#101

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 16.12.2010 10:38
von Boelleronkel (gelöscht)
avatar

Zitat von josy95

Zitat von Pitti53
und mara was war mit denen ,die nicht diese Möglichkeiten der nebenwirtschaft hatten?haben die am hungertuch genagt?glaub ich nicht.in den städten gab es diese möglichkeiten nicht.also hau nicht so auf den putz



Ob nun Putz hauen oder nicht. Die, die nicht diese Möglichkeiten hatten, denen ging es dementsprechend nicht so besonders. Es brauchte niemand zu hungern, das ist unbestritten. Aber große Sprünge waren auch nicht drin. Selbst hab ich 1978 nach Ende meiner Lehre als Schlosser für meinen weiteren Berufsweg als Heizer auf einer Dampflok angefangen, knallharter Job im 4- Schichtdienst. Hab 420 DDR- Mark verdient, das war weiß Gott nicht viel, eher ein Hungerlohn, auch wenn ein Brötchen "nur" 5 Pfennig gekostet hat. andersrum, es gab auch genug ältere Kollegen, die auf Grund ihrer Schulbildung oder anderer Umstände dem genannten Beruf eines Heizers ständig nachgehen mußten, die verdienten vielleicht auf Grund ihres Dienstalters maximal 100 Mark mehr. Damit eine Familie mit 3, 4 oder mehr "Mäulern" ernähren..., hallo, ich weiß ja nicht! Und wer dann auch keine Westverwandschaft hatte...
Da lag auch vielfach die Versuchung nahe, sich über Judaslöhne ein kleines Zubrot zu verdienen...

Traurig aber wahr und auch Realität Made in DDR!

josy95





Hallo Josi,
absoluter Nagelkopftreffer...den Nagel uffn Kopf getroffen

Unsere Kollegen haben gestern Abend schnell mal die SV Ausweise "kontrolliert".Noch ein paar Zahlen die jedenfalls einfach mal die Wahrheit sagen.
Für die" Genossen" die etwas an Gedächtnisverlust leiden

Elektroinstallateure1979 im Handwerk sowie VEB Betriebe bis 400Beschäftigte auch Betriebselektriker genannt.
Monatlich zwischen 480/528 Mark DDR
Tischler/Maurer
397/500 Mark DDR
Betonbauer/Tiefbauer
410/499 Mark DDR

Reichsbahnschlosser
488Mark DDR

Jugendklubleiter in einer Stadt ca 19000 Einwohner
639 Mark DDR
FDGB Feriendienst Sekretärin
410 Mark DDR

Verkäuferin Konsumverkaufsstelle
382 Mark DDR

Heizer VEB Betrieb rund 250 Beschäftigte Molkerei
401 DDR Mark

Kraftfahrer VEB Betrieb PKW/ Barkas1000/W5oLKW
420 DDR Mark

Stomatoligische Schwester Poliklinik
487 DDR Mark

Traktorist LPG 462 DDR Mark

Mitte Ende 80iger

Elektriker/Kraftfahrer/Schlosser/Heizer KIM Industrielle Mast
590/620 DDR Mark

Näherin/Stanzerin/Sekretärin in Technik/Hauptbuchhaltung/Lohnbüro Schuhfabrik 515 DDR Mark

Mitarbeiter Galvanik Leiterplattenwerk
670 DDR Mark

Elektriker 720 DDR Mark

Einrichter 710 DDR Mark

Schlosser/Einrichter 745 DDR Mark

Bei allen Angaben sind keine Leistungslohnbestandteile,Schichtzulagen,Erschwernisse,Sondeschichten,Hilfszug bei Bahn,Ausliegen auf Baustellen, etc berücksichtigt.
Der Anteil in den 80igern war wesentlich höher als in der Zeit davor.
Alles Zahlen aus SV Ausweisen!
Ohne Zusatzverdienst in welcher Form auch immer,war es wohl nicht so leicht,wie Mancher hier behaupten will.
Keiner der Personen war Mitglied irgendwelcher Parteien.

Na dann fröhliches Diskutieren weiterhin!
Gruss BO


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#102

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 16.12.2010 10:46
von chucky | 1.213 Beiträge

mal neben bei, als betonbauer hatte ich 820 mark, inner schmiede 1250 das nur mal anbei. woher hastn deine zahlen, vom weihnachtsmarkt


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#103

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 16.12.2010 10:58
von chucky | 1.213 Beiträge

und mit deiner stoma stimmt auch nicht, meine erste freundin war eene, bääääääääääääääääh


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#104

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 16.12.2010 11:06
von Boelleronkel (gelöscht)
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Das wird nicht bestritten Chucky,
Nur ändert das wenig und wenn Du gut verdienst hast,schön für Dich soll mich freuen.
Für weitere Auskünfte hätten wir ja noch den persönlichen Rentenverlauf,kann ja Jeder selbst nachsehen,auch Du mein Bester.
Mein Part in diesm Thread ist damit gedeckt und werde bitteschön nicht ausfallend!
Gruss BO


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#105

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 16.12.2010 11:11
von chucky | 1.213 Beiträge

warum sollte ich das , hast mir ja nichts getan. nur sollte man nicht sachen verdrehn. ich war dabei und weis von was ich rede.oki
das ist nicht bös


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#106

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 16.12.2010 11:27
von chucky | 1.213 Beiträge

Boelleronkel, überleg mal, bin früher off arbeit gelaufen egal was für wetter. und wenn es überstunden gab, gabs auch mehr kohle, oder nicht.

du hatst ja auch noch ne frau und ein kind


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#107

RE:

in Leben in der DDR 16.12.2010 11:28
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von Alfred
Gert,

was sagt denn der Durchschnittslohn ? Und an der Tanke stehen die dann aus Hobby, Du wirst RECHT haben. Wie arrogant muss man sein .
Alfred auf den polemischen Teil deiner Antwort gehe ich nicht ein.Hier wo ich wohne, kenn ich keine Tanke, wo es noch Tankwarte gibt. Die kenne ich aus den 60er und 70er Jahren. Hier läuft alles auf SB und an der Kasse stehen die Kassierer und die sind meines Wissens überwiegend 400 € Jobber. Wenn es hier Tankwarte gibt, die das als Vollzeittätigkeit ausüben, so würde ich mich über nähere Info freuen ( auch PN). Es soll sich niemand beleidigt fühlen von meinen Aussagen, das ist nicht meine Absicht.

Auch hier im Forum schreibt einer mit, der hat sich für unter 900,00 Euro netto im Schichtsystem an der Tanke den Arsch aufgerissen.

Schau Dir die Links von AMW an.

Die 1.400,00 im Monat, netto oder brutto ?

na Brutto wie alle Lohnangaben. Übrigens nur vorbeugend, dieser Lohn wäre steuerfrei bei Steuerklasse III, also nur Sozialabgaben zu zahlen.





Gruß Gert





@Gert,

da haste Recht mit steuerfrei, allerdings bedeutet StKl. III auch, dass es das höhere Einkommen in der Familie ist, ungünstigenfalls sogar das einzige. Hatte vor gut zwei Jahren im Zuge einer Einstellung von Mitarbeitern ein kurzes Gespräch mit unserem Personalchef. Habe die Zahlen nicht mehr genau im Kopf, aber es lief in etwa darauf hinaus, dass eine Kassiererin mit zwei Kindern weniger Gehalt bekommt, als wenn sie einfach nur ALG II bezieht (inkl. aller Leistungen für Wohnung, Heizung etc.) die sie von ihrem Gehalt begleichen müsste, heißt, sie muss "aufstocken". Ich denke, dass da das Problem heute liegt, dass es eine (zu) große Anzahl Menschen gibt, die ausgebildet sind und dennoch davon allein ihren Lebensunterhalt und den der Familie nicht bestreiten können. Da liegt der soziale Sprengstoff.

Dass Menschen wie @Mara unglaublich Stunden kloppen müssen, um ein einträgliches Einkommen zu haben - 3.000 netto sind schon sehr ordentlich! - und dennoch Sorge haben müssen, dass es für eine dem Arbeitsaufwand angemessene Rente reicht und vor allem, dass sie das Rentenalter überhaupt noch bei Gesundheit und Bewusstsein erleben, dass die Menschen heute in ständiger Sorge leben müssen, ob nicht wieder eine Bande Zocker dafür sorgt, dass die eigene Existenz aufs Spiel gesetzt wird, das alles finde ich sehr bedenklich und hat auch etwas mit menschenwürdigem Leben zu tun.

Du hattest die Möglichkeit, Dir eine ordentliche Existenz zu schaffen, ob das aber repräsentativ für die Mehrheit ist, ich weiß nicht. Denn solche Möglichkeit haben aber nicht alle, und manche, die diese Möglichkeit hätten, erkennen sie nicht.

Wenn ich rausschaue, weiß ich, dass ich heute Abend meine Garage wieder freischaufeln kann . . .


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#108

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 16.12.2010 11:53
von don71 (gelöscht)
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Zitat von chucky
mal neben bei, als betonbauer hatte ich 820 mark, inner schmiede 1250 das nur mal anbei. woher hastn deine zahlen, vom weihnachtsmarkt


Hast Recht 1976 1300 als Schmied.Gruß Jürgen


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#109

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 16.12.2010 12:34
von bendix | 2.642 Beiträge

Zitat von chucky
Boelleronkel, überleg mal, bin früher off arbeit gelaufen egal was für wetter. und wenn es überstunden gab, gabs auch mehr kohle, oder nicht.

du hatst ja auch noch ne frau und ein kind



Zitat
Bei allen Angaben sind keine Leistungslohnbestandteile,Schichtzulagen,Erschwernisse,Sonderschichten,Hilfszug bei Bahn,Ausliegen auf Baustellen, etc berücksichtigt.



@Chucky,lies noch mal was Bo dazu schreibt.
Dazu gehören auch die Überstunden.

Gruß bendix


Das Zufriedene ist leise,das Unzufriedene ist laut.
Gefreiter der Grenztruppen -1980 GAR 40 Oranienburg/Falkensee-GR 34 Groß-Glienicke 1981-1982
zuletzt bearbeitet 16.12.2010 12:36 | nach oben springen

#110

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 16.12.2010 12:40
von chucky | 1.213 Beiträge

aber bendix, in der schmiede war das der grundlohn. haste mehr gemacht, gabs mehr kohle. iss heut och so.

hab mir meine erste stereo anlage davon gekauft


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#111

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 16.12.2010 13:14
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Zitat von Pitti53
und mara was war mit denen ,die nicht diese Möglichkeiten der nebenwirtschaft hatten?haben die am hungertuch genagt?glaub ich nicht.in den städten gab es diese möglichkeiten nicht.also hau nicht so auf den putz



Nou.....kurz über Minimum ist bei dir sicher schon Luxus....

....und @Jawa, wo lüge ich denn...dein Spruch mit der Wahrheit kannste mal bitte sein lassen.....wenn das nämlich das einzige ist was von dir kommt, dann antworte bitte nicht mehr auf meine Ausführungen.....hier gibt es schon genug, die alles von mir geschriebene in Zweifel ziehen....

groetjes uit Chiasso

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
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#112

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 16.12.2010 13:26
von Gert | 12.354 Beiträge

Eine Bemerkung zu den Lohnangaben. Ich muss da den BO argumentativ stützen. Seine Lohnangaben waren für Regelarbeitszeit genannt und ohne sonstige Zulagen. Wenn hier Lohnangaben mit Überstunden gemacht werden, so gibt das keinen fairen Vergleich.

@werner alles richtig was du schriebst, sehe ich auch so. Ich möchte aber auch sagen, dass die Verdienstmöglichkeiten und die Berufswahl sehr von der Qualifikation abhängen. Ich weiss , ich musste meine beiden Söhne manchmal morgens aus dem Bett " prügeln", weil sie "keine Bock" hatten, zur Schule zu gehen. Ich habe damals immer wieder mit ihnen gesprochen, wie wichtig es ist eine solide Ausbildung zu bekommen.
Irgendwann haben sie es "gefressen" und haben sich auf den Hosenboden gesetzt. Einer hat Uniabschluss Dipl Physiker und Informatiker, der andere Fachhochschule und ist IT Spezialist in der chem. Industrie. Beiden geht es hervorragend was Einkommen und berufliche Stellung betrifft. Was will ich damit sagen : das berufliche Schicksal eines Menschen in unserem Lande hängt großenteils von seiner berufl. Bildung und Einstellung zur Arbeit ab. Die, die heute in Billigjobs arbeiten, haben in der Regel " in der Schule nicht aufgepasst ".
Keine Regel ohne Ausnahme, ich räume ein, dass es manchmal auch Akademiker trifft, dass sie arbeitslos werden. Aber deren Zeit als Arbeitslose ist dann meistens kürzer, als bei den schlecht Ausgebildeten. Und ich mache noch eine Einschränkung. Es gibt ein West-Ost Gefälle beim Arbeitsplatzangebot. Hier im Westen von D ist das Angebot an Arbeitsplätzen und auch der Lohn sicher höher als in den Ostprovinzen.
So, und nun könnt ihr auf mich

Viele Grüße aus dem Rheinland, das gerad im Schnee "versinkt"


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#113

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 16.12.2010 14:23
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Boelleronkel

Zitat von josy95
[quote="Pitti53"]und mara was war mit denen ,die nicht diese Möglichkeiten der nebenwirtschaft hatten?haben die am hungertuch genagt?glaub ich nicht.in den städten gab es diese möglichkeiten nicht.also hau nicht so auf den putz



Ob nun Putz hauen oder nicht. Die, die nicht diese Möglichkeiten hatten, denen ging es dementsprechend nicht so besonders. Es brauchte niemand zu hungern, das ist unbestritten. Aber große Sprünge waren auch nicht drin. Selbst hab ich 1978 nach Ende meiner Lehre als Schlosser für meinen weiteren Berufsweg als Heizer auf einer Dampflok angefangen, knallharter Job im 4- Schichtdienst. Hab 420 DDR- Mark verdient, das war weiß Gott nicht viel, eher ein Hungerlohn, auch wenn ein Brötchen "nur" 5 Pfennig gekostet hat. andersrum, es gab auch genug ältere Kollegen, die auf Grund ihrer Schulbildung oder anderer Umstände dem genannten Beruf eines Heizers ständig nachgehen mußten, die verdienten vielleicht auf Grund ihres Dienstalters maximal 100 Mark mehr. Damit eine Familie mit 3, 4 oder mehr "Mäulern" ernähren..., hallo, ich weiß ja nicht! Und wer dann auch keine Westverwandschaft hatte...
Da lag auch vielfach die Versuchung nahe, sich über Judaslöhne ein kleines Zubrot zu verdienen...

Traurig aber wahr und auch Realität Made in DDR!

josy95





Hallo Josi,
absoluter Nagelkopftreffer...den Nagel uffn Kopf getroffen

Unsere Kollegen haben gestern Abend schnell mal die SV Ausweise "kontrolliert".Noch ein paar Zahlen die jedenfalls einfach mal die Wahrheit sagen.
Für die" Genossen" die etwas an Gedächtnisverlust leiden

Elektroinstallateure1979 im Handwerk sowie VEB Betriebe bis 400Beschäftigte auch Betriebselektriker genannt.
Monatlich zwischen 480/528 Mark DDR
Tischler/Maurer
397/500 Mark DDR
Betonbauer/Tiefbauer
410/499 Mark DDR

Reichsbahnschlosser
488Mark DDR

Jugendklubleiter in einer Stadt ca 19000 Einwohner
639 Mark DDR
FDGB Feriendienst Sekretärin
410 Mark DDR

Verkäuferin Konsumverkaufsstelle
382 Mark DDR

Heizer VEB Betrieb rund 250 Beschäftigte Molkerei
401 DDR Mark

Kraftfahrer VEB Betrieb PKW/ Barkas1000/W5oLKW
420 DDR Mark

Stomatoligische Schwester Poliklinik
487 DDR Mark

Traktorist LPG 462 DDR Mark

Mitte Ende 80iger

Elektriker/Kraftfahrer/Schlosser/Heizer KIM Industrielle Mast
590/620 DDR Mark

Näherin/Stanzerin/Sekretärin in Technik/Hauptbuchhaltung/Lohnbüro Schuhfabrik 515 DDR Mark

Mitarbeiter Galvanik Leiterplattenwerk
670 DDR Mark

Elektriker 720 DDR Mark

Einrichter 710 DDR Mark

Schlosser/Einrichter 745 DDR Mark

Bei allen Angaben sind keine Leistungslohnbestandteile,Schichtzulagen,Erschwernisse,Sondeschichten,Hilfszug bei Bahn,Ausliegen auf Baustellen, etc berücksichtigt.
Der Anteil in den 80igern war wesentlich höher als in der Zeit davor.
Alles Zahlen aus SV Ausweisen!
Ohne Zusatzverdienst in welcher Form auch immer,war es wohl nicht so leicht,wie Mancher hier behaupten will.
Keiner der Personen war Mitglied irgendwelcher Parteien.

Na dann fröhliches Diskutieren weiterhin!
Gruss BO



Hallo @Bölleronkel,

Du alter Krawallbruder ...das mein ich absolut positiv..., weil auch Dein Beitrag den Nagel nicht nur auf den Kopf trifft, sondern mit einem Schlag im Holze versenkt! Ich maße mir mal an, Deinen Zahlen voll und ganz zuzustimmen, obwohl ich im Moment und für mich völlig ausreichend nur eine Überprüfung auf Plausibilitätsebene gemacht hab!
Meine Angabe mit den 420 DDR- Mark 1978 für einen Dampflokheizer im 4- Schichtsystem waren die "Ausbeute" inclusive Zuschläge für Nachtschichten, Sonn- und Feiertagsarbeit. Und wie Du ganz richtig schreibst, änderte sich das Lohnniveau mit Eintritt in die 80- er Jahre erheblich, vemutlich eine traktische Entscheidung der SED- Bonzen (VIII. und IX. Parteitag) zur Motivierung der Massen, ohne die finanzpolitischen Folgen (Inflation ect.) dabei zu berücksichtigen...

Selbst hab ich das bei meiner Rückkehr in den Beruf nach meiner NVA- Zeit im Mai 1980 schon in der Lohntüte gespürt, und es ging dann von Jahr zu Jahr aufwärts mit den Pinunsen zum Zahltag..., möchte sogar behaupten, wir als Reichsbahner im Schichtdienst und mit einigen Qualifikationen wie z. Bsp. Lokführer, Wagenmeister, Zugführer waren im Vergleich Gut- bis Sehr- Gut- Verdiener! Klar, Schichtdienst war (und ist) nun mal mit Entbeehrungen verbunden und nicht unbedingt familienfreundlich. Anders gesagt gibt es nie genügend Geld dafür, diese Nachteile angemessen zu vergüten. Ich kann aber z. Bsp. von mir behaupten, das es meiner Familie mit 2 Kindern zumindest finanziel gut bis fast sehr gut ging! Das war aber dann erst so ab Mitte der 80-er bis zum Ende der DDR der Fall...

Und was den "Nebenverdienst" derer anbelangt, die nicht so gut verdienten, aber auch irgendwo am (normalen!) Leben teilhaben wollten, sich und ihrer Familie (!!!) auch mal einen Ostseeurlaub im Privatbungalow gönnen wollten, sich einen mega- überteuerten, gebrauchten Trabbi oder Wartburg ect. nur auf dem Schwarzmarkt kaufen konnten, hier passt @Feliks D`s. Thread mit den (geklauten) Trabbis eigentlich sehr gut zu. Entweder man hatte Möglichkeiten, Zusatzverdienste zu "organisieren", so wie es @Mara treffend dargestellt hat oder es wurde eben schlimmer geklaut als wie bei den Elstern...

Einige scheinen hier wirklich an akuten Gedächtnisverlust zu leiden odedr hatten schon zu DDR- Zeiten realitätsverlustige Zwangsneurosen...

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 16.12.2010 14:34 | nach oben springen

#114

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 16.12.2010 14:31
von josy95 | 4.915 Beiträge

sorry, Beitrag gelöscht, da doppelt abgespeichert ...Fehler???????????

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 16.12.2010 14:33 | nach oben springen

#115

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 16.12.2010 15:59
von Theo85/2 | 1.198 Beiträge

Zitat von Gert
Eine Bemerkung zu den Lohnangaben. Ich muss da den BO argumentativ stützen. Seine Lohnangaben waren für Regelarbeitszeit genannt und ohne sonstige Zulagen. Wenn hier Lohnangaben mit Überstunden gemacht werden, so gibt das keinen fairen Vergleich.

@werner alles richtig was du schriebst, sehe ich auch so. Ich möchte aber auch sagen, dass die Verdienstmöglichkeiten und die Berufswahl sehr von der Qualifikation abhängen. Ich weiss , ich musste meine beiden Söhne manchmal morgens aus dem Bett " prügeln", weil sie "keine Bock" hatten, zur Schule zu gehen. Ich habe damals immer wieder mit ihnen gesprochen, wie wichtig es ist eine solide Ausbildung zu bekommen.
Irgendwann haben sie es "gefressen" und haben sich auf den Hosenboden gesetzt. Einer hat Uniabschluss Dipl Physiker und Informatiker, der andere Fachhochschule und ist IT Spezialist in der chem. Industrie. Beiden geht es hervorragend was Einkommen und berufliche Stellung betrifft. Was will ich damit sagen : das berufliche Schicksal eines Menschen in unserem Lande hängt großenteils von seiner berufl. Bildung und Einstellung zur Arbeit ab. Die, die heute in Billigjobs arbeiten, haben in der Regel " in der Schule nicht aufgepasst ".
Keine Regel ohne Ausnahme, ich räume ein, dass es manchmal auch Akademiker trifft, dass sie arbeitslos werden. Aber deren Zeit als Arbeitslose ist dann meistens kürzer, als bei den schlecht Ausgebildeten. Und ich mache noch eine Einschränkung. Es gibt ein West-Ost Gefälle beim Arbeitsplatzangebot. Hier im Westen von D ist das Angebot an Arbeitsplätzen und auch der Lohn sicher höher als in den Ostprovinzen.
So, und nun könnt ihr auf mich

Viele Grüße aus dem Rheinland, das gerad im Schnee "versinkt"




WOOOO?

Theo 85/2


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#116

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 16.12.2010 16:13
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Jau Josy, deine letzten Sätze sagen wohl so einiges....is mir eigendlich auch egal, ob einer findet, das ich Blödsinn erzähle....ich selber weiß ja für mich wie es war.....und ja, wir waren ein Volk der Arbeiter und Bauern.....gearbeitet und (an)gebaut haben wir den ganzen lieben Tag....so sollte es dann wohl sein....

....ja und das keiner hungern mußte war auch schön, das alle versichert waren auch....und das es jede Menge Dinge echt unter Preis gab ist auch nicht schlecht gewesen....keiner soll denken, das ich die DDR schlecht reden will....aber ansonsten hab ich doch lieber die Möglichkeiten von heute....und ich hätte es super geschafft im Westen, wenn ich von Anfang an hier gewesen wäre....das ich heute kutsche, wollte ich so....ich hätte auch andere Dinge machen können, Angebote hatte ich genug Anfang der 90er....ich hatte die Wahl....dumm bin ich nicht, ich hatte immer supergute Zeugnisse, nur zum studieren hatte ich keine Lust und es wär mir ohne SED-Beitritt und so eh nich erlaubt worden in der DDR und im Westen dann, hatte ich erstmal andere Dinge am Kopp....so hab ich es sein gelassen, sehr zum Verdruß meiner Lehrer und meiner Eltern.....aber ich bin heute zufrieden....ich kann locker mal frei nehmen, wenn's sein muß lange, und auf Reisen gehen und mir die Welt anschauen.....eingeschlossen bin ich heut nicht mehr....

groetjes uit Carpiano

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
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#117

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 16.12.2010 16:22
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Theo85/2

Zitat von Gert
Eine Bemerkung zu den Lohnangaben. Ich muss da den BO argumentativ stützen. Seine Lohnangaben waren für Regelarbeitszeit genannt und ohne sonstige Zulagen. Wenn hier Lohnangaben mit Überstunden gemacht werden, so gibt das keinen fairen Vergleich.

@werner alles richtig was du schriebst, sehe ich auch so. Ich möchte aber auch sagen, dass die Verdienstmöglichkeiten und die Berufswahl sehr von der Qualifikation abhängen. Ich weiss , ich musste meine beiden Söhne manchmal morgens aus dem Bett " prügeln", weil sie "keine Bock" hatten, zur Schule zu gehen. Ich habe damals immer wieder mit ihnen gesprochen, wie wichtig es ist eine solide Ausbildung zu bekommen.
Irgendwann haben sie es "gefressen" und haben sich auf den Hosenboden gesetzt. Einer hat Uniabschluss Dipl Physiker und Informatiker, der andere Fachhochschule und ist IT Spezialist in der chem. Industrie. Beiden geht es hervorragend was Einkommen und berufliche Stellung betrifft. Was will ich damit sagen : das berufliche Schicksal eines Menschen in unserem Lande hängt großenteils von seiner berufl. Bildung und Einstellung zur Arbeit ab. Die, die heute in Billigjobs arbeiten, haben in der Regel " in der Schule nicht aufgepasst ".
Keine Regel ohne Ausnahme, ich räume ein, dass es manchmal auch Akademiker trifft, dass sie arbeitslos werden. Aber deren Zeit als Arbeitslose ist dann meistens kürzer, als bei den schlecht Ausgebildeten. Und ich mache noch eine Einschränkung. Es gibt ein West-Ost Gefälle beim Arbeitsplatzangebot. Hier im Westen von D ist das Angebot an Arbeitsplätzen und auch der Lohn sicher höher als in den Ostprovinzen.
So, und nun könnt ihr auf mich

Viele Grüße aus dem Rheinland, das gerad im Schnee "versinkt"




WOOOO?

Theo 85/2




Düsseldorf !


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#118

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 16.12.2010 16:28
von Gert | 12.354 Beiträge

Wenn ich die Zahlen der Einkommen in den verschiedenen Berufen sehe, die BO als Post eingestellt hat fällt mir der Spruch ein:

Im Kapitalismus wird der Mensch durch den Menschen ausgebeutet, im Sozialismus ist es genau umgekehrt.

Mein persönlicher Kommentar : ich habe mich lieber von Kapitalisten ausbeuten lassen, es war weitaus ergiebiger für mich und hat mehr Spass gemacht.

Gruß Gert


.
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#119

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 16.12.2010 16:36
von Theo85/2 | 1.198 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von Theo85/2

Zitat von Gert
Eine Bemerkung zu den Lohnangaben. Ich muss da den BO argumentativ stützen. Seine Lohnangaben waren für Regelarbeitszeit genannt und ohne sonstige Zulagen. Wenn hier Lohnangaben mit Überstunden gemacht werden, so gibt das keinen fairen Vergleich.

@werner alles richtig was du schriebst, sehe ich auch so. Ich möchte aber auch sagen, dass die Verdienstmöglichkeiten und die Berufswahl sehr von der Qualifikation abhängen. Ich weiss , ich musste meine beiden Söhne manchmal morgens aus dem Bett " prügeln", weil sie "keine Bock" hatten, zur Schule zu gehen. Ich habe damals immer wieder mit ihnen gesprochen, wie wichtig es ist eine solide Ausbildung zu bekommen.
Irgendwann haben sie es "gefressen" und haben sich auf den Hosenboden gesetzt. Einer hat Uniabschluss Dipl Physiker und Informatiker, der andere Fachhochschule und ist IT Spezialist in der chem. Industrie. Beiden geht es hervorragend was Einkommen und berufliche Stellung betrifft. Was will ich damit sagen : das berufliche Schicksal eines Menschen in unserem Lande hängt großenteils von seiner berufl. Bildung und Einstellung zur Arbeit ab. Die, die heute in Billigjobs arbeiten, haben in der Regel " in der Schule nicht aufgepasst ".
Keine Regel ohne Ausnahme, ich räume ein, dass es manchmal auch Akademiker trifft, dass sie arbeitslos werden. Aber deren Zeit als Arbeitslose ist dann meistens kürzer, als bei den schlecht Ausgebildeten. Und ich mache noch eine Einschränkung. Es gibt ein West-Ost Gefälle beim Arbeitsplatzangebot. Hier im Westen von D ist das Angebot an Arbeitsplätzen und auch der Lohn sicher höher als in den Ostprovinzen.
So, und nun könnt ihr auf mich

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WOOOO?

Theo 85/2




Düsseldorf !




Hallo Gert

Auch wir versinken im Schnee!

Meine Frage bezog sich auf Ostprovinzen

Gruß
Theo 85/2


zuletzt bearbeitet 16.12.2010 16:38 | nach oben springen

#120

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 16.12.2010 16:39
von Jawa 350 | 676 Beiträge

Zitat von Gert
Eine Bemerkung zu den Lohnangaben. Ich muss da den BO argumentativ stützen. Seine Lohnangaben waren für Regelarbeitszeit genannt und ohne sonstige Zulagen. Wenn hier Lohnangaben mit Überstunden gemacht werden, so gibt das keinen fairen Vergleich.

@werner alles richtig was du schriebst, sehe ich auch so. Ich möchte aber auch sagen, dass die Verdienstmöglichkeiten und die Berufswahl sehr von der Qualifikation abhängen. Ich weiss , ich musste meine beiden Söhne manchmal morgens aus dem Bett " prügeln", weil sie "keine Bock" hatten, zur Schule zu gehen. Ich habe damals immer wieder mit ihnen gesprochen, wie wichtig es ist eine solide Ausbildung zu bekommen.
Irgendwann haben sie es "gefressen" und haben sich auf den Hosenboden gesetzt. Einer hat Uniabschluss Dipl Physiker und Informatiker, der andere Fachhochschule und ist IT Spezialist in der chem. Industrie. Beiden geht es hervorragend was Einkommen und berufliche Stellung betrifft. Was will ich damit sagen : das berufliche Schicksal eines Menschen in unserem Lande hängt großenteils von seiner berufl. Bildung und Einstellung zur Arbeit ab. Die, die heute in Billigjobs arbeiten, haben in der Regel " in der Schule nicht aufgepasst ".
Keine Regel ohne Ausnahme, ich räume ein, dass es manchmal auch Akademiker trifft, dass sie arbeitslos werden. Aber deren Zeit als Arbeitslose ist dann meistens kürzer, als bei den schlecht Ausgebildeten. Und ich mache noch eine Einschränkung. Es gibt ein West-Ost Gefälle beim Arbeitsplatzangebot. Hier im Westen von D ist das Angebot an Arbeitsplätzen und auch der Lohn sicher höher als in den Ostprovinzen.
So, und nun könnt ihr auf mich

Viele Grüße aus dem Rheinland, das gerad im Schnee "versinkt"



Ja es gab einen großen Unterschied; in der DDR konnte jeder der entsprechende Leistungen brachte auch studieren - heute kann das nur der der es auch bezahlen kann! Wo sind wir bloß gelandet?


MfG
Jawa350
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