#101

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 23.07.2011 19:39
von wosch (gelöscht)
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Zitat von uffz_nachrichten


Ja na klar weiß ich das noch. Nach Warin ( Bezirk Schwerin - Wariner See ) als Klassenaustausch in der 9. und nach Frankfurt/O. in der 10. Klasse.
Wieso schreibst du eigentlich Beates Namen mit Anführungszeichen?



..................................................................................................................................................................................................................................

Zum Hervorheben des Namens, wieso denn sonst?
Verszößt doch gegen keine Regel, oder?
Schönen Gruß aus Kassel.


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#102

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 23.07.2011 19:42
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Wosch ich habe nie behauptet diese Gleichstellung stamme aus deiner Feder, Du warst mit dem Komma abgehandelt.

Schönen Abend noch...


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#103

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 23.07.2011 19:46
von uffz_nachrichten | 475 Beiträge

Zitat von wosch

Zitat von uffz_nachrichten


Ja na klar weiß ich das noch. Nach Warin ( Bezirk Schwerin - Wariner See ) als Klassenaustausch in der 9. und nach Frankfurt/O. in der 10. Klasse.
Wieso schreibst du eigentlich Beates Namen mit Anführungszeichen?



..................................................................................................................................................................................................................................

Zum Hervorheben des Namens, wieso denn sonst?
Verszößt doch gegen keine Regel, oder?
Schönen Gruß aus Kassel.




Nee, war halt nur ein wenig irritierend. Wie ist es eigentlich der Pastorin ergangen, von der du geschrieben hattest?
Hat sie ihre Kinder erst 1989 wieder gesehen?



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#104

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 23.07.2011 19:51
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Alfred
Wosch,


ich warte immer noch auf eine Nachricht, wo ich dies geschrieben habe:


Ich habe nach Deiner Auffassung geschrieben : " wie versteht sich daß mit Deiner Behauptung, daß in allen relevanten Vereinen IM´s vorhanden waren".

Wann und wo habe ich dies denn geschrieben ?

Wo habe ich dies behauptet.

Solltest Du darauf keine Antwort haben, gehe ich davon aus, dass Du hier Usern aus welchen Gründen auch immer etwas unterstellst.




................................................................................................................................................................................................................................

Alfred, daß mit den "IM´s in allen relevanten Vereinen" ist eine Aussage von mir, sollte da etwas falsch verstanden sein, so war das keine Absicht, die in Klammern gesetzten Wörter waren meine eigene Deutung und sollten keinerlei Bezug zu Dir haben.
Du brauchst also keinerlei Befürchtung haben, daß ich Dir was unterstellen tue, bitte betrachte das als eine Antwort, die ich Dir nicht schuldig bleiben wollte.
Ich nhoffe die "Regierung" hat mitgelesen!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#105

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 23.07.2011 19:54
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von sentry

Zitat von wosch
Gegenfrage: Hat es Euch genützt?



Vielleicht 'mal trotz des smileys eine Antwort, weil die Frage so dumm nicht ist.
Für mich und meine direkten Schulkameraden kann ich sagen wir haben die Vormilitärische Ausbildung (VMA) gehasst. Sie hat viel Zeit gekostet, es handelte sich um "Sport", auf den keiner so richtig Bock hatte, Lehrer bzw. Lehrausbilder haben sich mit durch rote Bändchen auf den Schultern repräsentierte Phantasiedienstgrade als militärische Vorgesetzte aufgespielt und mit einer komisch gefärbten, beuligen GST-Uniform und Arbeitsschuhen durch Berlin zu schlappen, war absolut entwürdigend für uns.
Das konnte auch durch das gelegentliche Schießen mit Luftgewehr oder KK-MPi nicht aufgewogen werden, das Bengels wie wir naturgemäß natürlich gerne machten.

Für den späteren obligatorischen Wehrdienst hatte die VMA aus meiner Sicht schon einen gewissen Nutzen. Gerade die unglaublich scharfe Umstellung vom Zivilleben auf den Militärdienst praktisch von einem Tag auf den anderen nach der Einberufung konnte einem durch die VMA schon ein wenig erleichtert werden.
Militärische Grundregeln waren einem nicht völlig neu. Gerade die ermüdenden und anstrengenden Teile der Grundausbildung, das ganze Marschieren, Exzerzieren usw. fiel einem ggf. leichter. Man war eben nicht so unvorbereitet, wie ein Vollblutzivilist. Da auch gewisse physische militärische Normen bereits trainiert wurden, konnten selbst Leute, die von sich aus nie Sport gemacht hätten, schon einen gewissen Vorlauf, also ein bisschen Training, in einigen Disziplinen erzielen. Jeder wusste zumindest schon, was ihm ein 3000-m-Lauf abverlangt, wie man eine Handgranate wirft und dass an einer Reckstange hängen und die Knie hochheben noch kein Klimmzug ist - und das diese Dinge unweigerlich auf ihn zukommen werden.

Einen persönlichen Nutzen hat man aus der VMA natürlich nicht gezogen. Es war gewissermaßen Verschwendung einer Menge Jugendzeit, denn die festgeschriebene Wehrpflicht kam ja erst noch und der Sinn einer "Wehrpflicht" vor der Wehrpflicht hat sich uns eben nicht so ohne Weiteres erschlossen.
Aus militärischer Sicht (die Wehrpflicht kam ja unausweichlich) war die VMA eine Art Vorschule, die ja auch irgendwie Sinn macht ...als "Schule" vor der Schule, um dem Schulkind diese fundamentale Umstellung zu erleichtern...ich weiß, irgendwie hinkender Vergleich, aber besser kann ich das nicht beschreiben.


mit diese aktion hat sich die DDR wieder etwas unglaubwürdiger gemacht. hieß es nicht immer frieden schaffen ohne waffen??



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#106

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 23.07.2011 19:55
von Alfred | 6.841 Beiträge

Wosch,

Du hattest geschrieben, dass dies eine Behauptung von mir gewesen wäre.

Richtig ?

Wenn es DEINE Auffassung ist, solltest Du dies auch so schreiben.


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#107

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 23.07.2011 20:01
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von Alfred
Wosch,

Du hattest geschrieben, dass dies eine Behauptung von mir gewesen wäre.

Richtig ?

Wenn es DEINE Auffassung ist, solltest Du dies auch so schreiben.




............................................................................................................................................................................................................................

Sei mal bitte so nett und nenne mir die Nummer des Beitrages.
Ich blicke scheinbar nicht ganz durch in welchem Beitrag ich dieses so geschrieben haben sollte.
In jedem Falle habe ich aber richtiggestellt, daß diese Äußerungen aus meiner Feder stammten und meine Sichtweite aufzeigen sollten.
Schönen Gruß aus Kassel.


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#108

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 23.07.2011 20:02
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von glasi

Zitat von sentry

Zitat von wosch
Gegenfrage: Hat es Euch genützt?



Vielleicht 'mal trotz des smileys eine Antwort, weil die Frage so dumm nicht ist.
Für mich und meine direkten Schulkameraden kann ich sagen wir haben die Vormilitärische Ausbildung (VMA) gehasst. Sie hat viel Zeit gekostet, es handelte sich um "Sport", auf den keiner so richtig Bock hatte, Lehrer bzw. Lehrausbilder haben sich mit durch rote Bändchen auf den Schultern repräsentierte Phantasiedienstgrade als militärische Vorgesetzte aufgespielt und mit einer komisch gefärbten, beuligen GST-Uniform und Arbeitsschuhen durch Berlin zu schlappen, war absolut entwürdigend für uns.
Das konnte auch durch das gelegentliche Schießen mit Luftgewehr oder KK-MPi nicht aufgewogen werden, das Bengels wie wir naturgemäß natürlich gerne machten.

Für den späteren obligatorischen Wehrdienst hatte die VMA aus meiner Sicht schon einen gewissen Nutzen. Gerade die unglaublich scharfe Umstellung vom Zivilleben auf den Militärdienst praktisch von einem Tag auf den anderen nach der Einberufung konnte einem durch die VMA schon ein wenig erleichtert werden.
Militärische Grundregeln waren einem nicht völlig neu. Gerade die ermüdenden und anstrengenden Teile der Grundausbildung, das ganze Marschieren, Exzerzieren usw. fiel einem ggf. leichter. Man war eben nicht so unvorbereitet, wie ein Vollblutzivilist. Da auch gewisse physische militärische Normen bereits trainiert wurden, konnten selbst Leute, die von sich aus nie Sport gemacht hätten, schon einen gewissen Vorlauf, also ein bisschen Training, in einigen Disziplinen erzielen. Jeder wusste zumindest schon, was ihm ein 3000-m-Lauf abverlangt, wie man eine Handgranate wirft und dass an einer Reckstange hängen und die Knie hochheben noch kein Klimmzug ist - und das diese Dinge unweigerlich auf ihn zukommen werden.

Einen persönlichen Nutzen hat man aus der VMA natürlich nicht gezogen. Es war gewissermaßen Verschwendung einer Menge Jugendzeit, denn die festgeschriebene Wehrpflicht kam ja erst noch und der Sinn einer "Wehrpflicht" vor der Wehrpflicht hat sich uns eben nicht so ohne Weiteres erschlossen.
Aus militärischer Sicht (die Wehrpflicht kam ja unausweichlich) war die VMA eine Art Vorschule, die ja auch irgendwie Sinn macht ...als "Schule" vor der Schule, um dem Schulkind diese fundamentale Umstellung zu erleichtern...ich weiß, irgendwie hinkender Vergleich, aber besser kann ich das nicht beschreiben.


mit diese aktion hat sich die DDR wieder etwas unglaubwürdiger gemacht. hieß es nicht immer frieden schaffen ohne waffen??





Glasi,

Ausgangpunkt "Für Frieden schaffen ohne Waffen" war nach der Quelle die BRD.

Hier was zum Thema: http://bawue.dfg-vk.de/fileadmin/user_up...ne_Waffen_1.pdf


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#109

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 23.07.2011 20:10
von glasi | 2.815 Beiträge

ich hätte schwören können das zitat kam von euch. oder war das schwerter zu ..........! ich komme jetzt nicht darauf. muste das denn unbedingt sein mit der vormilitärischen ausbildung?sentry schrieb um sich an das militär zu gewönnen. komisch. bei uns gab es sowas nicht und ich kamm trotzdem mit dem militär klar.



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#110

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 23.07.2011 20:10
von Alfred | 6.841 Beiträge

Wosch,

dies stand in einen Deiner Beiträge, die Du nachträglich bearbeitet hast.....

Aber Du hast ja jetzt geschrieben, dass dies deine Auffassung ist.


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#111

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 23.07.2011 20:12
von uffz_nachrichten | 475 Beiträge

Zitat von Alfred

Glasi,

Ausgangpunkt "Für Frieden schaffen ohne Waffen" war nach der Quelle die BRD.

Hier was zum Thema: http://bawue.dfg-vk.de/fileadmin/user_up...ne_Waffen_1.pdf



Jupp. In der DDR hielt man es mehr mit Wilhelm Busch



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#112

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 23.07.2011 20:22
von utkieker | 2.912 Beiträge

Zitat von wosch
[quote="Alfred"]

Wosch, es gab noch viele Musikvereine, die Thomaner u.a. oder Sportvereine, wo man sich organisieren konnte.

Und da kümmerte man sich um vieles, Politik spielte da kaum eine Rolle.

.......................................................................................................................................................................................................................................

Obwohl "Politik Deiner Ansicht nach kaum eine Rolle spielte" wie versteht sich daß mit Deiner Behauptung, daß in allen relevanten Vereinen IM´s vorhanden waren und Alfred bitte selbst ein stinknormaler Schachclub war den politischen Gegebenheiten der DDR angepaßt, wie war das nochmal " Politik spielte kaum eine Rolle"? Lese dir mal die Statuten der damaligen Vereine durch, schon alleine für die Eröffnung eines solchen bedurfte es der Absegnung von "Oben" In der BRD war es dagegen einfach, 7 Gründungsmitglieder genügten und der Verein stand auf festen Füßen. Nun können die Juristen kommen und das Gegenteil behaupten, ich war selber schon Gründungsmitglied und eine Satzung, einen Schriftführer und einen Kassenwart, mehr brauchte man nicht.
Schönen Gruß aus Kassel.





Hallo wosch,

Eigentlich war das Engagement viel wichtiger als irgendeine "Vereinsmeierei". Zum Theater spielen traf man sich Dienstags und Donnerstags im Kulturhaus der Neptunwerft. Die Neptunwerft machte Geld locker aus dem Kultur und Sozialfonds und das taten sie gerne, denn wer wollte schon auf staatliche Mittel verzichten? Das Engagement hat allen Beteiligten keinen Pfennig gekostet. Wenn ich nach Feierabend auf volkssportliche Art und Weise Volleyball spielen wollte, hat man in der nächstgelegenen Sporthalle nachgefragt ob noch Kapazitäten frei sind und los ging's und niemand hat beim Baggern und Bridgen nach meiner politischen Überzeugung gefragt. Etwas anders lief es ab, wenn man wettkampfmäßigen Sport betreibt hier war die Mitgliedschaft in den einzelnen Sportfachverbänden und somit die Unterordnung zu den Statuten zwingend. So lange man nicht gerade eine Interessensgemeinschaft gebildet hat, die den politischen Status der DDR in Frage stellte war alles möglich. Gewiß war der Versuch einer politischen Einflußnahme present aber wir sollten doch wohl die Kirche im Dorf lassen oder in wie fern konnte man auf das Volleyballspiel politisch Einfluß gewinnen um sich nicht komplett lächerlich zu machen?

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
zuletzt bearbeitet 23.07.2011 20:23 | nach oben springen

#113

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 23.07.2011 20:27
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von Alfred
Wosch,

dies stand in einen Deiner Beiträge, die Du nachträglich bearbeitet hast.....

Aber Du hast ja jetzt geschrieben, dass dies deine Auffassung ist.



------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Alfred, ich denke Du meintest den Beitrag Nr. 90. Bei diesem fragte ich wie es mit Deiner Behauptung, daß Politik fast keine Rolle spielen täte, nach dem Komma meine Einschätzung bezüglich der IM´s kam. ich gestehe ein, daß man das eventuell anders herauslesen könnte, bin aber nach wie vor der Meinung daß ich Dir diese Behauptung nicht unterstellt hatte. Also ich denke daß ich mich jetzt klar ausgedrückt habe und wir deswegen für´s erste eine virtuelle Friedenspfeife rauchen könnten. An unseren Grundanschauungen wird sich natürlich nichts ändern, ich denke daß erwarte auch keiner von uns Beiden.
In diesem Sinne, schönen Gruß aus Kassel.


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#114

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 23.07.2011 20:47
von uffz_nachrichten | 475 Beiträge

Äh, Wolfgang, kannst du vllt. nochmal nachgucken, was ich dich als letztes gefragt hatte?



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#115

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 23.07.2011 20:53
von wosch (gelöscht)
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Zitat von utkieker

Zitat von wosch
[quote="Alfred"]

Wosch, es gab noch viele Musikvereine, die Thomaner u.a. oder Sportvereine, wo man sich organisieren konnte.

Und da kümmerte man sich um vieles, Politik spielte da kaum eine Rolle.

.......................................................................................................................................................................................................................................

Obwohl "Politik Deiner Ansicht nach kaum eine Rolle spielte" wie versteht sich daß mit Deiner Behauptung, daß in allen relevanten Vereinen IM´s vorhanden waren und Alfred bitte selbst ein stinknormaler Schachclub war den politischen Gegebenheiten der DDR angepaßt, wie war das nochmal " Politik spielte kaum eine Rolle"? Lese dir mal die Statuten der damaligen Vereine durch, schon alleine für die Eröffnung eines solchen bedurfte es der Absegnung von "Oben" In der BRD war es dagegen einfach, 7 Gründungsmitglieder genügten und der Verein stand auf festen Füßen. Nun können die Juristen kommen und das Gegenteil behaupten, ich war selber schon Gründungsmitglied und eine Satzung, einen Schriftführer und einen Kassenwart, mehr brauchte man nicht.
Schönen Gruß aus Kassel.





Hallo wosch,

Eigentlich war das Engagement viel wichtiger als irgendeine "Vereinsmeierei". Zum Theater spielen traf man sich Dienstags und Donnerstags im Kulturhaus der Neptunwerft. Die Neptunwerft machte Geld locker aus dem Kultur und Sozialfonds und das taten sie gerne, denn wer wollte schon auf staatliche Mittel verzichten? Das Engagement hat allen Beteiligten keinen Pfennig gekostet. Wenn ich nach Feierabend auf volkssportliche Art und Weise Volleyball spielen wollte, hat man in der nächstgelegenen Sporthalle nachgefragt ob noch Kapazitäten frei sind und los ging's und niemand hat beim Baggern und Bridgen nach meiner politischen Überzeugung gefragt. Etwas anders lief es ab, wenn man wettkampfmäßigen Sport betreibt hier war die Mitgliedschaft in den einzelnen Sportfachverbänden und somit die Unterordnung zu den Statuten zwingend. So lange man nicht gerade eine Interessensgemeinschaft gebildet hat, die den politischen Status der DDR in Frage stellte war alles möglich. Gewiß war der Versuch einer politischen Einflußnahme present aber wir sollten doch wohl die Kirche im Dorf lassen oder in wie fern konnte man auf das Volleyballspiel politisch Einfluß gewinnen um sich nicht komplett lächerlich zu machen?

Gruß Hartmut!




............................................................................................................................................................................................................................

Hartmut, alles schön und gut, wie das mit dem hauptamtlichen Theaterspielen war, weiß ich zur Genüge denn meine Schwester war 27 Jahre Bühnenbildnerin und an dem Theater gab es einen Parteisekretär, einige IM´s und was gespielt wurde bestimmte nicht der Intendant alleine, meine andere Schwester studierte an der DHfK-Leipzig, war als Mitglied der damaligen Nationalmannschaft im Turnen auch Mitglied im dortigen "Sportklub" und daß in dem Sportklub der DHfK genug "Langohren" vertreten waren, davon kannst Du getrost ausgehen. Daß man zum "Bolzen" in der "Wallachei" keinen ideologischen Zwängen unterlag ist eine ganz andere Sache, aber so schön Du es geschrieben hattest, die Regel war es nicht. Nicht überall gab es die Neptunwerft und in der Provinz waren die Möglichkeiten eh durch nicht immer vorhandene Räumlichkeiten begrenzt und ich kenne Gegende in denen die Hauptfreizeitbeschäftigung von den heranwachsenden Jugendlichen darin bestand sich am Wochenende in den Kulturhäusern Westmecklenburgs bei den Tanzveranstaltungen die Birne voll zu hauen (mit Getränken und mit Tätlichkeiten).
Na ja, es soll genug sein. Schönen Gruß aus Kassel.


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#116

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 23.07.2011 21:15
von Tobeck | 484 Beiträge

Zum Thema vormilitärische Erziehung in der DDR gibt es bereits den Thread Ein Film der Birthler Behörde "Immer lebe die Sonne" wo über den Film "Immer lebe die Sonne" aus dem BStU-Archiv diskutiert wurde. Im Thread wurde u.a. auch die These aufgestellt, dass Erziehung zum Hass Bestandteil der Jugenderziehung war, da die Jugendlichen dann leichter zu manipulieren seien. Oder ist das im Film gezeigte Erziehung zu "Frieden und Freundschaft"? Wenn im Film der Massenmörder Feliks Dzierzynski als Vorbild dargestellt wird, dann stellt sich die Frage, ob (Klassen)Hass als Leitmotiv gewählt wird?


zuletzt bearbeitet 23.07.2011 21:16 | nach oben springen

#117

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 23.07.2011 21:25
von Gelöschtes Mitglied
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Bei uns gab es an der Schule auch noch eine Arbeitsgemeinschaft Wehrerziehung.Da sind wir als Stifter im Wald rumgeflizt mit NVA Käppis und Kompaß und allerlei anderem Kram.Als Belohnung gab es dann alle zwei Jahre ein Büchlein mit dem Namen Arsenal.Kam alle zwei Jahre ein neuer Band raus.Ich hatte Sie alle....


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#118

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 24.07.2011 01:28
von EK86II (gelöscht)
avatar

Hier mal eine Wertung der maritimen Vormilitärischen Ausbildung in der DDR von Bundesdeutscher Seite im Jahre 1985:

"Das Gros der jungen Männer, die heute zur VM gehen, hat also bereits eine mindestens 200 Ausbildungsstunden umfassende vormilitärische Grund-und Laufbahnausbildung absolviert. Künftige VM-Offiziere dürften mehr als 250 Stunden nachweisen können.
Die VM spart auf diese Weise viele eigenen Ausbildungsstunden ein, sie kann bei der Mehrheit der Matrosen und der sonstigen Bewerber gute maritime Grundkenntnisse voraussetzen"


Quelle:"Die Volksmarine der DDR", Bernhard&Gräfe Verlag, Koblenz 1985

Die Vormililtärische Ausbildung diente dazu den Ostdeutschen Streitkräften bestens vorbereiteten Nachwuchs zu sichern. Man kann über den moralischen Aspekt diskutiern, aus Sicht der Militärs war es mit Sicherheit eine gute Sache! So mancher Offizier in der Bundeswehr wird sich im Angesicht unserer Wohlstandsjugend, welche zwar "World of Warcraft" am PC in Perfektion spielt aber keine 3 Klimmzüge hin bekommt; klamm heimlich nach solchen Nachwuchs sehnen!


zuletzt bearbeitet 24.07.2011 09:47 | nach oben springen

#119

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 24.07.2011 09:29
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von EK86II
Hier mal eine Wertung der maritimen Vormilitärischen Ausbildung in der DDR von Bundesdeutscher Seite im Jahre 1985:

"Das Gros der jungen Männer, die heute zur VM gehen, hat also bereits eine mindestens 200 Ausbildungsstunden umfassende vormilitärische Grund-und Laufbahnausbildung absolviert. Künftige VM-Offiziere dürften mehr als 250 Stunden nachweisen können.
Die VM spart auf diese Weise viele eigenen Ausbildungsstunden ein, sie kann bei der Mehrheit der Matrosen und der sonstigen Bewerber gute maritime Grundkenntnisse voraussetzen"


Quelle:"Die Volksmarine der DDR", Bernhard&Gräfe Verlag, Koblenz 1985

Die Vormililtärische Ausbildung diente dazu den Ostdeutschen Streitkräften bestens vorbereiteten Nachwuchs zu sichern. Man kann über den moralischen Aspekt diskutiern, aus Sicht der Militärs war es mit Sicherheit eine gute Sache! So mancher Offizier in der Bundeswehr wird sich im Angesicht unserer Wohlstandsjugend, welche zwar "World of Warcraft" am PC in Perfektion spielt aber keine 3 Klimmzüge hin bekommte; klamm heimlich nach solchen Nachwuchs sehnen!



Das sehe ich auch so. Die meisten von den Jugendlichen können heute nicht mal eine Liegestütz vollbringen, weil ihre ganze sportliche Laufbahn sich auf einer Computertastatur abspielte. Obendrein kommt noch bei einer ganzen Reihe die jahrelange falsche Ernährung mit Junkfood von Macdoof hinzu.


Schönen Sonntag Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#120

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 24.07.2011 10:22
von utkieker | 2.912 Beiträge

Zitat von wosch





Hallo wosch,

Eigentlich war das Engagement viel wichtiger als irgendeine "Vereinsmeierei". Zum Theater spielen traf man sich Dienstags und Donnerstags im Kulturhaus der Neptunwerft. Die Neptunwerft machte Geld locker aus dem Kultur und Sozialfonds und das taten sie gerne, denn wer wollte schon auf staatliche Mittel verzichten? Das Engagement hat allen Beteiligten keinen Pfennig gekostet. Wenn ich nach Feierabend auf volkssportliche Art und Weise Volleyball spielen wollte, hat man in der nächstgelegenen Sporthalle nachgefragt ob noch Kapazitäten frei sind und los ging's und niemand hat beim Baggern und Bridgen nach meiner politischen Überzeugung gefragt. Etwas anders lief es ab, wenn man wettkampfmäßigen Sport betreibt hier war die Mitgliedschaft in den einzelnen Sportfachverbänden und somit die Unterordnung zu den Statuten zwingend. So lange man nicht gerade eine Interessensgemeinschaft gebildet hat, die den politischen Status der DDR in Frage stellte war alles möglich. Gewiß war der Versuch einer politischen Einflußnahme present aber wir sollten doch wohl die Kirche im Dorf lassen oder in wie fern konnte man auf das Volleyballspiel politisch Einfluß gewinnen um sich nicht komplett lächerlich zu machen?

Gruß Hartmut!


[/quote]
............................................................................................................................................................................................................................

Hartmut, alles schön und gut, wie das mit dem hauptamtlichen Theaterspielen war, weiß ich zur Genüge denn meine Schwester war 27 Jahre Bühnenbildnerin und an dem Theater gab es einen Parteisekretär, einige IM´s und was gespielt wurde bestimmte nicht der Intendant alleine, meine andere Schwester studierte an der DHfK-Leipzig, war als Mitglied der damaligen Nationalmannschaft im Turnen auch Mitglied im dortigen "Sportklub" und daß in dem Sportklub der DHfK genug "Langohren" vertreten waren, davon kannst Du getrost ausgehen. Daß man zum "Bolzen" in der "Wallachei" keinen ideologischen Zwängen unterlag ist eine ganz andere Sache, aber so schön Du es geschrieben hattest, die Regel war es nicht. Nicht überall gab es die Neptunwerft und in der Provinz waren die Möglichkeiten eh durch nicht immer vorhandene Räumlichkeiten begrenzt und ich kenne Gegende in denen die Hauptfreizeitbeschäftigung von den heranwachsenden Jugendlichen darin bestand sich am Wochenende in den Kulturhäusern Westmecklenburgs bei den Tanzveranstaltungen die Birne voll zu hauen (mit Getränken und mit Tätlichkeiten).
Na ja, es soll genug sein. Schönen Gruß aus Kassel. [/quote]


Hallo Wolfgang,

Natürlich kenne ich die Szene der Rostocker Darstellenden Kunst zu genüge, mit vielen Schauspielern bin ich per Du zwischen Berufs- und Laiendarstellern gab es weder Berührungsängste noch Gräben von Mißgunst und Neid. Sicherlich gab es unter den Kulturbürokraten genügend Eiferer von selbsternannten Zensoren, die einen das Leben zur Hölle machten - das habe ich nie bestritten.
Man könnte die DDR auf Mauerbau und Stasi reduzieren engt aber damit das Gesichtsfeld ein. Kunst und Kultur wurde zu jederzeit der Menschheit betrieben von der Höhlenmalerei bis zur Moderne und wenn etwas den kreativen und freien Geist einschränkt so ist es ein Wulst von bürokratischen Hindernissen und wirtschaftlichen Zwängen.
Mit der Stasi in der Gesellschaft, verhält es sich ähnlich wie mit der Integrationskonstante in der Mathematik, entweder ist sie zu vernachlässigen oder sie ist eine unberechenbare Größe. Ich möchte nicht wissen, wie viel Zeit diese mystisch verklärte Organisation verschwendete um ihren eigenen Saustall zu beleuchten. Viel Aufwand für Nichts! Manchmal wundert es mich regelrecht, daß Mrozek inszeniert wurde, Majakowski's "Schwitzbad" oder Strahl's "Flüsterparty", hat da die Stasi gepennt? Aber so wie es Rostock möglich war die "Flüsterparty" in Szene zu setzen, war das in Leipzig unmöglich.
Obwohl viele Kulturhäuser gebaut wurden, wurden die Angebote nicht immer oder gar nicht genutzt junge Leute haben sich schon vor 30 Jahren ins Koma gesoffen.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
zuletzt bearbeitet 24.07.2011 10:26 | nach oben springen


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