#1

BRD- Grenzkontrolle von DDR - Bürgern

in Bundesgrenzschutz BGS 20.11.2010 15:33
von Rabe (gelöscht)
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Hallo,

in einem anderem Thema hatte ich u.a. geschildert, daß ein naher Verwandter von mir regelmäßig und auch recht häufig das
" Glück " hatte, dienstlich in den " Westen " zu reisen. Als Verkehrsmittel wurde immer die Eisenbahn benutzt. Er schilderte mir die
Kontrolle bei Einreise in die BRD wie folgt: Der BGS-Beamte betrat das Zugabteil wenn mein Verwandter alleiniger Reisender war oder blieb bei mehreren Reisenden in der Abteiltür stehen. Nach dem Tagesgruß wurden die Papiere ( ? ) abverlangt. Mein Verwandter reichte immer seinen Reisepaß, die DDR - Zählkarte und die Zollerklärung. Die Dokumente wurden durch eine Beschau kontrolliert. Mein
Verwandter wurde nach Reiseziel, Reisezweck und Dauer der Reise befragt. Dabei verhielten sich die Beamten wie Menschen halt sind: freundlich-neugierig, korrekt - ernst, aber auch mißlaunig. Nach der Befragung wurden die Dokumente durch den Beamten einbehalten und mitgenommen. Wohin ? Warum ? Nach einer gewissen Zeit wurden die Dokumente zurückgegeben. Der Paß war nicht gestempelt.
Zollkontrolle erfolgte nicht. Die Kontrollen an anderen Kontrollstellen verliefen ebenso.
Bei der Rückreise sei nie eine Kontrolle erfolgt.


Rabe


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#2

RE: BRD- Grenzkontrolle von DDR - Bürgern

in Bundesgrenzschutz BGS 20.11.2010 19:09
von Thunderhorse | 3.993 Beiträge

Zitat von Rabe
Hallo,

in einem anderem Thema hatte ich u.a. geschildert, daß ein naher Verwandter von mir regelmäßig und auch recht häufig das
" Glück " hatte, dienstlich in den " Westen " zu reisen. Als Verkehrsmittel wurde immer die Eisenbahn benutzt. Er schilderte mir die
Kontrolle bei Einreise in die BRD wie folgt: Der BGS-Beamte betrat das Zugabteil wenn mein Verwandter alleiniger Reisender war oder blieb bei mehreren Reisenden in der Abteiltür stehen. Nach dem Tagesgruß wurden die Papiere ( ? ) abverlangt. Mein Verwandter reichte immer seinen Reisepaß, die DDR - Zählkarte und die Zollerklärung. Die Dokumente wurden durch eine Beschau kontrolliert. Mein
Verwandter wurde nach Reiseziel, Reisezweck und Dauer der Reise befragt. Dabei verhielten sich die Beamten wie Menschen halt sind: freundlich-neugierig, korrekt - ernst, aber auch mißlaunig. Nach der Befragung wurden die Dokumente durch den Beamten einbehalten und mitgenommen. Wohin ? Warum ? Nach einer gewissen Zeit wurden die Dokumente zurückgegeben. Der Paß war nicht gestempelt.
Zollkontrolle erfolgte nicht. Die Kontrollen an anderen Kontrollstellen verliefen ebenso.
Bei der Rückreise sei nie eine Kontrolle erfolgt.


Rabe




Ah Ja,

der BGS erhielt die Zählkarte der DDR!!!

Na, denn Herr Dr..


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#3

RE: BRD- Grenzkontrolle von DDR - Bürgern

in Bundesgrenzschutz BGS 20.11.2010 19:26
von Rabe (gelöscht)
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Zitat von Thunderhorse

Zitat von Rabe
Hallo,

in einem anderem Thema hatte ich u.a. geschildert, daß ein naher Verwandter von mir regelmäßig und auch recht häufig das
" Glück " hatte, dienstlich in den " Westen " zu reisen. Als Verkehrsmittel wurde immer die Eisenbahn benutzt. Er schilderte mir die
Kontrolle bei Einreise in die BRD wie folgt: Der BGS-Beamte betrat das Zugabteil wenn mein Verwandter alleiniger Reisender war oder blieb bei mehreren Reisenden in der Abteiltür stehen. Nach dem Tagesgruß wurden die Papiere ( ? ) abverlangt. Mein Verwandter reichte immer seinen Reisepaß, die DDR - Zählkarte und die Zollerklärung. Die Dokumente wurden durch eine Beschau kontrolliert. Mein
Verwandter wurde nach Reiseziel, Reisezweck und Dauer der Reise befragt. Dabei verhielten sich die Beamten wie Menschen halt sind: freundlich-neugierig, korrekt - ernst, aber auch mißlaunig. Nach der Befragung wurden die Dokumente durch den Beamten einbehalten und mitgenommen. Wohin ? Warum ? Nach einer gewissen Zeit wurden die Dokumente zurückgegeben. Der Paß war nicht gestempelt.
Zollkontrolle erfolgte nicht. Die Kontrollen an anderen Kontrollstellen verliefen ebenso.
Bei der Rückreise sei nie eine Kontrolle erfolgt.

Bitte richtig lesen und dann erst fragen

Ich schrieb, daß Papiere ( ? ) abverlangt wurden. Klar?
Ich schrieb, daß mein Verwandter den Reisepaß, die DDR - Zählkarte und die Zollerklärung reichte. Klar ?

Mir ist nicht klar, was die Frage hier soll. So etwas kann man nicht beantworten. Da kann man nur darauf hinweisen.

Wer ist denn nun wieder Hr. Dr...., Du?
kannst ruhig Deinen Namen ausschreiben, Staasi ist seit 1990 vorbei mein Freund !

Rabe


Rabe




Ah Ja,

der BGS erhielt die Zählkarte der DDR!!!

Na, denn Herr Dr..



zuletzt bearbeitet 20.11.2010 19:27 | nach oben springen

#4

RE: BRD- Grenzkontrolle von DDR - Bürgern

in Bundesgrenzschutz BGS 20.11.2010 19:49
von Blanco (gelöscht)
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Der BGS wird wahrscheinlich das gemacht haben, was so ziemlich jeder Grenzpolizist auf der Welt macht, wenn er einen Einreisenden kontrolliert: Er hat wahrscheinlich in einer Fahndungsliste nachgeschaut, ob der Einreisende zu den in Bundesrepublik gesuchten Personen gehört.


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#5

RE: BRD- Grenzkontrolle von DDR - Bürgern

in Bundesgrenzschutz BGS 20.11.2010 19:53
von Thunderhorse | 3.993 Beiträge

Zitat von Rabe
Hallo,

in einem anderem Thema hatte ich u.a. geschildert, daß ein naher Verwandter von mir regelmäßig und auch recht häufig das
" Glück " hatte, dienstlich in den " Westen " zu reisen. Als Verkehrsmittel wurde immer die Eisenbahn benutzt. Er schilderte mir die
Kontrolle bei Einreise in die BRD wie folgt: Der BGS-Beamte betrat das Zugabteil wenn mein Verwandter alleiniger Reisender war oder blieb bei mehreren Reisenden in der Abteiltür stehen. Nach dem Tagesgruß wurden die Papiere ( ? ) abverlangt. Mein Verwandter reichte immer seinen Reisepaß, die DDR - Zählkarte und die Zollerklärung. Die Dokumente wurden durch eine Beschau kontrolliert. Mein
Verwandter wurde nach Reiseziel, Reisezweck und Dauer der Reise befragt. Dabei verhielten sich die Beamten wie Menschen halt sind: freundlich-neugierig, korrekt - ernst, aber auch mißlaunig. Nach der Befragung wurden die Dokumente durch den Beamten einbehalten und mitgenommen. Wohin ? Warum ? Nach einer gewissen Zeit wurden die Dokumente zurückgegeben. Der Paß war nicht gestempelt.
Zollkontrolle erfolgte nicht. Die Kontrollen an anderen Kontrollstellen verliefen ebenso.
Bei der Rückreise sei nie eine Kontrolle erfolgt.


Rabe




So, zum besseren Verständbis, dass ganze etwas markiert, damit der Beitragsersteller auch mal selbst wahr nimmt, was er da schreibt.


Und nochmal:
So, der BGS-Beamte erhält also die Zählkarte der DDR!!!
Und die Zollerklärung der "DDR" gleich dazu???

Na, dann schwarzer Rabe.
Wie eine Zählkarte der DDR aussah, müßte dem Raben ja bekannt sein.
Weiterhin viel Spaß.


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 20.11.2010 20:10 | nach oben springen

#6

RE: BRD- Grenzkontrolle von DDR - Bürgern

in Bundesgrenzschutz BGS 20.11.2010 20:51
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von Thunderhorse

Zitat von Rabe
Hallo,

in einem anderem Thema hatte ich u.a. geschildert, daß ein naher Verwandter von mir regelmäßig und auch recht häufig das
" Glück " hatte, dienstlich in den " Westen " zu reisen. Als Verkehrsmittel wurde immer die Eisenbahn benutzt. Er schilderte mir die
Kontrolle bei Einreise in die BRD wie folgt: Der BGS-Beamte betrat das Zugabteil wenn mein Verwandter alleiniger Reisender war oder blieb bei mehreren Reisenden in der Abteiltür stehen. Nach dem Tagesgruß wurden die Papiere ( ? ) abverlangt. Mein Verwandter reichte immer seinen Reisepaß, die DDR - Zählkarte und die Zollerklärung. Die Dokumente wurden durch eine Beschau kontrolliert. Mein
Verwandter wurde nach Reiseziel, Reisezweck und Dauer der Reise befragt. Dabei verhielten sich die Beamten wie Menschen halt sind: freundlich-neugierig, korrekt - ernst, aber auch mißlaunig. Nach der Befragung wurden die Dokumente durch den Beamten einbehalten und mitgenommen. Wohin ? Warum ? Nach einer gewissen Zeit wurden die Dokumente zurückgegeben. Der Paß war nicht gestempelt.
Zollkontrolle erfolgte nicht. Die Kontrollen an anderen Kontrollstellen verliefen ebenso.
Bei der Rückreise sei nie eine Kontrolle erfolgt.


Rabe




So, zum besseren Verständbis, dass ganze etwas markiert, damit der Beitragsersteller auch mal selbst wahr nimmt, was er da schreibt.


Und nochmal:
So, der BGS-Beamte erhält also die Zählkarte der DDR!!!
Und die Zollerklärung der "DDR" gleich dazu???

Na, dann schwarzer Rabe.
Wie eine Zählkarte der DDR aussah, müßte dem Raben ja bekannt sein.
Weiterhin viel Spaß.




.............was interessant wäre und die Frage kann bestimmt jemand der ehemaligen HA VI erklären, wie erfolgte auf DDR Seite die Ausreisemodalität mit einem Reisezug. Paß-/Zollkontrolle ist klar, aber welche Unterlagen mußte der Reisende bei der Ausreise als DDR Bürger an der Grenze ausfüllen. Und mußten diese sofort ausgefüllt werden oder waren diese Unterlagen (Zählkarte, Zollerklärung etc.) blanko......und wurden dann bei der Einreise ausgefüllt abgegeben? Oder mußten die Unterlagen während der Ausreise ausgefüllt werden.............und wurden dann mitgegeben?? Mußten überhaupt Unterlagen bei der Ausreise durch den DDR Bürger ausgefüllt werden?


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#7

RE: BRD- Grenzkontrolle von DDR - Bürgern

in Bundesgrenzschutz BGS 20.11.2010 22:18
von Rabe (gelöscht)
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Ich versuche es noch einmal zu erklären. Die Abfertigung auf Seite der DDR erfolgte wie folgt:
Vom Reisenden wurden bei der Paßkontrolle der Reisepaß verlangt und die Zählkarte. Die Zählkarte bestand aus einem Ausreise- und eien Einreiseteil. Es erfolgte die Identitätskontrolle. Anschließend erfolgt die Stempelung des Reisepaß, des Ausreiseteils und des Einreiseteils der Zählkarte. Der Reisende DDR - Bürger erhielt den Reisepaß zurück und den Einreiseteil der Zählkarte. Das Einreiseteil der DDR -Zählkarte wurde durch den DDR Paßkontrolleur auf der Seite des Reisepasses eingelegt, der nun das abgestempelte Visa zeigte. Der Reisepaß
wurde zugeklappt und dem Reisenden übergeben. Also mit innenliegender Zählkarte. Nach der Paßkontrolle der DDR erfolgte die Zollkontrolle durch einen Mitarbeiter des GZA. Dieser verlangte natürlich die Zollerklärung und den Reisepaß, indem sich ja immer noch die vom Paßkontrolleur der DDR eingelegte Einreisezählkarte der DDR befand. Der Mitarbeiter des GZA übergab dem reisenden DDR - Bürger, nach der Zollkontrolle den Reisepaß, die DDR - Zählkarte und die Zollerklärung. In den Reisepaß des Reisenden war jetzt die Zählkarte der DDR und die Zollerklärung der DDR eingelegt. Mein Verwandter hat nachdem er die Papiere vom GZA - Angehörigen erhielt , in die Sacko- Innentasche gesteckt. Wenn dann der BRD - Beamte die Papiere zur Kontrolle verlangte, hat mein Verwandter diesem dann die vom Angehörigen des GZA der DDR übergebenen Papiere übergeben. Also Reisepaß, mit innenliegender DDR - Zählkarte und der DDR Zollerklärung.
Ich glaube, ich hätte es auch einfacher schreiben können, oder?
Zum zweiten Teil der Beantwortung. Hatte der Reisende an seinem Wohnort Zählkarte und Zollerklärung vollständig ausgefüllt - und ordentlich in den Reisepaß eingelegt - ich kanns nicht lassen - großes SORRY - waren ekeine Schreibarbeiten erforderlich.
Natürlich konnte es z.B. passieren, daß auf der eingelegten DDR - Zählkarte ein Geburtdatum fehlte, wurde dies meist durch den Paßkontrlleur nachgetragen. Oder es mußten bei der Zollkontrollez.B. die mitgeführten Zahlungsmittel der DDR nachgetragen - Kleinigkeiten. Sonst kein Schreibkram.

Rabe
Manno, wär der bloß nicht gereist!


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#8

RE: BRD- Grenzkontrolle von DDR - Bürgern

in Bundesgrenzschutz BGS 20.11.2010 22:24
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Stabsfähnrich

Zitat von Thunderhorse

Zitat von Rabe
Hallo,

in einem anderem Thema hatte ich u.a. geschildert, daß ein naher Verwandter von mir regelmäßig und auch recht häufig das
" Glück " hatte, dienstlich in den " Westen " zu reisen. Als Verkehrsmittel wurde immer die Eisenbahn benutzt. Er schilderte mir die
Kontrolle bei Einreise in die BRD wie folgt: Der BGS-Beamte betrat das Zugabteil wenn mein Verwandter alleiniger Reisender war oder blieb bei mehreren Reisenden in der Abteiltür stehen. Nach dem Tagesgruß wurden die Papiere ( ? ) abverlangt. Mein Verwandter reichte immer seinen Reisepaß, die DDR - Zählkarte und die Zollerklärung. Die Dokumente wurden durch eine Beschau kontrolliert. Mein
Verwandter wurde nach Reiseziel, Reisezweck und Dauer der Reise befragt. Dabei verhielten sich die Beamten wie Menschen halt sind: freundlich-neugierig, korrekt - ernst, aber auch mißlaunig. Nach der Befragung wurden die Dokumente durch den Beamten einbehalten und mitgenommen. Wohin ? Warum ? Nach einer gewissen Zeit wurden die Dokumente zurückgegeben. Der Paß war nicht gestempelt.
Zollkontrolle erfolgte nicht. Die Kontrollen an anderen Kontrollstellen verliefen ebenso.
Bei der Rückreise sei nie eine Kontrolle erfolgt.


Rabe




So, zum besseren Verständbis, dass ganze etwas markiert, damit der Beitragsersteller auch mal selbst wahr nimmt, was er da schreibt.


Und nochmal:
So, der BGS-Beamte erhält also die Zählkarte der DDR!!!
Und die Zollerklärung der "DDR" gleich dazu???

Na, dann schwarzer Rabe.
Wie eine Zählkarte der DDR aussah, müßte dem Raben ja bekannt sein.
Weiterhin viel Spaß.




.............was interessant wäre und die Frage kann bestimmt jemand der ehemaligen HA VI erklären, wie erfolgte auf DDR Seite die Ausreisemodalität mit einem Reisezug. Paß-/Zollkontrolle ist klar, aber welche Unterlagen mußte der Reisende bei der Ausreise als DDR Bürger an der Grenze ausfüllen. Und mußten diese sofort ausgefüllt werden oder waren diese Unterlagen (Zählkarte, Zollerklärung etc.) blanko......und wurden dann bei der Einreise ausgefüllt abgegeben? Oder mußten die Unterlagen während der Ausreise ausgefüllt werden.............und wurden dann mitgegeben?? Mußten überhaupt Unterlagen bei der Ausreise durch den DDR Bürger ausgefüllt werden?






at Chris,

im "Tränenpalast" also Friedrichstrasse Berlin biste mit Deinem Reisepass gecheckt worden,ob Du eben Du bist.
Hatte nur normales Reisegepäck,nix weiter dabei,meine Reisetasche wurde durch Zoll in Beschau genommen.
An eine Zählkarte kann ich mich nicht erinnern.
Hatte DDR Geld dabei,schlag mich tot 200Mark(eigentlich nur wegen Taxi im Falle eines Falles)also bei Heimreise.
100 Westmark in einer Clubzigarette eingepackt.
Zwanzig Minuten auf dem Bahnsteig Friedrichstrasse (Übergangsbahnhof)auf den Zug gewartet,eingestiegen...danng laub ich über Gesundbrunnen und dann war man in kurzer Zeit wieder auf DDR Gebiet und in Richtung Süden Probstzella.
Auf DDR Gebiet noch mal Kontrolle im Zug,dann so meine ich mich zu erinnern, gleich hinter der Grenze kam die Bayern ins Abteil.
Gruss Gott.Passkontrolle!
Dann hab ich dem Krontrolleur den DDR Pass gezeigt,der hat mich einmal angesehen und gefragt ob ich das erste Mal in der Bundesrepublik bin,nö zweete Mal.
Dann hat er gefragt ob ich wieder zurückreise....jo.
Dann bekam ich den Pass zurück,er hat mit dem Pass das Abteil nicht verlassen.
Der zweite Kontrolleur stand in der Tür des Abteils und der mich kontrollierte wollte dann den Pass eines weiteren Fahrgastes im Abteil sehen.
Der verstand nix oder wollte nix verstehen und musste mit.(kam auch nicht wieder)
Gute Reise und die Tür war wieder zu.
Bei der Rückreise in Berlin Friedrichstrasse war riesen Gedrängel und eine ältere Dame hat mich durch die Massen geschoben und immer geflüstert.... immer weitergehen....bis Einer was sagt,hat aber Keiner,keine Kontrolle nix.
So im Oktober 89.
Gruss BO

Kann ja an Erinnerungsschwäche liegen,aber so ne Zählkarte nä.glaub nicht.Kannich nicht verbriefen.


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#9

RE: BRD- Grenzkontrolle von DDR - Bürgern

in Bundesgrenzschutz BGS 20.11.2010 23:13
von eisenringtheo | 9.155 Beiträge

Bei der Ausreise benötigten DDR-Bürger und Ausländer einen Pass mit DDR-Ausreisevisum,
eine Zählkarte:
http://www.berlinermaueronline.de/xgraph.../zaehlkarte.jpg
eine Zoll- und Devisenerklärung
http://www.berlinermaueronline.de/xgraph...ung_ddr_nsw.jpg
sowie (DDR Bürger) eine Mitnahmebescheinigung
http://www.berlinermaueronline.de/xgraph...iv/mitnahme.jpg
Die Züge fuhren von Berlin-Friedrichstrasse nach Berlin (West), wo sie am Bahnhof Berlin-Zoologischer Garten und in Berlin-Wannsee hielten. Dann hielten sie kurz am Kontrollbahnhof Griebnitzsee
http://www.passkontrolle.thomschke.org/griebnitz3.html
(Auf dieser Website wird auch ein Fall eines Zuges geschildert, der an der sog. "Y" Weiche entgleist ist. Das ist die Weiche, die vom DHO Offizier - und nur von ihm - bedient wird).
Nach Amkunft des Zuges gab es einen Appell der PKE Angehörigen. Jeder erhielt eine Karte, dann bestiegen die PKE Angehörigen und die Transportpolizisten den Zug. Die PKE erteilte Transivisa an diejenigen Fahrgäste, die in Berlin West zugestiegen waren. Selten gab es Halte unterwegs, in Magdeburg (bei Fahrten nach Marienborn) für Tf-Wechsel auf einem abgesperrten und durch Trapo gesicherten Bereich. Gab es ausserplanmässige Halte (Kreuzung abwarten, Halt wegen Baustellen usw.), dann verzögerte sich der Halt am Ausreisebahnhof, es erfolgte eine ausführliche Kontrolle des Zuges. Man sah dann wieder einen Appell der PKE am Gleis, der Offizier sammelte die Karten der PKA ein, die in Griebnitzsee ausgeteilt wurden. Dann leerte sich der Bahnsteig, man sah plötzlich keine Uniformierten mehr und es wurde ganz ruhig. Dann ging es auf einmal rasend schnell. Kurze Durchsage über Lautsprecher und der Zug fuhr sofort ab.
Theo


zuletzt bearbeitet 20.11.2010 23:21 | nach oben springen

#10

RE: BRD- Grenzkontrolle von DDR - Bürgern

in Bundesgrenzschutz BGS 21.11.2010 13:02
von Eumel | 139 Beiträge

Lief genau so ab. Vielleicht noch einen Hinweis zu den Zählkarten:

Zählkarte musste vor Ausreise ausgefüllt werden. Beim Bhf. Friedrichstraße wurde da bereits in der Vorkontrolle geschaut. So konnten die ausreisenden DDR Bürger danach noch die Karten korrekt ausfüllen. Die meisten Ausreisenden da waren DDR Bürger mit mehrmaligen Ausreisevisa. Die kannten sich aus. Hinweise zur Kartenausfüllung bzw. Zollerklärungen bedurfte es meist nur bei "Neulingen".


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#11

RE: BRD- Grenzkontrolle von DDR - Bürgern

in Bundesgrenzschutz BGS 21.11.2010 14:35
von SanGefr | 218 Beiträge

Also hier möchte ich mal was dazu sagen. Ich habe zwischen 1983 und 1989 mehrmals im Monat Interzonenzüge vom Grenzbahnhof Oebisfelde bis nach Hannover und Gegenrichtung begleitet. Der Bundesgrenzschutz und der Zoll stiegen in Wolfsburg ein. Die Kontrolle des Bundesgrenzschutzes erfolgte nur stichprobenartig, da in der Hauptreisezeit Züge mit mehr als 500 Fahrgästen nicht jeder Fahrgast bis Hannover kontrolliert werden konnte. (4 BGS-Beamte und 4 Zollbeamte) Hier handelte der BGS meist auch nur nach dem Bauchgefühl. Meist reichte dem BGS ein kurzer Blick durch die geschlossene Abteiltür um zu wissen, dass sich eine Kontrolle hier nicht lohnt. So ist es vorgekommen, dass der BGS an zwei oder drei Abteilen "nur eines kurzen Blickes würdigend" vorbeiging. Am vierten Abteil z. B. machte er eine Stichkontrolle. Da der Zug seitens der DDR Pass- und Zollkontrolle bestens überprüft wurde, wurden die Pässe der sich überwiegend im Rentenalter befindlichen Fahrgäste nur kurz gesichtet und zurückgegeben. Oft reichte dem BGS auch nur ein Blick in den Pass, ohne ihn überhaupt in die Hand genommen zu haben. Wie geschrieben: Sie verließen sich halt auf ihr Bauchgefühl und auch auf ihre langjährige Erfahrung. Jüngere Fahrgäste wurden evtl. genauer kontrolliert. Ebenso ging der BGS auch nach der Kleidung, die der Fahrgast anhatte oder nach dem Haarschnitt, Gepäckstück etc.. So konnte sie schon mit fast an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit merken, wer ein DDR-Bürger war oder wer ein zurückkehrender Bundesbürger die Fahrt nach zuhause angetreten hatte. Die Trefferquote lag hier bei über 95 %. Die Bundesbürger oder die, die dafür gehalten wurden, mußten sich, wenn sie kontrolliert wurden, halt einer genaueren Kontrolle unterziehen.
Genaus so sah es auch der Zoll. Zuerst, nach Einstieg in Wolfsburg, wurden die WC und Waschräume durchsucht. Da gab es doch schon kleine Verstecke um etliche Zigarettenstangen oder Spirtituosen zu verstecken, die in Oebisfelde auf dem Bahnsteig-Intershop erworben wurden, was allerdings nicht so oft gefunden wurde. Danach ging der Zoll ähnlich wie der BGS an die Kontrolle - mal mehr mal weniger. Meistens saßen die Jungs vom BGS/Zoll schon bei Durchfahrt in Lehrte (ca. 16 km vor Hannover Hbf) wieder in ihren Dienstabteilen. Natürlich kam es auch auf die Personen des BGS/Zoll an. Junge, dynamische und diensteifrige Beamte haben schon genauer ihre Vorschriften beachtet als ihre älteren, erfahrenen und ruhigeren Kollegen, die ab und an auch mal des öfteren "fünfe gerade" sein ließen (und sich auch mal von uns die eine oder andere Stange Zigaretten oder die eine oder andere Flasche Spirituosen aus dem DDR-Intershop mitbringen ließen).


zuletzt bearbeitet 21.11.2010 21:44 | nach oben springen

#12

RE: BRD- Grenzkontrolle von DDR - Bürgern

in Bundesgrenzschutz BGS 21.11.2010 18:31
von Rabe (gelöscht)
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Hallo SanGefr.

Danke für Deinen Beitrag. Es ist dann ja so, wie ich vermutet habe. Stichprobenkonrtrollen. Wir haben ja alle Reisenden kontrolliert.
Bei den Zügen in der Ausreise aus der DDR durfte keine Verspätung ( 5 Min. waren nicht tragisch ) verursacht werden. Bei Zügen in der
Einreise in die DDR, war, wenn die Standzeit nicht ausreichte, auch eine fahrende Kontrolle vorgesehen. Diese Kontrolle sollte bis
Magdeburg fertig sein. War dies nicht möglich, aus irendwelchen Gründen auch immer, war vorgesehen, daß die Transportpolizei in Magdeburg den Bahnsteig sperrt, ein Passkontrolleur hätte dann die Kontrolle bei den Aussteigern dort fortgesetzt. Die anderen Kontrolleure
wären weitergefahren. Dieser Fall ist jedoch nicht eingetreten. Manchmal bis Magdeburg. Die PKE erhielt von der DR zu jedem Zug eine sogenannte Zugmeldung zur Besetzung der Züge z.B. 10 Reisewagen mit 60%! Dadurch hatte wir Zeit zu reagieren. Ca. 1 Stunde um noch Kontrolleure zusätzlich zum Einsatz zu bringen,also aus der Freizeit zum Dienst.
Im Nachhinein hatten die Intershop - Verkäuferinnen auf dem Bahnsteigkiosk einen einträglichen Job. Das Geschäft blühte doch immer dann, wenn die Durchsage: Bitte Einsteigen... kam.Da wurde in der Eile schon mal mit einem Schein für ne Flasche Saft z.B. mit einem Scheinchen bezahlt. Auf das Rückgeld wurde verzichtet. Ebenso die Verkaufsstände innen im Kontrollgebäude.
Wie war Euer Verhältnis zu den Angehörigen der Paßkontrolle?
Zu meiner Zeit war es üblich: freundlichen Tagesgruß, mal auch ein kleines Schwätzchen mit Austausch von ein paar Witzchen - wenn Zeit war.
Käffchen haben wir n i c h t zusammen getrunken.
Schön einen" Oebisfelder " von der anderen Seite der Grenze getroffen zu haben!

Rabe


zuletzt bearbeitet 21.11.2010 18:36 | nach oben springen

#13

RE: BRD- Grenzkontrolle von DDR - Bürgern

in Bundesgrenzschutz BGS 21.11.2010 18:49
von LEGO | 487 Beiträge

Zitat von SanGefr
Also hier möchte ich mal was dazu sagen. Ich habe zwischen 1983 und 1989 mehrmals im Monat Interzonenzüge vom Grenzbahnhof Oebisfelde bis nach Hannover begleitet. Der Bundesgrenzschutz und der Zoll stiegen in Wolfsburg ein. Die Kontrolle des Bundesgrenzschutzes erfolgte nur stichprobenartig, da in der Hauptreisezeit Züge mit mehr als 500 Fahrgästen nicht jeder Fahrgast bis Hannover kontrolliert werden konnte. (4 BGS-Beamte und 4 Zollbeamte) Hier handelte der BGS meist auch nur nach dem Bauchgefühl. Meist reichte dem BGS ein kurzer Blick durch die geschlossene Abteiltür um zu wissen, dass sich eine Kontrolle hier nicht lohnt. So ist es vorgekommen, dass der BGS an zwei oder drei Abteilen "nur eines kurzen Blickes würdigend" vorbeiging. Am vierten Abteil z. B. machte er eine Stichkontrolle. Da der Zug seitens der DDR Pass- und Zollkontrolle bestens überprüft wurde, wurden die Pässe der sich überwiegend im Rentenalter befindlichen Fahrgäste nur kurz gesichtet und zurückgegeben. Oft reichte dem BGS auch nur ein Blick in den Pass, ohne ihn überhaupt in die Hand genommen zu haben. Wie geschrieben: Sie verließen sich halt auf ihr Bauchgefühl und auch auf ihre langjährige Erfahrung. Jüngere Fahrgäste wurden evtl. genauer kontrolliert. Ebenso ging der BGS auch nach der Kleidung, die der Fahrgast anhatte oder nach dem Haarschnitt, Gepäckstück etc.. So konnte sie schon mit fast an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit merken, wer ein DDR-Bürger war oder wer ein zurückkehrender Bundesbürger die Fahrt nach zuhause angetreten hatte. Die Trefferquote lag hier bei über 95 %. Die Bundesbürger oder die, die dafür gehalten wurden, mußten sich, wenn sie kontrolliert wurden, halt einer genaueren Kontrolle unterziehen.
Genaus so sah es auch der Zoll. Zuerst, nach Einstieg in Wolfsburg, wurden die WC und Waschräume durchsucht. Da gab es doch schon kleine Verstecke um etliche Zigarettenstangen oder Spirtituosen zu verstecken, die in Oebisfelde auf dem Bahnsteig-Intershop erworben wurden, was allerdings nicht so oft gefunden wurde. Danach ging der Zoll ähnlich wie der BGS an die Kontrolle - mal mehr mal weniger. Meistens saßen die Jungs vom BGS/Zoll schon bei Durchfahrt in Lehrte (ca. 16 km vor Hannover Hbf) wieder in ihren Dienstabteilen. Natürlich kam es auch auf die Personen des BGS/Zoll an. Junge, dynamische und diensteifrige Beamte haben schon genauer ihre Vorschriften beachtet als ihre älteren, erfahrenen und ruhigeren Kollegen, die ab und an auch mal des öfteren "fünfe gerade" sein ließen (und sich auch mal von uns die eine oder andere Stange Zigaretten oder die eine oder andere Flasche Spirituosen aus dem DDR-Intershop mitbringen ließen).



Deine Ausführungen treffen die Sache recht genau, SanGefr.

Wir haben diese Kontrollen des BGS Einzeldienst begleitet. Kontrollen wurden wie beschrieben nach Bauchgefühl durchgeführt.
Wir sind in Büchen zugestiegen und in Hamburg wieder ausgestiegen.
Da blieb gar keine Zeit für umfangreiche Aktivitäten.


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#14

RE: BRD- Grenzkontrolle von DDR - Bürgern

in Bundesgrenzschutz BGS 21.11.2010 20:37
von SanGefr | 218 Beiträge

Hallo Rabe
Die Kontrollzeit/Standzeit des Zuges in Oebisfelde betrug exakt immer 45 Minuten. Dabei war es ganz egal, ob der Zug pünktlich den Bahnhof erreichte oder mit einer Verspätung von was weiß ich wieviel Minuten. Egal ob zur verkehrsschwachen Zeit 150 Fahrgäste oder zur Hauptreisezeit 500 und viel mehr Fahrgäste im Zug waren. Diese 45 Minuten wurden immer voll ausgenutzt. Nach Ankunft des Zuges übergab uns der Zugführer der DR den Zug mit Nennung der Anzahl der Fahrgästen (geschätzt/gelogen). Selten bis gar nicht wurde die Begrüßung per Handschlag getätigt. Nicht, weil es die Reichsbahnkollegen nicht wollten, sondern eher weil es "von oben" her verboten war und nicht gerne gesehen wurde. Es könnte ja sein, dass ich ein Fünf-DM-Stück dem Reichsbahnkollegen heimlich in die Hand drückte. Dabei hatte ich, weiß Gott, Besseres mit meinem Gelde vor. Wie gesagt, es kam selten vor und wurde, wenn es gesehen wurde, zähneknirschend von den Grenzern zur Kenntnis genommen. Es war ja nun mal passiert und konnte nicht wieder rückgängig gemacht werden.
Mit dem männlichen Personal der Pass- und Zollorgane hatten wir keine Schwierigkeiten. Der Tagesgruß unsererseits wurde fast immer, mal mehr, mal weniger freundlich, (einschl. Hundeführer, die m. E. am freundlichsten waren), erwidert. Ein Gespräch kam allerdings kaum zustande, jedenfalls nichts Privates. Allerdings hatten es sich die weiblichen Kontrollorgane zur Pflicht gemacht uns keines Blickes zu würdigen und einen Tagesgruß, sofern er von uns gekommen wäre, käme erst recht nicht über ihre Lippen. Da wir das wußten, haben wir bei Begegnung auf dem Bahnsteig grundsätzlich in die andere Richtung geblickt und sind gruß- und wortlos an den Frauen vorbeigegangen.
Zum Thema Intershop: Wenn also in Oebisfelde die Ansage kam: "Zum D-Zug nach Köln über Wolfsburg, Hannover, Hamm - bitte einsteigen und vorsicht bei der Ausfahrt!" (sinngemäß) war es zum Einkauf im Intershop meist zu spät.
Nach Einfahrt des Zuges stiegen die Pass- und Zollorgane der DDR (inklusive Leiterbrigade) ein und der Zug wurde von außen verschlossen. Wenn die Kontrolle von Pass und Zoll, die von vorn und von hinten gleichzeitig begannen, beendet war, wurde der betreffende Wagon wieder aufgeschlossen und die Fahrgäste hatten noch Gelegenheit den Reisebedarf im Intershop zu erwerben. Wer also im hinteren oder vorderen Zugteil saß, hatte mehr Zeit den Intershop zu besuchen. Sehr viele waren das allerdings nicht, da die meisten Fahrgäste kein oder nur wenig Westgeld bei sich hatten. Bei Zügen zur Einreise in die DDR war das wieder anderum. Da hatten die meisten Fahrgäste (noch) Westgeld und kauften ein.
Ich kann mich noch heute, nach über 20 Jahren, an den genauen Wortlaut der Begrüßung über Lautsprecher bei Zügen aus der Bundesrepublik erinnern.
"Werte Reisende! Wir begrüßen Sie in der Deutschen Demokratischen Republik auf dem Grenzübergangsbahnhof Oebisfelde. Halten Sie die Reisedokumente für die Pass- und Zollkontrolle ausgefüllt bereit. Halten Sie die Reisedokumente für die Pass- und Zollkontrolle ausgefüllt bereit".


zuletzt bearbeitet 21.11.2010 21:49 | nach oben springen

#15

RE: BRD- Grenzkontrolle von DDR - Bürgern

in Bundesgrenzschutz BGS 21.11.2010 21:01
von eisenringtheo | 9.155 Beiträge

Bei dieser Gelegenheit kommen mir wieder die "Y" oder Entgleisungsweichen in den Sinn, die ausschliesslich vom DHO bedient werden konnten. Bei der Abfahrt des Zuges in Richtung Westen habe ich mich immer wieder gefragt, ob man im Falle eines Falles wirklich einen Zug hätte entgleisen lassen...
http://www.zweirad-juergens.de/seitenalt...-Salzwedel.html
Theo


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#16

RE: BRD- Grenzkontrolle von DDR - Bürgern

in Bundesgrenzschutz BGS 21.11.2010 21:02
von SanGefr | 218 Beiträge

Hallo LEGO!
Danke für Deine Zustimmung. Ich habe doch noch allerhand in Erinnerung. Bei einer Besetzung, die zu 80 bis 90 % aus Senioren bestand, welche zum Teil die 70 Lenze weit überschritten hatten, wäre eine erneute "Filzung" innerhalb einer Stunde nun wirklich übertrieben gewesen. Außerdem wäre eine intensive Kontrolle jedes Reisenden, bei der relativ kurzen Fahrzeit Büchen-Hamburg oder Wolfsburg-Hannover, wie Du richtig beschrieben hast, gar nicht möglich gewesen. Ihr habt Eure Erfahrungswerte gehabt sowie Euer Bauchgefühl und daher richtig gehandelt. Die älteren Fahrgäste waren durch die DDR-Kontrolle schon gestresst genug.


zuletzt bearbeitet 21.11.2010 21:52 | nach oben springen

#17

RE: BRD- Grenzkontrolle von DDR - Bürgern

in Bundesgrenzschutz BGS 21.11.2010 21:14
von SanGefr | 218 Beiträge

Hallo eisenringtheo!
Oh ja! Das hätten die DDR-Behörden darauf ankommen lassen. Davon bin ich felsenfest überzeugt, selbst auf die Gefahr, dass der Bahnhof (in meinem Falle kenne ich nur den Bahnhof Oebisfelde) dann für Stunden oder Tage von Interzonenzüge beider Richtungen nicht mehr hätte angefahren werden können. Es wäre ja nur das Gleis Richtung Bundesrepublik betroffen. Alle anderen Reisezüge, die eh in Oebisfelde endeten bzw. eingesetzt wurden, fuhren von anderen Bahnsteigen ab, die von dem Bahnsteig 1 West in östlicher Richtung leicht versetzt waren. Es wäre also nur der Reisezugverkehr DB/DR und Gegenrichtung betroffen gewesen. Güterzüge konnten ungehindert aus den Übergabegleisen für Güterzüge (unser Ausdruck war Ghetto, weil vom übrigen Bahnhof durch Maschendrahtzaun abgetrennt) über eine andere Weichenverbindung Richtung Vorsfelde/Wolfsburg bzw. von Wolfsburg/Vorsfelde aus- und einfahren. Der Rangierbetrieb wäre auch nicht behindert worden.


zuletzt bearbeitet 21.11.2010 21:42 | nach oben springen

#18

RE: BRD- Grenzkontrolle von DDR - Bürgern

in Bundesgrenzschutz BGS 21.11.2010 21:38
von SanGefr | 218 Beiträge

Hallo Rabe!
Noch eine Bemerkung zu Deinem Verwandten! Soweit ich das gesehen habe und beurteilen kann, hat sich der BGS/Zoll immer freundlich/korrekt/neugierig gegenüber den älteren Fahrgästen verhalten, wenn es zur stichproben-Kontrolle kam. Doch gab es auch, wenn auch selten, meist jüngere Fahrgäste, die öfters hin- und herreisten und meinten, mit dem BGS/Zoll ein "Spielchen" treiben zu können. Nach dem Motto: Jetzt schon wieder eine Kontrolle? Ich bin doch erst (vor 10 Minuten) in der DDR kontrolliert worden. Das sollte doch wohl reichen. Das der bundesdeutsche BGS/Zoll auch nur seine Arbeit machte, kam manchen gar nicht in den Sinn. Sie mußten sich nun widerwillig bequemen, innerhalb von 10 Minuten noch einmal ihren Reisepass herzuvorholen. Bei solchen Leuten konnte der Ton dann schon mal misslaunisch, rauher und die Kontrolle intensiver werden - und das war m. E. richtig.


zuletzt bearbeitet 21.11.2010 21:40 | nach oben springen

#19

RE: BRD- Grenzkontrolle von DDR - Bürgern

in Bundesgrenzschutz BGS 21.11.2010 21:48
von Mike59 | 7.938 Beiträge

Zitat von SanGefr
Hallo Rabe!
Noch eine Bemerkung zu Deinem Verwandten! Soweit ich das gesehen habe und beurteilen kann, hat sich der BGS/Zoll immer freundlich/korrekt/neugierig gegenüber den älteren Fahrgästen verhalten, wenn es zur stichproben-Kontrolle kam. Doch gab es auch, wenn auch selten, meist jüngere Fahrgäste, die öfters hin- und herreisten und meinten, mit dem BGS/Zoll ein "Spielchen" treiben zu können. Nach dem Motto: Jetzt schon wieder eine Kontrolle? Ich bin doch erst (vor 10 Minuten) in der DDR kontrolliert worden. Das sollte doch wohl reichen. Das der bundesdeutsche BGS/Zoll auch nur seine Arbeit machte, kam manchen gar nicht in den Sinn. Sie mußten sich nun widerwillig bequemen, innerhalb von 10 Minuten noch einmal ihren Reisepass herzuvorholen. Bei solchen Leuten konnte der Ton dann schon mal misslaunisch, rauher und die Kontrolle intensiver werden - und das war m. E. richtig.


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Na SanGefr, deine Beschreibung ist nicht schlecht.
Das sind auch heute noch die "Vielreisenden" . 1x im Jahr den Pott verlassen. Daheim unfähig freihändig über die Strasse zu gehen, aber nach All inklusive in der DomRep kennen sie sich aus und mokieren jede staatliche Maßnahme.
P.S. meine Lieblinge im täglichen Dienstgeschäft.
Mike59


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#20

RE: BRD- Grenzkontrolle von DDR - Bürgern

in Bundesgrenzschutz BGS 21.11.2010 22:34
von Thunderhorse | 3.993 Beiträge

Zitat von Eumel
Lief genau so ab. Vielleicht noch einen Hinweis zu den Zählkarten:

Zählkarte musste vor Ausreise ausgefüllt werden. Beim Bhf. Friedrichstraße wurde da bereits in der Vorkontrolle geschaut. So konnten die ausreisenden DDR Bürger danach noch die Karten korrekt ausfüllen. Die meisten Ausreisenden da waren DDR Bürger mit mehrmaligen Ausreisevisa. Die kannten sich aus. Hinweise zur Kartenausfüllung bzw. Zollerklärungen bedurfte es meist nur bei "Neulingen".




Und vor der Ausreise bei den DDR-Behörden (Paßkontrolle) abgegeben werden.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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