "Zentrales Werbebüro"der DSR Deutschen Seerederei Berlin Wichertstrasse auf den "Keks gegangen"was denn nun die "Einstellungebedingungen im grenzüberschreitenden Verkehr wären????
Nun darauf durfte man keine genaue Antwort bekommen haben,der Genosse dort würde sich hüten,eine politisch geprägte Auskunft zu geben.
Einer der "Unseren"war so sehr verärgert,das er sogar in eine KD des MfS gegangen ist um zu erfahren,was denn mit Ihm los sei.
Immerhin mit 15 Jahren schon die "Richtigen "gefragt.
Aber als Antwort gabs da nix erleuchtendes,wie auch? Watt wollten die beiden jungen Männer denn sagen,ausser,also von uns aus...keine Probleme...wir haben mit "Kaderfragen"der Betriebe nichts zu tun.
Nun mein heute noch bester Kumpel hat an dem Tag tierisch einen mit mir gesoffen und es gab Ärger zu Hause.
Also wegen dem Trinken!
Niemand dort war so "verrückt"Dir zu sagen... das die Anzahl der westdeutschen Verwandschaft zu gross war,oder das der briefliche und besuchermässige Kontakt zu hoch war.
Und wie der Zufall es will,etwas weiter hier unten steht Deine Antwort.
Les Deine "Akte"und wenn die Jungs vom MfS die für nicht "tauglich"hielten ,bist Du eben nie zur DSR gekommen,das ist doch nun heute kein Geheimnis mehr.
Die zuständigen KDs des MfS,die Volkspolizei,all die anderen "Organe",Deine alte Schule,Dein Lehrbetrieb,bis hin zu "deinem persönlichen Nachbarn"wussten doch" wer und wie du bist"...oder etwa nicht.(Jedenfalls aus Ihrer Sicht)

Beispiel:

8.Klasse Bewerbung DSR Berlin
DSF.FDJ,Mitgliedschaften GST Seesport,Ausbildungsfahrten Ostsee inkl. Polen Gydinia,Gdansk...sämtliche Ausbildungen in Seemanschaft,Winken,Funken,alles was ersteinmal dazugehöhrt.
Dann gabs ja noch die Musterung durch das Wehrkreiskommando,dort den Wunsch geäussert,4 Jahre Volksmarine Spezifik Maschine,Nautik Technik eben.
Die Antwort...kann nicht zugesagt werden,das es Marine wird,aber 3 Jahre,dann Unteroffizier und Rekrutenausbildung ginge sicher.
Na Genosse dann wird das auch nix mit länger "dienen".
Gut dann bleiben wir mal beim Grundwehrdienst.18 Monate und keinen Tag länger.
Um die "Nummer"dann noch zu vervollständigen,gabs ja noch die berühmte Frage nach dem "Dienen an der Staatsgrenze der DDR",da wurde uns jedenfalls klipp und klar die Frage gestellt"Mit der Waffe in der Hand"die Staatsgrenze zu schützen.
Jaja Genosse schon...da gibs nur ein Bedenken....

Der Genosse wusste genau was gemeint war und meinte....Hm,naja da könnte es zur Anwendung der Schusswaffe gegen Menschen gehen?...
Genau,das ist der Punkt war unsere(es waren Einzelgespräche)aber unsere Gruppe war sich da ziehmlich einig.
Wissen Sie,wenn da wer kommt und mir an mein Leben will,oder man überfallen wird,dann sollte man sich schon wehren,gegebenfalls situationsbedingt,aber eigentlich will ich nicht auf Jemanden schiessen.
So waren mehr oder weniger die Antworten unserer "Truppe",alles Kinder von Handwerkern,kleinenPrivatbetrieben,"vollausgesattet mit Westverwandschaft"regem Briefwechsel und Paket sowie Reiseverkehr von West nach Ost.

Die Antwort kam dann zum Ende des Gespräches,nun wenn Sie es so nicht wollen,wir können warten,dann richten Sie sich mal darauf ein,das Ihre Einberufung etwas dauern kann,vielleicht ist man dann schon verheiratet und hat Familie nicht wahr?...Da kommt eine Einerufung sicher mehr ungelegen,da warten Sie mal bis Sie "schwarz"werden.
Die "Ansagen"fielen mehr oder weniger ähnlich aus.

Wissen Sie Genosse,Sie glauben doch nicht im Ernst,das wir diesen Weg gehen wollen,wir wollen zur See und nicht in die Rekrutenausbildung...

Es kam wie es kam,Einige haben wirklich "warten müssen"mich selbst haben sie dann sofort nach Lehrende eingezogen,bin uffn Berg gelandet,ein Anderer ebenfalls in ESA..blieb immer auf der Stabskompanie,ein weiterer als Tankstellenwart in Neubrandenburg,mein heute in Norge lebender Kollege war immer nur Kraftfahrer beim Regimentskommandeur,ein weiterer als Kradmelder,den alltäglichen Dienst "am Kanten"...dafür waren wir wohl nicht geeignet.
Aber das Leben spielt eben sein eigenes Spiel und Du kannst nie wissen,wer so "Alles am Rad gedreht hat".
Es sei denn,Du liest mal wirklich "Deine Akte"insofern vorhanden und bekommst zur Abrundung dessen, was Du eigentlich schon selber in der Zwischenzeit hättest wissen können.

Der fachkundige User hier im weiteren Fred,gibt doch schon die richtige Antwort und obs nun die DSR war,die Interflug oder was auch immer....."die Partei und ihr Schwert und Schild"hatten eigentlich immer Ihre Finger drin,aber genau Diese sind Ihnen letztendlich auch im Halse steckengeblieben,aber dett Thema hatten wir ja hier schon öfters.

Gruss BO



Die Gründe müssten sich doch anhand deiner Akte feststellen lassen. Allein aufgrund deiner Bewerbung bei der DSR müsste durch die KD deines Wohnortes ja eine Sicherheitsüberprüfung vorgenommen worden sein und auch bei deiner Einberufung zu den GT wurde im Rahmen der Aktion "Grün" eine Sicherheitsüberprüfung vorgenommen. Dazu sollte sich bei der BStU ja eigentlich was finden lassen.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Hallo BO,

auch dir möchte ich noch kurz antworten,zwar spät, aber es ging diesmal leider nicht viel schneller,nochmals sorry.
Vieles was du in deinem Text schreibst ist und war mir auch so bekannt.
Nur werden ehem.Sachverhalte eben immer wieder von einigen fachkundigen Usern,wie du sie nennst,in Frage gestellt,zerpflückt,ins lächerliche gezogen.
Es ging mir darum ,hier deutlich zu machen,dass es eben nicht so war wie es von einigen "Linientreuen" Usern versucht wird darzustellen,dass jeder der wollte ( gute schulische Leistungen voraussgesetzt ) zur See fahren durfte.
Da musste man sehr wohl ein strammer Verfechter der DDR-Politik sein und sich zu dieser bekennen.
Doch hier wird das Gegenteil suggeriert!

Wie gesagt,auf meine Akte warte ich schon ca.2 Jahre.
Danke nochmals für deinen Beitrag.

Gruß ek40


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#132

RE: Go West - Freiheit um jeden Preis

in DDR Politik Presse 23.01.2011 16:04
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Alfred
ek 40,

ich habe nichts unterstellt, immer schön locker bleiben.

Ich kannte einige die sind zur See gefahren, aber keiner musste sich in der 9. Klasse entscheiden später in die SED einzutreten.

Es war ja wohl auch so, dass nicht alle Personen die zur See fuhren, Mitglied der SED waren.


@alfred,

ich will dir nicht in Abrede stellen,dass du Leute aus der Seefahrt kennst,die nicht in der SED waren.
Ich erlebte es zumindest bei meiner Bewerbung anders! Aber das wirst du mir wahrscheinlich nie zugestehen/glauben.

Jetzt lies mal:Ja, ich kannte auch Meister und Abteilungsleiter in unsererm Werk,die nicht Mitglied in der Partei waren.
Auf Nachfrage ,wieso das bei mir nicht auch so laufen kann,bekam ich immer die Antwort,dass "heut eine andere Zeit" ist.
Der "Nachwuchs-Meister" muß allen voran (dem werktätigem Volk) Vorbild sein!
Und wie geht/ging das?Nur über eine Mitgliedschaft in der SED!!!
Das war 1983.

Ach so,mein Abteilungsleiter war auch nicht in der Partei........,aber nach der Wende kam heraus,dass er der "Firma" diente.
Und so wird es doch wohl auch genug auf See von diesen "Spezialisten "gegeben haben,die zwar nicht in der Partei waren,aber dafür "Gute Freunde mit sensiblen Ohren",oder nicht?

ek40


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#133

RE: Go West - Freiheit um jeden Preis

in DDR Politik Presse 23.01.2011 16:10
von Alfred | 6.841 Beiträge

EK 40,

sicher gab es IM unter den Seeleuten, warum auch nicht.

Man sollte aber nicht so tun, als musste man IM oder Mitglied der SED sein um zur See zu fahren .


Es gibt auch heute Personen die sind der Auffassung, dass das richtige Parteibuch hilfreich sein kann.


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#134

RE: Go West - Freiheit um jeden Preis

in DDR Politik Presse 23.01.2011 16:18
von Gert | 12.354 Beiträge

Dieser Staat hat fast jeden beruflichen Karrierewunsch zunichte gemacht, wenn der Betreffende nicht auf der richtigen (politischen ) Wellenlänge gefunkt hat. Das betrifft nicht allein die Seefahrt. Dafür gibt es doch viele Beispiele. Alle gegenteiligen Äußerungen sind doch nur Verharmlosungen, Desinformation, Venebelungen.


Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#135

RE: Go West - Freiheit um jeden Preis

in DDR Politik Presse 23.01.2011 16:24
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

Zitat von Gert

Dieser Staat hat fast jeden beruflichen Karrierewunsch zunichte gemacht, wenn der Betreffende nicht auf der richtigen (politischen ) Wellenlänge gefunkt hat. Das betrifft nicht allein die Seefahrt. Dafür gibt es doch viele Beispiele. Alle gegenteiligen Äußerungen sind doch nur Verharmlosungen, Desinformation, Venebelungen.Gruß Gert



aha.dann darf man nach deiner Meinung nun nix gegenteiliges mehr sagen?


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#136

RE: Go West - Freiheit um jeden Preis

in DDR Politik Presse 23.01.2011 16:33
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Pitti53

Zitat von Gert

Dieser Staat hat fast jeden beruflichen Karrierewunsch zunichte gemacht, wenn der Betreffende nicht auf der richtigen (politischen ) Wellenlänge gefunkt hat. Das betrifft nicht allein die Seefahrt. Dafür gibt es doch viele Beispiele. Alle gegenteiligen Äußerungen sind doch nur Verharmlosungen, Desinformation, Venebelungen.Gruß Gert



aha.dann darf man nach deiner Meinung nun nix gegenteiliges mehr sagen?





doch sicher, kannst du etwas sagen, die Frage ist ob es richtig ist und der Wahrheit entspricht ? Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#137

RE: Go West - Freiheit um jeden Preis

in DDR Politik Presse 23.01.2011 16:46
von SEG15D | 1.119 Beiträge

Natürlich kann und soll man sein Erlebtes dazu sagen, aber auch die Meinung derer nicht als Gefasel abtun, die es anders erlebt haben.
@ek40 und @Gert
Gehe mit Euch mit, hab das genau ähnlich erlebt:
Berufswunsch Elektronikfacharbeiter mit Abitur
Vorraussetzungen 10. Klasse Abschlußmit Durchschnitt 1,2
Seit der 7. Klasse etwa jährlich einmal in der Mangel mit WKK wegen Berufsoffizier
Von mir Aussage: kaufe die Katze nicht im Sack...

Resultat: Angebot zur Lehrstelle: Nähmaschinenmechaniker mit Abi (der Hohn!)
Dankend abgelehnt

Aber Studium und Abi,no Chance zu dieser Zeit....

1984 ausgelernt (Funkmechaniker), ab Mai 85 GWD in der grünen Uniform...
Achja, meine Akte könnte da sicher was aufklären, aber irgendwie fehlt mir nach mehr als 20 Jahren das Interesse...

Gruß SEG15D



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#138

RE: Go West - Freiheit um jeden Preis

in DDR Politik Presse 23.01.2011 16:51
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Gert

Dieser Staat hat fast jeden beruflichen Karrierewunsch zunichte gemacht, wenn der Betreffende nicht auf der richtigen (politischen ) Wellenlänge gefunkt hat. Das betrifft nicht allein die Seefahrt. Dafür gibt es doch viele Beispiele. Alle gegenteiligen Äußerungen sind doch nur Verharmlosungen, Desinformation, Venebelungen.


Gruß Gert




Gert,

tolle Aussage.

Wie sah es denn z.B. mit Frau Merkel aus ?

Aber Du wirst dies schon alles richtig einschätzen können.


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#139

RE: Go West - Freiheit um jeden Preis

in DDR Politik Presse 23.01.2011 17:04
von stutz | 568 Beiträge

Zitat von Gert

Dieser Staat hat fast jeden beruflichen Karrierewunsch zunichte gemacht, wenn der Betreffende nicht auf der richtigen (politischen ) Wellenlänge gefunkt hat. Das betrifft nicht allein die Seefahrt. Dafür gibt es doch viele Beispiele. Alle gegenteiligen Äußerungen sind doch nur Verharmlosungen, Desinformation, Venebelungen.



Ich muss mal wiedersprechen.
Ich habe in der DDR die Gelegenheit wahrgenommen und habe eine Bilderbuchkarriere hingelegt, ohne dass man mir eine besondere politische Ergebenheit abverlangt hätte.
Nach der Lehre habe ich studieren können und ein Stipentium erhalten.
Damals war ich schon im wehrfähigen Alter und wurde extra für dieses Studium vom Militärdienst freigestellt.
Meinem Aufstieg zum Bereichsleiter eines 4000 ha Landwirtschaftbetrebes sind keine politischen Hindernisse in den Weg gelegt worden. Der kleine Karriereknick ist dann erst nach der Wende gekommen. Ich war dann zwar immer noch in leitenter Tätigkeit aber mein Rüstzeug habe ich in der DDR erhalten. Als Ältester von 5 Geschwistern wurde mir eine Chance geboten, die ich bestimmt heute nicht mehr hätte.


Gruß Gert


"Mein Volk, dem ich angehöre und das ich liebe, ist das deutsche Volk;
und meine Nation, die ich mit großen Stolz verehre, ist die deutsche Nation.
Eine ritterliche, stolze und harte Nation." ( Ernst Thälmann )
zuletzt bearbeitet 23.01.2011 17:06 | nach oben springen

#140

RE: Go West - Freiheit um jeden Preis

in DDR Politik Presse 23.01.2011 17:18
von PF75 | 3.291 Beiträge

Zitat von Gert

Dieser Staat hat fast jeden beruflichen Karrierewunsch zunichte gemacht, wenn der Betreffende nicht auf der richtigen (politischen ) Wellenlänge gefunkt hat. Das betrifft nicht allein die Seefahrt. Dafür gibt es doch viele Beispiele. Alle gegenteiligen Äußerungen sind doch nur Verharmlosungen, Desinformation, Venebelungen.


Gruß Gert


es gib auch viele beispiele das man werden konnte was man wollte ohne auf der richtigen wellenlänge zu liegen.


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