#1

Das Aufnahmeverfahren in Untersuchungshaftanstalten des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.09.2010 14:56
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Ich hoffe es ist eine zumindest ansatzweise sachliche Diskussion möglich und versuche es daher einfach einmal. Sollte dies hier wieder ausarten und absolut OT werden, dann werde ich einen Admin bitten dieses Thema zu schließen.

In mehreren Threads wurde ja von einigen hier viel über die Untersuchungshaft beim MfS spekuliert. Ein Aspekt war immer die "unwürdige" Aufnahme und angebliche Willkür und Schikanen seitens der MA der Abt. XIV und auch in den HSH Threads ging es bei diesem Thema immer heiß her.

Hinweise auf die Hausordnung der Anstalten und deren Regelungen wurden immer mit der Bemerkung dies seien ja nur Regeln gewesen die es in der Praxis nie gab und auf die sich der VH niemals berufen konnte abgetan. Daher sah ich bisher noch nie einen Sinn darin, hier eine entsprechende VHO einzustellen.

Bei internen Anweisungen an die MA der Abt. XIV kann dieses Argument ja nicht gelten, da niemand ernsthaft behaupten mag auch diese beschreiben eine Theorie die es in der Praxis nicht gab. Wer dies dennoch tut hat wahrlich keine Ahnung von den Vorgängen in einem militärischen Organ.

Dieses Dokument stammt aus der BVfS Dresden und ist natürlich auf dessen UHA zugeschnitten. Trotzdem lassen sich diese Regelungen zu 90% auf die anderen UHA des MfS übertragen und daher bildet dieses Dokument recht gut die allgemeinen Maßnahmen ab.

Aus ihm läßt sich gut ablesen, dass für Willkür und Schikane kein Raum blieb. Sämtliche Vorgänge sind exakt vorgeschrieben und lassen sich auch für Laien gut nachvollziehen. Der Wille diese Anordnungen gegenüber den MA auch durchzusetzen lässt sich besonders gut an der relativ hoch aufgehängten Verantwortlichkeit des Referatsleiters bei vielen Maßnahmen erkennen, der somit von allen Vorgängen Kenntnis erhielt. Auch bei Zuführungen zu Vernehmungen (aus diesem Dokument nicht ersichtlich) musste von uns gegenüber den MA der Abt. XIV eine Übernahmebestätigung unterzeichnet werden, die den Referatsleiter IX erreichte. Somit war es auch uns nicht möglich VH willkürlich zu Vernehmungen anzufordern. Die aus dem Dokument gut ersichtliche Anwesenheit von 2 MA bei den meisten Maßnahmen verhinderte ebenfalls willkürliche Schikanen des einzelnen.

Der ganze Ablauf war also verwaltungstechnisch nüchtern und eher an Sicherheitsaspekten als an der Person des VH ausgerichtet, jedoch eindeutig nicht, wie oft behauptet und in Ausstellungen dargestellt, willkürlich und schikanös.
Weiterhin zeigt die letzte Seite deutlich auf welche persönlichen Artikel übergeben wurden, wie oft habe ich schon lesen müssen man wurde ohne jegliche diesbezügliche Ausstattung in den Verwahrraum verbracht.

Besonders erfreut hat mich beim lesen der Abschnitt IV. Dieser regelt die Zuführung einer Person zwecks Befragung ( §95 StPO) zur Abt. IX und hebt eindeutig für die MA der Abt. XIV hervor, dass diese Personen nicht festgenommen sind. Ich denke dies war notwendig da sicherlich nicht jeder dieser MA den rechtlichen Unterschied zwischen einer Befragung und einer Vernehmung kannte, oder in dieser Situation erkannte und dementsprechend waren diese Personen noch zuvorkommender zu behandeln. Auch diese Regelung straft Behauptungen von Willkür und angeblicher Folter erneut Lügen.


Darüber dass eine Aufnahme in einer UHA für den Betroffenen persönlich immer entwürdigend und erniedrigend ist brauchen wir nicht reden, dies würde jedem von uns so gehen und dies auch in jedem Land der Welt.

Willkür, persönliche Schikane und Folter gab es jedoch nicht!


P.S. Mir braucht jetzt auch keiner damit kommen, dass viele dieser Personen in anderen Ländern nie in Haft genommen worden wären. Dies ist hier nicht das Thema, sondern lediglich ihre angebliche und ihre praktische Behandlung wenn dies geschah.

Angefügte Bilder:
Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#2

RE: Das Aufnahmeverfahren in Untersuchungshaftanstalten des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.09.2010 14:57
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

6-10

Angefügte Bilder:
Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#3

RE: Das Aufnahmeverfahren in Untersuchungshaftanstalten des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.09.2010 14:58
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

11-15

Angefügte Bilder:
Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#4

RE: Das Aufnahmeverfahren in Untersuchungshaftanstalten des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.09.2010 14:58
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

16-20

Angefügte Bilder:
Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#5

RE: Das Aufnahmeverfahren in Untersuchungshaftanstalten des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.09.2010 14:58
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

21-22

Angefügte Bilder:
Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#6

RE: Das Aufnahmeverfahren in Untersuchungshaftanstalten des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.09.2010 15:53
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Willkür, persönliche Schikane und Folter gab es jedoch nicht!



Na Feliks....bist du dir da ganz sicher....????

Ich meine Schlafentzug bzw ständiges Stören der Nachtruhe....ellenlange Verhöre, Dunkelzellen, psychische Spielchen....usw usf find ich persönlich dann doch schon etwas anderes wie ein Kuraufenthalt in Sankt Irgendwo.....und man überlege dabei wofür.....

....klar das das aus deiner Sicht natürlich anders ist....aber trotzdem mal bedankt für etwas aus der Nähkiste....

groetjes

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
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#7

RE: Das Aufnahmeverfahren in Untersuchungshaftanstalten des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.09.2010 19:12
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Wer sagt,das es dort Folter gab ? Wilkür,persönliche Schikanen ? Man müsste die andere Seite mal hören.



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#8

RE: Das Aufnahmeverfahren in Untersuchungshaftanstalten des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.09.2010 19:24
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zermat auf Bild 4 Punkt 2.4 ist die Funktion der Verwahrbox erklärt und auf Bild 6 siehst Du eine Abbildung dieser. Dort wurden Personen also nur kurzfristig untergebracht, wenn z.B. mehrere Personen gleichzeitig aufgenommen wurden.

Mir wurde diese jedoch schon als Foltermethode mit der Bezeichnung Stehzelle beschrieben, in der die Häftlinge vorgeblich tagelang stehen mussten.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#9

RE: Das Aufnahmeverfahren in Untersuchungshaftanstalten des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.09.2010 20:34
von YYYYYYYY (gelöscht)
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guten abend feliks,

vielen dank für diese sehr aufschlussreichen dokumente! , ich würde mir wünschen dass es immer so läuft ,hier im forum , das nenne ich sachliches beleuchten der geschichte.

nochmal vielen dank

LG
Janos


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#10

RE: Das Aufnahmeverfahren in Untersuchungshaftanstalten des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.09.2010 20:42
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Sachliches Beleuchten der Geschichte erfaßt aber nicht die emotionale Seite.....immerhin wurden dort Menschen festgehalten und zwar aus echt lapidaren Gründen....das sollte man nicht vergessen.....auch wenn alles auf Papier so schön durchorganisiert und geregelt scheint.....

groetjes

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
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#11

RE: Das Aufnahmeverfahren in Untersuchungshaftanstalten des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.09.2010 20:48
von YYYYYYYY (gelöscht)
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nabend mara,

man sollte aber die geschichte eben auch nicht nur mit persönlichen emotionen betrachten,oder? die mischung machst es meine liebe. und das dass nicht immer leicht ist versteh ich.

viele zeitzeugen sind sehr emotional, und schildern ihre eindrücke, und dagegen nehmen andere zeitzeugen,die die selbe sache erlebt haben, das ganze anders war.und da kommen solche papiere , wie du schriebst ins spiel, sie vervollständigen das bild.



gruß
HpTGefr82


zuletzt bearbeitet 22.09.2010 20:53 | nach oben springen
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#12

RE: Das Aufnahmeverfahren in Untersuchungshaftanstalten des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.09.2010 20:49
von Oss`n | 2.779 Beiträge

Hallo Feliks,
"Verwahrbox" - diese Bezeichnung kannte ich bis jetzt nicht.
Allerdings trifft der Begriff "Box" genau das gemeinte, aber nicht das abgebildete.
Kenne Verwahrboxen aus der Dresdener U`Haft.
Sorry, aber da sehen deine abgebildeten aus wie ein 3Sterne Hotel.
Auf die abgebildeten ( ) gab es 3 oder 4 Zwischenböden, so das der Begriff "Box" voll zu traf.

Quelle: selbst gesehen ca:1991

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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#13

RE: Das Aufnahmeverfahren in Untersuchungshaftanstalten des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.09.2010 20:55
von wosch (gelöscht)
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Zitat von HpTGefr82
guten abend feliks,

vielen dank für diese sehr aufschlussreichen dokumente! , ich würde mir wünschen dass es immer so läuft ,hier im forum , das nenne ich sachliches beleuchten der geschichte.

nochmal vielen dank

LG
Janos





Janos, ich werde mich an dem Thread hier, außer mit diesen Zeilen, nicht beteiligen weil Feliks schon Anfangs mitgeteilt hatte, daß er falls es nicht wunschgemäß laufen sollte, die Administratoren bitten wird, den von ihm eingestellten Thread zu schliessen:
Einen Satz zu Deinem Statement kann ich mir allerdings nicht verkneifen, der da lautet: "Glaube versetzt Berge." Das war es von meiner Seite, es gibt auch keine weiteren Kommentare zu diesem Thema!

Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 22.09.2010 21:06 | nach oben springen
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#14

RE: Das Aufnahmeverfahren in Untersuchungshaftanstalten des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.09.2010 21:04
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von SkinnyTrucky
Sachliches Beleuchten der Geschichte erfaßt aber nicht die emotionale Seite.....immerhin wurden dort Menschen festgehalten und zwar aus echt lapidaren Gründen....das sollte man nicht vergessen.....auch wenn alles auf Papier so schön durchorganisiert und geregelt scheint.....

groetjes

Mara



Ich gehe mal davon aus, dass mit dem Wort lapidar vielleicht eher läppisch gemeint ist - sonst machts für mich keinen Sinn.

Es ist natürlich richtig, das Menschen inhaftiert worden sind aus Gründen, über die man heute nur den Kopf schütteln würde. Das Problem, was ich sehe, ist, dass man heute von den Ehemaligen des MfS erwartet, dass sie damals schon gegen die Haftgründe hätten angehen müssen. Immerhin hört man ja in einigen Beiträgen sinngemäss, das sie sich auch an den Kopf fassten im übertragenen Sinn.

Und das eine Inhaftierung immer und überall mit einer gewissen Entwürdigung des Delinquenten einher geht, ist auch nicht zu bestreiten. Übrigens auch der Besuch von Inhaftierten - ich hatte mal vor 2 Jahren das zweifelhafte "Vergnügen" in der JVA Bützow, Mecklenburg-Vorpommern.

Man sollte, auch wenns vielleicht schwer fällt, versuchen, dass Ganze sachlich zu diskutieren. Wenn jemand Folter physischer oder psychischer Art dort erlebt hat, dann gehört das auch zu dem Gesamtkomplex, um sich ein Gesamtbild zu machen. Nur auf der Ebene: Ich habe von einem gehört der einen kannte, dessen Frau ihre Freundin dieses oder jenes... - das ist mir ein bisschen wenig.

Damit will ich nun nicht in Zweifel ziehen, dass es sowas gab - nur wäre es schön, wenn denn mal einer sagen würde: Ich war dann und dann da und da, und da ist mir das und das widerfahren.

Gruss

icke



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#15

RE: Das Aufnahmeverfahren in Untersuchungshaftanstalten des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.09.2010 21:12
von Zermatt | 5.293 Beiträge

icke,
deshalb meinte ich,man müsste mal die andere Seite hören.Also diejenigen,die das ganze erlebt haben.



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#16

RE: Das Aufnahmeverfahren in Untersuchungshaftanstalten des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.09.2010 21:20
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zermatt,
die scheinen hier im Forum aber eher selten zu sein - leider.

Gruss

icke



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#17

RE: Das Aufnahmeverfahren in Untersuchungshaftanstalten des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.09.2010 21:27
von Zermatt | 5.293 Beiträge

So ist es,deshalb ist die Sache recht einseitig.



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#18

RE: Das Aufnahmeverfahren in Untersuchungshaftanstalten des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.09.2010 22:34
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

ein paar sind hier schon da... turtle und andere


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#19

RE: Das Aufnahmeverfahren in Untersuchungshaftanstalten des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.09.2010 07:18
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Oss`n

Kenne Verwahrboxen aus der Dresdener U`Haft.
Sorry, aber da sehen deine abgebildeten aus wie ein 3Sterne Hotel.
Auf die abgebildeten ( ) gab es 3 oder 4 Zwischenböden, so das der Begriff "Box" voll zu traf.

Quelle: selbst gesehen ca:1991



Möchte nicht anzweifeln was Du gesehen hast und denke auch die passende Erklärung dafür zu haben.

Am 5.12.89 wurde die BV Dresden besetzt und mit ihr die UHA. Als politisch eingeschätzte Häftlinge wurden entlassen und sämtliche vorgefundene Akten oder die Reste davon wurden anschließend in der UHA gelagert. Ab Ende 1990 hatte dann die BStU ihren Sitz auf dem Gelände und es ist daher möglich, dass die Zwischenböden in dieser Zeit eingezogen wurden um die Verwahrboxen quasi als eine Art Wandschrank für die Aktenberge zu benutzen.

Die Verwahrbox hatte ca. die Größe einer Telefonzelle und war nur zum kurzfristigen "parken" einer Person bis zur Weiterbearbeitung vorgesehen, da man diese ja nicht auf dem Gang stehen lassen konnte. Jetzt zieh einmal in eine Telefonzelle nur 2 Zwischenböden ein, niemals steckst Du da dann noch 3 Menschen rein! Du berichtest sogar von 3-4 Zwischenböden was eindeutig auf die Variante Zwischen- bzw. Nachnutzung als Wandschrank hinweist.

Hier ein schönes Bild für Dich in dem ebenfalls diese "Querleisten" zu erkennen sind, aber wie gesagt ein Mensch wurde dort nur aufrecht stehend für sehr kurze Zeit untergebracht.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 23.09.2010 07:26 | nach oben springen
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#20

RE: Das Aufnahmeverfahren in Untersuchungshaftanstalten des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.09.2010 08:16
von Freedom (gelöscht)
avatar

Zitat von SkinnyTrucky

Zitat von Feliks D.
Willkür, persönliche Schikane und Folter gab es jedoch nicht!



Na Feliks....bist du dir da ganz sicher....????

Ich meine Schlafentzug bzw ständiges Stören der Nachtruhe....ellenlange Verhöre, Dunkelzellen, psychische Spielchen....usw usf find ich persönlich dann doch schon etwas anderes wie ein Kuraufenthalt in Sankt Irgendwo.....und man überlege dabei wofür.....

....klar das das aus deiner Sicht natürlich anders ist....aber trotzdem mal bedankt für etwas aus der Nähkiste....

groetjes

Mara





Ich erhielt regelmäßige Schläge in der Haftanstalt Zeithain, weil die Kleiderordnung nicht stimmte!
Die Pakete von meiner Mutter wurden Wochenlang zurückgehalten!
Dann wurde das Gerücht mehrfach verbreitet das ich abgeschoben werde. Was nicht stimmte! Es wurde damit das Ziel verfolgt, mich mürbe zu machen. Was ihnen auch teilweise gelungen ist.

Kein Gesundheitsschutz im Stahlwerk Zeithain. Folglich hatten die Ohren (Tinitus) darunter zu leiden. Was meine Berufliche Planung bis vor kurzem noch im Wege stand! Halbwegs anständige Inhaftierte (kleinkriminelle) bekamen diesen ersehnten Ohrenschutz. Jedoch nicht die die in den bösen Westen wollten.
Das zerrte sehr an die Nerven


zuletzt bearbeitet 23.09.2010 08:58 | nach oben springen
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