#21

RE: Die DDR Grenze und Hundelaufanlage bei Hiddensee

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 09.04.2011 21:35
von mannomann14 | 625 Beiträge

Zitat von bendix
Kann ich mir auch nicht vorstellen das da Hunde drin gewesen sein sollten,die hätten sich ja gegenseitig zerfleischt.
Außerdem fällt mir auf dem Foto auf das da keinerlei Signaleinrichtungen dran sind.Also ein Fake

Gruß bendix



nein kein Fake,da der alte Zaun der TBK marode war ,wurde innen lediglich ein neuer gesetzt,
gruß mannomann


Etwas über mich zu schreiben, um sich dann daraus ein Bild von mir machen zu können , wäre ungefähr so, wie der Versuch Architektur zu tanzen...
diegrenzgängerin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.04.2011 23:17 | nach oben springen

#22

RE: Die DDR Grenze und Hundelaufanlage bei Hiddensee

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 09.04.2011 22:20
von tdk03 | 240 Beiträge

Aua, aua, allein der Titel schmerzt schon - Hiddensee ist eine Insel -
und alles was sich darauf befindet, befindet sich auf Hiddensee.

´tschuldiging meine Klugscheißerei, aber dass musste sein.

Grüße Thomas


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#23

RE: Die DDR Grenze und Hundelaufanlage bei Hiddensee

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 10.04.2011 00:06
von Mike59 | 7.978 Beiträge

´tschuldiging meine Klugscheißerei, aber dass musste sein.

Grüße Thomas[/quote]
------------------------------
Joo das is auch gut so, manchmal muss es eben sein.

Mike59


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#24

RE: Die DDR Grenze und Hundelaufanlage bei Hiddensee

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 10.04.2011 09:37
von bendix | 2.642 Beiträge

Zitat von mannomann14

Zitat von bendix
Kann ich mir auch nicht vorstellen das da Hunde drin gewesen sein sollten,die hätten sich ja gegenseitig zerfleischt.
Außerdem fällt mir auf dem Foto auf das da keinerlei Signaleinrichtungen dran sind.Also ein Fake

Gruß bendix



nein kein Fake,da der alte Zaun der TBK marode war ,wurde innen lediglich ein neuer gesetzt,
gruß mannomann




Aha,wieder was dazu gelernt.
Ist doch ungewöhnlich das ein Zaun da war der keine Signaleinrichtungen hatte.
Obwohl,wenn ich daran denke das der Streckmetallzaun um Dömitz herum auch nicht mit Signaleinrichtungen bestückt war.

Gruß bendix


Das Zufriedene ist leise,das Unzufriedene ist laut.
Gefreiter der Grenztruppen -1980 GAR 40 Oranienburg/Falkensee-GR 34 Groß-Glienicke 1981-1982
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#25

RE: Die DDR Grenze und Hundelaufanlage bei Hiddensee

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 10.04.2011 09:44
von mannomann14 | 625 Beiträge

Zitat von bendix

Zitat von mannomann14

Zitat von bendix
Kann ich mir auch nicht vorstellen das da Hunde drin gewesen sein sollten,die hätten sich ja gegenseitig zerfleischt.
Außerdem fällt mir auf dem Foto auf das da keinerlei Signaleinrichtungen dran sind.Also ein Fake

Gruß bendix



nein kein Fake,da der alte Zaun der TBK marode war ,wurde innen lediglich ein neuer gesetzt,
gruß mannomann




Aha,wieder was dazu gelernt.
Ist doch ungewöhnlich das ein Zaun da war der keine Signaleinrichtungen hatte.
Obwohl,wenn ich daran denke das der Streckmetallzaun um Dömitz herum auch nicht mit Signaleinrichtungen bestückt war.

Gruß bendix





Warum ungewöhnlich? Dieser Zaun war kein Grenzzaun,sondern lediglich ein Objektzaun der ansässigen Technischen Beaobachtungskompanie der Grenzbrigade Küste,also wie es im Prinzip jede andere Kaserneneinrichtung hatte,
gruß mannomann


Etwas über mich zu schreiben, um sich dann daraus ein Bild von mir machen zu können , wäre ungefähr so, wie der Versuch Architektur zu tanzen...
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#26

RE: Die DDR Grenze und Hundelaufanlage bei Hiddensee

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 10.04.2011 10:44
von bendix | 2.642 Beiträge

Dann währe das also geklärt.
Bleibt für mich noch die Frage,was waren die Aufgaben der Technischen Beaobachtungskompanie der Grenzbrigade Küste?

Gruß bendix


Das Zufriedene ist leise,das Unzufriedene ist laut.
Gefreiter der Grenztruppen -1980 GAR 40 Oranienburg/Falkensee-GR 34 Groß-Glienicke 1981-1982
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#27

RE: Die DDR Grenze und Hundelaufanlage bei Hiddensee

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 10.04.2011 11:14
von torpedoschlosser | 330 Beiträge

was mannomann14 sagt kann ich voll bestätigen!!!
Es handelt sich nur um den Objektzaun. Ich kenne dieses Objekt persönlich, hatte beruflich dort zu tun. Es war mit einem großen B-Turm, einer umfangreichen Radarlage und einer 25mm Doppellafette ausgestattet. Der Kommandeur FK Colmsee wohnte ebenfalls im Objekt (Name kann angegeben werden, denn es gibt einen netten Bericht in der AR mit Fotos)


zuletzt bearbeitet 10.04.2011 18:25 | nach oben springen

#28

RE: Die DDR Grenze und Hundelaufanlage bei Hiddensee

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 10.04.2011 12:28
von rdadrian (gelöscht)
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Hallo alle zusammen.Ich habe dort gedient Wir hatten einen Bunker für die "techn. Beobachtung" ein Signalgastturm,2 Gebäude für Unterkunft,eine Garage für den Multica und den beiden Motorrädern und natürlich auch 3 Hundezwinger für die 3 Hunde den da waren sie meistens drin.Mit einem Hund musste ich sogar noch zur Abnahme nach Sellin.Alle 3 Hunde waren gute Meldehunde und zu fressen haben die auch bekommen habe noch schöne Fotos.Aber in solch einen Zaun ist zu meiner Zeit kein Hund oder ein anderer gelaufen den gab es nicht. Gruss


zuletzt bearbeitet 10.04.2011 12:34 | nach oben springen

#29

RE: Die DDR Grenze und Hundelaufanlage bei Hiddensee

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 12.04.2014 11:07
von boofinger | 140 Beiträge

Zitat von Angelo im Beitrag #1
Das Foto von Hiddensee zeigt alles andere wie ein Urlaubsparadies. Damals vor der Wende war auch dort die Innerdeutsche Grenze noch all gegenwärtig.Auf diesem Foto kann man wunderschön erkennen das dieser Doppelsperrzaun dafür genutzt worden ist die Hunde frei laufen zu lassen.Man nannte es auch Hundelaufanlagen. Die Grenzhunde waren darauf abgerichtet ohne Gnade auf alles was sich im bereich der Laufanlage befindet anzugreifen. Es gibt auch Berichte das diese Hunde kaum was zu essen bekommen haben damit sie richtig Aggressiv sind.








Letztes Jahr hatte ich mich exakt an die gleiche Stelle gestellt und mal ein Bild gemacht:.




Boofinger


„Der Weg zum Ziel ist gefährlich. Er ist die Flugbahn aller Geschosse.“ Stanislaw Jerzy, poln. Schriftsteller
* NVA * Grundwehrdienst 88-90 * 3. Raketenbrigade * Vermesser *
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#30

RE: Die DDR Grenze und Hundelaufanlage bei Hiddensee

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 12.04.2014 19:14
von andyman | 1.880 Beiträge

@boofinger
Hallo.Wozu diente diese Laufanlage genau?Schutz des Leuchtturms?Der Strand ließ sich an anderen Stellen erreichen.Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
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#31

RE: Die DDR Grenze und Hundelaufanlage bei Hiddensee

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 12.04.2014 19:53
von diegrenzgängerin | 65 Beiträge

Ja auch ich habe die lebende Grenze
erlebt. Es gab zwei davon, sie sollten beide Sperrgebiete, 5 Kilometer und 500 Meter in der Region Zarrentin sichern. Erstere sah ich in den siebziger Jahren, wenn ich mit der Bahn, die Grenze zum 5 Km Sperrgebiet passierte, Hunde an einer Laufleine, allein das schon war furchtbar anzusehen, außerdem waren sie in einem schlechten Zustand, was ihr Hundeleben anbetraf, ich meine ihre Hunde seele. Wenn ich zu meiner Heimatstadt wollte, benötigte ich einen Stempel in meinem Ausweis, oder einen Passierschein, die Kontrolle übernahm die Bahnpolizei, die kannte ich alle und sich mich, trotzdem, brav vorzeigen das Dokument. Auch meine Kinder benötigten einen Pasierschein, wenn sie ihre Großeletern besuchen wollte. Mal ganz am Rande bemerkt. Eine zweite lebende Grenze gab es unmittelbar vor der ELEKTROBETONGRENZE in Zarrentin. Sie sollte den oft benutzten und teilweise verminten Fluchtweg über den sogenannten "Testorfer Wald" verhindern. War mit meinen Kindern, während der Ferien oft ganz nah an dieser Grenze. Wenn wir zu nach kamen, waren die Hunde außer sich. Sie taten uns sehr leid. Letztlich brachten all die Sicherungsmaßnahmen, Bewertungen lass ich jetzt mal außen vor, ein Naturschutzgebiet rund um den Schaalsee, auch ein Biosphärenreservat waren Ergebnisse, der so geschützten Natur. Nach der Wende spazierte ich mit meinen Kindern auf einen Hügel, angeblich Minen frei, erl ag im 500 m Sperrgebiet.Meine Kinder hatten Spass dabei, den Berg herab zu rollen. Nach kurzer Zeit hatte ich ein beklemmendes Gefühl, ausgelöst durch eine Kreuzotter, die friedlich unter meiner Sandale hervorkroch. Ich wollte nur noch weg, die Kinder waren enttäuscht, über das jähe Ende ihrer Freude. Zwei Monate später teilte mir mein Vater mit, dass genau auf diesem Hügel weitere Minen gesprengt wurden. Die russische Armee, die das Gebiet vermint hatte, hinterließ keine Pläne, außerdem bewegen sich Minen im Boden bedingt durch Witterungseinflüsse.
Nochmal zu den Hunden, es hieß, diese seien untauglich als Grenzhunde gewesen, also ausgemustert und für diesen Dienst gestellt. An unserem Haus gingen soweit ich mich erinnern kann, immer ein Postenführer und ein Posten mit Grenzhund zu ihrem Dienst. Um nicht dauern in Bereitschaft sein zu müssen, waren Stolperdrähte auf Wegen und Feldern gespannt, die ihr notwendiges Eingreifen, erforderten. Manchmal war es nur Wild, dass die Drähte berührte und dann wurde auch geschossen. Wer im Sperrgebiet lebte, war daran gewöhnt, auch daran, dass das Eis des Schaalsees gesprengt wurde, wenn es zu tragend war und über den See eine Flucht ermöglicht hätte. Auch an diese Sprenggeräusche waren wir gewöhnt. Nach 1961 durften keine Boote auf dem See benutzt werden, keine Luftmatratzen, keine großen Schwimmtiere, Tauchen war verboten und baden durften wir nur in der dafür vorgesehen Badeanstalt, in den See schwimmen nur 500 Meter. Auch die Ostsee war ein Fluchtweg, ihre Inseln inbegriffen. Das System der DDR hat es nicht interessiert, was schön und reizvoll war, es ging um die absolute Sicherheit der Grenze. Nach 1961 wurden Familien, die ihre Häuser im 500 Meter Sperrgebiet hatten, ausgesiedelt, ohne Pardon. Häuser, die sich in diesem Gebiet befanden wurden geschliffen, alte Bäume, die den Einblick auf die zu bewachende Region erschwerten, wurden gefällt, Brücken zerstört.. Das war alles sehr traurig, weil ich so erlebt habe und in dieser Traurigkeit fühle ich mich den Hunden an der Laufleine sehr verbunden.
diegrenzgängerin


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#32

RE: Die DDR Grenze und Hundelaufanlage bei Hiddensee

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 12.04.2014 19:59
von diegrenzgängerin | 65 Beiträge

Ja auch ich habe die lebende Grenze
erlebt. Es gab zwei davon, sie sollten beide Sperrgebiete, 5 Kilometer und 500 Meter in der Region Zarrentin sichern. Erstere sah ich in den siebziger Jahren, wenn ich mit der Bahn, die Grenze zum 5 Km Sperrgebiet passierte, Hunde an einer Laufleine, allein das schon war furchtbar anzusehen, außerdem waren sie in einem schlechten Zustand, was ihr Hundeleben anbetraf, ich meine ihre Hunde seele. Wenn ich zu meiner Heimatstadt wollte, benötigte ich einen Stempel in meinem Ausweis, oder einen Passierschein, die Kontrolle übernahm die Bahnpolizei, die kannte ich alle und sich mich, trotzdem, brav vorzeigen das Dokument. Auch meine Kinder benötigten einen Pasierschein, wenn sie ihre Großeletern besuchen wollte. Mal ganz am Rande bemerkt. Eine zweite lebende Grenze gab es unmittelbar vor der ELEKTROBETONGRENZE in Zarrentin. Sie sollte den oft benutzten und teilweise verminten Fluchtweg über den sogenannten "Testorfer Wald" verhindern. War mit meinen Kindern, während der Ferien oft ganz nah an dieser Grenze. Wenn wir ihnen nahe kamen, waren die Hunde außer sich. Sie taten uns sehr leid. Letztlich brachten all die Sicherungsmaßnahmen, Bewertungen lass ich jetzt mal außen vor, ein Naturschutzgebiet rund um den Schaalsee, auch ein Biosphärenreservat, waren Ergebnisse, der so grotesk geschützten Natur. Nach der Wende spazierte ich mit meinen Kindern auf einen Hügel, angeblich Minen frei, er lag im 500 m Sperrgebiet. Meine Kinder hatten Spass dabei, den Berg herab zu rollen. Nach kurzer Zeit hatte ich ein beklemmendes Gefühl, ausgelöst durch eine Kreuzotter, die friedlich unter meiner Sandale hervorkroch. Ich wollte nur noch weg, die Kinder waren enttäuscht, über das jähe Ende ihrer Freude. Zwei Monate später teilte mir mein Vater mit, dass genau auf diesem Hügel weitere Minen gesprengt wurden. Die russische Armee, die das Gebiet vermint hatte, hinterließ keine Pläne, außerdem bewegen sich Minen im Boden bedingt durch Witterungseinflüsse.
Nochmal zu den Hunden, es hieß, diese seien untauglich als Grenzhunde gewesen, also ausgemustert und für diesen Dienst abgestellt. An unserem Haus gingen soweit ich mich erinnern kann, immer ein Postenführer und ein Posten mit Grenzhund zu ihrem Dienst. Um nicht dauern in Bereitschaft sein zu müssen, waren Stolperdrähte auf Wegen und Feldern gespannt, die bei Berührung, den Posten ein Signal gaben, Eingreifen, erforderlich! Manchmal war es nur Wild, dass die Drähte berührte und dann wurde auch geschossen. Wer im Sperrgebiet lebte, war daran gewöhnt, auch daran, dass das Eis des Schaalsees gesprengt wurde, wenn es zu tragend war und über den See eine Flucht ermöglicht hätte. Auch an diese Sprenggeräusche waren wir gewöhnt. Nach 1961 durften keine Boote auf dem See benutzt werden, keine Luftmatratzen, keine großen Schwimmtiere, Tauchen war verboten und baden durften wir nur in der dafür vorgesehen Badeanstalt, in den See schwimmen nur 500 Meter. Auch die Ostsee war ein Fluchtweg, ihre Inseln inbegriffen. Das System der DDR hat es nicht interessiert, was schön und reizvoll war, es ging um die absolute Sicherheit der Grenze. Nach 1961 wurden Familien, die ihre Häuser im 500 Meter Sperrgebiet hatten, ausgesiedelt, ohne Pardon. Häuser, die sich in diesem Gebiet befanden wurden geschliffen, alte Bäume, die den Einblick auf die zu bewachende Region erschwerten, wurden gefällt, Brücken zerstört.. Das war alles sehr traurig, weil ich so erlebt habe und in dieser Traurigkeit fühle ich mich den Hunden an der Laufleine sehr verbunden.
diegrenzgängerin


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#33

RE: Die DDR Grenze und Hundelaufanlage bei Hiddensee

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 13.04.2014 10:17
von andyman | 1.880 Beiträge

@diegrenzgängerin
hallo.danke für deinen Beitrag.Das Hunde an der Grenze eingesetzt waren,ist mir bekannt,ich hab auch an der Grenze gedient.Die Hundelaufanlagen befanden sich meißt in unübersichtlichem oder schwer zugänglichen Abschnitten,hier geht es um die Insel Hiddensee weit vor der Seegrenze der DDR und eine Hundelaufanlage war eigentlich an den Küsten nicht so gebräuchlich bzw.sollte hier ein besonderer Grund dafür vorliegen.Vielleicht weiß noch jemand mehr dazu?Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
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#34

RE: Die DDR Grenze und Hundelaufanlage bei Hiddensee

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 13.04.2014 10:34
von andyman | 1.880 Beiträge

hat sich erledigt,siehe #25.Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
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#35

RE: Die DDR Grenze und Hundelaufanlage bei Hiddensee

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 13.04.2014 10:41
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Und nach 1990 ging alles ganz schnell. Ilse Ebel, die Inselfotografin lebt leider nicht mehr. Aber vielleicht hilft ein Blick in das Buch über Ilse Ebel:

Saskia Thomas: Na fabelhaft! Über Fotolust und Lebenskunst der Fotografenmeisterin von Hiddensee Ilse Ebel

Im Gespräch mit Saskia Thomas denkt die Inselfotografin und Zeitzeugin über den Wechsel der Zeiten nach. Auf Hiddensee wurden schon im Frühjahr 1990 die Grenzsicherungsanlagen rings um den Leuchtturm demontiert. Die 1953 enteigneten Privathäuser und -pensionen wurden an ihre ehemaligen Besitzer zurückgegeben, die Kriegsschiffe der Volksmarine sind längst verschrottet. Die Ostsee ist, folgt man den "fabelhaften" Lebenserinnerungen von Ilse Ebel, tatsächlich zu einem Meer des Friedens geworden.

http://www.deutschlandfunk.de/hellmuth-h...ticle_id=102105

Interessant in diesem Zusammenhag wäre auch die Geschichte der Bunkeranlage am Enddorn von Hiddensee.

LG von der Moskwitschka


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#36

RE: Die DDR Grenze und Hundelaufanlage bei Hiddensee

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 13.04.2014 10:53
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

"Auch die Ostsee war ein Fluchtweg, ihre Inseln inbegriffen. .... Nach 1961 wurden Familien, die ihre Häuser im 500 Meter Sperrgebiet hatten, ausgesiedelt, ohne Pardon. Häuser, die sich in diesem Gebiet befanden wurden geschliffen, alte Bäume, die den Einblick auf die zu bewachende Region erschwerten, wurden gefällt, Brücken zerstört."

In dieser Absolutheit ist diese Aussage nicht richtig.
Zwar keine Insel aber in Mödlareuth standen die Häuser durchaus bis an die Grenze, ebenso in Berlin .....

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

diegrenzgängerin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#37

RE: Die DDR Grenze und Hundelaufanlage bei Hiddensee

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 13.04.2014 12:18
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Vielleicht ein Tipp für alle Hiddensee Interessierten. Die Reederei Hiddensee hat dieses Jahr folgendes Angebot:



http://www.reederei-hiddensee.com/index.php?id=17

LG von der Moskwitschka


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#38

RE: Die DDR Grenze und Hundelaufanlage bei Hiddensee

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 13.04.2014 18:23
von diegrenzgängerin | 65 Beiträge

Zitat von mannomann14 im Beitrag #21

Zitat von bendix
Kann ich mir auch nicht vorstellen das da Hunde drin gewesen sein sollten,die hätten sich ja gegenseitig zerfleischt.
Außerdem fällt mir auf dem Foto auf das da keinerlei Signaleinrichtungen dran sind.Also ein Fake[muede]

Gruß bendix


nein kein Fake,da der alte Zaun der TBK marode war ,wurde innen lediglich ein neuer gesetzt,
gruß mannomann


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#39

RE: Die DDR Grenze und Hundelaufanlage bei Hiddensee

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 13.04.2014 18:41
von diegrenzgängerin | 65 Beiträge

Zitat von mannomann14 im Beitrag #21

Zitat von bendix
Kann ich mir auch nicht vorstellen das da Hunde drin gewesen sein sollten,die hätten sich ja gegenseitig zerfleischt.
Außerdem fällt mir auf dem Foto auf das da keinerlei Signaleinrichtungen dran sind.Also ein Fake[muede]

Gruß bendix


nein kein Fake,da der alte Zaun der TBK marode war ,wurde innen lediglich ein neuer gesetzt,
gruß mannomann



Hallo Bendix.
tut mir leid, dass ich Dich in Deinem Glauben enttäuschen muss. Ich habe im Sperrgebiet gewohnt und sie mit meinen eigenen Augen gesehen, die Hundelaufleinen, die in besonders schwer zu überwachenden Grenzanlagen eingerichtet waren, darüber schrieb ich gestern. Sollten sie sich gegenseitig etwas angetan habe, diese armen Hunde, könnte ich das gut verstehen, denn jedesmal wenn ich diese Tiere vom Zug, oder bei einem Spaziergang mit meinen Kindern sah, war ich sehr traurig über das furchtbare Schicksal dieser Tiere, meine Kinder ebenso. Für die Versorgung der Hunde, war irgendwie gesorgt, es waren Futterschüsseln zu sehen. Grenzer, die dem Kolonnen weg mit Kübel-Trabbi abfuhren, schienen sich um die Tiere zu sorgen. Ich vermute, dass viele der Grenzsoldaten selber darunter litten, was mit diesen Hunden geschah. Wie schon gesagt, an unserem Haus in Zarrentin kamen oft Postenführer +LMG +mit Posten mit Hund vorbei. Dann schlug unsere Hündin an und unsere Katzen suchten das Weite. Zur Erntezeit gab meine Mutter den Posten oft Obst aus dem Garten mit, Erdbeeren, Kirschen, Pflaumen und Äpfel. Ob es für sie verboten war, weiß ich nicht, wenn die es trotzdem taten, hoffe ich es hat ihnen geschmeckt.
Ob Du meinem Bericht vertraust, ist Deine Sache, ansonsten lebe weiter mit der Devise, was ich nicht weiß, ist nicht wahr.
Das war nicht arrogant gemeint, sondern hier geht es um das was ich erlebt und gesehen habe.
Respekt davor, wäre nett.
diegrenzgängerin


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#40

RE: Die DDR Grenze und Hundelaufanlage bei Hiddensee

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 13.04.2014 19:04
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von diegrenzgängerin im Beitrag #39
Zitat von mannomann14 im Beitrag #21

Zitat von bendix
Kann ich mir auch nicht vorstellen das da Hunde drin gewesen sein sollten,die hätten sich ja gegenseitig zerfleischt.
Außerdem fällt mir auf dem Foto auf das da keinerlei Signaleinrichtungen dran sind.Also ein Fake[muede]

Gruß bendix


nein kein Fake,da der alte Zaun der TBK marode war ,wurde innen lediglich ein neuer gesetzt,
gruß mannomann


Hallo Bendix.
tut mir leid, dass ich Dich in Deinem Glauben enttäuschen muss. Ich habe im Sperrgebiet gewohnt und sie mit meinen eigenen Augen gesehen, die Hundelaufleinen, die in besonders schwer zu überwachenden Grenzanlagen eingerichtet waren, darüber schrieb ich gestern. Sollten sie sich gegenseitig etwas angetan habe, diese armen Hunde, könnte ich das gut verstehen, denn jedesmal wenn ich diese Tiere vom Zug, oder bei einem Spaziergang mit meinen Kindern sah, war ich sehr traurig über das furchtbare Schicksal dieser Tiere, meine Kinder ebenso. Für die Versorgung der Hunde, war irgendwie gesorgt, es waren Futterschüsseln zu sehen. Grenzer, die dem Kolonnen weg mit Kübel-Trabbi abfuhren, schienen sich um die Tiere zu sorgen. Ich vermute, dass viele der Grenzsoldaten selber darunter litten, was mit diesen Hunden geschah. Wie schon gesagt, an unserem Haus in Zarrentin kamen oft Postenführer +LMG +mit Posten mit Hund vorbei. Dann schlug unsere Hündin an und unsere Katzen suchten das Weite. Zur Erntezeit gab meine Mutter den Posten oft Obst aus dem Garten mit, Erdbeeren, Kirschen, Pflaumen und Äpfel. Ob es für sie verboten war, weiß ich nicht, wenn die es trotzdem taten, hoffe ich es hat ihnen geschmeckt.
Ob Du meinem Bericht vertraust, ist Deine Sache, ansonsten lebe weiter mit der Devise, was ich nicht weiß, ist nicht wahr.
Das war nicht arrogant gemeint, sondern hier geht es um das was ich erlebt und gesehen habe.
Respekt davor, wäre nett.
diegrenzgängerin



Du hast aber schon verstanden, worum es in diesem Thread ging? Falls nicht, es ging expliziert um das Foto, nicht darum, ob es Hundelaufanlagen gab.............


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