#881

RE: Legaler Waffenbesitz - Pro und Kontra

in Themen vom Tage 30.01.2015 22:47
von 94 | 10.792 Beiträge

Nun, es kommt warscheinlich wirklich auf den Sachbearbeiter an. Und der zuständige §6 WaffG klingt da etwas schwammig formuliert, ich zitiere Die erforderliche persönliche Eignung besitzen in der Regel Personen nicht, wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass sie in ihrer Geschäftsfähigkeit beschränkt sind. Die zuständige Behörde soll die Stellungnahme der örtlichen Polizeidienststelle einholen.
Also ich zumindest kann da beim besten Willen nicht erkennen, auf welcher Grundlage der Sachbearbeiter den Antragsteller in die Bringepflicht nimmt, na egal. Der waffenbesitzwillige Bürger fühlt sich ja gern in der Stellung eines Bittstellers und da wagt man dann schon mal keine Widerworte. Doch ist das Führungszeugnis und die Auskunft aus dem Bundeszentralregister schon ein Unterschied, sollte eigentlich der Sachbearbeiter wissen. Na wie auch immer, mal 'ne andere Frage. Was kosten denn die Regelüberprüfungen (aller 3 Jahre) be Euch?

Und achso, es gibt schon die Möglichkeit es zu sehen zu bekommen. Beantragen und dann zum zuständigen Amtgericht re­ti­rie­ren, zur Einsicht und handschriftlichen Notizen. Ich selber wußte es zwar auch nicht, also nicht so im Detail. Aber hier nochmal ein Link, der auch mir meine Fragen beantwortete ...
bundesjustizamt.de/DE/Themen/Buergerdienste/BZR/Inhalt/Fragen


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Batrachos und Unner Gräzer haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#882

RE: Legaler Waffenbesitz - Pro und Kontra

in Themen vom Tage 30.01.2015 22:53
von FRITZE (gelöscht)
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Das haste sehr gut erklärt ! Eigentlich müsste es nun Jeder begreifen !


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#883

RE: Legaler Waffenbesitz - Pro und Kontra

in Themen vom Tage 31.01.2015 01:06
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #850
Dore, was den Schrank betrifft, du benötigst nur einen. Einen sogenannten Jägerschrank, dieses Teil hat innen einen kleinen Schrank mit einer höheren Sicherheitsstufe, in dem du Munition und 2 Kurzwaffen lagern darfst. Damit erfüllst du die Bedingungen für die Waffen, die du mit dem Grundbedürfnis erwerben kannst. der Rüganer


Hallo,
ich bitte um Erläuterung wo bei diversen Langwaffen vom Luftgewehr bis Jägerbüchse oder falls genommen wird ähnlich 98k sich die Sache betreff Grundanforderung unterscheidet?

Lange Waffen haben ein großes Trägheitsmoment um den Schwerpunkt in Hoch- und Querachse und der Schütze muß ruhig halten, hat dicht vor dem Auge die Viesiermittel und weit entfernt das Ziel, sieht also nicht beides gleichzeitig scharf. Dazu muß Trigger, Atmung und das Wandern der Visierlinie durchs Ziel koordiniert werden.



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#884

RE: Legaler Waffenbesitz - Pro und Kontra

in Themen vom Tage 31.01.2015 09:02
von Rüganer (gelöscht)
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@SET800
ich schrieb von Grundbedürfnis....
dieses sogenannte Grundbedürfnis besagt, dass j e d e r Schütze 2 Kurzwaffen und 3 Langwaffen erwerben kann, wenn er die Voraussetzungen erfüllt. ( Mitglied im Schützenverein, 18 mal Training pro Jahr, der Verein und der Landesverband haben sein Grundbedürfnis abgesegnet, er hat den Sachkundenachweis)
Wer mehr Waffen, also über dieses Grundbedürfnis hinausgehend, haben möchte, muss als Sportschütze tatsächlich an Wettkämpfen teilnehmen und dies muss bestätigt sein. Aber was will man als jemand, der aus Lust und Laune schießen geht, mit so vielen Waffen. Nun kann man mit sogenannten Einsteckläufen ja ein wenig Tricksen", dann hat die gleiche Waffe durch diesen Einstecklauf ein anderes Kaliber, ist quasi eine weitere Waffe, zählt aber nur als eine. Trotzdem, wenn man, wie ich, jenseits der 60 ist, dann wird dies Grundbedürfnis ausreichen.
Bedürfnis also in dem Sinne - was braucht der Schütze, um seinen Sport ausüben zu können....
Mit Waffentechnik oder der Technik des Schießens hat die nichts zu tun.


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#885

RE: Legaler Waffenbesitz - Pro und Kontra

in Themen vom Tage 31.01.2015 22:29
von Unner Gräzer | 399 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #884
@SET800
ich schrieb von Grundbedürfnis....
dieses sogenannte Grundbedürfnis besagt, dass j e d e r Schütze 2 Kurzwaffen und 3 Langwaffen erwerben kann, wenn er die Voraussetzungen erfüllt. ( Mitglied im Schützenverein, 18 mal Training pro Jahr, der Verein und der Landesverband haben sein Grundbedürfnis abgesegnet, er hat den Sachkundenachweis)
Wer mehr Waffen, also über dieses Grundbedürfnis hinausgehend, haben möchte, muss als Sportschütze tatsächlich an Wettkämpfen teilnehmen und dies muss bestätigt sein. Aber was will man als jemand, der aus Lust und Laune schießen geht, mit so vielen Waffen. Nun kann man mit sogenannten Einsteckläufen ja ein wenig Tricksen", dann hat die gleiche Waffe durch diesen Einstecklauf ein anderes Kaliber, ist quasi eine weitere Waffe, zählt aber nur als eine. Trotzdem, wenn man, wie ich, jenseits der 60 ist, dann wird dies Grundbedürfnis ausreichen.
Bedürfnis also in dem Sinne - was braucht der Schütze, um seinen Sport ausüben zu können....
Mit Waffentechnik oder der Technik des Schießens hat die nichts zu tun.



Rot: Für Langwaffen, sofern sie keine Selbstlader sind, gilt keine Begrenzung der Anzahl.



zuletzt bearbeitet 31.01.2015 22:30 | nach oben springen

#886

RE: Legaler Waffenbesitz - Pro und Kontra

in Themen vom Tage 01.02.2015 16:01
von StabsfeldKoenig | 2.638 Beiträge

Zitat von Batrachos im Beitrag #858
Hallo,

Butterfly Messer und Messer mit feststehender Klinge von mehr als wenn ich mich nicht täusche
12cm sind schon verboten.

MFG Batrachos


Nicht der Besitz, sondern das öffentliche Führen der Messer ist verboten. Und da man lange Messer in jeder Küche hat, sind Messer bei häuslicher Gewalt eine häufige Tatwaffe.



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#887

RE: Legaler Waffenbesitz - Pro und Kontra

in Themen vom Tage 01.02.2015 19:19
von Batrachos | 1.549 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #886
Zitat von Batrachos im Beitrag #858
Hallo,

Butterfly Messer und Messer mit feststehender Klinge von mehr als wenn ich mich nicht täusche
12cm sind schon verboten.

MFG Batrachos


Nicht der Besitz, sondern das öffentliche Führen der Messer ist verboten. Und da man lange Messer in jeder Küche hat, sind Messer bei häuslicher Gewalt eine häufige Tatwaffe.



@StabsfeldKoenig

hast Du dir alle Beiträge genau durch gelesen?
Genau das hatte ich in Beitrag # 867 dann auch geschrieben,
da es bei einigen Usern Unklarheiten gab.

MFG Batrachos


Drosseln sind Vögel. Sie in Motorräder zu stecken ist Tierquälerei!!
Motorradfahren ist das schönste, was man angezogen machen kann.
45° ist das zu schräg-bist du zu schwach
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#888

RE: Legaler Waffenbesitz - Pro und Kontra

in Themen vom Tage 30.01.2016 15:11
von SCORN | 1.456 Beiträge

Die EU-Kommission will als Konsequenz aus den Anschlägen von Paris die Auflagen zum Waffenkauf verschärfen. Der Thüringer Landtag ist sich uneins über eine geplante Verschärfung!
http://www.insuedthueringen.de/regional/...rt83467,4624948

Mir erschließt sich die Logik der Diskussion nicht! In Paris benutzten Terroristen illegale Waffen welche in allen EU-Ländern als Kriegswaffen verboten sind und nicht gehandelt werden dürfen, aber man will diesen Terrorakt instrumentalisieren um die legalen Waffenbesitzer in ganz Europa noch mehr zu drangsalieren!

Warum keine Verschärfung gegen den Handel mit illegalen Waffen, ja Kriegswaffen, welche offensichtlich ohne Problem nach Europa kommen?

In Zeiten wo hunderttausende unkontrolliert in Europa einreisen, wo sogar hierzulande der schlichte Verbleib und Aufenthalt von hundertausenden nicht bekannt ist, macht es natürlich "großen Sinn" die legalen Waffenbesitzer, allesamt überprüft und registriert, ins Visier zu nehmen.

Wer glaubt, dass auch nur ein einziger Terroranschlag verhindert worden wäre, bzw. verhindert wird, wenn sich bestimmte Waffen nicht mehr bei Schützen, Sammlern und Jägern befinden, der glaubt auch, dass Zitronenfalter „Zitronen falten“ Terroristische Gruppierungen bedienen sich überwiegend an vollautomatischen Waffen und Sprengmitteln, Gegenständen also, welche sich nicht im Besitz von legalen Waffenbesitzern befinden! Vielmehr handelt es sich um Waffen welche von unsicheren Drittstaaten in Umlauf gebracht werden, welche hierzulande verboten sind, oder dem KWKG unterliegen.

Diese geplante Vorgehensweise der EU und der Landespolitik zeigt aber auch deren Hilflosigkeit auf und verdeutlicht einmal mehr, wie wenig Vertrauen ein Staat seinen Bürgern entgegen bringt!

SCORN


Fritze, 1941ziger und Winch haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.01.2016 15:15 | nach oben springen

#889

RE: Legaler Waffenbesitz - Pro und Kontra

in Themen vom Tage 18.02.2016 13:15
von BautznerSenf | 57 Beiträge

Hallo!

Zitat von Gast im Beitrag #1
die grundfrage in diesem thema ist allerdings: bringt ein totalverbot des legalen privaten waffenbesitzes ein mehr an sicherheit in diesem land oder sind das potjemkinsche dörfer die durch politik und medien hier am horizont gezeichnet werden?



Es gibt fuer beide Ansichten gute Gruende:
Ich bin z. B. fuer eine strenge Limitierung des Waffenbesitzes, weil weniger Waffen im Umlauf auch automatisch die Gefahr eines Missbrauches verringern ("Was nicht da ist, kann nicht in falsche Haende geraten!"). Das Waffen-Monopol liegt beim Staat und seinen im Umgang besonders ausgebildeten Mitarbeiitern (z. B. Polizei, Militaer).

Dies schliesst nicht aus, dass in besonderen Faellen (z. B. Jaeger, Sportschuetzen) Ausnahmen gemacht werden koennen.
Nur muss man diese Waffenbesitzer auch entsprechend ueberwachen - woran es bisher hapert.

Ich kenne mehrere Waffenbesitzer (Polizisten, Sicherheitsleute, Jaeger), die den Kopf schuetteln vor dem, was hier im Lande abgeht:

Es gibt viele Waffenbesitzer, bei denen es mit dem Verschluss nicht so genau genommen wird (Waffe haengt an der Garderobe ("Kommt doch nur meine Frau dran..."), doch was ist mit Kindern? Enkeln? Einbrechern?; Ehefrau Weiss, wo der Schluessel zu Waffenschrank liegt) oder die es mit dem Besitz uebertreiben (und entweder zu viele Waffen oder zuviel Munition im Hause haben - letzteres auch ein Risiko im Brandfall).

Mir waere wohler, wenn
- die Anforderungen an den Besitzer hoeher wuerden (z. B. Sportschuetzen zuerst mit "leichten Waffen" beginnen und sich "hocharbeiten"; vgl. Motorrad-FS), aktive Nutzung nachgewiesen werden muss (etwa aktive Jagdausuebung, regelmaessige Teilnahme an Wettbewerben), die Anzahl der Waffen je Halter begrenzt wuerde (Anzahl), im Alter ggf. Gesundheitspruefung (es gibt mittlerweile senile (ex-)Jaeger mit Waffen-Arsenalen...)

- die Art der Waffen limitiert wuerde (sowohl Feuerkraft als auch Schussfrequenz; ein Sportschuetze braucht kein MG, um Salven zu verschiessen) und

- die Lagerung -gerade bei Sportschuetzen- nur im Verein und unter "Mehr-Augen-Prinzip" (Zugang nur durch mehrere Schluessel-Inhaber gleichzeitig) erfolgen koennte. Das schuetzt besser vor Diebstaehlen - zumal ja ohnehin nicht daheim geschossen wird- und senkt das Risiko falscher Lagerung (vgl. Winnenden).

Gleichzeitig muessten die (unangemeldeten) Kontrollen verschaerft werden.
Und: Unverletzlichkeit der Wohnung KANN eingeschraenkt werden - es ist niemand gezwungen, eine Waffe zu haben (Abwaegung der Grundrechte Unverletzbarkeit gg. Unversehrtheit).

Grossbritannien hat damals sein Waffenrecht drastisch verschaerft - und es gibt weniger Vorfaelle.
In der DDR gab es fast keine Waffen "daheim" - und quasi keine Faelle von Missbrauch.

Klar ist aber auch: Absolute Sicherheit wird es nicht geben.
Aber jeder einzelne Tote weniger ist ein Gewinn.

Gruss

B. S.


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#890

RE: Legaler Waffenbesitz - Pro und Kontra

in Themen vom Tage 18.02.2016 13:33
von BautznerSenf | 57 Beiträge

Hallo!

Zitat von SCORN im Beitrag #888
Die EU-Kommission will als Konsequenz aus den Anschlägen von Paris die Auflagen zum Waffenkauf verschärfen. (...) Mir erschließt sich die Logik der Diskussion nicht! In Paris benutzten Terroristen illegale Waffen welche in allen EU-Ländern als Kriegswaffen verboten sind und nicht gehandelt werden dürfen, aber man will diesen Terrorakt instrumentalisieren um die legalen Waffenbesitzer in ganz Europa noch mehr zu drangsalieren!

Warum keine Verschärfung gegen den Handel mit illegalen Waffen, ja Kriegswaffen, welche offensichtlich ohne Problem nach Europa kommen?

In Zeiten wo hunderttausende unkontrolliert in Europa einreisen, wo sogar hierzulande der schlichte Verbleib und Aufenthalt von hundertausenden nicht bekannt ist, macht es natürlich "großen Sinn" die legalen Waffenbesitzer, allesamt überprüft und registriert, ins Visier zu nehmen.

Wer glaubt, dass auch nur ein einziger Terroranschlag verhindert worden wäre, bzw. verhindert wird, wenn sich bestimmte Waffen nicht mehr bei Schützen, Sammlern und Jägern befinden, der glaubt auch, dass Zitronenfalter „Zitronen falten“ Terroristische Gruppierungen bedienen sich überwiegend an vollautomatischen Waffen und Sprengmitteln, Gegenständen also, welche sich nicht im Besitz von legalen Waffenbesitzern befinden! Vielmehr handelt es sich um Waffen welche von unsicheren Drittstaaten in Umlauf gebracht werden, welche hierzulande verboten sind, oder dem KWKG unterliegen.


Das Eine schliesst das Andere nicht aus.
An den Grenzen wird bereits (leider oftmals vergeblich) kontrolliert.
Nun beginnt man auch im Landesinneren zu kontrollieren.

Zum anderen ist nicht jeder Terrorist ein geschulter Kaempfer mit Nahost-Erfahrung.
Terror ("Schrecken") bereitet ja bereits der Amok-Laeufer - und der kann durchaus mit einer entwendeten Waffe hantieren.

Und: Wenn quasi jede Waffe erst mal als illegal anzusehen ist (und nur gegen Nachweis als legal gilt), macht das Importe und Transporte transparenter - bisher kann soviel hin- und hergeschoben werden, dass die Uebersicht verloren geht.

Nach meiner Meinung sollte man auch die Produktion von Waffen verringern - Deutschland muss nicht einer der groessten Waffen-Produzenten weltweit sein. Sch**ss auf die Arbeitsplaetze - aber da klebt Blut dran!
Und hinterher wundern wir uns, warum die Menschen dann zu uns fliehen...

Besser eine geringere Produktion (nur fuer "Eigenbedarf" innerhalb der EU) und dafuer Arbeitsplaetze bei friedlicherer Produktion.
Das meiste Geld aus Waffengeschaeften geht doch ohnehin an Waffenhaendler oder Produzenten und nicht an "den Mann am Schraubstock"

Gruss vom
B. S.


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#891

RE: Legaler Waffenbesitz - Pro und Kontra

in Themen vom Tage 18.02.2016 13:36
von Zange | 392 Beiträge

Ich habe ja leider beruflich mit dem Waffengesetz zu tun. Wer einmal dort hineinschaut, ist in der Regel mit den Nerven am Ende. Ohne Erläuterungen geht da gar nichts.

Das Gesetz ist derart verschachtelt, dass man es als normaler Mensch eigentlich nicht verstehen kann. Das Problem dieses Gesetzes ist, dass für sämtliche Lobbyisten (Jäger, Sportschützen etc.) Ausnahme- und Sonderregelungen dort verankert sind. Das Gesetz ist ähnlich kompliziert, wie unser Steuerrecht.

Darin liegt u. a. ein Grund, dass die Überwachung der Einhaltung nicht so einfach ist.

Aber eine grundsätzliche Legalisierung des Waffenbesitzes halte ich für falsch. Wir brauchen nur in die USA zu schauen.


Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen (Helmut Schmidt)
BautznerSenf hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#892

RE: Legaler Waffenbesitz - Pro und Kontra

in Themen vom Tage 18.02.2016 14:27
von 1941ziger | 994 Beiträge

Solange es wenigstens die doppelte Zahl (ca.20 Mio.) illegale Schusswaffen in Deutschland gibt braucht man
sich nicht über die Waffen der Sportschützen und Jäger unterhalten.

Durch den Alkohol (15.000) gibt es jährlich viel mehr Tote in Deutschland als durch Schusswaffen (ca.70),
deswegen kommt keiner auf den Gedanken den Alkohol zu verbieten.
Selbst die USA mit ca. 10.000 Toten durch Schusswaffen liegt da noch weit darunter.
Es ist doch so, ein Idiot dreht durch danach kommt blanker Aktionismus. Wenn einer( auch ein Idiot)
sein Auto als Waffe benutzt und als Geisterfahrer auf der Autobahn mehrere Leute tötet kommt keiner der sagt....
wir müssen die Autos verbieten.

Ist doch alles eine Doppelmoral.


Die veröffentlichte Meinung ist nicht die Öffentliche.
LO-Fahrer, DoreHolm, bürger der ddr, SEG15D und Winch haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.02.2016 14:31 | nach oben springen

#893

RE: Legaler Waffenbesitz - Pro und Kontra

in Themen vom Tage 18.02.2016 15:16
von DoreHolm | 7.688 Beiträge

Zitat von BautznerSenf im Beitrag #889
Hallo!

Zitat von Gast im Beitrag #1
die grundfrage in diesem thema ist allerdings: bringt ein totalverbot des legalen privaten waffenbesitzes ein mehr an sicherheit in diesem land oder sind das potjemkinsche dörfer die durch politik und medien hier am horizont gezeichnet werden?



Es gibt fuer beide Ansichten gute Gruende:
Ich bin z. B. fuer eine strenge Limitierung des Waffenbesitzes, weil weniger Waffen im Umlauf auch automatisch die Gefahr eines Missbrauches verringern ("Was nicht da ist, kann nicht in falsche Haende geraten!"). Das Waffen-Monopol liegt beim Staat und seinen im Umgang besonders ausgebildeten Mitarbeiitern (z. B. Polizei, Militaer).

Dies schliesst nicht aus, dass in besonderen Faellen (z. B. Jaeger, Sportschuetzen) Ausnahmen gemacht werden koennen.
Nur muss man diese Waffenbesitzer auch entsprechend ueberwachen - woran es bisher hapert.

Ich kenne mehrere Waffenbesitzer (Polizisten, Sicherheitsleute, Jaeger), die den Kopf schuetteln vor dem, was hier im Lande abgeht:

Es gibt viele Waffenbesitzer, bei denen es mit dem Verschluss nicht so genau genommen wird (Waffe haengt an der Garderobe ("Kommt doch nur meine Frau dran..."), doch was ist mit Kindern? Enkeln? Einbrechern?; Ehefrau Weiss, wo der Schluessel zu Waffenschrank liegt) oder die es mit dem Besitz uebertreiben (und entweder zu viele Waffen oder zuviel Munition im Hause haben - letzteres auch ein Risiko im Brandfall).

Mir waere wohler, wenn
- die Anforderungen an den Besitzer hoeher wuerden (z. B. Sportschuetzen zuerst mit "leichten Waffen" beginnen und sich "hocharbeiten"; vgl. Motorrad-FS), aktive Nutzung nachgewiesen werden muss (etwa aktive Jagdausuebung, regelmaessige Teilnahme an Wettbewerben), die Anzahl der Waffen je Halter begrenzt wuerde (Anzahl), im Alter ggf. Gesundheitspruefung (es gibt mittlerweile senile (ex-)Jaeger mit Waffen-Arsenalen...)

- die Art der Waffen limitiert wuerde (sowohl Feuerkraft als auch Schussfrequenz; ein Sportschuetze braucht kein MG, um Salven zu verschiessen) und

- die Lagerung -gerade bei Sportschuetzen- nur im Verein und unter "Mehr-Augen-Prinzip" (Zugang nur durch mehrere Schluessel-Inhaber gleichzeitig) erfolgen koennte. Das schuetzt besser vor Diebstaehlen - zumal ja ohnehin nicht daheim geschossen wird- und senkt das Risiko falscher Lagerung (vgl. Winnenden).

Gleichzeitig muessten die (unangemeldeten) Kontrollen verschaerft werden.
Und: Unverletzlichkeit der Wohnung KANN eingeschraenkt werden - es ist niemand gezwungen, eine Waffe zu haben (Abwaegung der Grundrechte Unverletzbarkeit gg. Unversehrtheit).

Grossbritannien hat damals sein Waffenrecht drastisch verschaerft - und es gibt weniger Vorfaelle.
In der DDR gab es fast keine Waffen "daheim" - und quasi keine Faelle von Missbrauch.

Klar ist aber auch: Absolute Sicherheit wird es nicht geben.
Aber jeder einzelne Tote weniger ist ein Gewinn.

Gruss
B. S.


Hallo Bautzner Senf, will auch mal meinen Senf dazugeben und auf einige von Dir angesprochenen Punkte eingehen.
Noch vor gut einem Jahr habe ich einige Dinge auch noch etwas anders gesehen, weil ich es eben nicht anders wußte. Seit einem Jahr bin ich aktiver Sportschütze mit mittelmäßigen Platzierungen (ein erster Platz von 16 war auch mal dabei, aber das war eigentlich mehr Zufall) und hatte bisher nur (außer seit einigen Monaten mit eigenem LG) mit Leihwaffen geschossen, bei Sportausscheiden i.d.R. von Vereinsfreunden. Wir sind in einem Vereinsheim zusammen mit drei weiteren Vereinen, einer davon der, aus der der Amokschütze von Erfurt stammte. Daher kanne ich da auch ein paar Hintergründe, aber das mal nur nebenbei.
Seit dem Amoklauf ist das WG enorm verschärft worden und die Thüringer Behörden sollen da, so wurde mir gesagt, da besonders genau hinsehen.
Zu Deinen Punkten:
- Weniger Waffen im Umlauf. Schießen tut ein Verbrecher i.d.R. immer nur mit einer Waffe, egal wie viele er noch irgendwo stecken oder liegen hat.
Automatische Waffen sind sowieso verboten. Halbautomaten sind erlaubt, aber auch da kann nicht jeder in einem Verein angemeldet und aktive
Schütze sich eine kaufen. Ich dürfte es nicht. Dazu müßte ich noch zusätzlich einem anderen Verband beitreten, was wieder Gebühren kostet.
Das wäre z.B. der Bund Deutsche Militär- und Polizeischützen. Einige Mitglieder unseres Vereins sind da zusätzlich drin. Dadurch konnte ich auch
mit einigen derartigen Waffen schießen, demnächst wenn das Wetter wärmer ist (klamme Finger) auch mit der Dragunov + ZF. Es hindert schon
der Preis solcher Waffen viele Sportschützen daran, sich sowas zuzulegen. Es geht da ab ca. knapp 2.000,-€ los
Ein Resultat der Amokläufe war u.a. eine Begrenzung des legalen Besitzes von Kurzwaffen auf zwei Stück. Bevor ein Mitglied eine Waffe
überhaupt erwerben kann, muß auch der Vereinschef sein O,K. geben, d.h. eine muß ein Bedürfnis des Schützen bestätigen. Das bekommt er
nicht(sollte es nicht bekommen), wenn er sich nur einige Male im Verein hat blicken lassen und so gut wie nie an Wettbewerben teilgenommen
hat. Das wurde z.B. b R.Steinhäuser versäumt. Für Langwaffen gibt es keine Grenze, da diese üblicherweise auch nicht für Amokläufe eingesetzt
werden und was die sog. Pumpguns (Vorderschaftrepetierer) betrifft, die R.S. ebenfalls mitführte, gilt ebenfalls ein Verbot. Also grob gesagt, für
Waffen, die eine schnelle Schussfolge ermöglichen, "handlich" sind und gut verdeckt getragen werden können.
- Eine "Überwachung" der legalen Waffenbesitzer findet statt, wobei es natürlich nicht auszuschließen ist, daß Behörden etwas nicht bemerken
oder die Vereinsmitglieder nicht aufmerksam genug sind. Eine Kontrolle zu Hause findet unangemeldet statt und der Waffenbesitzer kommt in
Teufels Küche, wenn er z.B. nach dem Schießen seine Restmunition aus Bequemlchkeit gleich mit in das Waffenfach gelegt hat anstatt in den dafür vorgesehenen exra abschließbaren Munitionsbehälter.
- Kenntnis vom Aufbewahrungsort: Sollte möglichst nur der Schütze selbst haben, auch der des Schlüssels oder des Codes. Wo der Waffen-
schrank steht, wird wohl nicht zu verheimlichen sein(man sollte es Fremden auch nicht auf die Nase binden), aber Schlüsselaufbewahrung und Code sollte nur der Schütze kennen. Hat dadurch nach Sterbefall schon den Vereinsfreunden Probleme bereitet, der Witwe beim Öffnen zu helfen.
- Zu viel Munition ? Wenn man weis, welche beachtlichen Preisstaffelungen es beim Munitionskauf gibt (bis ca. 30% oder mehr), der Schuss je
nach Waffenart 0,25 - 1,00 € kostetund aktive Sportschützen locker auf über Eintausend (bei KK 5.000 oder mehr) Schüsse /Jahr kommen,
werden auch mal ein Los mit 5.000 Schuss gekauft. Oft schließen sich mehrere Schützen zusammen und teilen sich das. Aber wenn man immer
hört, daß ein Schütze mehrere Tausend Schuss Munition in seinem Schrank hat, ist das nichts Ungewöhnliches.
- Anforderungen an den Besitzer höher: Steinhäuser begann gleich mit größeren Kalibern und das mit 18 Jahren. Für heutige Begriffe unver-
ständich, aber legal. Ein Neuling im Verein und schon gar nicht als Jugendlicher würde von einem verantwortungsbewußten Vereinschef nie
eine Bedürfnisbestätigung für Großkaliber bekommen und auch die Waffenbehörde würde da sofort hellhörig. Außerdem ist der Besitz von
Großkalibern erst ab 24 Jahren erlaubt. Bei Kleinkalibern ab 18 Jahre. Auch als Gastschütze darf mit Großkalibern unter Aufsicht erst ab
18 Jahre geschossen werden.
- Lagerung, Aufbewahrung nur unter Aufsicht: Hatte ich mir auch mal akzeptabel vorgestellt. Jetzt nicht mehr aus folgenden Gründen
Schießen finden nicht nur an einem Schießplatz statt. Jeder SP hat seine eigenen dort zugelassenen Waffen- und Munitionsarten. Meist sind es
KK-Stände für Pistole und Gewehr bis zu 100 m. Oft begrenzt durch die Geschossenergie (Joule), die sich nach einer einfachen Formel aus
Anfangsgeschwindigkeit und Masse des Geschosses errechnet. 200 m Bahnen oder gar 300 m sind da schon nicht mehr so häufig. Die
Kreis- oder Landesausschreibungen werden dann an einem dieser geeigneten Plätze durchgeführt. Das Training vorher wird oft auf individueller
Basis ausgeführt, wenn vom Verein dafür nicht ein Tag extra angesetzt ist, an dem der Schütze aber verhindert ist (Job, Familie, Gesundheit u.a.).
Das heißt, der Schütze muß mit seiner Waffe zu seinem oder einem anderen, entfernteren Stand zum Trainieren fahren. Wenn die Waffen zentral
aufbewahrt werden, müßte immer der dafür Verantwortlich hergeholt werden und warten, bis der Schütze irgendwann nach Stunden zurück
kommt. Eine Konzentration von über einhundert Waffen bei größeren Vereinen an einem Ort, der zudem abseits liegt, da nicht in der Wohnung
des Verantwortlichen, würde eine terroristische Gruppe geradezu dazu einladen zu einem Überfall. Es ist schlichtweg nicht machbar, wenn nicht
das ganze Sportschützendasein abgewürgt werden soll.
- Unangemeldete Kontrollen verschärft: Würden die Behörden sicher machen. Da aber dazu das Personal fehlt (mehrere tausend Schützen in
jedem Bundesland), macht es die Unberechenbarkeit unangemeldeter besuche. Die Kontrolleure haben ein Zutrittsrecht. Eine weitere reative
Sicherheit ist die tatsache, daß bei gesetzesverstößen über ein bestimmten Schweregrad hinaus die Waffenbesitzkarte ganz schnell weg ist und
damit auich die eigenen Waffen kurzfristig abgegeben, unbrauchbar gemacht oder veräußert werden müssen. Da überlegt sich mancher
Schütze, ob er sich mal von Emotionen oder dem Suff verleiten läßt.



1941ziger hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#894

RE: Legaler Waffenbesitz - Pro und Kontra

in Themen vom Tage 18.02.2016 16:23
von BautznerSenf | 57 Beiträge

Hallo!

Vielen Dank fuer Deinen ausfuehrlichen Beitrag.

Doch genau da liegt der Hase im Pfeffer: Du beschreibst den Zustand, wie er sein SOLLTE (nach dem Gesetz bzw. dem gesunden Menschenverstand), waehrend die Menschen aus meinem Umfeld mir den (traurigen) IST-Zustand beschreiben:

Bisher wurde bzw. wird (zumindest regional) zu wenig zur Ueberwachung getan; sei es, weil die Behoerden kein Personal haben, sei es, dass gewisse Lobbyisten sofort auf Konfrontation gingen ("In meine Wohnung kommt unangemeldet keener!").

Tatsache ist, dass da draussen wie so oft vieles anders laeuft als geplant.
Und das ist ein Problem.
Es liegt an uns als Gesellschaft, ob wir das schulterzuckend als gegeben hinnehmen oder ob wir die Aermel aufkrempeln und endlich anfangen, die Dinge zu verbessern.

Und: DU scheinst (moeglicherweise durch Ausbildung bei GT/NVA/etc., das duerfte fuer die Mehrzahl hier) den Respekt vor der Waffe erlernt zu haben - und weist ausdruecklich mehrfach auf Verantwortungsbewusstsein etc. der Beteiligten hin.
Andere Waffenbesitzer haben diesen Respekt vor der Waffe nicht bzw. lehren ihn auch nicht (siehe Vaeter, die ihre minderjaehrigen Soehne mit grossen Kalibern ballern lassen und anschliessend die Waffen im Nachtkasten aufbewahren)

Mein Onkel beispielsweise hat die Kombination fuer seien Waffenschrank im Bankschliessfach - falls ihm was passiert, kommt man ohne Zerstoerung ran, aber seine Frau Weiss dennoch nichts. Und den Schluessel zum Schrank hat ein anderer Jaeger. Perfekt.
Ein anderer Alt-Jaeger kann kaum noch richtig sehen, die Flinte haengt an der Garderobe in Flur, oftmals nicht entladen - das ist kriminell.
Aber keiner zeigt ihn an, er "ist eben wer". Da koennte man speien.

Weiterer Aspekt: Die Art der Durchsetzung koennte auch in den Laendern bzw. Kreisen unterschiedlich gehandhabt warden.
Auf dem Lande (bei vielen Jaegern und einem "Vollzeit -Kontrolleur", der dann auch im Saft steht) sieht es sicher auch mit der Kompetenz der Kontrollierenden anders aus als irgendwo in der Stadt, wo ein Sachbearbeiter die Kontrollen fuer "die drei Hanseln" eben als eine von vielen Aufgaben auch noch auf's Auge gedrueckt bekommt - und dann auch keine Routine entwickelt.

Gruss vom

B. S.


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#895

RE: Legaler Waffenbesitz - Pro und Kontra

in Themen vom Tage 18.02.2016 16:35
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von @BautznerSenf
("In meine Wohnung kommt unangemeldet keener!").

Damit kommt keiner durch. Kannste glauben.
Gerd


RudiEK89, DoreHolm und prignitzer haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#896

RE: Legaler Waffenbesitz - Pro und Kontra

in Themen vom Tage 18.02.2016 18:09
von DoreHolm | 7.688 Beiträge

Zitat von BautznerSenf im Beitrag #894
Hallo!

Vielen Dank fuer Deinen ausfuehrlichen Beitrag.

Doch genau da liegt der Hase im Pfeffer: Du beschreibst den Zustand, wie er sein SOLLTE (nach dem Gesetz bzw. dem gesunden Menschenverstand), waehrend die Menschen aus meinem Umfeld mir den (traurigen) IST-Zustand beschreiben:

Bisher wurde bzw. wird (zumindest regional) zu wenig zur Ueberwachung getan; sei es, weil die Behoerden kein Personal haben, sei es, dass gewisse Lobbyisten sofort auf Konfrontation gingen ("In meine Wohnung kommt unangemeldet keener!").

Tatsache ist, dass da draussen wie so oft vieles anders laeuft als geplant.
Und das ist ein Problem.
Es liegt an uns als Gesellschaft, ob wir das schulterzuckend als gegeben hinnehmen oder ob wir die Aermel aufkrempeln und endlich anfangen, die Dinge zu verbessern.

Und: DU scheinst (moeglicherweise durch Ausbildung bei GT/NVA/etc., das duerfte fuer die Mehrzahl hier) den Respekt vor der Waffe erlernt zu haben - und weist ausdruecklich mehrfach auf Verantwortungsbewusstsein etc. der Beteiligten hin.
Andere Waffenbesitzer haben diesen Respekt vor der Waffe nicht bzw. lehren ihn auch nicht (siehe Vaeter, die ihre minderjaehrigen Soehne mit grossen Kalibern ballern lassen und anschliessend die Waffen im Nachtkasten aufbewahren)

Mein Onkel beispielsweise hat die Kombination fuer seien Waffenschrank im Bankschliessfach - falls ihm was passiert, kommt man ohne Zerstoerung ran, aber seine Frau Weiss dennoch nichts. Und den Schluessel zum Schrank hat ein anderer Jaeger. Perfekt.
Ein anderer Alt-Jaeger kann kaum noch richtig sehen, die Flinte haengt an der Garderobe in Flur, oftmals nicht entladen - das ist kriminell.
Aber keiner zeigt ihn an, er "ist eben wer". Da koennte man speien.


Weiterer Aspekt: Die Art der Durchsetzung koennte auch in den Laendern bzw. Kreisen unterschiedlich gehandhabt warden.
Auf dem Lande (bei vielen Jaegern und einem "Vollzeit -Kontrolleur", der dann auch im Saft steht) sieht es sicher auch mit der Kompetenz der Kontrollierenden anders aus als irgendwo in der Stadt, wo ein Sachbearbeiter die Kontrollen fuer "die drei Hanseln" eben als eine von vielen Aufgaben auch noch auf's Auge gedrueckt bekommt - und dann auch keine Routine entwickelt.

Gruss vom
B. S.


Grün: Da muß ich widersprechen, das sowas ohne weiteres möglich ist. Dieser Vater ist nicht allein am Schießstand, es gibt immer einen Standleiter, der dafür eine Ausbildung genossen hat. Ohne diesen Standleiter geht nichts, es sei denn, der Vater hat selbst diese Qualifikation und wird sich dann sowas schwer überlegen. Dieser hat die Aufgabe, strikt auf die Einhaltung der Gesetze zu achten und der würde es nie zulassen, ohne selbst seine Zulassung und auch seine WBK zu riskieren, daß ein Filius mit GK seines Vaters schießt.

Aber mal was Grundsätzliches: Schießsport ist eine uralte Sportart, die sich bis in die Zeit der Sammler und Jäger zurückverfolgen läßt, auch wenn es damals keine Feuerwaffen waren. Das Schießen mit Feuerwaffen ist demnach nichts Anderes als die mit Speer, Bogen und Armbrust, die ebenso tödlich sein können und noch dazu lautlos. Solche Distanzwaffen sind nunmal dazu erfunden worden, um damit zu töten, ob man es wahr haben will oder nicht, ebenso wie die Keule und Spieß. Zuforderst das gejagte Tier, aber auch zur Abwehr von Überfällen anderer Sippen oder eigener Überfälle wegen Nahrungsmittelsicherung. Verbrechen, auch in neuerer Zeit, wurden auch mit diesen ursprünglich frühen Waffenarten verübt. Schießsport sind olympische Disziplinen, auch im Biathlon z.B. Die in den letzten Jahren schleichende Behinderung des Schießsportes führt dazu, daß nicht mehr genug Nachwuchskader heranwachsen und ein Biathlet kann noch so schnell sein, wenn er Fahrkarten schießt, kann er den ganzen Sport vergessen. Die Beschneidung und Behinderung des Schießsportes über das bisherige Maß hinaus führt zu keiner Verringerung der mit Schusswaffen verübten Verbrechen und Terroristen u.a., er führt zur Demotivation angehender talentierter Sportschützen. Schwerverbrecher lassen sich sowieso nicht davon abhalten. Bei den offenen Grenzen ist es selbst bei einem Totalverbot des Besitzes für Gewaltverbrecher kein nenneswertes Problem, an Waffen zu kommen und diese illegalen Waffen, nirgends registriert, auch nicht die Besitzer, entziehen sich total jeglicher staatlicher Kontrolle und diese Waffen werden von diesen Leuten nicht im Panzerschrank verwahrt, sondern in einem Schubfach oder am Mann getragen, samt Munition.
Klar ist der Schießsport nicht nur ernsthaftger Sport zur Erreichung von Siegeslorbeer. Er muß auch Spaß machen. Mach mal eine Umfrage unter Männern. Eine Waffe in der Hand zu haben und es ordentlich krachen zu lassen und dabei auch noch ein Ziel zu treffen und das besser als der Kollege. Es dürften die Wenigsten sein, die das nicht mal probieren, wenn sie die Gelegenheit dazu haben, das liegt in den Urgenen, ebenso wie Mädchen gern mit Puppen spielen und sich für die kleinen Schönheiten des Lebens engagieren. Ausnahmen bestätigen die Regel. Im WW II zählten Frauen mit zu den erfolgreichsten Scharfschützen der RA. Auch in unserem Verein gibt es mehrere Frauen und die sind recht gut. Schau mal auf die Schießstände auf dem Jahrmarkt oder Bogenstände bei Veranstaltungen, wer dort mehrheitlich steht. Meist Männer mit ihren Söhnen.
Rot: Ja, da hast du recht. Sowas darf es nicht geben. Das ist unverantwortlch. Wenn die Vereinsfreunde dazu schweigen, ist es nicht anders als wenn ein alter Mensch trotz selbst und von anderen erkannter Unfähigkeit zur sicheren Führung eines PKWs seine Fleppe nicht abgibt. So lange nicht passiert, schreit niemand. Wenn doch, stehen viele da und haben eine Erklärungsproblem.



1941ziger hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.02.2016 18:11 | nach oben springen

#897

RE: Legaler Waffenbesitz - Pro und Kontra

in Themen vom Tage 18.02.2016 19:07
von Cambrino | 201 Beiträge

Hallo erst einmal, wenn es nach dem Gesetz geht, sollen diese Kontrollen bei den Waffenbesitzern ja auch in den festgelegten Zeitabständen durch geführt werden. Diese Kontrollen werden aber nur am Schreibtisch des Kontrollierenden durch geführt. Danach schreibt Er einen Brief an den Waffenbesitzer, daß diese Überprüfung statt gefunden hat und man hat nun die Gebühren dafür in Höhe von 25,00 Euro auf das Konto X zu überweisen. Und dieses nennt man dann , die gesetzlich vorgeschriebene Kontrolle der Waffenbesitzer. ( Anbei hier den Brief )

Gruß CAMBRINO


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#898

RE: Legaler Waffenbesitz - Pro und Kontra

in Themen vom Tage 18.02.2016 19:09
von Fritze | 3.474 Beiträge

Und: DU scheinst (moeglicherweise durch Ausbildung bei GT/NVA/etc., das duerfte fuer die Mehrzahl hier) den Respekt vor der Waffe erlernt zu haben - und weist ausdruecklich mehrfach auf Verantwortungsbewusstsein etc. der Beteiligten hin.
Andere Waffenbesitzer haben diesen Respekt vor der Waffe nicht bzw. lehren ihn auch nicht (siehe Vaeter, die ihre minderjaehrigen Soehne mit grossen Kalibern ballern lassen und anschliessend die Waffen im Nachtkasten aufbewahren)


Dann kommt so etwas bei rum ! Im günstigsten Falle .


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
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#899

RE: Legaler Waffenbesitz - Pro und Kontra

in Themen vom Tage 18.02.2016 20:42
von DoreHolm | 7.688 Beiträge

Zitat von Cambrino im Beitrag #897
Hallo erst einmal, wenn es nach dem Gesetz geht, sollen diese Kontrollen bei den Waffenbesitzern ja auch in den festgelegten Zeitabständen durch geführt werden. Diese Kontrollen werden aber nur am Schreibtisch des Kontrollierenden durch geführt. Danach schreibt Er einen Brief an den Waffenbesitzer, daß diese Überprüfung statt gefunden hat und man hat nun die Gebühren dafür in Höhe von 25,00 Euro auf das Konto X zu überweisen. Und dieses nennt man dann , die gesetzlich vorgeschriebene Kontrolle der Waffenbesitzer. ( Anbei hier den Brief )

Gruß CAMBRINO


Eine unmögliche Sache natürlich. Aber ich dachte immer, diese Regelüberprüfung ginge von der Waffenbehörde des Bundeslandes aus und nicht von einer Polizeidirektion. Eigentlich hast du diesen Sachbearbeiter ein bischen in der Hand, wenn Du nachweisen kannst, daß du an dem betreffenden Tag gar nicht anwesend warst. Der ging ein hohes Risiko für seinen Job ein.



Cambrino hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#900

RE: Legaler Waffenbesitz - Pro und Kontra

in Themen vom Tage 18.02.2016 20:51
von DoreHolm | 7.688 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #898
Und: DU scheinst (moeglicherweise durch Ausbildung bei GT/NVA/etc., das duerfte fuer die Mehrzahl hier) den Respekt vor der Waffe erlernt zu haben - und weist ausdruecklich mehrfach auf Verantwortungsbewusstsein etc. der Beteiligten hin.
Andere Waffenbesitzer haben diesen Respekt vor der Waffe nicht bzw. lehren ihn auch nicht (siehe Vaeter, die ihre minderjaehrigen Soehne mit grossen Kalibern ballern lassen und anschliessend die Waffen im Nachtkasten aufbewahren)


Dann kommt so etwas bei rum ! Im günstigsten Falle .




Über soviel Blödheit einiger unfreiwilliger Darsteller kann man nur den Kopf schütteln. Nun, bei Frauen, die das erste Mal eine Waffe in der Hand haben und dazu noch eine starke Großkalibrige, ist das nichts Ungewöhnliches. Daher wenn schon, dann last sie erst mal mit etwas schwächeren Waffen schießen, damit sie ein Gefühl und eine Vorstellung davon haben. Bei manchen Videos kann man nicht sagen wie wir damals "sowas gibt´s in keinem Russenfilm", nein, sowas gibts in den USA. Kinder und Kleinkinder schießen lassen. Das wäre hier sofort eine Sache für den Staatsanwalt und das zu Recht.
Man muß aber auch sagen, leichte Unfälle, Handverletzungen z.B. oder der Zielfernrohrabdruck im Gesicht, sowas ist auch schon mal gestandenen Schützen passiert. Mir hatte es bei der Fahne beim Leuchtpistole schießen auch schon mal die Haut zwischen Daumen und Zeigefinger eingerissen und blaue Flecken an der Schulter nach 50 Schuss Schrot beim Tontauben schießen hatte ich auch schon mal.



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