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#1

Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 15.11.2010 17:19
von Angelo | 12.469 Beiträge | 194 Punkte
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Dieser Film enthält neben Texten aus der "Pionier- und FDJ-Bewegung" Interviews mit Personen, die die vormilitärische Erziehung in unterschiedlicher Weise erlebt haben. Die Aussagen stehen für sich, sie werden nicht kommentiert. Die Erinnerungen dienen der Dokumentation eines wichtigen Aspektes der DDR-Gesellschaft und steIlen einen Beitrag zu einer "Geschichtsforschung von unten" dar. Sie sind subjektiv und nicht repräsentativ. Äußerungen von ehemaligen Pionierleitern und Wehrkundelehrern stehen neben Äußerungen aus dem Kreis der kritischen Opposition. Quelle Youtube




zuletzt bearbeitet 15.11.2010 17:20 | nach oben springen

#2

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 19.01.2011 21:14
von Annakin | 533 Beiträge | 10 Punkte
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Als ich 1978 in die neunte Klasse kam waren wir die ersten die am Wehrunterricht teilnehmen durften. Bei uns wurde das alles noch in der Schule abgehandelt auch die Woche im Sommer. Bei den nachfolgenden Klassen sah es schon anders aus, da mußten die Jungs aus dem gesamten Kreis schon ins Pionierlager nach Prebelow , nähe Rheinsberg wo dann der Unterricht zentral durchgeführt wurde. In der 10. Klasse mußten wir für den Wehrunterricht sogar eine Woche Winterferien opfern. War aber noch alles relativ locker, durften sogar in den Pausen rauchen, was ja sonst im Unterricht nicht selbstverständlich war. Weit aus strenger war dann schon die GST - Ausbildung in der Lehre. Da war schon richtiger NVA - Drill drin.

Von Annakin


_____________________________________________________________________________________________________________
Wenn Du einen Feind nicht besiegen kannst, mache ihn zum Verbündeten.


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#3

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 19.01.2011 21:20
von exgakl | 7.341 Beiträge | 130 Punkte
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hat es uns geschadet?


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#4

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 19.01.2011 22:24
von wosch (gelöscht)
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Zitat von exgakl
hat es uns geschadet?




................Gegenfrage: Hat es Euch genützt?
Schönen Gruß aus Kassel.


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#5

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 19.01.2011 22:34
von Holtenauer | 1.158 Beiträge | 1 Punkte
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zum Glück gab es sowas bei uns nicht. etwas früh das ganze, das in der Schule zu machen


Gruß
Thomas
Zerstörer Lütjens - D185

Seit man begonnen hat, die einfachsten Behauptungen zu beweisen, erweisen sich viele von ihnen als falsch

Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast


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#6

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 19.01.2011 22:48
von icke-ek71 (gelöscht)
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mit kindern solche ausbildung zu machen,war einfach ein witz..ich habe direkt an einer schule gewohnt und habe mir oft diesen blödsinn mit ansehen müssen!!meine beiden töchter waren auch mit 14 jahren dabei..mir kam nur noch der kaffee hoch wenn ich die mädels marschieren gesehen habe..wer sowas mit kindern macht bekommt halt irgendwann die rechnung präsentiert!also wenn man das so betrachtet geschadet hat es nicht!!!!gruß aus berlin


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#7

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 20.01.2011 08:16
von exgakl | 7.341 Beiträge | 130 Punkte
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Zitat von wosch

Zitat von exgakl
hat es uns geschadet?




................Gegenfrage: Hat es Euch genützt?
Schönen Gruß aus Kassel.




Wosch ich kann Dir beide Frage mit NEIN beantworten.
Genützt hat es nur in soweit, dass man durch Erziehung und Ausbildung bestimmte Sachen wie z.B. Teamfähigkeit, Zielstrebigkeit, Durchhaltevermögen usw. heute noch ganz gut gebrauchen kann, also Dinge, die ich bei der heutigen Jugend leider sehr oft vermisse.

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#8

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 20.01.2011 08:36
von sentry | 1.228 Beiträge | 161 Punkte
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Zitat von wosch
Gegenfrage: Hat es Euch genützt?



Vielleicht 'mal trotz des smileys eine Antwort, weil die Frage so dumm nicht ist.
Für mich und meine direkten Schulkameraden kann ich sagen wir haben die Vormilitärische Ausbildung (VMA) gehasst. Sie hat viel Zeit gekostet, es handelte sich um "Sport", auf den keiner so richtig Bock hatte, Lehrer bzw. Lehrausbilder haben sich mit durch rote Bändchen auf den Schultern repräsentierte Phantasiedienstgrade als militärische Vorgesetzte aufgespielt und mit einer komisch gefärbten, beuligen GST-Uniform und Arbeitsschuhen durch Berlin zu schlappen, war absolut entwürdigend für uns.
Das konnte auch durch das gelegentliche Schießen mit Luftgewehr oder KK-MPi nicht aufgewogen werden, das Bengels wie wir naturgemäß natürlich gerne machten.

Für den späteren obligatorischen Wehrdienst hatte die VMA aus meiner Sicht schon einen gewissen Nutzen. Gerade die unglaublich scharfe Umstellung vom Zivilleben auf den Militärdienst praktisch von einem Tag auf den anderen nach der Einberufung konnte einem durch die VMA schon ein wenig erleichtert werden.
Militärische Grundregeln waren einem nicht völlig neu. Gerade die ermüdenden und anstrengenden Teile der Grundausbildung, das ganze Marschieren, Exzerzieren usw. fiel einem ggf. leichter. Man war eben nicht so unvorbereitet, wie ein Vollblutzivilist. Da auch gewisse physische militärische Normen bereits trainiert wurden, konnten selbst Leute, die von sich aus nie Sport gemacht hätten, schon einen gewissen Vorlauf, also ein bisschen Training, in einigen Disziplinen erzielen. Jeder wusste zumindest schon, was ihm ein 3000-m-Lauf abverlangt, wie man eine Handgranate wirft und dass an einer Reckstange hängen und die Knie hochheben noch kein Klimmzug ist - und das diese Dinge unweigerlich auf ihn zukommen werden.

Einen persönlichen Nutzen hat man aus der VMA natürlich nicht gezogen. Es war gewissermaßen Verschwendung einer Menge Jugendzeit, denn die festgeschriebene Wehrpflicht kam ja erst noch und der Sinn einer "Wehrpflicht" vor der Wehrpflicht hat sich uns eben nicht so ohne Weiteres erschlossen.
Aus militärischer Sicht (die Wehrpflicht kam ja unausweichlich) war die VMA eine Art Vorschule, die ja auch irgendwie Sinn macht ...als "Schule" vor der Schule, um dem Schulkind diese fundamentale Umstellung zu erleichtern...ich weiß, irgendwie hinkender Vergleich, aber besser kann ich das nicht beschreiben.


zuletzt bearbeitet 20.01.2011 08:39 | nach oben springen

#9

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 20.01.2011 12:16
von wosch (gelöscht)
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Zitat von exgakl

Zitat von wosch

Zitat von exgakl
hat es uns geschadet?




................Gegenfrage: Hat es Euch genützt?
Schönen Gruß aus Kassel.




Wosch ich kann Dir beide Frage mit NEIN beantworten.
Genützt hat es nur in soweit, dass man durch Erziehung und Ausbildung bestimmte Sachen wie z.B. Teamfähigkeit, Zielstrebigkeit, Durchhaltevermögen usw. heute noch ganz gut gebrauchen kann, also Dinge, die ich bei der heutigen Jugend leider sehr oft vermisse.

VG exgakl





....................Also exgakl, Deine Antwort zur Beantwortung beider Fragen ist ja noch "diplomatischer" als "diplomatischer". Die Frage nach der "Nützlichkeit" beantwortest in "beiden Fragen mit "Nein" und zählst danach zu dem "Nein" gegenteiligen Nutzen auf.
Weißt Du @exgakl, solche Fähigkeiten wie "Teamfähigkeit, Zielstrebigkeit, Durchhaltevermögen" u.a., haben mit der vormilitärischen Erziehung überhaupt nichts zu tun, Diese hatte nur den Auftrag die Jugend schon im Kindesalter für das Militär zu interessieren um sie später für andere Aufgaben "mißbrauchen" zu können. Daß man auch ohne eine vormilitärische Erziehung ein Durchhaltevermögen erwerben kann, dafür bin ich doch selbst das beste Beispiel und was sind schon solche Attribute wie "Teamfähig" und "zielstrebig"???
Trotzdem, Dein Erklärungsversuch war schon sehr intereeant, ich danke Dir dafür!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#10

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 20.01.2011 12:30
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von wosch

Zitat von exgakl
hat es uns geschadet?




................Gegenfrage: Hat es Euch genützt?
Schönen Gruß aus Kassel.





Schöne Frage Wosch....

ehrlich gesagt Wosch....sie Sache mit dem Wehrkundeunterricht in der Schule,war mehr als unbeliebt.
Aber da Du fragst,in der 8.Klasse,also mit 14 Jahren,ich nenne es mal kleine Truppe von 5 Jungs im gleichen Alter,die alle segeln wollten,aber kein Boot in der Familie hatten.
Wir traten in die GST Seesport ein,lernten wie man einen Holzkutter ZK 10 segelt,technisch fitt macht,eben auch über Winter den Bootskörper schleifen,reparieren mit Bootsbauermeister etc.
Konnten Ausbildungsfahrten auf der Ostsee machen,lernten Teamgeist,wirkliche sportliche Ertüchtigung,für rund 25 Leute in der Küche oder Kombüse essen zu bereiten,absolvierten den Segelschein und die Motorbootberechtigung für Binnen und manche eben auch für Seewasserstrassen.
Man lernte, sich mit Karten und Kompass zu bewegen und brauchte für die Fahrt zum Bäcker noch kein Navi.
Ok,ich hoffe Du verstehst was gemeint ist.
Um das Alles erlernen zu können,braucht man sicher keine vormillitärische Ausbildung oder den Wehrkundeunterricht,es war eben bestens organisiert.
Die "Hintergedanken"oder wie immer man es nennen will,spielten für uns jedenfalls überhaupt keine Rolle,wir waren jung und wollten "was erleben"und das haben wir reichlich Wosch.
Gruss BO


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#11

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 20.01.2011 12:51
von wosch (gelöscht)
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Zitat von sentry
[quote="wosch"] Gegenfrage: Hat es Euch genützt?



Vielleicht 'mal trotz des smileys eine Antwort, weil die Frage so dumm nicht ist.

....................Hallo sentry, Du brauchst , wenn Du auf einen Beitrag von mir antwortest nicht unbedingt jedes Mal zu begrüden versuchen, wieso Du dieses tust. Daß mit dem "Smili"hat übrigens nur damit zu tun, weil genau der Gleiche hinter der "Fragefesttstellung "Hat uns das geschadet"? von meinem Vorschreiber angebracht wurde und ich ihen mit meiner Gegenfrage im gleichen Stil antworten wollte. Hatte ansonsten absolut keine Bedeutung!!
"Weil die Frage so dumm nicht ist." ?? Kennst Du das Sprichwort "Es gibt keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten"?
Bitte nicht persönlich nehmen, denn ich finde, das was Du danach geschrieben hattest ist wirklich nicht schlecht.


Für mich und meine direkten Schulkameraden kann ich sagen wir haben die Vormilitärische Ausbildung (VMA) gehasst. Sie hat viel Zeit gekostet, es handelte sich um "Sport", auf den keiner so richtig Bock hatte, Lehrer bzw. Lehrausbilder haben sich mit durch rote Bändchen auf den Schultern repräsentierte Phantasiedienstgrade als militärische Vorgesetzte aufgespielt und mit einer komisch gefärbten, beuligen GST-Uniform und Arbeitsschuhen durch Berlin zu schlappen, war absolut entwürdigend für uns.
Das konnte auch durch das gelegentliche Schießen mit Luftgewehr oder KK-MPi nicht aufgewogen werden, das Bengels wie wir naturgemäß natürlich gerne machten.

.........................braucht man nicht kommentieren, entspricht sogar meiner ganz persönlichen Meinung, denn das habe ich trotzt frühem Weggang genau so wahrgenommen!!

Für den späteren obligatorischen Wehrdienst hatte die VMA aus meiner Sicht schon einen gewissen Nutzen. Gerade die unglaublich scharfe Umstellung vom Zivilleben auf den Militärdienst praktisch von einem Tag auf den anderen nach der Einberufung konnte einem durch die VMA schon ein wenig erleichtert werden.
Militärische Grundregeln waren einem nicht völlig neu. Gerade die ermüdenden und anstrengenden Teile der Grundausbildung, das ganze Marschieren, Exzerzieren usw. fiel einem ggf. leichter. Man war eben nicht so unvorbereitet, wie ein Vollblutzivilist. Da auch gewisse physische militärische Normen bereits trainiert wurden, konnten selbst Leute, die von sich aus nie Sport gemacht hätten, schon einen gewissen Vorlauf, also ein bisschen Training, in einigen Disziplinen erzielen. Jeder wusste zumindest schon, was ihm ein 3000-m-Lauf abverlangt, wie man eine Handgranate wirft und dass an einer Reckstange hängen und die Knie hochheben noch kein Klimmzug ist - und das diese Dinge unweigerlich auf ihn zukommen werden.

.....................Die vormilitärische Ausbildung- bzw. Erziehung hatte damit auch ihr gewolltes Ergebnis erzielt, ist also nicht zu bestreiten!

Einen persönlichen Nutzen hat man aus der VMA natürlich nicht gezogen. Es war gewissermaßen Verschwendung einer Menge Jugendzeit, denn die festgeschriebene Wehrpflicht kam ja erst noch und der Sinn einer "Wehrpflicht" vor der Wehrpflicht hat sich uns eben nicht so ohne Weiteres erschlossen.

.......................Da muß ich allerdings ein kleines Veto einlegen, denn ich sehe auch die persönlichen Voteile, die man als "freiwillig" oder später auch als grunddienstleistender Wehrpflichtige hatte. Dazu gehören natürlich bestimmte bei der NVA erworbene "Fachkenntnisse" die ja im weiteren Leben sich nicht als nachteilig ausgewiesen haben werden, aber ganz besonders gab es nach "Verbüssung" der Dienstzeit für einen großen Teil der "Absolventen" nur auf diesem Wege die Möglichkeit zum Besuch der ABF, der Hochschulen oder zum Einstieg in , sagen wir mal so, Traumberufe

!
Aus militärischer Sicht (die Wehrpflicht kam ja unausweichlich) war die VMA eine Art Vorschule, die ja auch irgendwie Sinn macht ...als "Schule" vor der Schule, um dem Schulkind diese fundamentale Umstellung zu erleichtern...ich weiß, irgendwie hinkender Vergleich, aber besser kann ich das nicht beschreiben.

...............Ich denke mal nicht, daß man damit dem "Kind! damit für später etwas erleichtern wollte, nein ich glaube die vma war schon im Vorfeld der GST nichts weiter als eine "Vormilitärische Kaderschmiede" aus der dann später die späteren Kader für die militärischen Laufbahnen gezogen erden sollten!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#12

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 20.01.2011 13:03
von Gohrbi | 575 Beiträge
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Die VmE hatte ich noch nicht in der Schule (70) aber GST war in der 9.+10. Kl gut besucht.
Wir hatten die Sektion "Schießen" mit KK-Gewehr ohne allem drum rum, nur das Schießen.
Hat Spaß gemacht und war 1x pro Woche der Freizeitspaß.
Während der Lehre war GST für uns MKF, sprich LKW fahren. Pro Lhj. 14 Tage in Finsterbergen.
Für 50.- M die Klasse 2 - 5 zu bekommen, da zog man schon mal GST Kluft an.
Das war meine vormilitärische Ausbildung.


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#13

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 20.01.2011 13:06
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Boelleronkel

Zitat von wosch
[quote="exgakl"]hat es uns geschadet?




................Gegenfrage: Hat es Euch genützt?
Schönen Gruß aus Kassel.





Schöne Frage Wosch....

ehrlich gesagt Wosch....sie Sache mit dem Wehrkundeunterricht in der Schule,war mehr als unbeliebt.
Aber da Du fragst,in der 8.Klasse,also mit 14 Jahren,ich nenne es mal kleine Truppe von 5 Jungs im gleichen Alter,die alle segeln wollten,aber kein Boot in der Familie hatten.
Wir traten in die GST Seesport ein,lernten wie man einen Holzkutter ZK 10 segelt,technisch fitt macht,eben auch über Winter den Bootskörper schleifen,reparieren mit Bootsbauermeister etc.
Konnten Ausbildungsfahrten auf der Ostsee machen,lernten Teamgeist,wirkliche sportliche Ertüchtigung,für rund 25 Leute in der Küche oder Kombüse essen zu bereiten,absolvierten den Segelschein und die Motorbootberechtigung für Binnen und manche eben auch für Seewasserstrassen.
Man lernte, sich mit Karten und Kompass zu bewegen und brauchte für die Fahrt zum Bäcker noch kein Navi.
Ok,ich hoffe Du verstehst was gemeint ist.
Um das Alles erlernen zu können,braucht man sicher keine vormillitärische Ausbildung oder den Wehrkundeunterricht,es war eben bestens organisiert.
Die "Hintergedanken"oder wie immer man es nennen will,spielten für uns jedenfalls überhaupt keine Rolle,wir waren jung und wollten "was erleben"und das haben wir reichlich Wosch.
Gruss BO


.................... Hallo Boelleronkel, daß das unter Anderem auch Spaß gemacht hatte und daß dadurch auch einige im weiteren Leben was von gehabt habe, darum geht es doch garnicht, es geht hier doch um die politische Frage der vormilitärischen "Erziehung" und ich sage Dir in diesem Zusammenhang (auch wenn es mir hier jemand für übel nehmen sollte), wenn es hier um den Spaßfaktor gehen soll: Auch in der schlimmen Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland hatte es schon mal eine "gleichgeschaltete" Jugendorganisation gegeben, die Kleinen, das waren die "Pimpfe",die dann etwas später in die "HJ" aufgingen und glaube mir , da gab es unter Anderem auch welche, die mit ´nem Kutter auf der Ostsee rumschipperten. Und Spaß hatte es denen auch bestimmt gemacht. Es geht hier bei der Beurteilung solcher Einrichtungen um mehr als "Es hat uns Spaß gemacht!!"
Schönen Gruß aus Kassel.


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#14

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 20.01.2011 13:17
von exgakl | 7.341 Beiträge | 130 Punkte
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Zitat von exgakl

Zitat von wosch

Zitat von exgakl
hat es uns geschadet?




................Gegenfrage: Hat es Euch genützt?
Schönen Gruß aus Kassel.




Wosch ich kann Dir beide Frage mit NEIN beantworten.
Genützt hat es nur in soweit, dass man durch Erziehung und Ausbildung bestimmte Sachen wie z.B. Teamfähigkeit, Zielstrebigkeit, Durchhaltevermögen usw. heute noch ganz gut gebrauchen kann, also Dinge, die ich bei der heutigen Jugend leider sehr oft vermisse.

VG exgakl





....................Also exgakl, Deine Antwort zur Beantwortung beider Fragen ist ja noch "diplomatischer" als "diplomatischer". Die Frage nach der "Nützlichkeit" beantwortest in "beiden Fragen mit "Nein" und zählst danach zu dem "Nein" gegenteiligen Nutzen auf.
Weißt Du @exgakl, solche Fähigkeiten wie "Teamfähigkeit, Zielstrebigkeit, Durchhaltevermögen" u.a., haben mit der vormilitärischen Erziehung überhaupt nichts zu tun, Diese hatte nur den Auftrag die Jugend schon im Kindesalter für das Militär zu interessieren um sie später für andere Aufgaben "mißbrauchen" zu können. Daß man auch ohne eine vormilitärische Erziehung ein Durchhaltevermögen erwerben kann, dafür bin ich doch selbst das beste Beispiel und was sind schon solche Attribute wie "Teamfähig" und "zielstrebig"???
Trotzdem, Dein Erklärungsversuch war schon sehr intereeant, ich danke Dir dafür!
Schönen Gruß aus Kassel.




Hallo Wosch,

jetzt hast Du mir auch nich die letzte Hoffnung genommen Ich dachte wirklich immer, dass mein Durchhaltewillen, meine Zielstrebigkeit usw. daher kommt.
Nun ja... da muss es wohl bei mir doch angeboren sein, noch dazu, wo Du bei Dir ja die gleichen Wesensmerkmale erkennst und nicht in den Genuss dieser Ausbildung kamst.

VG exgakl

P.S.

sorry Wosch, ich habe jetzt gerade gelesen, dass Du ja doch eine vormilitärische Ausbildung hattest lass uns also beide über das angeborene nochmal nachdenken


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
zuletzt bearbeitet 20.01.2011 13:19 | nach oben springen

#15

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 20.01.2011 13:28
von Sachsendreier (gelöscht)
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@wosch............es geht hier doch um die politische Frage der vormilitärischen "Erziehung"

Richtig !!!!
Deshalb gehen j e t z t Jugendoffiziere der Bundeswehr in die Schulen und setzen die "guten Traditionen" fort.
So beschlossen vom sächs. Landtag und praktiziert ab 2011.


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#16

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 20.01.2011 14:03
von wosch (gelöscht)
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Zitat von exgakl


sorry Wosch, ich habe jetzt gerade gelesen, dass Du ja doch eine vormilitärische Ausbildung hattest lass uns also beide über das angeborene nochmal nachdenken




......................Wenn Du die Einschätzung meiner persönlichen Wahrnehmung an @sentry als der Beweis meiner vormilitarischen Ausbildung- bzw Erziehung ansiehst, dann ist das Deine ganz persönliche Auslegung. Obwohl ich an solchen Dingen, statistisch gesehen, durchaus teilgenommen hatte, war ich so gut wie nie präsent und habe mich auch nie der Ehre des "Mitmachen´s" würdig erwiesen. Schon damals hatte ich ein "Durchsetzungsvermögen" nämlich darin, nicht Alles mitzumachen, worin ich keinen Sinn fand und was mir zuwider war. Deswegen auch mein späterer Entschluß sich gegen das Regime durchzusetzen und trotzt bestehender Verbote und eventuellen "Unannehmlichkeiten" vor dem wirklichen Militärdienst Reiß-Aus zu nehmen.
Schönen Gruß aus Kassel.

edit//14.15 Uhr....................Möchte allerdings mal darauf hinweisen daß es zu meiner Zeit die Formelierung "Vomilitärische Ausbildung" offizell überhaupt nicht gab und die "Wehrerziehung wurde wohl erst im Jahre 1978 an den Schulen eingeführt.
Mein "Zusammentreffen" mit den "KK-Flinten" war also bedingt durch den "freiwilligen" Zwang, der über die FDJ ausgeübt wurde, sich aber nicht in 2-Wochen-Camps, oder Ähnlichem äusserte. Sparte Schießsport sah bei uns zB. so aus: 15:00 Uhr da und dort treffen. 20 "Mann", 2 Gewehre, jeder kam mal dran und Ende. Damals war es noch in den Anfängen, aber der Druck zum Mitmachen war trotzdem schon sehr groß.


zuletzt bearbeitet 20.01.2011 14:33 | nach oben springen

#17

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 20.01.2011 14:05
von SkinnyTrucky | 1.262 Beiträge
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Genützt hat es nur in soweit, dass man durch Erziehung und Ausbildung bestimmte Sachen wie z.B. Teamfähigkeit, Zielstrebigkeit, Durchhaltevermögen usw. heute noch ganz gut gebrauchen kann, also Dinge, die ich bei der heutigen Jugend leider sehr oft vermisse.



EXgakl, die 2 x 2 Wochen GST-Camp haben wohl kaum jemand so verändert, das er sich deutlich von Menschen ohne diese Camperfahrung unterscheidet.....

groetjes

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
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#18

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 20.01.2011 14:35
von wosch (gelöscht)
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[quote="Sachsendreier"]@wosch............es geht hier doch um die politische Frage der vormilitärischen "Erziehung"

Richtig !!!!
Deshalb gehen j e t z t Jugendoffiziere der Bundeswehr in die Schulen und setzen die "guten Traditionen" fort.
So beschlossen vom sächs. Landtag und praktiziert ab 2011.

................Sachsendreier, Berufsberatung ist in meinen Augen etwas Anderes als "Wehrkunde Unterricht" oder "Vormilitärische Ausbildung" an denen man auf Direktiven einer "Volksbildungsministerin" dessen Ehemann "Vorsitzender" des Nationalen Verteidigungsrates war, teilnehmen mußte!! Da gibt es schon einen kleinen Unterschied und wenn Du es nicht glaubst, läßt Du es eben.
Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 20.01.2011 14:42 | nach oben springen

#19

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 20.01.2011 14:54
von schulmeister | 28 Beiträge | 1 Punkte
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Und dieser Unterschied sieht wie folgt aus: Vormilitärische Ausbildung in der DDR mit dem Ziel der Rekrutierung geeigneter Kräfte zur Sicherung der Diktatur des Proletariats und Verbreitung des Weltkommunismus.
Anwerbung von Freiwilligen in Schulen durch Jugendoffiziere mit dem Ziel der Rekrutierung geeigneter Kräfte zur Sicherung und Verteidigung der Wirtschaftsinteressen der BRD im Zuge der Globalisierung. ( siehe auch der "Fall" Horst Köhler )


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#20

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 20.01.2011 15:23
von exgakl | 7.341 Beiträge | 130 Punkte
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Zitat von SkinnyTrucky

Zitat von exgakl
Genützt hat es nur in soweit, dass man durch Erziehung und Ausbildung bestimmte Sachen wie z.B. Teamfähigkeit, Zielstrebigkeit, Durchhaltevermögen usw. heute noch ganz gut gebrauchen kann, also Dinge, die ich bei der heutigen Jugend leider sehr oft vermisse.



EXgakl, die 2 x 2 Wochen GST-Camp haben wohl kaum jemand so verändert, das er sich deutlich von Menschen ohne diese Camperfahrung unterscheidet.....

groetjes

Mara




versprochen Mara... beim nächsten Mal bringe ich noch ein paar Smilies mehr im Text unter

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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