#1

Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.02.2009 14:07
von Angelo | 12.396 Beiträge

Vorwort und Einleitung über die Organisation der Grenzübergänge zur ehemaligen DDR
Die Wichtigsten Punkte um in die DDR ein zureisen waren die Grenzübergangsstellen auch GÜST genannt. In den 80er Jahren gab es an der Innerdeutschen Grenze 10 Straßen Grenzübergänge und 8 Grenzübergangsstellen die mit der Eisenbahn befahrbar waren. Die Abfertigungsanlagen auf West Deutscher Seite waren sehr bescheiden, ganz im gegen teil zu denen die zur DDR gehörten. Die zwei grössten Grenzübergänge der DDR waren, der Grenzübergang Helmstedt/Marienborn und der Grenzübergang Drewitz auf der Transitstrecke nach Berlin/West. An diesen beiden grössten Grenzübergangsstellen zur DDR waren teilweise bis zu 1000 Grenztruppen Soldaten eingesetzt. Alle Grenzübergangsstellen waren in der Regel 24 Stunden geöffnet es wurden an den größten GÜST mehrere Millionen Menschen abgefertigt.

Die Grenzkontrollen an den Grenzübergangstellen der DDR waren sehr streng und oft mit vielen Schikanen der DDR Grenzsoldaten versetzt. Bürger die aus der DDR ausreisen wollten bzw. die über die Transitstrecke aus West Berlin kamen wurden in der Regel recht schnell abgefertigt, anderes war es bei denen Bürger die in die DDR einreisen wollten, hier bildeten sich oft Kilometerlange Staus obwohl fast immer mehrere Abfertigungsanlagen in Betrieb waren.Alle Grenztruppen Soldaten die an den Grenzübergangsstellen eingesetzt waren trugen eine Uniform, doch nicht jeder dieser vermeintlichen Grenztruppen Soldaten war auch einer. Das Ministerium für Staatssicherheit (STASI) hatte ebenfalls mehrer Mitarbeiter an der Grenze eingesetzt. Diese waren aber nicht von den regulären Grenztruppen zu unterscheiden. Ausgesuchte STASI-Offiziere bedienten auch Technische Kontrolleinrichtungen, dieses wurde aber erst nach der Wende bekannt. Z.b gab es am Grenzkontrollpunkt Marienborn die so genannte GAMMAKANONE, diese GAMMAKANONE hat mit Hilfe Radioaktiver Strahlung Grenzflüchtlinge in Fahrzeugen ausfindig gemacht.

Einer der wichtigsten Grenzkontrollpunkte war der GüST Marienborn/Helmstedt
Wer über die Transitstrecke Hannover-Berlin gefahren ist,kam zwangsläufig am Grenzübergang Marienborn vorbei. Die Grenzkontrollen waren teilweise hart und Menschen unwürdig. Teilweise wurden von Transit-Reisenden verlangt sich einen intensiven Leibesvisitation zu unterziehen. Folgte man den Anweisungen der DDR Grenztuppen nicht wurde einem die Einreise in die DDR versagt.

Am Grenzkontrollpunkt Marienborn gab es eine art von Kontrolle die es sonst nirgends gegeben hat. Man spricht von der GAMMAKANONE die am Dach des Güst Marienborn angebracht war. Ohne Wissen der zu kontrollierenden Bürger wurde jeder der den GÜST Marienborn passierte Radioaktiv bestrahlt. Diese Gammakanone diente zur Aufspürung von Republik flüchtigen. Jeder wurde mit einer geringen Dosis von Radioaktivität bestrahlt. Kurz vor der Wende als sich war das die DDR nicht mehr lange zu leben hat wurden diese GAMMAKANONEN von Mitarbeitern der STASI noch hastig entfernt, bis heute ist nicht bekannt wo diese Gammakanonen ab-geblieben sind geschweige wie Sie ausgesehen haben. Spätere Untersuchungen haben ergeben das die Strahlung so gering war, das es keine Gefahr für Mensch und Tier gegeben hat.

Die Gammakanonen müßen laut Augenzeugen hier im Dach vom Güst Marienborn angebracht gewesen sein. Da sich aber bis heute niemand von den ehemaligen Stasi-Mitarbeitern jemals dazu gesäuert hat wo diese Kanonen genau waren,wird man wohl nie heraus bekommen welche Aufgaben diese Gammakanonen wirklich hatten.

Angefügte Bilder:
zuletzt bearbeitet 25.10.2009 21:00 | nach oben springen

#2

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.10.2009 21:00
von Angelo | 12.396 Beiträge

So nochmal aus dem Keller geholt.


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#3

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.10.2009 21:15
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Nun, wenn es dich wirklich interessiert, dann geb ich dir mal was zum lesen


In Antwort auf:
Folgte man den Anweisungen der DDR Grenztuppen nicht wurde einem die Einreise in die DDR versagt.



Wäre das heute anders, wenn ich dem BGS bzw. Zoll bei seinen Anordnungen nicht Folge leisten würde???



Dateianlage:
Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 25.10.2009 21:25 | nach oben springen

#4

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.10.2009 21:44
von Angelo | 12.396 Beiträge

Danke lieber Feliks über diese wirklich sehr guten Informationen über die Gammakanone


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#5

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.10.2009 22:22
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat aus dem Anhang von Felix:

Am US-Übergang Checkpoint Charlie ging l978/79 der erste Gammastrahler in Betrieb.


Frage: Wieso konnten dann danach immer noch einige Diplomaten, die diesen Übergang nutzen mussten, Leute in den Westen im Auto schleusen?


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#6

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.10.2009 22:29
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Augenzeuge
Zitat aus dem Anhang von Felix:

Am US-Übergang Checkpoint Charlie ging l978/79 der erste Gammastrahler in Betrieb.


Frage: Wieso konnten dann danach immer noch einige Diplomaten, die diesen Übergang nutzen mussten, Leute in den Westen im Auto schleusen?




Wieso können heute noch Menschen, illegal von Schleusern, von Afrika nach Europa gebracht werden, wo doch die Mittelmeerstaaten so streng kontrollieren?

Manche Verbrecher schaffen es halt immer durchs Netz zu schlüpfen, damals wie heute.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 25.10.2009 22:32 | nach oben springen

#7

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.10.2009 22:37
von Augenzeuge (gelöscht)
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Nee Felix, diese Frage von mir mit einer Frage zu beantworten, wird meinem Anliegen nicht gerecht.


zuletzt bearbeitet 25.10.2009 22:38 | nach oben springen

#8

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.10.2009 22:42
von Rostocker | 7.725 Beiträge

So oft fand eine Schleusung mit Diplomaten nun auch nicht statt.Die wussten auch das sie ihr Diplomatenstatus dadurch verlieren.


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#9

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.10.2009 22:47
von dein1945 (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.

Zitat von Augenzeuge
Zitat aus dem Anhang von Felix:

Am US-Übergang Checkpoint Charlie ging l978/79 der erste Gammastrahler in Betrieb.


Frage: Wieso konnten dann danach immer noch einige Diplomaten, die diesen Übergang nutzen mussten, Leute in den Westen im Auto schleusen?




Wieso können heute noch Menschen, illegal von Schleusern, von Afrika nach Europa gebracht werden, wo doch die Mittelmeerstaaten so streng kontrollieren?

Manche Verbrecher schaffen es halt immer durchs Netz zu schlüpfen, damals wie heute.




Hallo Feliks,
zu dem Wort Verbrecher will ich Dir mal energisch wiedersprechen. Ich kenne oder kannte einige Leute die diesen Weg gewählt haben. Sie wollten nur ohne große Gefahr von Ost nach West, da war kein einziger Verbrecher dabei-Hilfe bekommen haben sie von jugoslawischen Diplomaten, das war auch dem MfS bekannt,
Gruß aus Berlin


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#10

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.10.2009 23:27
von 254Spielregel | 339 Beiträge

In Antwort auf:
An diesen beiden grössten Grenzübergangsstellen zur DDR waren teilweise bis zu 1000 Grenztruppen Soldaten eingesetzt.

Definitiv falsch.
Die Gesamtstärke der an der GÜSt Marienborn Autobahn eingesetzten Kräfte betrug ca. 1000 Beschäftigte, davon also hauptsächlich PKE, Zollverwaltung, Grenztruppen und Zivilbeschäftigte etc. Der Anteil der Grenztruppen mit einer Kompaniestärke von zuletzt ungefähr 102 AGT war so ziemlich der geringste, Einsatz durchschnittlich ca. 16 AGT gleichzeitig.

In Antwort auf:
Alle Grenztruppen Soldaten die an den Grenzübergangsstellen eingesetzt waren trugen eine Uniform, doch nicht jeder dieser vermeintlichen Grenztruppen Soldaten war auch einer. Das Ministerium für Staatssicherheit (STASI) hatte ebenfalls mehrer Mitarbeiter an der Grenze eingesetzt. Diese waren aber nicht von den regulären Grenztruppen zu unterscheiden.


Das wäre wohl eher umgekehrt zu formulieren...

In Antwort auf:
Am Grenzkontrollpunkt Marienborn gab es eine art von Kontrolle die es sonst nirgends gegeben hat. Man spricht von der GAMMAKANONE die am Dach des Güst Marienborn angebracht war.

Definitiv falsch.
Die Sonderkontrolle gab es auch an anderen GÜSt'en.

In Antwort auf:
Die Gammakanonen müßen laut Augenzeugen hier im Dach vom Güst Marienborn angebracht gewesen sein.

Klingt mir zu mysteriös, deshalb anhängendes Bild (Quelle siehe Bild). Übrigens fuhren die Alliierten an der Sonderkontrolle vorbei, im Bild linke Spur.

Gruß,254

Angefügte Bilder:
zuletzt bearbeitet 25.10.2009 23:28 | nach oben springen

#11

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 26.10.2009 06:37
von manudave (gelöscht)
avatar

Zitat von dein1945

Zitat von Feliks D.

Zitat von Augenzeuge
Zitat aus dem Anhang von Felix:

Am US-Übergang Checkpoint Charlie ging l978/79 der erste Gammastrahler in Betrieb.


Frage: Wieso konnten dann danach immer noch einige Diplomaten, die diesen Übergang nutzen mussten, Leute in den Westen im Auto schleusen?




Wieso können heute noch Menschen, illegal von Schleusern, von Afrika nach Europa gebracht werden, wo doch die Mittelmeerstaaten so streng kontrollieren?

Manche Verbrecher schaffen es halt immer durchs Netz zu schlüpfen, damals wie heute.




Hallo Feliks,
zu dem Wort Verbrecher will ich Dir mal energisch wiedersprechen. Ich kenne oder kannte einige Leute die diesen Weg gewählt haben. Sie wollten nur ohne große Gefahr von Ost nach West, da war kein einziger Verbrecher dabei-Hilfe bekommen haben sie von jugoslawischen Diplomaten, das war auch dem MfS bekannt,
Gruß aus Berlin




Was meinst du, warum er das Dick gemacht hat (?) - er will einfach nur provozieren.

Aber hier darf ja jeder, wie er will...


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#12

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 26.10.2009 08:03
von Angelo | 12.396 Beiträge

Zitat von manudave

Zitat von dein1945

Zitat von Feliks D.

Zitat von Augenzeuge
Zitat aus dem Anhang von Felix:

Am US-Übergang Checkpoint Charlie ging l978/79 der erste Gammastrahler in Betrieb.


Frage: Wieso konnten dann danach immer noch einige Diplomaten, die diesen Übergang nutzen mussten, Leute in den Westen im Auto schleusen?




Wieso können heute noch Menschen, illegal von Schleusern, von Afrika nach Europa gebracht werden, wo doch die Mittelmeerstaaten so streng kontrollieren?

Manche Verbrecher schaffen es halt immer durchs Netz zu schlüpfen, damals wie heute.




Hallo Feliks,
zu dem Wort Verbrecher will ich Dir mal energisch wiedersprechen. Ich kenne oder kannte einige Leute die diesen Weg gewählt haben. Sie wollten nur ohne große Gefahr von Ost nach West, da war kein einziger Verbrecher dabei-Hilfe bekommen haben sie von jugoslawischen Diplomaten, das war auch dem MfS bekannt,
Gruß aus Berlin




Was meinst du, warum er das Dick gemacht hat (?) - er will einfach nur provozieren.

Aber hier darf ja jeder, wie er will...




Genau David.....also im Thema weitermachen


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#13

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 26.10.2009 08:05
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von dein1945

Zitat von Feliks D.

Zitat von Augenzeuge
Zitat aus dem Anhang von Felix:

Am US-Übergang Checkpoint Charlie ging l978/79 der erste Gammastrahler in Betrieb.


Frage: Wieso konnten dann danach immer noch einige Diplomaten, die diesen Übergang nutzen mussten, Leute in den Westen im Auto schleusen?




Wieso können heute noch Menschen, illegal von Schleusern, von Afrika nach Europa gebracht werden, wo doch die Mittelmeerstaaten so streng kontrollieren?

Manche Verbrecher schaffen es halt immer durchs Netz zu schlüpfen, damals wie heute.




Hallo Feliks,
zu dem Wort Verbrecher will ich Dir mal energisch wiedersprechen. Ich kenne oder kannte einige Leute die diesen Weg gewählt haben. Sie wollten nur ohne große Gefahr von Ost nach West, da war kein einziger Verbrecher dabei-Hilfe bekommen haben sie von jugoslawischen Diplomaten, das war auch dem MfS bekannt,
Gruß aus Berlin





Das Wort bezieht sich auf den Schleuser, nicht auf den Geschleusten!


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#14

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 26.10.2009 08:33
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Rostocker
So oft fand eine Schleusung mit Diplomaten nun auch nicht statt.Die wussten auch das sie ihr Diplomatenstatus dadurch verlieren.



Hallo Rostocker,
naja, was ist viel und was ist wenig? Es gab nicht nur jugoslawische Schleuserdiplomaten, auch aus Norwegen, Afrika etc.
Genau genommen, hätte doch jede versuchte Flucht mittels dieser Technik gestoppt werden können. Das passierte aber nicht. Warum nicht? Immerhin war damals auch das Büro von Strauss teilweise in diese Fälle mit involviert, wie stark weiß ich nicht. Ich bin mir eigentlich sicher, das hier einige Experten etwas dazu sagen könnten, aber die wollen wohl nicht...oder dürfen nicht,schade.

@Felix
Ja es ist richtig. Hier wurde man wohl zum Verbrecher als Schleuser- aus deiner Sicht bzw. der Sicht der DDR. Man begang schließlich ein "Verbrechen", um Menschen, die wiederum aus verbrecherischen Gründen in ihrem Land eingesperrt bzw. der Freizügigkeit beraubt waren, herauszuholen. Andererseits könnte man auch sagen, sie handelten im Auftrag der Menschlichkeit, in dem sie dem Willen der freiheitlich orientierten Menschen entsprachen.


zuletzt bearbeitet 26.10.2009 08:33 | nach oben springen

#15

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 26.10.2009 09:12
von dein1945 (gelöscht)
avatar

Zitat von dein1945

Hallo Feliks,
zu dem Wort Verbrecher will ich Dir mal energisch wiedersprechen. Ich kenne oder kannte einige Leute die diesen Weg gewählt haben. Sie wollten nur ohne große Gefahr von Ost nach West, da war kein einziger Verbrecher dabei-Hilfe bekommen haben sie von jugoslawischen Diplomaten, das war auch dem MfS bekannt,
Gruß aus Berlin



[quote="Feliks D."]
Das Wort bezieht sich auf den Schleuser, nicht auf den Geschleusten!

Hallo Feliks,
habe eigentlich von Dir keine andere Antwort erwartet, immer ein Hintertürchen offenlassen, hatte Dir ja schon mal per PN geschrieben nenne immer alles so, daß es zu keinen Mißverständnissen kommt, o.K.

Wir können uns hier gern auseinandersetzen wer Verbrecher war, der Schleuser als Diplomat, der Leute durch den Übergang brachte sicher nicht, der Tunnelgräber sicher auch nicht, der U-Bahnfahrer der im Tunnel die Tür öffnete sicher auch nicht, oder als Abschluss sonst wird die Liste zulang, etwa die jungen Mäönner die kurz nach dem 13.August den Stacheldrat auseinander rissen damit noch einige rüber konnten, aber all diese Leute sind nach deiner Lesart Verbrecher. Nein all diese Menschen haben geholfen, daß Bürger dein Land mit Recht verlassen konnten, weil es ihnen von euch verwehrt wurde. Nicht jeder konne in diesem System Glücklich werden, einige schon, nur ebend nicht alle.

Nun kommen wir mal zu den Leuten die ich auch als Verbrecher bezeichnen würde, da waren Zuhälter aus Westberlin die gegen reichlich Kohle geschleust haben. Fuhren mit ihren "Damen" nach Ostberlin, trafen sich in der Wohnung der Person die raus wollte, "Dame" wurde unter Alkohol gesetzt oder mit KO-Tropfen, dann wurden die Rollen getauscht, die Frau Ost wurde vorher nicht eingeweit, also für mich kein Verbrecher, der Zuhälter wuste genau was mit seiner Dame passierte, für mich ein Verbrecher, da er sich auch nach unseren Gesetzen strafbar gemacht hatte, noch dazu auf sehr hinterhältige Weise.
Zu den Schleusungen über Point Charly, das MfS hat davon gewust, gerade jugoslawische Diplomaten haben sich dabei nicht sehr geschickt verhalten, um es mal milde auszudrücken, andererseits hat sich die DDR dabei sehr zurückgehalten, nichts wäre International schlimmer gewesen, als ständig wegen dieser Vorfälle in der Presse genannt zu werden.
Ich hoffe Du verstehst nun was ich von deiner Definition von Verbrecher halte,
Gruß aus Berlin


zuletzt bearbeitet 26.10.2009 09:16 | nach oben springen

#16

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 26.10.2009 09:32
von icke46 | 2.593 Beiträge

Hallo, dein1945,

die Geschichte mit den Zuhältern, von der Du schreibst, interessiert mich. Gibt es im Netz irgendwelche Quellen dazu? Eigentlich kann so ein Kerl diese Nummer doch nur einmal abgezogen haben - beim nächsten Mal hätte er sicher Probleme gehabt, eine Begleiterin zu finden, die sich sehenden Auges ausser Gefecht setzen lässt, oder sehe ich da was falsch?

Gruss

icke



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#17

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 26.10.2009 10:09
von dein1945 (gelöscht)
avatar

Zitat von icke46
Hallo, dein1945,

die Geschichte mit den Zuhältern, von der Du schreibst, interessiert mich. Gibt es im Netz irgendwelche Quellen dazu? Eigentlich kann so ein Kerl diese Nummer doch nur einmal abgezogen haben - beim nächsten Mal hätte er sicher Probleme gehabt, eine Begleiterin zu finden, die sich sehenden Auges ausser Gefecht setzen lässt, oder sehe ich da was falsch?

Gruss

icke



hallo icke46,
ich selbst habe im Netz bisher nicht dazu gesucht, weil es mich nicht sonderlich Interesiert hat, nur ein guter Bekannter aus der Nachbarschaft hat mir diese Geschichte erzählt, hat selbst dafür eine längere Haftstrafe in Rummelsburg abgesessen, er war dort nicht der Einzige, der dort einsitzen durfte. Die Begleiterin war immer schnell gefunden, erst hat man ihnen eingeredet es wäre nicht so schlimm, für die ein, zwei Tage gibt es hinterher "dicke Kohle". anfangs ist es auch so gewesen, nur dann wurden die Strafen höher, weil das MfS den "Damen" die Geschichten nicht mehr glaubten. Oft hatten die "Damen" auch große Alkohol oder andere Probleme und somit ständig Geldsorgen. Wenn eine mal längere Zeit weg war, wurde ebend eine Geschichte erfunden, etwa "Susi" hat das Umfeld gewechselt, in diesen Kreisen herschten wohl andere Sitten, als im Normalleben. Nur dann kam irgentwann der Punkt, einige Damen haben ausgepackt, natürlich auf Druck, durch die Vernehmer und dann wurden auch Namen genannt, das hatte dann beim nächsten Grenzübertritt für den Zuhälter entsprechende Folgen. Die ausgesprochenen Strafen konnten schon mal 10 Jahre betragen. Bei mir in der Nachbarschaft war nach sechseinhalb Jahren der Spuk vorbei. Auch hat sich die Bundesregierung in diesen Fällen mit Freikauf sehr zurückgehalten,
Gruß aus Berlin


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#18

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 26.10.2009 12:00
von wosch (gelöscht)
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Ein Verbrecher??

Also, auch ich hatte nach Felix seiner Version einen "Verbrecher" als "Schleuser" oder "Fluchthelfer", nämlich einen mir vollkommen unbekannten Menschen, welcher mich völlig unentgeltlich, in seinem Fahrzeug versteckt, mit in die Freiheit genommen hatte. Um nach Felix sein "Verbrechen" noch größer zu machen: nicht nur mich, sondern einen Bekannten von mir gleich mit, ebenfalls als völlig Unbekannten und unentgeltlich. Diesen Mann, der soviel riskiert hatte, als Verbrecher zu bezeichnen, dürfte meines Erachtens nur Jemanden einfallen, auf den diese Bezeichnung eher zutrifft.
Für mich war mein "Verbrecher" (sprich Schleuser)jedenfalls ein....., ach urteilt doch selbst!!!


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#19

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 26.10.2009 18:26
von Augenzeuge (gelöscht)
avatar

Zitat von 254Spielregel

In Antwort auf:
An diesen beiden grössten Grenzübergangsstellen zur DDR waren teilweise bis zu 1000 Grenztruppen Soldaten eingesetzt.

Definitiv falsch.
Die Gesamtstärke der an der GÜSt Marienborn Autobahn eingesetzten Kräfte betrug ca. 1000 Beschäftigte, davon also hauptsächlich PKE, Zollverwaltung, Grenztruppen und Zivilbeschäftigte etc. Der Anteil der Grenztruppen mit einer Kompaniestärke von zuletzt ungefähr 102 AGT war so ziemlich der geringste, Einsatz durchschnittlich ca. 16 AGT gleichzeitig.

In Antwort auf:
Alle Grenztruppen Soldaten die an den Grenzübergangsstellen eingesetzt waren trugen eine Uniform, doch nicht jeder dieser vermeintlichen Grenztruppen Soldaten war auch einer. Das Ministerium für Staatssicherheit (STASI) hatte ebenfalls mehrer Mitarbeiter an der Grenze eingesetzt. Diese waren aber nicht von den regulären Grenztruppen zu unterscheiden.


Das wäre wohl eher umgekehrt zu formulieren...

In Antwort auf:
Am Grenzkontrollpunkt Marienborn gab es eine art von Kontrolle die es sonst nirgends gegeben hat. Man spricht von der GAMMAKANONE die am Dach des Güst Marienborn angebracht war.

Definitiv falsch.
Die Sonderkontrolle gab es auch an anderen GÜSt'en.

In Antwort auf:
Die Gammakanonen müßen laut Augenzeugen hier im Dach vom Güst Marienborn angebracht gewesen sein.

Klingt mir zu mysteriös, deshalb anhängendes Bild (Quelle siehe Bild). Übrigens fuhren die Alliierten an der Sonderkontrolle vorbei, im Bild linke Spur.
Gruß,254




Danke Spielregel, sind alles gute Informationen. Gab es denn Zeiträume, wo die Anlagen der Überwachung abgeschaltet werden konnten? Nach Aussage von PKE war eine Umgehung definitiv nicht möglich. Deshalb frage ich mich, ob und ggf. warum das MFS dem Treiben mancher Diplomaten tatenlos zugeschaut hat....

Eins würde mich auch interessieren. Wieviele Leute hat man durch diese Überwachung überhaupt entdeckt.


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#20

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 26.10.2009 20:07
von manudave (gelöscht)
avatar

Zitat von Angelo
Vorwort und Einleitung über die Organisation der Grenzübergänge zur ehemaligen DDR
Die Wichtigsten Punkte um in die DDR ein zureisen waren die Grenzübergangsstellen auch GÜST genannt. In den 80er Jahren gab es an der Innerdeutschen Grenze 10 Straßen Grenzübergänge und 8 Grenzübergangsstellen die mit der Eisenbahn befahrbar waren. Die Abfertigungsanlagen auf West Deutscher Seite waren sehr bescheiden, ganz im gegen teil zu denen die zur DDR gehörten. Die zwei grössten Grenzübergänge der DDR waren, der Grenzübergang Helmstedt/Marienborn und der Grenzübergang Drewitz auf der Transitstrecke nach Berlin/West. An diesen beiden grössten Grenzübergangsstellen zur DDR waren teilweise bis zu 1000 Grenztruppen Soldaten eingesetzt. Alle Grenzübergangsstellen waren in der Regel 24 Stunden geöffnet es wurden an den größten GÜST mehrere Millionen Menschen abgefertigt.

Die Grenzkontrollen an den Grenzübergangstellen der DDR waren sehr streng und oft mit vielen Schikanen der DDR Grenzsoldaten versetzt. Bürger die aus der DDR ausreisen wollten bzw. die über die Transitstrecke aus West Berlin kamen wurden in der Regel recht schnell abgefertigt, anderes war es bei denen Bürger die in die DDR einreisen wollten, hier bildeten sich oft Kilometerlange Staus obwohl fast immer mehrere Abfertigungsanlagen in Betrieb waren.Alle Grenztruppen Soldaten die an den Grenzübergangsstellen eingesetzt waren trugen eine Uniform, doch nicht jeder dieser vermeintlichen Grenztruppen Soldaten war auch einer. Das Ministerium für Staatssicherheit (STASI) hatte ebenfalls mehrer Mitarbeiter an der Grenze eingesetzt. Diese waren aber nicht von den regulären Grenztruppen zu unterscheiden. Ausgesuchte STASI-Offiziere bedienten auch Technische Kontrolleinrichtungen, dieses wurde aber erst nach der Wende bekannt. Z.b gab es am Grenzkontrollpunkt Marienborn die so genannte GAMMAKANONE, diese GAMMAKANONE hat mit Hilfe Radioaktiver Strahlung Grenzflüchtlinge in Fahrzeugen ausfindig gemacht.

Einer der wichtigsten Grenzkontrollpunkte war der GüST Marienborn/Helmstedt
Wer über die Transitstrecke Hannover-Berlin gefahren ist,kam zwangsläufig am Grenzübergang Marienborn vorbei. Die Grenzkontrollen waren teilweise hart und Menschen unwürdig. Teilweise wurden von Transit-Reisenden verlangt sich einen intensiven Leibesvisitation zu unterziehen. Folgte man den Anweisungen der DDR Grenztuppen nicht wurde einem die Einreise in die DDR versagt.

Am Grenzkontrollpunkt Marienborn gab es eine art von Kontrolle die es sonst nirgends gegeben hat. Man spricht von der GAMMAKANONE die am Dach des Güst Marienborn angebracht war. Ohne Wissen der zu kontrollierenden Bürger wurde jeder der den GÜST Marienborn passierte Radioaktiv bestrahlt. Diese Gammakanone diente zur Aufspürung von Republik flüchtigen. Jeder wurde mit einer geringen Dosis von Radioaktivität bestrahlt. Kurz vor der Wende als sich war das die DDR nicht mehr lange zu leben hat wurden diese GAMMAKANONEN von Mitarbeitern der STASI noch hastig entfernt, bis heute ist nicht bekannt wo diese Gammakanonen ab-geblieben sind geschweige wie Sie ausgesehen haben. Spätere Untersuchungen haben ergeben das die Strahlung so gering war, das es keine Gefahr für Mensch und Tier gegeben hat.

Die Gammakanonen müßen laut Augenzeugen hier im Dach vom Güst Marienborn angebracht gewesen sein. Da sich aber bis heute niemand von den ehemaligen Stasi-Mitarbeitern jemals dazu gesäuert hat wo diese Kanonen genau waren,wird man wohl nie heraus bekommen welche Aufgaben diese Gammakanonen wirklich hatten.




Mensch Angelo,

wo haste die Grütze denn her?


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