#1

Die Zonenrandförderung

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.09.2010 19:03
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Beim lesen einer alten Broschüre des Bundesminsterium für innerdeutsche Beziehungen(ja so was gabs früher) fiel mir ein kleiner Abschnitt auf,der auf die Grösse des ehemaligen Zonenrandgebiet einging.Erstaunt war ich über den Umfang des Gebietes.Es heisst da:

Heute ist das Zonenrandgebiet-ein etwa vierzig Kilometer breiter Gebietsstreifen von Flensburg bis Passau entlang der innerdeutschen Grenze und der Grenze der CSSR-ein weithin blühender Landstrich.Es umfaßt mit ca. 49000 Quadratkilommeter knapp ein Fünftel des Bundesgebietes mit rund 7,2 Millionen Einwohnern,das sind knapp zwölf Prozent der Bevölkerung. (Stand 1987)



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#2

RE: Die Zonenrandförderung

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.09.2010 20:47
von LO-driver | 750 Beiträge

Welche Förderbeiträge sind da gelaufen? Nur für Betriebe oder auch an Privathaushalte? Seit vieviel Jahren ist es in Kraft gewesen?
Wann wurde es eingestellt? Wie leben diese 7,2 Millionen Einwohner heute ohne diese Zuwendung?
Giebte es jemand im Forum der darüber erzählen könnte?

LO-Driver



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#3

RE: Die Zonenrandförderung

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.09.2010 21:04
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Zitat von LO-driver
Welche Förderbeiträge sind da gelaufen? Nur für Betriebe oder auch an Privathaushalte? Seit vieviel Jahren ist es in Kraft gewesen?
Wann wurde es eingestellt? Wie leben diese 7,2 Millionen Einwohner heute ohne diese Zuwendung?
Giebte es jemand im Forum der darüber erzählen könnte?

LO-Driver




Für beide Bereiche.

Wimre: 1996.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8887580.html


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#4

RE: Die Zonenrandförderung

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.09.2010 21:33
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Für die wirtschaftliche Förderung standen im Jahre 1986 etwa 250 Millionen zu Verfügung.Diesen Beitrag teilten sich Land und Bund.
Für die Verkehrserschliessung,sprich Strassenbau,betrugen die Investitionsmittel 645 Millionen DM. (1986)



zuletzt bearbeitet 20.09.2010 21:35 | nach oben springen

#5

RE: Die Zonenrandförderung

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.09.2010 22:29
von LO-driver | 750 Beiträge

So eine Machart (Spiegel/8-96) finde ich auch nicht gut. Das schürt unter den Betroffenen Menschen nur Unfrieden. Aber wo bestand der Unterschied, zwischen
den Grenzen zu Frankreich, Holland, Belgien z.B. gegenüber der DDR? Was Rechtfertigte diese Förderung? Bei Inselbewohnern wie auf Helgoland, würde ich es noch gelten lassen.

LO-D



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#6

RE: Die Zonenrandförderung

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 21.09.2010 00:56
von Musiker12 | 822 Beiträge

Lo-Driver, da war für die Westbewohner die Welt mit Bretter oder in dem Fall mit Stacheldraht u.Ä. zugemacht. Also keine Bewegungsfreiheit. Die Zonenrandförderung war für Betriebe natürlich interessant. Freiwillig ist kein grösserer Betrieb in diese Region weil eben die Bewegungsfreiheit eingeschränkt war. Und, wo keine Arbeit ist sind auch keine werktätigen Menschen. Die wanderten langsam aber sicher ab.



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#7

RE: Die Zonenrandförderung

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 21.09.2010 01:02
von icke46 | 2.593 Beiträge

Wobei man sagen sollte, das nach der Wende die Betrieb der Fördeung nachgewandert sind - die Förderung lag in dem Falle ein paar hundert Meter östlich.

Gruss

icke



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#8

RE: Die Zonenrandförderung

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 21.09.2010 01:42
von Musiker12 | 822 Beiträge

Zitat von icke46
Wobei man sagen sollte, das nach der Wende die Betrieb der Fördeung nachgewandert sind - die Förderung lag in dem Falle ein paar hundert Meter östlich.

Gruss

icke



Stimmt auffallend. Und wenn diese nur Briefkästen aufgehängt haben, die paar hundert Meter haben dann wieder Geld gebracht.



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#9

RE: Die Zonenrandförderung

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 21.09.2010 12:08
von LO-driver | 750 Beiträge

Zitat von Musiker12
Lo-Driver, da war für die Westbewohner die Welt mit Bretter oder in dem Fall mit Stacheldraht u.Ä. zugemacht. Also keine Bewegungsfreiheit. Die Zonenrandförderung war für Betriebe natürlich interessant. Freiwillig ist kein grösserer Betrieb in diese Region weil eben die Bewegungsfreiheit eingeschränkt war. Und, wo keine Arbeit ist sind auch keine werktätigen Menschen. Die wanderten langsam aber sicher ab.



Wenn du das so siehst, würden ja alle DDR-Bürger Millionäre sein. Aber auch hier gab es ja eine kleine Entschädigung im Grenzstreifen, auch auf den
Wehrsold drauf. Trotzdem komisch was die Politik für Blüten treibt. Immerhin konnte man sich doch im freien Land (BRD) seinen Wohnsitz aussuchen.
Es wird doch sicher auch Menschen gegeben haben, die so eine Ruhe und Abgeschiedenheit für gut befinden.
Die Stadt Braunlage im Harz, ist sicher keine Arme Stadt gewesen. Aber Deutschland und seine Steuerausgaben werden immer ein Rätsel bleiben.

LO-D



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#10

RE: Die Zonenrandförderung

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 21.09.2010 12:26
von Musiker12 | 822 Beiträge

LO-Driver, da haben wir was gemeinsam, ich verstehe die Steuerausgaben in Deutschland auch nicht bzw habe sie noch nie verstanden.



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