#1

Kriminalfall in der DDR

in DDR Politik Presse 26.11.2010 18:19
von SFGA | 1.519 Beiträge

Da wir in einem Tread über Kindermörder sprachen fiel mir ein "Der Kreuzworträtselmord" in Halle/Saale zu DDR-Zeiten.
http://www.youtube.com/watch?v=z_Y2WWI5zr4


JgRgt 1 Schwarzenborn / HFlgUstgStff 1 Holzdorf

Wenn einer von uns müde wird,der andere für ihn wacht.Wenn einer von uns zweifeln will,der andere gläubig lacht.Wenn einer von uns fallen sollt',der andere steht für zwei,denn jedem Kämpfer gibt ein Gott den Kameraden bei.
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#2

RE: Kriminalfall in der DDR

in DDR Politik Presse 26.11.2010 18:41
von 94 | 10.792 Beiträge

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#3

RE: Kriminalfall in der DDR

in DDR Politik Presse 26.11.2010 18:48
von bendix | 2.642 Beiträge

Dieser Fall wurde auch in der Krimi-Reihe "Polizeiruf 110" verfilmt.


Das Zufriedene ist leise,das Unzufriedene ist laut.
Gefreiter der Grenztruppen -1980 GAR 40 Oranienburg/Falkensee-GR 34 Groß-Glienicke 1981-1982
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#4

RE: Kriminalfall in der DDR

in DDR Politik Presse 26.11.2010 18:59
von 94 | 10.792 Beiträge

Yepp, nach der Wende gab's auch ein Buch von Kai Meyer klick




[Edit]
Verweis an das verf**** Template angepaßt, https geht nicht mit dem BBCode hier :(


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 26.11.2010 19:16 | nach oben springen

#5

RE: Kriminalfall in der DDR

in DDR Politik Presse 26.11.2010 19:01
von Alfred | 6.859 Beiträge

Leider hat man im Film vergessen, dass vom MfS einiges zur Aufklärung des Falles beigesteuert wurde.


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#6

RE: Kriminalfall in der DDR

in DDR Politik Presse 26.11.2010 19:08
von 94 | 10.792 Beiträge

Nun, rechtsstaatlich wäre so eine Ermittlung in diesem Umfang nur schwer vorstellbar. @Alfred, was meinst Du denn mit 'MfS einiges ... beigesteuert'? Das ein Großteil der Schriftproben unter Vorwänden eingeholt wurde?
Anderseits, wie treu der Rechtsstaat seinen Grundsätzen im Einzelfall ist, zeigte der Fall Moshammer oder die Operation Mikado.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#7

RE: Kriminalfall in der DDR

in DDR Politik Presse 26.11.2010 19:31
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Alfred
Leider hat man im Film vergessen, dass vom MfS einiges zur Aufklärung des Falles beigesteuert wurde.



Alfred,da hat sich das MFS doch nützlich gemacht,widerspricht doch deinem unten geschriebenen Satz.



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#8

RE: Kriminalfall in der DDR

in DDR Politik Presse 26.11.2010 19:37
von Huf (gelöscht)
avatar

Lasst doch endlich mal die Stasi aus dem Spiel, diese stets erzwungene Aufwertung bedeutet eigentlich Geschichtsverfälschung.
In 20 Jahren lesen dann unsere Nachfahren, die Stasi wollte nur das Gute, aber sie wurde daran gehindert!

VG Huf


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#9

RE: Kriminalfall in der DDR

in DDR Politik Presse 26.11.2010 19:41
von TOMMI | 1.992 Beiträge

Bliebe noch zu erwähnen, dass die Geschichte dieses Falles für eine Billig-Produktion vob SAT1 (Niedrig und Kuhnt) geklaut wurde.
Eigentlich ziemlich dreist.


EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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#10

RE: Kriminalfall in der DDR

in DDR Politik Presse 26.11.2010 19:42
von Alfred | 6.859 Beiträge

HUF,

was Wahrheit ist, soll auch Wahrheit bleiben und dies auch in 20 Jahren...

Auch wenn dies Dir - einigen - nicht gefällt.

Angelo hat es in einen anderen Thema bereits geschrieben. Mit einigen ist eine SACHLICHE Diskussion einfach nicht möglich.

Und HUF, DU gehörst mit dazu.

Schade, dass Du nicht zu DEINEN Wort stets und DICH abgemeldet hast. Für eine SACHLICHE Diskussion wäre dies sehr angenehm gewesen.


zuletzt bearbeitet 26.11.2010 19:43 | nach oben springen

#11

RE: Kriminalfall in der DDR

in DDR Politik Presse 26.11.2010 19:55
von don71 (gelöscht)
avatar

Zitat von Alfred
HUF,

was Wahrheit ist, soll auch Wahrheit bleiben und dies auch in 20 Jahren...

Auch wenn dies Dir - einigen - nicht gefällt.

Angelo hat es in einen anderen Thema bereits geschrieben. Mit einigen ist eine SACHLICHE Diskussion einfach nicht möglich.

Und HUF, DU gehörst mit dazu.

Schade, dass Du nicht zu DEINEN Wort stets und DICH abgemeldet hast. Für eine SACHLICHE Diskussion wäre dies sehr angenehm gewesen.



Alfred, wie ich höhrte hat das Mfs den Ermittlern die Arbeit aus der Hand genommen. Jürgen


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#12

RE: Kriminalfall in der DDR

in DDR Politik Presse 26.11.2010 20:07
von 94 | 10.792 Beiträge

Autsch'n, willkommen in der Sachlichkeit, egal.
Aber mal 'ne Frage an @TOMMI, wie hieß die Folge?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#13

RE: Kriminalfall in der DDR

in DDR Politik Presse 26.11.2010 20:13
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

ich glaube der film hieß,"der kreuzworträtselfall".ja da wurden noch keine kosten gespart,heute geht alles über die psychoschiene um bald wieder frei zu sein.
andy


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#14

RE: Kriminalfall in der DDR

in DDR Politik Presse 27.11.2010 09:32
von bendix | 2.642 Beiträge

Hier das Original noch mal zum nachlesen

http://www.polizeiruf110-lexikon.de/filme.php?Nummer=123

bin zwar nicht TOMM...Der Fall wurde auf SAT1 in der Serie "Niedrig und Kuhnt" gezeigt.


Das Zufriedene ist leise,das Unzufriedene ist laut.
Gefreiter der Grenztruppen -1980 GAR 40 Oranienburg/Falkensee-GR 34 Groß-Glienicke 1981-1982
zuletzt bearbeitet 27.11.2010 09:39 | nach oben springen

#15

RE: Kriminalfall in der DDR

in DDR Politik Presse 29.11.2010 18:19
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von SFGA
Da wir in einem Tread über Kindermörder sprachen fiel mir ein "Der Kreuzworträtselmord" in Halle/Saale zu DDR-Zeiten.



Zitat von Merkur

Zitat von karl143
Exemplarisch ist auch der Mord an Lars Bense in Halle Neustadt 1981(verfilmt in der PR110 Reihe unter "Kreuzworträtselfall" Folge 123 von 1988, ebenso als Dokumentation vom MDR mit Interviews von damaligen Ermittlern, Sendung vom 26.05.2005 - http://www.mdr.de/doku/175228.html ).

Da wurde sehr anschaulich demonstriert, wie man in der DDR mit soetwas umging. In Halle erschien erst Tage später eine ganz kleine Notiz in der regionalen Presse das ein Kind verschwunden sei. Die Informationen erfolgten immer nur soweit, wenn man nicht mehr weiterkam.




Auch wenn @karl 143 nicht mehr im Forum ist, möchte ich diese falsche Aussage nicht unkommentiert stehen lassen und durch Fakten richtigstellen. Leider ist es oft so, dass Personen, die vom konkreten Sachverhalt keine Ahnung haben und sich in ihren Äußerungen ausschließlich auf Medienwissen stützen, dumm umherschwatzen.
Im Fall L. B. hat das Untersuchungsorgan hervorragende Arbeit geleistet und eine Vielzahl von Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit zeitnah realisiert.
L. B. verließ am 15.01.1981 gegen 15:30 Uhr die elterliche Wohnung in Halle-Neustadt, um im Kino "Treff" einen Film ("Däumelinchen") zu sehen, der um 16:00 Uhr begann und um 17:40 endete. Als L. B. gegen 18:00 Uhr noch nicht zu Hause war, schickte die Mutter die Schwester von L. B. los, um ihn zu suchen. Nachdem dies erfolglos blieb, machte sich die Mutter gegen 18:30 Uhr auf die Suche, u. a. im Kino und in der Kaufhalle. In der Zeit von 19:15 bis 19:45 überprüfte die Mutter von L. B. die Adressen von drei Freunden und einer Freundin, wo er sich hätte aufhalten können. Als auch dies erfolglos blieb, ging die Mutter gegen 19:45 Uhr zum 4. VP-Revier in Halle-Neustadt und informierte die VP über das Verschwinden ihres Sohnes. Die VP suchte mit der Mutter die Umgebung ab und suchte die Oma von L. B. auf. Auch das brachte keinen Erfolg.
Die Vermisstenanzeige wurde durch einen Kriminalisten (administrativ) gegen 23:45 Uhr aufgenommen, die Suche nach L. B. u. a. operative Maßnahmen durch die VP begannen bereits um 20:00 Uhr.
Sofort nach dem Bekanntwerden des Verschwindes von L. B. wurden folgende Maßnahmen eingeleitet:
- Eilfahndung/Vermisst Stufe II
- erste Überprüfungen zu den bekannten Adressen
- Suche in den einzelnen Wohngebieten, auf Spielplätzen/in Versteckmöglichkeiten
- Bildung einer Einsatzgruppe unter Leitung der MUK der BDVP Halle
- Befragung der Mitschüler
- Überprüfung im und in der Umgebung des Kinos
- Überprüfungen im Kraftverkehr und beim VEB Taxi
- erste Ermittlungen zur Personenbewegung im Bereich des Kinos "Treff"
Bereits am Abend des Verschwindes wurde nach L. B. mit Lautsprecherwagen gesucht, am darauffolgenden Tag, dem 16.01.1981, ebenfalls. Auch in den Kaufhallen der Umgebung wurde die Bevölkerung zur Mithilfe aufgerufen. Nachdem dies erfolglos blieb, wurde am 17.01.1981 ein Presseaufruf in der Halleschen Bezirkszeitung "Freiheit" veröffentlicht. Alle Maßnahmen waren leider vergeblich, da L. B. unmittelbar nach seinem Verschwinden durch den Täter M. S. ermordet wurde. Auf die umfangreichen Maßnahmen, die zur Ergreifung des Täters führten, verzichte ich an dieser Stelle.




Irgendwo in den Weiten des Forums hat Merkur auch noch mehr über den Fall geschrieben...


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 29.11.2010 18:19 | nach oben springen

#16

RE: Kriminalfall in der DDR

in DDR Politik Presse 29.11.2010 19:13
von SFGA | 1.519 Beiträge

Danke für deine ausführliche Schilderung!! Ein Kriminalist den ich mal sprach meinte das so ein Aufwand heute nicht möglich wäre. Heute sind dir mehr und mehr die Hände gebunden Bsp. der Bankierssohn der ermordet wurde und die Ermittler Ihn angeblich geschlagen haben um zu wissen wo das Kind ist. Da wurde ein riesen Trara gemacht warum denn der Beschuldigte angeblich geschlagen worden ist. Um das Kind nur das übliche in den Medien....


JgRgt 1 Schwarzenborn / HFlgUstgStff 1 Holzdorf

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#17

RE: Kriminalfall in der DDR

in DDR Politik Presse 29.11.2010 20:02
von Merkur | 1.025 Beiträge

Zitat von Huf
Lasst doch endlich mal die Stasi aus dem Spiel, diese stets erzwungene Aufwertung bedeutet eigentlich Geschichtsverfälschung.
In 20 Jahren lesen dann unsere Nachfahren, die Stasi wollte nur das Gute, aber sie wurde daran gehindert!

VG Huf



Warum sollte man das MfS aus dem Spiel lassen ? Du redest Unfug und hast keine Ahnung davon, welcher Aufwand damals betrieben worden ist, um den Täter zu ermitteln !
In diesem konkreten Tötungsdelikt hat das MfS (wie in der Masse der in der DDR begangenen Tötungsdelikte auch) auf der Grundlage des § 88 der StPO als Untersuchungsorgan ermittelt.
Du kannst mir glauben, dass es zwischen der MUK der K und der SK des MfS u. a. Diensteinheiten eine kameradschaftliche Zusammenarbeit gab, die einzig dem Ziel diente, den entsprechenden Täter zu ermitteln und die Bevölkerung vor weiteren Straftaten zu schützen.
Im Fall L. B. hätte die VP die Masse der Ermittlungsarbeit ohne das MfS nicht realisieren können. Das war auch nie eine Frage, da beide Sicherheitsorgane ganz klar definierte Aufgaben hatten.
Der Mutter von L. B. hat es gewiss nichts ausgemacht, dass das MfS maßgeblich an der Ermittlung des Täters M. S. beteiligt war.
Und die Bevölkerung hatte auch kein Problem damit, dass VP und MfS dem Sadisten M. S. das Handwerk legten.
Es ist ganz gewiss keine Verfälschung der Geschichte, wenn ich schreibe, dass MfS war maßgeblich an der Ermittlung eines Täters beteiligt der den damals achtjährigen L. B.
- vergewaltigte
- mit einem Hammer auf den Hinterkopf schlug bis er ruhig war
- ihn dann in die Badewanne transportierte und da er noch nicht tot war ihm ins Herz stach und
- dann die Leiche beseitigte.

Sollen sich die beteiligten Mitarbeiter dafür entschuldigen ?



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#18

RE: Kriminalfall in der DDR

in DDR Politik Presse 29.11.2010 20:13
von don71 (gelöscht)
avatar

Zitat von Merkur

Zitat von Huf
Lasst doch endlich mal die Stasi aus dem Spiel, diese stets erzwungene Aufwertung bedeutet eigentlich Geschichtsverfälschung.
In 20 Jahren lesen dann unsere Nachfahren, die Stasi wollte nur das Gute, aber sie wurde daran gehindert!

VG Huf



Warum sollte man das MfS aus dem Spiel lassen ? Du redest Unfug und hast keine Ahnung davon, welcher Aufwand damals betrieben worden ist, um den Täter zu ermitteln !
In diesem konkreten Tötungsdelikt hat das MfS (wie in der Masse der in der DDR begangenen Tötungsdelikte auch) auf der Grundlage des § 88 der StPO als Untersuchungsorgan ermittelt.
Du kannst mir glauben, dass es zwischen der MUK der K und der SK des MfS u. a. Diensteinheiten eine kameradschaftliche Zusammenarbeit gab, die einzig dem Ziel diente, den entsprechenden Täter zu ermitteln und die Bevölkerung vor weiteren Straftaten zu schützen.
Im Fall L. B. hätte die VP die Masse der Ermittlungsarbeit ohne das MfS nicht realisieren können. Das war auch nie eine Frage, da beide Sicherheitsorgane ganz klar definierte Aufgaben hatten.
Der Mutter von L. B. hat es gewiss nichts ausgemacht, dass das MfS maßgeblich an der Ermittlung des Täters M. S. beteiligt war.
Und die Bevölkerung hatte auch kein Problem damit, dass VP und MfS dem Sadisten M. S. das Handwerk legten.
Es ist ganz gewiss keine Verfälschung der Geschichte, wenn ich schreibe, dass MfS war maßgeblich an der Ermittlung eines Täters beteiligt der den damals achtjährigen L. B.
- vergewaltigte
- mit einem Hammer auf den Hinterkopf schlug bis er ruhig war
- ihn dann in die Badewanne transportierte und da er noch nicht tot war ihm ins Herz stach und
- dann die Leiche beseitigte.

Sollen sich die beteiligten Mitarbeiter dafür entschuldigen ?



Warum hat VP Ermit. dann gesagt das Mfs hätte ihm die Arbeit aus der Hand genommen. Gruß Jürgen


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#19

RE: Kriminalfall in der DDR

in DDR Politik Presse 29.11.2010 20:31
von Merkur | 1.025 Beiträge

Zitat von don71
Warum hat VP Ermit. dann gesagt das Mfs hätte ihm die Arbeit aus der Hand genommen. Gruß Jürgen



Diese Aussage ist mir nicht bekannt, daher bitte ich um Präzisierung dahingehend, wer dies wann gesagt haben soll.
Die Federführung bei der Ermittlung lag bei der K der BDVP Halle. Ihr Leiter ordnete auch den Einsatz einer erweiterten MUK an.
Richtig ist, dass der damalige Leiter der MUK Halle aufgrund falscher Ermittlungsansätze an denen er festhielt, durch seinen Stellvertreter ersetzt wurde. Das MfS unterstützte die Arbeit der erweiterten MUK auf vielfältige Art und Weise, war aber nie Herr des Verfahrens bzw. hat der K "die Arbeit aus der Hand genommen."



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#20

RE: Kriminalfall in der DDR

in DDR Politik Presse 29.11.2010 20:51
von ABV | 4.204 Beiträge

An dieser Stelle möchte ich mal was grundsätzliches zum Verhältnis VP und MfS sagen. Die meisten Polizisten pflegten einen respektvollen Abstand zu den Mitarbeitern des MfS. Wobei das natürlich auch von Abteilung zu Abteilung unterschiedlich war. Während Schutz und Verkehrspolizei eher weniger mit dem MfS in Berührung kamen, waren die Kontakte bei der Kriminalpolizei und dem Pass und Meldewesen, wesentlich höher. Nicht zu vergessen sind an dieser Stelle die ABV, welche ebenfalls wichtige offizielle Ansprechpartner für die operativen Mitarbeiter des MfS waren. Das erfolgte ganz offiziell, ohne konspiratives "Getue". Die MfS-Mitarbeiter umgab eine Aura des " Geheimnissvollen". Niemand wusste so recht, welche Aufgaben diese Leute wirklich zu erfüllen hatten. Man hatte stets das Gefühl, dass die MfS-Mitarbeiter, nie " mit offenen Karten spielen". Richtiges Vertrauen, auf der Grundlage eines kollegialen oder kameradschaftlichen Verhältnisses, konnte dadurch selten aufkommen. Das MfS war für die VP der "große Bruder", der auf alles und jeden aufpasst und ohne dessen Erlaubnis nichts läuft. Dazu beigetragen hat auch das mitunter überhebliche Verhalten, einzelner MfS-Mitarbeiter, gegenüber den VP-Angehörigen.

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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