#141

RE: Mfs- Informationen an die SED-Oberen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.01.2011 16:50
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von GilbertWolzow

Zitat von GilbertWolzow
@alle, langsam müsste euch doch klar werden, das einzelne user hier beratungsressistent sind und entweder mit behauptungen, vermutungen oder glauben reagieren. schade um die zeit....



Zitat von ek40
Jo @ Gilbert,

Schön das du glaubst,hier bräuchte jemand Beratung von dir/euch?
Vermutlich kenne ich die für mich "Beratungsresistenten" User.Wer das wohl sein wird?
PS. Ich werd es nicht verraten.

ek40



uuups, du fühltest dich angesprochen ???




Nöö @Gilbert,fühlte mich nicht angesprochen,"Beratungsresistent" sind für mich hier andere User.

Lies das dick gedruckte und überleg noch mal genau.

Einen schönen Tag wünscht ek40


nach oben springen

#142

RE: Mfs- Informationen an die SED-Oberen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.01.2011 00:43
von UNGEDIENTER (gelöscht)
avatar

Beitrag wurde gelöscht, da dieser ehrverletzende Äußerungen enthielt


zuletzt bearbeitet 08.01.2011 06:25 | nach oben springen

#143

RE: MfS - Informationen an die SED - Oberen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.01.2011 10:02
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Rabe

Zitat von UNGEDIENTER
Das Thema ist hier doch wohl MfS ! Warum fällt ehemaligen Mitarbeitern oder Sympathisanten eigentlich nichts weiter ein als auf BND und ähnliches zu verweisen. Was soll eigentlich immer dieses Abweichen vom Thema, oder fehlen Euch die Argumente?
Wir sind hier doch keine kleinen Kinder mehr, die wenn sie iin der Schule vom Lehrer etwas vorgehalten bekamen, immer sagten : Der andere hat das aber auch getan !!
@Rabe, was sollen eigentlich Deine pauschalen nicht konkreten Phrasen? Es ging schon immer um Menschen. Warum hast Du Deine Besorgnis nicht zum Ausdruck gebracht, als diese vom MfS drangsaliert wurden oder dessen Reprässalien ausgesetzt waren? Das ist bedenklich und der neue Bundesbeauftragte ist zu diesem Thema völlig OT.



Schon wieder scharf geschossen! Aber daneben ist daneben - kein Treffer!
Thema ist hier: MfS - Informationen an die SED - Oberen - so hab ich es jedenfalls eingestellt. Wo bin ich vom Thema abgewichen?
Wo hab ich keine Argumente? Der Vergleich MfS - BND u.a. wurde hier auch von anderen eingeführt. Und die Akten des MfS gehören nun mal zum Bundesbeauftragten - ist das Abweichen, wenn ich ankündige in diesem Thema einen Beitrag zu schreiben?
Das vom MfS, aus welchen Gründen auch immer, Leute ungerechtfertigt behandelt und bearbeitet wurden, bestreitet von den hier schreibenden Usern der" MfS - Gruppe " niemand. Da hätte ich gern noch andere " unabhängige " User - Meinungen gelesen.
Ich lese gerne andere Standpunkte und versuche zu verstehen und auch Meinungen auszutauschen. Missionieren will ich nicht.

Aber, dass das MfS Leute R e p r ä s s a l i e n ausgesetzt hat, ist eine plumpe, häßliche und dümmliche Lüge.

Wieder mal vergessen abzuwischen, den Schaum vorm Mund?

Rabe




Im Moment ist man seitens der Aufarbeiter des SED- "Unrechtsstaats" ein wenig frustriert darüber, daß die Stasi- Problematik sich mehr und mehr von der konsequent grob durchgefilterten Linkspartei abkoppelt.
20 Jahre nach der Umwandlung dieser Partei rückt der damalige PDS- Mitbegründer Gysi ins Fadenkreuz der Historiker.
Im Zusammenhang mit der Reißwolfaktion, die den größten Aktenvernichtungsfeldzug der deutschen Geschichte auf Basis der Aussage eines ehemaligen SED- Funktionärs beschreibt muß man konstatieren, daß die Genossen Anfang der 1990er Jahre im Gegensatz zur NSDAP, deren Akten zur 4/5 vor einer Münchner Papiermühle abgefangen wurden, ganze Arbeit geleistet hatten, ja die sogar im NSW eine zuverlässig arbeitende Papiervernichtungsmaschine für 80.340 DM anschafften, um ganz sicher zu gehen.
Die Bürgerbewegung hatte wohl in ihrem Tunnelblick beim Sturm auf die Stasizentralen die SED vollkommen aus dem Blickwinkel verloren.
Die Vernichtung der ca. 3 Mio. Akten mit Ausnahme jener Karteien der zentralen Figuren wurde übrigens erst am 05.03. 1990 beschlossen, einem Zeitpunkt, wo diese Dokumente aus dem Keller der ehemaligen Reichsbank am Werderschen Markt schon als unauffindbar galten, ein echter Krimi.
Zur Sache kann ich nur sagen, daß die Stasi Hand in Hand mit der SED zusammenarbeitete, soviel steht fest, es gilt aber zu bedenken, daß staatliche Leiter mit SED- Mitgliedsbuch bei ihrer Informationsbeschaffung über konkrete Abläufe im Betrieb nicht ausschließlich auf Stasi- Zuträger angewiesen waren, wie ich in einem früheren Artikel schon mal dokumentiert hatte.
Was ich heute nur noch kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen muß ist, daß diese Attacken gegen die längst versenkte SED in der tagesaktuellen Politik wieder Einzug gehalten haben, eben nach dem Motto mit der Stasi- Mitgliedschaft haben wir diesen oder jenen nicht zu fassen gekriegt, jetzt bohren wir mal woanders in die Vergangenheit hinein- einfach nur armseelig.



nach oben springen

#144

RE: MfS - Informationen an die SED - Oberen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.01.2011 10:39
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Hackel39
[quote="Rabe"][quote="UNGEDIENTER"]Die Vernichtung der ca. 3 Mio. Akten mit Ausnahme jener Karteien der zentralen Figuren wurde übrigens erst am 05.03. 1990 beschlossen, einem Zeitpunkt, wo diese Dokumente aus dem Keller der ehemaligen Reichsbank am Werderschen Markt schon als unauffindbar galten, ein echter Krimi.
.



Hackel,

um welche Unterlagen soll es sich denn da gehandelt haben und wann wurde denn der Reisswolf für wen angeschafft ?


nach oben springen

#145

RE: MfS - Informationen an die SED - Oberen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.01.2011 10:48
von josy95 | 4.915 Beiträge

Ja @Hackel39, da ist in bestimmten Zeiten, sprich den Wendewirren nicht aufgepaßt wurden, einerseits der von Dir beschriebene Tunnelblick, anderseits verfechte ich immer wieder den Standpunkt, es war so gewollt, gesteuert. Eben von denen, die Angst hatten, haben mußten, das ihre Schandtaten ans Licht kommen -und das waren nicht wenige- , denn zu manch einem Zeitpunkt wußte noch keiner, was einmal genau kommt (ich meine damit in erster Linie die relativ schnelle Wiedervereinigung oder der Beitritt). Es hätte ebenso zu Lynchungen durch den Mob der Straße kommen können. Und davor hatte auch nicht wenige eine panische Angst!
Auch war der Umgang mit den vielen kleinen NSDAP- Mitgliedern als Generalsündenbock speziell in der DDR bzw. unter stalinistischer Anleitung in den 50- er und 60- er Jahren vielen aus dem Gedächtnis und der allgegenwärtigen Propaganda noch nicht entschwunden. Im schlimmsten Falle hätte sich ja sowas wiederholen können...

Die Sofortleugner meiner Zeilen werden jetzt sicherlich und gleich danach fragen, woher ich das weiß, was für Beweise ich hab.
Aber ich weiß, wovon ich spreche! Auch wenn manche Erinnerungen etwas verblassen, sich nicht mehr 100% genau zeitlich zuordnen lasssen. Ich war dabei, und das mit offenen Augen!

Hab sie erlebt, die kleinen SED- Schmeißfliegen. Vor ein paar Tagen noch Hardliner, wollten mit "bewaffneten Organen" und ihren Kampfgruppen gegen friedlich demonstrierende Menschen vorgehen und nun hatten sie einen gewaltigen Proppen in der Hose, winselten regelrecht um Gnade, ....wollten doch immer nur das Beste für andere...., nie für sich selbst....! Waren die barmherzigen Samarieter in Person. Nur der böse Parteisekrtär, die da oben bei der Stasi, und die da und dort waren schlecht. Nur immer andere waren Schuld...!

Nicht um sonst prägte man in diesen Zeiten den Begriff Wendehals!

Aber gerade in Hinblick auf den Beitritt hatten schon zur damaligen Zeit einflußreiche Leute aus den alten Bundesländern die Zeichen der Zeuit erkannt, einerseits um eigene Verstrickungen, Spitzeltätigkeiten zu vertuschen, anderseits -und das seh ich als Hauptgrund an- die absehbaren guten Geschäfte mit, in der DDR durch nichts, aber auch gar nichts zu gefährden. Anders gesagt, der Lauf der Dinge kam ihnen total recht und gelegen!

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 08.01.2011 13:09 | nach oben springen

#146

RE: MfS - Informationen an die SED - Oberen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.01.2011 11:33
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Alfred

Zitat von Hackel39
[quote="Rabe"][quote="UNGEDIENTER"]Die Vernichtung der ca. 3 Mio. Akten mit Ausnahme jener Karteien der zentralen Figuren wurde übrigens erst am 05.03. 1990 beschlossen, einem Zeitpunkt, wo diese Dokumente aus dem Keller der ehemaligen Reichsbank am Werderschen Markt schon als unauffindbar galten, ein echter Krimi.
.



Hackel,

um welche Unterlagen soll es sich denn da gehandelt haben und wann wurde denn der Reisswolf für wen angeschafft ?




Es handelt sich um Dokumente im Gewicht von schätzungsweise 100 t, darunter Mitgliederunterlagen aller Genossen seit den 1950er Jahren.
Eine kleine Episode am Rande war auch die Entsorgung der in Folie verwahrten Mitgliederkarteien, die erhebliche Sorgen im Vernichtungsprozess bereiteten und die vorhandenen Maschinen überforderten, deshalb auch die Anschaffung des Schredders von einer süddeutschen Maschinenfabrik mit Lieferdatum 06.04.1990 .
Bei Interesse lies ruhig die gesamte story in der "Horch und Guck" Ausgabe 4/ 2010 und keine Angst ich bin kein Abonentenwerber aber diese zweimonatig erscheinende Zeitschrift zu 6,50 Euro ist ihr Geld wert.
Weitere Themen dieses Heftes u.a.
- Selbstmorde in der NVA
- Der Mythos Schwedt
- Haft am See, das Gefängnis Rummelsburg
- NVA- fremdbestimmt von Anfang an
So genug geworben, die Geschichte zu der Aktenvernichtung wurde von den Redakteuren Müller und Kellerhof ("Welt" und "Handelsblatt"9 erstellt.



nach oben springen

#147

RE: MfS - Informationen an die SED - Oberen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.01.2011 12:02
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von josy95
Ja @Hackel39, da ist in bestimmten Zeiten, sprich den Wendewirren nicht aufgepaßt wurden, einerseits der von Dir beschriebene Tunnelblick, anderseits verfechte ich immer wieder den Standpunkt, es war so gewollt, gesteuert. Eben von denen, die Angst hatten, haben mußten, das ihre Schandtaten ans Licht kommen -und das waren nicht wenige- , denn zu manch einem Zeitpunkt wußte noch keiner, was einmal genau kommt (ich meine damit in erster Linie die relativ schnelle Wiedervereinigung oder der Beitritt). Es hätte ebenso zu Lynchungen durch den Mob der Straße kommen können. Und davor hatte auch nicht wenige eine panische Angst!
Auch war der Umgang mit den vielen kleinen NSDAP- Mitgliedern als Generalsündenbock speziell in der DDR bzw. unter stalinistischer Anleitung in den 50- er und 60- er Jahren vielen aus dem Gedächtnis und der allgegenwärtigen Propaganda noch nicht entschwunden. Im schlimmsten Falle hätte sich ja sowas wiederholen können...

Die Sofortleugner meiner Zeilen werden jetzt sicherlich und gleich danach fragen, woher ich das weiß, was für Beweise ich hab.
Aber ich weiß, wovon ich spreche! Auch wenn manche Erinnerungen etwas verblassen, sich nicht mehr 100% genau zeitlich zuordnen lasssen. Ich nwar dabei, und das mit offenen Augen!

Hab sie erlebt, die kleinen SED- Schmeißfliegen. Vor ein paar Tagen noch Hardliner, wollten mit "bewaffneten Organen" und ihren Kampfgruppen gegen friedlich demonstrierende Menschen vorgehen und nun hatten sie einen gewaltigen Proppen in der Hose, winselten regelrecht um Gnade, ....wollten doch immer nur das Beste für andere...., nie für sich selbst....! Waren die barmherzigen Samarieter in Person. Nur der böse Parteisekrtär, die da oben bei der Stasi, und die da und dort waren schlecht. Nur immer andere waren Schuld...!

Nicht um sonst prägte man in diesen Zeiten den Begriff Wendehals!

Aber gerade in Hinblick auf den Beitritt hatten schon zur damaligen Zeit einflußreiche Leute aus den alten Bundesländern die Zeichen der Zeuit erkannt, einerseits um eigene Verstrickungen, Spitzeltätigkeiten zu vertuschen, anderseits -und das seh ich als Hauptgrund an- die absehbaren guten Geschäfte mit, in der DDR durch nichts, aber auch gar nichts zu gefährden. Anders gesagt, der Lauf der Dinge kam ihnen total recht und gelegen!

josy95



Nun ja ganz möchte ich im Zusammenhang mit den "kleinen SED- Schmeißfliegen" nicht mit gehen, da ich persönlich wirklich krawallige Genossen, die mit Blick auf China gerne dazwischengeschossen hätten, nicht kennen gelernt habe, wie gesagt, innerlich hatten gerade die Alten wohl schon resigniert.
Zwar würde ich im Zusammenhang mit zwei Militärs, die ich in Schule und Lehrzeit kennenlernen dürfte die Sache nicht ganz so harmlos beschreiben, aber mit denen hatte ich als Erwachsener nichts mehr zu tun und wenn alle so totalitär drauf gewesen wären wie die, dann wäre Hackel nie im Leben mit 19 Genosse geworden.
Unvergessen auch eine Szenerie am Anfang der Einheit, wo ich auf dem Güterbahnhof H. tatsächlich dem 2. Sekretär einer SED- Kreisleitung in der Rangiererbekleidung wieder traf, wodurch mir die nun möglichen Gespräche wichtige Erkenntnisse zu vielen Zusammehängen aus der Vorwendezeit ermöglichten.
Ich muß auch ehrlich gestehen, daß ich mit solchen auch schon zu feierlichen Anlässen zu DDR- Zeiten an einem Tisch gesessen hatte, was wohl eher Zufall war, aber es war schon bemerkenswert, daß man mit denen auch ganz normal privates bereden konnte.
Ich sehe nicht mit Groll auf diese Zeit zurück, versuche aber so gut es geht, mich in Opfer hineinzudenken, von denen ich zumindest keine kennen gelernt hatte, die irgendwann mal im Gefängnis verschwunden waren.
Leider verschweigen solche Opfer auch mitunter wichtige Details ihres Leidensweges, indem es sich doch teilweise um Alltagskriminelle gehandelt hatte, die bei ihrer Festnahme dann noch zusätzlich den Staat zu ihrem Feind erklärt hatten, warum auch immer.
Um alles verstehen zu können, wäre auf jedem Fall mehr Offenheit auch seitens der Verfolgten nötig gewesen Stasi hin oder her, intelligent vorgetragene Kritik muß nicht tödlich sein, damals wie heute nicht.



nach oben springen

#148

RE: MfS - Informationen an die SED - Oberen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.01.2011 13:59
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat @ Hackel 39: "Leider verschweigen solche Opfer auch mitunter wichtige Details ihres Leidensweges, indem es sich doch teilweise um Alltagskriminelle gehandelt hatte, die bei ihrer Festnahme dann noch zusätzlich den Staat zu ihrem Feind erklärt hatten, warum auch immer."

Ich erinnere mich eines fünffachen Mörders, der nach 1990 die Überprüfung seinens Urteils forderte, weil er politische Hintergründe unterstellte. Das MfS hatte in Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei ermittelt und hat nach der Festnahme die Bearbeitung der Mordfälle übernommen.
Der Täter wurde allein wegen seiner schweren, gesellschaftsgefährdenden Taten verurteilt. Aber auch er versuchte, auf den Zug der "politisch Verfolgten" aufzuspringen. Andere Kriminelle versuchten dies ebenfalls.
In den letzten Wochen las ich mehrmals in der Presse, dass die Untersuchungshaftanstalt der VP in der Keibelstraße Gedenkstätte bzw. Ort des Lernens werden soll. Mir ist nicht ganz klar, wem man dort Gedenken möchte. Den einsitzenden Mördern, Vergewaltigern, Kinderschändern, Räubern, Dieben, Betrügern ? Wenn die Verantwortlichen dahingehend Unterstützung benötigen, bin ich gern bereit Informationen über die Taten oder Fotos der Opfer beizusteuern. Dann wird es ein wirklicher Ort des Lernens auch wenn der Anblick für die Lernenden nicht angenehm sein wird.
Allerdings befürchte ich, dass nun auch die VP ihr Hohenschönhausen bekommt und suggeriert wird, dass dort nur Unschuldige und vom System verfolgte einsaßen.
Aber so ist es halt mit der "Aufarbeitung"



zuletzt bearbeitet 08.01.2011 14:01 | nach oben springen

#149

RE: MfS - Informationen an die SED - Oberen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.01.2011 14:23
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von Merkur

Zitat von Gert
Zweitens würde ich gern mal wissen, wie es in der DDR Wirtschaftsverbrecher geben konnte ? Kannst du dazu auch mal ein Beispiel nennen. Ich kann mir beim besten Willen darunter nix vorstellen, es sei denn die DDR bezeichnet schon kleine Gauner, die illegale Umtauschgeschäfte mit Geld machten, als solche.

Gruß Gert



Gert,


ich könnte Dir zig Beispiele und die dadurch entstandenen, z. T. sehr hohen Schadenssummen, nennen. Und wenn Du magst, verrate ich Dir auch, wer die Täter ermittelt hat.



da bin ich aber neugierig ?




So Gert, damit Du nicht weiter neugierig warten musst, will ich Deine Neugier befriedigen. Vorher allerdings sei Dir noch versichert, dass ich Dich/deine Worte nicht zersetzen möchte. Nun aber zu den "Wirtschaftsverbrechern". Ich werde allerdings nicht auf einzelne Straftaten eingehen, sondern die Gesamtkriminalität bezogen auf den Zeitraum eines Jahres erläutern.

Für den Zeitraum eines Jahres wurden beispielsweise 2.848 Straftaten im Bauwesen bearbeitet. Davon erfolgten 1.261 Straftaten unter Ausnutzung der beruflichen Tätigkeit bzw. Missbrauch der Funktion. Der Schaden für die Volkswirtschaft betrug in diesem Jahr 9,4 Millionen Mark. Die hauptsächlichsten Erscheinungsformen waren:
1. Diebstahl von Werkzeug, Baumateriel und Baustoffen;
2. Lohn- und Leistungsbetrug;
3. Manipulationen zum Nachteil staatlicher und betrieblicher Fonds.

Für den Zeitraum eines Jahres wurden in der Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft 2.404 Straftaten bearbeitet. Davon erfolgten 1.064 Straftaten unter Ausnutzung der beruflichen Tätigkeit bzw. Missbrauch der Funktion. Der Schaden für die Volkswirtschaft betrug in diesem Jahr 5,4 Millionen Mark.
Die hauptsächlichsten Erscheinungsformen waren:
1. Diebstahl von Futtermitteln und Materialen verschiedener Art;
2. Diebstahl von Bargeld durch Buchhaltungs- und Kassenkräfte;
3. Betrugshandlungen und Manipulationen zum Nachteil staatlicher und betrieblicher Fonds mit dem Ziel der persönlichen Bereicherung.

Wenn Interesse besteht, bin ich gern bereit auch einzelne Straftaten gegen die Volkswirtschaft mit hohen Schadenssummen darzustellen bzw. andere Zweige der Volkswirtschaft zu beleuchten.



zuletzt bearbeitet 08.01.2011 14:25 | nach oben springen

#150

RE: MfS - Informationen an die SED - Oberen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.01.2011 14:31
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Merkur
.

Wenn Interesse besteht, bin ich gern bereit auch einzelne Straftaten gegen die Volkswirtschaft mit hohen Schadenssummen darzustellen bzw. andere Zweige der Volkswirtschaft zu beleuchten.







@Merkur, für glaubhafte Fakten ist immer Interesse da!

Also tu Dir keinen Zwang an!

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 08.01.2011 17:57 | nach oben springen

#151

RE: MfS - Informationen an die SED - Oberen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.01.2011 15:16
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Merkur

Zitat von Gert

Zitat von Merkur

Zitat von Gert
Zweitens würde ich gern mal wissen, wie es in der DDR Wirtschaftsverbrecher geben konnte ? Kannst du dazu auch mal ein Beispiel nennen. Ich kann mir beim besten Willen darunter nix vorstellen, es sei denn die DDR bezeichnet schon kleine Gauner, die illegale Umtauschgeschäfte mit Geld machten, als solche.

Gruß Gert



Gert,


ich könnte Dir zig Beispiele und die dadurch entstandenen, z. T. sehr hohen Schadenssummen, nennen. Und wenn Du magst, verrate ich Dir auch, wer die Täter ermittelt hat.



da bin ich aber neugierig ?




So Gert, damit Du nicht weiter neugierig warten musst, will ich Deine Neugier befriedigen. Vorher allerdings sei Dir noch versichert, dass ich Dich/deine Worte nicht zersetzen möchte. Nun aber zu den "Wirtschaftsverbrechern". Ich werde allerdings nicht auf einzelne Straftaten eingehen, sondern die Gesamtkriminalität bezogen auf den Zeitraum eines Jahres erläutern.

Für den Zeitraum eines Jahres wurden beispielsweise 2.848 Straftaten im Bauwesen bearbeitet. Davon erfolgten 1.261 Straftaten unter Ausnutzung der beruflichen Tätigkeit bzw. Missbrauch der Funktion. Der Schaden für die Volkswirtschaft betrug in diesem Jahr 9,4 Millionen Mark. Die hauptsächlichsten Erscheinungsformen waren:
1. Diebstahl von Werkzeug, Baumateriel und Baustoffen;
2. Lohn- und Leistungsbetrug;
3. Manipulationen zum Nachteil staatlicher und betrieblicher Fonds.

Für den Zeitraum eines Jahres wurden in der Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft 2.404 Straftaten bearbeitet. Davon erfolgten 1.064 Straftaten unter Ausnutzung der beruflichen Tätigkeit bzw. Missbrauch der Funktion. Der Schaden für die Volkswirtschaft betrug in diesem Jahr 5,4 Millionen Mark.
Die hauptsächlichsten Erscheinungsformen waren:
1. Diebstahl von Futtermitteln und Materialen verschiedener Art;
2. Diebstahl von Bargeld durch Buchhaltungs- und Kassenkräfte;
3. Betrugshandlungen und Manipulationen zum Nachteil staatlicher und betrieblicher Fonds mit dem Ziel der persönlichen Bereicherung.

Wenn Interesse besteht, bin ich gern bereit auch einzelne Straftaten gegen die Volkswirtschaft mit hohen Schadenssummen darzustellen bzw. andere Zweige der Volkswirtschaft zu beleuchten.






Viel interessanter als Zahlen sind sicher auch kleine Episoden im Zusammenhang mit den Diebstahl- und Schieberaktivitäten unserer damaligen Problembürger.
So ist mir im Sommer vorigen Jahres eine Geschichte zu Ohren gekommen, die ich einfach nur noch mit großer offen vorgetragener Schadenfreude quittieren konnte.
Ein hauptamtlicher Stasibediensteter mit einem etwas zwielichtigem Ruf, den er damals schon hatte, versprach einem seiner Nachbarn, ihm in H. Baumaterial von einer wenig bewachten Baustelle auf einem abgeschlossenem Gelände zu besorgen.
Beide fuhren los und der Bauherr wurde an einem Werkzaun vom (vermeintlichem) Komplizen im Staatsdienst abgesetzt mit der Ansage, dort zu warten bis er von innen an den Zaun käme.
Der Bauherr stand und stand und stand, über 4 Stunden lang und lief dann fast 20 km nach Hause, weil sein Partner einfach nicht wieder kam, er war einfach verschwunden.
Aus dem Deal ist nie etwas geworden, der Stasimitarbeiter erzählte ihm später, er sei gesehen worden und mußte auf schnellstem Wege türmen, was einfach nur gelogen war.
Der Bauherr sollte am eigenem Leibe zu spüren bekommen, was es heißt auf Kosten volkseigener Werte sein privates Süppchen zu kochen, woraus nun meine Frage an anwesende tatsächliche Hauptamtliche lautet:
Waren solche Umerziehungsmaßnahmen tatsächlich geplant, oder kann es sein, daß Einzelkämpfer auch private Ideen auf dem Weg zur Erziehung sozialistischer Staatsbürger entfalten konnten ?
Diese Geschichte ist mir vom Bauherren im Sommer so erzählt worden und der Hauptamtliche ist nie wegen irgendwelcher Eigentumsdelikte oder Beihilfen zu Straftaten drangekriegt worden.
Mit Sicherheit wären solche Strategien ein besserer Weg zur Vermeidung von Straftaten gewesen, aber ich denke, so etwas ist nicht flächendeckend durchgezogen worden, oder doch ?



nach oben springen

#152

RE: MfS - Informationen an die SED - Oberen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.01.2011 15:54
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Merkur

Zitat von Gert

Zitat von Merkur

Zitat von Gert
Zweitens würde ich gern mal wissen, wie es in der DDR Wirtschaftsverbrecher geben konnte ? Kannst du dazu auch mal ein Beispiel nennen. Ich kann mir beim besten Willen darunter nix vorstellen, es sei denn die DDR bezeichnet schon kleine Gauner, die illegale Umtauschgeschäfte mit Geld machten, als solche.

Gruß Gert



Gert,


ich könnte Dir zig Beispiele und die dadurch entstandenen, z. T. sehr hohen Schadenssummen, nennen. Und wenn Du magst, verrate ich Dir auch, wer die Täter ermittelt hat.



da bin ich aber neugierig ?




So Gert, damit Du nicht weiter neugierig warten musst, will ich Deine Neugier befriedigen. Vorher allerdings sei Dir noch versichert, dass ich Dich/deine Worte nicht zersetzen möchte. Nun aber zu den "Wirtschaftsverbrechern". Ich werde allerdings nicht auf einzelne Straftaten eingehen, sondern die Gesamtkriminalität bezogen auf den Zeitraum eines Jahres erläutern.

Für den Zeitraum eines Jahres wurden beispielsweise 2.848 Straftaten im Bauwesen bearbeitet. Davon erfolgten 1.261 Straftaten unter Ausnutzung der beruflichen Tätigkeit bzw. Missbrauch der Funktion. Der Schaden für die Volkswirtschaft betrug in diesem Jahr 9,4 Millionen Mark. Die hauptsächlichsten Erscheinungsformen waren:
1. Diebstahl von Werkzeug, Baumateriel und Baustoffen;
2. Lohn- und Leistungsbetrug;
3. Manipulationen zum Nachteil staatlicher und betrieblicher Fonds.

Für den Zeitraum eines Jahres wurden in der Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft 2.404 Straftaten bearbeitet. Davon erfolgten 1.064 Straftaten unter Ausnutzung der beruflichen Tätigkeit bzw. Missbrauch der Funktion. Der Schaden für die Volkswirtschaft betrug in diesem Jahr 5,4 Millionen Mark.
Die hauptsächlichsten Erscheinungsformen waren:
1. Diebstahl von Futtermitteln und Materialen verschiedener Art;
2. Diebstahl von Bargeld durch Buchhaltungs- und Kassenkräfte;
3. Betrugshandlungen und Manipulationen zum Nachteil staatlicher und betrieblicher Fonds mit dem Ziel der persönlichen Bereicherung.

Wenn Interesse besteht, bin ich gern bereit auch einzelne Straftaten gegen die Volkswirtschaft mit hohen Schadenssummen darzustellen bzw. andere Zweige der Volkswirtschaft zu beleuchten.







OK, danke für die Zahlen, das klingt überzeugend. Ist wohl in erster Linie unter die Kategorie des sich "Vergreifens an Volkseigentum" einzuordnen. Das wurde mal von einem früheren User hier immer als sein persönlicher Volkssport bezeichnet, offenbar ohne jedes Unrechtsbewusstsein. Als ich das las, dachte ich immer, dass das ein Einzelfall sei, scheint aber nach deinen Zahlen zu urteilen weiter verbreitet gewesen zu sein.

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#153

RE: MfS - Informationen an die SED - Oberen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.01.2011 15:59
von Alfred | 6.841 Beiträge

Merkur,

vielleicht mal einen Fall aus der "Internationalen Wirtschaft" um den sich das MfS "gekümmert" hat.


nach oben springen

#154

RE: MfS - Informationen an die SED - Oberen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.01.2011 17:06
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Gert



(Zitat @Gert Auszug)

OK, danke für die Zahlen, das klingt überzeugend. Ist wohl in erster Linie unter die Kategorie des sich "Vergreifens an Volkseigentum" einzuordnen. Das wurde mal von einem früheren User hier immer als sein persönlicher Volkssport bezeichnet, offenbar ohne jedes Unrechtsbewusstsein. Als ich das las, dachte ich immer, dass das ein Einzelfall sei, scheint aber nach deinen Zahlen zu urteilen weiter verbreitet gewesen zu sein.

Gruß Gert



@Gert, richtig erkannt! Es waren keine Einzelfälle und das MfS hatte gut damit zu tun!

Denn historisch gewachsen war es fast schon ein Generationsproblem.

Wann ging es denn der Mehrheit der deutschen Bevölkerung, dem kleinen Mann einmal einigermaßen gut?

Betrachten wir die Zeit so ab dem 1. Weltkrieg: kriegs- und nachkriegsbedingter Mangel einfach an fast allem, danach Weimarer Republik und Weltwirtschaftskriese, Elend, Not und nichts Neues. Machtergreifung Hitlers, es begann sich als Ausdruck der nationalsozialistischen Strategie etwas zu tun, was logischer Weise nicht lange währte, wieder Krieg- und Nachkriegszeit, Hunger, Not, Vertreibung, Elend.

Dann ging es wieder aufwärts, in der DDR nur wesentlich langsamer, da der große Freund Stalin das Gebiet der DDR systhematisch ausplünderte. Aber es tat sich durch Fleiß und der Arbeit von millionen Menschen auch hier was. In der Bundesrtepublik ging das natürlich viel schneller und das blieb auch dem DDR- Bürger nicht verborgen. Da wurde in alter, schon jahrzehntelanger Tradition und Erfahrung im Umgang mit Mangel und Entbeehrung gekunkelt, geschoben, getauscht. Dieser Art Handel perfektionierte sich.
Dann kam das radikale Ende mit dem Mauerbau. Rumms, Ende, Schluß. Fast. Zu der Zeit glaubten noch viele an die bessere Sache, eben die des Sozialismus und die ulbrichtsche Parole, den Westen zu überholen ohne ihn einzuhohlen. Das erwies sich aber bald als Trugschluß..., dann machte sich immere mehr der Einfluß der Medien speziell übers Fernseh breit, man life sah wie der Bruder, die Schwester, Otto Normalverbraucher im Westen Deutschlands lebte - immer besser! Wem es gut geht, der braucht sich nicht mehr auf Abwege zu begeben, zu klauen, was zu verschieben. Wozu auch. Risiko viel zu groß!

Nun wurde dadurch ja nicht jeder DDR- Bürger gleich zum Dieb. Improvisationstalent war auch ein Aushängschild für den A- typischen DDR- Bürger! Der Begriff Konsum- und Wegwerfgesellschaft war dem DDR- Bürger sowieso total fremd und suspekt und dieser Begriff wurde sogar in breiten Massen der SED- Ideologie als nicht tugendhaft abgekauft, geglaubt!
Denn Verschwendung = Wegwerfgesellschaft war der großen Mehrheit der DDR- Bürger fremd, unmoralisch fremd.

Jeder kennt die kriesengeschüttelten Phasen der DDR-Wirtschaft...und da verkam als fast logisches Ergebnis daraus die Moral vollends. Einerseits die tagtäglichen Lügen, Planübererfüllung, bestens aufgestellte VEB´s und Kombinate, berauschende Prozente der Produktionssteigerung...und, und und. Anderseits überall nur Mangel, Mangel an Konsumgütern, Waren des täglichen Bedarfs, Schlange stehen. Mal mit größerer, mal mit geringerer Intensität. Hatte sich die Lage bei Ware X endlich erholt, folgte anschließend ein Engpass bei ware Y. So ging das munter weiter und wenn es wie im Märchen wär, müßte man auch heute noch sagen "...und wenn sie nicht gestorben ist (die DDR), dann lebte der Mangel auch heute noch...!"

Ja, und diese Diskrepanz ließ die Hemmschwelle der Moral immer weiter und quer durch alle Schichten immer weiter sinken. Was es eben nicht gab, wurde aus dem Betrieb mitgenommen. Zur Not auch in Mengen, die den Eigenbedarf überschritten..., dann galt der Slogan: Haste das, bekommste das...!

Ich glaub nicht, das ein MfS sich mit dem kleinen Dieb einer Hand voll Nägel befasst hat. Nein, da waren schon andere Größenordnungen gefragt...

Unseren damals staatlichen Leiter der Reichsbahndienststelle des BW Wernigerode, der treue Genosse Klaus G. (u.a. strafversetzt von Stendal nach WR wegen einiger arger Disziplinverstöße, einst im BW Stendal FDJ- Sekretär, Absolvent der SED- Bezirksparteischule...) wurde bei solch einer Aktion Mitte der 80-er incl. seiner Helfer und Helfeshelfer (Alle SED- Genossen und Genossinnen!!!) ertappt.

Die Genugtung und Schadenfreude war groß!

Aber auch garantiert wieder ein kleiner Tropfen des weiteren Moralverfalls!

Und wißt ihr warum? Der Bursche bekam lediglich eine Parteirüge (normal wär der SED- Ausschluß fällig gewesen!), mußte wohl ein Monatsgehalt an Strafe zahlen, saß hinterher wieder als SED- Getreuer fest im Sattel und konnte sich ungestört an denen rächen, die ihn seiner Meinung nach bei VP, MfS oder wo auch immer wegen seiner "Eigentumsverfehlungen" denunziert hatten. Und bekam als Bonus noch in diesem Jahr den einzigsten FDGB- Ostseeferienplatz, den das BW Wernigerode in der Sommerschulferienzeit hatte.

Für seine gute Arbeit, versteht sich!

Wer hat da wen gedeckt und hinterher mit Vorteilen und Machtverfestigung belohnt, pfiffen damals die Spatzen im Chor von Wernigerodes Dächern.

War es wirklich nur eine Eigentumsvertfehlung, wie es hinterher dargestellt wurde??? Wenn überhaupt und dann nur hinter vorgehaltener Hand darüber gesprochen wurde???

War das denn wirklich Denunzation???

Und Wernigerode war düstere Provinz. Der Genosse G. ein relativ kleines Licht. Was hat sich dann im Großen abgespielt???

Und wenn bei derartigen Parteikorifeen schon die Unterscheidung zwischen mein und dein nicht gepaßt hat.

Wo hat es denn überhaupt noch gepaßt????

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 08.01.2011 17:11 | nach oben springen

#155

RE: MfS - Informationen an die SED - Oberen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.01.2011 17:21
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von josy95

Zitat von Gert



(Zitat @Gert Auszug)

OK, danke für die Zahlen, das klingt überzeugend. Ist wohl in erster Linie unter die Kategorie des sich "Vergreifens an Volkseigentum" einzuordnen. Das wurde mal von einem früheren User hier immer als sein persönlicher Volkssport bezeichnet, offenbar ohne jedes Unrechtsbewusstsein. Als ich das las, dachte ich immer, dass das ein Einzelfall sei, scheint aber nach deinen Zahlen zu urteilen weiter verbreitet gewesen zu sein.

Gruß Gert



@Gert, richtig erkannt! Es waren keine Einzelfälle und das MfS hatte gut damit zu tun!

Denn historisch gewachsen war es fast schon ein Generationsproblem.

Wann ging es denn der Mehrheit der deutschen Bevölkerung, dem kleinen Mann einmal einigermaßen gut?

Betrachten wir die Zeit so ab dem 1. Weltkrieg: kriegs- und nachkriegsbedingter Mangel einfach an fast allem, danach Weimarer Republik und Weltwirtschaftskriese, Elend, Not und nichts Neues. Machtergreifung Hitlers, es begann sich als Ausdruck der nationalsozialistischen Strategie etwas zu tun, was logischer Weise nicht lange währte, wieder Krieg- und Nachkriegszeit, Hunger, Not, Vertreibung, Elend.

Dann ging es wieder aufwärts, in der DDR nur wesentlich langsamer, da der große Freund Stalin das Gebiet der DDR systhematisch ausplünderte. Aber es tat sich durch Fleiß und der Arbeit von millionen Menschen auch hier was. In der Bundesrtepublik ging das natürlich viel schneller und das blieb auch dem DDR- Bürger nicht verborgen. Da wurde in alter, schon jahrzehntelanger Tradition und Erfahrung im Umgang mit Mangel und Entbeehrung gekunkelt, geschoben, getauscht. Dieser Art Handel perfektionierte sich.
Dann kam das radikale Ende mit dem Mauerbau. Rumms, Ende, Schluß. Fast. Zu der Zeit glaubten noch viele an die bessere Sache, eben die des Sozialismus und die ulbrichtsche Parole, den Westen zu überholen ohne ihn einzuhohlen. Das erwies sich aber bald als Trugschluß..., dann machte sich immere mehr der Einfluß der Medien speziell übers Fernseh breit, man life sah wie der Bruder, die Schwester, Otto Normalverbraucher im Westen Deutschlands lebte - immer besser! Wem es gut geht, der braucht sich nicht mehr auf Abwege zu begeben, zu klauen, was zu verschieben. Wozu auch. Risiko viel zu groß!

Nun wurde dadurch ja nicht jeder DDR- Bürger gleich zum Dieb. Improvisationstalent war auch ein Aushängschild für den A- typischen DDR- Bürger! Der Begriff Konsum- und Wegwerfgesellschaft war dem DDR- Bürger sowieso total fremd und suspekt und dieser Begriff wurde sogar in breiten Massen der SED- Ideologie als nicht tugendhaft abgekauft, geglaubt!
Denn Verschwendung = Wegwerfgesellschaft war der großen Mehrheit der DDR- Bürger fremd, unmoralisch fremd.

Jeder kennt die kriesengeschüttelten Phasen der DDR-Wirtschaft...und da verkam als fast logisches Ergebnis daraus die Moral vollends. Einerseits die tagtäglichen Lügen, Planübererfüllung, bestens aufgestellte VEB´s und Kombinate, berauschende Prozente der Produktionssteigerung...und, und und. Anderseits überall nur Mangel, Mangel an Konsumgütern, Waren des täglichen Bedarfs, Schlange stehen. Mal mit größerer, mal mit geringerer Intensität. Hatte sich die Lage bei Ware X endlich erholt, folgte anschließend ein Engpass bei ware Y. So ging das munter weiter und wenn es wie im Märchen wär, müßte man auch heute noch sagen "...und wenn sie nicht gestorben ist (die DDR), dann lebte der Mangel auch heute noch...!"

Ja, und diese Diskrepanz ließ die Hemmschwelle der Moral immer weiter und quer durch alle Schichten immer weiter sinken. Was es eben nicht gab, wurde aus dem Betrieb mitgenommen. Zur Not auch in Mengen, die den Eigenbedarf überschritten..., dann galt der Slogan: Haste das, bekommste das...!

Ich glaub nicht, das ein MfS sich mit dem kleinen Dieb einer Hand voll Nägel befasst hat. Nein, da waren schon andere Größenordnungen gefragt...

Unseren damals staatlichen Leiter der Reichsbahndienststelle des BW Wernigerode, der treue Genosse Klaus G. (u.a. strafversetzt von Stendal nach WR wegen einiger arger Disziplinverstöße, einst im BW Stendal FDJ- Sekretär, Absolvent der SED- Bezirksparteischule...) wurde bei solch einer Aktion Mitte der 80-er incl. seiner Helfer und Helfeshelfer (Alle SED- Genossen und Genossinnen!!!) ertappt.

Die Genugtung und Schadenfreude war groß!

Aber auch garantiert wieder ein kleiner Tropfen des weiteren Moralverfalls!

Und wißt ihr warum? Der Bursche bekam lediglich eine Parteirüge (normal wär der SED- Ausschluß fällig gewesen!), mußte wohl ein Monatsgehalt an Strafe zahlen, saß hinterher wieder als SED- Getreuer fest im Sattel und konnte sich ungestört an denen rächen, die ihn seiner Meinung nach bei VP, MfS oder wo auch immer wegen seiner "Eigentumsverfehlungen" denunziert hatten. Und bekam als Bonus noch in diesem Jahr den einzigsten FDGB- Ostseeferienplatz, den das BW Wernigerode in der Sommerschulferienzeit hatte.

Für seine gute Arbeit, versteht sich!

Wer hat da wen gedeckt und hinterher mit Vorteilen und Machtverfestigung belohnt, pfiffen damals die Spatzen im Chor von Wernigerodes Dächern.

War es wirklich nur eine Eigentumsvertfehlung, wie es hinterher dargestellt wurde??? Wenn überhaupt und dann nur hinter vorgehaltener Hand darüber gesprochen wurde???

War das denn wirklich Denunzation???

Und Wernigerode war düstere Provinz. Der Genosse G. ein relativ kleines Licht. Was hat sich dann im Großen abgespielt???

Und wenn bei derartigen Parteikorifeen schon die Unterscheidung zwischen mein und dein nicht gepaßt hat.

Wo hat es denn überhaupt noch gepaßt????

josy95














Danke Josy für die informativen Erläuterungen. Das klingt einfach alles unglaublich, wie von einem anderen Stern.

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#156

RE: MfS - Informationen an die SED - Oberen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.01.2011 17:33
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von josy95
Ja @Hackel39, da ist in bestimmten Zeiten, sprich den Wendewirren nicht aufgepaßt wurden, einerseits der von Dir beschriebene Tunnelblick, anderseits verfechte ich immer wieder den Standpunkt, es war so gewollt, gesteuert. Eben von denen, die Angst hatten, haben mußten, das ihre Schandtaten ans Licht kommen -und das waren nicht wenige- , denn zu manch einem Zeitpunkt wußte noch keiner, was einmal genau kommt (ich meine damit in erster Linie die relativ schnelle Wiedervereinigung oder der Beitritt). Es hätte ebenso zu Lynchungen durch den Mob der Straße kommen können. Und davor hatte auch nicht wenige eine panische Angst!
Auch war der Umgang mit den vielen kleinen NSDAP- Mitgliedern als Generalsündenbock speziell in der DDR bzw. unter stalinistischer Anleitung in den 50- er und 60- er Jahren vielen aus dem Gedächtnis und der allgegenwärtigen Propaganda noch nicht entschwunden. Im schlimmsten Falle hätte sich ja sowas wiederholen können...

Die Sofortleugner meiner Zeilen werden jetzt sicherlich und gleich danach fragen, woher ich das weiß, was für Beweise ich hab.
Aber ich weiß, wovon ich spreche! Auch wenn manche Erinnerungen etwas verblassen, sich nicht mehr 100% genau zeitlich zuordnen lasssen. Ich war dabei, und das mit offenen Augen!

Hab sie erlebt, die kleinen SED- Schmeißfliegen. Vor ein paar Tagen noch Hardliner, wollten mit "bewaffneten Organen" und ihren Kampfgruppen gegen friedlich demonstrierende Menschen vorgehen und nun hatten sie einen gewaltigen Proppen in der Hose, winselten regelrecht um Gnade, ....wollten doch immer nur das Beste für andere...., nie für sich selbst....! Waren die barmherzigen Samarieter in Person. Nur der böse Parteisekrtär, die da oben bei der Stasi, und die da und dort waren schlecht. Nur immer andere waren Schuld...!

Nicht um sonst prägte man in diesen Zeiten den Begriff Wendehals!

Aber gerade in Hinblick auf den Beitritt hatten schon zur damaligen Zeit einflußreiche Leute aus den alten Bundesländern die Zeichen der Zeuit erkannt, einerseits um eigene Verstrickungen, Spitzeltätigkeiten zu vertuschen, anderseits -und das seh ich als Hauptgrund an- die absehbaren guten Geschäfte mit, in der DDR durch nichts, aber auch gar nichts zu gefährden. Anders gesagt, der Lauf der Dinge kam ihnen total recht und gelegen!

josy95


Bravo Josy!!
So ähnlich hatte ich das damals auch erlebt. Ich habe einige gesehen, die vier Wochen vorher noch sowas von "rot" waren und plötzlich ab November 1989 angeekelt auf die "von der SED" gezeigt haben. Wie diese Leute das "Kunststück" schafften ihre eigene Vergangenheit so schnell auszublenden, ist mir heute noch rätselhaft. Plötzlich gab es nur noch brave Demokraten, die übrigens schon immer gesagt haben (wollten), dass es genauso kommen musste, wie es gekommen ist. Eine Diktatur, egal welche, wird auch von den Millionen kleinen Mitläufern getragen, die sich in guten Zeiten ganz wohl in dieser Diktatur fühlen. Diese meist tatsächlich kleinen und unbedeutenden Mitläufer sonnen sich dann hinterher in ihrer "Unschuld". Aber auch die Führung der SED, inklusive Gysi und Modrow, hatten es meisterhaft verstanden, den Fokus der Öffentlichkeit auf das MfS zu lenken. Damit machte man vergessen, dass die SED-Führung der Auftraggeber und die Sicherheitsorgane "nur" die Ausführenden waren. Die Taktik des Ablenkens ist doch aufgegangen, was die SED nicht schaffte, haben die Schauergeschichten ala B...-Zeitung und Co. erreicht.
Und da gibt es doch heute noch tatsächlich Leute, die weiter treu und brav den Linken hinterrennen

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


nach oben springen

#157

RE: MfS - Informationen an die SED - Oberen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.01.2011 17:37
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Gert


(Zitat @Gert Auszug)

Danke Josy für die informativen Erläuterungen. Das klingt einfach alles unglaublich, wie von einem anderen Stern.

Gruß Gert




Ja, @Gert. Das war traurige Realität. Und es ist nackte Wahrheit. Ob es einigen passt, oder nicht.

Auch hier könnt ich sagen, hätt der Hund nicht ge*chissen, hätt er den Hasen gekriegt.

Denn hätte sich ein MfS z. Bsp. wesentlich stärker auf Wirtschaftsdelikte einschl. Unfähigkeit mit SED- Parteiabzeichen eingeschossen, an Statt vermeintliche Staatsfeinde, die es oft nur in Mielkes Hirngespinsten gab zu verfolgen, hätte DDR und Wirtschaft nicht so kläglich geendet

Und wenn des DDR- Fernsehen damals schon etwas freier hätte berichten können, hätten die damals schon eine Sendung machen sollen wie die vom MDR "Unter uns - Geschichten aus dem Leben".

Das hätte dem MfS viel Anleitung auch ohne eine Heerschaar von IM´s gegeben. Kostengünstig und neutral. Offen und Ehrlich.

Ein kleiner Ansatz, die DDR- Bevölkerung zu derartigem Treiben und Tun etwas zu beruhigen, zu suggesieren, das was getan wird war die DDR- Fensehserie "Der Staatsanwalt hat das Wort".

Eine unwirksame Beruhigungspille...

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
nach oben springen

#158

RE: MfS - Informationen an die SED - Oberen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.01.2011 17:49
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von ABV

Zitat von josy95
Ja @Hackel39, da ist in bestimmten Zeiten, sprich den Wendewirren nicht aufgepaßt wurden, einerseits der von Dir beschriebene Tunnelblick, anderseits verfechte ich immer wieder den Standpunkt, es war so gewollt, gesteuert. Eben von denen, die Angst hatten, haben mußten, das ihre Schandtaten ans Licht kommen -und das waren nicht wenige- , denn zu manch einem Zeitpunkt wußte noch keiner, was einmal genau kommt (ich meine damit in erster Linie die relativ schnelle Wiedervereinigung oder der Beitritt). Es hätte ebenso zu Lynchungen durch den Mob der Straße kommen können. Und davor hatte auch nicht wenige eine panische Angst!
Auch war der Umgang mit den vielen kleinen NSDAP- Mitgliedern als Generalsündenbock speziell in der DDR bzw. unter stalinistischer Anleitung in den 50- er und 60- er Jahren vielen aus dem Gedächtnis und der allgegenwärtigen Propaganda noch nicht entschwunden. Im schlimmsten Falle hätte sich ja sowas wiederholen können...

Die Sofortleugner meiner Zeilen werden jetzt sicherlich und gleich danach fragen, woher ich das weiß, was für Beweise ich hab.
Aber ich weiß, wovon ich spreche! Auch wenn manche Erinnerungen etwas verblassen, sich nicht mehr 100% genau zeitlich zuordnen lasssen. Ich war dabei, und das mit offenen Augen!

Hab sie erlebt, die kleinen SED- Schmeißfliegen. Vor ein paar Tagen noch Hardliner, wollten mit "bewaffneten Organen" und ihren Kampfgruppen gegen friedlich demonstrierende Menschen vorgehen und nun hatten sie einen gewaltigen Proppen in der Hose, winselten regelrecht um Gnade, ....wollten doch immer nur das Beste für andere...., nie für sich selbst....! Waren die barmherzigen Samarieter in Person. Nur der böse Parteisekrtär, die da oben bei der Stasi, und die da und dort waren schlecht. Nur immer andere waren Schuld...!

Nicht um sonst prägte man in diesen Zeiten den Begriff Wendehals!

Aber gerade in Hinblick auf den Beitritt hatten schon zur damaligen Zeit einflußreiche Leute aus den alten Bundesländern die Zeichen der Zeuit erkannt, einerseits um eigene Verstrickungen, Spitzeltätigkeiten zu vertuschen, anderseits -und das seh ich als Hauptgrund an- die absehbaren guten Geschäfte mit, in der DDR durch nichts, aber auch gar nichts zu gefährden. Anders gesagt, der Lauf der Dinge kam ihnen total recht und gelegen!

josy95


Bravo Josy!!
So ähnlich hatte ich das damals auch erlebt. Ich habe einige gesehen, die vier Wochen vorher noch sowas von "rot" waren und plötzlich ab November 1989 angeekelt auf die "von der SED" gezeigt haben. Wie diese Leute das "Kunststück" schafften ihre eigene Vergangenheit so schnell auszublenden, ist mir heute noch rätselhaft. Plötzlich gab es nur noch brave Demokraten, die übrigens schon immer gesagt haben (wollten), dass es genauso kommen musste, wie es gekommen ist. Eine Diktatur, egal welche, wird auch von den Millionen kleinen Mitläufern getragen, die sich in guten Zeiten ganz wohl in dieser Diktatur fühlen. Diese meist tatsächlich kleinen und unbedeutenden Mitläufer sonnen sich dann hinterher in ihrer "Unschuld". Aber auch die Führung der SED, inklusive Gysi und Modrow, hatten es meisterhaft verstanden, den Fokus der Öffentlichkeit auf das MfS zu lenken. Damit machte man vergessen, dass die SED-Führung der Auftraggeber und die Sicherheitsorgane "nur" die Ausführenden waren. Die Taktik des Ablenkens ist doch aufgegangen, was die SED nicht schaffte, haben die Schauergeschichten ala B...-Zeitung und Co. erreicht.
Und da gibt es doch heute noch tatsächlich Leute, die weiter treu und brav den Linken hinterrennen

Gruß an alle
Uwe





@ABV, so rätselhaft ist mir das gar nicht.

Das sind Menschen mit einem ausgeprägtem Erzegoismus. Ohne Moral und Hemmungen, wenn`s ums eigene ICH geht!

Eigentlich rundherum verabscheungswürdige Gesellen, Zeitgenossen, die auf alle Zeit geächtet werden sollten!

Mein Begriff dafür: Schmeißfliegen.

Aber ich seh es auch als ein Phänomen, Problem der Deutschen allgemein. Nach bitteren Erfahrungen immer noch nicht fähig oder nicht mehr fähig, das sei dahingestellt, sich eines derartigen Abschaums der Gesellschaft zu entledigen.

Ich sag bloß eines, wenn es aktive Schmeißfliegen des 3. Reiches rein biologisch geschafft hätten, sich auch noch durch die Wende zu mogeln, zu schleusen. Auch das wär passsiert!

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
nach oben springen

#159

RE: MfS - Informationen an die SED - Oberen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.01.2011 18:01
von ABV | 4.202 Beiträge

@josy Die von dir benannte Spezie der Schmeißfliege, zeichnet sich damit aus, nie wirklich Verantwortung zu übernehmen. Denn Verantwortung tragen, bedeutet ja auch, dass man sich unter Umständen verantworten muss. Die Typen die ich meine hätten sich nie die Pfoten schmutzig gemacht, die sind lieber im Strom mit geschwommen. Haben immer schön den da oben nach dem Munde geredet und als der "Wind sich drehte", hatten die ihr Mäntelchen schön in den selbigen gehängt. Der Vergleich mit dem 3. Reich trifft den Nagel auf den Kopf. Da gab es sicher genug, die still und heimlich ihren Nachbarn denunzierten weil er Jude war. Und nach Ende des Krieges hatten solche Leute am lautesten über die Verbrechen der Gestapo geschimpft.

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


nach oben springen

#160

RE: MfS - Informationen an die SED - Oberen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.01.2011 18:03
von PF75 | 3.291 Beiträge

dieses schnelle anpassen hast du bei den heutigen politikern aller parteien,bestes Bsp. ist doch die FDP regieren um jeden preis egal mit wem(wenn Westerwelle kanzler werden könnte würde er auch mit den linken zusammenarbeiten,natürlich nur zum wohl des volkes)


nach oben springen



Besucher
26 Mitglieder und 68 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: rtde
Besucherzähler
Heute waren 2881 Gäste und 172 Mitglieder, gestern 3912 Gäste und 213 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14352 Themen und 556880 Beiträge.

Heute waren 172 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen