#1

Ich komme wieder, Genossen!

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.10.2010 08:38
von Freedom (gelöscht)
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#2

RE: Ich komme wieder, Genossen!

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.10.2010 18:27
von Sonne | 510 Beiträge

Alle Achtung vor dem Mann.


Gruß Sonne

05/66-10/67
18 Monate meiner Jugend
in Glowe, Rothesütte, Elend


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.
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#3

RE: Ich komme wieder, Genossen!

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.10.2010 19:46
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Man muss mal ehrlich sagen...nach lesen des langen Text, der Mann hatte eine Aufgabe, die hatte er sich in den Kopf gesetzt und ein Ziel was er im Endeffekt durch ganz normale Unwägbarkeiten nicht erreicht hatte, aber er hatte da echt was durchgezogen, also Hut ab,das hätte auch mit seinem Tod enden können.
Ich glaube, die besten Geschichten schreibt doch das Leben selbst.

Rainer-Maria


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#4

RE: Ich komme wieder, Genossen!

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.10.2010 09:55
von Jameson | 759 Beiträge

Toll, was der (sich) alles geleistet hat, der verspielte "Baumwipfelhüpfer". Naja, das tote Kind war eben Pech, ist doch nichts im Vergleich zu den Opfern des Kommunismus. Der Zweck scheint eben doch die Mittel zu heiligen. Der hätte das Zeug dazu es in Freedom´s Signatur zu schaffen.

Ahoi Jameson

PS: Der Bundeswehroffizier hat den Nagel auf den Kopf getroffen.



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#5

RE: Ich komme wieder, Genossen!

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.10.2010 15:47
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Sonne
Alle Achtung vor dem Mann.



Meine Achtung vor dieser Person hält sich in engen Grenzen. Mehr was die fachliche Ausführung betrifft aber keineswegs in Bezug auf die Motivlage.
Nüchtern, da hat einer versucht, sich vor dem Vollzug einer rechtskräftigen Strafe wegen Tötung eines Menschen, hier eines Kindes durch Diebstahl eines Flugzeuges und Flucht damit in die DDR zu entziehen.
Was meint er eigentlich, was ihm passiert wäre, wäre er uns am Kanten unter die Augen gekommen? Meint er wirklich, wir hätten ihn willkommen geheißen? Eher hätten wir ihn zurückgetrieben, hätten wir so etwas gewußt.
Als die DDR ihn nicht hochjubelt sondern wegsperrt, wird er aus Rachsucht zum provessionellen Schleuser. Wir Bösen, haben wir ihn doch tatsächlich behandelt, wie er es verdient hatte. Das darf die Menschheit doch nicht... Also jemand, der nicht nur nicht zu seinen Taten steht, sondern auch noch nachtritt! Woher soll da Achtung für ihn kommen?
Nichts für ungut, solche wie ihn zu jagen bereitet mir ganz anders als in manchem anderen Fall auch heutzutage keine Bauchschmerzen. Das sind Leute jenseits des Gesetzes, die zu jeder Zeit ihre Suppe bedenkenlos auf Kosten anderer kochen. Bremst man sie nicht, müssen immer Unschuldige bluten.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#6

RE: Ich komme wieder, Genossen!

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.10.2010 17:16
von werner | 1.591 Beiträge

Wenn man die beiden Artikel so liest, kann man neben dem von S51 Genannten auch folgendes herauslesen:

Ein Hobbypilot ohne Respekt vor dem Leben und dem Eigentum anderer ist sauer, weil die DDR ihn entgegen seinen Erwartungen doch wieder in die Obhut der Bundesbehörden übergeben hatte. Da er selbst keiner geregelten Arbeit nachgeht, aber ein teures Hobby – nämlich die Fliegerei- hat, entdeckt er die „Fluchthilfe“ als Marktlücke, mit der er sein Hobby finanzieren kann. Da er nicht teilen will und glaubt, er kann´s allein, hält er sich von Fluchthilfeorganisationen fern.

Zitat: Wenn es sein müßte, könnte er durchaus zwei Erwachsene und ein Kind aufnehmen, wie es sein Auftraggeber, der ihm im Juni die 20 000 Mark Vorschuß gegeben hatte, wünschte. Doch insgesamt hatte Späth seinen Plan längst abgeändert.

Soll wohl heißen, dass er eigentlich nicht wirklich seinem Auftraggeber die zugesagte Leistung erbringen wollte, sondern dass nur „wenn es sein müßte“ geschehen sollte – als Plan B sozusagen. Das grenzt schon an Eingehungsbetrug.

Zitat: Noch in der Kanzel lud Späth als erstes seine Bockbüchsflinte durch. Die Tränengaspistole trug er ohnehin schußbereit in der Tasche seines Anoraks. Vorsichtig sprang er aus dem Flugzeug heraus.

War er schon so weit, sich selbst zu töten? Denn das passt irgendwie nicht zu der Aussage, dass er die Waffen nur benutzen wollte, um sich selbst zu töten . . . Polizei war ja scheinbar weit und breit nicht zu sehen.

Die Großmutter des mitzunehmenden Mädchens ist offenbar nicht eingeweiht und prompt geht die Aktion daneben – schlicht stümperhaft vorbereitet.

Und die Abstimmung zum Treffpunkt Riesa war ja offenbar auch grandios.

Ein selbstsüchtiger Krimineller mit gewissem fliegerischem Talent ist an seiner eigenen Unfähigkeit dilettantisch gescheitert – mehr nicht. Ihm ging es nicht um die Menschen, sondern um sein Ego, vielleicht noch den schnöden Mammon und das für die Medien in "Rache" verpackt! Vor so etwas Achtung haben?? . . .


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#7

RE: Ich komme wieder, Genossen!

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.10.2010 18:19
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

Aber gearbeitet hat er, das muss man ihm lassen. Ein Anderer hätte faul auf der Couch gesessen, ein Bier nach dem anderen geköpft, sich aufgeregt über Gott und die Welt, wenn die Tagesschau geflimmert hätte...und, und, und.
Nein, der Mann hatte einen Plan, wie Egon Olsen und es stimmt, er trug Schuld aus alter Zeit mit dem Tot eines Kindes, die wohl ewig auf ihm lasten wird aber deutsche Gerichte und gerechte Schuldsprüche sind doch wohl eher ein Witz, so denke ich an den Fall mit vier toten Jugendlichen auf der Insel Rügen vor Jahren...Rainman kann da besser beitragen zu diesem speziellen Fall...wo der Unfallverursacher so glaube ich heute schon wieder den Straßenverkehr unsicher macht?
Also gearbeitet hat er...das zumindest muss man ihm lassen, auch wenn die DDR ihn sofort wieder eingelocht hätte, für länger diesmal und gut, das es kluge Großmütter gibt, die nicht auf jeden Hallodri hereinfallen, wenn schon die eigene Tochter ein verachtenswerter Mensch ist, die man eigentlich hätte einsperren müssen, weil sie ihr Kind in der DDR zurück ließ.

Rainer-Maria


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