#1

Dresden April 1989

in Leben in der DDR 18.10.2010 18:22
von Angelo | 12.391 Beiträge

Ich war erschrocken wie ich dieses Video von Dresden aus dem Jahre 1989 gesehen habe, es ist so ziemlich alles kaputt was heute wieder im glanze strahlt, wurde denn kein Geld ausgegeben für die Erhaltung von Denkmälern und Historischen Bauten in der DDR ? Ich meine ich habe ja jetzt auch sehr viel gesehen auf der Tour durch den Osten und da waren diese Gebäude eigentlich wieder alle top in Schuss. Ich meine es muß doch auch im Interesse der DDR Regierung gewesen sind das gerade die Historischen Gebäude erhalten bleiben oder ?


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#2

RE: Dresden April 1989

in Leben in der DDR 18.10.2010 18:30
von Alfred | 6.841 Beiträge

Man könnte ja auch mal ein Video von der Semperoper, vom Rundkino, vom Kulturpalast zeigen .......


zuletzt bearbeitet 18.10.2010 18:31 | nach oben springen

#3

RE: Dresden April 1989

in Leben in der DDR 18.10.2010 18:33
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat

Zitat von Alfred
Man könnte ja auch mal ein Video von der Semperoper zeigen .......


das stimmt. die war tip top. aber der rest. damals war es keine schöne stadt. und heute gibt es noch ecken wo mann meinen könnte es gäbe noch die ddr.



zuletzt bearbeitet 18.10.2010 18:34 | nach oben springen

#4

RE: Dresden April 1989

in Leben in der DDR 18.10.2010 18:36
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von glasi

Zitat

Zitat von Alfred
Man könnte ja auch mal ein Video von der Semperoper zeigen .......


das stimmt. die war tip top. aber der rest. damals war es keine schöne stadt. und heute gibt es noch ecken wo mann meinen könnte es gäbe noch die ddr.




Wenn man gemein wäre, könnte man sagen, das Geld, was man in den Wiederaufbau der Frauenkirche gesteckt hat, fehlt vielleicht an anderen Ecken - ein bisschen ist das auch ne Parallele zur Semperoper und ihrer Umgebung zu DDR-Zeiten.

Gruss

icke



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#5

RE: Dresden April 1989

in Leben in der DDR 18.10.2010 18:39
von Angelo | 12.391 Beiträge
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#6

RE: Dresden April 1989

in Leben in der DDR 18.10.2010 18:40
von Angelo | 12.391 Beiträge
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#7

RE: Dresden April 1989

in Leben in der DDR 18.10.2010 18:54
von bendix | 2.642 Beiträge

Zitat von Angelo
Ich war erschrocken wie ich dieses Video von Dresden aus dem Jahre 1989 gesehen habe, es ist so ziemlich alles kaputt was heute wieder im glanze strahlt, wurde denn kein Geld ausgegeben für die Erhaltung von Denkmälern und Historischen Bauten in der DDR ? Ich meine ich habe ja jetzt auch sehr viel gesehen auf der Tour durch den Osten und da waren diese Gebäude eigentlich wieder alle top in Schuss. Ich meine es muß doch auch im Interesse der DDR Regierung gewesen sind das gerade die Historischen Gebäude erhalten bleiben oder ?



Du hast schon recht @Angelo,es war schon eine Geldfrage und was der Jahresplan an Finanzen hergab war oft nicht viel,jedenfalls nicht dafür.Die Wohnungsbauvorhaben hatten Vorrang.
Aber an kulturhistorischen Stätten wie Dresden oder Berlin wurde zu Repräsentationszwecken schon einiges wieder hergerichtet,wie Semperoper(wurde schon genannt),oder der Fürstenzug am Stadtschloß,Brühlsche Terrassen oder das Verkehrsmuseum,auch die Kreuzkirche am Altmarkt war schwer zerstört,von den zahlreichen Wohnhäusern in der Altstadt,die heute Neustadt heißt ...
und den vielen toten Zivilisten ganz zu schweigen.
Ich bekomme eine Gänsehaut wenn ich daran denke oder höre......

http://www.besuchen-sie-dresden.de/index...nswuerdigkeiten

P.S.Vielleicht plant Ihr für euren nächsten Urlaub mal einen Dresdenbesuch ein?


Das Zufriedene ist leise,das Unzufriedene ist laut.
Gefreiter der Grenztruppen -1980 GAR 40 Oranienburg/Falkensee-GR 34 Groß-Glienicke 1981-1982
zuletzt bearbeitet 18.10.2010 18:58 | nach oben springen

#8

RE: Dresden April 1989

in Leben in der DDR 18.10.2010 20:07
von 94 | 10.792 Beiträge

Nun, ein reichliches Jahr später steht vor der Semperoper nachts um halber drei recht angetrunken ein Wessi und schlägt mitten auf den Theaterplatz sein Wasser ab. Sein Begleiter, ein Ossi erwähnt 'Nu, Wessi, das ist hier aber keine öffentliche Bedürfnisanstalt!' Dieser 'Na dann gehört hier aber schleunigst eine hingebaut!'

Übrigens, der Zwinger wurde 1947 bis 1963 aufgebaut, die Semperoper 1977 bis 1985. Das Residenzschloss, welches dich @Angelo so erschröckt hat, wurde beginnend 1986, nach Fertigstellung der Semperoper, wieder aufgebaut.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#9

RE: Dresden April 1989

in Leben in der DDR 18.10.2010 20:08
von don71 (gelöscht)
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Ich möchte von Görlitz das selbe sagen. Heute lohnt es sich dort Urlaub zu machen.
Gruß
Jürgen


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#10

RE: Dresden April 1989

in Leben in der DDR 18.10.2010 20:17
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von don71
Ich möchte von Görlitz das selbe sagen. Heute lohnt es sich dort Urlaub zu machen.
Gruß
Jürgen


das stimmt dont 71. . anfang der 90 jahre ging ich zu fuß durch görlitz. ich traute meinen augen nicht. wie war das möglich. kann mir das mal einer sagen. war das die politik der sed? alles verfallen lassen. wie es wohl heute ausehen würde wenn es die ddr noch geben. straßen gesperrt wegen einsturßgefahr??



zuletzt bearbeitet 18.10.2010 20:57 | nach oben springen

#11

RE: Dresden April 1989

in Leben in der DDR 18.10.2010 20:29
von don71 (gelöscht)
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Viele Kapazitäten der Bauwirtschaft wurden nach Berlin und in die Bezirksstädte gesteckt, für die anderen war halt nichts mehr da. Es war doch schon so das Straßen gesperrt wurden, das war die Arroganz der Oberen.
Gruß Jürgen


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#12

RE: Dresden April 1989

in Leben in der DDR 19.10.2010 11:40
von VNRut | 1.483 Beiträge

Ich möchte nur daran erinnern das Dresden nach dem Krieg einmal so aussah:

http://www.youtube.com/watch?v=V0RaVPeV6qw
http://www.youtube.com/watch?v=DjIWGKDlHxo
http://www.youtube.com/watch?v=U_3re0EeblQ

Natürlich begann man nach dem Krieg sofort wieder mit dem Aufbau. Doch wir mussten auch Reparationen* an die SU leisten. Meine Großeltern erzählten mir, das damals bei uns im Ort alle Fabriken (Zuckerfabriken, Brauereien etc.) abgebaut wurden und in die SU geschafft wurden, zudem kamen die ständig erhöhten Exportleistungen in die SU und den anderen Ländern des Warschauer Pakt, sowie die Solidarität-Aufbauleistungen für Vietnam, Kuba, Mosambik, Angola etc.. Im Gegensatz zur Westzone die von ihren Alliierten mehr Unterstützung erhielten. Zusätzlich kam das militärische Wettrüsten von beiden Seiten - welches uns das Genick brach.

Mit einfachen Technologien (vom Werkzeug bis Produktionsverfahren) und ständig fehlender Rohstoffe, Baumaterialien etc. war es ein mühseliger Weg alles wieder aufzubauen was der Krieg zerstört hatte. Um noch mehr Wohnraum zu schaffen beschloss leider viel zu Spät das ZK der SED 1973 das ehrgeizige Wohnungsbauprogramm**. Bedauerlicherweise wurden dadurch viele Architektonische Bauwerke einfach abgerissen, weil deren Wiederaufbau zu teuer und kompliziert für uns geworden wäre. Man setzte damals auf das einfache Baukastensystem, welches eine kürzere Bauzeit veranschlagte. Optisch nicht gerade schön, aber zweckmäßig, nützlich und billig.

*http://de.wikipedia.org/wiki/Reparationen
**http://de.wikipedia.org/wiki/Wohnungsbauprogramm_(DDR)

VN_Rut


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
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#13

RE: Dresden April 1989

in Leben in der DDR 19.10.2010 17:03
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von icke46

Zitat von glasi

Zitat

Zitat von Alfred
Man könnte ja auch mal ein Video von der Semperoper zeigen .......


das stimmt. die war tip top. aber der rest. damals war es keine schöne stadt. und heute gibt es noch ecken wo mann meinen könnte es gäbe noch die ddr.




Wenn man gemein wäre, könnte man sagen, das Geld, was man in den Wiederaufbau der Frauenkirche gesteckt hat, fehlt vielleicht an anderen Ecken - ein bisschen ist das auch ne Parallele zur Semperoper und ihrer Umgebung zu DDR-Zeiten.

Gruss

icke





@ icke soweit ich weiss, ist der Wiederaufbau der Frauenkirche komplett aus privaten Spenden bezahlt worden. Diese Spendenaktion wurde von der Dresdner Bank organisiert. Also, keine Staatsknete steckt darin, die Spenden waren zweckgebunden, konnten also nicht woanders eingesetzt werden.

Viele Grüße aus dem Rheinland


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#14

RE: Dresden April 1989

in Leben in der DDR 19.10.2010 19:51
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von don71
Viele Kapazitäten der Bauwirtschaft wurden nach Berlin und in die Bezirksstädte gesteckt, für die anderen war halt nichts mehr da. Es war doch schon so das Straßen gesperrt wurden, das war die Arroganz der Oberen.
Gruß Jürgen


Man kann nur soviel ausgeben, wie da ist. Lieber bezahlbares Wohnen, als Schlösser aus Steuermitteln. Auch heute finde ich in meiner Stadt schlimmes, nämlich einsturzgefährdete Häuser. Allerdings schön versteckt, nicht mehr so offensichtlich (aber abgesperrt) wie zu DDR-Zeiten. Auch ein Fortschritt. Übrigens sind heutzutage in meiner Stadt 3 Brücken gesperrt. Dauerhaft. Weil keine Kohle für Ausbesserung/Sanierung da ist. Und die Strassen, die schon zu DDR-Zeiten kaputt waren, weil eher unbedeutend (Was man trotzdem nicht gut finden muss) sind heute noch immer kaputt, weil da auch selten Touristen durchfahren. Und für die eher schlechteren Strassen in der DDR (In der gesamt-BRD heute sind die Strassen übrigens auch schlechter als früher durch EXcesiven LKW-Verkehr) hatten wir auch robustere Autos. :-)


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#15

RE: Dresden April 1989

in Leben in der DDR 19.10.2010 20:02
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von Gert

@ icke soweit ich weiss, ist der Wiederaufbau der Frauenkirche komplett aus privaten Spenden bezahlt worden. Diese Spendenaktion wurde von der Dresdner Bank organisiert. Also, keine Staatsknete steckt darin, die Spenden waren zweckgebunden, konnten also nicht woanders eingesetzt werden.

Viele Grüße aus dem Rheinland



Hallo,

Deine Info ist, wenn man wikipedia trauen darf, nicht ganz korrekt. Der Wiederaufbau kostete 180 Millionen Euro - davon kamen 115 Millionen aus Spenden, 65 Millionen von der Stadt Dresden, dem Freistaat Sachsen und dem Bund. Nun kann man noch überlegen, ob 65 Millionen, auf eine Stadt wie Dresden bezogen, viel oder wenig ist - oder, anders gesagt, was hätte man mit den 65 Millionen machen können, wenn man sie nicht in die Frauenkirche gesteckt hätte?

Gruss

icke



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#16

RE: Dresden April 1989

in Leben in der DDR 19.10.2010 20:11
von wosch (gelöscht)
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Hallo!
Also von mir steckt auch ´nen knappen Hunderter (DM) in dem Gebäude. Es gab da eine einfache Quarzuhr mit einem klitzekleinen Steinbröckchen von den Trümmern der Kirche auf dem Zifferblatt zu kaufen. Ich meine die kostete damals 80,- oder 90,- DM. Wo die Uhr abgeblieben ist weiß ich allerdings nicht mehr!!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#17

RE: Dresden April 1989

in Leben in der DDR 19.10.2010 20:14
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von icke46
Hallo,

Deine Info ist, wenn man wikipedia trauen darf, nicht ganz korrekt. Der Wiederaufbau kostete 180 Millionen Euro - davon kamen 115 Millionen aus Spenden, 65 Millionen von der Stadt Dresden, dem Freistaat Sachsen und dem Bund. Nun kann man noch überlegen, ob 65 Millionen, auf eine Stadt wie Dresden bezogen, viel oder wenig ist - oder, anders gesagt, was hätte man mit den 65 Millionen machen können, wenn man sie nicht in die Frauenkirche gesteckt hätte?



In Neubrandenburg verhält es sich mit der Marienkirche ähnlich. Meiner Meinung hätte man sie zu DDR Zeiten sprengen sollen als man noch die Möglichkeit hatte und nicht die wenigen Mittel die man hatte in einen Wiederaufbau stecken sollen der sowieso nie richtig in Gang gekommen ist. Nach dem Anschluss wurde dieser dann für 31 Mio. DM beendet von dem die Stadt 20 Mio. getragen hat. Auch diese 20 Mio. hätten bei den Problemen Neubrandenburgs an allen Ecken besser verwand werden können.

http://de.wikipedia.org/wiki/Marienkirch...ubrandenburg%29


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 19.10.2010 20:15 | nach oben springen

#18

RE: Dresden April 1989

in Leben in der DDR 20.10.2010 08:31
von sentry | 1.077 Beiträge

Prinzipiell kann ich ja mit Meinungen mitgehen, die sagen, Geld für den Wiederaufbau derartiger Gebäude wäre woanders besser angelegt. Z.B. glaube ich, dass weder Berlin noch Potsdam unbedingt ihr Stadtschloss wiederbrauchen.
Bei so architektonischen und stadtbildprägenden Ensembles bzw. Bauten wie der Frauenkirche sehe ich das allerdings ganz anders. Die Kirche ist ein wirkliches Highlight und wertet die Dresdner Altstadt ungemein auf. Sicher hatten auch die vierzig Jahre nach dem Krieg deutlichen Zerstörungsspuren der Stadt irgendwie einen morbiden Charme. Aber Fakt ist auch, dass die Stadt heute um Längen schöner, lebens- und besuchenswerter ist als in den letzten Jahren der DDR.
Meiner Meinung nach ist jeder Pfennig, den man in solche Ensembles steckt, gerechtfertigt.
Wem nützt schon "bezahlbares Wohnen", wenn eine Stadt so wenig Attraktivität ausstrahlt, dass sich dort niemand ansiedeln und -in der Folge- auch niemand dort wohnen bleiben will? Lage, Infrastruktur, Attraktivität, Bildung, Kultur und nicht zuletzt der Bevölkerungsmix machen aus einer Stadt einen Magneten. Die, die das Geld verwalten, müssen für all das sorgen. Eine Fabrik in den Wald gekloppt und Tomsk VII daneben funktioniert eben heute nicht mehr.
Während ich nach meinem Studium in Dresden niemals dort geblieben wäre, könnte man heute tatsächlich darüber nachdenken, wenn sich die Gelegenheit böte. Während es früher erschütternd war zu sehen, was in dieser Stadt angerichtet wurde, ist es heute ein regelrechtes Glücksgefühl, durch die Altstadt zu spazieren und noch niemals kam mir der Gedanke, wie gräßlich viel Geld das wohl gekostet haben mag. Viel besser kann man doch steuereingetriebenes Geld gar nicht an seine eigene Bevölkerung zurückgeben.


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#19

RE: Dresden April 1989

in Leben in der DDR 20.10.2010 09:24
von Gelöschtes Mitglied
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Für mich sind allerdings Sakralbauten einfach nur Zeugnisse von ritueller Macht, finanziert über Gelder aus Kirchensteuer. Sozusagen Protzbauten von großen Sekten. Allerdings stehe ich da sehr allein mit meiner Meinung.


Bastler100 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#20

RE: Dresden April 1989

in Leben in der DDR 20.10.2010 10:42
von sentry | 1.077 Beiträge

Sooo superallein stehst Du mit der Meinung gar nicht. Allerdings denke ich, dass die Wiederherstellung solcher Gebäude nach Kriegsschäden und/oder schleichendem Verfall meistens nicht unbedingt der Wiederherstellung der von Dir genannten Funktionen dient. Sie sind eben oft auch kulturgeschichtliche und architektonische Meilensteine.
Wir müssen uns auch nicht an Kirchen festbeißen. Das Argument der (vermeintlich) besseren Verwendung von Geldern kommt ja praktisch automatisch bei allen größeren Investitionen, völlig unabhängig davon, ob so eine Umlenkung von Mitteln überhaupt möglich wäre.
Geld wird für so viel Mist ausgegeben und selbst bei sinnvollen Ausgaben wird noch zusätzlich jede Menge verschwendet. Da finde ich eine zielgerichtete Investition in den Erhalt bzw. die Wiederherstellung wertvoller Bausubstanz (selbst wenn sie nicht zum billigen Wohnen oder Kinder beschulen taugt) nicht schlecht angelegt.


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