#21

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 13.12.2010 16:46
von SFGA | 1.519 Beiträge

Mich würde Interessieren ob der Wachsoldat der die Warnschüsse abgab eine Strafe bekommen hat? Schließlich war es ein Grenzdurchbruch von einem Grenzverletzer. Die hatte nur "Glück" das der Wachsoldat nicht draufhielt wie in anderen Fällen.

Zum anderen mir geht es wirklich auf den Geist mit schei. DDR , Stasi überall etc. Kann nicht mal ein Grenzer schreiben wie seine Kameraden von einem GV erschossen/verletzt worden ist in den Medien?


JgRgt 1 Schwarzenborn / HFlgUstgStff 1 Holzdorf

Wenn einer von uns müde wird,der andere für ihn wacht.Wenn einer von uns zweifeln will,der andere gläubig lacht.Wenn einer von uns fallen sollt',der andere steht für zwei,denn jedem Kämpfer gibt ein Gott den Kameraden bei.
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#22

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 13.12.2010 16:57
von exgakl | 7.223 Beiträge

Zitat von SFGA
Mich würde Interessieren ob der Wachsoldat der die Warnschüsse abgab eine Strafe bekommen hat? Schließlich war es ein Grenzdurchbruch von einem Grenzverletzer. Die hatte nur "Glück" das der Wachsoldat nicht draufhielt wie in anderen Fällen.

Zum anderen mir geht es wirklich auf den Geist mit schei. DDR , Stasi überall etc. Kann nicht mal ein Grenzer schreiben wie seine Kameraden von einem GV erschossen/verletzt worden ist in den Medien?




Sören... ist das jetzt Dein Ernst, das was Du da von Dir gegeben hast?


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#23

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 13.12.2010 16:59
von SFGA | 1.519 Beiträge

Was das obere oder untere?


JgRgt 1 Schwarzenborn / HFlgUstgStff 1 Holzdorf

Wenn einer von uns müde wird,der andere für ihn wacht.Wenn einer von uns zweifeln will,der andere gläubig lacht.Wenn einer von uns fallen sollt',der andere steht für zwei,denn jedem Kämpfer gibt ein Gott den Kameraden bei.
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#24

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 13.12.2010 17:02
von exgakl | 7.223 Beiträge

Zitat von SFGA
Was das obere oder untere?



Sören ich sprach von Deinem Beitrag... also beides!


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#25

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 13.12.2010 17:06
von SFGA | 1.519 Beiträge

Ja


JgRgt 1 Schwarzenborn / HFlgUstgStff 1 Holzdorf

Wenn einer von uns müde wird,der andere für ihn wacht.Wenn einer von uns zweifeln will,der andere gläubig lacht.Wenn einer von uns fallen sollt',der andere steht für zwei,denn jedem Kämpfer gibt ein Gott den Kameraden bei.
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#26

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 13.12.2010 17:08
von exgakl | 7.223 Beiträge

Zitat von SFGA
Ja



ok Sören, ich werde es auch niemanden verraten, dass man Deine Äußerungen nicht so für voll nehmen sollte


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#27

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 13.12.2010 17:12
von SFGA | 1.519 Beiträge

Nur weil mir das auf den Geist geht aha verstehe und ich nur wissen wollte aus Neugierde ob jemand weiß ob der bestraft wurde


JgRgt 1 Schwarzenborn / HFlgUstgStff 1 Holzdorf

Wenn einer von uns müde wird,der andere für ihn wacht.Wenn einer von uns zweifeln will,der andere gläubig lacht.Wenn einer von uns fallen sollt',der andere steht für zwei,denn jedem Kämpfer gibt ein Gott den Kameraden bei.
zuletzt bearbeitet 13.12.2010 17:13 | nach oben springen

#28

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 13.12.2010 19:13
von Alfred | 6.841 Beiträge

Gert,

wo ist das Problem,dass in der DDR nicht jeder seine aber wohl eine Lehrstelle bekommen hat ?

Ist es heute so, dass jeder die Lehrstelle bekommt, die er gern möchte, wohl auch nicht.

Einige wäen wohl froh, wenn sie überhaupt einen Ausbildungsplatz bekommen und noch besser wäre es, wenn dann die Personen in einen Job übernehmen würde von dem sie dann ohne weitere Zuschüsse leben könnten.


zuletzt bearbeitet 13.12.2010 19:13 | nach oben springen

#29

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 13.12.2010 20:22
von Greso | 2.377 Beiträge

Mich würde Interessieren ob der Wachsoldat der die Warnschüsse abgab eine Strafe bekommen hat? Schließlich war es ein Grenzdurchbruch von einem Grenzverletzer. Die hatte nur "Glück" das der Wachsoldat nicht draufhielt wie in anderen Fällen.
Hallo SFGA
Wegen Warnschüsse,gab es keine Bestrafung auch nicht wenn Kinder die Grenzverletzer waren.
Bestrafung gab es ,wenn der Grenzer seinen Grenzdienst nicht richtig versah,und es einen Durchbruch gab.
Kinder unter 16 Jahre,wurden zurückgebracht.
So war das zu meiner Zeit 1966
Greso


zuletzt bearbeitet 13.12.2010 20:23 | nach oben springen

#30

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 14.12.2010 14:44
von Rotti | 83 Beiträge

Hallo,
speziell an Rabe:
Wieso bist Du entsetzt? Das ist ein Zeitungsartikel. Das bedeutet die Geschichte dieser Frau wurde redaktionell überarbeitet. Es wurden Teile komprimiert und umgeschrieben. Das ist nicht die originale Erzählung dieser Frau. Nochmals, das ist ein Zeitungsartikel.

Wer soll beeindruckt werden? Na doch wohl der interessierte Leser dieser Zeitung. Wohlgemerkt dieser Artikel ist keine wissenschaftlich historisch korrekte Arbeit. Bereits der Titel sagt doch eigentlich alles.
Die Fakten:
Lehre:
- Irgendwas in der Landwirtschaft – sicherlich Facharbeiter für … o.ä. . Vom Redakteur /Journalist wurde eben der Begriff Fachangestellter für Landwirtschaft gewählt. Auch heute heißt der gemeinte Beruf mit Sicherheit anders. Aber der Leser hat zumindest eine Vorstellung was gemeint ist.
- Es war nicht der Traumberuf. Soll ja vorkommen, nur wer unbedingt Krankenschwester werden will, wird als Bäuerin nicht unbedingt glücklicher.
- Der Vergleich mit heute hinkt. Es gibt immer Druck bei der Wahl der Ausbildung. Nicht unbedingt immer direkt, gerne auch indirekt. Sicherlich gesellschaftlich gerechtfertigt. Nur die Betroffenen sehen das meistens anders. Hier haben sicher mehrere mitgewirkt, sicher auch die Familie.
- Zeitlich passt das auch: es fällt genau in die Übergangsphase von 8.Klasse – Schule zur 10.Klasse-Schule. Sie könnte, zumindest theoretisch, schon mit der Lehre fertig gewesen sein.
Partei:
- Wenn ich mich richtig erinnere, konnte man bereits mit 17. Kandidat werden. Entsprechend früh begannen die Gespräche. Ich kann mich daran erinnern, während der Lehrzeit auch, wenn auch nicht „ständig“ so doch regelmäßig, darauf angesprochen worden zu sein.
- Für Männer gab es hier sicher deutlich mehr Gespräche: Partei, Offizier, längerer Wehrdienst etc. Immer mit demselben Hauptargument: Wir, d.h. die Gesellschaft, der Staat, die Organisation xyz, die Partei, wir brauchen Dich. Wir (…) haben Dich ausgebildet usw. usf.. Mag ja alles stimmen, geht einem nur irgendwann auf den Keks und kann eine Abwehrhaltung erzeugen.
- Zwang? Wieso Zwang – geleitete Führung! Man kann ja NEIN sagen. Dummerweise wurden einem nur die negativen Folgen dieses Neins erklärt. Häufig passierte nach einem Nein einfach gar nichts. Warum sollte jemand der nein sagt, mit Zwang rekrutiert werden? Die Abwehrhaltung verstärkt sich dann doch noch. Leider haben viele dann doch ja gesagt und viele wurden Mitläufer statt aktiv Handelnde im Sinne der Sache um die es ging.
Helfer für Beräumung:
- Auch hier haben wir nur die Redaktionell bearbeitete Version. Ich vermute, dass hier Leute gesucht wurden und auch gebraucht wurden. Man konnte sich für diesen Einsatz melden. Und das war die Gelegenheit. An Zwang glaube ich hier nicht, halte Ihn aber durchaus für möglich.
Flucht:
- Glück gehabt. Und warum keine Warnschüsse? Wenn ich mich richtig erinnere, durfte auf „ dem Anschein“ nach Frauen und Kinder sowieso nicht gezielt geschossen werden.
Zusammenfassung: Dies ist ein Zeitungsartikel, er beschreibt eine Flucht und versucht zu beschreiben warum jemand abgehauen ist. Warum diese „Gründe“ bei einer 16-Jährigen so eskalierten wird nicht beschrieben. Vielleicht ist man ja bei der „geleiteten Führung“ etwas zu weit übers Ziel gegangen. Jugendliche sind ja nicht unbedingt für ausschließlich rationales Handeln bekannt. Der Rest des Artikels dient der emotionalen Untermauerung nach dem heutigem Standartmuster: schwere Kindheit, im Osten, durfte nicht den Beruf ergreifen der gewünscht war, Partei, Zwang, Flucht, die Familie, die Einsamkeit, zum Schluss wird alles gut oder endet im Verbrechen, Elend etc. Ich glaube die Geschichte hinter dem Artikel ist komplexer und gleichzeitig einfacher als im Artikel beschrieben.
Über die Flucht mit Schusswaffengebrauch gibt es vielleicht sogar noch die Akten.
Im Übrigen möchte ich Euch an den Anspruch des Forums erinnern: Zeitzeugen
Anekdoten ja, aber auch Erklären, Analysieren, Verdeutlichen – nicht die Phrasen von heute oder damals einander um die Köpfe schlagen.
Noch eine kurze Frage an das Forum: werden jetzt alle Zeitungsartikel mit dem Thema Grenze ausgewertet? Wenn ein solcher Artikel eingestellt wird, dann doch bitte mit einer Fragestellung oder kurzen Einschätzung dessen der den Artikel einstellt.

Übrigens die eingeschlossensten der eingeschlossenen waren die Westberliner, ist das nicht furchtbar.

Gruß
Rotti


zuletzt bearbeitet 14.12.2010 14:47 | nach oben springen

#31

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 14.12.2010 15:07
von Sonne | 510 Beiträge

Gerade mal 16 ist Maria Vey, als sie im Januar 1962 über die Grenze bei Oberaschenbach flüchtet. Sie will weg. Raus aus der DDR. Doch dass sie dafür ihre Familie in Spahl verlassen muss, bricht ihr das Herz.



Für alle im Forum:
um diese Geschichte gings und um nichts anderes
-also dazu Beiträge egal mit welcher Meinung.


Gruß Sonne

05/66-10/67
18 Monate meiner Jugend
in Glowe, Rothesütte, Elend


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.
zuletzt bearbeitet 14.12.2010 15:15 | nach oben springen

#32

RE:

in Leben in der DDR 14.12.2010 17:06
von Rabe (gelöscht)
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@ Rotti,

entgegen meiner Selbstverpflichtung, nicht auf jeden Beitrag zu antworten, muß ich es diesmal tun. Von Dir wird nämlich ein ganz
neues Selbstverständnis der Journalisten/Redakteure dargestellt. Das alte Selbstverständnis dieses Berufsstandes findet man
eben noch bei Google und bei Wiki.
Wie gesagt, bin ich dankbar, dass ich über den neuen Trend in diesem Gewerbe aufgeklärt bin. Wenn ich es richtig verstanden
habe kann ich meine " Geschichte " redaktionell überarbeiten, komprimieren und umschreiben. Natürlich ist die meinige
" Geschichte " ausschließlich nur für interessierte Leser bestimmt.
Das macht es mir und anderen Usern bestimmt mit Beiträgen und Antworten im Forum leichter. Man weiß genau, wie was zu be
werten ist und wie man mit der Wahrheit umgehen muß.


Rabe


zuletzt bearbeitet 14.12.2010 17:08 | nach oben springen

#33

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 14.12.2010 19:53
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

STOP................wieder zurück zum Thema. Persönliche Befindlichkeiten bitte untereinander per PM behandeln!!!!!!


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#34

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 14.12.2010 22:18
von Jawa 350 | 676 Beiträge

Nachdem ich mich in Stichpunkten eingelesen habe, sage ich das wird das nicht der Wahrheit entsprechen ! Man stelle sich nur vor ein 16 Jähriges Mädchen hat Schüsse gehört, ist hängengeblieben kommt doch noch in die BRD und was die Krönung ist: Sie winkt auch trotz der Schüsse von drüben! Für wie beschränkt halten uns denn die Schreiberlinge? Und noch schlimmer auch ehemalige Grenzer glauben das! Damals (1965) wurden solche Minderjährige rüber bzw. nach drüben übergeben!


MfG
Jawa350
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#35

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 15.12.2010 07:48
von Freedom (gelöscht)
avatar

Zitat von GilbertWolzow

Zitat von Angelo
In Geisa musste sie eine Ausbildung als Fachangestellte für Landwirtschaft absolvieren. "Jeden Tag wurde mir dort gesagt, dass ich in die SED eintreten soll. Aber das wollte ich nicht." Spätestens mit dieser Entscheidung wurde ihr klar: "Hier kann ich nix werden." Im Kopf spukte schon länger der Gedanke, in den Westen zu flüchten.

Und dann, als 16-Jährige, kam die passende Gelegenheit.



oooh, wieder eine märchenstunde ...
eine 16 jährige sollte also in die sed eintreten wo man doch erst ab dem 18 lebensjahr kandidat/ in werden konnte...
mein gott, die welt ist voll mit solchen märchen





In der Lehre (erstes Jahr) wurde ich schon gegängelt in der SED einzutreten. Sicherlich wenn ich das Erwachsenalter erreicht habe!


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#36

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 15.12.2010 08:22
von a1 otti | 188 Beiträge

Habe die STOP's gelesen, muss aber jetzt trotzdem meinen Senf mal OT zu dem Nebenthema geben, wenns denn schon nicht aus dem Fred rausgelöst wird

@Gert:

Zitat: "1) Steuerklasse 4 bedingt einen Ehegatten mit der gleichen Steuerklasse und nominal gleichen Lohn. Also habe sie zusammen 2000 €.
Ist kein Lohn, der einen vom Hocker reisst, aber auch kein Dumpinglohn."

Kann so auch nicht stimmen, denn dann müsste ich ja auch das doppelte meines Einkommens haben, da ich auch Steuerklasse 4 habe. Meine Frau übt aber den Beruf Hausfrau aus, so dass ich wohl meinen Arbeitgeber bitten werden, mir ihren Anteil mit auszuzahlen
Die Steuerklassenwahl ist ja immer noch freiwillig, oder?
Um entsprechenden Belehrungen über meine Dummheit vorherzukommen, ich hatte früher auch schon 3/5, hatte da aber auch schon manchmal das böse Erwachen, dass Steuern nachgezahlt werden müssen, daher lieber im Jahr bissel mehr, dafür nächstes Jahr was rausbekommen. Auch wenn ich dem Staat nicht so gern mein Geld überlasse, dass er damit arbeiten kann.

Immer noch OT: Zum Thema Löhne in der DDR: Es gab sicherlich Extreme nach oben und unten, aber der gängige Durchschnitt lag doch bei Frauen so um die 600 - 700 Mark und bei den Männern um die 900 bis 1000 Mark. Paradoxerweise verdienten (bekamen) Ungelernte in den Produktionsbetrieben oftmals mehr als ein Ingenieur oder einer der sich mit 40 noch mal hinsetzte, um ein Meisterstudium zu machen. Und auch in "höheren" Positionen (habe in der Bank gelernt) kam man mit abgeschlossener Fachhochschule als Ökonom/Abteilungsleiter gerade mal so auf 700 bis 800 Mark . Was auch der Grund für meinen Wechsel zur Polizei war. Da hatte ich dann den Spitzenverdienst von 1050 Mark. (Zum Vergleich - der Bandarbeiter im VEB Sachsenring, ungelernt; bekam so um die 1100 bis 1200 Mark).
Beim Thema Polizei (immer noch OT) wie hier schon angesprochen, Überstunden gab es früher nicht! Man hatte da zu sein, wenn man gerufen wurde. Sondereinsätze wurden nicht als Mehrarbeit gezählt und wenns nach Dienst länger ging, dann ging es eben länger. Nix mit Stunden absetzen oder gar bezahlen lassen. Also zur regulären 40 Stunden Woche noch mal gut und gerne 5 bis 10 Stunden dazu, wenns normal lief. Bereitschaftsdienst eine Woche lang, bei der zu Feierabend nur gesagt wurde, wer schon nach hause gehen kann. Das wollte ich nur mal loswerden, weil es mir widerstrebt, hier zu lesen, dass die "besser gestellten" ja nicht gearbeitet haben.

Und @Mara
ich habe deine Beiträge immer gern gelesen, zweifle auch nicht an, was du sagst (denke mal, dass du zu DEINEN Erfahrungen sicher nichts falschses hier reinpostest) aber ich persönlich kenne niemanden vom Lande, dem es zu DDR-Zeiten wirklich schlecht ging, wenn er die Möglichkeit hatte "Viehzeug" selbst zu halten. Nix für ungut.

So, OT habe ich fertig.

Zum eigentlichen Thema, naja, möchte dazu nix weiter sagen, es ist schon viel pro und contra geschrieben worden. Ich sehe es allerdings auch als gewisse redaktionelle Freiheit, auch wenn ich zu den Gegebenheiten der 50er und 60er Jahre nichts aus eigener Erfahrung sagen kann, kommt es mir doch reichlich übertrieben vor. Zu MEINER Zeit wäre es in das Reich der Fabeln abzuschieben.

Grüße Ralf

und noch allen ein schönes Weihnachtsfest



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#37

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 15.12.2010 08:47
von Rotti | 83 Beiträge

Hallo,

Rabe, erstens wieso Deine "Geschichte" ? Warst du der Autor dieser Story?
Zweitens, wieso ändere ich das Selbstverständniss des Journalismus ? Das sind Arbeitstechniken, Du must Geschichten/Geschichte/Vorgänge so aufarbeiten, dass die Leser sie verstehen können, dass sie interessant ist, damit sie gelesen wird.
Wie das Ergebniss aussieht ist eine andere Sache.

Gruß
Rotti


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#38

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 15.12.2010 08:49
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

...........die Beiträge welche nicht zum Thema gepaßt haben wurden verschoben.

PS: die diesem Beitrag folgenden und gleichfalls nicht zum Thema passenden Beiträge wurden gelöscht. Aus gegebenen Anlaß verweise ich nochmals auf den Ursprungsbeitrag!!!


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
zuletzt bearbeitet 15.12.2010 10:55 | nach oben springen

#39

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 15.12.2010 09:30
von Rabe (gelöscht)
avatar

Zitat von Rotti
Hallo,

Rabe, erstens wieso Deine "Geschichte" ? Warst du der Autor dieser Story?
Zweitens, wieso ändere ich das Selbstverständniss des Journalismus ? Das sind Arbeitstechniken, Du must Geschichten/Geschichte/Vorgänge so aufarbeiten, dass die Leser sie verstehen können, dass sie interessant ist, damit sie gelesen wird.
Wie das Ergebniss aussieht ist eine andere Sache.

Gruß

@ Rotti,

vielleicht hat sich ein kleines Mißverständnis eingeschlichen. Die Geschichte der genannten Dame ist nicht von mir. Für den interessierten
Leser meiner " Geschichte " wäre meine Recherche nicht so flach ausgefallen. Das Produzieren derartiger Geschichten, die offensichtlich
weder Hand noch Fuß haben, entsprechen sicherlich nicht dem Selbstverständnis eines verantwortungsbewußten, seriösen Jounalismus,
oder doch?
Wie gesagt, wenn es so ist, dann werde ich für " meine " Geschichten/ Geschichte / Vorgänge die von Dir beschriebenen Arbeitstechniken erlernen und anwenden. Natürlich völlig ergebnissoffen.

Rabe grüßt !
Rotti


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#40

RE: "Wir waren eingeschlossen"

in Leben in der DDR 15.12.2010 09:30
von josy95 | 4.915 Beiträge

Oooooooooooooooooooooh Leute..., wohin das Grundthema teilweise hin abgewichen ist...
...bis zu Debatten über Steuerklassen, kleinen persönlichen "Scharmützeln"... (danke @Stabsfähnrich, das Du sehr schnell eingegriffen hast!)

Nun mal meine Meinung dazu. Finde den Artikel oder Bericht, egal wie man es nun für die Sprachpolizei auch immer nennen mag, sehr interessant. Vom und im Grundsatz ein doch in fast allen Facetten relativ realistischer Zeitzeugenbericht, wenn auch sehr emotional geladen. Ein Zeitzeugenbericht, wie es ihn aus dieser unseehligen Zeit des kalten Krieges hunderttausendfach geben wird!
Als typische Weihnachtsgeschichte sehe ich es nicht. Wer es so sieht, so verstanden wissen will, naja, da kommt mir dann eher der Eindruck einer Tränendrüsendrückerei à la weihnachtszeittypischer Spendenbettelkünste auf...

Ja und: Direkt eingeschlossen habe ich mich in der DDR eihentlich nicht gefühlt, das waren wohl eher die, die insbesondere aus politischen Gründen inhaftiert waren. Eher habe ich mich in meiner Bewegungsfreiheit nicht gerade wenig eingeschränkt gefühlt...!

Warum? Weil ich nicht dahin reisen durfte, wo ich gern einmal hingefahren wär! Nun ist Reisefreiheit ja nicht alles im Leben!
Aber ein wesentlicher Bestandteil demokratischer Grundrechte. Genauso wie es kein demokratisches Grundrecht sein kann, pauschal unter ein Generalmißtrauen zu fallen. Und diese beiden Faktoren bestanden nun mal, damals in der DDR....! Ob das nun einige wahrhaben wollen oder nicht! Wobei ich letzteres (Generalmißtrauen) als gesellschaftspolitisch wesentlich gefährlicher einstufe...

Und nochwas: Auch der Druck, besonders auf Jugendliche war groß, lokal vielleicht auch sehr unterschiedlich ausgeprägt aber trotzdem allgegenwärtig, einzutreten in die SED, länger bei der NVA, GT oder allgemein den bewaffneten Organen der DDR zu dienen, hier und da noch zusätzlich in SED- kontrollierte und beherschte Massenorganisationen einzutreten.

Ja, und: Es gab eben Menschen, und das nicht gerade wenige, die das nicht wollten, damit nichts am Hut hatten, andere Interessen und Lebensauffassungen hatten!

Und ich war einer davon!

Ich hab aber in dieser DDR gelebt und bin auch irgendwie stolz darauf! Warum auch nicht?

Und ich versuche es heute, 20 Jahre nach der DDR und im Heute angekommen, kritisch- rational- real zu sehen.

Wie, manche können mir nicht folgen...? (Wundert mich nicht...!)

Einfach: Es war nicht alles schlecht damals in der DDR, es gab aber auch viel Schlechtes und Schlimmes! U. a. die bedingungslose Politik des Alleinherrschaftsanspruches einer Partei, dieser SED. Die Ideologie aus diesem Alleinherschaftsanspruch, bedingungslos von den "Oberen", den Chef`s dieser Ideologie durchgesetzt, im Fall der Fälle sogar Menschen dafür zu töten, die dieser Diktatur den Rücken kehren wollten! Eine Ideologie, die es versuchte, dies mit teils perfiden Mitteln Massen von jungen Menschen einzutrichtern. Eine Ideologie, deren Chefideologen sich heimlich am Tage X aus dem Staub machen wollten, sich klammheimlich aus der Verantwortung stehlen wollten. Um diese auf den kleinen Mann abzuschieben, den sie gestern noch mit ihren markiegen Sprüchen auf sich und ihre Ideologie eingeschworen haben.
Einige haben es geschafft, andere können und wollen in ihrer eigenen Verbohrtheit ihre Fehler heute noch nicht einsehen...

Und wie nennt man sowas im Volksmund? Lug und Betrug. Verrat! Vaterlandsverrat von höchster Stelle!

Von einer Stelle, die auch eine Vorbildfunktion für sich beansprucht haben, beanspruchen!

Rein emotional gesehen, gleich hinter Mord und Totschlag moralisch extreme Delikte, verabscheuungswürdige Verhaltensweisen...!


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 15.12.2010 09:38 | nach oben springen



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