#1

Magdeburg eine Stadt wo keiner wohnen möchte ?!

in Leben in der DDR 07.11.2010 11:44
von Angelo | 12.397 Beiträge

Es gibt immer noch manche Stadtteile oder Wohngebiete in Magdeburg wo kaum noch ein Mensch wohnt oder wo alle Menschen ausgezogen sind. Zu DDR Zeiten im Jahr 1988 lebten in Magdeburg knapp 300.000 Menschen. 20 Jahre später im Jahr 2008 lebten in Magdeburg nur noch ca. 216.000 Menschen. Das ist ein Verlust von über 84.000 Einwohner. Magdeburg hat damit 28% seiner Einwohner verloren. (also knapp über ein 1/4)

Eine gigantische Abwanderungswelle rollte durch die Stadt Magdeburg, weil die Menschen aufgrund Ihrer Arbeitslosigkeit Ihr Glück in den Goldenen Westen versuchen wollten. Schuld an der Abwanderung aus Ostdeutschland hat aber auch teilweise der Westen, weil er die Ostdeutschen Betriebe durch den Mauerfall plattgemacht hat. Darunter hat besonders die Industriestadt Magdeburg gelitten, weil viele Betriebe in den Goldenen Westen abgewandert sind. Auch heute gibt es im Osten Deutschlands immer noch doppelt soviel Arbeitslose, als wie im goldenen Westen. Dabei war doch die DDR teilweise viel besser als heute. Ein Staat der sich halt gekümmert hat um seine Einwohner.

Selbst der Arbeitslohn hatte völlig ausgereicht zum Leben und man musste nich wie heute sein Gehalt vom Staat Aufstocken lassen. Auch ein Urlaub war mal drine an der Ostsee oder im Harz oder im Thüringer Wald. Auch das Gesundheitssystem war viel besser als heute, da es nur 2 Krankenkassen gab. Man musste keine Praxisgebühr von 10 Euro bezahlen oder keinen Zusatzbeitrag von 8 Euro im Monat wie heute oder kostengünstige Medikamente waren auch zu haben. Die DDR hatte sich um die Bürger schon gekümmert. Das Video zeigt eindeutlich wie es heute in manchen Stadtteilen in Magdeburg aussieht.

Die Aufnahme wurde in Magdeburg nahe Rothensee gemacht. Es gibt noch weitere Stadtteile wo viele Magdeburger weg sind und auch Häuser verlassen oder weg sind. Da wäre zum Beispiel noch Alte Neustadt oder Olvenstedt wo ganze Wohnblöcke abgerissen wurden oder aber auch die Grünstraße wo immer noch Wohnblöcke abgerissen werden.

In diesem Video sieht man eindeutlich was passiert ist in Magdeburg wenn viele Einwohner auswandern . Das alles hat man nur den Westen zu verdanken.
Wäre die DDR Mauer nicht gefallen, dann würden die Häuser im Video nicht so kaputt aussehen und vielleicht ging es ja den Menschen dann finanziell viel besser als heute. Ein Magdeburger hat mir mal erzählt, das es sich nicht lohnen würde dieser Häuser zu modernisieren, weil Sie dann am Ende trotzdem weiterhin leer stehen würden. Quelle Youtube



zuletzt bearbeitet 07.11.2010 11:44 | nach oben springen

#2

RE: Magdeburg eine Stadt wo keiner wohnen möchte ?!

in Leben in der DDR 07.11.2010 11:46
von Angelo | 12.397 Beiträge

Erschenkende Bilder aus Magdeburg
Wenn ich daran denke wie es hier ist......da sind die Mieten so teuer und kaum Wohnraum vorhanden


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#3

RE: Magdeburg eine Stadt wo keiner wohnen möchte ?!

in Leben in der DDR 07.11.2010 11:57
von don71 (gelöscht)
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Zitat von Angelo
Erschenkende Bilder aus Magdeburg
Wenn ich daran denke wie es hier ist......da sind die Mieten so teuer und kaum Wohnraum vorhanden


Schau Dir Suhl an oder andere Städte Überall das gleiche. Gruß Jürgen


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#4

RE: Magdeburg eine Stadt wo keiner wohnen möchte ?!

in Leben in der DDR 07.11.2010 14:16
von Südharzer | 570 Beiträge

Ich denke mal viele weggezogene wäen gern in Magdeburg wohnen geblieben,aber Magdeburg hat das gleiche Problem wie fast der ganze Osten. Es fehlen die Arbeitsplätze! In unserem Landkreis (Mansfeld-Südharz) ist die Situation am schlimmsten in Sachsen-Anhalt.
Hier sind wir schon bei 30% weniger Einwohnern seit 1990.Trotzdem ist die Arbeitslosenzahl bei 18%. Wer von den jungen Leuten was erreichen will zieht aus S-A weg das ist fakt.
Die weggezogenen bekommen natürlich auch ihre Kinder in anderen Bundesländern. Somit fällt S-A auch in der Geburtenrate weit nach hinten.
Sachsen-Anhalt wird mal das Altenhaus von Deutschland.


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#5

RE: Magdeburg eine Stadt wo keiner wohnen möchte ?!

in Leben in der DDR 07.11.2010 14:36
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

in meck pomm sieht es auch nicht anders aus.viel Gegend,wenig Leute.1,6 mill. Einwohner.Da hat die Stadt Hamburg mehr


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#6

RE: Magdeburg eine Stadt wo keiner wohnen möchte ?!

in Leben in der DDR 07.11.2010 17:44
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Angelo
Erschenkende Bilder aus Magdeburg
Wenn ich daran denke wie es hier ist......da sind die Mieten so teuer und kaum Wohnraum vorhanden


Das ist kein Magdeburg-Problem,sondern eins von ganz Ostdeutschland.
Solche Videos kannst du in jeder Stadt im Osten drehen.
Die Leute gehen halt dort hin,wo die Arbeit ist.Die Schwerindustrie in MD wurde fast komplett "abgewickelt".
Und so ging es dem gesamten Osten und er wurde quasi nur zur verlängerten Ladentheke des Westens.
Ich möchte aber auch betonen,dass sehr sehr viel neu gebaut und renoviert wurde und man wirklich sagen muß,dass man die Verhältnisse mit denen zu Zeiten der "DDR" nicht vergleichen kann.Wer mit offenen Augen durch unsere Städte geht und fährt muss doch zugeben,dass sich viel zum besseren gewandelt hat,z.B. das Erscheinungsbild unserer Städte.Der Verfall in den Zentren und das Grau in Grau hatte ein Ende.Jetziger Leerstand ist halt dem Angebot und der Nachfrage geschuldet, wo wir wieder bei den Arbeitsplätzen wären.
Doch meine Meinung ist,wenn man flexibel und bereit ist umzuziehen,kann man sich eine solide Existenz aufbauen.
Hinzu kommt hier im Osten,dass der "Geburtenknick" jetzt zum tragen kommt und für jeden Willigen eine Lehrstelle zur Verfügung steht.
Die Firmen stellen wieder vermehrt fest ein.Unsere Firma hat z.B. 30 Mitarbeiter die in Zeitarbeit waren ,endlich eine Festanstellung angeboten.Das gabs das letzte mal etwa in 2003.
Auch an den Unis und an den Hochschulen wird um jeden Studenten gekämpft.An der Uni meines Sohnes haben sich in diesem Jahr z.B. über ein Drittel der Studenten aus den "alten Bundesländern" eingeschrieben.Es wurde eine riesige Werbekampagne gestartet,um den Wegfall der zukünftigen"Oststudenten" durch den Geburtenknick mit Studenten aus den alten Bundesländern zu kompensieren.Und siehe da,es war mehr als ein großer Erfolg.Sicherlich spielt auch die Ausstattung der Unis (hier nach der Wende alles auf dem neusten Stand)und die Finanzierung eine wichtige Rolle.Denn hier zahlt man oftmals,je nachStudiengang,keine Studiengebühren,oder sie sind um ein vielfaches geringer.Außerdem sieht es auf dem Wohnungsmarkt für Studis auch viel besser aus.Auch hier spricht noch dazu der Preis für sich.Man könnte sagen,Standortvorteil für den Osten.Wenn man diese Leute dann bei vernünftiger Bezahlung nach Abschluss ihres Studiums hier noch halten kann,hat man gewonnen.Die Gebiete um Leipzig, Bitterfeld und der Bördekreis lassen hoffen.

Außerdem gibt es Gegenden im "Westen" , z.B. in Niedersachsen, die mit diesem Problem auch schon zu kämpfen haben.
Ich nenne jetzt mal konkret die Stadt Einbeck.Dort haben wir Verwandtschaft wohnen, welche wir öfters besuchen.
Kurz nach der Wende sah man dort kein Leerstand an Wohnungen oder Läden.Wenn du heute durch die Einkaufsmeile gehst, erschreckt man sich,weil immer mehr Wohnungen und Läden leer stehen.Die "Dreckecken" nehmen zu.
Dabei liegt Einbeck landschaftlich sehr reizvoll und ist eine sehr schöne Stadt die von Fachwerk geprägt ist.Bekannt sind zumindest das schöne Rathaus und natürlich das "Einbecker" Bier.
Da Deutschland nicht gerad sehr Kinderfreundlich ist,wird dieses Problem des Leerstandes an Wohnraum bald nicht nur ein Ostdeutsches sein,sondern die ganze Bundesrepublik erfassen.
Die "Vergreisung" ist in vollem Gange und es ist nur eine Frage der Zeit,bis sie im Westen voll greift.
Dies ist jedenfalls meine Meinung.Also bitte nicht wieder irgend wer etwas persönlich nehmen.

Gruß ek40

Angefügte Bilder:
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#7

RE: Magdeburg eine Stadt wo keiner wohnen möchte ?!

in Leben in der DDR 07.11.2010 19:39
von Gelöschtes Mitglied
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Also muss sagen dass wir(frau+ich)im vorigen jahr diese stad besucht haben,leider entäuscht sehr fiel neubau im zentrum.Die neue geschäftpromenade war ja wirklich dolle,aber ob jeder magdeburger hier mit zufrieden is???ich denke selber das die lieber für das gebrauchte geld lieber arbeit hätten!!!
Das schild Altstad machte mich neugierig aber das wahr nicht was wir gehofft hatten,der marktplatz ging ja noch schön restauriert war das rathaus u brunnen.
Die reise zurück nach Weringerode war schon was interressanter,wir kamen durch dörfer u städte wo uns die augen aus dem kopf sind gefallen.
Seit mir nicht böse aber da kan doch besser eineges abgebrochen werden oder nicht.( leider weis ich keine namen mehr)

gr aus NL


zuletzt bearbeitet 07.11.2010 19:43 | nach oben springen

#8

RE: Magdeburg eine Stadt wo keiner wohnen möchte ?!

in Leben in der DDR 07.11.2010 20:02
von P3 | 357 Beiträge

Ja, es ist schon ein Problem mir den sterbenden Städten im Osten, (seufz). Gibt es im Westen sicher auch, wie z. B. Ruhrgebiet. Nur habe ich bis heute das Gefühl, daß die Treuhand sehr bewusst die Strukturen im Osten in Holzhackermanier zerstörte. Es war bekannt, daß es gerade im Osten in der Industrie sehr gut qualifizierte Fachkräfte gab, die dann mit Handkuss im Westen aufgenommen wurden. Z. B., ein Werkzeugmacher mit solider Ausbildung und Berufserfahrung war in der westlichen Maschinenbauindustrie ein willkommener Mitarbeiter, da er durch gelebte Mangelwirtschaft auch ein hohes Potential an Improvisationskunst mitbrachte und mit seiner anerzogenen Kollektivität auch noch spontan teamfähig war ! Die Zeiten haben sich grundlegend gewandelt, jetzt klagen Investoren über einen Mangel an solchen Fachkräften, aber wo sollen sie auch herkommen ? Das jetzige Ausbildungssystem ist auch im Handwerk eine Misere ohne Ende.

Gruß
P3


Wo viel Freiheit, ist viel Irrtum, doch sicher ist der schmale Weg der Pflicht.


zuletzt bearbeitet 07.11.2010 20:03 | nach oben springen

#9

RE: Magdeburg eine Stadt wo keiner wohnen möchte ?!

in Leben in der DDR 08.11.2010 00:29
von tdk03 | 240 Beiträge

Zitat von NL 63
Also muss sagen dass wir(frau+ich)im vorigen jahr diese stad besucht haben,leider entäuscht sehr fiel neubau im zentrum.Die neue geschäftpromenade war ja wirklich dolle,aber ob jeder magdeburger hier mit zufrieden is???ich denke selber das die lieber für das gebrauchte geld lieber arbeit hätten!!!
Das schild Altstad machte mich neugierig aber das wahr nicht was wir gehofft hatten,der marktplatz ging ja noch schön restauriert war das rathaus u brunnen.
Die reise zurück nach Weringerode war schon was interressanter,wir kamen durch dörfer u städte wo uns die augen aus dem kopf sind gefallen.
Seit mir nicht böse aber da kan doch besser eineges abgebrochen werden oder nicht.( leider weis ich keine namen mehr)

gr aus NL




http://de.wikipedia.org/wiki/Luftangriff_auf_Magdeburg

http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/magdeburg/7488459.html

http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/7844965.html


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#10

RE: Magdeburg eine Stadt wo keiner wohnen möchte ?!

in Leben in der DDR 08.11.2010 00:33
von tdk03 | 240 Beiträge
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#11

RE: Magdeburg eine Stadt wo keiner wohnen möchte ?!

in Leben in der DDR 08.11.2010 10:20
von Gert | 12.356 Beiträge

Also meine alte Heimat Erfurt sieht nicht so schlecht aus wie Magdeburg. Im Gegenteil, das ist ein richtiges Schmuckstück, was da nach der Wende entstanden ist. Nun sind aber die Voraussetzungen andere als in Magdeburg muss man fairerweise dazu sagen.
1.hatte Erfurt nahezu keine Kriegsschäden, dafür aber Friedensschäden durch Vernachlässigung der alten Bausubstanz ( Ruinen schaffen ohne Waffen).
2.ist Erfurt heute Landeshauptstadt, das bedeutet mehr und bessere Arbeitsplätze und sicher auch mehr Geld für Infrastrukturmaßnahmen.

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#12

RE: Magdeburg eine Stadt wo keiner wohnen möchte ?!

in Leben in der DDR 08.11.2010 11:05
von VNRut | 1.486 Beiträge

Ein sprunghaften Bevölkerungsrückgang gab es nach der Wende in ganz Ostdeutschland zu beklagen. In vielen Städten wurden/werden Plattenbau-Siedlungen zurückgebaut bzw. abgerissen. Magdeburg http://de.wikipedia.org/wiki/Magdeburg die ehemalige Stadt des Schwermaschinenbaus hatte viele Probleme. Durch die hohe Arbeitslosigkeit wanderten die meist jüngeren Menschen in die westlichen Bundesländer ab, es folgte ein Geburtenknick und eine Überalterung der Bevölkerung.

Im äußeren Stadtbezirk Magdeburg-Rothensee http://www.magdeburg.city-map.de/0800000...urg_-_Rothensee begann eine Umgestaltung von einen ehemals Industrie- und Wohngebiet (Mischgebiet) in ein großes Industriegebiet. Dazu gehören der
Gewerbepark Nord: http://de.wikipedia.org/wiki/Gewerbegebiet_Nord Dort sind heute große Firmen wie Enercon GmbH (Windkraftanlagen)(http://de.wikipedia.org/wiki/Enercon) ansässig.
Rangierbahnhof: http://www.bahnbilder.de/name/galerie/ka...-Rothensee.html
Industriehafen: http://de.wikipedia.org/wiki/Magdeburg-Industriehafen und dem nahe liegenden Wasserstraßenkreuz Magdeburg: http://www.wasserstrassenkreuz.de/anreise.html, http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstra%...kreuz_Magdeburg

Aber auch dies ist Magdeburg:
http://www.youtube.com/watch?v=WMxwKkzNEuU&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=eWWH6nc5mF0
http://www.myvideo.de/watch/3886130/Eine..._fuer_Magdeburg
http://www.myvideo.de/watch/2573815/Rund...Festungsanlagen

Noch gravierender ist der Bevölkerungsrückgang in den Kleinstädten und Dörfern. Unser Ort hatte nach dem Krieg durch Kriegsflüchtlinge aus dem Osten und den Bombenopfern von Magdeburg insgesamt 11.000 Einwohner. Bis kurz vor der Wende hatte sich die Zahlen auf durchschnittlich 6.000 bis 7.000 eingependelt. Heute sind wir nur noch 3.700 Einwohner. Hoffnung hatte man immer auf den in 10km Entfernung gelegenen Flugplatz Cochstedt http://www.airport-cochstedt.de/ und dem Concordia-See Nachterstedt/Schadeleben http://www.concordia-see.de/#, http://www.harzerseeland.de/con_4_8_12/cms/front_content.php, http://www.focus.de/panorama/welt/sachse...aid_417864.html

Leider bekam unsere Region einen Todesstoß als man vor 10 Jahren durch geologische Untersuchungen weitere große (salzhaltige) Braunkohle-Vorräte entdeckte. So ist es eine Frage der Zeit war hier Kohleabbau-bagger anrollen. Es wird kaum noch Investiert und so wandert der Rest der Bevölkerung langsam ins 25km entfernte Magdeburg bzw. Aschersleben ab. Dort sind weitere große neue Industriegebiete (Osterweddingen) entstanden.

Gruß VN_Rut


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
zuletzt bearbeitet 08.11.2010 15:34 | nach oben springen

#13

RE: Magdeburg eine Stadt wo keiner wohnen möchte ?!

in Leben in der DDR 08.11.2010 14:16
von Angelo | 12.397 Beiträge
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#14

RE: Magdeburg eine Stadt wo keiner wohnen möchte ?!

in Leben in der DDR 08.11.2010 18:08
von Jens | 280 Beiträge

Hallo zusammen,

ja ich finde es auch echt traurig, das unsere Städte und Dörfer in Ostdeutschland immer mehr ausbluten.
Habe letzte Woche auch schnell ein Kurztripp in meine Heimatstadt Löbau gemacht.Beim spazieren gehen,
begegnete ich größtenteils ältere Menschen. Häuser die nicht bewohnt sind und in den Geschäften der Innenstadt nur noch Ramsch angeboten wird.
Das sind eben die Kehrseite der BLÜHENDEN LANDSCHAFTEN, die einen vorgegaukelt wurden.
Das einzige Gewerbe was blühen tut, sind Altersheime und betreutes Wohnen.


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#15

RE: Magdeburg eine Stadt wo keiner wohnen möchte ?!

in Leben in der DDR 08.11.2010 18:20
von PF75 | 3.294 Beiträge

Zitat von Jens
Hallo zusammen,

ja ich finde es auch echt traurig, das unsere Städte und Dörfer in Ostdeutschland immer mehr ausbluten.
Habe letzte Woche auch schnell ein Kurztripp in meine Heimatstadt Löbau gemacht.Beim spazieren gehen,
begegnete ich größtenteils ältere Menschen. Häuser die nicht bewohnt sind und in den Geschäften der Innenstadt nur noch Ramsch angeboten wird.
Das sind eben die Kehrseite der BLÜHENDEN LANDSCHAFTEN, die einen vorgegaukelt wurden.
Das einzige Gewerbe was blühen tut, sind Altersheime und betreutes Wohnen.



[schwarz]das betreute Wohnen und Altersheime Kann sich aber leider auch nicht jeder leisten.


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#16

RE: Magdeburg eine Stadt wo keiner wohnen möchte ?!

in Leben in der DDR 08.11.2010 20:27
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Pitti53
in meck pomm sieht es auch nicht anders aus.viel Gegend,wenig Leute.1,6 mill. Einwohner.Da hat die Stadt Hamburg mehr



@Pitti, was ist denn aus den großem landwirtschaftlichen Flächen geworden ? Wer bewirtschaftet die heute ? Das muss doch auch ganz einträglich sein mit EU Subventionen und so ? Welche Werften arbeiten denn noch ? Da gab es in Wismar eine, in Rostock eine, mehr weiss ich auch nicht.

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#17

RE: Magdeburg eine Stadt wo keiner wohnen möchte ?!

in Leben in der DDR 08.11.2010 21:32
von muts | 89 Beiträge

Als Magdeburger möchte ich den Film aus Angelos Beitrag einmal erklären.
Wir sehen einige verfallene Wohngebäude einer kleinen "idyllisch" gelegenen Wohnsiedlung am Rande der Stadt (besser am Rande der städtischen Wohnbebauung).
Diese Siedlung eingebettet nach Norden, Süden und Osten in ein Industriegebiet und umrandet im Süden und Osten von einem Zubringer zur Autobahn A2.
Nur in westlicher Richtung wird dieses Kleinod nicht durch ein Industriegebiet begrenzt.
Nein, hier ist der Güterbahnhof !
Ansonsten, alles da was man braucht, mehrere Baumärkte, Tankstellen, Mc Donalds mit Mc Drive und Aldi.

Übrigens begann der Einwohnerschwund bereits vor der Wende, nannte sich damals Pillenknick.
Nicht nur im Westen, auch im Osten war die Geburtenrate zu gering. So war Magdeburg schon vor der Wende wieder weit weg von einer Einwohnerzahl von 300.000.
Viele ehemalige Magdeburger sind auch garnicht soweit fortgezogen. Sie haben sich einfach ein Häuschen in Magdeburgs Umlandgemeinden gebaut, welche sich mit Händen und Füßen gegen eine Eingemeindung wehren.


Zitat von Gert

Also meine alte Heimat Erfurt sieht nicht so schlecht aus wie Magdeburg.


Sicherlich subjektiv, zumal ich annehme, dass Du Magdeburg nicht kennst.
Erfurt ist tatsächlich hübsch geworden. Nur, die verfallenen Ecken findest Du dort auch .

Zitat von Gert

Nun sind aber die Voraussetzungen andere als in Magdeburg muss man fairerweise dazu sagen.
1.hatte Erfurt nahezu keine Kriegsschäden, dafür aber Friedensschäden durch Vernachlässigung der alten Bausubstanz ( Ruinen schaffen ohne Waffen).
2.ist Erfurt heute Landeshauptstadt, das bedeutet mehr und bessere Arbeitsplätze und sicher auch mehr Geld für Infrastrukturmaßnahmen.

Gruß Gert



Ach, übrigens trifft der erste Teil von Punkt 2 auch auf Magdeburg zu.
Ob der zweite Teil von Punkt 2 auf alle Städte, auf die der erste Teil von Punkt 2 zutrifft,zutrifft, kann ich nicht einschätzen.


Um auf den Titel des Freds zukommen : Ich bin gerne keiner !

Gruß aus Magdeburg
MATTHIAS


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#18

RE: Magdeburg eine Stadt wo keiner wohnen möchte ?!

in Leben in der DDR 08.11.2010 21:52
von tdk03 | 240 Beiträge

Danke Matthias

@Gerd --> http://de.wikipedia.org/wiki/Volkswerft_Stralsund

P.S. Den Film habe ich mir übrigens nicht angeschaut!

Angefügte Bilder:
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#19

RE: Magdeburg eine Stadt wo keiner wohnen möchte ?!

in Leben in der DDR 09.11.2010 18:14
von PF75 | 3.294 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von Pitti53
in meck pomm sieht es auch nicht anders aus.viel Gegend,wenig Leute.1,6 mill. Einwohner.Da hat die Stadt Hamburg mehr



@Pitti, was ist denn aus den großem landwirtschaftlichen Flächen geworden ? Wer bewirtschaftet die heute ? Das muss doch auch ganz einträglich sein mit EU Subventionen und so ? Welche Werften arbeiten denn noch ? Da gab es in Wismar eine, in Rostock eine, mehr weiss ich auch nicht.

Gruß Gert




Statt Pitti versuche ich mal eine auskunft zu geben.eingroßteil der Landwirtschaftlichen Flächen werden noch von Genossenschaften und Einzelbauern bewirtschaftet,meißtens ist das aber zum größtenteil Pachtland und der Staat versucht nun die Flächen zu verkaufen(meistbietend) und da kann kaum ein einheimischer Landwirt mithalten.Viele Flächen sind schon an irgendwelche Konzerne und Aktienfonds verkauft die diese Flächen nur noch für den Anbau von Pflanzen(meistens Mais) die für den Betrieb von Biogasanlagen benötigt werden.
Bei den Werften sieht es ebenfalls mau aus Wadan in Wismar hat wohl im Moment einen Auftrag,Wadan Warnemünde ist wohl fast tot,in Stralsund(volkswerft) und Wolgast (Peenewerft) sieht es auch nicht rosig aus es fehlt das geld für bürgschaften.


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#20

RE: Magdeburg eine Stadt wo keiner wohnen möchte ?!

in Leben in der DDR 11.11.2010 11:52
von VNRut | 1.486 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von Pitti53
in meck pomm sieht es auch nicht anders aus.viel Gegend,wenig Leute.1,6 mill. Einwohner.Da hat die Stadt Hamburg mehr



@Pitti, was ist denn aus den großem landwirtschaftlichen Flächen geworden ? Wer bewirtschaftet die heute ? Das muss doch auch ganz einträglich sein mit EU Subventionen und so ? Welche Werften arbeiten denn noch ? Da gab es in Wismar eine, in Rostock eine, mehr weiss ich auch nicht.

Gruß Gert




Da ich in der fruchtbaren Magdeburger Börde wohne, kann ich die Aussagen von @PF75 bestätigen. Viele landwirtschaftliche Flächen (Filet-Stückchen) wurden/werden vom Bund meistbietend verkauft oder verpachtet. Nach der Wende siedelten sich verstärkt Bauern aus Niedersachsen und Holland bei uns an. Sie brachten nicht nur neue Maschinen mit, vielerorts spricht man schon von einen Holländer-Syndrom, wobei Felder überdüngt werden um einen höchstmöglichen Ertrag zu erzielen. Heute wird hauptsächlich Mais für den Betrieb von Biogasanlagen produziert, außerdem Getreide, Zuckerrüben, Kartoffeln etc. für den allgemeinen Konsum. Nur wenige kleine Flächen werden noch von einheimische Bauern bewirtschaftet. Einige Landwirt haben sich wieder zu Genossenschaften zusammen geschlossen um effektiver produzieren zu können.

Gruß VN_Rut


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
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