#21

RE: Grenzsoldaten und Grenztruppen der Deutschen Demokratischen Rebublik

in Grenztruppen der DDR 07.07.2009 15:26
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

@ harry waren deine eltern damals älter als 65 jahre?
wenn nein, wurde bei der beantragung der besuchsreise deiner eltern in der zuständigen kd eine sicherheitsüberprüfung durchgeführt. spätestens da wäre in der vsh-kartei aufgefallen, dass der sohn für die "aktion grün" gemustert wurde und z.zt. seinen wehrdienst bei den gt ableistet.


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#22

RE: Grenzsoldaten und Grenztruppen der Deutschen Demokratischen Rebublik

in Grenztruppen der DDR 07.07.2009 16:59
von tiroler (gelöscht)
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Halo Angelo,
ich kann nur über die 60er Jahre schreiben.
Der größte Teil meiner Verwandtschaft lebte in Bayern und Westfahlen.
Mein Bruder wurde trotzdem zum Grenzdienst gezogen (Berlin).Erst eine Woche
nach meiner geglückten Flucht wurde er versetzt.Er war weiterhin Angehöriger
der GT ,aber nicht mehr am Kanten.

Tiroler


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#23

RE: Grenzsoldaten und Grenztruppen der Deutschen Demokratischen Rebublik

in Grenztruppen der DDR 07.07.2009 17:05
von Pitti53 | 8.788 Beiträge

ich hatte auch "westverwandtschaft" und durfte trotzdem berufsoffizier werden bei den gt.es kam immer auf den kontakt an.und ich hatte keinen


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#24

RE: Grenzsoldaten und Grenztruppen der Deutschen Demokratischen Rebublik

in Grenztruppen der DDR 07.07.2009 17:13
von dein1945 (gelöscht)
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[quote="josy95"]Hallo,

Besonders ab Anfang der 80-er, da haben in Westberlin die West- Reichsbahner gestreikt, worauf man (fast) alle entlasen hat. Ersetzt hat man die dann mit DDR- weiten Abordnungen aus allen Reichsbahndienststellen, natürlich nur mit "tapferen" Genossen!
Ihr wißt das nicht? Der Schienenverkehr in Westberlin wurde gemäß des 4- Mächteabkommens durch die DDR- Reichsbahn durchgeführt! Das betraf sowohl Fern- als auch U- und S- Bahn!
Hallo josy,

Fernverkehr und S-Bahn ja, U-Bahn hatte schon seit Anfang der fünfziger Jahre jeder seine eigene Verwaltung, selbst die zwei Linien die ohne Halt unter Ostberlin fuhren waren mit Westberlinern besetzt. Der S-Bahnverkehr wurde von ostdeutscher Seite nach dem Streik so gut wie eingestellt, es fuhren nur noch die Züge zum S-Bahnhof Friedrichstr. (Grenzübergang), erst Mitte der Achtziger wurde die S-Bahn in WB wieder teilweise in Betrieb genommen, allerdings durch die Westberliner Verkehrsbetriebe (BVG), erst nach der Wende wurde das gesamte Netz wieder von der DB-Bahn übernommen.
Guß aus Berlin


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#25

RE: Grenzsoldaten und Grenztruppen der Deutschen Demokratischen Rebublik

in Grenztruppen der DDR 07.07.2009 17:51
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Hallo dein

Stufe 3 wurde nie ausgerufen. Wäre diese Anordung aber schon 1961 in Kraft getreten,da wo Russen und Amis
sich am Check Point C. mit Panzern gegenüber standen,dann wäre es bestimmt so weit gekommen.

Diese Art der 3 Stufen wurde aber erst in den 80iger Jahren erstellt



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#26

RE: Grenzsoldaten und Grenztruppen der Deutschen Demokratischen Rebublik

in Grenztruppen der DDR 07.07.2009 19:04
von harry (gelöscht)
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Zitat von GilbertWolzow
@ harry waren deine eltern damals älter als 65 jahre?
wenn nein, wurde bei der beantragung der besuchsreise deiner eltern in der zuständigen kd eine sicherheitsüberprüfung durchgeführt. spätestens da wäre in der vsh-kartei aufgefallen, dass der sohn für die "aktion grün" gemustert wurde und z.zt. seinen wehrdienst bei den gt ableistet.


Nein, meine Eltern waren Ende 40. Kontakt zu den Westverwanten hatte ich auch, wir hatten uns sogar mal getroffen als ich VKU hatte. Vielleicht war die Stasi doch nicht allwissend.


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#27

RE: Grenzsoldaten und Grenztruppen der Deutschen Demokratischen Rebublik

in Grenztruppen der DDR 07.07.2009 19:08
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von harry
Vielleicht war die Stasi doch nicht allwissend.


das bestreitet keiner.
aber der normale ablaufplan war wie ich es dir oben mitgeteilt habe. also hat man es sehr wohl gewusst...


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#28

RE: Grenzsoldaten und Grenztruppen der Deutschen Demokratischen Rebublik

in Grenztruppen der DDR 07.07.2009 19:54
von Barny (gelöscht)
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Freunde der GT. zu meiner Zeit bei den Grenztruppen(77-78).ich hatte auch Westverwandschaft hat aber keinen gestört glaube ich.Ich hatte ein Kind und eine Frau.Einmal im halbjahr wurde bei uns eine Tiefenkontrolle ge macht,es wurde der ganze Spint durchstöbert und da wurde in meinem Spint Westkaugummi gefunden ich hatte Streß ohne Ende.Bei meiner Schwiegermutter ist der ABV gekommen und hat gefragt op sie in der BRD war.Sie ist Rentnerin.Gruß aus Trebbin Barny


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#29

RE: Grenzsoldaten und Grenztruppen der Deutschen Demokratischen Rebublik

in Grenztruppen der DDR 08.07.2009 07:42
von sentry | 1.091 Beiträge

Zitat von josy95
Wollte mit den 3 Jahren auch unbedingt (und nur!) zu den Grenztruppen...


Vielleicht war genau das Dein Problem. Leute, die richtig heiß darauf waren, an die Grenze zu kommen, galten von vorn herein als "staubiger" als der Rest der Kandidaten.
Da es für diesen heißen Wunsch verschiedene (auch nicht so linientreue) Gründe geben konnte, wurden solche Kandidaten im Vorfeld besonders unter die Lupe genommen. Ich kann dafür keine exakte Quelle benennen, habe aber an anderer Stelle schon Kopien solcher Anweisungen gesehen.

Bei mir z.B. war die meistgestellte Frage im Musterungsprozess, ob ich eine Freundin hätte. Darüber lagen der Staatsmacht unterschiedliche Informationen aus verschiedenen Quellen vor, so dass sie gerne Klarheit wollte.
In früheren Ermittlungen hatten Bewohner aus unserem Haus das Weibchen sogar beschrieben, während ich nicht 'mal seinen Namen kannte
Es ging wahrscheinlich um die Bindung an den Orbeida-und-Mauern-Schdoohd, aber trotz Singledaseins bin ich trotzdem an die Linie gekommen. Das Auswahlverfahren war wohl doch etwas professioneller und komplexer als "No Martini, no party!"


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#30

RE: Grenzsoldaten und Grenztruppen der Deutschen Demokratischen Rebublik

in Grenztruppen der DDR 08.07.2009 10:21
von josy95 | 4.915 Beiträge

Hallo sentry und alle Anderen hier,

vielen Dank für Deine Ausführungen. Denke mal, das wird schon der Grund gewesen sein. Der "nette" Herr damals wußte über meine Tante im Westen besser Bescheib wie ich! Das hat mich schon damals als relativ "ahnungsloser" Jugendlicher etwas gewundert. Der wußte z. Bsp. sehr genau bescheid warum, wieso, weshalb das Verhältnis zu meinem Vater (ihrem Bruder) wegen einer Erbschaftsstreitigkeit (Ost- West- Erbschaftsprobleme) gestört war.

Was mich denn heute noch etwas verwundert ist der Umstand, das ich kurz vor der Entlassung eine "Einladung" zum DDR- Zoll bekommen hab. War zwar wohl so eine obligatorische Sache, heute würde man sagen "Kettenbrief" den jeder "EK" bekommen hat.
Auch für die Trapo wurde ich verschiedentlich durch unseren ABV T (T für Transportpolizei), mit dem ich mich übrings sehr gut verstand, "angeworben", auch als Helfer. Hab ich aber nicht gewollt! Hatte so den Eindruck, das man mir deshalb auch nicht sonderlich "böse" war. Mein Argument war, das ich damals in der Freiwilligen Feuerwehr war und nur "auf einer Hochzeit" zu tanzen vermochte. Dafür hat man dann wohl auch Verständnis gehabt.

Mit der Wende hatte ich dann mit einem Kollegen die Idee, zur Trapo zu gehen, weil man dort immer noch Leute suchte. Hatte bestimmt auch mit der Tatsache was zu tun, das man die Leute mit Stasi- Verstrickungen los werden wollte...!?
Heut sag ich, hätt ich es man damals mit 30 Jahren gemacht. Dienstzeit bei der DR wäre anerkannt wurden und denke mal, mit ein wenig Glück wär man heut Beamter der Bundespolizei...mit 33 Dienstjahren...!

Aber was soll`s. Hinterher ist man (oft) oder immer schlauer!


Schönen Tag euch allen!

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 08.07.2009 10:24 | nach oben springen

#31

RE: Grenzsoldaten und Grenztruppen der Deutschen Demokratischen Rebublik

in Grenztruppen der DDR 17.07.2009 20:14
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Guten Abend zusammen
ich habe hier noch einige Zahlen zu Herkunft der Rekruten,das ganze aus dem Jahr 1988.

88,8% Arbeiter
6,8 % LPG-Mitglieder
1,7 % Angestellte
0,9 % Studenten
0,7 % Intelligenz
0,7 % Mitglieder einer Produktionsgenossenschaft des Handwerks
0,1 % Selbständige

0,3 % Sonstige



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#32

RE: Grenzsoldaten und Grenztruppen der Deutschen Demokratischen Rebublik

in Grenztruppen der DDR 17.07.2009 20:31
von Mike59 | 7.963 Beiträge

Mann wo ist den diese Statistik her? Hau den Kram gleich in die Tonne. Traue keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast. Meine Eltern waren im Parteiapparat, somit wurde meine Herkunft auch als aus der "Arbeiter Zunft" in die Fragebögen und letzt endlich in die Statistik übernommen. Also alles mit sehr viel Vorsicht zu geniessen.


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#33

RE: Grenzsoldaten und Grenztruppen der Deutschen Demokratischen Rebublik

in Grenztruppen der DDR 14.01.2010 18:24
von StabPL | 456 Beiträge

Mal etwas anderes:
Ist es möglich noch etwas über die Grenzbereitschaft Eldena der Kommandatur Grabow/Lenzen zu erfahren?
Mein Bruder Horst Neumann hat dort in der Zeit von 16. Juni 1952 - 15.April 1956 gedient, letzter Dienstgrad Stabsgefreiter.
StabPl



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#34

RE: Grenzsoldaten und Grenztruppen der Deutschen Demokratischen Rebublik

in Grenztruppen der DDR 14.01.2010 18:38
von wosch (gelöscht)
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Zitat von StabPL
Mal etwas anderes:
Ist es möglich noch etwas über die Grenzbereitschaft Eldena der Kommandatur Grabow/Lenzen zu erfahren?
Mein Bruder Horst Neumann hat dort in der Zeit von 16. Juni 1952 - 15.April 1956 gedient, letzter Dienstgrad Stabsgefreiter.
StabPl




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Aus Eldena hat mein Vater zu tiefsten DDR-Zeiten immer Spargel bekommen, den hatte es da nämlich gegeben, aber nur "unter dem Tisch", wenn Du verstehst was ich meine! Paar Kilometer weiter auf dem Schießplatz bei Lübthen, da gab es auch keinen Spargel und in Lenzen, Grabow, Dömitz und Ludwigslust auch nicht. Ich hatte mal gehört, die Grenzer an der Elbe mußten nachweisen, daß sie nicht schwimmen konnten, hatte das irgendwelche Gründe? StabPl, sollte nur ein Scherz sein, ich hoffe Du bist mir jetzt nicht böse, aber das mit dem Spargel stimmte schon!!
Schönen Gruß aus Kassel (Grabow, Eldena und Lenzen kannte ich- wohnte nicht weit weg.)


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#35

RE: Grenzsoldaten und Grenztruppen der Deutschen Demokratischen Rebublik

in Grenztruppen der DDR 14.01.2010 19:35
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Josy,

eben mahl off-topicbiste heut noch lokführer bei der DB oder bei der HSB ,
entschuldige mich für meine pers neugier

gr aus NL Klaus

PS:habe letzten sommer in Wernigerode/Hasserode ferien gemacht u habe mit meinen enkel diese dampfloks sehr nahe gesehen.
Der kleine schrie mord u brand wenn er die dampffeife hörte( auf holländisch ging das so trein trein )auf deutsch zugggggggggggg zuggggggggg


micky hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#36

RE: Grenzsoldaten und Grenztruppen der Deutschen Demokratischen Rebublik

in Grenztruppen der DDR 15.01.2010 20:47
von Grenzer79 (gelöscht)
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Es ist richtig. Die Grenzkompanie bezog einen befohlenen Kompaniestützpunkt mit den angegebeneb Maßen.
Der KSP wurde im Falle einer Spannungsperiode bezogen. Die Grenzkompanie sollte, unter kriegsähnlichen Zuständen, einen Abschnitt der Staatsgrenze sichern. Das heißt, für die Grenztruppen wäre schon Krieg, während die Deckungtruppenteile der Landstreitkräfte noch Frieden hätten. Der Auftrag war, die Abwehr von subversiven Kräften, Aufklärungs-und Spezialeinheiten. Erst beim Angriff regulärer Truppen, wäre ein Deckungstruppenteil der LaSK eingesetzt worden. In meinen Kompanieabschnitt wäre es das Mot.-Schützenregiment Bad Salzungen, das Aufklärungsbataillon-4 gewesen.
Hinter uns Grenzern vom Grenzregiment-3 stand die 4. Mot.-Schützendivision der NVA und die 8. Gardearmee der GSSD.


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#37

RE: Grenzsoldaten und Grenztruppen der Deutschen Demokratischen Rebublik

in Grenztruppen der DDR 18.07.2012 19:56
von Zeitzeuge1969 | 14 Beiträge

Besonders ab Anfang der 80-er, da haben in Westberlin die West- Reichsbahner gestreikt, worauf man (fast) alle entlassen hat. Ersetzt hat man die dann mit DDR- weiten Abordnungen aus allen Reichsbahndienststellen, natürlich nur mit "tapferen" Genossen!
Ihr wißt das nicht? Der Schienenverkehr in Westberlin wurde gemäß des 4- Mächteabkommens durch die DDR- Reichsbahn durchgeführt! Das betraf sowohl Fern- als auch U- und S- Bahn!
Hallo josy,

Fernverkehr und S-Bahn ja, U-Bahn hatte schon seit Anfang der fünfziger Jahre jeder seine eigene Verwaltung, selbst die zwei Linien die ohne Halt unter Ostberlin fuhren waren mit Westberlinern besetzt. Der S-Bahnverkehr wurde von ostdeutscher Seite nach dem Streik so gut wie eingestellt, es fuhren nur noch die Züge zum S-Bahnhof Friedrichstr. (Grenzübergang), erst Mitte der Achtziger wurde die S-Bahn in WB wieder teilweise in Betrieb genommen, allerdings durch die Westberliner Verkehrsbetriebe (BVG), erst nach der Wende wurde das gesamte Netz wieder von der DB-Bahn übernommen.
Guß aus Berlin
Ich möchte ergänzen. Am S-Bahnhof Lehrter Bahnhof (heute an diesem Ort der Berliner Hauptbahnhof ), gab es ein Wechsel im S-Bahnführerhaus. Der BVG-Fahrer West stieg aus und der S-Bahnfahrer der DDR-Reichsbahn übernahm das Steuer bis zum Ostberliner Bahnhof Friedrichstrasse.Dort gab es einen unkontrollierten Transitumstieg zur U-Bahn der BVG-West für die Berlin-West Reisenden.Am Bahnhof Friedrich Str. gab es auch den strengbewachten Grenzübergang nach Berlin-Ost.


zuletzt bearbeitet 18.07.2012 20:07 | nach oben springen

#38

RE: Grenzsoldaten und Grenztruppen der Deutschen Demokratischen Rebublik

in Grenztruppen der DDR 18.07.2012 20:30
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #10

Zitat von dein1945
... wie oft wurde Fall 3 ausgerufen ? ...
Grauß aus Berlin


Hallo dein1945,

die gefechtsmäßige Grenzsicherung wurde nicht ausgerufen. Es könnte sein, dass Teile der Grenztruppen 1962 (Kuba-Krise), als die NVA und der Warschauer Pakt das einzige Mal in ihrer Geschichte "Volle Gefechtsbereitschaft" ausgelöst hatten, zu einer Art gefechtsmäßiger Grenzsicherung übergegangen sind. Aber das weiß ich nicht genau.

Bei der gefechtsmäßigen Grenzsicherung bezog die Grenzkompanie einen befohlenen und ausgebauten Kompaniestützpunkt im Gelände (Breite 750 - 1000 m / Tiefe 300 - 500 m). Von dort aus wären Sicherungsposten ausgeschickt worden und dort hätte die Kompanie auch Gefechtshandlungen führen müssen. In letzterem Falle hätte die Kompanie in der Regel als Gefechtsvorposten eines dahinter stationierten Regiments gehandelt. Sie hatte also den Gegner aufzuklären und zur Entfaltung seiner Kräfte zu zwingen. Mehr war mit den Kräften einer Kompanie nicht möglich. Es gab da immer wieder dieses unsinnige Gedöns, die Grenztruppen sollten den Gegner 20 Minuten aufhalten. Das war purer Quatsch. In Richtungen des Hauptstoßes hätten wir keine Minute durchhalten können.

ciao Rainman


reinman warum waren wir dann im dezember 1981 mit teil 1 und 2 draußen? als von jedem bat. eine kompanie an die polnische grenze verlegt werden sollte? das war gefechtsmäßige grenzsicherung in meinen augen und urlaubssperre sowieso. 3 tage dauerte das spektakel bis die kompanien welche auf züge schliefen wieder zurück kamen.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 18.07.2012 20:31 | nach oben springen

#39

RE: Grenzsoldaten und Grenztruppen der Deutschen Demokratischen Rebublik

in Grenztruppen der DDR 18.07.2012 20:38
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Laut Geschichtsbuch Ausrufung des Kriegsrechtes in Polen (13. Dez. 1981).
http://de.wikipedia.org/wiki/Kriegsrecht...._Dezember_1981


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#40

RE: Grenzsoldaten und Grenztruppen der Deutschen Demokratischen Rebublik

in Grenztruppen der DDR 18.07.2012 22:45
von Rainman2 | 5.761 Beiträge

Zitat von EK 82/2 im Beitrag #38
reinman warum waren wir dann im dezember 1981 mit teil 1 und 2 draußen? als von jedem bat. eine kompanie an die polnische grenze verlegt werden sollte? das war gefechtsmäßige grenzsicherung in meinen augen und urlaubssperre sowieso. 3 tage dauerte das spektakel bis die kompanien welche auf züge schliefen wieder zurück kamen.

Hallo EK 82/2,

die Frage kann ich Dir so nicht beantworten. Ich selbst war zu diesem Zeitpunkt noch Offiziersschüler im dritten Lehrjahr. Ich befand mich zu einer Kulturveranstaltung oder -konferenz in Karl-Marx-Stadt mit einer Gruppe von 5 oder 6 Leuten von der Offiziershochschule. Wir wurden plötzlich zurück nach Plauen beordert. Grund: Erhöhte Gefechtsbereitschaft. Diese hielt über mehrere Tage an. Wir waren in der Zeit ziemlich nervös.

Von einem flächendeckenden Übergang zur gefechtsmäßigen Grenzsicherung in dieser Zeit habe ich bis heute nichts gehört. Da ich aber auch keinen Grund habe, an Deiner Geschichte zu zweifeln, kann ich nur annehmen, dass in einigen Abschnitten das Beziehen und Vorbereiten der befohlenen Stellungen für die gefechtsmäßige Grenzsicherung angeordnet war. Unter diesen Umständen war das dann auch wirklich eine Grenzsicherung unter gefechtsmäßigen Bedingungen. Dennoch gehe ich davon aus, dass Ihr relativ schnell wieder zum normalen Regime der Grenzsicherung übergegangen seid, es wurden also Grenzposten im Grenzabschnitten im Grenzdienst eingesetzt. Das besondere an der "Gefechtsmäßigen Grenzsicherung" war, dass sie keine Sicherung im Rahmen des herkömmlichen Grenzregimes darstellte. Die Grenzkompanie hätte sich nur auf einen geringen Teil des Grenzabschnitts konzentriert. Aufklärung und Sicherung im Abschnitt hätten stattgefunden, aber nicht die Konzentration der Kräfte und Mittel im Verteidigungsabschnitt aufheben können. Und so etwas wäre eigentlich nur bei Voller Gefechtsbereitschaft gemacht worden. So zumindest die mir bekannte Theorie.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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