#81

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 30.09.2010 19:47
von Oss`n | 2.777 Beiträge

Zitat von EK 82/2

Zitat von Anton

Zitat
Ich bin dankbar, das ich als Ostdeutscher wegen meiner Herkunft den Stempel trage darf - "Mensch 2. Klasse" !




Entschuldigung, aber das ist wirklich Unsinn!!!

"Jeder ist sein Glückes Schmied" sagt ein Sprichwort und das gilt heute mehr, als je zuvor.

Im übrigen sind die Bewohner der ehemaligen soz. Staaten Osteuropas wirklich neidisch auf uns gebürtige DDR-Bürger, weil deren Position nach dem Ende des kalten Krieges weitaus ungünstiger war. Die können absolut nicht verstehen, warum auf solchem hohen Niveau hier bei uns gejammert wird.

VG Anton




die können es auch nicht verstehen weil sie für 2-3€ spargel stechen oder für 5 € auf dem bau arbeiten und wenn sie nach hause fahren,geht es ihnen richtig gut.die sollen mal warten bis sie auch um 500,-€ miete zahlen und mehr ausgaben bei anderen dingen.aber dann ist polen offen und die demonstrieren geschlossen,nicht so ein geplänkel wie hier,heute wir und morgen ihr.
einen finger kann man brechen,eine faust schlägt zurück,darum ist die stückelung der gewerkschaften in deutschland ein klevers manöver.nur nicht stark werden lassen den mob.






EK82/2 - was bist du denn von Beruf ?
In deinem Profil steht nichts.
Bekommst du H4 ???
Hast du Grund zum meckern ???

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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#82

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 30.09.2010 19:48
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Oss`n ,
mit mielke habe ich auch nichts am hut und weis schon das der stasiknast kein hotel war wie heute ein knast.aber mir fällt in den letzten jahren auch auf das,um so mehr die zeit vergeht einer es immer noch schlimmer wuste.herr x sagt was und herr y übertrifft ihn,dann kommt die freie presse und addiert xy,daraus wird dann mal ein z weil es passt.3 verschiedene buchstaben aber striche kann man biegen.
oss`n ich bin taxifahrer und das seit weit vor der wende,mir geht es nicht so schlecht.es geht nicht um mich,sondern um meinung und das prinzip der übertreibungen.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 30.09.2010 19:50 | nach oben springen

#83

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 30.09.2010 19:56
von Jameson | 759 Beiträge

Zitat von matloh
Also wenn ich das alles so lese bin ich ja wirklich sehr, sehr in Österreich leben zu dürfen.
Den Schilderungen hier im Forum zufolge muss ja Deutschland die reinste Hölle sein.
Aber das erklärt wenigstens warum hier in Österreich so viele Deutsche leben (die meisten Ausländer sind Deutsche).

cheers matloh



...sei froh, wir hatten in der Vergangenheit nicht so viel Glück mit den Exilösterreichern.

Sers Jameson



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#84

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 30.09.2010 20:08
von SFGA | 1.519 Beiträge

Zitat von Oss`n

Zitat von SFGA
Aha, wir arbeiten mehr bekommen weniger als die Wessis. Mindestlohngesetze nach der Wende wurden auch in Ost/West unterschieden.
Als Idee für die feinen Herren guckt mal ins GG "Gleichberechtigung" . Als Bsp. im Pflegedienst 7.50EUR Ost 8.50EUR West MDLohn.
Theoretisch könnte man klagen aufgrund des Artikels. Wir sind zwar der Osten aber noch nicht wirklich integriert worden in die BRD und dessen Gesellschaft.
Jetzt wo es auf 20 Jahre Einheit zugeht was kommt da natürlich Sch. DDR-Regime und Stasi überall und und und....
Ich habe ne Kollegin die immer alles Wissen muss , da haut ne andere Kollegin raus die ist ja schlimmer wie die Stasi.
Das Theater Ost/West wird wohl noch ne weile gehen, bis die Generation (Ost) auf Westniveau ist und wir wie Wessis behandelt werden.

Nun ja Ironischer Weise




Kann man heute den Rechner aus machen - oder ???

Oss`n





Mach doch aber die Gesetzlichen Arbeitszeiten kennst du also auf Hochdeutsch die Offiziellen?


JgRgt 1 Schwarzenborn / HFlgUstgStff 1 Holzdorf

Wenn einer von uns müde wird,der andere für ihn wacht.Wenn einer von uns zweifeln will,der andere gläubig lacht.Wenn einer von uns fallen sollt',der andere steht für zwei,denn jedem Kämpfer gibt ein Gott den Kameraden bei.
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#85

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 30.09.2010 20:18
von matloh | 1.203 Beiträge

Zitat von Jameson

Zitat von matloh
Also wenn ich das alles so lese bin ich ja wirklich sehr, sehr in Österreich leben zu dürfen.
Den Schilderungen hier im Forum zufolge muss ja Deutschland die reinste Hölle sein.
Aber das erklärt wenigstens warum hier in Österreich so viele Deutsche leben (die meisten Ausländer sind Deutsche).

cheers matloh

...sei froh, wir hatten in der Vergangenheit nicht so viel Glück mit den Exilösterreichern.
Sers Jameson


Manche Österreicher überlassen wir euch gerne!
Außerdem hab ich eh nicht behauptet, dass alles, was aus Deutschland zu uns gekommen ist, gut war... Infolge dessen gabs auch bei uns eine SBZ (in der ich gelebt hätte wenn ich damals schon auf der Welt gewesen wäre).
;-)

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
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#86

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 30.09.2010 20:26
von Oss`n | 2.777 Beiträge

Zitat von SFGA

Zitat von Oss`n

Zitat von SFGA
Aha, wir arbeiten mehr bekommen weniger als die Wessis. Mindestlohngesetze nach der Wende wurden auch in Ost/West unterschieden.
Als Idee für die feinen Herren guckt mal ins GG "Gleichberechtigung" . Als Bsp. im Pflegedienst 7.50EUR Ost 8.50EUR West MDLohn.
Theoretisch könnte man klagen aufgrund des Artikels. Wir sind zwar der Osten aber noch nicht wirklich integriert worden in die BRD und dessen Gesellschaft.
Jetzt wo es auf 20 Jahre Einheit zugeht was kommt da natürlich Sch. DDR-Regime und Stasi überall und und und....
Ich habe ne Kollegin die immer alles Wissen muss , da haut ne andere Kollegin raus die ist ja schlimmer wie die Stasi.
Das Theater Ost/West wird wohl noch ne weile gehen, bis die Generation (Ost) auf Westniveau ist und wir wie Wessis behandelt werden.

Nun ja Ironischer Weise




Kann man heute den Rechner aus machen - oder ???

Oss`n





Mach doch aber die Gesetzlichen Arbeitszeiten kennst du also auf Hochdeutsch die Offiziellen?




Keine Panik - arbeite seit über 30 Jahren.
Bekomme mein Geld auch nicht umsonst.
Unbezahlte Überstunden ? - klar - kein Thema !

Man sollte doch mal darüber nachdenken, wer die Arbeiter ausbeutet
Sind es nicht oft genug die eigenen Leute aus dem Osten die Blut geleckt haben.
Habe auch nicht immer im Westen gelebt, nur nach der Wende wurden viele "Ost"chefs zu Tieren und haben den Hals nicht voll bekommen.
Man konnte denken sie wollen 40 Jahre in einem Jahr aufholen.

Wie gesagt - unbez. Überstunden - kein Thema aber man vergütet es mir z.B. mit "Dankbarkeit" - ein Begriff, der im Osten schon ausgestorben ist.

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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#87

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 30.09.2010 20:31
von Oss`n | 2.777 Beiträge

Zitat von EK 82/2
Oss`n ,
mit mielke habe ich auch nichts am hut und weis schon das der stasiknast kein hotel war wie heute ein knast.aber mir fällt in den letzten jahren auch auf das,um so mehr die zeit vergeht einer es immer noch schlimmer wuste.herr x sagt was und herr y übertrifft ihn,dann kommt die freie presse und addiert xy,daraus wird dann mal ein z weil es passt.3 verschiedene buchstaben aber striche kann man biegen.
oss`n ich bin taxifahrer und das seit weit vor der wende,mir geht es nicht so schlecht.es geht nicht um mich,sondern um meinung und das prinzip der übertreibungen.




Na also - wir kommen uns näher.
Bin auch kein Millionär - laß doch andere meckern, die wirklich einen Grund haben dann bleibt der Puls auch unter 200

Also denne - allzeit gute Fahrt und immer zahlungsfähige Kunden.

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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#88

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 30.09.2010 20:37
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Oss`n,
ich rede mal nicht in meinem job von überstunden wo es nur provisisionslohn gibt,1ne std.kein kunde=1ne std.null cent bruttolohn.
aber das die ossis die leute ausnutzen?wem gehört schlecker,aldi,norma und co?nicht den ossis,aber die regierung eröffnete eine tür zum billiglohn.Wäre ich unternehmer,ich wäre doch blöd einen facharbeiter einzustellen zum tariflohn wenn die regierung mir aufdringt arbeitskräfte für 400 € einzustellen und wenn es billiger sein mus dann ebend von einer zeitfirma.
warum wurde aus deutscher wertarbeit soviel pfuch am bau?
fachkräfte haben wir genug,aber wer will die schon?,es sind nicht die ossis,die hand voll fa.im osten kann man zählen.

ich mecker nicht,sage nur meine meinung frei,und das ist mal ein vorteil heute.wer weis was mir vor der wende dann geschehen wäre wenn ich so redete gegen beide seiten,auf jeden fall taxischein weg.wir durften ja zu ddr zeiten nicht mal radio im taxi haben und wurde auch gesagt nichts politisches reden.

dir ein schönes we.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 30.09.2010 20:46 | nach oben springen

#89

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 30.09.2010 20:51
von Oss`n | 2.777 Beiträge

Zitat von EK 82/2
Oss`n,
ich rede mal nicht in meinem job von überstunden wo es nur provisisionslohn gibt,1ne std.kein kunde=1ne std.null cent bruttolohn.
aber das die ossis die leute ausnutzen?wem gehört schlecker,aldi,norma und co?nicht den ossis,aber die regierung eröffnete eine tür zum billiglohn.Wäre ich unternehmer,ich wäre doch blöd einen facharbeiter einzustellen zum tariflohn wenn die regierung mir aufdringt arbeitskräfte für 400 € einzustellen und wenn es billiger sein mus dann ebend von einer zeitfirma.
warum wurde aus deutscher wertarbeit soviel pfuch am bau?
fachkräfte haben wir genug,aber wer will die schon?,es sind nicht die ossis,die hand voll fa.im osten kann man zählen.

ich mecker nicht,sage nur meine meinung frei,und das ist mal ein vorteil heute.wer weis was mir vor der wende dann geschehen wäre wenn ich so redete gegen beide seiten,auf jeden fall taxischein weg.wir durften ja zu ddr zeiten nicht mal radio im taxi haben und wurde auch gesagt nichts politisches reden.

dir ein schönes we.




zu 1. : richtig
zu 2. : danke

Wirst sehen, wir zwei fahren noch mal in deinem Taxi zum Forumtreffen.

Schöne Woche dir auch noch.

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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#90

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 30.09.2010 22:59
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von matloh
Also wenn ich das alles so lese bin ich ja wirklich sehr, sehr in Österreich leben zu dürfen.
Den Schilderungen hier im Forum zufolge muss ja Deutschland die reinste Hölle sein.
Aber das erklärt wenigstens warum hier in Österreich so viele Deutsche leben (die meisten Ausländer sind Deutsche).

cheers matloh



Also matloh sei froh dass du in Österreich lebst. Ich als gebürtiger Wiener ( zu der Zeit meiner Geburt war Wien die Gauhauptstadt des Gaus Ostmark) muss heute im " Exil" in Deutschland leben. Bisher hat's aber ganz gut geklappt. Das hat nur hier im Forum den Anschein, dass es bei uns drunter und drüber geht.

Viele Grüße aus dem Rheinland

P.S. hast du beim Schreiben immer eine Flasche Wein neben dir stehen ? Na ja, ich frag mal wegen dem "cheers"


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#91

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 31.05.2013 21:23
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

Na wunderbar hat ja auch ausgezeichnet geklappt ,so lange Devisen Knappheit herrschte und die waren fürn,Appel und ein Ei verschleudern konnte.
Ich habe mal in einer Bonbon Fabrik gearbeitet und gelernt ,die auch in alle Welt exportiert hat,nur für welchen Preis.
Da wurden beispielsweise Bonbons für den Mainzer Karneval produziert,10 kg Beutel für 1-DM,absolut laecherlich.

Zitat von werner im Beitrag #5

Zitat von Blanco
Nun ja, die "blühenden Landschaften", die Helmut Kohl damals 1990 den DDR-Bürgern versprochen hat, gibt es auch heute noch nicht. Da hat Kohl den Mund wohl etwas zu voll genommen. Doch darf man - wie das viele Kritiker der Wiedervereinigung machen - nicht die DDR für sich allein betrachten. "In der DDR gab es keine Arbeitslosen. Jeder hatte Arbeit." Wer sich diese Zeiten zurück wünscht, verschließt davor die Augen, dass dieser Zustand 1989 in der DDR nicht mehr haltbar war. Die DDR war wirtschaftlich und finanziell von der Bundesrepublik abhängig und war 1989 schlichtweg pleite.

Was wäre denn passiert, wenn die Wiedervereinigung nicht gekommen wäre? Eine zahlungsunfähige DDR unter Insolvenzverwaltung durch die Sowjetunion? Ich bezweifele, dass der große Bruder UdSSR die "paradiesischen Zustände" in der DDR beibehalten hätte. Die Folge wäre nämlich eine Massenarbeitslosigkeit unvorstellbaren Ausmaßes in der DDR gewesen - und das ohne die in der Bundesrepublik bekannten sozialen Sicherungssysteme.

Den undankbaren Ostdeutschen (damit meine ich nicht alle Ostdeutschen, sondern wirklich nur die, die sich undankbar zeigen und sich die alte DDR zurück wünschen) fehlt der Blick über den Tellerrand. Kein Staat der Erde kann nach außen hin abgeschottet für sich allein existieren. Jeder Staat benötigt wirtschaftliche Beziehungen nach außen hin, um existieren zu können. Und ein Staat, dessen außenwirtschaftliche Beziehungen nicht mehr ausreichen, um das Einkommen des Volkes zu finanzieren, ist zum Untergang verdammt. Die DDR war wie eine Firma, deren Produkte auf dem Weltmarkt nicht mehr konkurrenzfähig waren.



Hm, jetzt erklär doch mal bitte, wie Du das meinst mit der abgeschotteten Wirtschaft - wo war die Wirtschaft der DDR abgeschottet und wer hat sie abgeschottet? Und bei den nicht konkurrenzfähigen Produkten meinst Du bspw. die Maschinen der NAGEMA - weltgrößter Hersteller oder SKET, Planetarien, die bis nach Canada geliefert wurden? Oder die braune und weiße Ware und Fotoapparate, die Du Dir für klitzekleines Geld über Neckermann, Quelle oder OTTO holen konntest?

Und was meinst Du mit der bevorstehenden Pleite der DDR? Da hast Du bestimmt eine bessere Quelle als das statistische Bundesamt über die Verschuldung? Lass uns teilhaben an Deinen Informationen und bitte nicht bloß solche pauschalen Aussagen, die über die schlichten Medien verbreitet werden. Vielleicht habe ich Dich ja auch nur falsch verstanden?


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#92

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 09.07.2013 23:17
von ingolf41266 | 37 Beiträge

naja,es ist nicht alles gold was da glänzt, es gibt nach wie vor viel Licht und schatten,und das auf beiden Seiten. Was ist gut ,oder was ist schlecht, fest steht ,viele Menschen in Ost und west,haben sich mehr, von der Wende erwartet. Nicht nur Versprechungen ,sondern auch Lösungen für die Probleme. das ist leider auf der strecke geblieben. Nun ist bei vielen nur noch Entäuschung da,in Ost und west. was die Einheit noch Kosten wird weiss keiner,und der Weg zum Gemeinsamen Deutschland ,ist nur ein Traum,der wohl nie kommen wird.


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#93

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 10.07.2013 07:47
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Es kommt allein auf die Perspektive an, und vor allem darauf, was man überhaupt bewerten will.
Dankbar bin ich vor allem dafür, daß ich heute Zugang zu Informationen habe, die damals undenkbar waren, daß Wege ins Abenteuer frei werden, die man angehen kann oder eben nicht, speziell auf dem wirtschaftlichen/ unternehmerischen Sektor.
Aber hier setzt bereits die Kritik an, die man unumwunden der Politik im Großen geben muß.
Ich hatte gestern in der "Welt" einen Artikel über das Ranking der 500 größten deutschen Unternehmen einmal aus einer bestimmten Perspektive unter die Lupe genommen, nämlich der, wie der entindustrialisierte abgehängte Osten der Republik dabei wegkommt und hier gibt es keinerlei Grund für Dankbarkeit.
Von diesen 500 Firmen waren ganze acht aus dem Osten, hier aus der Region an 465. Stelle Totalfinaelf (Leuna/ Spergau) und 478. Hettstedt (MKM Messing- Kupferhütte) und beide hatten eines gemeinsam.
Sie sind beide überhaupt nur durch ausländische Partner (Elf Aquitaine Frankreich) und Arcelor (Belgien, später Indien...Mittal) weitgehend mit der gleichen Marktmacht in die neue Zeit übergeleitet worden, die sie vom Potential her eigentlich auch vorher schon hatten, allein die fehlenden Devisen und Connections hätten sie ohne Hilfe in das gleiche Schicksal überführt wie zehntausende gleichartige Unternehmen der DDR.
Hätte in Leuna BASF und in Hettstedt Thyssen Krupp das Reiseziel bestimmt, ständen beide Firmen bereits seit Jahrzehnten auf dem Abstellgleis, im Nirvana des Wirtschaftswunderlands.
Ich spreche hier ausdrücklich nicht von den Zweigstellen dieser Dax- Firmen, die hier im Osten noch von hunderten westdeutschen Großunternehmen betrieben werden und für die jeweilige Region eine hohe Relevanz haben, es geht um die Standorte, um die unabhängigen und eigenständigen Unternehmenssitze in Ostdeutschland mitsamt Führung, Forschungsabteilungen und Firmenzentralen.
Hier endet meine Dankbarkeit.
Im Kleinen allerdings muß ich der Obrigkeit Bundesrepublik heute und Politbüro damals die gleiche Dankbarkeit zollen, da gibt es effektiv eigentlich keine Unterschiede, ich lebte damals wie heute in der Zivilisation und auch in Freiheit.



Lebensläufer hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.07.2013 07:51 | nach oben springen

#94

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 10.07.2013 09:04
von Heckenhaus | 5.110 Beiträge

Dankbar bin ich als ehemals Ostdeutscher niemandem außer meinen Eltern.
Politikern oder gar Gesellschaftssystemen Dankbarkeit zu bezeugen ist das Lächerlichste, was der Mensch in seinem Leben tun kann.
Wohlstand und Lebensqualität bekommt niemand geschenkt, am Allerwenigsten "von oben", wie es so schön heißt.
Außnahmen bilden gewisse Klientele, die dank Erbschaft oder Abstammung ohnehin im Vorteil sind und bleiben werden.
Der "Normalo", wie wahrscheinlich die meisten von uns hier, mußten ihr Leben selbst in die Hand nehmen und mehr oder weniger arbeiten, um es zu einem auskömmlichen Wohlstand und Lebensstandard zu bringen.
Das war im Osten so, denn auch dort ging das, und ist heute kein bischen anders. Und selbst für die "Geschenke" der Einheit zahlt auch der Ossi, und sei es jahrzehntelang mit niedrigen Löhnen. Bis heute!
Geschenkt gab und gibt es nichts, deshalb ist dieses Gewäsch von Undankbarkeit nur der geistige Erguß eines Irgendwer, der jedem Vertreter der jeweils Herrschenden stets und ständig untertan ist.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
silberfuchs60 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#95

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 10.07.2013 11:50
von turtle | 6.961 Beiträge

Wem und warum soll ein Ostdeutscher dankbar sein ? Doch nicht etwa den Politikern ?
Was besser geworden war größtenteils sein Verdienst, dafür hat er gearbeitet und Steuern bezahlt.
Ihm wurde doch nichts geschenkt !


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#96

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 10.07.2013 12:08
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #94
Dankbar bin ich als ehemals Ostdeutscher niemandem außer meinen Eltern.
Politikern oder gar Gesellschaftssystemen Dankbarkeit zu bezeugen ist das Lächerlichste, was der Mensch in seinem Leben tun kann.
Wohlstand und Lebensqualität bekommt niemand geschenkt, am Allerwenigsten "von oben", wie es so schön heißt.
Außnahmen bilden gewisse Klientele, die dank Erbschaft oder Abstammung ohnehin im Vorteil sind und bleiben werden.
Der "Normalo", wie wahrscheinlich die meisten von uns hier, mußten ihr Leben selbst in die Hand nehmen und mehr oder weniger arbeiten, um es zu einem auskömmlichen Wohlstand und Lebensstandard zu bringen.
Das war im Osten so, denn auch dort ging das, und ist heute kein bischen anders. Und selbst für die "Geschenke" der Einheit zahlt auch der Ossi, und sei es jahrzehntelang mit niedrigen Löhnen. Bis heute!
Geschenkt gab und gibt es nichts, deshalb ist dieses Gewäsch von Undankbarkeit nur der geistige Erguß eines Irgendwer, der jedem Vertreter der jeweils Herrschenden stets und ständig untertan ist.




Ganz so radikal würde ich es nicht sehen, ich bin froh, nicht im Mittelalter, dem Dreißigjährigem Krieg oder im Nazideutschland zur Welt gekommen zu sein, so gesehen gibt es aus meiner Sicht doch bis zu einem gewissen Grade einen Grund, dankbar zu sein für die Rahmenbedingungen, die mir das persönliche Fortkommen leichter gemacht haben, als es in den o.g. Beispielfällen möglich gewesen wäre.
Ich gehe sogar so weit, mich als Weltkriegsprofiteur zu sehen, da ich ohne den Untergang des Dritten Reiches nicht den besseren Teil meines Lebens hätte in der DDR verbringen dürfen, sie war die erste und bessere Hälfte meines Lebens.
Die Widerstandskämpfer im Nazideutschland und Gründer der DDR haben zu Zeiten des braunen Terrors ihr Leben dafür riskiert, eines Tages einen lebenswerten Sozialismus unter den Bedingungen der Zivilisation aufzubauen, überwiegend fernab persönlicher Bereicherungssucht und krankhafter Aufstiegsfantasien gleich welcher Art.
Was daraus geworden ist, kann man denen nicht allein anlasten, das war ein kollektives Versagen der Massen, ein Mißverständnis des Wertebegriffs von Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Kollektivgeist im Großen.
Nur eine kurzfristig angelegte Denkweise, die Probleme selektiv auszublenden versteht, die real vorhanden und nicht lösbar sind, sieht dieses Gesellschaftsmodell vorn, wobei ich nicht mal unbedingt die politischen Gestalter an den Pranger gestellt sehen will, ganz im Gegenteil, die versuchen das Elend noch so gut es geht zu verwalten, insbesondere die Kommunal- oder Landespolitiker, die den Größenwahn und die Allmachtsfantasien der Berliner und Brüssler Politmarionetten des Kapitals Tag für Tag ausbaden müssen.
Mit dem Elend meine ich dieses ewige Gezerre um finanzielle Mittel zur Gestaltung unserer Daseinsvorsorge, dieses ekelhafte Gezerre um Investitionen in die Infrastruktur, Hochschulstandorte, Theaterbetriebe auf der einen Seite und andererseits angebliche Milliardenüberschüsse der Bundesbank, der Kranken- und Rentenkassen usw., die nicht wirklich da sind, dieser ganze Beschiß um ein angeblich reiches Deutschland, das sich diesen Wohlstand nur geborgt hat und dem Goodwill des Großkapitals im Rahmen einer fatalen Kettenbriefökonomie auf Gedeih und Verderben ausgeliefert ist.



Jobnomade, Damals87, Bugsy und SCORN haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#97

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 10.07.2013 12:12
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Hackel39 im Beitrag #96
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #94
Dankbar bin ich als ehemals Ostdeutscher niemandem außer meinen Eltern.
Politikern oder gar Gesellschaftssystemen Dankbarkeit zu bezeugen ist das Lächerlichste, was der Mensch in seinem Leben tun kann.
Wohlstand und Lebensqualität bekommt niemand geschenkt, am Allerwenigsten "von oben", wie es so schön heißt.
Außnahmen bilden gewisse Klientele, die dank Erbschaft oder Abstammung ohnehin im Vorteil sind und bleiben werden.
Der "Normalo", wie wahrscheinlich die meisten von uns hier, mußten ihr Leben selbst in die Hand nehmen und mehr oder weniger arbeiten, um es zu einem auskömmlichen Wohlstand und Lebensstandard zu bringen.
Das war im Osten so, denn auch dort ging das, und ist heute kein bischen anders. Und selbst für die "Geschenke" der Einheit zahlt auch der Ossi, und sei es jahrzehntelang mit niedrigen Löhnen. Bis heute!
Geschenkt gab und gibt es nichts, deshalb ist dieses Gewäsch von Undankbarkeit nur der geistige Erguß eines Irgendwer, der jedem Vertreter der jeweils Herrschenden stets und ständig untertan ist.




Ganz so radikal würde ich es nicht sehen, ich bin froh, nicht im Mittelalter, dem Dreißigjährigem Krieg oder im Nazideutschland zur Welt gekommen zu sein, so gesehen gibt es aus meiner Sicht doch bis zu einem gewissen Grade einen Grund, dankbar zu sein für die Rahmenbedingungen, die mir das persönliche Fortkommen leichter gemacht haben, als es in den o.g. Beispielfällen möglich gewesen wäre.
Ich gehe sogar so weit, mich als Weltkriegsprofiteur zu sehen, da ich ohne den Untergang des Dritten Reiches nicht den besseren Teil meines Lebens hätte in der DDR verbringen dürfen, sie war die erste und bessere Hälfte meines Lebens.
Die Widerstandskämpfer im Nazideutschland und Gründer der DDR haben zu Zeiten des braunen Terrors ihr Leben dafür riskiert, eines Tages einen lebenswerten Sozialismus unter den Bedingungen der Zivilisation aufzubauen, überwiegend fernab persönlicher Bereicherungssucht und krankhafter Aufstiegsfantasien gleich welcher Art.
Was daraus geworden ist, kann man denen nicht allein anlasten, das war ein kollektives Versagen der Massen, ein Mißverständnis des Wertebegriffs von Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Kollektivgeist im Großen.
Nur eine kurzfristig angelegte Denkweise, die Probleme selektiv auszublenden versteht, die real vorhanden und nicht lösbar sind, sieht dieses Gesellschaftsmodell vorn, wobei ich nicht mal unbedingt die politischen Gestalter an den Pranger gestellt sehen will, ganz im Gegenteil, die versuchen das Elend noch so gut es geht zu verwalten, insbesondere die Kommunal- oder Landespolitiker, die den Größenwahn und die Allmachtsfantasien der Berliner und Brüssler Politmarionetten des Kapitals Tag für Tag ausbaden müssen.
Mit dem Elend meine ich dieses ewige Gezerre um finanzielle Mittel zur Gestaltung unserer Daseinsvorsorge, dieses ekelhafte Gezerre um Investitionen in die Infrastruktur, Hochschulstandorte, Theaterbetriebe auf der einen Seite und andererseits angebliche Milliardenüberschüsse der Bundesbank, der Kranken- und Rentenkassen usw., die nicht wirklich da sind, dieser ganze Beschiß um ein angeblich reiches Deutschland, das sich diesen Wohlstand nur geborgt hat und dem Goodwill des Großkapitals im Rahmen einer fatalen Kettenbriefökonomie auf Gedeih und Verderben ausgeliefert ist.





Vierkrug


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#98

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 10.07.2013 13:46
von Gelöschtes Mitglied
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[/quote]
von Hackel 39
Ganz so radikal würde ich es nicht sehen, ich bin froh, nicht im Mittelalter, dem Dreißigjährigem Krieg oder im Nazideutschland zur Welt gekommen zu sein, so gesehen gibt es aus meiner Sicht doch bis zu einem gewissen Grade einen Grund, dankbar zu sein für die Rahmenbedingungen, die mir das persönliche Fortkommen leichter gemacht haben, als es in den o.g. Beispielfällen möglich gewesen wäre.
Ich gehe sogar so weit, mich als Weltkriegsprofiteur zu sehen, da ich ohne den Untergang des Dritten Reiches nicht den besseren Teil meines Lebens hätte in der DDR verbringen dürfen, sie war die erste und bessere Hälfte meines Lebens.
Die Widerstandskämpfer im Nazideutschland und Gründer der DDR haben zu Zeiten des braunen Terrors ihr Leben dafür riskiert, eines Tages einen lebenswerten Sozialismus unter den Bedingungen der Zivilisation aufzubauen, überwiegend fernab persönlicher Bereicherungssucht und krankhafter Aufstiegsfantasien gleich welcher Art.
Was daraus geworden ist, kann man denen nicht allein anlasten, das war ein kollektives Versagen der Massen, ein Mißverständnis des Wertebegriffs von Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Kollektivgeist im Großen.
Nur eine kurzfristig angelegte Denkweise, die Probleme selektiv auszublenden versteht, die real vorhanden und nicht lösbar sind, sieht dieses Gesellschaftsmodell vorn, wobei ich nicht mal unbedingt die politischen Gestalter an den Pranger gestellt sehen will, ganz im Gegenteil, die versuchen das Elend noch so gut es geht zu verwalten, insbesondere die Kommunal- oder Landespolitiker, die den Größenwahn und die Allmachtsfantasien der Berliner und Brüssler Politmarionetten des Kapitals Tag für Tag ausbaden müssen.
Mit dem Elend meine ich dieses ewige Gezerre um finanzielle Mittel zur Gestaltung unserer Daseinsvorsorge, dieses ekelhafte Gezerre um Investitionen in die Infrastruktur, Hochschulstandorte, Theaterbetriebe auf der einen Seite und andererseits angebliche Milliardenüberschüsse der Bundesbank, der Kranken- und Rentenkassen usw., die nicht wirklich da sind, dieser ganze Beschiß um ein angeblich reiches Deutschland, das sich diesen Wohlstand nur geborgt hat und dem Goodwill des Großkapitals im Rahmen einer fatalen Kettenbriefökonomie auf Gedeih und Verderben ausgeliefert ist.


[/quote]



Vierkrug[/quote]



Ja, das ist ein Klatschen Wert, ein geistiger und warmer Erguss, kann man so sagen denke ich, die ab und zu kommt von beiden Seiten des Spektrums, mit Ehrlichkeit, Offenheit und Wahrheit gespickt. Fuer mich war es das und mein krankes Herz hat Freunde empfunden.
Vielen Dank. Larissa


zuletzt bearbeitet 10.07.2013 13:48 | nach oben springen


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