#41

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 28.11.2010 00:22
von GZB1 | 3.286 Beiträge

Na dann, viel Spaß und Erfolg im neuen Job!


nach oben springen

#42

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 28.11.2010 00:30
von Blanco (gelöscht)
avatar

Altermaulwurf, welche historischen Tatsachen negiere ich?

Es ist klar, dass die Bundesrepublik und die DDR zu vielen Dingen verschiedene Sichtweisen hatten. Aber ist es nicht gerade das interessante an unserem Forum, das Thema aus verschiedenen Sichtweisen zu betrachten? Ich hab ja hier nie verlangt, dass andere hier im Forum meine Sichtweise übernehemen. Die DDR gibt's nicht mehr. Insofern sehe ich keinen Anlass für mich, Sichtweisen oder Sprachgebrauch der ehemaligen DDR zu übernehmen - auch wenn sich einige davon auf den Schlips getreten fühlen.


nach oben springen

#43

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 28.11.2010 00:32
von Blanco (gelöscht)
avatar

Danke, GZB1!


nach oben springen

#44

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 28.11.2010 00:40
von Büdinger | 1.503 Beiträge

Zitat von turtle

Zitat von Büdinger
Ja .dass glaub' ich auch.
Ohne Widerspruch lebt es sich viel leichter ...
Nur - wer soll sich dann noch versöhnen ...

Tschüß




Ich habe immer meine Hand gereicht!
Gruß Peter




Hallo Peter ,

ich weiß. Und halte es nicht anders.
Allerdings, wer sie nicht nehmen will, soll es eben bleiben lassen.

Aus meiner Sicht gebe ich Jedem die Chance, dieses Angebot
anzunehmen. Bei Denjenigen, die meine ausgestreckte Hand
ignorieren, lasse ich weiteres bleiben und sage mir: In meinem
Leben bin ich bisher auch ohne diese Person ausgekommen und
werde dies auch weiterhin.

Angenehm sind mir die Zeitgenossen, mit denen man sich über die
Vergangenheit austauschen kann (ohne sich etwas vor zu machen )
und sie auch meine Vergangenheit akzeptieren. Und das Schönste
dabei ist, dass beide Seiten dabei auf dem Boden (der Tatsachen)
bleiben.

Und dazu gehörst auch Du.

Es gibt da so einen Spruch zum Meinungsaustausch:
Ich gehe mit meiner Meinung zum Chef und komme mit seiner Meinung
wieder zurück.
Das nur mal so, wie man es in einem hierarchischem System bevorzugt.
Fehlen nur manchesmal die Mitspieler. Das sind dann die Problembürger.



Gruß

Ricardo


.

Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

.
nach oben springen

#45

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 28.11.2010 00:46
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Blanco
@EK 82/2: Unterschiedliche Löhne für die gleiche Arbeit habe ich auch nie verstanden. Die Politiker haben es mit unterschiedlichen Mietniveaus und unterschiedlichen Lebenshaltungskosten begründet, was für Berlin betrachtet natürlich Quatsch ist. Sicherlich gibt es Unterschiede in den Lebenshaltungskosten zwischen einer großen Stadt und dem Lande. Aber einen Unterschied zwischen Ost und West zu machen war vielleicht nur in den ersten zwei, drei Jahren gerechtfertigt (weil die Lebenshaltungskosten im Osten tatsächlich viel günstiger waren). Aber heute ist diese Unterscheidung in Ost und West völliger Quatsch. Das ist meine Meinung dazu.

Übrigens beginne ich Anfang nächsten Jahres nach langer Arbeitslosigkeit einen neuen Job in Potsdam, also im so genannten Osten. Mein Gehalt richtet sich nicht nach meiner Herkunft sondern nach meiner Leistung.


tja,ich sagte ja,die politiker regieren(noch)das volk ist der mob.weist du was du tust mit deinem neuen job blanko?wenn du auch noch dahinziehst,verkürtzt du deine rente auf ostniveau,insofern sind nicht nur ossis die angeschissenen,sondern auch normale wessisi die in den ostteil ziehen.mich kann es nicht stören,ich überlebe schon irgendwie,kenne ja die zeit ohne bananen.aber glaube mir blanco,du bist ja etwas jünger als ich,die zeit kommt da kann diese regierung gans große koffer packen und das volk sinkt "auf nimmer wiedersehen".
andy


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
nach oben springen

#46

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 28.11.2010 12:57
von Gert | 12.354 Beiträge

Also wer in der DDR eine Bank ausraubte , muss schon irgendwie mit Abschluss der 5. Klasse oder so die Schulpflicht erfüllt haben. Denn, wo sollte er denn hin flüchten ? Er "sass" ja schon , also nicht ganz, aber beinahe. Das ist ungefähr so absurd wie der Witz : Einer hat den Bundeskanzler Kohl entführt. Nach seiner Forderung befragt, antwortete er: Ich fordere 3 Millionen oder ich lasse ihn frei.

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#47

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 28.11.2010 13:06
von Pit 59 | 10.131 Beiträge

´Das ist Quatsch Gert,wo steht geschrieben das ich nach einem Banküberfall das Land verlassen muss.Es gab Banküberfälle zu DDR Zeiten,mir ist einer bekannt ganz in meiner nähe,wo auch jede menge Devisen mit umgelagert worden sind.Und für 70.000 Ost-mark konnte man sich auch einen VW-Golf kaufen.Also für ganz so bescheuert würde ich die Bankräuber zu DDR Zeiten nicht halten.


nach oben springen

#48

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 28.11.2010 13:28
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Pit 59
´Das ist Quatsch Gert,wo steht geschrieben das ich nach einem Banküberfall das Land verlassen muss.Es gab Banküberfälle zu DDR Zeiten,mir ist einer bekannt ganz in meiner nähe,wo auch jede menge Devisen mit umgelagert worden sind.Und für 70.000 Ost-mark konnte man sich auch einen VW-Golf kaufen.Also für ganz so bescheuert würde ich die Bankräuber zu DDR Zeiten nicht halten.




"Rischtisch", muss man nicht unbedingt. Aber sag mir mal, wie das gehen soll, wenn ich als Durchschnittsverdiener in der DDR lebe und mir für 70000 M einen Golf kaufe, immer vorausgesetzt ich bekomme überhaupt einen. Manchmal bekam man ja auch für Geld und gute Wort nix in der DDR. So nun hast du aber einen, wie kannst du ohne Neid und Aufmerksamkeit zu erzeugen, in diesem Überwachungsstaat den Golf "geniessen" ? Ich schätze , wenn du dir was gönnen wolltest , war der Banküberfall innerhalb 3 Monaten aufgeklärt. Ich vermute mal, wenn dann noch ne Menge Devisen dabei waren, hattest du es nicht nur mit der Kripo zu tun, dann hattest du auch noch die Stasi am Hals, denn Devisenklau kam ja direkt nach dem Hochverrat.
Wenn du natürlich die 70000 ins Schuhkästchen gelegt hast und abgetaucht bist, war die Entdeckungsgefahr gering. Aber was macht das aus der Sicht des Bankräubers für einen Sinn?

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#49

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 28.11.2010 13:44
von Pit 59 | 10.131 Beiträge

Gert was denkst Du wieviel Trabant Anmeldungen es in unserer Familie gegeben hat.Da hat der Opa seinen Trabant abholen sollen,der hat noch nie eine Fahrerlaubnis gehabt.Den konnteste dan locker für 30.000 verkaufen.Also mit alles richtig machen war es kein Problem
mit 70.000 zum Automarkt zu fahren.Meine Frau hat immer geschimpft,weil wir ein Auto nie länger hatten als ein Jahr,das war das Geschäft in der DDR.Natürlich darf man als Bankräuber das Geld dann nicht auffallend mit vollen Händen ausgeben,aber ich denke das ist heute genau so.Und das mit dem Neid,ich denke das ist heure sogar schlimmer.


nach oben springen

#50

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 28.11.2010 13:56
von X-X-X (gelöscht)
avatar

Die Generation des kalten Krieges werden sich erstmal verabschieden muessen, ehe es eine Versoehnung gibt. Dabei wird sich es eher um ein 'Vergessen' handeln. Solange nicht vergeben wird, kann es auch keine Versoehnung geben. Das was in Deutschland als Versoehnung bezeichnet wird, ist lediglich das gezwungene Beichten der ehem. DDR-Anhaenger. Nach dem Beichten kommt normalerweise die Busse and anschliessend den Suendenerlass. Erst dann kommt die Versoehnung (so war das wenigstens bei uns in der katholischen Kirche).

Ich sehe es so: solang es keinen Suendenerlass gibt (Berufsverbot, Strafrenten, Verfolgung, usw.), ist das Beichten und die Reue gar nicht angebracht. Versoehnung ist ein gegenseitiges Unternehmen. Bis das so vonstatten geht, finde es besser meinen Mann zu stehen.

Jens


zuletzt bearbeitet 28.11.2010 13:58 | nach oben springen

#51

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 28.11.2010 14:07
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

man hatte schon möglichkeiten es zu verbergen,wie lange ist fraglich.aber nehmen wir mal einer macht mit 25 jahren ein banküberfall und legt das geld auf eis,mit 50 jahre kauft er sich ein haus für 50.000 ostmark(war durchschnittpreis).wer will ihm nachweisen das er es nicht angespart hat wenn die geldnummern nicht teilweise registriert wären und es dadurch aufgefallen wäre?
geld zu machen in der ddr,auch devisen war recht einfach ohne überfälle zu tätigen wenn man die richtigen leute kannte und das leben.
mal ein bsp.was ich eigentlich nicht gerne gebe wegen neider,aber heute ist eh alles ausgegeben und nicht mehr relevant.
als taxifahrer hatte ich ca.1.100 ostmark als lohn,dazu kamen ca.1.200 mark an trinkgeld sowie ca.100 westmark monatlich an trinkgeld(welche mir den job kosten könnte und noch mehr,obacht war angesagt).
also war es mir ein leichtes mit dem traum eines hauses zu leben,leider fing ich zu spät bei veb-taxi an oder die wende kam 5 jahre zu früh.
gruß andy


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
nach oben springen

#52

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 28.11.2010 14:12
von Pit 59 | 10.131 Beiträge

Genau so sehe ich das auch.Zur Versöhnung gehören zwei Seiten,und da wird die Seite welche "böses" getan hat eher bereit sein als der dem "böses" angetan wurde.Ich würde z.b. niemals einem Egon Krenz die Hand geben (Beispiel)also denen die mir böses angetan haben,die Leute die verhindert haben das ich meine Verwandten selten oder nur sehen konnte wann die es wollten.Und das werde ich nie vergessen.Also muss ich erst mal weg,aber das dauert noch hoffentlich lange.


nach oben springen

#53

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 28.11.2010 14:24
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von KID
Die Generation des kalten Krieges werden sich erstmal verabschieden muessen, ehe es eine Versoehnung gibt. Dabei wird sich es eher um ein 'Vergessen' handeln. Solange nicht vergeben wird, kann es auch keine Versoehnung geben. Das was in Deutschland als Versoehnung bezeichnet wird, ist lediglich das gezwungene Beichten der ehem. DDR-Anhaenger. Nach dem Beichten kommt normalerweise die Busse and anschliessend den Suendenerlass. Erst dann kommt die Versoehnung (so war das wenigstens bei uns in der katholischen Kirche).

Ich sehe es so: solang es keinen Suendenerlass gibt (Berufsverbot, Strafrenten, Verfolgung, usw.), ist das Beichten und die Reue gar nicht angebracht. Versoehnung ist ein gegenseitiges Unternehmen. Bis das so vonstatten geht, finde es besser meinen Mann zu stehen.

Jens


ich bin zwar heide,also mit kirche nichts am hut,aber das war treffend gesagt.
mein sohn lebt am bodensee und da er keine wissentliche ddr vergangenheit hat(er war zu jung bei der wende)wird er auch als gesamtdeutscher angesehen.
bei mir kommen immer fragen und da ich in einem anderen vaterland geboren wurde und lebte,erfahre ich auch teilweise einseitige vorwürfe besonders im bezug das ich es verteidige grenzer gewesen zu sein weil ich pflichtwehrdienst leistete.
kein anderer ausländer wird für seine vergangenheit und seinen stolz auf sein ehemaliges vaterland(wenn man ihn hat,ohne gleich als kommunistisch gesehen zu werden)so vorverurteilt wie ostdeutsche.das erzeugt natürlich einen dominoeffekt.
bildlich gesehen komme ich mir manchmal vor als wenn ich aus dem elternhus entlassen wurde,eine familie gründete und heute wieder in einer pflegefmilie lebe wo mir vorgeschriebn wird was ich zu denken habe und das alles was mir meine eltern beibrachten falsch war.solche kinder werden ihre neun eltern nielieben können.
andy


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
nach oben springen

#54

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 28.11.2010 14:48
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von EK 82/2
man hatte schon möglichkeiten es zu verbergen,wie lange ist fraglich.aber nehmen wir mal einer macht mit 25 jahren ein banküberfall und legt das geld auf eis,mit 50 jahre kauft er sich ein haus für 50.000 ostmark(war durchschnittpreis).wer will ihm nachweisen das er es nicht angespart hat wenn die geldnummern nicht teilweise registriert wären und es dadurch aufgefallen wäre?

gruß andy



Andy, zeig mir den Bankräuber der so strategisch denkt und langfristig plant ?
So einen gibts auf der ganzen Welt nicht, sage ich mal.


Gruß Gert

P.S. aber ich glaube wir geraten hier langsam ins Abseits ( OT)


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#55

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 28.11.2010 14:55
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von EK 82/2
man hatte schon möglichkeiten es zu verbergen,wie lange ist fraglich.aber nehmen wir mal einer macht mit 25 jahren ein banküberfall und legt das geld auf eis,mit 50 jahre kauft er sich ein haus für 50.000 ostmark(war durchschnittpreis).wer will ihm nachweisen das er es nicht angespart hat wenn die geldnummern nicht teilweise registriert wären und es dadurch aufgefallen wäre?

gruß andy



Andy, zeig mir den Bankräuber der so strategisch denkt und langfristig plant ?
So einen gibts auf der ganzen Welt nicht, sage ich mal.


Gruß Gert

P.S. aber ich glaube wir geraten hier langsam ins Abseits ( OT)




@edit: Rischtisch.................also zurück zum Thema "Versöhnung in 20 Jahren".


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
nach oben springen

#56

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 28.11.2010 15:27
von Altermaulwurf (gelöscht)
avatar

Zitat von Blanco
Altermaulwurf, welche historischen Tatsachen negiere ich?

Es ist klar, dass die Bundesrepublik und die DDR zu vielen Dingen verschiedene Sichtweisen hatten. Aber ist es nicht gerade das interessante an unserem Forum, das Thema aus verschiedenen Sichtweisen zu betrachten? Ich hab ja hier nie verlangt, dass andere hier im Forum meine Sichtweise übernehemen. Die DDR gibt's nicht mehr. Insofern sehe ich keinen Anlass für mich, Sichtweisen oder Sprachgebrauch der ehemaligen DDR zu übernehmen - auch wenn sich einige davon auf den Schlips getreten fühlen.



Zitat von Blanco
Pitti53, offenbar weißt Du noch nicht, dass Menschen, die die DDR verlassen wollten (weil sie mit dem Regime nicht einverstanden waren), an der innerdeutschen Grenze erschossen wurden. Laut Wikipedia sind mindestens 421 Todesopfer nachgewiesen. Die DDR hatte die Schlussakte von Helsinki unterschrieben und damit das Menschenrecht auf Freizügigkeit garantiert, in der Praxis jedoch mit Waffengewalt unterbunden. Damit ist wohl hinreichend belegt, dass die DDR eine Menschenrechte verachtende Diktatur war.

Wegen dieser Todesopfer sind nicht nur die Todesschützen sondern auch die Verantwortlichen in der Staatsführung angeklagt und verurteilt worden. Es sind also rechtkräftig verurteilte Verbrecher.



Welche historischen Tatsachen Du negierst ?

Zuerst einmal die, welche zur Teilung Deutschlands beigetragen haben und die Rahmenbedingungen die dann zur Verfestigung dieser Verhältnisse geführt haben.
Du vergisst, daß über fast den gesamten Zeitraum keine Souvernität und Handlungsfreiheit der DDR bestand.
Auch seitens der Westmächte gab es kein Interesse an einem neutralen Deutschland und das mit der Einführung der D Mark, dem Wirtschaftsoykott, dem Alleinvertretungsanspruch und anderen Sabotageakten sich die DDR in einem Existenzkampf befand sollte man auch nicht aus dem Blickfeld verlieren. Leider bedeuteten die Maßnahmen der Existenzsicherung unbestreitbar Härten sowie Erschwernisse für die Gesamtdeutsche Bevölkerung und liessen sich propagandistisch gut gegen die DDR einsetzen.
Unbestritten gab es in der DDR auch Entwicklungen die im Nachhinein betrachtet überzogen, unangemessen und ungerecht waren. Allerdings gab es in der BRD damals auch politisch veranlaste Verfolgungen, Berufsverbote usw, sprich sie widerspiegelten die angspannte kriegsgefährdende Situation der damaligen Zeit.
Desweiteren ergab sich auch aus der KSZE Akte von Helsinki kein uneingeschränktes Recht der "Ständigen Ausreise", dieses hätte die Stabilität der DDR und die Existenz ihrer Bürger grundlegend tangiert.

Bei aller berechtigten Kritik @ Blanco, sollte man nie die historischen Umstände vergessen und auch wenn es schwer fällt das Prinzip der Differenzierung in seine Betrachtungen einbeziehen, sonst kannst Du gleich zu Bild.de verlinken...................

Gruß AMW


nach oben springen

#57

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 28.11.2010 15:30
von Angelo | 12.392 Beiträge
nach oben springen

#58

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 28.11.2010 16:10
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Blanco
Ach weißte, Altermaulwurf, ich arbeite seit meinem Eintritt ins Berufsleben 1984 schon immmer mit ehemaligen DDR-Bürgern zusammen. Für mich gilt seit jeher "Wir sind ein Volk", und ich habe ausschließlich gute Erfahrungen mit den ehemaligen DDR-Bürgern (ich benutze nicht gern die Begriffe Ossies und Wessies) gemacht. Mit vielen habe ich mich privat angefreundet. Kurzum, mir ist die Herkunft meines Gegenübers schnurzpiepegel. Entscheidend ist für mich, ob mir mein Gegenüber sypathisch ist, was ich aber niemals von seiner Herkunft abhängig mache.

Hier in unserem Forum trete ich nun als Zeit- und Augenzeuge auf. Da ich aus Berlin (West) stamme, kenne ich die innerdeutsche Grenze und die Berliner Mauer aus westlicher Betrachtungsweise. Und ich finde es recht seltsam, wenn ich hier im Forum von einigen Mitgliedern persönlich angegriffen werde, wenn ich die Situation aus westdeutscher Sicht schildere und dabei auch den Sprachgebrauch der Bundesrepublik ("Demarkationslinie") vor dem Mauerfall verwende. Ist es nicht so, dass wir die innerdeutsche Grenze hier in diesem Forum von allen Seiten betrachten wollen?



Hallo Blanco,

sehe es genauso wie du, die Geschichte der innerdeutschen Grenze sollte von allen Seiten erzählt und "beleuchtet" werden.
Nur will das leider eben nicht jeder hören.
Meines Erachtens gibt es hier im Forum wirklich nur zwei "Lager"...egal wie man sie nennt....
Die "Neutralen" kann man an einer Hand abzählen.....
Ich denke aber auch und da geben mir hier die Berichte einiger User Recht,dass so manche "Unstimmigkeit" anders gesehen wird,wenn man(n) sich z.B. bei Forentreffen persönlich gegenüber steht.Wenn "Schwarz auf Weiß" trifft,Ost auf West,Stasi auf Flüchtling,dass läßt hoffen.
Das ist doch eine ganz andere Situation,als wenn man sich aus der Anonymität des www. heraus meldet.
Ich machte nie einen Hehl daraus,für wen ich Sympathien hege und welche "Fraktion" mir eher suspekt erscheint.So wie es die "Gegenseite" halt auch tut.
Als ehem.Grenzer(hasser) im Grundwehrdienst an der grünen Grenze hab ich in diesem Forum auch nicht viel Freunde,zumal ich damals auch immer wieder Fluchtgedanken hatte.Leider war/bin ich kein "Hellseher".Denn hätte ich gewußt was 89' passiert,wären die DDR-Grenztruppen 1983 um eine "Fahnenflucht" reicher.Ich bin quasi ein "Nestbeschmutzer" der DDR_Grenztruppen,was mich hier so mancher "Exgenosse und Exgrenzer" auch spüren lässt.Nun gut,da steht man drüber...
Die strammen Verfechter der DDR-Politik und ihrer Ideologie werden keinen mm von ihrem Standpunkt abweichen,ebensowenig wie ich von meinem.Letztendlich sind es die ganz kleinen Schritte,die man sich manchmal aufeinander zubewegt und das lässt wiederum hoffen.
Wenn man merkt,sein Gegenüber versucht sich zumindest mal in die Gedanken/Lage des anderen hinein zu versetzen,ist schon viel gewonnen.Und wenn das noch mit dem nötigen Respekt geschieht,sind hier alle "Gewinner".

Gruß ek40


nach oben springen

#59

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 28.11.2010 16:28
von Theo85/2 | 1.198 Beiträge

Zitat von Angelo




Wie im "Kessel Buntes", einfach nur peinlich!

Theo 85/2


nach oben springen

#60

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 28.11.2010 16:51
von Angelo | 12.392 Beiträge

Zitat
Ich bin quasi ein "Nestbeschmutzer" der DDR_Grenztruppen,was mich hier so mancher "Exgenosse und Exgrenzer" auch spüren lässt.Nun gut,da steht man drüber...



EK40 und deshalb glaubst du wirst du hier nicht ernst genommen ? Oder wirst sogar geächtet......ich sage mal wieder wir leben im Jahre 2010.....


nach oben springen



Besucher
7 Mitglieder und 41 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: loryglory
Besucherzähler
Heute waren 130 Gäste und 24 Mitglieder, gestern 3810 Gäste und 192 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14363 Themen und 557439 Beiträge.

Heute waren 24 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen