#1

Margot Honeckers Chauffeur: In der Handtasche war immer eine Pistole

in DDR Zeiten 30.12.2010 11:35
von Angelo | 12.396 Beiträge

In der Öffentlichkeit war sie "Genossin Minister", ihr Fahrer nannte sie einfach "die Margot": 15 Jahre chauffierte Georg Melzer Margot Honecker und kam der First Lady der DDR so nahe wie wenige. Nach der Wende erinnerte er sich an West-Shopping in der Waldsiedlung und Schimpftiraden gegen Politiker-Frauen. Von Klaus Taubert

Zum ersten Mal fuhr ich die Chefin am 27. August 1974. Sie war gerade in Polen gewesen, wo sie einen Ehrendoktor erhalten hatte. Als einstige Telefonistin legte sie großen Wert auf solche Würden. Ich holte sie am Ostbahnhof ab, verstaute das Gepäck und fuhr los. Ich war sehr aufgeregt und nervös. Als Margot das bemerkte, legte sie ihre linke Hand auf meinen Arm und sagte: "Schorsch, ganz ruhig, fahr einfach wie immer."

Ich war damals 26 Jahre alt, hatte vorher drei Jahre als Grenzer in Berlin gedient und als Fahrer im Volksbildungsministerium gearbeitet. Im Sommer 1974 traf ich Margot Honecker das erste Mal. "Ich bin die Margot", sagte sie, "und du bist also der Schorsch. Wir wollen es dabei belassen, aber in der Öffentlichkeit..." Ich wusste natürlich, dass ich sie vor anderen "Genossin Minister" nennen musste.

Montags, mittwochs und freitags holte ich Margot um 7.30 Uhr in der Waldsiedlung bei Wandlitz vor dem zweigeschossigen Honecker-Haus mit der Nummer 11 ab. Dienstags und donnerstags um 8 Uhr. An den Tagen, an denen ich um 7.30 kam, war Erich Honecker noch im Haus. Dann stand das Fahrrad der Masseurin Erika vor der Tür. Wenn Margot weg war, massierte sie den Generalsekretär und frühstückte danach mit ihm.

Die Chefin begrüßte mich immer mit Handschlag. Gegen alle Empfehlungen setzte sie sich dann neben mich nach vorn, erklärte mir, was tagsüber anlag oder wann ich bei ihrer Tochter Sonja zu sein hatte, um etwas zu erledigen. Im Wagen hörte sie den Berliner Rundfunk, überschlug gelangweilt die Politikseiten im "Neuen Deutschland" und vertiefte sich dann in den Kulturteil. Da kam es schon mal vor, dass sie aufgebracht sagte: "Was schreibt der wieder für eine Scheiße zusammen. Der muss doch blöd sein."

"Schorsch, vergiss die Ampel nicht"

Margots Kleidungsstil war sehr konservativ. Sie bevorzugte Kostüme von hell- bis dunkelgrau, zuweilen auch blau, der Lieblingsfarbe ihres Mannes. Dazu trug sie elegante Blusen. Ihre Röcke gingen immer bis kurz unter die Knie. Wenn ich an einer Kreuzung einem Minirock nachschaute, sagte sie spitz: "Schorsch, vergiss die Ampel nicht."

Margots bevorzugter Einkleider war ein Mann namens Arthur von der hochpreisigen "Exquisit"-Handelskette. Sie besuchte ihn oft in seinem Büro in der Leipziger Straße, wo er sie stets mit Küsschen empfing. Dann hat er bis zu zwei Stunden Maß genommen oder ihr seine neuen Entwürfe gezeigt. Beim Abholen der Kleidung bezahlte ich immer zwischen 500 und 3000 Mark. Ansonsten gönnte sie sich kaum modische Extravaganzen. Sie trug nur eine dünne Halskette, keine Ohrclips oder Broschen, keine Ringe - nicht einmal einen Ehering. Allerdings leistete sie sich den unergründlichen Luxus lila schimmernder Haare. Ihre Friseurin Martina hielt diese Farbe nur für sie bereit.

Zweimal im Monat besuchte Margot ihren Vater Gotthard Feist in seinem kleinen Häuschen in Berlin-Mahlsdorf. Zwischendurch wurde ich mit größeren Paketen zu ihm geschickt, brachte ihm Westprodukte aus der Verkaufsstelle in der Waldsiedlung, darunter Bier in Büchsen und frische Südfrüchte.

Vor dem Untersuchungsausschuss gegen Korruption und Amtsmissbrauch nach der Wende hat Margot behauptet, sie habe ihre Einkäufe im Wesentlichen in Berlin erledigt. Dazu kann ich nur sagen: Ich habe sie nie zu einem Geschäft, einer Kaufhalle zum Einkaufen gefahren. Dagegen wurde ich viele Male nach Wandlitz geschickt, um für Tochter Sonja Speisen aus der Waldsiedlung zu besorgen.

Zu ihrer Sicherheit hatte sie immer eine Pistole dabei

Tochter Sonja hatte beim Studium in Dresden den Chilenen Leo Yanez kennengelernt und ihn trotz anfänglichem Sträuben der Eltern geheiratet. Ihr Sohn Roberto war ein Ausbund an Temperament. Aus dem Ausland ließen die Großeltern für ihn regelmäßig erlesenes Spielzeug einfliegen. Als Robby in den Kindergarten kam, rief er: "Da hängt ja mein Opa."

Mit zwölf Jahren bekam Robby einen Cockerspaniel, der im Haus der Honeckers lebte. Das war der falscheste Hund, den ich je erlebt habe. Margot bekam sich mit Erich in die Haare: "Der macht mir auf den Teppich, dieses Vieh." Deswegen nannte sie ihn "Klecksi". Einmal hat der Köter ihr ins Bein gebissen. Doch das war nicht sein einziges Vergehen: Der Haushälterin Irmchen schnappte er in die Hand und Eberhard vom Personenschutz mussten die Honeckers eine Hose ersetzen. Das Vieh war heimtückisch. Klecksi schlich sich von hinten an und schnappte plötzlich zu. Erich führte ihn oft an der Leine spazieren. Ich glaube, er war der Einzige, der sich mit dem Hund verstand.

Margot Honecker wurden verschiedene Verhältnisse mit Prominenten nachgesagt. Ich kann keines davon bestätigen. Ich weiß aber, wo ich sie häufig absetzen musste, ohne dass es nach dienstlichen Obliegenheiten aussah: Am alten Bahnhof in Wandlitz stieg sie über Jahre mehrmals im Monat aus, schickte mich weg und ging zu Fuß weiter. In Eichwalde, wo einige DDR-Künstler wohnten, hatte ich sie stets am Wasserturm abzusetzen, um sie erst nach Stunden wieder abzuholen. Mitunter fuhr sie mit ihrem weißen Wartburg allein aus der Waldsiedlung. Dabei versteckte sie sich unter einem bunten Kopftuch und einer großen Sonnenbrille. Zu ihrer Sicherheit steckte in ihrer Handtasche immer eine kleine verchromte Pistole, Marke Browning.

"Schorsch, leb wohl, alles Gute für dich."

Zu den anderen Frauen von Staatsoberhäuptern hatte sie ein eher gespaltenes Verhältnis. Unbeschreiblich war ihre Wut auf Raissa Gorbatschowa. Bei ihrem Besuch beim SED-Parteitag 1986 "hatte die nichts Eiligeres zu tun, als in West-Berlin einzukaufen", fauchte Margot. Ich dachte an den Laden in ihrer Waldsiedlung, der mit Westwaren bestückt und für mich als Kraftfahrer tabu war. Generell war sie wütend auf Politiker-Ehefrauen, die ihre Männer auf Reisen begleiteten: "Die liegen zu Hause auf der faulen Haut, sind nicht berufstätig, haben nichts zu tun und kosten den Staat viel Geld mit diesen Reisen." Während des Gipfels Gorbatschow-Reagan 1986 in Reykjavik schimpfte sie: "Was haben die Weiber da zu suchen, wo über Weltpolitik entschieden wird?"

Im Sommer 1989 dann war die Welle der Flüchtenden nicht mehr zu stoppen. Über die Ungarn schimpfte Margot: "Ich verstehe das nicht. Sind die Leute so blöd? Die haben doch in der Schule gelernt, was Kapitalismus bedeutet."

In sich gekehrt und schweigsam erlebte ich sie nach dem Sturz ihres Mannes. Einen Tag, bevor sie selbst nach harten Vorwürfen über ihre verfehlte Bildungspolitik, über die Erziehung ganzer Generationen zum Lügen und Anpassen zurücktrat, gab sie mir den Rat, mich nach einem neuen Job umzusehen.

Meine letzte Fahrt mit ihr Anfang November 1989 ging nach Wandlitz. Schweigend saß sie neben mir. Über 40 Jahre, die meiste Zeit ihres Lebens, hatte sie das Bildungssystem der DDR maßgeblich geprägt. Sie konnte das Scheitern ihres Lebenswerks nicht begreifen. Ich setzte sie vor dem Haus Nummer 11 ab. Sie gab mir die Hand: "Schorsch, leb wohl, alles Gute für dich." Dann verschwand sie. Ich fuhr zurück, gab den Wagen ab, kündigte und begann, Taxi zu fahren.

Margot Honecker, geborene Feist, war von 1963 bis 1989 Volksbildungsministerin der DDR. Die heute 83-Jährige lebt in Santiago de Chile.

Quelle
http://einestages.spiegel.de/external/Sh...l#featuredEntry


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#2

RE: Margot Honeckers Chauffeur: In der Handtasche war immer eine Pistole

in DDR Zeiten 30.12.2010 12:08
von Huf (gelöscht)
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Ja Angelo, was soll man dazu noch sagen?

Zu meinem Patienten-Klientel gehören auch ehemalige erfolgreiche Lehrer, die in der DDR an EOS oder POS ihrem Beruf sehr motiviert nachgegangen sind, ohne sich als unkritische Propagandisten des Systems mißbrauchen zu lassen.
Einige von ihnen waren in gehobenen Positionen, die es ihnen damals ermöglichten, an sog. Pädagogen-Kongressen der DDR teilzunehmen.
Diese nunmehr alten Menschen berichten authentisch über den diktatorischen Führungsstil ihrer Ministerin mit teilweise perfiden Auswüchsen in der Rhetorik und äußerst wenigem Sachverstand.
In den 1980er Jahren kulminierten die Auswüchse der Ministerin nach Angaben der Betroffenen bis ins Unerträgliche.

VG Huf


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#3

RE: Margot Honeckers Chauffeur: In der Handtasche war immer eine Pistole

in DDR Zeiten 30.12.2010 14:30
von X-X-X (gelöscht)
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Das private Leben der "Grossen" ist in der Regel nicht anders als bei den Kleinen. Die Hoehen sind hoeher, die Tiefen auch tiefer. Die Einsichten solcher Zeitzeugen sind immer wertvoll.

Jens


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#4

RE: Margot Honeckers Chauffeur: In der Handtasche war immer eine Pistole

in DDR Zeiten 30.12.2010 15:41
von josy95 | 4.915 Beiträge

Interessanter Bericht. Eben ein Augen- und Ohrenzeuge. Weiß bestimmt noch mehr und pikantere Details, der "Lila- Hexen- Schorschi"...

Hat er ein Buch darüber veröffentlicht oder sind das nur einzelne Schriftsätze kleineren Umfangs?

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

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#5

RE: Margot Honeckers Chauffeur: In der Handtasche war immer eine Pistole

in DDR Zeiten 30.12.2010 15:46
von Alfred | 6.853 Beiträge

josy,

dass Buch hat sicher nicht nur der Fahrer geschrieben, da bekommt man öfter mal Unterstützung...


zuletzt bearbeitet 30.12.2010 15:48 | nach oben springen

#6

RE: Margot Honeckers Chauffeur: In der Handtasche war immer eine Pistole

in DDR Zeiten 30.12.2010 15:59
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Glaube da könnten viele Fahrer und Leibwächter von Politikern und Wirtschaftsbossen aus aller Welt Storys erzählen.

Aber genau das ist auch ihr Job, wofür sie bezahlt werden, die Klappe zu halten!


zuletzt bearbeitet 30.12.2010 16:01 | nach oben springen

#7

RE: Margot Honeckers Chauffeur: In der Handtasche war immer eine Pistole

in DDR Zeiten 30.12.2010 16:17
von SET800 | 3.104 Beiträge

Betreff als Ministerin für Bildung zuständig:

Waren die Schulen und Universitäten ikl. Abendschulen der DDR trotz oder wegen der Arbeit von Margot Honnecker so gut daß "Weltklasse" nicht gelogen ist!



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#8

RE: Margot Honeckers Chauffeur: In der Handtasche war immer eine Pistole

in DDR Zeiten 30.12.2010 17:05
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Das Problem@KID selbige hat gar nicht eingesehen,die feiert Heute noch in Chile mit Verbohrten Dummköpfen den Tag der Republik.


zuletzt bearbeitet 30.12.2010 18:14 | nach oben springen

#9

RE: Margot Honeckers Chauffeur: In der Handtasche war immer eine Pistole

in DDR Zeiten 31.12.2010 07:52
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Alfred
josy,

dass Buch hat sicher nicht nur der Fahrer geschrieben, da bekommt man öfter mal Unterstützung...




@Alfred, aber gerade diese meißt(!) authentischen Berichte von derartiger Zeitzeugen, die am Ort des Geschehens oder in unmittelbarer Nähe von Korifeen saßen, sind doch gerade die Interessantesten...! Vorrausgesetzt, es sind keine Scharlatane, der geübte, sachkundige Leser erkennt dies jedoch schnell.
Wenn so ein Verfasser von, sagen wir mal Erinnerungen, noch eine gute Beobachtungs- und Auffassungsgabe hat(te), dann sind diese Niederschriften eigentlich von unschätzbaren historischem Wert.

Vieles schon längst bekannte ist doch auch schon tausendfach niedergeschrieben, von teils selbst ernannten Historikern und Immer- Besser- wissenden bearbeitet, beschönigt und im Endeffekt kaum noch von Dichtung und Wahrheit zu unterscheiden.

Selbst hat mich letztlich das Buch von Rochus Misch "Der letzte Zeuge" in den Bann gezogen. Er ist es nachweislich nun mal, der letzte Zeuge aus den letzten Tagen des 3. Reiches und den Geschehnissen im Bunker unter der Reichskanzlei. Wen es interessiert, ein absolut empfehlenswertes Buch!

Schau Dich doch aber sonst mal um, wir erleben es doch hier im Forum teilweise auch. Da bilden sich manche mit einer kaum zu überbietenden Dreistigkeit ein, über die untergegangene DDR und ihre Bürger berichten und vor allem urteilen zu können, als wären sie life dabei gewesen. Da bilden sich manche ein, z. Bsp. über Kritiker, Otto- Normalverbraucher, den einfachen Menschen auf der Straße in der ehem. DDR mit seinen Sorgen und Nöten hart zu urteilen, obwohl sie immer auf der -wenn im Verhältnis zu Heute auch nur kleinen- Sonnenseite des Lebens in der DDR (da 100% SED- Linientreu) gesessen haben, Da bilden sich weiterhin manche ein, über das Leben in der DDR der berichten, urteilen zu können, als seinen sie life dabei gewesen. Schaut man nur allein auf ihr Lebensalter, erschrickt man arg: Denn allenfalls haben sie die DDR noch in vollge*chissenen Windeln erlebt...

josy95


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zuletzt bearbeitet 31.12.2010 07:54 | nach oben springen

#10

RE: Margot Honeckers Chauffeur: In der Handtasche war immer eine Pistole

in DDR Zeiten 31.12.2010 08:44
von josy95 | 4.915 Beiträge

...heißer Tip:

Heute befasst sich die allseits beliebte "*ild- Zeitung" auf Seite 10 mit dem Thema und widmet der über alles geliebten Margot doch fast eine 3/4 Seite...

josy95


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#11

RE: Margot Honeckers Chauffeur: In der Handtasche war immer eine Pistole

in DDR Zeiten 31.12.2010 09:41
von SCORN (gelöscht)
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Zitat von josy95

Schau Dich doch aber sonst mal um, wir erleben es doch hier im Forum teilweise auch. Da bilden sich manche mit einer kaum zu überbietenden Dreistigkeit ein, über die untergegangene DDR und ihre Bürger berichten und vor allem urteilen zu können........
josy95



hallo josy95, kannst gleich noch 'ne rote markierung im kalender machen, auch hier sind wir einer meinung
ich möchte nur noch feststellen daß dies bei weitem nicht nur auf dieses forum zutrifft!

zur margot, erstaunlich finde ich allenfalls das eine kleine pistole in der handtaschen der ehefrau des staatsoberhauptes und amtierenden ministerin als schutz für diese person ausreichte. das dürfte damals und heute eher die absolute ausnahme in solchen kreisen gewesen sein.

SCORN


zuletzt bearbeitet 31.12.2010 09:43 | nach oben springen

#12

RE: Margot Honeckers Chauffeur: In der Handtasche war immer eine Pistole

in DDR Zeiten 31.12.2010 10:09
von Rabe (gelöscht)
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Hallo,

auch wenn ich in die Reihe derer eingeordnet werde, die die DDR verherrlichen, die auf Grund ihrer Ausbildung hervorragend pole-
misieren und hier in einer Clique auftreten, habe ich eine Meinung zu Fr. Dr. Honecker und zum Ministerium für Volksbildung.
Zu Fr. Dr. Honecker: Ich kenne diese Frau nicht persönlich. Ob sie nun eine Pistole in ihrer Handtasche hatte oder einen Lippen-
stift etc. ist mir völlig schnuppe. Was man der Frau - ob man sie liebt oder nicht - zugestehen muß, daß sie lange Zeit dem Ministerium
für Volksbildung vorstand. Durch das Ministerium wurde eine" Volksbildung " im wahrsten Sinne des Wortes organisiert und durchgeführt.
Ich beschränke mich nur auf Stichworte: Vorschule in den Kindergärten, Schulsystem, Arbeiter- und Bauernfakultät, Berufsausbildung,
Frauensonderstudien, usw. Und das Ganze fast zum Nulltarif für die Nutzer. Die Volksbildung in der DDR war effektiv und genügte sämtlichen auch internationalen Belangen. Auch nach heutigen Maßstäben. Ich will ja nun nicht mit der Bildung in Deutschland vergleichen, aber Finnland soll ja wenig bildungspolitische Bedenken haben beim Kopieren der DDR - Bildung.
In diesem Sinne hat sich Frau Dr. Honecker verdient gemacht, oder etwa nicht?

Rabe


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#13

RE: Margot Honeckers Chauffeur: In der Handtasche war immer eine Pistole

in DDR Zeiten 31.12.2010 10:31
von Landeposten (gelöscht)
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Mich würde mal interessieren,wie oft der "einfache"Kraftfahrer dabei war wenn sich Frau H.mit der Waffe den Weg frei schießen wußte.


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#14

RE: Margot Honeckers Chauffeur: In der Handtasche war immer eine Pistole

in DDR Zeiten 31.12.2010 10:47
von Alfred | 6.853 Beiträge

Josy,

wer sagt Dir denn, dass im Buch alles korrekt ist ?


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#15

RE: Margot Honeckers Chauffeur: In der Handtasche war immer eine Pistole

in DDR Zeiten 31.12.2010 11:24
von josy95 | 4.915 Beiträge

@Alfred, auch wenn ich selbst von Natur aus sehr, sehr mißtrauisch bin, aber hier vertrau ich schon mal ein ganz klein wenig. Und ich denke mal, Du, viele andere und ich auch haben soviel Lebenserfahrung in der DDR, besser gesagt, auch mit der DDR und ihrem Untergang sammeln können, das wir in gravierenden Dingen schon zwischen gut und böse, Dichtung, Wahrheit, Übertreibung und vor allem Selbstdarstellung unterscheiden können! Und wir waren in vielen Fällen eines: ZEITZEUGEN! Das kann uns niemand nehmen!

In diesem Sinne wünsche ich Dir und allen anderen Usern hierein gesundes und glückliches neues Jahr 2011!

josy95


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#16

RE: Margot Honeckers Chauffeur: In der Handtasche war immer eine Pistole

in DDR Zeiten 31.12.2010 11:27
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von SCORN

Zitat von josy95

Schau Dich doch aber sonst mal um, wir erleben es doch hier im Forum teilweise auch. Da bilden sich manche mit einer kaum zu überbietenden Dreistigkeit ein, über die untergegangene DDR und ihre Bürger berichten und vor allem urteilen zu können........
josy95



hallo josy95, kannst gleich noch 'ne rote markierung im kalender machen, auch hier sind wir einer meinung
ich möchte nur noch feststellen daß dies bei weitem nicht nur auf dieses forum zutrifft!

zur margot, erstaunlich finde ich allenfalls das eine kleine pistole in der handtaschen der ehefrau des staatsoberhauptes und amtierenden ministerin als schutz für diese person ausreichte. das dürfte damals und heute eher die absolute ausnahme in solchen kreisen gewesen sein.

SCORN





@SCORN, das mach ich gern! Und der Margot sei meiner Meinung nach als Frau des Staatsoberhauptes der ehem. DD durchaus eine kleine Zimmerflak in der Handtasche erlaubt gewesen!
...jetzt sind es schon 3 rote Kreuze...!

Auch Dir ein gesundes Neues Jahr!


josy95


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#17

RE: Margot Honeckers Chauffeur: In der Handtasche war immer eine Pistole

in DDR Zeiten 31.12.2010 11:33
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Habe mal irgendwo gelesen, dass jedem Minister und höheren leitenden Parteifunktionär sowie Staatsanwälten eine von der VP gestellte persönliche Pistole erlaubt oder sogar geboten war.


zuletzt bearbeitet 31.12.2010 11:44 | nach oben springen

#18

RE: Margot Honeckers Chauffeur: In der Handtasche war immer eine Pistole

in DDR Zeiten 31.12.2010 11:42
von Landeposten (gelöscht)
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eben...


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#19

RE: Margot Honeckers Chauffeur: In der Handtasche war immer eine Pistole

in DDR Zeiten 31.12.2010 12:00
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Landeposten
Mich würde mal interessieren,wie oft der "einfache"Kraftfahrer dabei war wenn sich Frau H.mit der Waffe den Weg frei schießen wußte.



ohne kommentar


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#20

RE: Margot Honeckers Chauffeur: In der Handtasche war immer eine Pistole

in DDR Zeiten 31.12.2010 12:06
von LO-driver | 750 Beiträge

Über die Verdienste der M.H. haben die vielen Insassen des Spezial-Kinderheimes in Torgau und den vielen anderen im Lande, sicher eine ganz andere Meinung.
Bei ordendlichen Wahlvorgängen, ist eine so lange Dienstzeit auf keinen fall möglich gewesen.



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