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#1

Außenpolitik der DDR

in DDR Politik Presse 09.10.2010 10:30
von Angelo | 12.470 Beiträge | 240 Punkte
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Die Außenpolitik der DDR war geprägt von der Einbindung in das von der UdSSR geführte und dominierte "sozialistische Staatensystem" mit dem (militärischen) Warschauer Vertrag und dem (vokswirtschaftlichen) RGW. Bis 1972 war die DDR international nur von anderen sozialistischen Staaten anerkannt. Weitere für die Außenpolitik relevante Besonderheiten waren, dass die DDR als einziger sozialistischer Staat aus dem Kriegsverlierer Deutschland hervorgegangen war und ein weiterer deutscher Staat, der anderen Wirtschafts- und Militärbündnisse angehörte und teilweise "Alleinvertretungsanspüche" geltend machte, existierte. (vergleiche auch UNO-Mitgliedschaft, Vier-Mächte-Abkommen, West-Berlin)

Ist das so richtig wie es dort geschrieben ist ?


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#2

RE: Außenpolitik der DDR

in DDR Politik Presse 09.10.2010 11:16
von eisenringtheo | 9.527 Beiträge | 598 Punkte
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Annägerungsweise. Letztlich geht es um die Frage, was aus dem Kriegsverlierer Deutschland werden sollte. Die Siegermächte des Zweiten Weltkrieges hatten darüber ganz unterschiedliche Ansichten, nachdem der kalte Krieg ausgebrochen war. Die Sowjetunion strebte anfänglich ein neutrales Deutschland an, ähnlich Österreich, und wollte damit die amerikanische Militämacht aus Europa zurückdrängen. Da die Sowjetunion in Europa liegt, hätte man hier ein militärisches Übergewicht erlangt. Die Antwort Amerikas auf das Ansinnen der SU war die Gründung der BRD. Die Sowjetunion war daraufhin genötigt, die Gründung der DDR voranzutreiben.
Die Frage war jetzt: Welcher Staat war das "richtige" Deutschland? Die Klärung suchte man in der Aussenwirtschaftspolitik.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hallstein-Doktrin
http://de.wikipedia.org/wiki/Ulbricht-Doktrin
http://de.wikipedia.org/wiki/Zwei-Staaten-Theorie
In den sechziger Jahre favorisierten die Schutzmächte immer stärker die Zwei Staaten Lösung. Die Sowjetunion gab 1961 das OK für die wirksame Befestigung der DDR Staatsgrenzen und begrub damit die Idee eines geeinten Deutschlands. Die Amerikaner waren ohnehin nie füe ein geeintes, neutrales Deutschland. Die BRD hingegen hielt aus innenpolitischen Gründen bis 1989 an der Idee eines geeinten Deutschlandes fest. Da die Grossmächte beide deutschen Staaten aber unbedingt in der UNO haben wollten und immer weniger Verständnis für die Forderung der DDR und der BRD hatten, nur entweder mit dem einen oder anderen Staat wirtschaftliche Beziehungen zu haben, kam es letztlich zum Grundlagenvertrag.
Theo


zuletzt bearbeitet 09.10.2010 11:18 | nach oben springen


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