#21

RE: Staatsbürgerkunde in der DDR, wahr oder nicht wahr?

in DDR Zeiten 24.10.2010 12:20
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Vielleicht findet Einer mal noch das Polizeiprotokoll vom 17/18.Juni aus Ostberlin, wo eben "der ostdeutsche Bauarbeiter Schulen verwüstete und in Brand steckte, ebenso andere regierungsnahe Gebäude gleich mit, Menschen in den Westteil der Stadt aus ihren Wohnungen entführte in nach Westberlin verschleppte und vieles mehr". Das meinte er mit Streik? Wohl kaum wird er das gemeint haben, und die Rattenfänger aus dem Westen, die sich in seine Reihen eingeschlichen hatten, sie hatten schon Erfahrung in ihrem Handeln und Tun, denn der Sozialismus lag ihren Auftraggebern, dem Großkapital aber auch sowas von quer unter der Nase, quer ging es wohl nicht?
Schrieb ich gerade "ostdeutscher Bauarbeiter noch gefrustet von Verordnungen, die drei Tage zuvor vom Staate DDR rückgängik gemacht worden", soweit ich richtig gelesen habe?
Und Gert, ich persönlich finde die Schließung der Staatsgrenze zum damaligen Zeitpunkt genau richtig, die DDR wollte den Sozialismus und der hätte mit offner Grenze eben nicht funktioniert. Was bitte war daran falsch?

Rainer-Maria




für dich gar nix, aber du warst nur ein "Licht" unter 17 Mio. Und du musst anderen Menschen anderes Denken und andere Sichtweisen zugestehen. Nicht alle sind mit einem Wohnklo für 40 Ostmark und einem "gesicherten Job" für 450 Ostmark zufrieden gewesen, da gabs auch noch andere Bedürfnisse und damit meine ich nicht nur materielle. Jetzt darfst darüber nachdenken was ich meine.

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#22

RE: Staatsbürgerkunde in der DDR, wahr oder nicht wahr?

in DDR Zeiten 24.10.2010 12:21
von Freedom (gelöscht)
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff

Und Gert, ich persönlich finde die Schließung der Staatsgrenze zum damaligen Zeitpunkt genau richtig, die DDR wollte den Sozialismus und der hätte mit offner Grenze eben nicht funktioniert. Was bitte war daran falsch?

Rainer-Maria




Ostzonalen Grenze eher.


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#23

RE: Staatsbürgerkunde in der DDR, wahr oder nicht wahr?

in DDR Zeiten 24.10.2010 13:46
von Gohrbi | 575 Beiträge

Warum müßt Ihr immer aufeinander rumhacken?

Der Text im Stabü Buch war halt so und das ist eine Tatsache. Es war und ist so, es wird IMMER Welche geben, die denken das ist die Wahrheit. Wer heute das noch so sieht, den wird Keiner, auch Ihr nicht, von dieser Meinung abbringen. Vor 70 habe ich auch noch geglaubt, dass das alles stimmt. Später fing das selbständige Denken die Überhand zu gewinnen. Nämlich als selbst Parteigenossen, aus meinem Umfeld, mekten, dass sie, wenn sie unbequeme Fragen stellten und Sachen ändern wollten, nicht mehr "gesellschaftsfähig" waren.

Wer in der DDR aufgewachsen ist, dem war Stabü und später GWA/GWW doch geläufig, oder? Für die Note "1" mußte man nur das wiedergeben, was im Buch oder im "ND" stand. Da war man der liebste Schüler/Soldat. Viele haben das gemacht, ich auch, dadurch hatte ich Ruhe. Mitte der 80er, als Fähnrich Studierender (2 Jahre), hatte ich auch immer ne 1 im GWW, kam aber im Seminar nicht dran. Bunte, unterstrichene Zeitungen und dicke Bücher mit vielen bunten Zetteln drin, vor mir. Weil ich der Älteste war und viel Lebenserfahrung durfte ich im 1. Seminar dem Lehrer unter die Arme greifen. Ich sagte aber das, was das Leben mir gezeigt hat und das stand oft nicht im Buch. So kam es das ich nur noch unverfängliche Antworten geben durfte.

Also haut Euch nicht, das bringt nichts.

so nicht...sonder so.


zuletzt bearbeitet 24.10.2010 13:48 | nach oben springen

#24

RE: Staatsbürgerkunde in der DDR, wahr oder nicht wahr?

in DDR Zeiten 24.10.2010 14:16
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Gert
Und du musst anderen Menschen anderes Denken und andere Sichtweisen zugestehen.




dieser satz ausgerechnet aus deinem mund @gert....


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#25

RE: Staatsbürgerkunde in der DDR, wahr oder nicht wahr?

in DDR Zeiten 24.10.2010 14:47
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow

Zitat von Gert
Und du musst anderen Menschen anderes Denken und andere Sichtweisen zugestehen.




dieser satz ausgerechnet aus deinem mund @gert....





Gilbert hast du Vorurteile gegen mich ? Hab ich schon mal jemanden missioniert ? Du kennst mich doch gar nicht.

Gruß Gert


.
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#26

RE: Staatsbürgerkunde in der DDR, wahr oder nicht wahr?

in DDR Zeiten 24.10.2010 15:43
von Altermaulwurf (gelöscht)
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Zitat von Gert

Zitat von GilbertWolzow

Zitat von Gert
Und du musst anderen Menschen anderes Denken und andere Sichtweisen zugestehen.




dieser satz ausgerechnet aus deinem mund @gert....





Gilbert hast du Vorurteile gegen mich ? Hab ich schon mal jemanden missioniert ? Du kennst mich doch gar nicht.

Gruß Gert




Na ja Gert, Du polarisierst, pauschalisierst und siehst viele Dinge sehr dogmatisiert - allsamt Verhaltensweisen die Du aber an an anderen Usern kritisierst. Vorurteilsfreie Denk- und Verhaltensweisen sehen anders aus, als es in vielen Deiner Ausführungen zu erkennen ist.
Vorurteile kommen wohl hauptsächlich gegen Angehörige bestimmter Staatlicher Organe auf. Das Leben ist aber etwas differenzierter und facettenreicher als es viele Deiner Ansichten erkennen lassen.
Ich und andere hier sind an einem fairen und historisch korrekten Geschichtsbild der DDR und der eigenen Rolle darin interessiert. Plumpe Schwarz - Weiss / Gut - Böse Vereinfachungen geben das komplexe vielfältige Bild der Geschichte unserer 2 Deutschen Staaten nicht richtig wieder.
Es ist naiv zu glauben der 17 Juni wäre nur allein den von Dir geschilderten Umständen geschuldet, natürlich mischten da andere Kräfte mit. Auch beim Bau der Grenzsicherungsanlagen am 13. August, gab es eine Vielzahl von Ursachen und Gründen. Allein von der ökonomischen Basis her, war dieser Schritt unabdingbar.
Das wird auch von den allermeisten Historikern so gesehen. Natürlich brachte das auch Ungerechtigkeiten, Härten und Konflikte mit sich.
Nicht immer war unsere Politik und Öffentlichkeitsarbeit fehlerfrei und vieles wurde auch ungeschickt dargestellt und präsentiert.
Die dogmatische Informationspolitik der DDR verstand es oft nicht die Menschen zu erreichen und je nach Lehrer war der Staatsbürgerkundeunterricht eine Bereicherung oder Fustration der Schüler.


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#27

RE: Staatsbürgerkunde in der DDR, wahr oder nicht wahr?

in DDR Zeiten 24.10.2010 16:20
von Angelo | 12.396 Beiträge

@freedom bleibe bitte sachlich und keine Wörter wie.....rote.......du weißt schon gelle.


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#28

RE: Staatsbürgerkunde in der DDR, wahr oder nicht wahr?

in DDR Zeiten 24.10.2010 17:38
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Altermaulwurf

Zitat von Gert

Zitat von GilbertWolzow

Zitat von Gert
Und du musst anderen Menschen anderes Denken und andere Sichtweisen zugestehen.




dieser satz ausgerechnet aus deinem mund @gert....





Gilbert hast du Vorurteile gegen mich ? Hab ich schon mal jemanden missioniert ? Du kennst mich doch gar nicht.

Gruß Gert




Na ja Gert, Du polarisierst, pauschalisierst und siehst viele Dinge sehr dogmatisiert - allsamt Verhaltensweisen die Du aber an an anderen Usern kritisierst. Vorurteilsfreie Denk- und Verhaltensweisen sehen anders aus, als es in vielen Deiner Ausführungen zu erkennen ist.
Vorurteile kommen wohl hauptsächlich gegen Angehörige bestimmter Staatlicher Organe auf. Das Leben ist aber etwas differenzierter und facettenreicher als es viele Deiner Ansichten erkennen lassen.
Ich und andere hier sind an einem fairen und historisch korrekten Geschichtsbild der DDR und der eigenen Rolle darin interessiert. Plumpe Schwarz - Weiss / Gut - Böse Vereinfachungen geben das komplexe vielfältige Bild der Geschichte unserer 2 Deutschen Staaten nicht richtig wieder.
Es ist naiv zu glauben der 17 Juni wäre nur allein den von Dir geschilderten Umständen geschuldet, natürlich mischten da andere Kräfte mit. Auch beim Bau der Grenzsicherungsanlagen am 13. August, gab es eine Vielzahl von Ursachen und Gründen. Allein von der ökonomischen Basis her, war dieser Schritt unabdingbar.
Das wird auch von den allermeisten Historikern so gesehen. Natürlich brachte das auch Ungerechtigkeiten, Härten und Konflikte mit sich.
Nicht immer war unsere Politik und Öffentlichkeitsarbeit fehlerfrei und vieles wurde auch ungeschickt dargestellt und präsentiert.
Die dogmatische Informationspolitik der DDR verstand es oft nicht die Menschen zu erreichen und je nach Lehrer war der Staatsbürgerkundeunterricht eine Bereicherung oder Fustration der Schüler.





AMW meine Antwort an Gilbert war eher selbstironisch/selbstkritisch gemeint also nicht so ernst zu nehmen. Ist wohl nicht so rüber gekommen der Punkt.
Ich weiss dass ich manchmal etwas hart formuliere, aber um ein Problem darzustellen muss man manchmal auch etwas den Bogen überspannen. Wo gehobelt wird, fallen Späne sagt der Volksmund..

Ich denke, dass ich die Ursachen des 17.Juni schon überwiegend richtig dargestellt hab. Mag sein , dass einige aus Westberlin da noch Benzin ins Feuer geschüttet habe, das hatte aber keine besonderen Auswirkungen, das "Feuer" ist jedoch bei der Arbeiterklasse in Ostberlin gezündet worden und das ist doch entscheidend und bemerkenswert.
Was noch bedeutsam ist, es waren keine Kriegstreiber, Ex Nazis oder Großbürger, nein die Arbeiter revoltierten gegen die sog. Arbeiter- und Bauernregierung.

Allein von der ökonomischen Basis her, war dieser Schritt unabdingbar.

Du sagst es, das war der Hauptgrund. Da liefen nämlich nicht die Rentner und kleinen Leute weg, nein die gut ausgebildeten, erfolgsorientierten liefen davon, weil man keine Anreize in dem Gleichmacherwahn der SED schaffte für diese Leute. Für mich war es immer ein Wunder, dass ein Facharbeiter in der DDR mehr verdiente als z.B ein Arzt. Das war ein "Gesellschaftsmodell auf den Kopf gestellt", das habe ich nie begriffen und mir war klar, dass das auf die Dauer nicht gut gehen kann. Wie man heute weiß.

Gruß Gert


.
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#29

RE: Staatsbürgerkunde in der DDR, wahr oder nicht wahr?

in DDR Zeiten 24.10.2010 17:42
von eisenringtheo | 9.175 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Und Gert, ich persönlich finde die Schließung der Staatsgrenze zum damaligen Zeitpunkt genau richtig, die DDR wollte den Sozialismus und der hätte mit offner Grenze eben nicht funktioniert. Was bitte war daran falsch?
Rainer-Maria


Die Schließung der Grenze hat weniger mit dem Sozialismus zu tun, als mit dem Umstand, dass sich die Bundesrepublik Deutschland als Rechtsnachfolgerin des Deutschen Reichs (anfänglich in den Grenzen von 1937) sah und deshalb von sich aus nichts gegen die Auswanderung aus der DDR unternommen hat und auch wirtschaftlich in der Lage war, die Auswanderer gut zu integrieren. Eine entleerte DDR wäre den Bestrebungen zur deutschen Einheit nach den Vorstellungen der BRD entgegengekommen.
Theo


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#30

RE: Staatsbürgerkunde in der DDR, wahr oder nicht wahr?

in DDR Zeiten 24.10.2010 17:54
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Gert, ich habe nachgedacht und heraus kam: Die DDR war 1953 gerade mal 4 Jahre jung, hatte keinen reichen Onkel wie der Westen, denn sein Onkel, die UdSSR war selber durch den 2.Weltkrieg enorm in ihrer Entwicklung zurück geworfen worden.
Ich verstehe die UdSSR gut, das sie zum damaligen Zeitpunkt mit aller nötigen und unnötigen Härte durchgegriffen hatte, denn ein Blutzoll von über 20 Millionen Toten stand im Buch der Geschichte geschrieben, nur alleine auf ihrer Seite.
Das wirfst man nicht leichtfertig weg, wenn doch ein Anderer meint, er könne mal so einfach meine Aufbaukreise stören. Dann wären ihre Väter, Brüder, Großväter völlig umsonst gestorben im Schützengraben, hätten ein Land, so Deutschland befreit um es anschließend wieder kampflos Anderen zu überlassen. Das konnte Keiner erwarten.Warum wertest du die DDR so auf Wohnklo für 40,-Mark und 450,- Mark der DDR-Einkommen herab?
Überhaupt, und das schrieb ich dir schon mal .."setzt du heutiges Hartz4 so in etwa gleich mit damaligem Einkommen des DDR-Normalo, stufst ihn auf eine Stufe, die er so nicht verdient hat, weil er eben das schöne Wort Würde aber auch voll lebte und nicht so würdelos vom Staat abhängig war wie in heutiger Zeit.
Übrigens, ein User, so mein Freund Maja berichtigte mich, ich schriebe das Wort "abhängig" falsch und er hatte Recht, ich schrieb immer "abhängik".
Mir Proletarier fehlt eben doch das Abitur aber ich denke ferner, das ich gestandener Familienvater da auch mal eine meine Töchter fragen kann, denn diese absolvierte das Wirtschaftsabitur während die Andere, meine Jüngste nach mir kommt, einen ganz normalen Handwerksberuf erlernte um heute gutes Geld darin zu verdienen.
Das finde ich übrigens nicht fair,um nochmal auf das Wohnklo zu kommen, zumal im tiefsten Westen noch weit bis in die 90er Jahre Leute ganz normal ihren Ofen mit Kohle geheizt haben, weil eben die Deputatkohle umsonst war...wenn ich nicht irre.

Rainer-Maria


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#31

RE: Staatsbürgerkunde in der DDR, wahr oder nicht wahr?

in DDR Zeiten 24.10.2010 18:11
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Gert, ich habe nachgedacht und heraus kam: Die DDR war 1953 gerade mal 4 Jahre jung, hatte keinen reichen Onkel wie der Westen, denn sein Onkel, die UdSSR war selber durch den 2.Weltkrieg enorm in ihrer Entwicklung zurück geworfen worden.
Ich verstehe die UdSSR gut, das sie zum damaligen Zeitpunkt mit aller nötigen und unnötigen Härte durchgegriffen hatte, denn ein Blutzoll von über 20 Millionen Toten stand im Buch der Geschichte geschrieben, nur alleine auf ihrer Seite.
Das wirfst man nicht leichtfertig weg, wenn doch ein Anderer meint, er könne mal so einfach meine Aufbaukreise stören. Dann wären ihre Väter, Brüder, Großväter völlig umsonst gestorben im Schützengraben, hätten ein Land, so Deutschland befreit um es anschließend wieder kampflos Anderen zu überlassen. Das konnte Keiner erwarten.Warum wertest du die DDR so auf Wohnklo für 40,-Mark und 450,- Mark der DDR-Einkommen herab?
Überhaupt, und das schrieb ich dir schon mal .."setzt du heutiges Hartz4 so in etwa gleich mit damaligem Einkommen des DDR-Normalo, stufst ihn auf eine Stufe, die er so nicht verdient hat, weil er eben das schöne Wort Würde aber auch voll lebte und nicht so würdelos vom Staat abhängig war wie in heutiger Zeit.
Übrigens, ein User, so mein Freund Maja berichtigte mich, ich schriebe das Wort "abhängig" falsch und er hatte Recht, ich schrieb immer "abhängik".
Mir Proletarier fehlt eben doch das Abitur aber ich denke ferner, das ich gestandener Familienvater da auch mal eine meine Töchter fragen kann, denn diese absolvierte das Wirtschaftsabitur während die Andere, meine Jüngste nach mir kommt, einen ganz normalen Handwerksberuf erlernte um heute gutes Geld darin zu verdienen.
Das finde ich übrigens nicht fair,um nochmal auf das Wohnklo zu kommen, zumal im tiefsten Westen noch weit bis in die 90er Jahre Leute ganz normal ihren Ofen mit Kohle geheizt haben, weil eben die Deputatkohle umsonst war...wenn ich nicht irre.

Rainer-Maria




Hallo Rainer ich schrieb zeitlich im Jahr 1961 und wir, meine Familie und ich wohnten damals in solch einer gräßlichen Wohnung, weil wir von der zwangsbewirtschafteten DDR Behörde nichts anderes bekamen. Der Begriff Wohnklo war natürlich Satire, also überspitzt um das Problem zu verdeutlichen. Und wenn du behauptest im Westen waren die Wohnungen nicht besser, so stimmt das nicht. Ich habe später ( nach 1965)andere Erfahrungen gemacht. Ich habe zwar mehr für Miete bezahlt, habe aber stets in guten Wohnungen gewohnt, davon die letzten 30 Jahre im eigenen Haus.


Gruß Gert


.
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#32

RE: Staatsbürgerkunde in der DDR, wahr oder nicht wahr?

in DDR Zeiten 24.10.2010 18:14
von ABV | 4.202 Beiträge

Ich gebe mal zu dem letztgenannten zu bedenken, dass Stalin sehr wohl die DDR "fallenlassen" wollte. Der Preis wäre eine völlige Neutralität Deutschlands gewesen, was wiederrum Adenauer nicht passte. Gut, Stalin lebte am 17.Juni 1953 nicht mehr. Aber ob sein Nachfolger bei einem entsprechenden Angebot des "Westens" nicht auch schwach geworden wäre? Zur Rolle bestimmter Kräfte Westberlins am 17. Juni 1953 ist seitdem viel gesagt und noch mehr spekuliert worden. Fakt ist aber auch, dass Arbeiter aus Ostberlin ausgerechnet vom Sender "Rias" weggeschickt wurden, als sie dort einen Aufruf verlesen wollten. Nüchtern betrachtet hatten sich die offiziellen Stellen Westberlins und der BRD, bis hin zu den Besatzungsmächten, an diesem Tag neutral verhalten. Man hatte offenbar weder Interesse an einem Bürgerkrieg in der DDR noch an einem Eingreifen in die Geschehnisse dort. Die Folgen für den Weltfrieden wären unkalkulierbar gewesen. Meiner Ansicht nach ist auch der vielfach in der DDR-Geschichtsschreibung verwendete Begriff, "Faschistischer Putsch" völlig daneben. Sicher, bei der Erstürmung von Gefängnissen kam es vereinzelt auch zu Befreiungen von dort, zu Recht, einsitzenden Nazis. Das war aber ganz sicher nicht beabsichtigt, da kaum ein Außenstehender wissen konnte, wer, wo und vor allem warum, einsitzt. Es war eben für die SED fatal, dass ausgerechnet in einem "Arbeiter und Bauernstaat" die Arbeiter und Bauern gegen den Staat protestieren.

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#33

RE: Staatsbürgerkunde in der DDR, wahr oder nicht wahr?

in DDR Zeiten 24.10.2010 18:25
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von ABV
Ich gebe mal zu dem letztgenannten zu bedenken, dass Stalin sehr wohl die DDR "fallenlassen" wollte. Der Preis wäre eine völlige Neutralität Deutschlands gewesen, was wiederrum Adenauer nicht passte. Gut, Stalin lebte am 17.Juni 1953 nicht mehr. Aber ob sein Nachfolger bei einem entsprechenden Angebot des "Westens" nicht auch schwach geworden wäre? Zur Rolle bestimmter Kräfte Westberlins am 17. Juni 1953 ist seitdem viel gesagt und noch mehr spekuliert worden. Fakt ist aber auch, dass Arbeiter aus Ostberlin ausgerechnet vom Sender "Rias" weggeschickt wurden, als sie dort einen Aufruf verlesen wollten. Nüchtern betrachtet hatten sich die offiziellen Stellen Westberlins und der BRD, bis hin zu den Besatzungsmächten, an diesem Tag neutral verhalten. Man hatte offenbar weder Interesse an einem Bürgerkrieg in der DDR noch an einem Eingreifen in die Geschehnisse dort. Die Folgen für den Weltfrieden wären unkalkulierbar gewesen. Meiner Ansicht nach ist auch der vielfach in der DDR-Geschichtsschreibung verwendete Begriff, "Faschistischer Putsch" völlig daneben. Sicher, bei der Erstürmung von Gefängnissen kam es vereinzelt auch zu Befreiungen von dort, zu Recht, einsitzenden Nazis. Das war aber ganz sicher nicht beabsichtigt, da kaum ein Außenstehender wissen konnte, wer, wo und vor allem warum, einsitzt. Es war eben für die SED fatal, dass ausgerechnet in einem "Arbeiter und Bauernstaat" die Arbeiter und Bauern gegen den Staat protestieren.

Gruß an alle
Uwe




Uwe, du hast es, wie immer, glänzend formuliert und somit das Geschehene verdeutlicht. Das unterschreibe ich zu 100 %

Gruß Gert


.
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#34

RE: Staatsbürgerkunde in der DDR, wahr oder nicht wahr?

in DDR Zeiten 24.10.2010 18:41
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

Ach Gert, wer kennt schon die alleinige Wahrheit? Du nicht, ich nicht ,ABV nicht, Mutter Melmer nicht, Pittiplatsch nicht, Bruno Kasunke, der BRD-Vorzeigeproletarier und deutsche Obermichel nicht, Tante Emma nicht, Freifrau von Sonstwas nicht...

Rainer-Maria


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#35

RE: Staatsbürgerkunde in der DDR, wahr oder nicht wahr?

in DDR Zeiten 24.10.2010 18:53
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

aber alle zusammen können wir jeder einen baustein liefern


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#36

RE: Staatsbürgerkunde in der DDR, wahr oder nicht wahr?

in DDR Zeiten 24.10.2010 18:56
von chucky | 1.213 Beiträge

Ich muss mal sagen, schön habters gemacht Jungs, ganz Supiiiiiiiiiiiii. Vor allem die, die garnicht mehr da warn.Loli für Euch


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#37

RE: Staatsbürgerkunde in der DDR, wahr oder nicht wahr?

in DDR Zeiten 24.10.2010 19:04
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Pitti53
aber alle zusammen können wir jeder einen baustein liefern



so ist es Pitti. Sag mal was bedeutet das neue Abzeichen "Team Gruppe". Ist mir da etwas entgangen, habeich etwas übersehen?

Gruß Gert


.
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#38

RE: Staatsbürgerkunde in der DDR, wahr oder nicht wahr?

in DDR Zeiten 24.10.2010 19:08
von chucky | 1.213 Beiträge

Gert, du bist so ein hübscher kerl auf deinen bild.
Frage an dich, warum bist du so bös auf die Ex DDR zu sprechen?????


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#39

RE: Staatsbürgerkunde in der DDR, wahr oder nicht wahr?

in DDR Zeiten 24.10.2010 19:13
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von Pitti53
aber alle zusammen können wir jeder einen baustein liefern



so ist es Pitti. Sag mal was bedeutet das neue Abzeichen "Team Gruppe". Ist mir da etwas entgangen, habeich etwas übersehen?

Gruß Gert





ist nichts neues gert.nur alter wein in neuen schläuchen.kein grund zur besorgnis.wir sind immer noch ein dreiergespann


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#40

RE: Staatsbürgerkunde in der DDR, wahr oder nicht wahr?

in DDR Zeiten 24.10.2010 19:15
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Pitti53

Zitat von Gert

Zitat von Pitti53
aber alle zusammen können wir jeder einen baustein liefern



so ist es Pitti. Sag mal was bedeutet das neue Abzeichen "Team Gruppe". Ist mir da etwas entgangen, habeich etwas übersehen?

Gruß Gert





ist nichts neues gert.nur alter wein in neuen schläuchen.kein grund zur besorgnis.wir sind immer noch ein dreiergespann





Ok besten Dank für die schnelle Auskunft.


.
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