#61

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 14.12.2010 20:03
von Pitti53 | 8.790 Beiträge

Zitat von SkinnyTrucky

Zitat von Alfred
Mara,

billiger geht es kaum was Du ablieferst.

Ich kannte ja nun auch einige SELBSTSTÄNDIGE in der DDR, aber einer der nur rund 200,00 Mark verdiente war unter denen ganz sicher nicht. Da gab es mehr das Gegenteil, dass die mehr Geld verdienten - bekamen- als andere.


Als hätte man in der DDR Oberst oder beim MfS sein müssen und Geld zu verdienen. Da gab es ganz andere Kategorien.

Es soll wohl auch den einen oder anderen Facharbeiter gegeben haben der ganz gut lebte ...





Ich möchter die Admins darauf aufmerksam machen, das Alfred grundsätzlich meine Posts als billig und unwahr abstempelt.....ich bin es sowas von satt.....

@ Alfred....aber genauso war es.....so gut ward ihr wohl nich informiert....

groet

Mara



gelesen und zur Kenntnis genommen mara.irgendwie befindest du dich aber auf dem holzweg.les dir mal die letzten beiträge noch mal durch.

und Hilfe brauchst du bestimmt nicht von uns


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#62

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 14.12.2010 20:09
von Pitti53 | 8.790 Beiträge

Zitat von SkinnyTrucky
Und hör mal Gilbert.....wir haben uns echt krummgebuckelt, das ihr die Nutriafelle und die Schweine an den Klassenfeind verscherbeln konntet.....ihr habt doch überhaupt keine Ahnung wieviel Zeit und Mühe das gekostet hat.....und dann noch erzählen, das es jeder bBeschreibung spottet.....

....habt ihr denn jemals körperlich hart gearbeitet.....???????????


mara auch mußte schon als Kind mit anpacken.Mein Papa war förster mit 5 kindern.zum Forsthof gehörte früher auch ne menge Land.wir hatten 3 Kühe,5 Schweine,Enten, Puten,Hühner und anderes Getier....erzähl du mir nix von körperlicher Arbeit...nach der schule noch 3-4 auf den acker oder in den Stall war normal...das ging aber fast jedem so,der auf dem land lebte.

in der staft war es sicher anders..

aber für die "nebenberufliche " landwirtschaft hat es sich auf jeden fall auch gelohnt.für 600.- mark hätte das keiner gemacht..da waren ganz andere gweinne drin,bei den aufkraufpreisen


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#63

RE:

in Leben in der DDR 14.12.2010 20:13
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Alfred
Gert,

ich kenne z.B. Personen die arbeiten als Tischler bzw. an einer Tanke.





Ich habe im Internet recherchiert und die folgenden Zahlen ermittelt :

Durchschnittslohn Tischler/Schreiner

NRW= 22.500 €/anno = 1875,00€/Monat
Sachsen Anhalt = 16.800€/anno = 1400 €/Monat

Über den Tankstellenjob brauchen wir uns nicht unterhalten. Du weisst genau wie ich, dass das kein Beruf ist der in Vollzeit durchgeführt wird , sondern zu 99% von 400 € Jobbern ausgeführt wird. Der ist ja wohl nicht repräsentativ für Lohnvergleiche.
Quelle der Zahlen : www.gehalts-check.de

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#64

RE:

in Leben in der DDR 14.12.2010 20:53
von Alfred | 6.853 Beiträge

Gert,

was sagt denn der Durchschnittslohn ? Und an der Tanke stehen die dann aus Hobby, Du wirst RECHT haben. Wie arrogant muss man sein .

Auch hier im Forum schreibt einer mit, der hat sich für unter 900,00 Euro netto im Schichtsystem an der Tanke den Arsch aufgerissen.

Schau Dir die Links von AMW an.

Die 1.400,00 im Monat, netto oder brutto ?


zuletzt bearbeitet 14.12.2010 20:57 | nach oben springen

#65

RE:

in Leben in der DDR 14.12.2010 20:53
von Jawa 350 | 676 Beiträge

Mensch Gert merkst Du denn nicht selbst was bei Dir 40 Jahre im Westen bewirgt haben?
Du glaubst alles was man Dir vorsetzt! Die Fälschungen beginnen doch schon damit das bei vielen Umfragen bewust keine aus dem Osten befragt werden .
Es ist nicht böse gemeint - aber denk mal drüber nach!


MfG
Jawa350
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#66

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 14.12.2010 20:59
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Mike59

Zitat von Gert

Zitat von Alfred
Gert,

Fakt ist und bleibt, dass man in der DDR mit 1.400,00 Mark - wenn sogar ledig , wie Moreau - sehr gut leben konnte.

Und mit dem Lohn um die 800,00 Euro . Wer den bekommt, viel zu viele.

Ab und zu habe ich bei Dir den Eindruck, dass Du -durch Deinen selbst erwähnten Wohlstand- schon ein wenig von der Realität abgerückt bist.







Alfred mit deinen Allgemeinplätzen kann ich gar nichts anfangen. Du hast die Behauptung aufgestellt, dass viele für 800 € arbeiten. Ich hatte gefragt, was das für konkrete Tätigkeiten sind, für die dieser Lohn gezahlt wird. Diese Frage hast du bisher nicht beantwortet.
Du bist doch sonst immer für Fakten und Beweise, also "Butter bei die Fische"

Gruß Gert



-------------------------------------
Na hier hätten wir ja z.B. die vielgeschundene Frisöse

http://www.sueddeutsche.de/app/jobkarrie...rchAction=abisz

Ansonsten gibt es in den unteren Berufsgruppen kaum noch tarifliche Bezahlung um die 800 Euronen. Das Spektrum wird doch fast komplett mit 400 Euro Jobs abgedeckt. Davon benötigen die Leute dann 2 - 3 um über die Runden zu kommen und haben trotz allem keine 1200 in der Tasche. Den Rest bringt dann der Staat auf.

Mike59




Mike was du hier über die 400 € Jobber schreibst ist nicht gesetzeskonform. Es ist nicht erlaubt, mehr als einen 400€ Job auszufüllen.
Ich habe als Kassenwart und Vorstandsmitglied in einem Sportverein 400 € Jobber ( Putzfrau, Platzwart und so) beschäftigt und bin in einem Fall unangenehm bei der Bundesknappschaft aufgefallen. Die Bundesknappschaft ist zuständig für diese Jobs bundesweit und dorthin werden die Beiträge abgeführt. In einem Fall wurde ich angesprochen, dass eine meiner Arbeitskräfte 2 solche Jobs hat. Sie hatte es mir nicht gesagt und gab sich unwissend über die Gesetzeslage. Sie musst einen der beiden Jobs sofort beenden(Am Tage, als der Brief bei mir einging). Also das geht nicht so locker wie du schreibst mal eben 3 Minijobs und 1200 € Einkommen generieren.


Gruß Gert


.
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#67

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 14.12.2010 21:48
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Stabsfähnrich
STOP................wieder zurück zum Thema. Persönliche Befindlichkeiten bitte untereinander per PM behandeln!!!!!!




Das dritte Stop hier? Berechtigt und ich habe sie jetzt nicht gezählt, aber da scheinbar an 2 weiteren Themen interesse besteht sollte der Thread lieber gesplittet werden.

Es gab da im Übrigen ja nicht nur Spionage @matik, in anderen Bereichen gab es ebenfalls hohe Arbeitsbelastung hervorgerufen durch vielfältige Tätigkeiten wie die Durchführung von Vorprüfungshandlungen, Ermittlungverfahren inkl. Vernehmungen, rechtliche Stellungnahmen für andere DE verfassen, Öffentlichkeitsmaßnahmen, Informationsgewinnung für EV, IM-Werbung und Personenaufklärung, sowie eine Reihe weiterer sich aus der jeweiligen Lage ergebenen Handlungen. Diese gestellten Kampfaufgaben mit ca. 40 MA in hoher Effektivität und Qualität zu realisieren bedeute für jeden einzelnen eine entsprechend hohe quantitative und qualitative Arbeitsbelastung, die mit Einschnitten im Privat- und Familienleben verbunden waren wie sie außerhalb der bewaffneten Organe wohl nur die wenigsten kannten.

Ob sich mit Dir konstruktiv diskutieren lässt, oder ob Du wie deine Antwort an @Alfred vermuten läßt nur ein weiterer Kasper und "Experte" hier bist, wird sich zeigen.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 14.12.2010 21:58 | nach oben springen

#68

RE:

in Leben in der DDR 14.12.2010 22:02
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Altermaulwurf
Zum Thema Löhne / Zeitarbeit mal ein Gespräch was ich dieses Jahr mit 2 Zeitarbeitern in meinem Betrieb geführt habe. Beide schimpften über ihre Bezahlung und einer sinnierte, wie lange er sich das Arbeiten denn noch leisten könne. Nachgefragt, folgende Antwort:
- Steuerklasse 4 und nur 900 .- bis 1000 .- € Netto
- Auto soll bzw. war Voraussetzung um überhaupt die von der Zeitarbeit vorgegebenen Einsatzorte zu erreichen ( wer den ÖPNV hier in Schwaben kennt weiss warum )
- Lebenshaltungskosten und gelegentliche Winterreifen, Reparaturen, Steuern , Versicherung übersteigen den Hungerlohn, so dass er auf Ersparnisse zurückgreift und eventuell Schulden machen muss
- Einwände beim Arbeitsamt wurden mit pauschalen Sperrdrohungen weggebügelt

Da macht die Arbeit Spass und der Mensch kann die Freiheit genießen Gerd !

Insgesamt kommen sich immer mehr Menschen in dieser BRD mehr vom normalen Leben ausgeschlossen und in den Grenzen die Arbeitsagentur und Niedriglohn für sie setzen eingeschlossen vor.

Absolute Freihei kann und wird es nicht geben und Freiheitsrechte werden immer irgendwelchen Zwängen unterliegen.
Das DDR Bürger sicher in einigen Fragen wie Reisefreiheit eingeschränkt waren, liegt aber auch am BRD Alleinvertretungsanspruch und den wirtschaftlichen Maßnahmen gegen die DDR - leider muss sich der Bauer einzäunen, wenn ihn der Nachbar die Herde mit Futter weglockt und seine Felder abernten will.

Übrigens Gerd, der Durchschnittslohn vieler Bäckereiverkäuferinnen liegt hier in Schwaben bei ca. 5.- €. Einer Kollegin die diesen Beruf erlernte und fragte wie sie davon leben sollte wurde geantwortet: " wohnt bei Eueren Eltern dann langt das und später verdient Euer Mann....."
Mit so einen niedrigen Einkommen ist man auch gefangen und eingesperrt...............



AMW so falsch wie die Schreibweise meines Namens , sind auch die von dir angeführten Fakten.
1) Steuerklasse 4 bedingt einen Ehegatten mit der gleichen Steuerklasse und nominal gleichen Lohn. Also habe sie zusammen 2000 €.
Ist kein Lohn, der einen vom Hocker reisst, aber auch kein Dumpinglohn.

2)Dein Argument mit der Abwerbung ist so ein alter Hut(reicht bis in die 50erJahre) dass man dazu eigentlich nichts mehr sagen kann weil an Absurdität nicht zu überbieten.

3)Das mit der Bäckereifachverkäuferin ist auch kaum zu glauben. Entweder ist sie angelernt und hat sich schlecht verkauft oder sie ist Fachkraft und wird von dem Chef betrogen. Sende dir mal in der PDF mit den Tariflöhnen Bäckereifachverkäuferin in NRW.

Gruß Gert


Dateianlage:
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#69

RE:

in Leben in der DDR 14.12.2010 22:54
von Altermaulwurf (gelöscht)
avatar

Lieber Gert,
Du rundest da recht großzügig auf und macht die etwas über 900.-€ für einen Facharbeiter auch nicht aktzeptabler. Zur Höhe der
Einkünfte seiner Ehefrau kann ich nichts sagen, aber seinen Äußerungen nach ging es ihnen recht bescheiden, noch dazu wo unsere Gegend ein recht teueres Pflaster ist - 2000.- € hatten sie sicher nicht, denn er lag grenzwertig zum Hartz IV Satz.
Tarifliche Bezahlung ist hier inzwischen eher die Ausnahme, denn die Regel. Dazu wird versucht die Leute durch umgruppierung lohnmäßig zu drücken. Beispiele kann ich Dir wenn Du willst, mal im persönlichen Gespräch mehr als genug darlegen.
Lohndrücker unter den Arbeitgebern gibt es ja hier genug, allein was zeitweise mit der Drogeriemarktkette Schlecker lief, spottet aller Beschreibung ( Stammsitz Ehingen unweit von mir ).
Die 5.- € für die Bäckereiverkäuferin sind ein Fakt und leider sind viele Frauen als Zuverdienst darauf angewiesen.

Ich weiss nicht in was für einer Welt Du lebst, aber Lohndumping und Niedriglöhne sind mittlerweile in fast jeden Betrieb angekommen. Generell steigt der Anteil nicht zum Leben ausreichender Löhne bedrohlich an, die USA lassen grüßen.
Über die Folgen für unser Sozialsystem werden sich viele noch die Augen reiben ( Altersarmut, immer weniger Kinder usw. )

Was Du an der Frage der Abwerbung so absurd findest, solltest Du mir schon etwas näher untersetzen, natürlich hat die stattgefunden und hat sich für den Westen als ökonomisch stärkeren Part geradezu angeboten. Die DDR wäre wirtschaftliche durch die Abwerbung von Spezialisten in Schlüsselpositionen ausgeblutet.

Um auf den Ausgangspunkt zurück zu kommen, die Grenzschließung war auch durch Handlungen und den Alleinvertretungsanspruch des Westens mit verursacht, wer das verneint verleugnet historische Tatsachen.

Gruß AMW


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#70

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 14.12.2010 23:10
von matik (gelöscht)
avatar

Zitat Alfred

so wie Du schreibst hat dies was von Kindergarten.

Dafür ist mir meine Zeit zu SCHADE.

Lieber Alfred,
wie du dir deine Zeit einteilst, ist deine persöhnliche Sache aber trotzdem danke für deine Zeilen. Im Kindergarten würde man sich jetzt vielleicht die Schaufel am Kopf hauen...



Nett wäre von dir, meine Fragen zu beantworten und NICHT auf ein Kindergartenniveau auszuweichen. Du musst es nicht, aber eigentlich sollte es für dich doch kein Problem sein, oder?!

und nicht vergessen, freundlich bleiben.


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#71

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 14.12.2010 23:52
von matik (gelöscht)
avatar

von Felix:

Das dritte Stop hier? Berechtigt und ich habe sie jetzt nicht gezählt, aber da scheinbar an 2 weiteren Themen interesse besteht sollte der Thread lieber gesplittet werden.

Es gab da im Übrigen ja nicht nur Spionage @matik, in anderen Bereichen gab es ebenfalls hohe Arbeitsbelastung hervorgerufen durch vielfältige Tätigkeiten wie die Durchführung von Vorprüfungshandlungen, Ermittlungverfahren inkl. Vernehmungen, rechtliche Stellungnahmen für andere DE verfassen, Öffentlichkeitsmaßnahmen, Informationsgewinnung für EV, IM-Werbung und Personenaufklärung, sowie eine Reihe weiterer sich aus der jeweiligen Lage ergebenen Handlungen. Diese gestellten Kampfaufgaben mit ca. 40 MA in hoher Effektivität und Qualität zu realisieren bedeute für jeden einzelnen eine entsprechend hohe quantitative und qualitative Arbeitsbelastung, die mit Einschnitten im Privat- und Familienleben verbunden waren wie sie außerhalb der bewaffneten Organe wohl nur die wenigsten kannten.

Ob sich mit Dir konstruktiv diskutieren lässt, oder ob Du wie deine Antwort an @Alfred vermuten läßt nur ein weiterer Kasper und "Experte" hier bist, wird sich zeigen.

Hallo Felix,

was für ein Aufwand und am Ende bleibt nix, aber auch gar nix....DDR, SED und MfS total egal, ist weg. Wer ist denn nun der Kasper ?!

Ich muss nicht über "DAMALS" diskutieren und ein "EXperte" in sachen MfS möchte ich gar nicht sein.

Wie Du mit der alten Geschichte des MfS, der DDR etc. umgehst, ist dein Problem. Verschone mich mit deinen Vermutungen.


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#72

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 15.12.2010 08:02
von Rotti | 83 Beiträge

Hallo und im Detail Rabe,

die Gelddiskussion interessiert mich nicht so sehr.. Natürlich konnte man mit 800 Mark in der DDR leben, es gab nur welche die hatten trotz Arbeit im Monat nur ca. 300 Mark und das mit zwei Kindern. Das wird dann sehr eng. Auch in der DDR.

Rabe, erstens wieso Deine "Geschichte" ? Warst du der Autor dieser Story?
Zweitens, wieso ändere ich das Selbstverständniss des Journalismus ? Das sind Arbeitstechniken, Du must Geschichten/Geschichte/Vorgänge so aufarbeiten, dass die Leser sie verstehen können, dass sie interessant ist, damit sie gelesen wird.
Wie das Ergebniss aussieht ist eine andere Sache.

Gruß
Rotti


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#73

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 15.12.2010 09:09
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow

Zitat von SkinnyTrucky

Ich möchter die Admins darauf aufmerksam machen, das Alfred grundsätzlich meine Posts als billig und unwahr abstempelt.....ich bin es sowas von satt.....

@ Alfred....aber genauso war es.....so gut ward ihr wohl nich informiert....




@mara, könntest du mich bitte auch melden ? habe in diesem fall, ausnahmsweise, die selbe meinung wie @alfred...



@Feliks, Alfred & Co: Zyniker aller Foren , vereinigt euch


.
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#74

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 15.12.2010 09:20
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

300 DDR Mark im Monat ? Dann muss das aber in den 50er u. 60er jahren gewesen sein.Bei meinem Berufsstart Anfang der 70er kann ich mich nicht erinnern das einer nur 300 Mark verdient hat.


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#75

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 15.12.2010 09:34
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Zitat von a1 otti
Und @Mara
ich habe deine Beiträge immer gern gelesen, zweifle auch nicht an, was du sagst (denke mal, dass du zu DEINEN Erfahrungen sicher nichts falschses hier reinpostest) aber ich persönlich kenne niemanden vom Lande, dem es zu DDR-Zeiten wirklich schlecht ging, wenn er die Möglichkeit hatte "Viehzeug" selbst zu halten. Nix für ungut.



Nee, uns ging es nicht schlecht Otti.....wir hatten 'ne Nutriafarm, die weitaus mehr abwarf und Schweine und und und......und ich sach dir, wir haben gebuckelt wie jekk.....echt wahr.....übrigens hatte meine Mutter eine Heißmangel und die warf halt nich soviel ab....aber sie war zu Hause und das war wichtig für den Hof.....mein Elternhaus ist ein richtig gutes modernes Haus, der Hof hat Stallungen, riesen Terasse, einen Bungalow und grossen Garten.....

....und nee, von ganz normaler Arbeit als LPG-Bauer war dat alles nicht zu realisieren....das ging nur mit viel Arbeit nebenher und halt den Verkauf von Nutriafellen.....und naja, viel Beziehungen und Improvisation.....

.....mein Gehalt lag übrigens als beginnender Bremser(BMSR-Mechaniker) bei 850,- Ostmark....zwei Monate bekam ich es nach der Lehre, dann mußte ich zur DDR-Airforce und 6 Monate später desertierte ich und bekam im Westen direkt Arbeit als BMSR-Mechaniker in einer Spritzgußfirma mit einem anfänglichen Gehalt von 2400,- DM netto....und Aussicht auf 'ne Meisterstelle in wenigen Jahren mit knapp 1000,- mehr....

....heute hab ich so rund 3000,- € netto 13 mal im Jahr....wenn ich richtig buckel etwas mehr....ich bin anspruchslos....ich sitz nicht jeden Abend in einem Ristorante wie meine Kollegen, nein ich koch oft selber im Truck, in meiner Wohnung ist nichts Wertvolles, der einzige Luxus sind Reisen, davon in den letzten Jahren aber auch nich mehr so viel weil alles so dermassen teuer wird.....ich hab ein altes gerauchtes Auto und ein Motorrad und leb alleine....Zukunftsaussichten...nicht rosig, hab erlebt, das der Euro kam und mit ihm die Inflation.....also bleib ich weiter sehr sparsam leben, was will man auch anders.....

....nu mag einer sagen, ja in der DDR blieben die Preise und Löhne stabil.....aber geglaubt, das es ewig so weitergeht hat doch eh keiner.....man sah ja, das es so nicht weitergehen konnte.....und ja, das sah man ab 1980 an.....die DDR lag im Sterben.....

....und heut im Westen...nunja, das ist eine andere Geschichte, die hat schon lange nichts mehr mit den Verhältnissen damals zu tun....heut sind alle Grenze und Märkte offen und Europa wird einmal nicht mehr die bessere Gegend sein.....und was nachher als Rente übrigbleibt....nunja, ich hoffe, ich kann mich davon nachher in 25 Jahren noch einigermassen am kacken halten.....wenn ich sehe, wieviele heute schon bettelarm sind, trifft mich das auch über kurz oder lang.....

groetjes

Mara, die mit 'nem geplatzten Reifen auf den Service wartet bei Augsburg.....


Kein Sex mit Nazis...!!!
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#76

RE:

in Leben in der DDR 15.12.2010 09:37
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Altermaulwurf
Lieber Gert,
Du rundest da recht großzügig auf und macht die etwas über 900.-€ für einen Facharbeiter auch nicht aktzeptabler. Zur Höhe der
Einkünfte seiner Ehefrau kann ich nichts sagen, aber seinen Äußerungen nach ging es ihnen recht bescheiden, noch dazu wo unsere Gegend ein recht teueres Pflaster ist - 2000.- € hatten sie sicher nicht, denn er lag grenzwertig zum Hartz IV Satz.

Gut lass ihn nur 900 verdient haben, aber Steuerklasse IV deutet auf Doppelverdiener mit etwa gleichem Lohn hin, natürlich kann es auch Ausnahmen geben, denn die Wahl der Steuerklasse ist freiwillig. Wenn einer Einzelverdiener in einer Ehe ist mit IV dann bekommt er in der Regel am Jahrsende Geld vom Finanzamt zurück.

Tarifliche Bezahlung ist hier inzwischen eher die Ausnahme, denn die Regel. Dazu wird versucht die Leute durch umgruppierung lohnmäßig zu drücken. Beispiele kann ich Dir wenn Du willst, mal im persönlichen Gespräch mehr als genug darlegen.
Lohndrücker unter den Arbeitgebern gibt es ja hier genug, allein was zeitweise mit der Drogeriemarktkette Schlecker lief, spottet aller Beschreibung ( Stammsitz Ehingen unweit von mir ).

Ja ja da ist in NRW auch so. Alles hängt aber auch von der beruflichen Qualifikation ab. Ich sags mal simpel : die, die in der Schule am wenigsten aufgepasst haben, bestraft das Berufsleben. Je besser du in deinem Job bist umso leichter gelingt es , Lohnforderungen durchzusetzen. Zur Zeit bessert sich die Lage für die Arbeitnehmer und für 2011 liegen ja schon viele Lohnforderungen auf dem Tisch.

Die 5.- € für die Bäckereiverkäuferin sind ein Fakt und leider sind viele Frauen als Zuverdienst darauf angewiesen.

Ichglaube dir das, aber dann ist sie Hilfskraft, ungelernt , was für eine Möglichkeit hast du in solcher Lage, höher Löhne durchzusetzen ? Ich denke, keine.

Ich weiss nicht in was für einer Welt Du lebst, aber Lohndumping und Niedriglöhne sind mittlerweile in fast jeden Betrieb angekommen. Generell steigt der Anteil nicht zum Leben ausreichender Löhne bedrohlich an, die USA lassen grüßen.
Über die Folgen für unser Sozialsystem werden sich viele noch die Augen reiben ( Altersarmut, immer weniger Kinder usw. )

Ich lebe in der selben Welt wie du.

Was Du an der Frage der Abwerbung so absurd findest, solltest Du mir schon etwas näher untersetzen, natürlich hat die stattgefunden und hat sich für den Westen als ökonomisch stärkeren Part geradezu angeboten. Die DDR wäre wirtschaftliche durch die Abwerbung von Spezialisten in Schlüsselpositionen ausgeblutet.

Ich denke umgekehrt wird ein Schuh daraus. Nicht der Westen ist an den schlechten ökonomischen Voraussetzungen der DDR schuld, sondern die Wirtschaftspolitik der DDR. Einfach gesagt, wenn ich jede Zeitungsbude verstaatliche, was soll dabei herauskommen ?
Siehe hierzu auchThread Trabiklau, das ist doch unglaublich, dass es jemandem gelingt 25 Neuwagen zu stehlen ohne dass jemand das merkt.
Quintessenz : Dier DDR hätte eine Politik betreiben müssen, die attraktiv für die Menschen ist. Dann hättest du dir die Milliarden für die Grenzsicherung sparen können und diese Geld in soziale Projekt umleiten können. Keiner wär "abgehauen", die Leute lieben nämlich auch ihre Heimat und da muss schon eine Menge passieren, bis man diese aufgibt. Ich habe es selbst erlitten, es dauerte Jahre bis ich den Verlust meines geliebten Thüringens "verdaut" hatte. Da kannst du die Floskel " Abwerben" vergessen. So leicht geht keiner.
Aber es ist wie immer unter Menschen, für alle Unzulänglichkeiten sind immer andere zu erst "verantwortlich zu machen"


Um auf den Ausgangspunkt zurück zu kommen, die Grenzschließung war auch durch Handlungen und den Alleinvertretungsanspruch des Westens mit verursacht, wer das verneint verleugnet historische Tatsachen.

Gruß AMW




Gruß Gert

Huch, gerade seh ich dass ich die 1000er Marke Beiträge überschritten habe.


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John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#77

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 15.12.2010 09:39
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Mara,Du hast einen geilen Job.Sitzt den ganzen Tag vorm Bett,schaust aus dem Fenster,hörst Radio,und Dein Chef muss das bezahlen.
(Spass)ich weiss das es kein Zuckerschlecken ist.


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#78

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 15.12.2010 09:39
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Zitat von OM GW

Zitat von Gert
@mara, könntest du mich bitte auch melden ? habe in diesem fall, ausnahmsweise, die selbe meinung wie @alfred...


@Feliks, Alfred & Co: Zyniker aller Foren , vereinigt euch




Gert, wir und unsere Meinung war ihnen damals schon suspekt.....

Grüsse aus dem verschneiten Bayern....steh mit geplatzten Reifen anner Autobahn und warte auf den Service.....sollte das ehemalige MfS auch Verbindungen zu Woodoo-Menschen haben und mir das eingebrockt haben.....

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
zuletzt bearbeitet 15.12.2010 09:41 | nach oben springen

#79

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 15.12.2010 09:45
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Zitat von Pit 59
Mara,Du hast einen geilen Job.Sitzt den ganzen Tag vorm Bett,schaust aus dem Fenster,hörst Radio,und Dein Chef muss das bezahlen.
(Spass)ich weiss das es kein Zuckerschlecken ist.



Ja genau Pit.....ich hab ne schöne sitzende Tätigkeit von zu Hause aus.....ich wohn ja schliesslich im Truck.....nur ja, dat soziale Leben leidet gewaltig.....und das bezahlt mir keiner......achja, ich hab ja die vielen Forengemeinden zum Ausgleich......

groetjes

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
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#80

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 15.12.2010 09:50
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von SkinnyTrucky

Zitat von OM GW

Zitat von Gert
@mara, könntest du mich bitte auch melden ? habe in diesem fall, ausnahmsweise, die selbe meinung wie @alfred...


@Feliks, Alfred & Co: Zyniker aller Foren , vereinigt euch




Gert, wir und unsere Meinung war ihnen damals schon suspekt.....

Grüsse aus dem verschneiten Bayern....steh mit geplatzten Reifen anner Autobahn und warte auf den Service.....sollte das ehemalige MfS auch Verbindungen zu Woodoo-Menschen haben und mir das eingebrockt haben.....

Mara




Im Zweifelsfalle immer MfS
Trotz des geplatzten Reifens wünsche ich dir in diesen Tagen gute Fahrt. Das ist nicht einfach, ich weiss es. Habe auch 35 Jahre auf der Autobahn " gelebt " ( war im Vertrieb Außendienst ). Hatte aber immer komfortable PKW, das war leichter, als Trucks fahren. Habe auch manchmal auf die " Elefantenrennen " geflucht, die vor mir stattfanden Ich wünsche dir schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Viele Grüße auch dem winterlichen Rheinland


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