#101

RE: DDR Grenzaufklärer: Nur einen Schritt in die Freiheit

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 01.07.2009 01:00
von Rostocker | 7.726 Beiträge

Hallo Augenzeuge!
Es waren drei----Marx,Engels.Lenin


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#102

RE: DDR Grenzaufklärer: Nur einen Schritt in die Freiheit

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 01.07.2009 01:28
von Rostocker | 7.726 Beiträge

Die SED als Partei hat in laufe der Jahre nie abgestritten eine Diktatur zu sein.Wie nannten sie sich--Die Diktatur des Prolitariats-- Unter Prolitariat,ist das werktätige Volk zu verstehen,was die Werte eines jeweiligen Staates mit eigenen Händen erringen tut.Aber um sich da nun reinzufinden und eine größere Diskussion zu beginnen.müsste man die Bände von Marx und Engels studieren.Also das kommunistische Manifest,wie es genannt wird.Persönlich möchte ich annehmen--diese Bände stehen heut zu Tage bei so manch einen Politiker mit in seinen Bücherregal.Denn wenn man sich mit einen Thema auseinander setzt,sollte man auch die Argumente der Gegenseite kennen.


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#103

RE: DDR Grenzaufklärer: Nur einen Schritt in die Freiheit

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 01.07.2009 09:36
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Auf jeden Fall, Rostocker!

Ich habe sogar nach der Wernde die beiden Bücher von Karl-Eduard v.Schnitzler gelesen, die dieser veröffentlicht hat.
-Provokationen
-Meine Schlösser

Er setzt sich in diesen Büchern mit den "neuen Verhältnissen" auseinander.
Ich habe mir die Bücher sofort gekauft, als sie erschienen waren. Wahrscheinlich hatte ich nach dem Sturz der DDR-Führung durch die eigene Bevölkerung "Entzugserscheinungen", die ich auf diese Art etwas zu lindern suchte...

Was die "Auseinandersetzung mit der Gegenseite" angeht, so hätte ich mir von Herzen gewünscht, daß Einige der noch nicht ganz ideologisch zugekleisterten, neugiereigen "Linientreuen" in der DDR dieses Werk hier von Hermann von Berg hätten lesen können.

Visitenkarte:

Zitat von Wikipedia
Von Berg trat 1946 der FDJ und 1950 der SED bei und war erster Sekretär der FDJ-Kreisleitung und Mitglied der SED-Kreisleitung Eisenach. Ab 1954 studierte er Ökonomie, Geschichte und Philosophie an der Karl-Marx-Universität Leipzig und war stellvertretender Leiter des Gesamtdeutschen Studentenrates der Universität sowie Mitarbeiter der Abteilung Internationale Beziehungen des Zentralrates der FDJ. Seit 1959 war er Dozent an der Fachschule für Außenwirtschaft Potsdam.

Ab 1962 war er Leiter der Abteilung Internationale Verbindungen im Presseamt des Vorsitzenden des Ministerrates. Er führte Geheimverhandlungen mit Vertretern der Bundesregierung, der SPD und des Senats von Westberlin u.a. zur Vorbereitung des Passierscheinabkommens 1963–64, der Treffen zwischen Willi Stoph und Willy Brandt in Erfurt und Kassel 1970 und des deutsch-deutschen Grundlagenvertrages 1972. 1971 wurde er mit dem Vaterländischen Verdienstorden ausgezeichnet.

Seit 1966 war er Aspirant bei der Akademie der Gesellschaftswissenschaften des ZK der SED, nach der Promotion ab 1970 Dozent und ab 1972 Professor an der Sektion Wirtschaftswissenschaften Humboldt-Universität Berlin. Nach der Übergabe eines kritischen Artikels zur Führung der SED und zur nationalen Frage an das Magazin "Der Spiegel", der als "Manifest des Bundes Demokratischer Kommunisten Deutschlands" veröffentlicht wurde, war er 1978 in Untersuchungshaft beim MfS und wurde 3 Monate verhört. Weitere kritische Äußerungen führten zu zunehmenden Behinderungen seiner Arbeit und Publikationsmöglichkeiten in der DDR.

Nachdem er 1985 illegal zwei Buchmanuskripte mit radikaler Kritik am Marxismus und dem Wirtschaftssystem der DDR an einen Kölner Verlag übergeben und einen Ausreiseantrag gestellt hatte, wurde von Berg vom MfS verhört und mit Haft bedroht, von der Humboldt-Universität zunächst beurlaubt und dann entlassen und nach Intervention westdeutscher Politiker und Vermittlung des Rechtsanwalts Wolfgang Vogel 1986 in die Bundesrepublik ausgewiesen.

1987 bis 1990 unterrichtete er an der Universität Würzburg, danach bis 1992 wieder an der Humboldt-Universität Berlin.

Schriften
Die Analyse. Die Europäische Gemeinschaft; ein Zukunftsmodell für Ost und West?. Bund-Verlag, Köln 1985, ISBN 3-7663-0942-0
Die DDR auf dem Weg in das Jahr 2000. Politik, Ökonomie, Ideologie; Plädoyer für eine demokratische Erneuerung. Bund-Verlag, Köln 1987, ISBN 3-7663-0954-4 (zusammen mit Franz Loeser und Wolfgang Seiffert)
Marxismus-Leninismus. Das Elend der halb deutschen, halb russischen Ideologie. Bund-Verlag, Köln 1987, ISBN 3-7663-3015-2.


Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_von_Berg

Nachdem ich seine Kritik am Marxismus-Leninismus gelesen habe, habe ich einen Vortrag in der Berliner Urania (West) besucht. Später dann noch einen. Er hat exakt mit Zeitrahmen den Untergang der DDR als "zwingend" vorhergesagt. Den erstaunten Zuhörern erklärte er, daß die Frage nur noch die sei, ob es
-über eine Konförderation
oder
-gleich auf eine staatliche Einheit
hinauslaufe. Er begründete seine absolute Sicherheit in dieser Frage (anhand einer Flut von Beispielen und Zahlen) mit der ökonomischen Situation im RGW und in der DDR. Das von ihm geschilderte Szenario trat später Schritt für Schritt ein....

Hätten Grenzaufklärer diese phantastische "Gute-Nacht-Lektüre" in ihrem Bettchen vorgefunden, wären sie vielleicht ein wenig verunsicherter: und dadurch auch etwas neugieriger (und trotz aller Weisungen auch vielleicht etwas gesprächiger) gewesen...


zuletzt bearbeitet 01.07.2009 09:43 | nach oben springen

#104

RE: DDR Grenzaufklärer: Nur einen Schritt in die Freiheit

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 01.07.2009 18:53
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Die DDR war eine Diktatur.

Deutsche Demokratische Republik-das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen

Hm,scheint nicht ganz zu passen..



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#105

RE: DDR Grenzaufklärer: Nur einen Schritt in die Freiheit

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 01.07.2009 19:07
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von Zermatt
Die DDR war eine Diktatur.
Deutsche Demokratische Republik-das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen
Hm,scheint nicht ganz zu passen..

Nun ja, Demos == Volk und Kratia == Herrschaft. Wenn man jetzt vorgibt, das nur die Arbeiter und Bauern das Volk sind, dann passts wieder mit der "Diktatur des Proletariats".
-Th


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#106

RE: DDR Grenzaufklärer: Nur einen Schritt in die Freiheit

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 01.07.2009 21:01
von Augenzeuge (gelöscht)
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Die sozialistische Demokratie der DDR sei der bürgerlichen prinzipiell überlegen, da letztere die Interessen der Volksmehrheit nicht vertrete. Diese Argumentation war sicherlich in Teilen für manchen Bürger nachvollziehbar bzw. verständlich, dennoch war das Resultat - die Umsetzung - vielfach mangelhaft. Letztlich überwogen die "Geburtsfehler" der DDR aus der Zeit des Stalinismus, und der nach SED-Lehrmeinung nur für Außenstehende oder weltanschaulich Ungebildete (synonym mangelndes Klassenbewusstsein) aufscheinende Widerspruch zwischen Demokratie und Diktatur bestand tatsächlich.

Gruß, Augenzeuge


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#107

RE: DDR Grenzaufklärer: Nur einen Schritt in die Freiheit

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 15.07.2009 20:46
von EK89/1 | 832 Beiträge

Sevus
Grenzgänger 86, in Schierke war ja richtig was los, bei uns wars so:
Postenpaar hat sich auf dem BT Wurmbergschanze gesonnt, das Ergebnis
war das selbe wie bei euch, nächsten Tag waren die Bilder da und die
beiden Jungs waren weg.
Ich frage mich nur wie die Bilder so schnell vom Klassenfeind in der
GK landen konnten?????????????????????Wer weis was darüber?
Bandmaß dem BGS oder Zoll zeigen war bei uns eigentlich normal, wen uns die Gegenseite
an machen wollte.


EK89/I
09/87-01/88 GAR5 Potsdam,GAK 7
01/88-04/89 7.GK "Lutz Meier" Schierke
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#108

RE: DDR Grenzaufklärer: Nur einen Schritt in die Freiheit

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 15.07.2009 20:52
von stalag-gra | 219 Beiträge

Zitat von EK89/1

Ich frage mich nur wie die Bilder so schnell vom Klassenfeind in der
GK landen konnten?????????????????????Wer weis was darüber?



vielleicht hätten wir die Fotos doch nicht von ORWO entwickeln lassen sollen
Aber das wurde uns ja seit ersten Tag der Ausbildung eingebleut, daß Fotos (wenn schon mit dienstlichen Bezug -Ausbildung, Hundertschaftsfeiern u.ä.) nicht dort entwikeln lassen, wo es mit ORWO in Bezug steht.


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#109

RE: DDR Grenzaufklärer: Nur einen Schritt in die Freiheit

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 27.07.2009 09:43
von LEGO | 487 Beiträge

Sag mal bitte, für war ORWO steht, kenne die Abkürzung nicht.

Fakt war doch, dass wenn man Fotos machte, dies doch mit einer "dienstlichen" Kamera gemacht wurde und diese nach Streifenede beim I/S abgegeben wurde. Wie und wo dann die Entwicklung der Filme durchgeführt wurde, ist mir allerdings nicht bekannt. Und schon gar nicht, wie die Bilder in den Osten gekommen sein könnten.


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#110

RE: DDR Grenzaufklärer: Nur einen Schritt in die Freiheit

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 27.07.2009 09:45
von manudave (gelöscht)
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Orwo = Abk. für Original Wolfen

Filmfabrik Wolfen (liegt bei Bitterfeld)


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#111

RE: DDR Grenzaufklärer: Nur einen Schritt in die Freiheit

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 27.07.2009 10:28
von karl143 (gelöscht)
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Ich kann mir nun beim besten Willen nicht vorstellen, das der BGS seinerzeit seine Fotos zum entwickeln bei Foto Porst oder Neckermann abgab. Von denen war ja bekannt, das die über Orwo entwickelten. Und AGFA, Perutz oder wie sie auch hießen, FUJI fällt mir noch ein, haben ihre Filme in eigenen Labors entwickelt.
Außerdem, wenn eine BGS Streife eine Kamera dabei hatte, dann war es zu 99 % privates Vergnügen. Wenn I/S unterwegs war, wurden dienstliche Fotos gemacht. Und da hat man drauf geachtet, wo die hinkamen. Der Beamte welcher Grenzstreife fuhr, hätte doch garnicht gewußt, wo er die Fotos hinschicken soll, damit sie in der GK ankommen. Wir hatten doch gar keine Postanschriften. Und vor allem die Aussage, das 2-3 Tage später oder noch früher bei den Chefs vorlagen, kann einfach nicht stimmen. Für das Entwickeln in den 70 oder 80er Jahren vergingen mind. schon 2-3 Tage bevor man die Filme entwickelt zurück bekam. Und jetzt möchte mir bitte keiner erzählen, das es bei der damaligen Bundespost und DDR Post möglich war, einen Brief mit 2 Tagen Laufzeit zu versenden. Der war mehrere Tage unterwegs.
Ich kann diesen Erzählungen nun wirklich nichts abgewinnen.


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#112

RE: DDR Grenzaufklärer: Nur einen Schritt in die Freiheit

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 27.07.2009 13:10
von Thorsten (gelöscht)
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Fotoaufnahmen an der Grenze:
Die eingesetzten Grenzstreifen hatten in den letzten Jahren des Bestehens der DDR nur ganz einfache Sucherkameras (dienstlich) dabei, die eigentlich nur dazu dienten im Nahbereich zu fotografieren bzw. Übersichtsaufnahmen zu machen.
Waren es andere Kameras, dann waren sie garantiert privat.
Filme:
Die dienstlichen Kamaras der Grenzstreifen waren ausschließlich mit schwarz-weiss-Filmen bestückt, die in der Dienststelle entwickelt und vergrößert wurden.
Diese Filme wurden niemals "weggegeben" an Dritte.
Was die Beamten mit ihren privaten Filmen machten, entzieht sich meiner Kenntnis.
Th


zuletzt bearbeitet 27.07.2009 13:11 | nach oben springen

#113

RE: DDR Grenzaufklärer: Nur einen Schritt in die Freiheit

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 27.07.2009 14:01
von grenzgänger86 | 375 Beiträge

Kann ich so überhaupt nicht glauben!
Das keine Postanschrift vom gegenüberliegenden Ort vorhanden war,stimmt garantiert nicht .Denn auch auf unserer Seite waren die Postleitzahlen,Ortsnamen usw.von der Westseite bekannt.Und warum sollten wir solche Geschichten erfinden,es war ebend so auch wenn es schwer vorstellbar ist.

04/86-04/87 in Schierke


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#114

RE: DDR Grenzaufklärer: Nur einen Schritt in die Freiheit

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 27.07.2009 14:11
von karl143 (gelöscht)
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Zitat von grenzgänger86
Kann ich so überhaupt nicht glauben!
Das keine Postanschrift vom gegenüberliegenden Ort vorhanden war,stimmt garantiert nicht .Denn auch auf unserer Seite waren die Postleitzahlen,Ortsnamen usw.von der Westseite bekannt.Und warum sollten wir solche Geschichten erfinden,es war ebend so auch wenn es schwer vorstellbar ist.

04/86-04/87 in Schierke

Hallo Grenzgänger,
also, in der Streifenakte war garantiert keine Postanschrift von der gegenüberliegenden Grenzkompanie. Wofür denn auch. Und zum anderen hatte ich ja auch geschrieben, wenn du die Entwicklungszeit und Postlaufzeiten aus diesen Jahren zusammenrechnest, da kann es nicht sein, das die Bilder innerhalb von 3-4 Tage bei der Grenzkompanie waren. Das wäre ein Ding was einfach nicht ging. Ich hoffe, das reicht dir als Begründung. Das wird dir auch jeder andere Bundesbürger bestätigen können, das die Briefe seinerzeit nicht so schnell wie heute unterwegs waren. Und dann rechne bitte auch noch die Zeiten für die Kontrolle in der DDR hinzu.


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#115

RE: DDR Grenzaufklärer: Nur einen Schritt in die Freiheit

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 27.07.2009 15:03
von dein1945 (gelöscht)
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[quote="karl143"][quote="grenzgänger86"]Kann ich so überhaupt nicht glauben!
Hallo karl143,
wie sich ja nun rausstellt waren bei der Westberliner Polizei ja auch IM. Warum nicht auch beim BGS, dann könnte ich mir auch endlich die Schleusungen erklären, die ja immer wieder stattgefunden haben. Bist Du so sicher ob dein Koll. nicht nach Feierabend Nachts auf Besuch beim Kompanie-Chef im "Roten Salon" seinen Wodka trank und ihm die Bilder überreichte ?
Gruß aus der Agentenstadt Westberlin


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#116

RE: DDR Grenzaufklärer: Nur einen Schritt in die Freiheit

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 27.07.2009 15:15
von karl143 (gelöscht)
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Zu den IM`s: Da würde ich mit dem Wissen von heute meine Hand nicht für ins Feuer legen. Obwohl die Westberliner Polizei schon immer was besonderes war. Wenn ich da an die ganzen Skandale denke welche die hatten. Es gab ne Zeit, da´wurde bei Westberliner Polizeibeamten in Helmstedt sogar der Führerschein kontrolliert. Die hattten doch so viele Trunkenheitsfahrten im Dienst und dementsprechend auch viele Beamte ohne Lappen. Aber im Ernst. Eine Grenzstreife war immer zu viert unterwegs. Und ich glaube nicht daran. Auch das rüberfahren war ja nicht mal so eben da hinfahren.... Vielleicht waren ja auch Stasi Leute hier im Westen und fotografierten ihre eigenen GT. Und was zu den Schleusungen. Da brauchte man keinen IM beim BGS oder Zoll. Die Grenze wurde vom Westen nicht lückenlos und rund um die Uhr überwacht. Warum auch - dafür gab es keinen Grund und auch garnicht genug Beamte. Den ca. 480 Beamten von Zoll und BGS im Bereich Braunschweig (beim Zoll von den Zollkommissariaten Helmstedt und Hornburg) standen mehrere tausend Grenzsoldaten gegenüber. Die konnten doch nachts schleusen soviel sie wollten und es blieb unbemerkt.


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#117

RE: DDR Grenzaufklärer: Nur einen Schritt in die Freiheit

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 27.07.2009 15:37
von dein1945 (gelöscht)
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Zitat von karl143
Zu den IM`s: Da würde ich mit dem Wissen von heute meine Hand nicht für ins Feuer legen. Vielleicht waren ja auch Stasi Leute hier im Westen und fotografierten ihre eigenen GT. Und was zu den Schleusungen. Da brauchte man keinen IM beim BGS oder Zoll. Die Grenze wurde vom Westen nicht lückenlos und rund um die Uhr überwacht. Warum auch - dafür gab es keinen Grund und auch garnicht genug Beamte. Die konnten doch nachts schleusen soviel sie wollten und es blieb unbemerkt.

hallo karl143,
war auch mehr als Spaß gemeint, aber wenn ich hier einige lese, denken sie, unsere Seite betrieb den gleichen Aufwand. Ich habe schon an anderer Stelle geschrieben, Oberbaumbrücke ein Polizist in seiner warmen Bretterbude, wie sollte auch auf jedem U-Bahnhof eine Kontrolle stattfinden, wenn der Zug nicht mal eine Minute hielt. Auf der Rückfahrtt aus Ostberlin kam schon öfter mal der Zoll, aber der hatte nur Interesse an Schnaps und Zigaretten aus dem Intershop.
Woher wissen hier einige eigentlich von den Fotos, hingen sie am nächsten Morgen an der Wandzeitung der Kompanie ?
Gruß aus Berlin


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#118

RE: DDR Grenzaufklärer: Nur einen Schritt in die Freiheit

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 27.07.2009 20:43
von EK89/1 | 832 Beiträge

Hallo
Ich wollte eigentlich zu diesem Thema nicht mehr schreiben, muss aber!
Es ist war, das sie Bilder am nachsten Tag in der GK waren, oder wollt Ihr sagen das wir uns das aus den Fingern saugen?????
Die Bilder wurden von der Wurmbergschanze aus gemacht, das hat uns der Spies erzählt. ICH WAR DABEI. Wer die Bilder letztentlich gemacht hat weis ich auch nicht. Kan ja auch sein das man uns auch von drüben, von eigennen oder angeheuerten Leuten, auch noch überwacht hat.
Da ich in der Schule mal in der AG Foto war, ist mir bekannt das man so einen Film über Nacht entwickeln und Abzüge machen konnte nun fehlt nur noch ein toter Briefkasten und die Bilder sind am nächsten Tag in der GK, aber das ist eine Speckulation von mir. Es könnte so gewehsen sein, ich sage aber nicht DAS WAR SO.


EK89/I
09/87-01/88 GAR5 Potsdam,GAK 7
01/88-04/89 7.GK "Lutz Meier" Schierke
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#119

RE: DDR Grenzaufklärer: Nur einen Schritt in die Freiheit

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 27.07.2009 23:10
von Rainman2 | 5.763 Beiträge

Hallo EK,

ich denke mal auch, dass da die Fotos von anderen Personen als dem BGS gemacht wurden. Aber für mich war das Bildungserlebnis in diesem Thread die Tatsache, dass Bilder, wenn auch nur "Privatbilder" von BGS-Angehörigen, bei ORWO entwickelt werden konnten. Da fragt man sich doch glatt: Wo hat eigentlich die NATO ihre Codierungstabellen für topografische Karten und den Funkverkehr drucken lassen?


@karl143: Danke für die sehr informativen Beiträge dazu!

ciao Rainman



"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#120

RE: DDR Grenzaufklärer: Nur einen Schritt in die Freiheit

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 28.07.2009 04:55
von stalag-gra | 219 Beiträge

Zitat von Rainman2
Hallo EK,

ich denke mal auch, dass da die Fotos von anderen Personen als dem BGS gemacht wurden. Aber für mich war das Bildungserlebnis in diesem Thread die Tatsache, dass Bilder, wenn auch nur "Privatbilder" von BGS-Angehörigen, bei ORWO entwickelt werden konnten. Da fragt man sich doch glatt: Wo hat eigentlich die NATO ihre Codierungstabellen für topografische Karten und den Funkverkehr drucken lassen?


@karl143: Danke für die sehr informativen Beiträge dazu!

ciao Rainman


hallo rainman2,

private Bilder konnten wir natürlich entwickeln lassen, wo wir wollten. Wir wurden aber bei der ersten Grenzeinweisung und auch so zwischendurch hingewiesen, daß wir darauf zu achten haben, daß wir Filme mit Motiven aus dem dienstlichen Bereich unter keinen Umständen bei ORWO (weil "der böse Osten" 'tschuldigung) entwickeln lassen sollen. Außerdem wäre die Wahrscheinlichkeit hoch, das manche "Ketten" (wie karl143 ansprach: FotoPorst und Neckermann) ebenfalls dort entwickeln lassen und wir daher möglichst einen richtigen Fotoladen mit eigener Entwicklung dann nutzen sollten.

Froh war man allerdings von BGS-Seite aber auch, daß wir manchmal einen privaten Apparat mit auf Grenzstreife hatten und von "lohnenden" Ereignissen dann ggf. Bilder zu unserem Streifenbericht nachreichen konnten.


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