#1

Grenzdurchbruch auf der Glienicker Brücke

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.09.2010 07:20
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Am 11.03.1988 gelang 3 Männern erstmals die Grenzsicherungsanlagen der GÜST Glienicker Brücke zu durchbrechen.

Aus dem Bericht des U-Führers:

Zitat
„Um 1.58 Uhr nähert sich ein LKW Typ „W 50“ mit hoher Geschwindigkeit der Glienicker Brücke, täuscht zunächst durch Betätigung der Blinkanlage ein Abbiegen vor der Brücke nach links vor, fuhr jedoch geradeaus weiter und durchbrach in der Folge alle vier auf der Glienicker Brücke befindlichen Sperrelemente in der angegebenen Reihefolge: erstens das Passagentor, zweitens den Sperrschwenkbaum, drittens den verkehrsregulierenden Schlagbaum und viertens das mechanische Tor. Durch umherfliegende Betonbruchstücke und einer Kohlensäureflasche, welche sich auf dem LKW befand, wurde ein Dienstgebäude der GSSD an Türen und Fenster beschädigt. Die Realisierung der Straftat wurde begünstigt, weil der Sperrschwenkbaum vom Typ „Salzwedel“ in bezug auf die Verankerung des Widerlagers im Betonsockel, nicht dem vorausgesetzten Sicherheitswert entsprach.“



Haben wir einen Zeitzeugen hier oder jemand der mehr dazu sagen kann? PKE vielleicht?


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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zuletzt bearbeitet 22.09.2010 07:21 | nach oben springen

#2

RE: Grenzdurchbruch auf der Glienicker Brücke

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.09.2010 12:56
von Zkom IV | 323 Beiträge

Hallo Feliks,
der Fall ist mir bekannt, kann aber dazu nur wenig sagen. Ich weiß ,dass der W 50 trotz erheblicher Schäden erst nach fast 1000m zum Stehen kam und das auch noch in Höhe der Zufahrt zum Böttcherberg. Dort reichten Sperranlagen wieder bis an die Straße. Die Flüchtlinge gerieten daraufhin in Panik, weil sie dachten, das sie immer noch auf Ostzonalen Gebiet sind.
Der Kollege des Abschnitts 44, der in der Nacht an der Schranke der Glienicker Brücke Dienst machte, hat sich jedenfalls unheimlich erschrocken als der Lastwagen durch seine Schranke raste und diese durch die Luft wirbelte. Der Pol Beamte blieb unverletzt, inwieweit die Flüchtenden verletzt wurden kann ich nicht sagen.
War jedenfalls bei uns im Zkom IV Tagesgespräch.

Gruß Frank



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#3

RE: Grenzdurchbruch auf der Glienicker Brücke

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.09.2010 13:09
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

ich glaube fotos von diesem grenzdurchbruch in dem buch von @pke "die glienicker brücke" oder "guten tag, passkontrolle der ddr" gesehen zu haben.


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#4

RE: Grenzdurchbruch auf der Glienicker Brücke

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.09.2010 13:13
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Ja ein Beamter soll dabei fast überfahren worden sein, aufgrund der ebenfalls zerstörten Bremsanlage war es wohl nicht mehr möglich das Fahrzeug zum stehen zu bringen. Die von Dir angegeben 1000m sind daher durchaus realistisch.



P.S. Auf "Ostzonalen Gebiet" hört sich im Übrigen für 95% der User hier auf deutsch gesagt schei*e an. Einigen wir uns doch auf DDR Gebiet oder Territorium der DDR, denn schließlich spricht hier auch keiner von "Westzonalem Gebiet".


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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zuletzt bearbeitet 22.09.2010 13:16 | nach oben springen

#5

RE: Grenzdurchbruch auf der Glienicker Brücke

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.09.2010 13:33
von Zkom IV | 323 Beiträge

Ja gut , das mit dem "ostzonalem Gebiet" war so eine alte Redewendung von mir. Aber Du hast Recht, wir wollen ja in die Zukunft schauen und uns vielleicht auch von einigen alten Rede -und Denkmodellen lösen.
Gruß Frank



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#6

RE: Grenzdurchbruch auf der Glienicker Brücke

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.09.2010 18:17
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von Feliks D.

P.S. Auf "Ostzonalen Gebiet" hört sich im Übrigen für 95% der User hier auf deutsch gesagt schei*e an. Einigen wir uns doch auf DDR Gebiet oder Territorium der DDR, denn schließlich spricht hier auch keiner von "Westzonalem Gebiet".




Wo ist hier das Problem?
Zumal historisch geprägt.

Der Begriff:

..westzonales/-m Gebiet..

war und ist heute noch gebräuchlich.
http://de.wikipedia.org/wiki/Westzone

und aus einem Beitrag, erschienen 2006:

Der Todesschuss zumindest traf Gerd Palzer auf jeden Fall auf westzonalen Gebiet."


"Mobility, Vigilance, Justice"
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