#21

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 29.09.2010 17:25
von Altermaulwurf (gelöscht)
avatar

Zitat von Gert
Es ist schon haarsträubend was hier einige zu dem Thema schrieben. Die Menschen, die ich in den neuen Ländern kennengelernt haben, sagten mir alle, es ist gut , dass es so gekommen ist. Da war keiner darunter der jammerte und dem alten Regime nachtrauerte.................................................
Noch eine Zahl : in den 17 Jahren der Erhebung Soli sollen 187 Mrd. € zusammengekommen sein. Davon 11 Mrd. aus den neuen Ländern. Die Zahl habe ich aus einer TV Runde von gestern, ich hoffe sie stimmt. Diese ungeheure Geldmenge ist für den Aufbau Ost ausgegeben worden. Ich denke, das reicht langsam, es gibt nämlich im Beitrittsgebiet fast nichts mehr zu renovieren.
Viele Grüße aus dem Rheinland



Gegenfrage wieviel hat man innerhalb kürzester Zeit für eine Handvoll gieriger Banker locker machen können ?


nach oben springen

#22

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 29.09.2010 17:34
von matloh | 1.204 Beiträge

Was haben die Banken damit zu tun?


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
nach oben springen

#23

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 29.09.2010 17:44
von Altermaulwurf (gelöscht)
avatar

Zitat von matloh
Was haben die Banken damit zu tun?



Das sollte nur einmal die Wertigkeiten in diesem System verdeutlichen, einmal jahrzehntelanger Aufbau Ost und dann innerhalb von Tagen dreistellige Milliardenbeträge für geldgierige Banker die überhaupt 0 Dankbarkeit zeigen und fleißig weiter abkassieren.

Glaube aber Du verstehst meinen Bezug recht gut...............

Gruß AMW


nach oben springen

#24

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 29.09.2010 17:48
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

Der Westen wollte uns, also muss er auch damit leben, das er nicht nur "Jasager"eingekauft hat. Und mal ehrlich, mit was wurde denn zur Zeit um 1989 abgestimmt? Richtig, mit dem Bauch und nicht mit dem Kopf.
Irgendeiner hier hat den wunderbaren Satz im Anhang: " Wir hätten das System erstmal leasen sollen".Um es auszuprobieren, ob es auch das hält, was es verspricht, das würde ich anfügen. Genau so hätte es sein müssen und es wurde auch keine Zeit eingeräumt, um einmal richtig nachzudenken, es war eigentlich viel zu hektisch über die Bühne gegangen.
Ich bin auch der Meinung, die Wertung auf bestimmte Dinge im Leben sind sehr unterschiedlich in Ost und West. Was ist wichtig für mich ganz persönlich, auf was lege ich Wert, am Ende der Fahnenstange wert.
Denn Konsum im Überfluss ist Fassade, eigentlich unwichtig, überflüssig für das ganz normale Leben des Normalo. Der will mit seiner Hände Arbeit sich selbst und seiner Familie ein ausreichendes Einkommen sichern, nur das gibt das System nicht her, es kann es nicht gewährleisten. Der Sozialismus konnte, von 1949-89, ein halbes Menschenleben lang.
Und wiederum keine falsche Vorstellung, ich lebe hier und jetzt, nicht in der Vergangenheit.

Rainer-Maria


nach oben springen

#25

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 29.09.2010 17:52
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Altermaulwurf

Zitat von Gert
Es ist schon haarsträubend was hier einige zu dem Thema schrieben. Die Menschen, die ich in den neuen Ländern kennengelernt haben, sagten mir alle, es ist gut , dass es so gekommen ist. Da war keiner darunter der jammerte und dem alten Regime nachtrauerte.................................................
Noch eine Zahl : in den 17 Jahren der Erhebung Soli sollen 187 Mrd. € zusammengekommen sein. Davon 11 Mrd. aus den neuen Ländern. Die Zahl habe ich aus einer TV Runde von gestern, ich hoffe sie stimmt. Diese ungeheure Geldmenge ist für den Aufbau Ost ausgegeben worden. Ich denke, das reicht langsam, es gibt nämlich im Beitrittsgebiet fast nichts mehr zu renovieren.
Viele Grüße aus dem Rheinland



Gegenfrage wieviel hat man innerhalb kürzester Zeit für eine Handvoll gieriger Banker locker machen können ?




AMW es gilt im deutschen Sprachgebrauch als sehr unhöflich, Fragen mit Gegenfragen zu beatworten


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#26

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 29.09.2010 17:56
von matloh | 1.204 Beiträge

Was wäre denn passiert, wenn Ost und West nicht geheiratet hätten?
D.h. in der DDR hätte es vielleicht eine neue Regierung gegeben, der "Wirtschaftsraum" der DDR wäre weiterhin selbständig geblieben.

Wie hätte das für die DDR z.B. wirtschaftlich ausgesehen? Wie hätte das von den Strukturen her ausgesehen? Hätte man die Planwirtschaft (und damit ein aus meiner subjektiven Sicht ineffizientes System) beibehalten? Falls nein: Wie lange hätte es denn gedauert bis ein marktwirtschaftliches System in den Köpfen der Leute gewesen wäre? Falls ja: wäre damit die DDR irgendwie wieder international wettbewerbsfähig geworden um die benötigten Devisen zu bekommen?

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
zuletzt bearbeitet 29.09.2010 17:58 | nach oben springen

#27

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 29.09.2010 18:00
von Altermaulwurf (gelöscht)
avatar

Zitat von Gert

Zitat von Altermaulwurf

Zitat von Gert
Es ist schon haarsträubend was hier einige zu dem Thema schrieben. Die Menschen, die ich in den neuen Ländern kennengelernt haben, sagten mir alle, es ist gut , dass es so gekommen ist. Da war keiner darunter der jammerte und dem alten Regime nachtrauerte.................................................
Noch eine Zahl : in den 17 Jahren der Erhebung Soli sollen 187 Mrd. € zusammengekommen sein. Davon 11 Mrd. aus den neuen Ländern. Die Zahl habe ich aus einer TV Runde von gestern, ich hoffe sie stimmt. Diese ungeheure Geldmenge ist für den Aufbau Ost ausgegeben worden. Ich denke, das reicht langsam, es gibt nämlich im Beitrittsgebiet fast nichts mehr zu renovieren.
Viele Grüße aus dem Rheinland



Gegenfrage wieviel hat man innerhalb kürzester Zeit für eine Handvoll gieriger Banker locker machen können ?




AMW es gilt im deutschen Sprachgebrauch als sehr unhöflich, Fragen mit Gegenfragen zu beatworten




Antworte Dir per pn

Gruß AMW


nach oben springen

#28

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 29.09.2010 18:21
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

Altermaulwurf und Gert, nu macht mal nicht so geheim auf PM, und matloh, ich bin kein Ökonom, war nur ein Werktätiger aber ich meine, es hätte ein Zwischenweg gefunden werden müssen, einer so halb West, halb Ost.
Und um noch mal auf die älteren Zeiten des Westdeutschland vor 1989 zurückzukommen, da war eigentlich für den kleinen Mann, die Frau noch alles in Butter, auch wenn er nicht mitbekommen hatte, das der sein Absatzmarkt West eigentlich die Wiedervereinigung brauchte wie die Luft zum atmen, denn das System West war wie der Osten am Ende.
Gut, ist etwas überspitzt ausgedrückt, siehe die "zyklischen Krisen des Kapital", denn das hatten wir schon in Staatsbürgerkunde, also aller Jahre neu taucht es auf und brauchte ein Ventil....wunderbarerweise war genau zu diesem Zeitpunkt der Osten am Ende, eigentlich ein Glücksfall West.
Ich dachte so vor 1989 immer: Junge Leute müssten das Ruder der DDR übernehmen, das wäre optimal und sie würden etwas ändern können. Leider ist es nicht so gekommen, im Gegenteil, wir haben ein eigentlich überlebtes altes muffiges Sytem übergestülpt bekommen, eigentlich menschlichen Rückschritt, wohlbemerkt, menschlich, diese Seite meine ich und nicht den grenzenlosen Konsum, den Einige im Westen als das alleinige Allheilmittel für den menschlichen Fortschritt, auch heute noch betrachten. Was für primitive Dummköpfe, muss ich mal so anfügen

Rainer-Maria


nach oben springen

#29

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 29.09.2010 18:25
von Gert | 12.354 Beiträge

Rainer
" Wir hätten das System erstmal leasen sollen".

Leasing gibts bei uns nicht , entweder ganz oder gar nix


Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#30

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 29.09.2010 18:47
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Ein Land über 40 Jahre in 2 Staaten zu teilen ist doch nicht normal-also gut das es wieder eins ist,bzw wieder zusammenwächst.
Übrigens,wenn man die Bewohner der damligen BRD gefragt hätte-Wollt ihr die Wiedervereinigung ,bzw den Eintritt der DDR in die BRD?Die Antworten wären weit auseinander gegangen.



nach oben springen

#31

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 29.09.2010 19:05
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
matloh, ich bin kein Ökonom, war nur ein Werktätiger aber ich meine, es hätte ein Zwischenweg gefunden werden müssen, einer so halb West, halb Ost.

Hallo Rainer-Maria,
ist doch egal ob Ökonom oder nicht; Was ich eigentlich sagen will ist, dass man das gesamte System betrachten muss und nicht nur einzelne Dinge rauspicken kann.
Ich gebe Dir z.B. natürlich Recht, wenn Du sagst dass eine Beschäftigungsgarantie eine tolle Sache ist. Fraglich ist nur, was das für weitere Konsequenzen mit sich zieht. Aus meiner Sicht wäre das z.B. ein Sinken der Produktivität - was dann längerfristig wiederum die Auswirkung hat, dass die Beschäftigungsgarantie nicht aufrecht erhalten werden kann (das ist zwar nicht nur meine Sicht, aber ich werde das jetzt nicht mit Quellen aus Makroökonomie, Psychologie etc. belegen).
Genauso ist es natürlich super, wenn man vom Staat stark subventionierte Verbrauchsgüter zur Verfügung gestellt bekommt. Das führt natürlich dazu, dass diese Güter stärker benutzt werden als sie ohne Subventionen genutzt würden (von diversen Wirtschaftlichen Problemen wie z.B. fehlender Signalwirkung da am Markt kein Preis bestimmt werden kann usw. mal abgesehen). Dazu gibts in der Wirtschaft den Begriff "Tragik der Allmende".

cheers matloh

ps: dass das BRD-System 1989 ein altes/überlebtes System war hätte ich nicht mit bekommen. Im Gegenteil: für mich (als Österreicher) war die BRD fast das gelobte Land; es gab dort vieles das es bei uns nicht gab, zusätzlich waren viele Dinge wesentlich billiger als bei uns (das ist aber nur mein subjektiver Eindruck). Jedenfalls haben wir von Verwandten aus der BRD hin und wieder etwas nach Österreich "bringen" lassen.


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
nach oben springen

#32

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 29.09.2010 19:08
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von Zermatt
Übrigens,wenn man die Bewohner der damligen BRD gefragt hätte-Wollt ihr die Wiedervereinigung ,bzw den Eintritt der DDR in die BRD?Die Antworten wären weit auseinander gegangen.


Rein gefühlsmäßig hatte ich den Eindruck, dass nach der ersten Euphorie auf der Westseite sehr schnell eine Ernüchterung eingetreten ist. Allerdings habe ich mich mit der deutschen Politik damals nur sehr wenig auseinander gesetzt.

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
nach oben springen

#33

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 29.09.2010 19:22
von Oss`n | 2.779 Beiträge

Dresden (dapd). Der CDU-Politiker Arnold Vaatz sieht eine starke Diskrepanz zwischen dem seit der Wiedervereinigung Erreichten und der derzeitigen Stimmung in Ostdeutschland. Er sei sehr zufrieden mit dem Aufbau in den letzten zwei Jahrzehnten, sagte Vaatz der Nachrichtenagentur dapd. Ihn störe aber die Undankbarkeit vieler Ostdeutscher. Die Solidarleistung werde teilweise "mit wutverzerrtem Gesicht und verstockter Undankbarkeit" entgegengenommen.

Müssen wir jetzt auf die Knie fallen ?
Warum ???
Viele Ossis haben in der Wende das große Geschäft gemacht - viele Wessis aber auch !
Vielen Ossis geht es heute schlechter - viele Wessis meckern über den Solibeitrag !
Idioten giebt es doch wohl auf beiden Seiten und wird es auch immer geben.

Ich bin so zu frieden wie es ist und da muß ich auch für nix dankbar sein.
Schließlich hat man nur die Grenze weg gemacht - deutsch wahren doch beide Länder.
Wem soll ich dankbar sein - wer hat mehr dazu getan?
So ein Quatsch.

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
nach oben springen

#34

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 29.09.2010 19:32
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

Matloh, mal auf das, was ich als menschlichen Rückschritt betrachte. Als ich das erste Mal zu meinen Cousins, Cousine ins Ruhrgebiet kam, war nicht eine ihrer Frauen vollbeschäftigt, nicht mal meine Cousine, im Gegenteil, nur Stundenjobs übten die Damen aus. Da fiel mir so ihre Mutter, meine Tante und ihr Mann, der Bergmann aus dem früheren glücklichen Westdeutschland ein, ich hatte hier schon etliche Texte über ihr Leben eingestellt.
Ich dachte so bei mir: Was für ein Rückschritt, abhängik vom Lohnbeutel des Mannes, genauso, wie es schon meiner Tante ging, die nach der Scheidung Sozialhilfe beantragen musste, weil der Alte nicht eine Mark Unterstützung zahlte, weil er sich vom EX-Bergmann zum Landstreicher wandelte.
Erst als der EX tot war, sich totgesoffen hatte, da bekam sie Knappschaftsrente. Junge, dachte ich, das kann nicht sein und setzte ich die ganz normale DDR-Frau dagegen?
Berufsbeamtentum? Das erinnerte mich an die Sesselfurzer der DDR, die auf ihrem Bürostuhl klebten und ja, hier könnte man fast Übereinstimmung zur alten DDR finden. Sie meinten doch, das ist was für die Ewigkeit...und meinen das heute noch, die Beamten, wenn nicht ein wirklich dummer Fehler ihren "Ewigjob" beenden könnte.
Das hätte ich als erstes nach Gründung der BRD abgeschafft...aber hatte man eben nicht...siehe Rückschritt.
Das ganze drumherum um Scheidungen im Westen, Junge, das war Mittelalter im Gegensatz zum Osten und nein, ich bin kein Scheidungsanwalt, aber vielleicht könnte sich mal Einer einbringen und das Thema beleuchten.
Soll momentan erstmal genug sein, und Anderen fällt bestimmt noch mehr ein.

Rainer-Maria


nach oben springen

#35

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 29.09.2010 19:53
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Matloh, mal auf das, was ich als menschlichen Rückschritt betrachte. Als ich das erste Mal zu meinen Cousins, Cousine ins Ruhrgebiet kam, war nicht eine ihrer Frauen vollbeschäftigt, nicht mal meine Cousine, im Gegenteil, nur Stundenjobs übten die Damen aus. Da fiel mir so ihre Mutter, meine Tante und ihr Mann, der Bergmann aus dem früheren glücklichen Westdeutschland ein, ich hatte hier schon etliche Texte über ihr Leben eingestellt.
Ich dachte so bei mir: Was für ein Rückschritt, abhängik vom Lohnbeutel des Mannes, genauso, wie es schon meiner Tante ging, die nach der Scheidung Sozialhilfe beantragen musste, weil der Alte nicht eine Mark Unterstützung zahlte, weil er sich vom EX-Bergmann zum Landstreicher wandelte.
Erst als der EX tot war, sich totgesoffen hatte, da bekam sie Knappschaftsrente. Junge, dachte ich, das kann nicht sein und setzte ich die ganz normale DDR-Frau dagegen?
Berufsbeamtentum? Das erinnerte mich an die Sesselfurzer der DDR, die auf ihrem Bürostuhl klebten und ja, hier könnte man fast Übereinstimmung zur alten DDR finden. Sie meinten doch, das ist was für die Ewigkeit...und meinen das heute noch, die Beamten, wenn nicht ein wirklich dummer Fehler ihren "Ewigjob" beenden könnte.
Das hätte ich als erstes nach Gründung der BRD abgeschafft...aber hatte man eben nicht...siehe Rückschritt.
Das ganze drumherum um Scheidungen im Westen, Junge, das war Mittelalter im Gegensatz zum Osten und nein, ich bin kein Scheidungsanwalt, aber vielleicht könnte sich mal Einer einbringen und das Thema beleuchten.
Soll momentan erstmal genug sein, und Anderen fällt bestimmt noch mehr ein.

Rainer-Maria



Rainer ich möchte mich nicht in die Diskussion einmischen aber sag mir mal, wenn ich richtig mitbekommen habe, ist matloh ein Ösi. Wie soll der das von dir Geschriebene verstehen ? Das versteht ja kaum ein Deutscher und wenn man es richtig analysiert, ergibt es auch wenig Sinn, bzw. hat nicht so viel mit der realen Welt zu tun, oder ? Bitte nicht böse sein, aber bevor du in die Tasten haust, überlege doch erst mal, was du schreibst.

Viele Grüße aus dem Rheinland


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#36

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 29.09.2010 20:01
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von KID
Ich sehe hier eine kleine Diskrepanz. Wenn so viele diese Wiedervereingung zustimmten, warum sind sie heute so unzufrieden? Diese Frage muss gestellt werden. Und Dankbarkeit? Sollte man die Dankbarkeit von den 'Ewiggestrigen' etwa erwarten? Vaatz sagt, ihn stoere die Undankbarkeit 'vieler' Ostdeutschen. Wenn er z.B. Vater ist, dann versteht er, dass Kinder oftmals 'undankbar' sind, da sie wenig Ahnung vom reellen Leben haben. Da die Ostdeutschen nach der Wiedervereinigung eher als unerzogene Kinder behandelt wurden, schlage ich dem Vaatz vor, fuer seine 'undankbare' Mitbuerger ein bisschen mehr Verstaendnis aufzubringen.
Wuerde ich noch in Deutschland leben, wuerde ich mich nicht dazu verpflichtet fuehlen, dankbar zu sein, auch wenn ich es war. Es geht vielen Leuten sicherlich besser als frueher in der DDR. Dass viel zu oft Zufriedenheit mit Konsum und Gehaeltern gleichsetzt, ist der Grundsatzfehler des Westens. Wie viele ehem. DDR-Buerger sagen wuerden, es fehlt ihnen heute was, was Konsumgueter und bunte Fassaden nicht bieten koennen?
Man soll als ehemaliger DDR-Buerger zur heutigen Bundesrepublik stehen und ihr die Loyalitatet versprechen. Dankbar muss man aber nicht unbedingt sein, besonders wenn man nicht gefragt wurde. So sehe ich das.

Jens




Hallo Jens!
So schlimm wie es hier von Einigen dargestellt wird ist es mit Sicherheit nicht mit der Unzufriedenheit ehemaliger DDR-Bewohner. Man bedenke nur einmal, daß einige der "Wortführer für schlechte Stimmung" hier im Forum immer wieder gerne behaupten, daß es ihnen wirtschaftlich und materiell besser geht wie in der damaligen DDR aber trotzdem kein gutes Haar an dem vereinigten Deutschland lassen. Diesen Widerspruch kann man nur damit erklären, daß sie nicht zugeben wollen, oder auch nicht können, daß sie an dem Desaster in der DDR durch ihre Stellungen in den staatlichen Organen mitbeteiligt waren. Wahrlich, es tut ihnen weh, wenn man an ihrem EGO kratzen tut, in ihren Glanzzeiten haben sie sich nicht dran gestört, wer ihr Wirken bemängelte, den hat man sich kurz mal zur Brust genommen. Dieses Forum besitzt keinesfalls einen aussagefähigen Bevölkerungsdurchschnitt, was erwartet man von Ehemaligen, die sich im pubertären Alter freiwillig zu Höherem berufen fühlten und denen im Grunde genommen nur ihr eigenes "Weiterkommen" wichtig war und die heute noch mit Wehmut daran denken, daß sie jetzt Oberst und wer weiß was noch sein könnten. Es geht ihnen besser, aber sie schimpfen wie die Rohrspatzen, das muß man sich mal reinziehen! Schlimmer geht´s nimmer!

Schönen Gruß aus Kassel.


nach oben springen

#37

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 29.09.2010 20:04
von matloh | 1.204 Beiträge

Bis zum "Berufsbeamtentum" hab ichs ja verstanden, danach hab ich ein wenig den Faden verloren.

zum Thema Abhängigkeit der Frauen vom Ehemann: da könntest Du Recht haben, vielleicht war hier die Abhängigkeit in der BRD höher. Frauen hattens (und haben es noch) immer schwerer am Arbeitsmarkt in einem marktwirtschaftlich orientierten System. Das spiegelt sich auch in den Gehältern der Frauen wieder.
Bei den Scheidungen bin ich mir da schon wieder nicht so sicher. War nicht die Scheidungsrate in der DDR aufgrund der geringeren Abhängigkeit der Frauen vom Ehemann gleich hoch oder höher als in der BRD?
ah ja... habs schon gefunden:
http://www.demogr.mpg.de/papers/working/wp-2006-016.pdf

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
nach oben springen

#38

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 29.09.2010 20:07
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

Hab ich was verkehrtes geschrieben Gert? Ich denke nicht. Frage: Wo waren Frauen zu 95% vollbeschäftigt, altes Schlitzohr, Osten oder Westen und was war übrigens mit deiner Frau?
Warst du nicht Beamter, denn du wolltest doch nicht so einfach nur Schmied werden, welche Schande?
Aber Spass beiseite, du müsstest mir schon erklären, was ein Deutscher an meinem Text nicht verstehen sollte? matloh ist noch jung, der begreift das schon, wo ich hin will, alter Schwede.

Rainer-Maria


nach oben springen

#39

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 29.09.2010 20:12
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von wosch
...Diesen Widerspruch kann man nur damit erklären, daß sie nicht zugeben wollen, oder auch nicht können, daß sie an dem Desaster in der DDR durch ihre Stellungen in den staatlichen Organen mitbeteiligt waren...

Ich glaube es liegt teilweise am "können" (psychologisch interpretiert). Manche scheinen sich ja noch immer einem Eid für ein diktatorisches Regime, das längst der Vergangenheit angehört, verpflichtet zu fühlen.

cheers matloh

Edit: eine psychologische Theorie mit der das erklärt werden kann ist die "Dissonanztheorie" von Festinger.


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
zuletzt bearbeitet 29.09.2010 20:13 | nach oben springen

#40

RE: Undankbarkeit vieler Ostdeutscher

in DDR Politik Presse 29.09.2010 20:14
von Weichmolch (gelöscht)
avatar

Undankbar - das ist ein Wort, in dem sich ein Vorwurf verbirgt.
Lasst uns doch mal diskutieren, wofür man sich dankbar erweisen sollte, und vor Allem, wem gegenüber? Und wie sollte denn diese Dankbarkeit aussehen?

Weichmolch


nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat
Erstellt im Forum Das Ende der DDR von Angelo
880 16.02.2016 20:15goto
von Zange • Zugriffe: 32143
Ostdeutsche halten Einheit noch nicht für vollendet
Erstellt im Forum Das Ende der DDR von Angelo
70 05.09.2010 19:07goto
von SkinnyTrucky • Zugriffe: 2874
Jeder vierte Ostdeutsche verklärt die DDR
Erstellt im Forum Das Ende der DDR von Angelo
34 26.06.2010 20:21goto
von Hackel39 • Zugriffe: 1522
Die Westmedien und der undankbare Ossi
Erstellt im Forum Das Ende der DDR von SCORN
1 23.02.2010 17:49goto
von Rainman2 • Zugriffe: 361
Mehr Respekt für Ostdeutsche
Erstellt im Forum Das Ende der DDR von Angelo
51 31.05.2013 21:33goto
von grenzgänger81 • Zugriffe: 1912
Ostdeutsche fühlen sich zweitklassig
Erstellt im Forum Das Ende der DDR von Angelo
36 09.08.2013 19:06goto
von Gert • Zugriffe: 1572

Besucher
33 Mitglieder und 76 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: gerhard
Besucherzähler
Heute waren 2698 Gäste und 173 Mitglieder, gestern 3956 Gäste und 189 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14371 Themen und 558074 Beiträge.

Heute waren 173 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen