#141

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.11.2010 01:26
von SFGA | 1.519 Beiträge

Ich denke da an ein Vorkommnis als ein Grenzposten vom Staatsgebiet der ehemaligen BRD aus mit Gummigeschoßen beschoßen wurde.
von Utkieker

Wo leben wir den jetzt?

Zum anderen gebe ich dir recht. Die GV die gen Mauer gerannt sind WUSSTEN ICH KANN ERSCHOSSEN UND/ODER WEGGESPRENGT WERDEN.

In den Medien ohh der Peter Fechter (glaub ich) mit 18 erschossen selbst schuld!! ICH HABE KENTNIS WAS PASSIEREN KÖNNTE WENN ICH GEN MAUER MACHE!!

wird man sicher an den armen Flüchtling denken

>auch von Ihm<

Na sicher wird heute an die erschossenen GV´s gedacht aber an die , die durch GV´s erschossenen AA sowie die Angehörigen der Bewaff.org. ihre eigenen Kameraden erschossen um rüberzukommen daran denkt kaum/selten einer!!!!



Grenzverletzer zu stellen um ihn festzunehmen wird zum grausamen Blutbad und ich möchte nicht in der Haut des Schützen stecken, ob Sonderurlaub oder nicht um das geschehene psychisch zu Verarbeiten,

>auch von Ihm<

Ich weis nicht mehr ob ich es laß oder gesehen habe glaube gesehen im TV . Zwo Kumpels beschließen gen Mauer. Sie werden gestellt .
Irgendwie kommt es zum Feuergefecht. Der dazugekommene Dienstgruppenleiter rief Sie an . Einer kam hervor und wurde zersiebt von der MP des DGL mit den Worten "Lebend kommt hier keiner raus" . Also es gibt solche und solche.


JgRgt 1 Schwarzenborn / HFlgUstgStff 1 Holzdorf

Wenn einer von uns müde wird,der andere für ihn wacht.Wenn einer von uns zweifeln will,der andere gläubig lacht.Wenn einer von uns fallen sollt',der andere steht für zwei,denn jedem Kämpfer gibt ein Gott den Kameraden bei.
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#142

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.11.2010 08:16
von Angelo | 12.396 Beiträge

So und hier auch nochmal für alle beteiligten...lese ich hier noch mal beleidigten Worte.....wird dieser Thread geschlossen

@wosch.....alle können es nur du mal wieder nicht.....


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#143

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.11.2010 08:42
von Alfred | 6.854 Beiträge

Gert,

nur mal so als Frage.

Von wem wurden Gesetze in der DDR verabschiedet ?

Von Ulbricht oder Honecker oder vielleicht doch durch ein anderes Gremium.


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#144

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.11.2010 10:14
von eisenringtheo | 9.183 Beiträge

Natürlich vom Parlament, wie sich das gehört. Die Vorlagen wurden von den Parteien eingebracht, wobei die SED massgebend war. Oft wussten aber die Parlamentarier nicht so genau, was ging, denn diskutiert wurde nicht.
Hier wurde der Mauerbau beschlossen (Sitzung der Volkskammer vom Freitag,11. August 1961):
http://www.chronik-der-mauer.de/index.ph...ugust/year/1961
Ab 18.00 Uhr gab es dann Nacht-, Samstags- und Sonntagarbeit für grosse Teile der Uniformierten, ohne dass diese viel wussten.
Parlamente in sozialistischen Staaten nannte man oft Abnickergremien.
Theo


zuletzt bearbeitet 23.11.2010 10:16 | nach oben springen

#145

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.11.2010 11:30
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

@wosch,
auch die GV´s verstehe ich (versuche es).du pauschalisierst aber alles zu einer seite.es ist nicht leicht sich in eine andere lage zu versetzen um sie zu verstehen,aber versuchen kann man es.
ich weis das ausreiseanträge meistens abgelehnt wurden und das die leute danach erhebliche schwierigkeiten im alltäglichen leben hatten.aber sich der gefahr auszusetzen die grenze übertreten zu wollen, wo jeder wuste das es ein russisches roulettespiel bedeutet,war naiv.
ein blödes bsp.aber wem gebe ich die schuld wenn ich bei rot über die strasse gehe weil ich ein bewerbungsgespräch sonst zeitlich verhaue und werde angefahren?mein vorhaben diente einem guten willen und meiner sicheren zukunft,der kraftfahrer handelte auch nur nach den vorschriften und fuhr 50 km/h.also machte doch der den fehler der wissentlich den ersten fehltritt macht und die gefahr der strasse kannte.
jetzt bitte nicht über das bsp.diskutieren,aber der grenzer stand dort nur in seiner pflichterfüllung zum fahneneid.das es einige gab die ungerechtfertigt schoßen ist zweifelsfrei richtig,es gibt überall schwarze schafe.
andy


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#146

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.11.2010 11:58
von don71 (gelöscht)
avatar

Zitat von EK 82/2
@wosch,
auch die GV´s verstehe ich (versuche es).du pauschalisierst aber alles zu einer seite.es ist nicht leicht sich in eine andere lage zu versetzen um sie zu verstehen,aber versuchen kann man es.
ich weis das ausreiseanträge meistens abgelehnt wurden und das die leute danach erhebliche schwierigkeiten im alltäglichen leben hatten.aber sich der gefahr auszusetzen die grenze übertreten zu wollen, wo jeder wuste das es ein russisches roulettespiel bedeutet,war naiv.
ein blödes bsp.aber wem gebe ich die schuld wenn ich bei rot über die strasse gehe weil ich ein bewerbungsgespräch sonst zeitlich verhaue und werde angefahren?mein vorhaben diente einem guten willen und meiner sicheren zukunft,der kraftfahrer handelte auch nur nach den vorschriften und fuhr 50 km/h.also machte doch der den fehler der wissentlich den ersten fehltritt macht und die gefahr der strasse kannte.
jetzt bitte nicht über das bsp.diskutieren,aber der grenzer stand dort nur in seiner pflichterfüllung zum fahneneid.das es einige gab die ungerechtfertigt schoßen ist zweifelsfrei richtig,es gibt überall schwarze schafe.
andy


Du macht es Dir zu leicht, z.B. schwarze Schafe. Denk mal nach.Es könnte sich ja mal ein Offz. zu Wort melden der uns vergattert hat.Gruß Jürgen


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#147

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.11.2010 12:05
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

@don,du meinst der dich vergattert hat,ich bleibe dabei das unser kc menschlich war und mord bei ihm nicht auf dem tagesplan stand.
andy


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#148

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.11.2010 12:21
von wosch (gelöscht)
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Zitat von EK 82/2
@wosch,
auch die GV´s verstehe ich (versuche es).du pauschalisierst aber alles zu einer seite.es ist nicht leicht sich in eine andere lage zu versetzen um sie zu verstehen,aber versuchen kann man es.
ich weis das ausreiseanträge meistens abgelehnt wurden und das die leute danach erhebliche schwierigkeiten im alltäglichen leben hatten.aber sich der gefahr auszusetzen die grenze übertreten zu wollen, wo jeder wuste das es ein russisches roulettespiel bedeutet,war naiv.
ein blödes bsp.aber wem gebe ich die schuld wenn ich bei rot über die strasse gehe weil ich ein bewerbungsgespräch sonst zeitlich verhaue und werde angefahren?mein vorhaben diente einem guten willen und meiner sicheren zukunft,der kraftfahrer handelte auch nur nach den vorschriften und fuhr 50 km/h.also machte doch der den fehler der wissentlich den ersten fehltritt macht und die gefahr der strasse kannte.
jetzt bitte nicht über das bsp.diskutieren,aber der grenzer stand dort nur in seiner pflichterfüllung zum fahneneid.das es einige gab die ungerechtfertigt schoßen ist zweifelsfrei richtig,es gibt überall schwarze schafe.
andy




Ach Andy, Du bringst hier ein Beispiel und bittest gleichzeitig darum, nicht drüber zu diskutieren. Du berufst Dich dabei auf fragwürdige Fahneneide die doch zum größten Teil garnicht auf freiwilliger Basis zustande gekommen sind und negierst dabei mal ganz einfach, daß der Titel des Thread´s "Schießbefehl Ja-Nein" heißt. Nun könnte man natürlich auch über den Fahneneid der DDR-Grenzsoldaten, auf den sich immer wieder so gerne berufen wird, reden, meinst Du es würde dem Thema gerecht werden?
Auch wenn es nach Deiner Lesart "naiv" war die Grenze nach DDR-Gesetz "ungesetzlich" überqueren zu wollen, kannst Du mir mal sagen worin sich Deine "schwarzen"- von den "weißen" Schafen unterschieden hatten? Es würde mich auch interessieren, wie man mit Denen, die Deiner Meinung nach im Glauben an ihre "Pflichterfüllung" "ungerechtfertigt schoßen" umging und wie das in der Truppe ausgewertet wurde.Andy, warum ist es nicht leicht, sich in die Lage von ehemaligen Grenzverletzern hinein zu versetzen? Du brauchst doch nur im Internet die Berichte und Lebensgeschichten von Denen, die es überlebt haben, aufmerksam zu studieren und Deinen "Versuch" nur in die Tat umzusetzen. Es gehört nicht viel dazu, nur ein bißchen Glaube daran, daß die Geschichten auch der Wahrheit entsprechen könnten!

Schönen Gruß aus Kassel.


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#149

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.11.2010 12:31
von don71 (gelöscht)
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Zitat von EK 82/2
@don,du meinst der dich vergattert hat,ich bleibe dabei das unser kc menschlich war und mord bei ihm nicht auf dem tagesplan stand.
andy


Ich kann mich nicht erinnern von Mord gesprochen zu haben, noch hat mich keiner zum Mord aufgefordert . Überleg was Du sagst .Jürgen


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#150

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.11.2010 12:34
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

gut wosch,
zum schießbefehl,mir ist keiner bekannt.
zum schußwaffenanwendungsgesetz,die ddr war von weit mehr als 100 staaten anerkannt und jeder staat hat das recht seine grenzen zu schützen.was auf politischer basis geschieht mit ausreiseanträgen hat einen soldaten nichts anzugehen.
wenn die ddr von so vielen staaten anerkannt wurde sehe ich meinen fahneneid von früher als zur damaligen zeit gerechtfertigt.
aber wir werden nie einen nenner finden,kannst du dich in einen grenzer versetzen?
gruß und dies ist lieb gemeint,andy


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#151

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.11.2010 12:42
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von don71

Zitat von EK 82/2
@don,du meinst der dich vergattert hat,ich bleibe dabei das unser kc menschlich war und mord bei ihm nicht auf dem tagesplan stand.
andy


Ich kann mich nicht erinnern von Mord gesprochen zu haben, noch hat mich keiner zum Mord aufgefordert . Überleg was Du sagst .Jürgen



die deutsche sprache ist schwer und ich behauptete nicht das dich jemand zum mord aufgefordert hat,sondern schrieb nur das bei meinem kc mord nicht auf der tagesordnung stand.dies bedeutet nicht das es bei deiner vergatterung so gesagt wäre.einzig und allein geht es um meine vergatterung wo ich das wort(mord war gefehlt)vernichten ausschließe.
andy


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#152

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.11.2010 12:51
von don71 (gelöscht)
avatar

Zitat von EK 82/2

Zitat von don71

Zitat von EK 82/2
@don,du meinst der dich vergattert hat,ich bleibe dabei das unser kc menschlich war und mord bei ihm nicht auf dem tagesplan stand.
andy


Ich kann mich nicht erinnern von Mord gesprochen zu haben, noch hat mich keiner zum Mord aufgefordert . Überleg was Du sagst .Jürgen



die deutsche sprache ist schwer und ich behauptete nicht das dich jemand zum mord aufgefordert hat,sondern schrieb nur das bei meinem kc mord nicht auf der tagesordnung stand.dies bedeutet nicht das es bei deiner vergatterung so gesagt wäre.einzig und allein geht es um meine vergatterung wo ich das wort(mord war gefehlt)vernichten ausschließe.
andy



Na gut, wir lassen es ich kenne es anders. Gruß Jürgen


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#153

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.11.2010 14:02
von eisenringtheo | 9.183 Beiträge

http://www.chronik-der-mauer.de/index.ph...54385/year/1961

"...ist verpflichtet, die Schusswaffe anzuwenden.."
Theo


zuletzt bearbeitet 23.11.2010 14:03 | nach oben springen

#154

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.11.2010 14:20
von exgakl | 7.237 Beiträge

Zitat von eisenringtheo
http://www.chronik-der-mauer.de/index.php/de/Chronical/Detail/month/Oktober/popupText/654385/year/1961

"...ist verpflichtet, die Schusswaffe anzuwenden.."
Theo



was willst Du damit sagen? Schließlich gehht doch der Text noch weiter... oder?

der vollständikeit halber kopiere ich den restlich Text mal hier rein....

Abschrift

REGIERUNG
DER DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK
BEFEHL
DES MINISTERS FÜR NATIONALE VERTEIDIGUNG
Nr. 76/61
Geheime Verschlußsache!
... Ausfertigungen
1. Ausfertigung 4 Blatt

06. Oktober 1961 Strausberg

Inhalt: Bestimmungen über Schußwaffengebrauch für das Kommando Grenze der Nationalen Volksarmee

Die Verbände, Truppenteile und Einheiten des Kommandos Grenze der Nationalen Volksarmee haben die Aufgabe, die Unantastbarkeit der Grenzen der Deutschen Demokratischen Republik bei jeder Lage zu gewährleisten und keinerlei Verletzungen ihrer Souveränität zuzulassen. Zur weiteren Sicherung der Staatsgrenzen der Deutschen Demokratischen Republik

BEFEHLE ICH:

1. Für die Wachen, Posten und Streifen der Grenztruppen der Nationalen Volksarmee gelten ab sofort die Bestimmungen über Schußwaffengebrauch der DV-10/4 (Standortdienst- und Wachvorschrift) der Nationalen Volksarmee (Anlage 1).
In Erweiterung dieser Bestimmungen sind die Wachen, Posten und Streifen der Grenztruppen der Nationalen Volksarmee an der Staatsgrenze West und Küste verpflichtet, die Schußwaffe in folgenden Fällen anzuwenden:

* zur Festnahme, Gefangennahme oder zur Vernichtung bewaffneter Personen oder bewaffneter Banditengruppen, die in das Gebiet der DDR eingedrungen sind bzw. die Grenze nach der Westzone zu durchbrechen versuchen, wenn sie die Aufforderung zum Ablegen der Waffen nicht befolgen oder sich ihrer Festnahme oder Gefangennahme durch Bedrohung mit der Waffe oder Anwendung der Waffe zu entziehen versuchen;

* zur Abwehr von bewaffneten Angriffen bzw. Überfällen auf das Territorium der Deutschen Demokratischen Republik, auf die Bevölkerung im Grenzbereich, auf Grenzposten oder Angehörige anderer bewaffneter Organe der Deutschen Demokratischen Republik im Grenzgebiet;

* zur Festnahme von Personen, die sich den Anordnungen der Grenzposten nicht fügen, indem sie auf Anruf »Halt - stehenbleiben - Grenzposten« oder nach Abgabe eines Warnschusses nicht stehenbleiben, sondern offensichtlich versuchen, die Staatsgrenze der Deutschen Demokratischen Republik zu verletzen und keine andere Möglichkeit zur Festnahme besteht;

* zur Festnahme von Personen, die mittels Fahrzeugen aller Art die Staatsgrenzen offensichtlich zu verletzen versuchen, nachdem sie vorschriftsmäßig gegebene Stoppzeichen der Grenzposten unbeachtet ließen oder auf einen Warnschuß nicht reagierten bzw. nachdem sie Straßensperren durchbrochen, beiseite geräumt oder umfahren haben und andere Möglichkeiten zur Festnahme der betreffenden Personen nicht mehr gegeben sind.


2. Die Anwendung der Schußwaffe gegen Grenzverletzer darf nur in Richtung Staatsgebiet der DDR oder parallel zur Staatsgrenze erfolgen.


3. Von der Schußwaffe darf nicht Gebrauch gemacht werden

4. gegenüber Angehörigen ausländischer Armeen und Militärverbindungsmissionen;

5. gegenüber Angehörigen diplomatischer Vertretungen;

6. gegenüber Kindern.


7. Bei unbewaffneten Provokationen, Zusammenrottungen und Unruhen jeglicher Art an der Grenze sowie Zerstörungen von Grenzsicherungsanlagen durch Personengruppen sind Nebelkerzen »rot« (Tränengasmittel) einzusetzen.

8. Die Anwendung der Schußwaffe auf Flugzeuge fremder Nationalität, die die Lufthoheit der Deutschen Demokratischen Republik verletzen, ist nur auf meinen Befehl gestattet.

9. Der Chef des Kommandos Grenze der Nationalen Volksarmee meldet mir über die Einführung dieser Bestimmungen in allen Einheiten, Truppenteilen und Verbänden des Kommandos Grenze bis zum 10. Oktober 1961 Vollzug.

Bis dahin sind in allen Einheiten, Truppenteilen und Verbänden des Kommandos Grenze der Nationalen Volksarmee aktenkundige Belehrungen über die Bestimmungen des Schußwaffengebrauchs vorzunehmen.

10. Der Befehl Nr. 39/60 des Ministers des Innern und die dazu erlassenen Ergänzungen und Durchführungsbestimmungen sowie Kap. XI der Dienstvorschrift 111/2 werden mit gleichem Termin außer Kraft gesetzt.

11. Dieser Befehl behält bis auf Widerruf Gültigkeit.


Hoffmann
- Armeegeneral -

Anlage 1: Schußwaffengebrauch

1. Die Wachen, Posten und Streifen der Nationalen Volksarmee können in Ausübung ihres Dienstes von der Waffe Gebrauch machen:
1. um einen Angriff abzuwehren oder den Widerstand zu brechen, wenn sie in Erfüllung ihrer Aufgaben angegriffen werden;

2. wenn Verbrecher, insbesondere Spione, Saboteure, Agenten, Provokateure, der Festnahme bewaffneten Widerstand entgegensetzen oder flüchten.


2. Die Waffe darf insoweit gebraucht werden, wie es für die zu erreichenden Zwecke erforderlich ist.

3. Die Angehörigen der Nationalen Volksarmee sind jederzeit zum Waffengebrauch berechtigt, wenn sie in Ausübung ihres Dienstes zum Schutz der Deutschen Demokratischen Republik eingesetzt sind.



Quelle: Werner Filmer/Heribert Schwan, Opfer der Mauer. Die geheimen Protokolle des Todes, München 1991, S. 381/82.

Zurück


VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
zuletzt bearbeitet 23.11.2010 14:30 | nach oben springen

#155

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.11.2010 14:41
von eisenringtheo | 9.183 Beiträge

Zitat von exgakl

Zitat von eisenringtheo
http://www.chronik-der-mauer.de/index.php/de/Chronical/Detail/month/Oktober/popupText/654385/year/1961

"...ist verpflichtet, die Schusswaffe anzuwenden.."
Theo



was willst Du damit sagen? Schließlich gehht doch der Text noch weiter... oder?
(...)
VG exgakl




Es gab einen "Schiessbefehl", Schiessen ist ein Mittel der Armee. Befehle, zu schiessen, gibt es in jeder Armee. Befehle sind zu befolgen und nicht auszulegen oder zu diskutieren. Wenn man die Vorgesetzten für ihre Befehle zur Rechenschaft zieht, ist das richtig. Angeklagt werden aber oft die unteren Chargen, die dem Befehl gemäss gehandelt haben. Und das ist diskussionswürdig.


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#156

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.11.2010 16:26
von exgakl | 7.237 Beiträge

Zitat von eisenringtheo

Zitat von exgakl

Zitat von eisenringtheo
http://www.chronik-der-mauer.de/index.php/de/Chronical/Detail/month/Oktober/popupText/654385/year/1961

"...ist verpflichtet, die Schusswaffe anzuwenden.."
Theo



was willst Du damit sagen? Schließlich gehht doch der Text noch weiter... oder?
(...)
VG exgakl




Es gab einen "Schiessbefehl", Schiessen ist ein Mittel der Armee. Befehle, zu schiessen, gibt es in jeder Armee. Befehle sind zu befolgen und nicht auszulegen oder zu diskutieren. Wenn man die Vorgesetzten für ihre Befehle zur Rechenschaft zieht, ist das richtig. Angeklagt werden aber oft die unteren Chargen, die dem Befehl gemäss gehandelt haben. Und das ist diskussionswürdig.




Es gab also einen Schießbefehl.... aha...... anscheinend weisst Du doch mehr, als ich bei den Grenztruppen je wusste. Nochmal......
Es gab ein Grenzgesetzt und einen §27 (erster Beitrag zum Nachlesen), desweiteren die Vorschriften im vorhergehenden Abschnitt.... was bitte ist daran jetzt so schwer zu verstehen?
Die Geschichte ist seit 1945 bekannt, die muss nicht neu erfunden werden. Im weiteren wurde durch ein Bundesdeutsches Gericht bei der Verurteilung von Krenz festgestellt, dass es keinen sogenannten Schießbefehl gab. Woher hast Du also Deine Informationen?

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#157

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.11.2010 16:29
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von eisenringtheo

Zitat von exgakl

Zitat von eisenringtheo
http://www.chronik-der-mauer.de/index.php/de/Chronical/Detail/month/Oktober/popupText/654385/year/1961

"...ist verpflichtet, die Schusswaffe anzuwenden.."
Theo



was willst Du damit sagen? Schließlich gehht doch der Text noch weiter... oder?
(...)
VG exgakl




Es gab einen "Schiessbefehl", Schiessen ist ein Mittel der Armee. Befehle, zu schiessen, gibt es in jeder Armee. Befehle sind zu befolgen und nicht auszulegen oder zu diskutieren. Wenn man die Vorgesetzten für ihre Befehle zur Rechenschaft zieht, ist das richtig. Angeklagt werden aber oft die unteren Chargen, die dem Befehl gemäss gehandelt haben. Und das ist diskussionswürdig.




es wird eindeutig von der vernichtung bewaffneter personen...gesprochen.
des weiteren ist ein warnschuß auch die anwendung der schusswaffe.
ich erkenne in dieser bestimmung bis heute noch keine unmenschliche klausel,sie betrift auch die nva im kriegsfall.
wenn dies ein schießbefehl ist,so hat die bundeswehr auch einen schießbefehl und setzt ihn momentan auch gut um in fremden ländern.
andy


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 23.11.2010 16:30 | nach oben springen

#158

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.11.2010 18:01
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

[/quote]

Es gab einen "Schiessbefehl", Schiessen ist ein Mittel der Armee. Befehle, zu schiessen, gibt es in jeder Armee. Befehle sind zu befolgen und nicht auszulegen oder zu diskutieren. Wenn man die Vorgesetzten für ihre Befehle zur Rechenschaft zieht, ist das richtig. Angeklagt werden aber oft die unteren Chargen, die dem Befehl gemäss gehandelt haben. Und das ist diskussionswürdig.[/quote]

Es gab also einen Schießbefehl.... aha...... anscheinend weisst Du doch mehr, als ich bei den Grenztruppen je wusste. Nochmal......
Es gab ein Grenzgesetzt und einen §27 (erster Beitrag zum Nachlesen), desweiteren die Vorschriften im vorhergehenden Abschnitt.... was bitte ist daran jetzt so schwer zu verstehen?
Die Geschichte ist seit 1945 bekannt, die muss nicht neu erfunden werden. Im weiteren wurde durch ein Bundesdeutsches Gericht bei der Verurteilung von Krenz festgestellt, dass es keinen sogenannten Schießbefehl gab. Woher hast Du also Deine Informationen?

VG exgakl[/quote]


Wimre, wurde seitens des Gerichts festgestellt:

Dass es keine Anhaltspunkte dafür gebe, daß ein sog. Schießbefehl im Sinne eines förmlichen Befehls in Schriftform existiert,
der ausdrücklich die Tötung von Flüchtlingen angeordnet habe.


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 23.11.2010 18:01 | nach oben springen

#159

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.11.2010 18:36
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

ok.Dann ist dieses Thema ja nun zum wiederholten male ausführlich diskutiert worden und kann sicher geschlossen werden???

Neue Erkenntnisse werden sicher nicht kommen?


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#160

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.11.2010 19:12
von eisenringtheo | 9.183 Beiträge

Zitat von Thunderhorse
(...)

Dass es keine Anhaltspunkte dafür gebe, daß ein sog. Schießbefehl im Sinne eines förmlichen Befehls in Schriftform existiert,
der ausdrücklich die Tötung von Flüchtlingen angeordnet habe.[/blau]

D
Das ist wohl so. Ich habe als Unteroffizier den zum Wachdienst Eingeteilten zigmal das Wesentliche der WAT (Weisung für den Wachtdienst aller Truppen) heruntergesagt; z.B: dass die Waffe immer durchgeladen sein muss, dass man Flüchtenden in die Beine schiessen soll, dass Wachtvergehen mit Gefängnis bestraft werden und noch vieles anderes. Natürlich steht auch in Schweizer Reglementen nirgendwo, dass die Tötung von Flüchtenden verlangt wird. Und sicher auch in keinem anderen Land. Falls jedoch ein Armeeangehöriger die Waffe gemäss Reglement korrekt und umsichtig einsetzt und es dennoch zu Verletzung oder Tod führt, kann der Soldat nicht belangt werden. Falls er nicht schiesst, obschon es nötig ist. begeht er ein Wachtvergehen (Art 76 Schweizer Militärstrafrecht); Gefängis bis drei Jahre. Für mich sind die Verurteilungen in den Mauerschützenprozesse gegen Armeeangehörige (mit Ausnahme der politischen und militärischen Entscheidungsträger) stossendes Unrecht.
Theo


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