#41

RE: Alkohol in der DDR

in Leben in der DDR 31.10.2010 11:36
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Guten Mittag zusammen und noch eine schöne Geschichte. Immer wenn ich Einsatzfahrer hatte, hieß es im Stab Nostorf früh gegen 1.30Uhr wecken...leise, damit die Anderen neun Mann auf der Stube weiterschliefen, rein in den LKW und ab zum Bahnhof Schwanheide.Wosch kennt ihn gut, der saß da mal lange auf der Bank, bis einer von der Staatsgewalt meinte: "Sie reisen umgehend zurück, mit dem nächsten Interzonenzug" Stimmt doch , mein älterer Freund Wolfgang?
Aber wieder hin zum Thema, also die Exurlauber kamen und immer so Zwei, Drei, mal Einer und immer brachten sie zwei/drei Schnapspullen mit, waren selber voll bis zum Stehkragen und dann war guter Rat teuer?
Wie bekommt man einen Volltrunkenen auf die hohe Pritsche des W50LA/A, der mehr aus dem Zug fiel, wie er laufen konnte?
Lange Rede, kurzer Sinn, es war ein Kraftakt, denn eine vollgekotze Holzpritsche ist leichter zu reinigen wie ein LKW-Beifahrersitz.
War der Soldat/ Gefreite dann gemeinsam...mit seinen mittlerweile geweckten Zimmergenossen im Bett und schlief bis zum Wecken, dann hieß es Abmeldung auf dem Meldepunkt:
Der Major:" Besondere Vorkommnisse Genosse Rohloff, mit den Urlaubern"und dabei blickte er leicht übernächtigt.
Der Gefreite Rohloff Haltung annehmend:"Nein, Genosse Major, keine Vorkommnisse" und dabei nahm sein Gesicht den Ausdruck eines grundehrlichen Menschen an.
Frühmorgens, oder meistens in der Nacht schon hieß es: "Wohin mit dem Schnaps, denn im LKW konnt er nicht bleiben?". Also unter die Jacke, mit aufs Zimmer und erstmal in die Dachrinne gelegt.
Wenn man Glück hatte, wusste der Exurlauber, so der junge Soldat nichts mehr von seiner Flasche und unser Zimmer soff das Zeug Abends aber nein...eine gute Solidarität war schon vorhanden, es wurde eigentlich fast immer brüderlich geteilt.
Nicht das Einer noch denkt, die Gefreiten soffen den Fliegen ihren Schnaps weg.
Einen wunderschönen Sonntag ins Forum, ruhig, erhohlsam und bei uns in Sachsen, im Muldental kommt gerade die Sonne heraus.

Rainer-Maria


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#42

RE: Alkohol in der DDR

in Leben in der DDR 31.10.2010 12:07
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Hallo Tommi
Ausreichend vorhanden stimmt nicht ganz,z.B. Nordhäuser Korn gab es nicht immer,und wenn es dann gab kann ich mich erinnern das man auch nicht Kaufen konnte soviel man wollte.Bier musste ja immer schnell getrunken werden,weil es in 3 Tagen Trübe war.


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#43

RE: Alkohol in der DDR

in Leben in der DDR 31.10.2010 12:13
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

[heart

Zitat von Pit 59
Hallo Tommi
Ausreichend vorhanden stimmt nicht ganz,z.B. Nordhäuser Korn gab es nicht immer,und wenn es dann gab kann ich mich erinnern das man auch nicht Kaufen konnte soviel man wollte.Bier musste ja immer schnell getrunken werden,weil es in 3 Tagen Trübe war.


Wieder was gelernt! Weil ich die Flasche immer gleich leermache, wäre mir das gar nicht aufgefallen...
Theo


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#44

RE: Alkohol in der DDR

in Leben in der DDR 31.10.2010 13:27
von Funki | 40 Beiträge

Das Problem mit dem Alk ist doch heute nicht anders als wie vor 20, 30, 40, 50 Jahren. Zu unserer Zeit in den sechzigern und siebzigern kostete ein Bier 40 Pfennig und ein Schnäpschen war unter einer Mark in der Gaststätte. Diese Preise darf man aber mit der jetzigen Zeit nicht vergleichen, der Verdienst war ja auch nicht so hoch. Mit 20 Mark in der Tasche ist man zum Tanze gegangen, da konnte man schon ein paarmal die Bar aufsuchen und Bier floss auch noch. Am nächsten Tag wenn man die Hosentaschen umkrempelte sind immer noch mindestens 5 Mark vorhanden gewesen.
Bei uns paar Soldaten im Stab wurde nicht viel getrunken. Im Ausgang wurden natürlich auch die Heldburger Gaststätten besucht.
Urlaubsrückkehrer hatten immer ein oder zwei Rohre dabei. Beim Einkauf in Einöd welcher alle zwei Tage erfolgte wurden ja auch 2 Bierchen vernichtet. Bei einem Sold von 80 Mark war die Geldbörse auch am Monatsende leer .


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#45

RE: Alkohol in der DDR

in Leben in der DDR 31.10.2010 15:09
von Jameson | 759 Beiträge

Zitat von Stabsfähnrich
@Rostocker.................da ist etwas Wahres dran. Primasprit - glaube 98 Prozent konnte man mit Sirup aber auch mit kaffee "verdünnen". Ich glaube bei der Armee wurde fast alles gesoffen außer Verdünnung und Waschbenzin. Angefangen vom selbstgemachten Brotwein bis hin zur guten Flasche "Alter Meister".

Tja der Alkohol das war der Feind, doch schon in der Bibel stand geschrieben, auch Deine Feinde sollst Du lieben.



Gesoffen wurde bei uns so allerhand auch Enteisungsmittel der Flugzeuge mit Cola (Fliegerwilli). Ich hatte in meinem Dienstzimmer ein Tableau mit der Kompanietechnik aktuell zu halten und hatte dafür Spiritus, der ist auch manchmal z.B. in Feiertagsperioden verschwunden. Dank guter Beziehungen zum T/S-Dienst war dies aber kein allzu großes Problem. In Feiertagsperioden wechselte die Flasche Vierzehnfuffzich schon mal für 30 Mark den Besitzer.

Ahoi Jameson



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#46

RE: Alkohol in der DDR

in Leben in der DDR 31.10.2010 16:51
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat

Zitat von Pitti53

Zitat von glasi
wenn man in wilten zu DDR zeiten zu besuch war und noch verwante hatte die in der snapsbrennerei gearbeitet haben konnte mann sich schon denken was dann abends auf dem tisch stand.



glasi bei denem Text könnte man denken,du hast auch schon einen oder zwei gesoffen



nee pitti. mit alkohol habe ich nichts mehr zu tuen. kein tropfen. denn bei der bw wurde er langsam zum problem.. na ja. habe die kurve wieder gekriegt. lg glasi



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#47

RE: Alkohol in der DDR

in Leben in der DDR 31.10.2010 19:30
von josy95 | 4.915 Beiträge

...ja, ja der liebe Aljehol..., wie besingt ihn doch Herbert Grönemeyer so schön treffend? "....Sanitäter in der Not...."

Da kann man denken drüber wie man will, das Problem hat es schon immer gegeben und wird es auch immer geben. Was mich nur heutzutage dearart schockiert, das s. g. Komasaufen absolut Minderjähriger...!

Ein weiteresm und untügerisches Zeichen, das in dieser so modernen multi- kulti- (hoppla, das ist ja offiziell als gescheitert erklärt!) Gesellschaft/ Antiautoritärgesellschaft irgendetwas nicht zu passen scheint!

Na, wie dem auch sei: Prost Kameraden!

...und nochwas: Kürzlich wollte mir ein Medizinmann (@Huf, Du warst es nicht) mir wieder irgend so ein Schmerzmittelchen mit einem kilometerlangen Beipackzettel und Inhaltsstoffen, die man weder aussprechen noch nach 2 Minuten schriftlich wiedergeben kann, verordnen. Dem hab ich gesagt, lassen`s man gut sein, wenn mich meine (Gelenk-) schmerzen mal wieder allzusehr plagen, dann trink ich lieber ein oder zwei..., vielleicht auch drei Bierchen mehr . Da weiß ich wenigstens, was drinn ist, kann es aussprechen und schreiben (Hopfen. Malz, Zucker, Hefe, Wasser und Aljehol...). Außerdem kenn ich Neben- und Langzeitwirkungen. Und wenn`s beim Pi- Pi im Klosettbecken klimpert, die Porzelanschüssel in Scherben mir zu Füßen liegt hab ich vielleicht noch einen Nierenstein mit ausgespült!

Hopfen und Malz: Gott erhalt`s!!!!


josy 95, der sich jetzt genüßlich ein gutes "Wernesgrüner" zu Gemüte zieht!


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 31.10.2010 19:31 | nach oben springen

#48

RE: Alkohol in der DDR

in Leben in der DDR 31.10.2010 19:52
von wosch (gelöscht)
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]

Da gibt es so 'nen schönen Spruch in meiner Stadt.

Was wir in saufen , ist Krupp in Essen

Gruß Gert[/quote]


Gert, ich kenne Den so: "Was Krupp in Essen, sind Wir im Saufen!", kommt aber auf´s Gleiche raus.
Schönen Gruß aus Kassel.



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#49

RE: Alkohol in der DDR

in Leben in der DDR 31.10.2010 23:11
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Josy, det Komasaufen jaab et aber damals in unsere jute DDR auch schon landesweit....dat is echt nix Neuet.....

Ich war damals auch jung und brauchte Rausch....und nich zu knapp.....und so gab es viele....sehr viele....wir haben in unserem Dorf im Jugendtreff damals auch unser Bier auf den Ofen gestellt, dat et besser knallt....und Fusel schon garnich mehr in Pintchen geschenkt, nein, ein Zug aus der Flasche reihum war schon ganz normal und bei einer Flasche Doppelkorn blieb es da auch nich.....und dann kam noch der Bretterknaller in's Spiel falls noch jemand Reste von Gleichgewicht übrig hatte.....in Prinzip war dat damalige Wegknallen nix anders wie heut dat Komasaufen....

....und naja, trotzdem ist aus den Meisten später was geworden.....

groetjes

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
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#50

RE: Alkohol in der DDR

in Leben in der DDR 31.10.2010 23:22
von Eumel | 139 Beiträge

Boh ... mit was für Banausen bist du unterwegs gewesen? Warmes Bier und Schnaps aus der Flasche?

Dann lieber Flasche bestellt und auf dem Tisch dann abgelegt.


zuletzt bearbeitet 31.10.2010 23:23 | nach oben springen

#51

RE: Alkohol in der DDR

in Leben in der DDR 01.11.2010 09:58
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Zitat von Eumel
Boh ... mit was für Banausen bist du unterwegs gewesen? Warmes Bier und Schnaps aus der Flasche?

Dann lieber Flasche bestellt und auf dem Tisch dann abgelegt.



Naja, was soll ich sagen....ich war schon immer der Alptraum aller (Schwieger)-Eltern.....

Aber keine Angst....mein Konsumverhalten hat sich drastisch zum Guten gewendet.....der Wende sei dank....

groetjes uit Milano....

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
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#52

RE: Alkohol in der DDR

in Leben in der DDR 01.11.2010 10:31
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von wosch
]

Da gibt es so 'nen schönen Spruch in meiner Stadt.

Was wir in saufen , ist Krupp in Essen

Gruß Gert




Gert, ich kenne Den so: "Was Krupp in Essen, sind Wir im Saufen!", kommt aber auf´s Gleiche raus.
Schönen Gruß aus Kassel.


[/quote]

hast recht, ich hab's aber nüchtern aufgeschrieben, wieso ich's dann verdrehte ???


.
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#53

RE: Alkohol in der DDR

in Leben in der DDR 01.11.2010 19:27
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow
ich glaube mich erinnern zu können, dass ich früher mal eine statistik gesehen hatte, dass die ddr im pro kopfverbrauch (!!!) im trinken von reinen alkohol, weltmeister war...



Auf jeden Fall vorne mit dabei.(1) Allerdings, wie das mit Statistiken so ist, der Pro-Kopf-Verbrauch wird in folgenden Ländern noch heute nicht ermittelt(2): Russland, Norwegen, Schweden, Großbritanien, Island, ... Hmm, warum wohl?

(1) http://www.stiftung-aufarbeitung.de/downloads/pdf/KOCHAN.pdf
(2) http://www.nationmaster.com/red/graph/fo...&int=20&b_map=1


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#54

RE: Alkohol in der DDR

in Leben in der DDR 02.11.2010 08:57
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von SkinnyTrucky
Josy, det Komasaufen jaab et aber damals in unsere jute DDR auch schon landesweit....dat is echt nix Neuet.....

Ich war damals auch jung und brauchte Rausch....und nich zu knapp.....und so gab es viele....sehr viele....wir haben in unserem Dorf im Jugendtreff damals auch unser Bier auf den Ofen gestellt, dat et besser knallt....und Fusel schon garnich mehr in Pintchen geschenkt, nein, ein Zug aus der Flasche reihum war schon ganz normal und bei einer Flasche Doppelkorn blieb es da auch nich.....und dann kam noch der Bretterknaller in's Spiel falls noch jemand Reste von Gleichgewicht übrig hatte.....in Prinzip war dat damalige Wegknallen nix anders wie heut dat Komasaufen....

....und naja, trotzdem ist aus den Meisten später was geworden.....

groetjes

Mara




@Mara, das zieh ich keineswegs in Zweifel ("...det Komasaufen jaab et damals in unsere jute DDR auch schon..."). Nur bezweifele ich eins, nicht schon mit 12 oder 13 Lenzen. In diesem Alter war allenfallks das heimliche Probieren angesagt, mit Jugendweihe oder Konfirmation durfte der junge Mann oder die junge Dame dann schon mal mit den alten anstoßen. Damit stiewg dann schon das jugendliche Seölbstbewußtsein und/ oder der Leichtsinn im Umgang mit Alkehol. Anderseits wurde auch nicht gleich medienwirksam jeder Absturz so aufgewertet und in horrorähnlichen Schlagzeilen vermarktet wie heute. Die meißten haben aus einem Absturz, einem Abschuß übermäßigen Alkoholgenusses am besten und selbst gelernt, ihre Grenzen erkannt. Suchtprobleme, so auch Alkohol sind nun mal wissentschaftlich bewiesen teilweise auch sehr stark genetisch bedingt. Das ist aber auch die Zwietracht, die man nur ungern und stillschweigend zugibt. Vielmehr sind es doch die gesellschaftlichen Probleme mit zügellosem Kommerz der Suchtmittelproduzenten und ihrer Lobby in Symbosie mit den gesellschaftlichen Problemen wie ungesundem Leistungsdruck schon vom Elternhaus her, Versager- ängsten und anderseits der Perspektivlosigkeit und fehlendem Respekt, fehlenden Tugenden einer total antiautoritären Gesellschaft.
Das soll nicht heißen, das ich ein Autoritarsverfechter vergangener Zeiten bin, aber was hier im Staate läuft, kann nicht gesund sein. Ziehe jetzt mal einen Vergleich zu den Problemen mit den aktuellen Integrationsproblemen bestimmter Migrantengruppen. Jahr- (zehntelang) wischi- waschi- Mentalität, Schönfärben, krankhafte Toleranz..., und wenn die Probleme dann offenkundig und übermächtig werden wegschauen, kleinreden, abwürgen... anstatt zeit- und entwicklungsgemäß zu handeln und damit gegenzusteuern, zu handeln. Ein Sympthom dieser Zeit, zu bezeichnen als Totalverwahrlosung von Werten und Moral.


..und @94, treffend erkannt. Es ist auch ein Problem unserer Nachbarn. Auch dort wird`s nicht gern zugegeben. Kenne es von vielen, die Richtung Skandinavien urlauben. Dort kannst Du mit einer Flasche guten Schnaps ungeahnte Türen öffnen. Hat dort wohl eher was mit den horenten Preisen für derartige Alkoholika zu tun, die dort anscheinend nur eine gewisse regulierende Wirkung auf das Kaufverhalten, nicht auf den Konsum haben. Der Mensch ist nun mal erfinderisch. Anderseits, und Du bist genau wie ich ein Raucher (zumindest ist es in Deinem Avater- Foto ja deutlich zu erkennen), man kann die Raucher noch so schröpfen und zum Stopfen von Steuerlöchern zur Kasse bitten um Lobbyisten zu schonen, es gibt Mittel und Wege, sich den begehrten Glimmstengel preisgünstiger zu beschaffen, zur Not wie in der Kriegs- und Nachkriegszeit, Tabak wieder selbst anzubauen...


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

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zuletzt bearbeitet 02.11.2010 09:07 | nach oben springen

#55

RE: Alkohol in der DDR

in Leben in der DDR 02.11.2010 10:09
von moreau | 384 Beiträge

Zitat von SkinnyTrucky
Josy, det Komasaufen jaab et aber damals in unsere jute DDR auch schon landesweit....dat is echt nix Neuet.....


Biste dir da so sicher?! Komasaufen bedeutet doch so schnell und so viel wie möglich in der kürzesten Zeit wegschlucken, damit der Filmriß bei Zeiten kommt. Also sowas habe ich in der DDR-Zeit nicht erlebt und das will was heißen. Ich lebe in einer Bergbauregion ( Wismut) und die Wismuter waren sich für Alkexzesse nie zuschade. Aber sowas kann ich nicht bestätigen, aber vielleicht war ich auch nicht an den richtigen Ort zur richtigen Zeit. Was ich aber bezweifel. Zu der Zeit war ich in einem Jugendclub der Wismut und habe da jede Menge interne und externe Besä... äh Veranstaltungen mitgemacht. (nicht nur auf den Club bezogen) Da wurde ordentlich Alk vernichtet. "Spitzenkräfte" kamen da schon mal auf 2 bis 2+X Flaschen Kumpeltod pro Abend. Diverse Bier nicht mitgezählt . Eine TGL b.zw. Filmriß hatten die aber seltsamerweise nie, die sind alle mehr oder weniger zielstrebig und direkt beim Ende zum Saale raus. Mein "Rekord" war mal eine 3/4 0,7er auf Ex. Danach war ich nur etwas angeheitert und das Blut war hitziger (Einen schönen Gruß an rmr) Kurz darauf wurde ich zur GT "eingeladen"und trockengelegt, im nachhinein garnicht mal so schlecht. wer weiß wohin das noch geführt hätte.

gruß
moreau


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#56

RE: Alkohol in der DDR

in Leben in der DDR 02.11.2010 11:24
von Boelleronkel (gelöscht)
avatar

Zitat von 94

Zitat von GilbertWolzow
ich glaube mich erinnern zu können, dass ich früher mal eine statistik gesehen hatte, dass die ddr im pro kopfverbrauch (!!!) im trinken von reinen alkohol, weltmeister war...



Auf jeden Fall vorne mit dabei.(1) Allerdings, wie das mit Statistiken so ist, der Pro-Kopf-Verbrauch wird in folgenden Ländern noch heute nicht ermittelt(2): Russland, Norwegen, Schweden, Großbritanien, Island, ... Hmm, warum wohl?

(1) http://www.stiftung-aufarbeitung.de/downloads/pdf/KOCHAN.pdf
(2) http://www.nationmaster.com/red/graph/fo...747;=20&b_map=1




at 94,
auf Grund der Preise hat sich in NO die Vor Und Nachparty unter jungen Leuten "eingebürgert"(man glüht vor und nach),hängt auch ein bisschen mit den Öffnungszeiten z.B.Diskotheken zusammen.
Open End ist imRegelfall nicht... beispielsweise ist in Stavanger am alten Hafen,mehrere Läden um 1/2Uhr morgens Schluss,Nachparty findet dann eher imprivaten Rahmen statt.
Ein Bierchen ca.10Euro,im Vinmonopolit(Alkohol gibs im Regelfall,nur DORT9 eine Fläschchen Jägermeister 70 Euro,Zigaretten um10Euro,Gamle Dansk ein beliebterKräuter
ist auch nicht preiswert.
Der Bierverkauf hat geregelte Verkaufszeiten in den Supermärkten.
Abgesehen davon davon,liegt der Alkoholverbrauchin NO so man den Statistiken glaubenkann eher bei 4l imJahr.
Ansonsten sei gesagt,dasAuto und Alkohol sich auch in Skandinavien überhaupt nicht vertragen und die Strafen erfreulicher Weise eindeutig höher sind und dies trifft auch für die Geschwindigkeiten zu.
So möge der geneigte Besucher vor" Überraschungen" gewarnt sein und sich vor Reiseantritt informieren.
Gruss..


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#57

RE: Alkohol in der DDR

in Leben in der DDR 02.11.2010 11:33
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von SkinnyTrucky
Josy, det Komasaufen jaab et aber damals in unsere jute DDR auch schon landesweit....dat is echt nix Neuet.....

Ich war damals auch jung und brauchte Rausch....und nich zu knapp.....und so gab es viele....sehr viele....wir haben in unserem Dorf im Jugendtreff damals auch unser Bier auf den Ofen gestellt, dat et besser knallt....und Fusel schon garnich mehr in Pintchen geschenkt, nein, ein Zug aus der Flasche reihum war schon ganz normal und bei einer Flasche Doppelkorn blieb es da auch nich.....und dann kam noch der Bretterknaller in's Spiel falls noch jemand Reste von Gleichgewicht übrig hatte.....in Prinzip war dat damalige Wegknallen nix anders wie heut dat Komasaufen....

....und naja, trotzdem ist aus den Meisten später was geworden.....

groetjes

Mara



Naja Mara....
Es gab jedenfalls in vielen Gaststätten die Möglichkeit sich sein Bier beim Wirt schon anwärmen zulassen,das war gar nicht sooo selten.
Unserer hatte dafür einen kleinen Reisetauchsieder und das funktionierte tadellos.
Das war nach meiner Erinnerung eher für Leute die kaltes Bier nicht mochten oder eben die Nieren als Vorwand nannten.
Halber Lieter Bier war mit 1.02DDR Mark eher sehr preiswert,dazu noch ein Weinchen und die "Fuhre "ging ab.
Das junge Leute auch in der DDR einen gehoben haben,hängt sicher auch mit den niedrigen Preisen zusammen und vergiss nicht,die haben ihre Buttle auch oft selber mitgebracht,war immer noch preiswerter.
Zum "Drogenrausch"....Spalt Tabletten in Cola und eher schwerer zu beschaffende "Faustan"Tabletten waren jedoch nicht nie Regel.
Heute sind ....wie hier schon bemerkt die Jugendlichen einfach noch jünger und das ist nicht gut.


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#58

RE: Alkohol in der DDR

in Leben in der DDR 02.11.2010 13:27
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Zitat von Boelleronkel
Heute sind ....wie hier schon bemerkt die Jugendlichen einfach noch jünger und das ist nicht gut.



Also...ich hatte meinen ersten Vollrausch mit 11 und mit 13-14 ging's richtig ab....zum Glück war es dann nach dem Fall der Mauer, als ich 20 wurde wieder vorbei mit dem systematischen wegknallen....vereinzelte Betrinknisse mal dagelassen....

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
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#59

RE: Alkohol in der DDR

in Leben in der DDR 11.04.2011 13:05
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von http://www.forum-ddr-grenze.de/page-forum-regeln.html
Dabei gelten folgende Regeln: 9.1. Informiere Dich zunächst, ob dieses Thema nicht bereits diskutiert wurde. Ist das der Fall, nimm lieber die vorhandene Diskussion noch einmal neu auf.


Vielleicht mit Auch beim Schnaps-Trinken war die DDR Weltmeister ? zusammenführen?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 11.04.2011 13:06 | nach oben springen

#60

RE: Alkohol in der DDR

in Leben in der DDR 11.04.2011 13:27
von turtle | 6.961 Beiträge

Michael Beleites schreibt am Anfang der 1990er Jahre in seinem Resümee Altlast Wismut: "In Abhängigkeit von Brigadeleistung, Krankentagen und Fehlschichten erhielt ein Wismut-Bergarbeiter bis zu zehn Flaschen Schnaps zu je 0,7 Liter im Monat! Eine Flasche kostete 1,12 Mark... Die Bergleute nannten den zweiunddreißigprozentigen Schnaps 'Kumpeltod'. Durch die regelmäßigen Schnapszuteilungen begünstigt, wurden viele Wismuter bald zu Alkoholikern."


Hatte die Zuteilung von Alkohol für die Wismut Kumpel einen besonderen Grund?
Kann mir einfach nicht erklären das Alkohol Missbrauch begünstigt wurde!


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