#1

RE: Alte Bilder der über das Leben in der DDR

in DDR Bilder 01.03.2009 22:30
von Bürger (gelscht)
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Hallo!

Hier zwei Bilder von mir das war1983 ich als Resi bei den Nachrichten in Döbeln war. und die Bilder sind bei einem Manöver bei Buna auf einer großen Halde entstanden.Bei den Kabelaffen.

Angefgte Bilder:
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#2

RE: Alte Bilder der über das Leben in der DDR

in DDR Bilder 01.03.2009 22:36
von Angelo | 12.396 Beitrge

Wow das ist ja richtige Vetranen Bilder von dir...


PS habe deinen Beitrag getrennt von dem anderen...soll ja ein neuer sein


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#3

RE: Alte Bilder der über das Leben in der DDR

in DDR Bilder 01.03.2009 22:42
von Bürger (gelscht)
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Da hab ich noch zwei.

Angefgte Bilder:
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#4

RE: Alte Bilder der über das Leben in der DDR

in DDR Bilder 02.03.2009 17:40
von Zermatt | 5.293 Beitrge

Guten Tag Bürger,auf dem Foto ganz oben links-Wer von denen bist du denn?
Ich kann es nicht erkennen.



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#5

RE: Alte Bilder der über das Leben in der DDR

in DDR Bilder 02.03.2009 19:48
von Bürger (gelscht)
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Der kleinste


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#6

RE: Alte Bilder der über das Leben in der DDR

in DDR Bilder 02.03.2009 21:00
von Rainman2 | 5.761 Beitrge

Hallo Brger,

das Bild mit Idylle (erster Artikel - rechts) erinnerte mich an einen Spruch, den wir zu Beginn einer Mobilmachungsbung 1982 bei Leipzig mal geprgt hatten. "Wie kommt man von der bung zurck? - Vollgefressen, ausgeschlafen, braungebrannt!" Das Bild erinnerte mich an diesen Spruch, der sich fr uns noch whrend der bung nahezu ins Gegenteil verkehrte. Denn als wir im Bus nach Plauen saen waren wir einfach nur dreckverkrustet, bermdet und sonnenverbrannt.

Danke fr die erinnerungsweckenden Impressionen.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#7

RE: Alte Bilder der über das Leben in der DDR

in DDR Bilder 03.03.2009 12:32
von Bürger (gelscht)
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Hallo Rainman!

Ich finde das war bei uns (Resi)immer eine Sache der Gruppe oder Zuges, wenn man draußen war hat man es sich so gemütlich gemacht und verpflegt wie es nur ging. Komischer weise hatten die, die es am gemütlichsten hatten auch den meisten Besuch.
Oberes Bild zum Beispiel hatten wir Besuch von einem Generalmajor, der Bemerkte das wir uns gut Eingerichtet hätten. Ich sag mal so, der Dreck ging einem doch am Poppes vorbei.
Übrigens habe ich als Resi in dem viertel Jahr immer zugenommen.

Gruß Bürger


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#8

RE: Alte Bilder der über das Leben in der DDR

in DDR Bilder 03.03.2009 12:49
von Rainman2 | 5.761 Beitrge
Hallo Brger,

die besten Soldaten waren immer, die, die Kriege berleben konnten. Die Soldaten der Alten Garde Napoleons waren nicht nur einfach gute Kmpfer auf dem Schlachtfeld, dazu gehrte sowieso viel zuviel Glck, sie wussten in erster Linie, wie man sich Essen und Ruhe auf dem Marsch und im Feldlager verschaffte. Ein General oder Offizier, der dies wiederum wusste, konnte seine Truppe erfolgreicher fhren.

Wir waren keine erfahrenen Soldaten, weswegen wir diese Dinge fr uns nicht beherzigten. Wir wollten uns beweisen. Wir waren Offiziersschler im dritten Lehrjahr. Wir "junge Spruze" von 21/22 Jahren sollten Resis von 30-40 Jahren ber den Acker schleifen. Ich erinnere mich an eine Ausbildung des Zuges den ich fhrte. Das Thema war Sturmangriff. Mit der Geschwindigkeit einer lauen Sommerbrise trotteten die Resis los und waren auch nicht in Trab zu setzen. Ging auch nicht. Als ich von hinten ein paar komische Verrenkungen sah, befahl ich "Abteilung halt!" und "Ganze Abteilung kehrt!" Nach gemchlicher Rotation wurde ich der Vorderfront meiner Unterstellten gewahr und sah, dass einige von ihnen whrend des Angriffs ihre Seitengewehre dazu benutzt hatten, Wurstbchsen aufzumachen und zu leeren. "Jungs, macht was Ihr wollt, aber macht mir nicht zuviel Stress!" war damals meine recht unmilitrische Bitte. Auf dem Schieplatz honorierten sie meine Zurckhaltung, indem sie in allen Gruppennormen die Note Eins schossen. Ich glaube, ich habe damals viel von den Resis gelernt.

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 03.03.2009 12:52 | nach oben springen

#9

RE: Alte Bilder der über das Leben in der DDR

in DDR Bilder 03.03.2009 19:59
von Bürger (gelscht)
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Hallo Rainman2 !

Wir waren keine erfahrenen Soldaten, weswegen wir diese Dinge für uns nicht beherzigten. Wir wollten uns beweisen. Wir waren Offiziersschüler im dritten Lehrjahr. Wir "junge Spruze" von 21/22 Jahren sollten Resis von 30-40 Jahren über den Acker schleifen.

Gute Selbsteinschätzung gefällt mir. Ich hatte ja zweimal das glück als Resi und das hat ja auch einen Grund gehabt.
Am Entlassungstag bei den GT, ich habe schon auf dem LO gesessen, fragte mich unser Polid ein Hauptmann, wie es mir gefallen hat . Da habe ich ihm geantwortet, wenn Du nicht immer so viel Angst im Grenzdienst gehabt hättest und nicht immer deine Waffe in der Führungsstelle vergessen hättest ganz gut.
Das hat ihn schwer getroffen. Ich hatte in den letzten 3 Monaten die Dienststellung Zugführer und das als Gefreiter. Begründung: unser Zugf. ein Unterleutnant durch Beinbruch ausgefallen und kein Ersatz. Ich sowieso schon Gruppenführer.
In Leipzig hatten wir einen KC ( Hauptmann) der die Fronten am ersten Tag geklärt hat. Er sagte, mein Kaffee muss um 7.30 auf unserer Stube fertig sein . Wenn nicht dann Scheißtag. Also kochten wir jeden morgen unseren Kaffee den wir gemeinsam mit dem KC dann Tranken und der Tag wurde in unserem Zimmer besprochen. Dadurch hat sich ein vertrauen und eine Freundschaft entwickelt. Und er konnte außerhalb des Regimentes alles von uns verlangen. Also ein geben und nehmen.
Wie heißt ein Sprichwort Wie man in den Wald hinein Ruft, so schallt es wieder raus.

Gruß Bürger


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#10

RE: Alte Bilder der über das Leben in der DDR

in DDR Bilder 03.03.2009 23:53
von Rainman2 | 5.761 Beitrge

Hallo Brger,

als Gefreiter Zugfhrer in der Grenzkompanie?! Alter Schwede! UAZ als Zugfhrer habe ich ja erlebt, aber Grefreite, das war mir neu. Dann gestatte mir die Neugier: Wie lief das dann bei Euch mit dem Befehl 44 (Personalanalyse), oder war das fr Dich noch kein Thema?

ciao Rainman


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(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#11

RE: Alte Bilder der über das Leben in der DDR

in DDR Bilder 04.03.2009 17:43
von Bürger (gelscht)
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Hallo Rainman 2!

Wie lief das dann bei Euch mit dem Befehl 44 (Personalanalyse)?

Also erstens weiß ich nichts mit Befehl 44 anzufangen. Zweitens ist es schon 29 Jahre her.
Ich kann Dir aber so viel dazu sagen. 1980 wurde unser KC entlassen in Unehren. Stellvertreter rückt nach , auf die schnelle kein Ersatz. Es waren keine Uffz da. Zwei Gefreite aus unserer Kompanie (drunter ich) für 4 Wochen versetzt ins Regiment, zur Ausbildung Gruppenführer. Drei Wochen später Kompanie Besichtigung von ich glaube Generalmajor Baumgarten oder Bär. Stress, Stress und wie gesagt unser Zugführer ein Unterleutnant Bein gebrochen.
Ich musste zum KC und wurde im Beisein vom Spieß und Polid gefragt ob ich es mir zu traue. Habe damals 80 Mark mehr bekommen dafür. Und, meine Gruppe hat mit sehr gut abgeschlossen, Hab Ehrlich die Nase etwas höher getragen damals.
Eines muss ich auch noch sagen habe diese Stellung nur im Kompaniedienst gehabt. Draußen habe ich ganz normal meinen Dienst als Streife am GSZ gemacht.

Gruß Bürger

zuletzt bearbeitet 04.03.2009 17:44 | nach oben springen

#12

RE: Alte Bilder der über das Leben in der DDR

in DDR Bilder 04.03.2009 21:25
von Rainman2 | 5.761 Beitrge

Hallo Brger,

lt. Befehl 44 des Chefs GT hatten alle Vorgesetzten ihre direkt Unterstellten monatlich einzuschtzen (schriftliche Dokumentation) und mindestens alle 14 Tage eine Beobachtung zu notieren. Die Sache wurde im allgemeinen sehr ernst genommen, da in dieser Frage nicht nur Druck von der militrischen Fhrung, sondern auch von der Verwaltung 2000 aus gemacht wurde. Allerdings sollten dabei nur Berufssoldaten herangezogen werden. Ich hatte bereits erlebt, dass auch UAZ den Befehl 44 "machten", wobei das dann gelegentlich und unvorschriftsmig auf einer Stube mit den EK's besprochen wurde. Es hatte mich in diesem Zusammenhang nur mal interessiert, wie weit man zu gehen bereit ist, wenn ein solcher Personalengpass auftritt. Aber augenscheinlich hat Euer KC da einen anderen Weg gefunden.

1980 der Besuch drfte Generalmajor Br gewesen sein, Baumgarten war zu diesem Zeitpunkt schon Generalleutnant und Chef Grenztruppen. Br bernahm ein Jahr spter die Offiziershochschule als Kommandeur. Uns ist besonders einer seiner ersten Befehle auf den Magen geschlagen. Es gab das Frhsportthema 1, das war ein 3000m-Lauf und das gab es mindestens dreimal in der Woche (ja, wir wollten trotzdem den Job haben). Br war der Meinung, in den 20 Minuten des Frhsports knne man 4000m laufen und befahl es so. Ein Jahr spter erlebte ich ihn an der Militrpolitischen Hochschule bei einem Lehrgang. Er war unter den ersten, die sich ein Attest fr Sportbefreiung besorgten.

ciao Rainman


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