#61

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 28.04.2012 09:20
von DoreHolm | 7.694 Beiträge

Wenn ich in einem Warteraum sitze und habe nichts Anderes zum Zeittotschlagen dabei und das Einzig was rumliegt, ist die BILD, dann schaue ich mal rein. Sonst ist mir jeder Cent zu schade dsafür. Da kaufe ich mir lieber gelegentlich mal den "Spiegel" oder "Spektrum der Wissenschaft".



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#62

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 28.04.2012 09:25
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Ich frage mich, ob eine Zeitung, selbst die auflagestarke Bild, die Meinung der Bevölkerung beeinflusst oder einfach das fokussiert, was die Leute ohnehin beschäftigt. Denn nur, wenn man das schreibt, was den Leuten gefällt, verkauft sich eine Zeitung. Und Profit für die Aktionäre ist das Hauptziel der Bildzeitung.
(so jetzt muss ich auf "Bild" noch schnell für den Schweizer Hänni voten, damit er "Deutschland sucht den Suppenstar - gesponsert von Maggi gewinnt)
Theo


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#63

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 28.04.2012 09:37
von Pit 59 | 10.135 Beiträge

Nee Nee Theo,der Schweizer wird weiter Mauern gehen.


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#64

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 28.04.2012 10:59
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Die Bild Zeitung ist ein, typische für Boulevardzeitungen, in hoher Auflage erscheinendes Druckerzeugnis, dem nur eingeschränkte Seriosität zugeschrieben werden kann.

Der wesentliche Unterschied zwischen einer Tageszeitungen als reines Nachrichtenmedium und einer Boulevardzeitungen liegt darin, dass für eine Boulevardzeitungen nicht die sachliche Wiedergabe von Informationen im Vordergrund stehen. In Boulevardzeitungen geht es eher darum, die Emotionen der Leser anzusprechen, weshalb Nachrichten teils auch verkürzt, pauschaliert oder verzerrt dargestellt werden.

Das Layout kennzeichnet sich im Regelfall durch große Überschriften, großflächige Fotos und eine insgesamt an Sensationen orientierte Aufmachung, die durch plakative Schlagzeilen und auffällige Farben erreicht wird, aus.

Insgesamt kommt den Bildern und Überschriften eine größere Bedeutung zu als den Texten. Diese sind meist kurz gehalten, geben jedoch die Informationen in sehr verdichteter und prägnanter Form, allerdings meist ohne Hintergrundinformationen, wieder.

Sie befassen sich in erster Linie mit Themen, die die Leser aktuell beschäftigen und deren Emotionen ansprechen.
Zu den Themenschwerpunkten gehören Prominente und deren Geschichten sowie Berichte aus den Bereichen rund um Polizei und Gericht. Zudem kommt dem Sport eine große Bedeutung zu, wobei sich auch hier die Berichterstattung auf den typischen, sensationsorientierten Schreibstil konzentriert.

Soweit zur Charakteristika von Boulevardzeitungen und Boulevardjournalismus zu dem Bild eindeutig zuzuordnen ist.
Zu letzterem, dem Boulevardjournalismus, gehören die zahllosen, diversen Formate sogenannter Boulevardmagazine im Fernsehen vom öffentlich/rechtlichem 'Brisant' bis zu 'Explosiv - das Magazin' der privaten Sender.

Eine ziemlich üble Rolle spielt in diesem Zusammenhang die in GB erscheinende 'Sun' was die mediale Beeinflussung der Bevölkerung angeht.
Diese Zeitung gehört wiederum R. Murdoch welcher wiederum Eigner der Fox Broadcasting Company oder auch FOX Network (Fernsehen) gehört. Die dort ausgestrahlten 'Fox News', lassen eine deutlich der politischen Rechten zuneigende Ausrichtung erkennen.
Die FBC wird in den USA intern als Präsidentenmacher gehandelt und Unterstützt aktiv die Tea-Party-Bewegung in den USA.

Diese Rolle möchte Bild gerne in Deutschland einnehmen.

Über die unheilvollen Auswirkungen des von der Bild gepflegten Sensationsjournalismus schrieb H.Böll sehr eindrucksvoll in seiner Erzählung "Die verlorene Ehre der Katharina Blum", 1974. Die Erzählung wurde ein Jahr später verfilmt.

Im Report "Der Aufmacher. Der Mann, der bei „Bild“ Hans Esser war" schildert Günther Wallraff seine Erfahrungen in der Lokalredaktion Hannover und weist der Bild-Zeitung schwere journalistische Versäumnisse und unsaubere Recherchemethoden nach.

Zu guter Letzt sei noch der 5 teilige Fernsehfilm "Ich - Axel Cäsar Springer" genannt. In den fünf Teilen, jeweils Spielfilmlänge und 1970 ausgestrahlt wird der Werdegang Springers nachgezeichnet.
Allerdings sehr Propagandistisch und der damaligen Anti Springer Stimmung geschuldet versuchte der Film mit viel Fantasie und bösem Willen Springer zu diskreditieren.

Inhalt:
Axel Springer macht mit Hilfe von Alt-Nazis, die einen echten Neuanfang nach dem Krieg verhindern wollen, Karriere als Zeitungsverleger, nutzt sein Zeitungsmonopol, um gegen die anständige DDR zu kämpfen, kann von jungen Frauen nicht lassen, führt sich im Betrieb als Tyrann auf und ist Teil eines gewaltigen Komplotts, an dem auch Franz Josef Strauß und Herbert Wehner beteiligt sind.

Die Hauptrolle im Film verkörperte damals Horst Drinda soll der "echten" Springer folgendermaßen kommentiert haben, "Ich habe gestaunt, dass die für meine Rolle einen so gut aussehenden Schauspieler genommen haben."

Ja, an der Bild Zeitung scheiden sich die Geister.

Gruß
Mannberlin


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#65

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 28.04.2012 11:18
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von frank

Zitat von Gert

Zitat von Landeposten

Zitat

Also @Landeposten, dieses ist jetzt keinesfalls satirisch gemeint. Bei uns zu Hause gab es die "Schweriner Volkszeitung, Die "Lehrerzeitung" und die "Jung Welt". Ob du es glaubst oder nicht, in Ermangelung von vernünftigem Toilettenpapier wurde mit der SVZ und der JW bei uns regelmäßig der Hintern abgewischt, manchmal sogar ungelesen. Im nachhinein kann man das ruhig als Wertung betrachten, damals war es allerdings mehr eine zweckdienliche Handlung, zumindestens bis zu meinem Weggang. Richtiges Klopapier hatte ich dann erst im Westen kennengelernt!
Schönen Gruß aus Kassel. [hallo]





Wosch,daß ist nicht Dein Ernst.Ich zb.mußte mir im Felde auch manchmal diese Zeitungen hinten zu Gemüte führen und ich muß sagen sie waren sehr unangenehm um es mal so auszudrücken.Hatte dann immer echtes dabei.Mein letztes gehortetes DDR-Toilettenpapier habe ich 15 Jahre nach der Wende aufgebraucht--sage also nicht es gab keins in der DDR..



Zitat



Also wenn ich in der DDR zu Besuch kam, so war der größte Horror das To Papier. Es war ungefähr Körnung 300 des im Bauhaus zu kaufenden Schmirgelpapiers für feine Holzarbeiten. War nichts für meinen wertvollen Allerwertesten.

Gruß Gert[hallo]




wenn das der maßstab deiner diskussion ist über die ehemalige ddr , dann müsste man dir in den so allerwertesten ....




Bis Ende der 50er, Anfang der 60er war es im allgemeinen üblich Zeitungen, in handliche Sücke gerissen oder geschnitten und an einem entsprechendem Halter befestigt als Toilettenpapier zu benutzen.
Das Toilettenpapier kam erst später auf, beziehungsweise wurde kein Geld für sinnloses Zeug ausgegeben.....
Alte Zeitungen wurden auch als Einwickelpapier in Geschäften benutzt, heute unvorstellbar.......

Aus Erzählungen weiß ich auch das es eine Zeit in Deutschland gab wo bei der Herstellung von Toilettenpapierblättern aus Zeitungen peinlich darauf geachtet werden mußte das nicht ausversehen ein Bild vom Gröfaz auf den Blättern war welche für eine bestimmte Handlungsweise vorgesehen waren.
Wurde soetwas publik konnte es für den Benutzer eines solchen Stückes Zeitungspapier ernsthafte gesundheitliche Folgen nach sich ziehen.......
Aus der Geschichte lernend wurden in der DDR Zeitungen mit Bildnissen bestimmter Personen anderweitiger Verwendung zugeführt, anfeuern von Öfen, als Einwickelpapier etc. .....

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#66

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 28.04.2012 11:18
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Zitat von Nostalgiker
(...).

Sie befassen sich in erster Linie mit Themen, die die Leser aktuell beschäftigen und deren Emotionen ansprechen.
Zu den Themenschwerpunkten gehören Prominente und deren Geschichten sowie Berichte aus den Bereichen rund um Polizei und Gericht.
(..)
Gruß
Mannberlin



Die Leute müssen politisch gar nicht so wichtig sein, Hauptsache "es läuft was". Bekanntes Beispiel Thomas Borer:
http://www.nzz.ch/2002/04/10/il/newzzCZV0VCSC-12.html
Trotz Rüge vom "Chef" pflegte er in Berlin bis 2002 einen richtigen Hofstaat wie ein französischer Kaiser...
http://www.admin.ch/cp/d/3a27973e_1@fwsrvg.bfi.admin.ch.html
Die Bildzeitung berichet noch heute...
http://www.bild.de/unterhaltung/leute/sh...95574.bild.html
http://www.bild.de/unterhaltung/tv/shawn...85914.bild.html
http://www.bild.de/unterhaltung/leute/bi...34570.bild.html
Aus Rache heiraten! Wie cool ist das denn???
Und in der Schweiz kennt den Borer kaum noch jemand, ausser die Bild-Leser...
Theo


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#67

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 28.04.2012 11:56
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten

Zitat von Zermatt
Gab es nicht so was auch im Osten ?




Hiess damals "Neues Deutschland".




Das Märchenblatt der SED



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#68

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 28.04.2012 18:55
von damals wars | 12.145 Beiträge

"Lesen, was morgen Meinung in Deutschland ist!" war mal ein Werbeslogan.
Bei Gutti grandios gescheitert!
Springer würde sich vor Wut im Grab umdrehen.

Egon Bahr berichtet in seinem Buch, wie sich die Blödzeitung auf das Passierscheinabkommen mit der DDR einschoss.
Also musst er bei Springer antreten, um ihn vom Gegenteil zu überzeugen.
Ein Anruf von Springer genügte, und Blöd war schon immer dafür.

Auch die internationale diplomatische Anerkennung der DDR konnte er nicht verhindern.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#69

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 28.04.2012 19:00
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Zermatt

Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten

Zitat von Zermatt
Gab es nicht so was auch im Osten ?




Hiess damals "Neues Deutschland".




Das Märchenblatt der SED




Doch nicht vergleichbar! Es fehlten eindeutig die kleinen und großen Skandälchen und vor allem fehlten die Mädchen! Da hätte man das ND mit dem Magazin oder der Mittelseite in der Armeeerundschau sowie dem Eulenspiegel vermengen müssen. Das jedoch war unmöglich, weil dann keiner mehr gewußt hätte, welche Überschrift er nun noch zitieren muss, darf oder welche besser nicht.
Nein, wir hatten nichts, was mit der B... vergleichbar gewesen wäre.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#70

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 28.04.2012 23:20
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von damals wars
"Lesen, was morgen Meinung in Deutschland ist!" war mal ein Werbeslogan.


Für die Bild? Ahja *grübel* Aktuell(er) lautet der doch 'Bild - Dir Deine Meinung!'
Und DER Hauptunterschied zum Zentralorgan? Dort stand die Meinung bereits gebrauchsfertig drin.
Heute allerdings haben BILD und ND eine mir sehr sympatische Gemeinsamkeit. Sie gönnen sich beide den Luxus eigener, vom DAPD unabhängiger Beiträge.

Übrigens @FED, Bild gab es auch im Osten. Und war sogar für den (fast) normalen DDR-Bürger erreichbar. Zumindest falls dieser seinen Jahresurlaub in UVR und/oder VRB verbrachte.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#71

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 29.04.2012 09:31
von Fritze (gelöscht)
avatar

Ja,ja ,bei den Ungarn gab es alles ,aber nur gegen harte Währung.Hatte 1984 eine Reise vom Betrieb bekommen und hab die 14 Tage nicht mal ausgenutzt.Da kam man sich als Deutscher 2.Klasse vor.Hatte mir zwar D-Mark und sogar paar Dollars organisiert,aber habs mir verkniffen den aggressiven Kaufdrängen der Magyuaren nachzukommen.Kumpel von mir musste sich dort auch immer die erhältlichen Exemplare der freiheitlichen Presse besorgen,hinterher war er enttäuscht wie ein kleiner Junge,dessen Weihnachtsgeschenke schon am 2. Feiertag alle kaputt sind.
Das einzig schöne an diesem Urlaub war das Kennenlernen eines hübschen Mädels aus Frankreich.Aber dies ist ja hier kein Loveforum.
Schönen Sonntag und einen ausfüllenden Feiertag wünsche ich allen Usern.


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#72

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 29.04.2012 10:13
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

In der VR Polen gab es in den Städten Lesecafés in denen diese Presse, allerdings mehr die wirklichen Tageszeitungen und Periodika zum lesen auslag.
Nach Abgabe des PA bei der Dame die diese Erzeugnisse bewachte konnte ein Exemplar ausgeliehen werden, noch eine Tasse Tee dazu; für Zloty, und der Lesetag war gesichert. Fertig gelesen, Zeitung abgegeben und die nächste ausgeliehen......

Mit dieser Erfahrung Widerstand ich der Versuchung in Ungarn solche Presserzeugnisse zu erwerben.....

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

zuletzt bearbeitet 29.04.2012 10:14 | nach oben springen

#73

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 29.04.2012 10:29
von Fritze (gelöscht)
avatar

Zitat von Pit 59
Nee Nee Theo,der Schweizer wird weiter Mauern gehen.


Hallo Pit, nun muss der Hänni doch nicht weiter mauern.Obs geglaubt wird oder nicht.Ich hatte zu meiner Frau schon in der ersten Mottoshow gesagt,daß dieser Mädchenschwarm das Rennen macht.Hätte im Net mal wetten sollen.


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#74

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 29.04.2012 18:16
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von Nostalgiker


Eine ziemlich üble Rolle spielt in diesem Zusammenhang die in GB erscheinende 'Sun' was die mediale Beeinflussung der Bevölkerung angeht.
Diese Zeitung gehört wiederum R. Murdoch welcher wiederum Eigner der Fox Broadcasting Company oder auch FOX Network (Fernsehen) gehört. Die dort ausgestrahlten 'Fox News', lassen eine deutlich der politischen Rechten zuneigende Ausrichtung erkennen.
Die FBC wird in den USA intern als Präsidentenmacher gehandelt und Unterstützt aktiv die Tea-Party-Bewegung in den USA.





Fox News ist ein weiteres trojanisches horse im rechten patriotischen Lager der USA. Wenn die wirklich das waere was sie der Oeffentlichkeit vorgaukeln dann haette Judge Andrew Napolitano noch sein Freedom Watch bei Fox News. Ausserdem wuerde man nicht bei jeder Gelegenheit den Ehebrecher Gingrich verherlichen und Schmierkampagnen gegen den einzigen wahren Patrioten im Praesidentenrennen, Ron Paul, inzenieren.
Rupert Murdoch ist ein in Australien geborener Globalist. In Grossbritannien macht er auf liberal, in den USA aber auf erzkonservativ. Er beluegt die Leser / Zuschauer in beiden Laendern. Auch waere es mal interessant in Erfahrung zu bringen genau wieviele Anteile gewisse saudi-arabische Prinzen in Fox haben. Aber darueber schweigt Murdoch natuerlich auch.


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#75

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 29.04.2012 18:45
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von S51

Zitat von Zermatt

Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten

Zitat von Zermatt
Gab es nicht so was auch im Osten ?




Hiess damals "Neues Deutschland".




Das Märchenblatt der SED




Doch nicht vergleichbar! Es fehlten eindeutig die kleinen und großen Skandälchen und vor allem fehlten die Mädchen! Da hätte man das ND mit dem Magazin oder der Mittelseite in der Armeeerundschau sowie dem Eulenspiegel vermengen müssen. Das jedoch war unmöglich, weil dann keiner mehr gewußt hätte, welche Überschrift er nun noch zitieren muss, darf oder welche besser nicht.
Nein, wir hatten nichts, was mit der B... vergleichbar gewesen wäre.



Honecker war ja mal 17mal mit Bild in einer Ausgabe des ND abgebildet.....alle Achtung ,auch eine Art von Stimmung machen.



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#76

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 29.04.2012 19:02
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Hier eine Sendung zum Thema,welche in der ARD lief.

Bild Macht Politik - Wie BILD Politik beeinflußt

Quelle: youtube.com


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#77

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 29.04.2012 19:36
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Zermatt
[..Honecker war ja mal 17mal mit Bild in einer Ausgabe des ND abgebildet.....alle Achtung ,auch eine Art von Stimmung machen.



Na ja aber doch nur, wenn dies jemand bewußt zur Kenntnis nimmt. Oder wenigstens freiwillig reinguckt. So machte derlei offensichtlich übertriebenes Getue die Leute nur überdrüssig. Das Blatt unglaubwürdig. Das ND diente zwar in vielen Parteiversammlungen als verordnetes Diskussionsblatt aber in der Öffentlichkeit wurde es damals von der eigenen Bevölkerung so kaum zur Kenntnis genommen. Es denn um auf die Zwischentöne in den Artikeln zu achten. Die waren durchaus informativ aber die Bilder und die abgedroschenen Phrasen doch eher nicht.
Das ND war seinerzeit zu deutlich irgendwann in den 50-er/70-er Jahren stehen geblieben mit der Art sich darzustellen. Da hatten die Macher den Lauf der Zeit übersehen und waren so ein sehr offensichtliches Bild des Zustandes unserer Parteiführung. Die Junge Welt oder Wochenblätter wie die Wochenpost waren da weitaus moderner, bildeten eine reelleres Bild. Wobei auch das nur relativ zu sehen ist. Im Vergleich zur B... war das nur peinlich, sprach die Instinkte der Menschen zu wenig an, war zu oberlehrerhaft, zu einseitig.

Die B.. oder die anderen Blätter der Springepresse waren und sind ein ganz anderes Kaliber. Vergleichsweise ein viel einfachere (primitiv würde es nicht treffen) "Spache". Eingängig und die naturgemäß immer etwas voyeurhafte Neugier befriedigend. Dabei nicht weniger suggestiv wie es das ND immerhin versuchte. Er hat schon Stimmung gemacht und tut dies, post mortem gewissermaßen, bis heute.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#78

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 02.05.2012 08:56
von Gert | 12.354 Beiträge

Heute am 2.Mai wäre Axel Springer 100 Jahre alt geworden. Daran möchte ich erinnern. Als Verleger wohl der erfolgreichste auf dem Kontinent, aber auch heftig umstritten. Seine Gegner hassten ihn, seine Freunde bekundeten ihr Interesse, in dem sie unter anderem seine Presseerzeugnisse kauften und das in Millionen Auflagenhöhe.

http://www.n-tv.de/mediathek/bilderserie...cle6101911.html


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#79

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 02.05.2012 09:13
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Nostalgiker
In der VR Polen gab es in den Städten Lesecafés in denen diese Presse, allerdings mehr die wirklichen Tageszeitungen und Periodika zum lesen auslag.
Nach Abgabe des PA bei der Dame die diese Erzeugnisse bewachte konnte ein Exemplar ausgeliehen werden, noch eine Tasse Tee dazu; für Zloty, und der Lesetag war gesichert. Fertig gelesen, Zeitung abgegeben und die nächste ausgeliehen......

Mit dieser Erfahrung Widerstand ich der Versuchung in Ungarn solche Presserzeugnisse zu erwerben.....

Gruß
Nostalgiker



du bist aber ein willensstarker Mensch, alle Achtung


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#80

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 02.05.2012 10:07
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von damals wars
"Lesen, was morgen Meinung in Deutschland ist!" war mal ein Werbeslogan.
Bei Gutti grandios gescheitert!
Springer würde sich vor Wut im Grab umdrehen.

Egon Bahr berichtet in seinem Buch, wie sich die Blödzeitung auf das Passierscheinabkommen mit der DDR einschoss.
Also musst er bei Springer antreten, um ihn vom Gegenteil zu überzeugen.
Ein Anruf von Springer genügte, und Blöd war schon immer dafür.

Auch die internationale diplomatische Anerkennung der DDR konnte er nicht verhindern.




Das ist richtig. Das war aber eine vergleichsweise marginale Schlappe im Gegensatz zu seiner größten Vision, nämlich der Wiedervereinigung Deutschlands, die am Ende verwirklicht wurde. Schade, das er das nicht mehr erleben konnte, ich hätte es ihm gegönnt.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
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