#1

Der Aufbau der DDR-Grenzanlagen in den 70er Jahren

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.02.2009 16:48
von Angelo | 12.396 Beiträge

Die Grenze der DDR wurde in den Jahren ihres Bestehens ständig verbessert. Man versuchte von Seiten der DDR-Führung die Grenze so auszubauen das eine Flucht aus der DDR immer schwieriger wurde. In den 70er Jahren hatte die DDR-Grenze schon einen beachtlichen Sicherheit-Standard der sich wahrscheinlich bis in die heutige Zeit noch um das 10fache verbessert hätte wenn es die Innerdeutsche Grenze noch geben würde. Hier gibt es jetzt eine kleine Aufstellung und Statistik über die Beschaffenheit der Innerdeutschen Grenze in den 70er Jahren

1. 5-km-Sperrzone diese ab dem Jahre 1972 3 bis 5 km
2. 500 Meter Schutzstreifen
3. 600 Wachtürme entlang der Innerdeutschen Grenze davon 45 aus Beton
4. 1.000 Erdbunker
5. 315 Kettenlaufanlagen mit ca 450 Hunden
6. 900 Km Kolonnenweg davon 130 km betoniert
7. 80 cm tiefer KFZ Sperrgraben auf 530 km Länge
8. 95 Lichtsperren (Lichtstrassen) auf 150 Km länge
9. 6 meter breiter Kontrollstreifen
10. 1140 km langer doppelter Stacheldrahtzaun mit Bodenminen
11. 25 meter Brachfeld (Spurensicherung)
12. Metallgitterzaun
13. Warndrahtzaun
14. Selbstschussanlagen SM-70
15. 271 km Erdminensperre Typ 66


nach oben springen

#2

RE: Der Aufbau der DDR-Grenzanlagen in den 70er Jahren

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.03.2010 23:21
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von Angelo
Die Grenze der DDR wurde in den Jahren ihres Bestehens ständig verbessert. Man versuchte von Seiten der DDR-Führung die Grenze so auszubauen das eine Flucht aus der DDR immer schwieriger wurde. In den 70er Jahren hatte die DDR-Grenze schon einen beachtlichen Sicherheit-Standard der sich wahrscheinlich bis in die heutige Zeit noch um das 10fache verbessert hätte wenn es die Innerdeutsche Grenze noch geben würde. Hier gibt es jetzt eine kleine Aufstellung und Statistik über die Beschaffenheit der Innerdeutschen Grenze in den 70er Jahren
1. 5-km-Sperrzone diese ab dem Jahre 1972 3 bis 5 km
2. 500 Meter Schutzstreifen
3. 600 Wachtürme entlang der Innerdeutschen Grenze davon 45 aus Beton
4. 1.000 Erdbunker
5. 315 Kettenlaufanlagen mit ca 450 Hunden
6. 900 Km Kolonnenweg davon 130 km betoniert
7. 80 cm tiefer KFZ Sperrgraben auf 530 km Länge
8. 95 Lichtsperren (Lichtstrassen) auf 150 Km länge
9. 6 meter breiter Kontrollstreifen
10. 1140 km langer doppelter Stacheldrahtzaun mit Bodenminen
11. 25 meter Brachfeld (Spurensicherung)
12. Metallgitterzaun
13. Warndrahtzaun
14. Selbstschussanlagen SM-70
15. 271 km Erdminensperre Typ 66



Wo haste denn diese Zahlen her?


"Mobility, Vigilance, Justice"
nach oben springen

#3

RE: Der Aufbau der DDR-Grenzanlagen in den 70er Jahren

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.03.2010 23:35
von karl143 (gelöscht)
avatar

Ich habe zwar keine Übersicht über die gesamte Grenze. Aber ich nenne hier mal die Zahlen vom
Abschnitt der Braunschweiger Abteilung, Stand: 31. Dezember 1986.
Länge des Abschnittes exakt 84,700 Meter

Nördliche Abschnittsgrenze: Straße Grasleben - Weferlingen
Südl. Abschnittsgrenze: Okerbrücke (Eisenbahn, sö. Schladen)

23 Beton- Beobachtungstürme, rund, als BT11 bezeichnet (davon 9 als Führungspunkte)

10 BTv (4x4) Betontürme, viereckig, aus Fertigteilen (Außenmaße 4 x 4 Meter)

19 BTv (2x2) Betontürme, viereckig, aus Fertigteilen (Außenmaße 2 x 2 Meter)

10 Beobachtungstürme mit Stahlgerüst, bwz. Holz

57 Erdbunker, Betonbunker, und doppelte Betonbunker

11 Lichtsperren mit einer Gesamtlänge von 12,3 Kilometer

4 Betonsperrmauern mit einer Gesamtlänge von 3,325 km

13 Hundelaufanlagen auf einer Länge von 9,850 km

3 Hundelaufanlagen im modifizierten Schutzstreifenzaun auf einer Länge von 8,200 km

54 Durchlässe im Schutzstreifenzaun

41 Durchlässe im Metallgitterzaun

Die Gesamtlänge des modifizierten Schutzstreifenzaunes betrug 74,700 km


nach oben springen

#4

RE: Der Aufbau der DDR-Grenzanlagen in den 70er Jahren

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.03.2010 23:38
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Es ging mir um die Zahlen von Angelo, aus den 70er Jahren.

Ein kleiner Wirrwar und manches paßt nicht.


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 02.03.2010 23:39 | nach oben springen

#5

RE: Der Aufbau der DDR-Grenzanlagen in den 70er Jahren

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.03.2010 23:54
von maja64 (gelöscht)
avatar

Nix mit Steinigen Bergmensch,ich mach diesen hier vor Dir


nach oben springen

#6

RE: Der Aufbau der DDR-Grenzanlagen in den 70er Jahren

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.03.2010 00:37
von Rostocker | 7.731 Beiträge

Ich sage es mal schlicht und einfach so.Und stelle die Frage.Kommen wir den Namen Forum DDR Grenze noch nach? Oder sollte man das Forum nicht umbenennen in einer Art--Die DDR und ihre Geschichte.Und nehmt es mir nicht böse,aber selbst der Forumvater weicht mit seinen Fragestellungen hier von Forum DDR Grenze. weit ab.Hört zu ich will niemanden zu nahe treten--also nun keine Entrüstung des Sturms einfach nur mal sich alles durch den Kopf gehen lassen.


nach oben springen

#7

RE: Der Aufbau der DDR-Grenzanlagen in den 70er Jahren

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.03.2010 00:44
von turmwache (gelöscht)
avatar

hallo,ich kannte keine grenze in der zeit der ddr von so nahe, erst als der zeun offen war für jedermann und frau. der konstrukteur des umfassungszaunes zu g8 in heiligendamm (name ist mir entfallen)hat auch die berliner mauer konstruiert, natürlich von östlicher seite - fachleute sind gefragt.
bis denne


nach oben springen

#8

RE: Der Aufbau der DDR-Grenzanlagen in den 70er Jahren

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.03.2010 00:59
von Zicke (gelöscht)
avatar

nach oben springen

#9

RE: Der Aufbau der DDR-Grenzanlagen in den 70er Jahren

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.03.2010 06:58
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

Guten Morgen zusammen und meine Meinung zu der Vielfalt im Forum DDR-Grenze. Ich würde es so lassen, wie es ist und logisch, mittlerweile sind wir ein wandelndes Lexikon gworden aber das ist doch nicht schlecht. Also sehe ich so von der Bandbreite her, wer sich neu anmeldet, finde ich, das gerade die Vielfalt das Forum anziehend macht.
Nur für die schnelle Suche zum jeweiligen Thema, dieses muss gewährleistet sein, und ist es wohl auch.
Ich hatte es auch schon öfters geschrieben, und liege da vielleicht allein mit meiner Ansicht, aber "nur alter Armeekram", das ist doch langweilig? Zumindest für den Laien...ich weiß, Mario, du kannst mich jetzt steinigen und Bergmensch gleich mit, ich werde es überleben.

R-M-R


nach oben springen

#10

RE: Der Aufbau der DDR-Grenzanlagen in den 70er Jahren

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.03.2010 07:20
von Sonny (gelöscht)
avatar

@ RMR

Du liegst nicht allein mit deiner Ansicht: Ich kann deinen Beitrag voll und ganz unterschreiben --- genau so sehe ich das auch.


Sicher, in letzter Zeit haben die "grenzfremden" Themen vielleicht ein bißchen zu sehr dominiert (Stichwort "Mythos") --- aber ich glaube nicht, daß das zum Dauerzustand wird.

In seinem Bestand bedroht ist ein Forum ja eigentlich erst dann, wenn dort immer weniger Leute schreiben, wenn es sozusagen "einschläft" --- ich denke, davon kann bei diesem Forum nicht ansatzweise die Rede sein, und deswegen mache ich mir in dieser Hinsicht auch keine Sorgen.


zuletzt bearbeitet 03.03.2010 07:21 | nach oben springen

#11

RE: Der Aufbau der DDR-Grenzanlagen in den 70er Jahren

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.03.2010 07:40
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

Da sind wir ja schon zwei, Sonny und mal sehen, wer noch schreibt. Aber einmal eine kleine Geschichte zum Thema hier über die Erdbunker. Der Laie wird sagen" Erdbunker", der war wohl aus Erde? Nein, war er nicht, er war aus Beton, so glaube ich sogar etwas sechseckig, soweit ich das in Erinnerung habe und schaute so fünfzig Zentimeter aus der Erde.
Aber Thunderhorse oder ein anderer wird bestimmt mal eine gute Aufnahme finden. Und eigentlich wollte ich auf etwas ganz menschliches hinaus. Was ich nie verstanden habe war, das es da Zeitgenossen gab, die diesen Bunker als Toilette für das kleine Geschäft benutzt haben, denn ringsherum war ja meistens viel Wald.
Sie waren einfach zu faul, mal die drei Schritte vor die Tür zu gehen.Und so roch es dann immer darin so schön nach Urinate.
Ich weiß, das Thema ist nicht sehr appetitlich, aber so tickt eben der Mensch.

R-M-R


nach oben springen

#12

RE: Der Aufbau der DDR-Grenzanlagen in den 70er Jahren

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.03.2010 08:36
von ABV | 4.202 Beiträge

Hallo Leute!
Ob nun direkt oder indirekt, irgendwie haben ja alle Themen welche sich um die Zeit von 1945-1990 im damals geteilten Deutschland drehen, mit der Grenze zu tun. Und wer sich für die Grenze interessiert, interessiert sich in aller Regel auch für die anderen Dinge die damals das Leben bestimmten. Mythen, ich weiß dass ist ein dämliches Wort, Vorurteile und "weiße Flecken" existieren ja noch zur genüge. Es ist doch schön das es hier auch ganz junge Lete gibt, die diese Zeit wirklich nur vom Hörensagen kennen. Sollten wir diese, im Falle einer allgemeinen Frage in punkto DDR/BRD, wegen "Nichtzuständigkeit" an ein anderes Forum verweisen? Ich denke wohl nicht, denn dass wäre der Anfang vom Ende des Forums.Und wäre wiederrum sehr, sehr schade!!


Also RM und Sonny, ich schließe mich eurer Meinung 100 % an.

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


zuletzt bearbeitet 03.03.2010 08:38 | nach oben springen

#13

RE: Der Aufbau der DDR-Grenzanlagen in den 70er Jahren

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.03.2010 09:11
von wosch (gelöscht)
avatar

Besser zuviel als zuwenig!!
Schönen Gruß aus Kassel.


nach oben springen

#14

RE: Der Aufbau der DDR-Grenzanlagen in den 70er Jahren

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.03.2010 09:20
von Rostocker | 7.731 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Da sind wir ja schon zwei, Sonny und mal sehen, wer noch schreibt. Aber einmal eine kleine Geschichte zum Thema hier über die Erdbunker. Der Laie wird sagen" Erdbunker", der war wohl aus Erde? Nein, war er nicht, er war aus Beton, so glaube ich sogar etwas sechseckig, soweit ich das in Erinnerung habe und schaute so fünfzig Zentimeter aus der Erde.
Aber Thunderhorse oder ein anderer wird bestimmt mal eine gute Aufnahme finden. Und eigentlich wollte ich auf etwas ganz menschliches hinaus. Was ich nie verstanden habe war, das es da Zeitgenossen gab, die diesen Bunker als Toilette für das kleine Geschäft benutzt haben, denn ringsherum war ja meistens viel Wald.
Sie waren einfach zu faul, mal die drei Schritte vor die Tür zu gehen.Und so roch es dann immer darin so schön nach Urinate.
Ich weiß, das Thema ist nicht sehr appetitlich, aber so tickt eben der Mensch.

R-M-R


---------------------------------------------------------------------------------------
Hallo R-M-R;Wollte nur mal drauf antworten was ich hier Rot markiert habe.
Zu meiner Zeit wurden die Postenplätze noch gereinigt.,und das lief so ab.Zum Dienstende mußte der Posten das Umfeld um den Bunker herrum von Zigarrettenkippen säubern die so in der Schicht angefallen sind,ebenfalls mußte auch ausgefegt werden.Und so verhielt es sich auch mit den Beobachtungstürmen,ein Handfeger und Kehrschaufel waren immer vorhanden.Der Postenführer war dafür verantwortlich,das er einen sauberen Postenplatz übernahm und auch wieder übergab.Es kam schon mal vor,das der neue Posten einen Postenplatz nicht übernahm.Wegen 2 Zigarrettenkippen,dann ging es Retourkutsche wieder zurück und der ganze Zug der abgelöst wurde mußte warten.


zuletzt bearbeitet 03.03.2010 10:02 | nach oben springen

#15

RE: Der Aufbau der DDR-Grenzanlagen in den 70er Jahren

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.03.2010 10:05
von Mike59 | 7.979 Beiträge

Zitat von Rostocker

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Da sind wir ja schon zwei, Sonny und mal sehen, wer noch schreibt. Aber einmal eine kleine Geschichte zum Thema hier über die Erdbunker. Der Laie wird sagen" Erdbunker", der war wohl aus Erde? Nein, war er nicht, er war aus Beton, so glaube ich sogar etwas sechseckig, soweit ich das in Erinnerung habe und schaute so fünfzig Zentimeter aus der Erde.
Aber Thunderhorse oder ein anderer wird bestimmt mal eine gute Aufnahme finden. Und eigentlich wollte ich auf etwas ganz menschliches hinaus. Was ich nie verstanden habe war, das es da Zeitgenossen gab, die diesen Bunker als Toilette für das kleine Geschäft benutzt haben, denn ringsherum war ja meistens viel Wald.
Sie waren einfach zu faul, mal die drei Schritte vor die Tür zu gehen.Und so roch es dann immer darin so schön nach Urinate.
Ich weiß, das Thema ist nicht sehr appetitlich, aber so tickt eben der Mensch.

R-M-R


---------------------------------------------------------------------------------------
Hallo R-M-R;Wollte nur mal drauf antworten was ich hier Rot markiert habe.
Zu meiner Zeit wurden die Postenplätze noch gereinigt.,und das lief so ab.Zum Dienstende mußte der Posten das Umfeld um den Bunker herrum von Zigarrettenkippen säubern die so in der Schicht angefallen sind,ebenfalls mußte auch ausgefegt werden.Und so verhielt es sich auch mit den Beobachtungstürmen,ein Handfeger und Kehrschaufel waren immer vorhanden.Der Postenführer war dafür verantwortlich,das er einen sauberen Postenplatz übernahm und auch wieder übergab.Es kam schon mal vor,das der neue Posten einen Postenplatz nicht übernahm.Wegen 2 Zigarrettenkippen,dann ging es Returkutsche wieder zurück und der ganze Zug der abgelöst wurde mußte warten.



-----------------------------------
Das ist ja wieder mal ein sch....thema.
Vielleicht waren diese Zeitgenossen der Zeit vorraus und haben es für ein gepanzertes DIXI gehalten. Wenn ich einen erwischt hätte
Hoffentlich wird das nicht als zusätzlich Erdverlegung von Tretminen an der Grenze gewertet - damit das MfS dann auch eine ordentliche Geruchkonserve fertigen konnte. Shit schon wieder beim MfS gelandet.

Motto des Tages ! DIXI - wenns um die Wurst geht.

Mike59


nach oben springen

#16

RE: Der Aufbau der DDR-Grenzanlagen in den 70er Jahren

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.03.2010 12:18
von Anton | 156 Beiträge

Ich persönlich kenne einige und mich eingeschlossen, die zu DDR-Zeiten auf die Grenze gesch...en hätten.

VG ANTON



zuletzt bearbeitet 03.03.2010 12:24 | nach oben springen

#17

RE: Der Aufbau der DDR-Grenzanlagen in den 70er Jahren

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.03.2010 12:22
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Also ich habe die Erdbunker viereckig in Erinnerung,mit einem spitzen Dach.Kann mich aber auch täuschen.
Manche waren halb eingegraben und manche ragten voll raus bzw.standen normal auf Bodenhöhe.
Was R-M-R vom Gestank und Dreck dadrinnen schreibt,kann ich nur bestätigen.
Es war zum kotzen wenn es regnete und nichts anderes in der Nähe zum unterstellen war.
Man(n) wäre gern rein gegangen,doch ich konnte es in solch einem Scheißhaus nicht aushalten und zog dann Nässe und frische Luft vor.Manche brutzelten ja in diesen Bunkern noch Essen.....
Ich versteh auch bis heute nicht,wie man da reinurinieren konnte,dass waren doch die vollen Patten.....
Das können doch nur welche gemacht haben,die ihre letzte Schicht vorm Heimgang dort hatten,oder?
Es gab genug Platz für diese "Verrichtungen" und gestört wurde man auch nicht.
War ja kein Publikumsverkehr am Zaun.
Entschuldige mich auch gleich noch für die Begriffe kotzen und Scheißhaus,aber das musste sein,weil es so war und zum Thema ganz genau passt.

Gruß ek40


nach oben springen

#18

RE: Der Aufbau der DDR-Grenzanlagen in den 70er Jahren

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.03.2010 12:34
von karl143 (gelöscht)
avatar

Die Erdbunker waren auch viereckig. Leider habe ich auf die Schnelle nur ein Foto von einem doppelten Erdbunker gefunden. Die Unschärfe liegt daran das es sich nur um einen Bildauschnitt handelt. Es ist der doppelte Erdbunker am Grenzknick Seinstedt. Er ist besetzt, da rechts (ostw.) vom Bunker Mäharbeiten statffinden.

Angefügte Bilder:
GK_Seinstedt.jpg

zuletzt bearbeitet 03.03.2010 12:34 | nach oben springen

#19

RE: Der Aufbau der DDR-Grenzanlagen in den 70er Jahren

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.03.2010 13:14
von josy95 | 4.915 Beiträge

Hab da mal etwas Kurioses beizusteuern.

Der Ilsestein bei Ilsenburg liegt aus Richtung Stadt Ilsenburg blickend in süd- südöstlicher Richtung, also eher freundwärts. Der Ilsestein erhebt sich ca. 150 m aus dem Ilsetal als Felsen/ Felsvorsprung mit dem bekannten Kreuz als Erinnerung an die Gefallenen der Befreiungskriege 1814. Reste einer kleinen Burganlage, die bis ca. 1075 existent war, sind heute noch sichtbar. In Erläuterungen hierzu ist auch von einer strategisch günstigen Lage zur Überwachung/ Kontrolle des nördlichen Harzvorlandes die Rede. Mein Vater und ältere Ilsenburger erzählten, das dieser markante Punkt 1945 nach Einmarsch der Amerikaner und später der Russen sofort besetzt wurde. Im Bereich des gußeisernen Kreuzes findet man heute noch eingeritzte Initialen in kryllischer Schrift.
Damals wie heute ist der Ilsestein ein beliebtes und bekanntes Wanderziel mit einer kleinen Gastwirtschaft. Gut zu Fuß zu erreichen über Wanderwege und auch eine Fahrstraße. Bis zur Wende neben der Plessenburg eigentlich das Wanderziel im Nahbereich von Ilsenburg, da nicht im Grenzgebiet gelegen. Das Grenzgebiet begann im drunter liegenden Ilsetal rechsseitig der Forststraße Richtung Ilsefälle/ Brocken/ Scharfenstein bzw. Plessenburg.

Oberhalb des Ilsesteins auf dem Stumpfrücken hat man Ende der 60-er Jahre einen der hier schon beschriebenen viereckigen Betonbunker (Standardausführung wie an der Grenze) errichtet und auch eine Telefonleitung (Freileitung) aus dem Ilsetal durch das eigentlich sehr schwierige Gelände verlegt. Ich hab mich immer gefragt, zu was für einen Zweck. Der Stumpfrücken selbst bot überhaupt keine freie Sicht schon allein durch den Bewuchs. Weitere Bebauungen hat es dort nicht gegeben. Auch war es kein gesperrter Bereich, also für jederman zugänglich. Nach relativ kurzer Zeit (Mitte der 70-er) war auch die Telefonleitung an mehreren Stellen sichtbar unterbrochen, augenscheinlich unbrauchbar, u. a. durch Windbruch/ umgestürzte Bäume abgerissene Leitungen, umgestürzte Holzmasten. Das geübte Auge kann heute noch einige dieser Überbleibsel (Maststümpfe ect.) erkennen.
Der Bunker auf dem Stumpfrücken war ca. 1997 noch vorhanden, ob er heute noch existent ist, weiß ich nicht. Wär mal eine Idee für eine nächste Wanderung/ Spurensuche.

Was für einen Zweck wird diese Anlage gehabt haben?

In Ilsenburg wurde auch immer gemunkelt, das der dam. Wirt der Raststätte an der Telefonleitung, die sichtbar zur unterhalb liegenden Grenzkompanie führte, die sich damals im ehem. Hotel "Am Ilsestein" befand, angeschlossen war und hierüber verdächtige Gäste meldete. Man muß wissen, das damals von ortsunkundigen und unvorsichtigen Grenzgängern vielfach solche Anlaufpunkte genutzt wurden, um über Nachfragen ect. sich besser orientieren zu können. Hat man hier wirklich einen derartigen Aufwand betrieben um ggfls. 2 oder 3 vermeintliche Grenzgänger abzufangen? Ein derartiger Aufwand hierfür macht doch eigentlich keinen Sinn. Kann mir zwar vorstellen, das der Stumpfrücken auf Grund seiner exponierten Höhenlage für die damalige Funktechnik interessant war und dieser Bunker mit Telefonanschluß eine Art Vermittlungsstation zum (unteren) Ilsetal gewesen ist. Hier ist die Funkwellenausbreitung heute noch sehr eingeschränkt. Handyempfang fast null.

Wer weiß mehr?

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 03.03.2010 13:22 | nach oben springen

#20

RE: Der Aufbau der DDR-Grenzanlagen in den 70er Jahren

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.03.2010 16:51
von Holtenauer | 1.158 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Guten Morgen zusammen und meine Meinung zu der Vielfalt im Forum DDR-Grenze. Ich würde es so lassen, wie es ist und logisch, mittlerweile sind wir ein wandelndes Lexikon gworden aber das ist doch nicht schlecht. Also sehe ich so von der Bandbreite her, wer sich neu anmeldet, finde ich, das gerade die Vielfalt das Forum anziehend macht.
Nur für die schnelle Suche zum jeweiligen Thema, dieses muss gewährleistet sein, und ist es wohl auch.
Ich hatte es auch schon öfters geschrieben, und liege da vielleicht allein mit meiner Ansicht, aber "nur alter Armeekram", das ist doch langweilig? Zumindest für den Laien...ich weiß, Mario, du kannst mich jetzt steinigen und Bergmensch gleich mit, ich werde es überleben.

R-M-R



R-M-R: Da muß ich Dir sogar mal recht geben
Ich bib ja hier auch nur ein Laie, finde alles über die Grenze interessant, aber auch andere Themen , die nicht direkt mit der Grenze zu tun haben. Weiter so !!


Gruß
Thomas
Zerstörer Lütjens - D185

Seit man begonnen hat, die einfachsten Behauptungen zu beweisen, erweisen sich viele von ihnen als falsch

Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast


nach oben springen



Besucher
12 Mitglieder und 48 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: TalSiar
Besucherzähler
Heute waren 641 Gäste und 42 Mitglieder, gestern 3638 Gäste und 176 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14373 Themen und 558544 Beiträge.

Heute waren 42 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen