#1

Wieso nannte sich die DDR "Demokratische" Republik?

in DDR Staat und Regime 19.09.2010 21:12
von wosch (gelöscht)
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Ich stelle mal die Frage nach der Begründung dieses Anspruches weil ich unter Demokratie etwas Anderes verstehe als es in der DDR vorgelebt wurde. Ist die Demokratie nicht eine Regierungsform in der die Mehrheit der Bevölkerung die Richtung vorgeben sollte und nicht wie in der DDR wo eine Minderheit, die ihre Macht die sie sich durch Wahlbetrug ergaunert hatte und die sie sich von ihren bewaffneten Organen sichern ließ? Wie definiert man bitte "Demokratie" ? Bitte keine Verweise auf die Zustände in der BRD, denn die hatte das "demokratische" nicht in ihrem Namen!
Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 19.09.2010 21:58 | nach oben springen

#2

RE: Wieso nannte sich die DDR "Demokratische" Republik?

in DDR Staat und Regime 19.09.2010 22:02
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von wosch
Bitte keine Verweise auf die Zustände in der BRD, denn die hatte das "demokratische" nicht in ihrem Namen!



Ähm, welche Zustände? Doch nicht etwas die, die im Artikels 20 GG beschrieben werden, odär? *wink nach Kassel*
Also @Wosch, soo wird ein Fred zertrollt *grins* NÖ, mach ich aber nicht. Naja, war ja 1949 nicht das erstemal, das in teutschen Landen zwei Republiken ausgerufen wurden. Hier das wikitat: http://de.wikipedia.org/wiki/Ausrufung_d..._in_Deutschland

P.S. Achso, ist das nicht eigentlich DAS Kennzeichen einer Demokratie, das JEDER etwas anders darunter verstehen kann?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 19.09.2010 22:04 | nach oben springen

#3

RE: Wieso nannte sich die DDR "Demokratische" Republik?

in DDR Staat und Regime 19.09.2010 22:19
von wosch (gelöscht)
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Zitat von 94


P.S. Achso, ist das nicht eigentlich DAS Kennzeichen einer Demokratie, das JEDER etwas anders darunter verstehen kann?




94, ich denke das trifft dann zu, wenn man daß was man darunter versteht auch öffentlich laut sagen darf und nicht für sich behalten muß!!
Schönen Gruß aus Kassel.

PS: Ich halte mich jetzt hier mal raus, damit Andere auch meine Frage beantworten können.


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#4

RE: Wieso nannte sich die DDR "Demokratische" Republik?

in DDR Staat und Regime 19.09.2010 22:27
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von wosch
ich denke das trifft dann zu, wenn man daß was man darunter versteht auch öffentlich laut sagen darf und nicht für sich behalten muß!!



Aber nicht ZU LAUT! Sonst ist es zumindest eine OWi *grins*
§ 117 OWiG - Ordnungswidrig handelt, wer ohne berechtigten Anlass oder in einem unzulässigen oder nach den Umständen vermeidbaren Ausmaß Lärm erregt, der geeignet ist, die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft erheblich zu belästigen oder die Gesundheit eines anderen zu schädigen. Dabei handelt es sich um verhaltensbedingten Lärm, zum Beispiel Geschrei, Maschinenlärm, Fahrzeuge, Musik aller Art usw.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#5

RE: Wieso nannte sich die DDR "Demokratische" Republik?

in DDR Staat und Regime 19.09.2010 22:53
von wosch (gelöscht)
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Zitat von 94

Zitat von wosch
ich denke das trifft dann zu, wenn man daß was man darunter versteht auch öffentlich laut sagen darf und nicht für sich behalten muß!!



Aber nicht ZU LAUT! Sonst ist es zumindest eine OWi *grins*
§ 117 OWiG - Ordnungswidrig handelt, wer ohne berechtigten Anlass oder in einem unzulässigen oder nach den Umständen vermeidbaren Ausmaß Lärm erregt, der geeignet ist, die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft erheblich zu belästigen oder die Gesundheit eines anderen zu schädigen. Dabei handelt es sich um verhaltensbedingten Lärm, zum Beispiel Geschrei, Maschinenlärm, Fahrzeuge, Musik aller Art usw.






Mittags- und Nachtruhe ist natürlich einzuhalten und lauter als die Kirchenglocken läuten darfst Du an Sonn-und Feiertagen vor einer Moschee auch nicht rumkrakehlen, das ist schon klar. Man sollte sich ruhig mal ein Beispiel an unserem Forum nehmen, hier wird echte Demokratie praktiziert, jeden Tag auf´s Neue. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle auch mal bei den Verantwortlichen bedanken.

Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 19.09.2010 23:00 | nach oben springen

#6

RE: Wieso nannte sich die DDR "Demokratische" Republik?

in DDR Staat und Regime 19.09.2010 23:31
von ek53 | 54 Beiträge

Zitat von wosch
Ich stelle mal die Frage nach der Begründung dieses Anspruches weil ich unter Demokratie etwas Anderes verstehe als es in der DDR vorgelebt wurde. Ist die Demokratie nicht eine Regierungsform in der die Mehrheit der Bevölkerung die Richtung vorgeben sollte und nicht wie in der DDR wo eine Minderheit, die ihre Macht die sie sich durch Wahlbetrug ergaunert hatte und die sie sich von ihren bewaffneten Organen sichern ließ? Wie definiert man bitte "Demokratie" ? Bitte keine Verweise auf die Zustände in der BRD, denn die hatte das "demokratische" nicht in ihrem Namen!
Schönen Gruß aus Kassel.



Ej Woschi!
Schön formuliert, "wir" (wer immer das auch ist) sind die guten, aber "ihr" die schlechten.
Hinter Deinem Pseudonym versteckt sich nicht zufällig die Frau, die ich mal sehr, sehr
geliebt habe? In gesalbte Worte eingekleidet, aber immer schön auf andere zeigend?

SCNR

ek53



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#7

RE: Wieso nannte sich die DDR "Demokratische" Republik?

in DDR Staat und Regime 20.09.2010 02:25
von westsachse | 464 Beiträge

Es nennen sich so viele Leute "demokratisch". Parteien, Sportvereine, Gewerkschaften..........

Gruß

westsachse


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#8

RE: Wieso nannte sich die DDR "Demokratische" Republik?

in DDR Staat und Regime 20.09.2010 02:28
von westsachse | 464 Beiträge
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#9

RE: Wieso nannte sich die DDR "Demokratische" Republik?

in DDR Staat und Regime 20.09.2010 03:16
von Seashellpeter (gelöscht)
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Deutsche Demokratische Republik - kurze Einleitung:
Ich bin 1958 in Wien geboren und wuchs im Weinviertel nahe der ehem. CSSR Grenze auf. Den Kalten Krieg, die unterschiedliche Propaganda und das Säbelrasseln zwischen Ost und West ist mir seit dem Ende der 60er Jahre bekannt. Als 1968 die Warschauer Pakt Truppen in die Tschechoslowakei einmarschierten und Hunderte, meist junge Menschen erschossen wurden, hatten wir in Ostösterreich große Angst vor einer sowjetischen Invasion. Unsere Familie hatte Verwandte in der CSSR und Ungarn, so erfuhren wir hin und wieder, wie das Leben auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs abläuft.
Deutsche Demokratische Republik - eine Demokratie im Ostblock?
So wie ich es einschätze, waren alle kommunistische Staaten und dessen Parteiführung wirklich davon überzeugt, daß das kommunistische System demokratischer sei als der Kapitalismus im Westen. Außerdem hat die Bezeichnungen "Deutsche Demokratische Republik" auch eine psychologische Wirkung. Wenn man seinen Staat als "Demokratische Republik" bezeichnet, prägt sich das ein.
Heute bin ich mit einer Tschechin verheiratet, wir sind beide über 50 und sie erlebte den Kommunismus in der CSSR hautnah. Sie und ihre Freunde, so erzählten sie mir, waren als Schüler tatsächlich davon überzeugt, daß der Kommunismus, im Vergleich zu den westlichen Ländern, ein sehr humanes und demokratisches System sei.
Als die sowjetischen Panzer im August 68 ihr Land besetzten und Leute tötete (Prager Frühling), das verstörte sogar die treuesten Kommunisten. Kurz vor dem Einmarsch, viele fühlten das sich etwas Schlimmes anbahnt, flüchteten viele Tschechoslowaken nach Österreich oder Deutschland. Die DDR Führung war das einzige Land der Ostblockländer, welche für eine Besetzung der Tschechoslowakei waren. Alle anderen, wie Ungarn, Polen, Rumänien.....usw. wollten keine militärische Besetzung, wie es die Sowjets befohlen hatten. Nur die DDR Führung war dafür.
Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings wurde die CSSR Bürger von den Sowjets streng überwacht. Doch langsam legte sich wieder der Unmut gegenüber der UDSSR. Die politische Propaganda spielte dabei eine sehr wichtige Rolle, wie mir erklärt wurde.
Meine Frau Zdenka und andere in ihrem Alter sagten zu mir, daß es ihnen, als sie noch Kinder waren, sehr gut gegangen ist. Da meine Frau als Mädchen gut singen konnte, war sie in einem Mädchenchor. Sie traten nicht nur im Osten auf auch im Westen. Auf diese Weise reisten sie auch in die BRD, Österreich, Holland usw. Es gab auch Schüleraustausch mit anderen Kindern aus Ostblockstaaten. Zdenka wohnte für paar Wochen bei einer Familie in Ost-Berlin. Die Schulkinder waren auch jedes Jahr mit dem Zelt für 2 Wochen auf Schulland-Woche und 2 Wochen im Winter auf einer Hütte schifahren. Sie meinte, als Kind hatte sie mit diesem System keine Probleme, im Gegenteil.

Als sie und ihre Freunde jedoch älter wurden und ab 1975 immer mehr Leute aus dem Westen in den Tschechoslowakei reisten, sahen sie, welch tolle Autos die Besucher aus West-Europa haben. Denn ihnen wurde immer erklärt, daß im Westen eine große Armut herrscht. Ab einem gewissen Alter glaubte die junge Generation in Osteuropa nicht mehr der Propaganda. Einer Freundin meiner Frau gelang sogar die Flucht in den Westen und gelangte über Jugoslawien, Italien schließlich in die USA, wo sie eine Familie mit einem Ami gründete.
Obwohl wir nahe des Eisernen Vorhangs lebten, so hatten wir nur selten Gelegenheit mit einem Flüchtling aus der DDR, CSSR, Polen, Rumänien oder Ungarn zu sprechen. Einmal konnte ich mit einem geflüchteten Rumänen plaudern - den Rumänen ging es mit Abstand am Schlechtesten, trotzdem wurde sogar ihnen eingeredet, daß sie in einem wunderbaren demokratischen Land leben. Sicherlich , wenn man keine objektiven Nachrichten aus dem Westen bekommt und nichts anderes kennt, glaubt man alles oder fast alles.
Ab den 80er Jahren kamen immer mehr Flüchtlinge aus Polen, DDR, CSSR oder Ungarn - über die ungarische Grenze nach Österreich. Längst war schon bekannt, daß Osteuropa wirtschaftlich vor dem Zusammenbruch steht. Nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl April 86 und nach der versuchten Verheimlichung und des Schönredens seitens der UDSSR gegenüber dem Westen, mußten nun die Sowjets transparenter werden und ihre Grenzen öffnen. Glasnost und Peristrojka - damit konnte Honecker nichts anfangen, wie ich hörte.

Doch die DDR, in diesem Fall E. Honecker und sein Team blieben ihrer Linie treu und verstanden die tolerante Haltung von Gorbatschov gegenüber dem Westen nicht. Honecker war linientreuer als die UDSSR. Weshalb gerade die DDR so streng war, ist mir nicht bekannt.
Die DDR galt schon immer als ein sehr strenger und linientreuer Staat, weit strenger als alle anderen Blockstaaten.
Den Leuten wurde damals eingeredet, daß es das beste demokratische System sei - die Menschen sind glücklicher als im Westen. Davon waren wirklich viele Ostblock-Bürger überzeugt, soweit mir bekannt ist.
Wir hatten eine Tante in Budapest, Ungarn. - Ab 1960 besuchte sie uns alle paar Jahre in der Wohnung in Wien. Wenn sie wieder nach Hause fuhr, gaben wir ihr stets etwas mit, meist ein Packerl Kaffee, Schokolade, Zigaretten usw...Sie war schon einige Male bei uns und sie hatte mit diesen Produkten, welche wir ihr mitgaben nie Probleme an der Grenze. Wir mußten sie einladen - das bedeutete, mein Vater mußte alles bezahlen, die Reise, den Aufenthalt und mögliche Arztkosten....Es war 1974 als sie uns das letzte Mal besuchte - nach einer Woche fuhr sie wieder heim, mit dem Zug von Wien nach Budapest, eine 3 Stundenfahrt. Wir hörten über ein Jahr nichts von ihr, normalerweise schrieb sie nach der Ankunft in Budapest sofort einen Brief - doch diesmal erhielten wir nichts. Vater bemühte sich viele Male bis er endlich nach 2 Jahren eine Info bekam, nach einiger Zeit wieder eine Info....usw. Erst nach über 10 Jahren konnten wir uns ein Bild machen war ihr tatsächlich passierte: - Sie wurde im Zug an der Grenze durchsucht und diesmal wurde sie wegen illegaler Einfuhr westlicher Produkte verhaftet - da sie öfters bei uns war, wurde sie auch wegen Spionagverdacht angeklagt, weiters wegen Zollvergehen usw.......klarer Fall, sie erfanden viele Delikte nur um sie zu inhaftieren, so daß sie uns nicht mehr besucht und keinen Kontakt mehr mit uns pflegt. Angeblich verstarb sie nach einem Jahr im Gefängnis. Es ist möglich, daß sie gefoltert wurde und unter schlimmen Umständen in Haft war.
Doch all das erfuhren meine Eltern erst in den 80er Jahren, als sie schon längst tot war. Als man ab 1991 Akteneinsicht bekam, konnte man ihren Akt "angeblich" nicht finden. Es ist durchaus möglich, daß solche Grenzfälle, welche natürlich völlig ungerechtfertigt waren, kurz vor dem Zusammenbruch vernichtet wurden, erklärte uns ein Beamter in Budapest.
Soweit zur Demokratie in den Ostblockländern. Sie definierten das Wort "Demokratie", wenn jeder das gleiche tut, niemand bevorzugt wird und niemand aus der Reihe tanzt. Auf diese Weise haben sie das Wort Demokratie ausgelegt. Auch die obersten Parteiführer glaubten an daran.
Die Bezeichnung : "Deutsche Demokratische Republik" - das ist wirklich ein Hohn! Vor allem Ostdeutschland - eines der linientreusten Pakt-Staaten. Zum Leben in der DDR kann ich leider nicht viel sagen, ich traf in meinem Leben nur ein oder zwei Flüchtling und später eine Familie aus Thüringen. Alle erzählten mir ein Wenig das Leben in der DDR. Es unterschied sich nicht wesentlich zu den anderen Blockstaaten. Rumänien war noch strenger.
Meine Frau Zdenka wuchs in Budweis Süd-Tschechien auf, sie war auch öfters in der DDR, da sie eine Familie in Ost-Berlin kennt.
Zdenka ist Krankenschwester - sie meint heute, wenn sie nun die Zeiten vergleicht. In mancher Hinsicht war es besser als heute, in mancher Hinsicht schlechter. Wenn sie oder ihre Freunde, Verwandten ins Spital mußten, bekamen sie damals sofort einen Platz. Die ärztliche Versorgung war gesichtert. Heute sei das nicht mehr so sicher, sagt sie. Auch wenn man dringend eine Operation benötigt, kann es sein, daß man einige Wochen auf einen freien Platz warten muß.
Hingegen war einer der Nachteile die unregelmäßige Lebensmittelversorgung. Sie erzählte mir, ihr Fleischhauer gab immer einige Tage zuvor bekannt, wann er die nächste Lieferung bekommt. Schon um 5 Uhr morgens standen die Leute vor dem Geschäft in Schlange. Fleisch und Obst waren Mangelware, sagt sie heute. Vielleicht einmal in der Woche hatten sie Schnitzel oder ein paar Würstel. Als der Eiserne Vorhang im Winter 89/90 fiel, verdiente sie als Krankenschwester monatlich umgerechnet 20-30 Euro. Das waren rund 400 Schilling, ca 50-60 Mark. Als sie das erste Mal 1990 über die Grenze nach Österreich spazierte und wunderte sie sich über die hohen Preise. Damals war der Durchschnittslohn am Land in Ost-Österreich um die 10.000 Schilling, sie hatte monatlich nur 400 Schilling umgerechnet. Das war ein gewaltiger Unterschied. Mittlerweile haben die Tschechen ordentlich aufgeholt.
Als die Vereinigung zwischen Ost- und Westdeutschland eingeleitet wurde - konnte ich es ja auch kaum jemand glauben. Es war unglaublich, das die Sowjetunion ihr politisches System, welches sie Jahrzehntelang mit allen Mitteln verteidigten, fast über Nacht aufgaben.
Als Ost- und Westdeutschland wiedervereinigt wurde, dachte ich mir schon, daß die Renovierung und Anpassung an den Westen sicherlich sehr teuer wird.
Die Ungarn waren eigentlich das erste Ostblockland, welches sich schon in den frühen 80er Jahren von den Sowjets sich langsam versuchen sich abzunabeln. Als ich 1984 in Ungarn war, sah man noch russische Soldaten herumlaufen - doch man konnte bereits ohne Visa nach Ungarn einreisen. Der Eiserne Vorhang von Ungarn wurde schon Anfang der 80er Jahre durchlässig - sie waren die ersten.
Soweit zur Demokratie im Ostblock.
LG Peter


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#10

RE: Wieso nannte sich die DDR "Demokratische" Republik?

in DDR Staat und Regime 20.09.2010 07:38
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von wosch
Ich stelle mal die Frage nach der Begründung dieses Anspruches weil ich unter Demokratie etwas Anderes verstehe als es in der DDR vorgelebt wurde.



Hier sieht man wieder deine Bildungslücken auf dem Gebiet des M/L. Wir wollen es Dir einmal nachsehen, denn einem Studium in M/L hattest Du Dich ja nun entzogen. Ich möchte es Dir aber auch nicht zu leicht machen und das nachhaltigste Wissen ist immer das, was man sich selbst erarbeitet hat.

Daher solltest Du für den Anfang einmal nur einmal die Begriffe "Sozialistische Demokratie" und "Demokratischer Sozialismus" für Dich herausarbeiten. Danach sollte sich Dir deine Frage schon von allein beantwortet haben.


Ach ja als Highlight könntest Du dann noch die bürgerliche-pluralistische Demokratie erarbeiten, aber das wäre lediglich eine Fleißaufgabe, da es für die Beantwortung deiner Frage nicht zwingend Notwendig ist.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#11

RE: Wieso nannte sich die DDR "Demokratische" Republik?

in DDR Staat und Regime 20.09.2010 08:04
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.

Zitat von wosch
Ich stelle mal die Frage nach der Begründung dieses Anspruches weil ich unter Demokratie etwas Anderes verstehe als es in der DDR vorgelebt wurde.



Hier sieht man wieder deine Bildungslücken auf dem Gebiet des M/L. Wir wollen es Dir einmal nachsehen, denn einem Studium in M/L hattest Du Dich ja nun entzogen. Ich möchte es Dir aber auch nicht zu leicht machen und das nachhaltigste Wissen ist immer das, was man sich selbst erarbeitet hat.

Daher solltest Du für den Anfang einmal nur einmal die Begriffe "Sozialistische Demokratie" und "Demokratischer Sozialismus" für Dich herausarbeiten. Danach sollte sich Dir deine Frage schon von allein beantwortet haben.


Ach ja als Highlight könntest Du dann noch die bürgerliche-pluralistische Demokratie erarbeiten, aber das wäre lediglich eine Fleißaufgabe, da es für die Beantwortung deiner Frage nicht zwingend Notwendig ist.





Mit "M/L" meintest Du wohl "Marxismus/ Leninismus"? Wenn ja, dann bin ich aber froh daß ich statt dessen meine Ausbildung auf dem Bau machen mußte. Durch die frische Luft die ich da einatmen konnte, kann ich zumindestens heute noch klar denken und kann mich auch noch an die Diktatur der "Arbeiter und Bauernmacht" erinnern. Apropos Arbeiter und Bauern, wozu gehörtet Ihr überhaupt. Habt Ihr nicht alle auf den MfS-Hochschulen Eure Abschlüsse gemacht? Wer von Euch würde sich eigentlich selbst als Arbeiter oder Bauer bezeichnen? Ich denke mal Ihr habt den Arbeitern und Bauern in der Republik , natürlich demokratisch , gezeigt, was man Alles mit ihnen machen konnte. Na ja, "Sozialistische Demokratie", leg Dich noch mal hin Feiks und träume weiter"
Schönen Gruß aus Kassel.


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#12

RE: Wieso nannte sich die DDR "Demokratische" Republik?

in DDR Staat und Regime 20.09.2010 08:09
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zertrollst Du nun schon deine eigenen Threads? Respekt!


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#13

RE: Wieso nannte sich die DDR "Demokratische" Republik?

in DDR Staat und Regime 20.09.2010 08:18
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.
Zertrollst Du nun schon deine eigenen Threads? Respekt!




Nein Feliks, hatte ich eigentlich nicht vor! Ich hätte allerdings auch schreiben können: "Ja Feliks, ich stimme Dir voll zu." usw, das überlasse ich aber Anderen!


Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 20.09.2010 08:27 | nach oben springen

#14

RE: Wieso nannte sich die DDR "Demokratische" Republik?

in DDR Staat und Regime 20.09.2010 08:25
von Dr. Emmerich (gelöscht)
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Die Frage kann auch anders gestellt werden: Warum gab es in der DDR Verfassungen und in der BRD nur für diese Republik (auch ohne "demokratisch") nur ein Grundgesetz? Beide Staaten tragen aber die Bezeichnungen "deutsch" und "Republik". Reicht das nicht aus? Oder hätte sich die DDR - Deutsche Sozialisttische Repblik bezeichnen sollen? Sich die CSSR zum Vorbild nehmen? Wenn über Demokratie diskutiert wird, dann sollte m.E. nicht bei den Staatsnamen bnegonnen werden. Dr. Klaus Emmerich


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#15

RE: Wieso nannte sich die DDR "Demokratische" Republik?

in DDR Staat und Regime 20.09.2010 08:33
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von wosch

Zitat von Feliks D.
Zertrollst Du nun schon deine eigenen Threads? Respekt!




Nein Feliks, hatte ich eigentlich nicht vor! Ich hätte allerdings auch schreiben können: "Ja Feliks, ich stimme Dir voll zu." usw, das überlasse ich aber Anderen!


Schönen Gruß aus Kassel.




Du musst mir nicht zustimmen, aber Du solltest vielleicht einmal die Begriffe aus DDR Sicht betrachten. Deine Sicht und Vorstellung von Demokratie wird auch danach noch eine andere sein, warum sich die DDR aber Demokratisch nannte sollte sich Dir danach jedoch erschließen. Dies auch ohne dass Du deren Definition folgen musst, aber es geht ja auch nicht darum Dich zu überzeugen sondern lediglich darum deine Frage zu beantworten.

Bevor ich jetzt einen ellenlangen Aufsatz verbreche lies doch einfach einmal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialistische_Demokratie


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 20.09.2010 08:40 | nach oben springen

#16

RE: Wieso nannte sich die DDR "Demokratische" Republik?

in DDR Staat und Regime 20.09.2010 08:35
von wosch (gelöscht)
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[quote="Feliks D."] das nachhaltigste Wissen ist immer das, was man sich selbst erarbeitet hat.

Feliks, da möchte ich Dir nicht widersprechen, ich würde aber an Deinen Halbsatz noch "und nicht eingetrichtert bekommen hat" anfügen!! Wenn wir uns darauf einigen könnten, das wäre wie Ostern und Weihnachten zusammen!
Schönen Gruß aus Jassel.


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#17

RE: Wieso nannte sich die DDR "Demokratische" Republik?

in DDR Staat und Regime 20.09.2010 08:38
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von wosch

Zitat von Feliks D.
das nachhaltigste Wissen ist immer das, was man sich selbst erarbeitet hat.



Feliks, da möchte ich Dir nicht widersprechen, ich würde aber an Deinen Halbsatz noch "und nicht eingetrichtert bekommen hat" anfügen!! Wenn wir uns darauf einigen könnten, das wäre wie Ostern und Weihnachten zusammen!
Schönen Gruß aus Jassel.




Gerne, jedoch kann ich auch "eingetrichtertes" für mich persönlich prüfen und dann als falsch oder richtig befinden.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#18

RE: Wieso nannte sich die DDR "Demokratische" Republik?

in DDR Staat und Regime 20.09.2010 08:46
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.

Zitat von wosch

Zitat von Feliks D.
das nachhaltigste Wissen ist immer das, was man sich selbst erarbeitet hat.



Feliks, da möchte ich Dir nicht widersprechen, ich würde aber an Deinen Halbsatz noch "und nicht eingetrichtert bekommen hat" anfügen!! Wenn wir uns darauf einigen könnten, das wäre wie Ostern und Weihnachten zusammen!
Schönen Gruß aus Jassel.




Gerne, jedoch kann ich auch "eingetrichtertes" für mich persönlich prüfen und dann als falsch oder richtig befinden.





Klar Feliks, in einer "richtigen" Demokratie sollte das dann aber auch für Jeden gelten und ich meine damit allerdings daß man das nicht nur für sich befinden kann, sondern daß man das Ergebnis dieser Erkenntnis dann auch aussprechen darf, ohne daß es morgens in aller Frühe an der Haustür klingelt! Hast Du verstanden wie ich es meinte?
Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 20.09.2010 08:48 | nach oben springen

#19

RE: Wieso nannte sich die DDR "Demokratische" Republik?

in DDR Staat und Regime 20.09.2010 08:52
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Was für ein schönes Wort "richtige Demokratie", aber was ist schon richtig? Ich könnte jetzt auch sagen in "deiner Demokratie" aber ich lasse dies.

Verstanden habe ich Dich wohl und teilweise gebe ich Dir sogar recht, denn dass auf berechtigte und konstruktive Kritik anders hätte reagiert werden müssen schrieb ich auch selbst schon häufig. An meiner Betrachtungsweise zur Bearbeitung von Kritikern die nicht verbessern, sondern beseitigen wollten ändert dies jedoch nichts.

Trotzdem denke ich, dass wir mit dieser Sicht beide leben können.

Schöne Woche nach Kassel, von Feliks der schon aufgeregt die Tage zählt.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#20

RE: Wieso nannte sich die DDR "Demokratische" Republik?

in DDR Staat und Regime 20.09.2010 08:54
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Dr. Emmerich
Die Frage kann auch anders gestellt werden: Warum gab es in der DDR Verfassungen und in der BRD nur für diese Republik (auch ohne "demokratisch") nur ein Grundgesetz? Beide Staaten tragen aber die Bezeichnungen "deutsch" und "Republik". Reicht das nicht aus? Oder hätte sich die DDR - Deutsche Sozialisttische Repblik bezeichnen sollen? Sich die CSSR zum Vorbild nehmen? Wenn über Demokratie diskutiert wird, dann sollte m.E. nicht bei den Staatsnamen bnegonnen werden. Dr. Klaus Emmerich




Sicher kann man die Frage auch anders stellen. Hier lautet sie aber: Wieso nannte sich die DDR "Demokratische" Republik"
Wäre schön, wenn Du auf die Frage eingehst. Ansonsten kannst Du Deine Fragen auch in einem eigenen Thread zur Diskussion stellen.

Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 20.09.2010 08:55 | nach oben springen



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