#1

Ungesetzliches Verlassen der BRD

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.11.2010 21:43
von wosch (gelöscht)
avatar

Mich würde mal interessieren ob es in der Bundesrepublik auch den Begriff des "Ungesetzlichen Verlassen" bzw der "Republikflucht" gab und wenn ja, war das "ungesetzliche" Verlassen der BRD ein Straftatbestand und mit welchen Mitteln wurde dann dagegen vorgegangen? Gab es auf westdeutscher Seite auch Maßnahmen die etwaige Fluchten verhindern sollten, oder nutze man gegebenfalls die vorhandenen Grenzsicherungsanlagen des östlichen Nachbarn mit dessen Einverständnis stillschweigend mit? Vielleicht können die Experten mit Zahlen und anderen Fakten Auskunft geben? Achtung, keine Ironie sondern eine ernsthafte Frage!
Schönen Gruß aus Kassel.


nach oben springen

#2

RE: Ungesetzliches Verlassen der BRD

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.11.2010 21:49
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von wosch
Mich würde mal interessieren ob es in der Bundesrepublik auch den Begriff des "Ungesetzlichen Verlassen" bzw der "Republikflucht" gab und wenn ja, war das "ungesetzliche" Verlassen der BRD ein Straftatbestand und mit welchen Mitteln wurde dann dagegen vorgegangen? Gab es auf westdeutscher Seite auch Maßnahmen die etwaige Fluchten verhindern sollten, oder nutze man gegebenfalls die vorhandenen Grenzsicherungsanlagen des östlichen Nachbarn mit dessen Einverständnis stillschweigend mit? Vielleicht können die Experten mit Zahlen und anderen Fakten Auskunft geben? Achtung, keine Ironie sondern eine ernsthafte Frage!
Schönen Gruß aus Kassel.




Na wosch, da wird Dir doch sicherlich geholfen.

Dickes Grinsen.

Nur soviel.
Überschreiten der Grenze (grüne Grenze) außerhalb eines zugelassen Grenzübergangs war eine Ordnungswidrigkeit.


"Mobility, Vigilance, Justice"
coldwarrior67 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.11.2010 21:51 | nach oben springen

#3

RE: Ungesetzliches Verlassen der BRD

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.11.2010 21:49
von ABV | 4.202 Beiträge

Hallo Wosch!
Das Überqueren einer Staatsgrenze an anderen als den dafür vorgesehenen Stellen=Grenzübergängen, konnte auch in der Bundesrepublik als Straftat behandelt werden. Allerdings hatten solche Leute in den meisten Fällen etwas zu verbergen. Ansonsten wären sie ja ganz normal über den Grenzübergang ein oder ausgereist. Denn das durften ja alle. Republikflucht ist daher Quatsch mit Soße. Aber das brauche ich dir ja wohl kaum zu erklären.

Viele Grüße von der Oder nach Kassel
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


nach oben springen

#4

RE: Ungesetzliches Verlassen der BRD

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.11.2010 22:02
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Jetzt komme ich ins Grübeln-Hab ich nun vor langer Zeit bei meinen Kurzbesuchen in den Niederlanden Republikflucht gemacht,nur weil wir ein Pfad mit dem Rad gefahren sind und die Grenzübergänge links liegen gelassen haben.....



nach oben springen

#5

RE: Ungesetzliches Verlassen der BRD

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.11.2010 22:12
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Zermatt
Jetzt komme ich ins Grübeln-Hab ich nun vor langer Zeit bei meinen Kurzbesuchen in den Niederlanden Republikflucht gemacht,nur weil wir ein Pfad mit dem Rad gefahren sind und die Grenzübergänge links liegen gelassen haben.....



Lach, ganz sicher nicht. Aber ein Ordnungsstrafe hättest du dir ganz sicher einfangen können. Denn offiziell erlaubt war das ganz sicher nicht. Aber auch nicht ganz streng verboten und schon gar kein Verbrechen. Aber wenn es nicht verboten gewesen wäre, dann hätte man die Grenzübergangsstellen in die Niederlande ja auch schon vor 1995 abreißen können. Gelle

Schönen Gruß von der Oder an den Rhein
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


nach oben springen

#6

RE: Ungesetzliches Verlassen der BRD

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.11.2010 08:29
von eisenringtheo | 9.182 Beiträge

Zitat von ABV

Zitat von Zermatt
Jetzt komme ich ins Grübeln-Hab ich nun vor langer Zeit bei meinen Kurzbesuchen in den Niederlanden Republikflucht gemacht,nur weil wir ein Pfad mit dem Rad gefahren sind und die Grenzübergänge links liegen gelassen haben.....



Lach, ganz sicher nicht. Aber ein Ordnungsstrafe hättest du dir ganz sicher einfangen können. Denn offiziell erlaubt war das ganz sicher nicht. Aber auch nicht ganz streng verboten und schon gar kein Verbrechen. Aber wenn es nicht verboten gewesen wäre, dann hätte man die Grenzübergangsstellen in die Niederlande ja auch schon vor 1995 abreißen können. Gelle

Schönen Gruß von der Oder an den Rhein
Uwe




Ein Bekannter von mir hatte 1985 einen Ferienplatz im Harz - in der Sperrzone (mit entsprechender Bewilligung). Sich Ansaufen und sich dann beim Wandern "verirren". Hätte dieses Argument eine Strafminderung bewirkt, wenn er wegen des "Versuches des ungesetzlichen Grenzübertrittes erwischt worden wäre?
Er hat es dann doch nicht versucht.
Theo


nach oben springen

#7

RE: Ungesetzliches Verlassen der BRD

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.11.2010 09:38
von moreau | 384 Beiträge

Im Gegenteil, das könnte durchaus schwerer Bestraft worden sein. Es wäre argumentiert worden, das er sein Unrechtsbewustsein absichtlich mittels Alkohol unterdrückt hat um überhaupt in der Lage zu sein die Grenze illegal zu überschreiten. Mit anderen Worten , man ging von einer "besonders schweren Tat " aus, wegen besonders "hoher krimineller Energie". Bei Verfahren wg. Verkehrsverstößen mit Alkohol wurde durchaus so argumentiert und die Strafe vergrößert.

Aber vielleicht weiß das jemand hier genauer und besser als ich.

Gruß
Moreau


nach oben springen

#8

RE: Ungesetzliches Verlassen der BRD

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.11.2010 11:05
von Mike59 | 7.978 Beiträge

Zitat von eisenringtheo

Zitat von ABV

Zitat von Zermatt
Jetzt komme ich ins Grübeln-Hab ich nun vor langer Zeit bei meinen Kurzbesuchen in den Niederlanden Republikflucht gemacht,nur weil wir ein Pfad mit dem Rad gefahren sind und die Grenzübergänge links liegen gelassen haben.....



Lach, ganz sicher nicht. Aber ein Ordnungsstrafe hättest du dir ganz sicher einfangen können. Denn offiziell erlaubt war das ganz sicher nicht. Aber auch nicht ganz streng verboten und schon gar kein Verbrechen. Aber wenn es nicht verboten gewesen wäre, dann hätte man die Grenzübergangsstellen in die Niederlande ja auch schon vor 1995 abreißen können. Gelle

Schönen Gruß von der Oder an den Rhein
Uwe




Ein Bekannter von mir hatte 1985 einen Ferienplatz im Harz - in der Sperrzone (mit entsprechender Bewilligung). Sich Ansaufen und sich dann beim Wandern "verirren". Hätte dieses Argument eine Strafminderung bewirkt, wenn er wegen des "Versuches des ungesetzlichen Grenzübertrittes erwischt worden wäre?
Er hat es dann doch nicht versucht.
Theo



---------------------------
Im Gegensatz zu heutigen Verfahren vor Gericht, hast in der DDR bei Trunkenheitsdelikten extra noch einen bekommen.
Mike59


nach oben springen

#9

RE: Ungesetzliches Verlassen der BRD

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.11.2010 11:29
von ABV | 4.202 Beiträge

Das war schon bei den alten Preußen so, mit der Extrastrafe wegen Trunkenheit. Als Erwachsener sollte man die Wirkung von Alkohol kennen und sich eben nicht, "sinnlos" besaufen. Aber das schreibt sich leichter, als es in der Praxis zu bewerkstelligen ist. Mir gelingt das auch nicht immer

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


nach oben springen

#10

RE: Ungesetzliches Verlassen der BRD

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.11.2010 12:44
von Blanco (gelöscht)
avatar

Hallo Wosch,

so etwas wie "Republikflucht" gab es in der Bundesrepublik nicht. Jeder, der wollte, konnte die Bundesrepublik verlassen. Die Ausreise war seitens der Bundesrepublik nie beschränkt. Wenn man allerdings seinen Wohnsitz ins Ausland verlegt hatte, musste man seiner Meldepflicht nachkommen und dies seiner bisherigen Kommune mitteilen. Auch rechtskräftig verurteilte Straftäter oder Leute, gegen die ein Strafermittlungsverfahren lief, unterlagen einer besonderen Meldepflicht und durften meist noch nicht mal ihren Wohnort verlassen. An diesen Regelungen hat sich bis heute nichts geändert.

Die Einreise in andere Länder ist wieder ein anderes Thema (ob mit Personalausweis, Reisepass oder Visum). Auf jeden Fall brauchte man gültige Papiere.


nach oben springen

#11

RE: Ungesetzliches Verlassen der BRD

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.11.2010 15:32
von Mike59 | 7.978 Beiträge

8. Ausreiseuntersagung

8.1 Tatbestände

Gem. § 10 I PassG ist eine Ausreiseuntersagung zulässig, wenn der Betr. kein gültiges Grenzübertrittsdokument besitzt oder wenn die Passbehörde eine Passversagung verfügt hat oder wenn Passversagungsgründe iSv. § 7 PassG an der Grenze erkennbar werden. Zur Beeinträchtigung erheblicher Belange der Bundesrepublik Deutschland durch ausreisende gewalttätige Hooligans vgl. VG Bremen, Urt. v. 28.03.2006 – 4 K 2684/04; Breucker, NJW 2004, 1632. Der Eintrag in die Datei Gewalttäter Sport reicht für sich allein nicht aus, sondern nur i.V.m. Einzelfallrecherchen zur Gefahr, die von dem Betr. ausgeht und zum Anlass des Eintrages, vgl. LG Hannover, Urt. v. 04.10.2007 - 3 O 138/07. Zum Tatbestand der Steuerflucht (§ 7 I Nr. 4 PassG) vgl. OVG Berlin-Brandenb., Beschl. v. 11.09.2007 - 5 Ss 56/07 - NJW 2008, 313.

8.2 Beachtung des Art. 27 RL 2004/38/EG

Die Freizügigkeitsrechte nach EG-Vertrag, EWR-Abkommen und RL 2004/38/EG dürfen aus Gründen schwerwiegender Gefahren für die öffentlichen Ordnung und Sicherheit eingeschränkt werden. Die Begriffe der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Sinne von Art. 39 III EGV, Art. 28 III EWR-Abkommen sind nicht gleichbedeutend mit öffentlicher Sicherheit oder Ordnung im Sinne des deutschen Polizei- und Ordnungsrechts (§ 14 BPolG). Ein Verstoß gegen die öffentliche Ordnung oder Sicherheit im Sinne von Art. 39 III EGV und Art. 28 III EWR-Abkommen setzt danach die Verletzung innerstaatlicher Rechtsvorschriften voraus, durch die eine tatsächliche und hinreichend schwere Gefährdung eintritt, die ein Grundinteresse der Gesellschaft berührt. Ein Verstoß gegen Rechtsvorschriften reicht nicht aus. Persönliches Verhalten und persönliche Situation des Unionsbürgers sind zu berücksichtigen (vgl. umgekehrt für die Einreiseverweigerung für EU-Staatsangehörige nach Deutschland § 6 I FreizügigG/EU).

Vgl. Geiger, EUV/EGV, 4. Aufl. 2004, Art. 39 EGV Rdnr. 43-45; Streinz, EUV/EGV, 2003 Art. 39 III EGV Rdnr. 127, 134; Stein, NJW 1976, 1553 (1555, 1557); EuGH NJW 1975, 2165 – Fall „Van Duyn“; EuGH 1975, 1231; EuGH, Urt. v. 27.10.1977 – Rs. 30/77 = EuGH 1977, 2013 – Fall „Boucherau“.

Unter diesen Umständen wird nach einer Rechtsauffassung, die sich allerdings – bisher – nicht in den gängigen Kommentaren und innerstaatlicher Rechtsprechung finden lässt, vertreten, dass die Untersagung der Ausreise in einen anderen EU-/EWR-Staat deutlichen Einschränkungen unterliegt – die Passversagungsgründe iSv. § 7 I PassG müssten danach EU-konform einschränkend ausgelegt werden. Eine entsprechende Rechtsprechungs- oder Weisungslage konnte dazu nicht recherchiert werden. Die BPOL muss sich aber darauf einstellen, früher oder später mit einem auf eine entsprechende Rechtsmeinung gestützten Rechtsmittel konfrontiert zu werden. Vorsorglich sollte ggf. in die Ermessenserwägungen einbezogen werden, dass an die Untersagung der Ausreise in einen EU-/EWR-Staat strengere Anforderungen gestellt werden als an die Untersagung der Ausreise in einen Drittstaat. Vgl. Rossi, AöR 2002, 612 (624ff, 632ff, 652f). Für den Passversagungsgrund der Steuerflucht im Verhältnis zu Art. 18 I, 39 III EGV, Art. 5, 27 RL 2004/81/EG vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Beschl. v. 11.09.2007 - 5 Ss 56/07 - NJW 2008, 313.

8.3 Für Nichtdeutsche

§ 10 PassG ist entsprechend für Drittstaatsangehörige (§ 46 II AufenthG) und EU-/EWR-Staatsangehörige anwendbar (§ 11 I FreizügigG/EU iVm. § 46 II AufenthG).

8.4 Verstoß

Der vorsätzliche Verstoß stellt eine Straftat nach § 24 I PassG, der fahrlässige Verstoß eine Ordnungswidrigkeit nach § 25 I PassG dar. Demgegenüber ist das vorsätzliche oder fahrlässige Nichtmitführen eines Passes oder Passersatzes entgegen § 1 I PassG eine Ordnungswidrigkeit nach § 25 III Nr. 1 PassG, der Grenzübertritt außerhalb einer Grenzübergangsstelle eine Ordnungswidrigkeit nach § 25 III Nr. 2 PassG.


Quelle: http://www.tilmann-schott-luebeck.de/19129.html

MIke59


nach oben springen

#12

RE: Ungesetzliches Verlassen der BRD

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.11.2010 15:57
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von Blanco
Hallo Wosch,

so etwas wie "Republikflucht" gab es in der Bundesrepublik nicht. Jeder, der wollte, konnte die Bundesrepublik verlassen. Die Ausreise war seitens der Bundesrepublik nie beschränkt. Wenn man allerdings seinen Wohnsitz ins Ausland verlegt hatte, musste man seiner Meldepflicht nachkommen und dies seiner bisherigen Kommune mitteilen. Auch rechtskräftig verurteilte Straftäter oder Leute, gegen die ein Strafermittlungsverfahren lief, unterlagen einer besonderen Meldepflicht und durften meist noch nicht mal ihren Wohnort verlassen. An diesen Regelungen hat sich bis heute nichts geändert.

Die Einreise in andere Länder ist wieder ein anderes Thema (ob mit Personalausweis, Reisepass oder Visum). Auf jeden Fall brauchte man gültige Papiere.



Danke Blanco, Im Grunde genommen bestätigst Du meine eigene Wahrnehmung der Dinge und obwohl ich im Grunde genommen nicht rechthaberisch bin freue ich mich darüber, daß ich in diesem Falle nicht alleine mit meiner Meinung dastehe.
Schönen Gruß aus Kassel.


nach oben springen

#13

RE: Ungesetzliches Verlassen der BRD

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.11.2010 16:35
von Blanco (gelöscht)
avatar

Zitat von wosch

Danke Blanco, Im Grunde genommen bestätigst Du meine eigene Wahrnehmung der Dinge und obwohl ich im Grunde genommen nicht rechthaberisch bin freue ich mich darüber, daß ich in diesem Falle nicht alleine mit meiner Meinung dastehe.
Schönen Gruß aus Kassel.


Die Bundesrepublik Deutschland hat es immer als Grundrecht und Menschenrecht angesehen, dass jeder das Recht hat, sein Heimatland zu verlassen, um sich in jedem x-beliebigen Winkel der Welt niederzulassen (Ausnahmen habe ich weiter oben beschrieben). Insofern wurde auch die "Republikflucht" aus der DDR nicht als Straftat angesehen.


nach oben springen

#14

RE: Ungesetzliches Verlassen der BRD

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.11.2010 17:05
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von Blanco

Zitat von wosch

Danke Blanco, Im Grunde genommen bestätigst Du meine eigene Wahrnehmung der Dinge und obwohl ich im Grunde genommen nicht rechthaberisch bin freue ich mich darüber, daß ich in diesem Falle nicht alleine mit meiner Meinung dastehe.
Schönen Gruß aus Kassel.


Die Bundesrepublik Deutschland hat es immer als Grundrecht und Menschenrecht angesehen, dass jeder das Recht hat, sein Heimatland zu verlassen, um sich in jedem x-beliebigen Winkel der Welt niederzulassen (Ausnahmen habe ich weiter oben beschrieben). Insofern wurde auch die "Republikflucht" aus der DDR nicht als Straftat angesehen.




Genau und deswegen bin ich ja wegen meiner Republikflucht aus der DDR in der BRD nicht bestraft worden. Ich erhielt sogar nach Abschliß des Notaufnahmeverfahrens ein Begrüßungsgeld der Bundesregierung in Höhe von 150,-DM.
Schönen Gruß aus Kassel.


nach oben springen

#15

RE: Ungesetzliches Verlassen der BRD

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.11.2010 17:14
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von wosch
... nach Abschliß des Notaufnahmeverfahrens ein Begrüßungsgeld der Bundesregierung in Höhe von 150,-DM.



Sach ma @wosch, leidest Du auch am Wurstfingersyndrom? Frage mich nur gerade, ob du nun b/n oder u/i verwurschtelt hast, hmm? Nun, denke mal das war doch ein Anschliß *grins*. Achso, aber wenigstens beim Bergrüßungsgeld hat sich das Rübermachen gelohnt. Bei mir gabs nur noch 'nen Hunni, allerdings auch keinen Anschiß. Aber welche Ossi hätte sich mal nicht für'n Fuffzscher in West anscheißen lassen?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


nach oben springen

#16

RE: Ungesetzliches Verlassen der BRD

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.11.2010 17:22
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von 94

Zitat von wosch
... nach Abschliß des Notaufnahmeverfahrens ein Begrüßungsgeld der Bundesregierung in Höhe von 150,-DM.



Sach ma @wosch, leidest Du auch am Wurstfingersyndrom? Frage mich nur gerade, ob du nun b/n oder u/i verwurschtelt hast, hmm? Nun, denke mal das war doch ein Anschliß *grins*. Achso, aber wenigstens beim Bergrüßungsgeld hat sich das Rübermachen gelohnt. Bei mir gabs nur noch 'nen Hunni, allerdings auch keinen Anschiß. Aber welche Ossi hätte sich mal nicht für'n Fuffzscher in West anscheißen lassen?





Sach ma 94, Hast Du Dich nich den Hunni 2 x abgelutscht, odär irr ich mir ewäntuähl?
Schönen Gras aus Kassel.


nach oben springen

#17

RE: Ungesetzliches Verlassen der BRD

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.11.2010 17:27
von 94 | 10.792 Beiträge

lol, eine der beiden Fragen kann ich mit NEIN beantworten.

P.S. Aber jetzt hören wir lieber auf, sonst muß sich noch einer wegen Herzkaschper selber retten.
Bis denne und CTRL-Z / logoff


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 18.11.2010 17:27 | nach oben springen

#18

RE: Ungesetzliches Verlassen der BRD

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.11.2010 14:05
von Rabe (gelöscht)
avatar

Interessant und spannend!

Fluchten aus der BRD und die dazu gehörenden Fluchthelfer wurden durch die Bundesdeutschen Organe noch nie verfolgt, wenn
es sich um Nazi- und Kriegsverbrecher handelte.
Aus der BRD konnten Kriegsverbrecher fliehen. Helfer waren die Fluchthilfe - Organisation " ODESSA ", das Internationale
Rote Kreuz sowie der Vatikan.
Die mit internationalem Haftbefehl gesuchten Personen lebten in der BRD, arbeiteten z.T. als Agenten amerikanischer Geheimdienste in Deutschland. Die Wohnorte waren den Behörden bekannt. Sie gelangten über die sogenannte " Rattenlinie " von Deutschland in die
freie Welt, ausgerüstet mit humanitären Pässen und erkläglichen Startkapital.

Rabe


zuletzt bearbeitet 20.11.2010 14:06 | nach oben springen

#19

RE: Ungesetzliches Verlassen der BRD

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.11.2010 14:28
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Rabe
Interessant und spannend!

Fluchten aus der BRD und die dazu gehörenden Fluchthelfer wurden durch die Bundesdeutschen Organe noch nie verfolgt, wenn
es sich um Nazi- und Kriegsverbrecher handelte.
Aus der BRD konnten Kriegsverbrecher fliehen. Helfer waren die Fluchthilfe - Organisation " ODESSA ", das Internationale
Rote Kreuz sowie der Vatikan.
Die mit internationalem Haftbefehl gesuchten Personen lebten in der BRD, arbeiteten z.T. als Agenten amerikanischer Geheimdienste in Deutschland. Die Wohnorte waren den Behörden bekannt. Sie gelangten über die sogenannte " Rattenlinie " von Deutschland in die
freie Welt, ausgerüstet mit humanitären Pässen und erkläglichen Startkapital.

Rabe




Ja Rabe da hast du leider Recht. Das ist ein Schandfleck auf der Weste der jungen Bundesrepublik. Der Grund ist aber der aufkommende kalte Krieg und die Konfrontation zwischen den Westalliierten und den Sowjets. Das dumme war das eine Menge Nazikriegsverbrecher gleichzeitig ein großes Wissen über die Sowjetunion und über Technologien hatten und das wollten sich die Amis sichern. Das trifft ja auch auf die Raketencrew um Wernher von Braun zu. Gestern noch in Mittelbau Dora bei Nordhausen KZ Sklaven zu Tode geschunden um die V 2 zu bauen Morgen schon in Huntsville Alabama an der ballistischen Rakete weitergebastelt, die die US Army benötigte.
Eine nicht akzeptable Einstellung, wenn man sah, dass gleichzeitig die Spitze der Nazikamarilla in Nürnberg angeklagt war.
Die Nazis haben einfach mit Erfolg die aufkommenden Gegensätze der Siegermächte des 2.WK für sich ausgenutzt.
Das gleich kann man zu der zweifelhaften Moral eines Josef Stalin und seines Kampfgefährten Berija sagen, die ebenfalls mit am Richtertisch in Nürnberg saßen um die Naziverbrechen anzuklagen und abzuurteilen. Sie, die Sowjets urteilten über Kriegsverbrechen, die sie in gleichem Masse verübten. Damit meine ich die Massenmorde von Katyn, als sie Tausende polnische Offiziere liquidierten. Genausogut sahen sie über die Nazivergangheit der Spitzentechniker des dritten Reiches hinweg , die ihnen beim Bau von Raketen und Jetflugzeugen auf die Beine halfen. Diese Leute haben auch keine Konsequenzen nach dem Krieg gespürt für ihre Rolle im 3.Reich.
Wenn man darüber tiefer nachdenkt, so überkommt es einen

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#20

RE: Ungesetzliches Verlassen der BRD

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.11.2010 14:55
von Rabe (gelöscht)
avatar

@ gert

Widerspruch lohnt sich nicht, ich weiss!

Außer Deiner Zustimmung, in Deiner Antwort zu meinem Beitrag, ist alles außerhalb des Themas. Nicht falsch, aber..
Tut mir Leid.

Rabe


nach oben springen



Besucher
26 Mitglieder und 80 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: TalSiar
Besucherzähler
Heute waren 2888 Gäste und 161 Mitglieder, gestern 3936 Gäste und 179 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14373 Themen und 558499 Beiträge.

Heute waren 161 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen