#1

DDR-Funktionär verhöhnt Dopingopfer

in DDR Staat und Regime 15.09.2010 08:14
von Angelo | 12.396 Beiträge

Berlin - Der Widerwille des Autoren ist schon zwischen den Zeilen zu lesen. "Von einem, der für den Leistungssport in der DDR mitverantwortlich war, wird erwartet, dass er sich mit dem Thema Doping auseinandersetzt", schreibt also der frühere Vizepräsident des Deutschen Turn- und Sportbundes (DTSB), Thomas Köhler, in seinem morgen erscheinenden Buch "Zwei Seiten der Medaille" (Verlag Neues Leben) - und widmet dem offenkundig lästigen Thema schnöde 20 von 240 Seiten, die einer Rechtfertigung gleich kommen. Tenor: Es musste ja sein, und Schuld sind vor allem die anderen.

Als erster hochrangiger früherer DTSB-Funktionär lässt der heute 70-Jährige sich in seiner Biografie, die der WELT vorliegt, vor einem großen Publikum umfangreicher zu den Gründen für das Staatsdopingsystem ein und bestätigt - relativierend, wie fast alles in seinem Büchlein -, dass in der DDR auch Minderjährige mit leistungssteigernden Mitteln gedopt wurden. Köhler: "Wenn Sportler bereits ab dem 16. Lebensjahr beteiligt wurden, geschah das vor allem unter Beachtung ihres biologischen Reifegrades und in besonderer Verantwortung und Kontrolle ihrer Sportärzte." Zynischer geht es kaum.

Köhler versteigt sich gar zu der Behauptung: "Schwere gesundheitliche Zwischenfälle oder sogar Todesfälle, die in anderen Ländern durchaus vorkamen, passierten in der DDR nicht", und der Rodelolympiasieger von 1964 schwadroniert von "strenger Beachtung der ärztlichen Sorgfaltspflicht" und Verantwortungsbewusstsein. Über die längst bekannten, verheerenden Folgen des Dopingsystems schreibt er gleichwohl nichts.

So illustriert etwa eine Studie der "Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur" zu den Dopingschäden bei DDR-Athleten das Wirken des auf Höchstleistungen fixierten Regimes. In einer Befragung gaben vor vier Jahren 92 Prozent der früheren Hochleistungssportler Skeletterkrankungen an, 52 Prozent haben Probleme mit dem Bewegungsapparat beim Stehen, 38 Prozent der Opfer sind psychisch labil und in Gefahr, sich selbst zu schädigen bis hin zum Selbstmord. Die Hälfte der Befragten wurde nach eigenen Angaben vor dem 14. Lebensjahr zum ersten Mal gedopt.

"Wir bildeten uns ein, moralisch auf der besseren Seite als jene zu stehen, die durch die unkoordinierte Inanspruchnahme verschiedener Ärzte die Athleten einem besonders hohen Gesundheitsrisiko aussetzten", schreibt Köhler. Den Einsatz von als "UM" ("Unterstützende Mittel") verharmlosten Dopingmitteln wie Anabolika begründet er "mit dem Interesse der Chancengleichheit". Wäre es nicht so bitter, fast müsste der Leser lachen über seine Behauptung: "Alle Mittel wurden im Einvernehmen mit dem Sportler verabreicht. Mir ist aus meiner Tätigkeit im Leistungssport nicht bekannt, dass ein Trainer oder ein Sportler von oben angewiesen wurde, Dopingmittel zu verwenden."

Die frühere Jenaer Sprinterin Ines Geipel (50) fasste vor dem Erscheinen des Köhler'schen Buchs stellvertretend zusammen, wie DDR-Dopingopfer über die nun schwarz auf weiß nachzulesende "Lüge und Verklärung seiner Verantwortung im DDR-Sport" denken: "Es enthält absolut nichts Neues, ist aber komplett verantwortungslos", sagte Geipel der Deutschen Presseagentur (DPA): "Es deckelt die Rolle, die er selbst im DDR-Sport innehatte. Aber genau das ist ja seit einiger Zeit die Strategie: Herr Köhler ist verurteilt, das Sportsystem DDR juristisch aufgearbeitet. Jetzt wird versucht, die Geschichte zu drehen und die Geschädigten immer wieder neu zu diskreditieren. Die Dopingopfer sterben weg, Herr Köhler aber sitzt mit guter Rente in seiner chicen 10 000-Ostmark-Villa und promotet nun mit dieser Lüge sein Buch."

Zu 26 400 D-Mark Geldstrafe war der frühere Kronprinz von DTSB-Präsident Manfred Ewald im Zuge der DDR-Dopingprozesse verurteilt worden, einen Strafbefehl akzeptierte er. Ewald selbst erhielt im Juli 2000 für seine Verantwortung im menschenverachtenden DDR-Staatsdopingsystem 22 Monate Haft auf Bewährung. Von ihm schwärmt Köhler noch heute als großem Sportführer - und schiebt dem 2002 Verstorbenen viel Schuld zu im konspirativen Kreis der Manipulateure: "Die Verantwortung war so verteilt, dass bis auf den Präsidenten des DTSB jeder nur so viel wusste, wie für seinen Bereich erforderlich war."

Köhler leugnet, davon gewusst zu haben, dass "Anabolika an Spartakiadesportler vergeben wurden": "Über derartige Verletzungen unserer Nachwuchskonzepte hatte ich keine Kenntnisse und hätte diese auch nicht geduldet." Wie frech ist es in diesem Zusammenhang Köhlers Formulierung: "Im Zeitraum der Aufarbeitung des DDR-Sports wurden befragte Sportler schnell in die Kategorie der Opfer eingeordnet" und sein arroganter Hinweis: "Wenn Sportler, die genau wussten, was sie bekamen, heute noch ausschließlich den Ärzten, Trainern und Funktionären die Schuld zuweisen, fehlt mir jegliches Verständnis"?

Die dreimalige Olympiasiegerin im Eisschnelllaufen, Gunda Niemann-Stirnemann (43), sagte der DPA: "Wenn er (Köhler - d.R.) denkt, dass alle Sportler über die verabreichten Mittel Bescheid wussten, dann ist das seine Meinung" und verweist darauf, sie habe "vor und nach der Wende ohne Doping trainiert und gewonnen".

Wer bei der Lektüre der 240 Seiten nach einem ernsthaften, nachhaltigen Zeichen des Bedauerns über das Leid der Dopingopfer fahndet, der wird enttäuscht. Stattdessen klagt Köhler das - ohne Zweifel ebenso verwerfliche und ungleich weniger publizierte - flächendeckende Doping des so genannten Klassenfeindes an. "Als der Osten zerbröckelte", sinniert der Rentner, "wurde es noch schlimmer, denn von da an erhob sich der Westen zum Richter."

Dopingopfern wie Uwe Trömer stößt Geschichtsklitterung wie in "Zwei Seiten der Medaille" sauer auf. Der frühere DDR-Radsportler sagt: "Herr Köhler gibt einiges zu, er gibt aber nicht genug zu. Ich hätte den Hut vor ihm gezogen, wenn er all die Scheiße, die da gelaufen ist, benannt hätte."

Quelle:
http://www.welt.de/die-welt/sport/articl...opingopfer.html


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#2

RE: DDR-Funktionär verhöhnt Dopingopfer

in DDR Staat und Regime 15.09.2010 08:32
von Alfred | 6.854 Beiträge

Man kann nur staunen.

Es gab schon einige ehemalige Verantwortliche, die sich zum Thema Doping geäußert haben. Aus irgendwelchen Gründen wollen dies einige nicht wissen.

Wenn einige der Auffassung sind, dass Herr Köhler lügt, sollte es für diese Personen doch kein Problem sein, dies Herrn Köhler nachzuweisen.

Aber auch bei diesen Thema gilt, böse DDR, gute BRD.

Ich kannte einige Sportler. Wenn ich gesehen habe, welche Trainingsumfänge da absolviert wurden und wie sich um diese insgesamt gekümmert wurde, dann war dies Weltspitze.

Heute wird so getan, als hätte man täglich eine Spritze in den Arsch bekommen , den REST des Tages auf dem Beutel gelegen und wäre Weltmeister geworden.

Das einigen im warsten Sinne des Wortes die Knochen weh tun ist doch normal. Ich empfehle mal ein Handballspiel mit Bundestrainer Brand anzuschauen. Wie der -von mit hochgeschätzte Trainer - sich über das Parkett schlepp sieht auch nicht gesund aus. Und der ist ja Wessi und hatte mit Doping nichts am Hut.

Es fällt immer auf, gewinnen Sportler aus anderen Ländern wird oft die drohende Dopinghand gehoben. Bringen DEUTSCHE Sportler Spitzenleistungen ist alles normal.

So einfach kann alles sein .....

Für den Einen oder Anderen zum lesen :


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zuletzt bearbeitet 15.09.2010 08:42 | nach oben springen

#3

RE: DDR-Funktionär verhöhnt Dopingopfer

in DDR Staat und Regime 15.09.2010 09:12
von Merkur | 1.021 Beiträge

Man sollte wirklich mal die Kirche im Dorf lassen. Natürlich wurden in der DDR leistungssteigernde Mittel eingesetzt, wie das international üblich war. Das ist doch kein Phänomen, was es ausschließlich in der DDR gab. Das ganze geschah unter der Kontrolle der entsprechenden Sportmediziner. Heute gibts anabole Steroide oftmals am Tresen bestimmter Fitnessstudios und hier kontrolliert kein Mediziner die korrekte Einnahme, die Qualität der Mittel (oftmals gestreckt und gepanscht) sowie etwaiige Nebenwirkungen. Diese Praxis hat bereits einigen Amateuren das Leben gekostet bzw. schwere gesundheitliche Schäden zugefügt.
Damals konzentrierte sich die Verwendung leistungssteigernder Mittel auf die Leistungssportler einer bestimmten Ebene unter ärtztlicher Aufsicht. Heute gibt es Doping für jeden zum Heimgebrauch.



zuletzt bearbeitet 15.09.2010 09:14 | nach oben springen

#4

RE: DDR-Funktionär verhöhnt Dopingopfer

in DDR Staat und Regime 15.09.2010 10:55
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Merkur
Man sollte wirklich mal die Kirche im Dorf lassen. Natürlich wurden in der DDR leistungssteigernde Mittel eingesetzt, wie das international üblich war. Das ist doch kein Phänomen, was es ausschließlich in der DDR gab. Das ganze geschah unter der Kontrolle der entsprechenden Sportmediziner. Heute gibts anabole Steroide oftmals am Tresen bestimmter Fitnessstudios und hier kontrolliert kein Mediziner die korrekte Einnahme, die Qualität der Mittel (oftmals gestreckt und gepanscht) sowie etwaiige Nebenwirkungen. Diese Praxis hat bereits einigen Amateuren das Leben gekostet bzw. schwere gesundheitliche Schäden zugefügt.
Damals konzentrierte sich die Verwendung leistungssteigernder Mittel auf die Leistungssportler einer bestimmten Ebene unter ärtztlicher Aufsicht. Heute gibt es Doping für jeden zum Heimgebrauch.




@Merkur Redest du mit deinem Post dem "sportlichen Wettkampf" z.B Novartis ./. Jenapharm beim Hochsprung oder 10 - Kampf als legalem Wettbewerb das Wort ?
Und was soll der Vergleich Hochleistungssport ./. Muckibude bei der Einnahme von leistungssteigernden Pharmazeutika aussagen ?

Gruß Gert


.
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#5

RE: DDR-Funktionär verhöhnt Dopingopfer

in DDR Staat und Regime 15.09.2010 11:01
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Es dopt doch auch heute fast jeder und versucht lediglich unter den vorgegebenen Grenzwerten zu bleiben. Wenn dann in dem Übereifer einmal eine Spritze zuviel genommen wird, dann zählt es doch offiziell erst als Doping. Doping in der DDR wurde von staatlicher Seite betrieben und in den westlichen Ländern geschah dies von Verbands- bzw. Sportlerseite aus und dies ist der einzige große Unterschied. Heute paßt dies natürlich super in die allgemeine Delegitimierungskampagne gewisser politischer Kräfte und dass der einzelne nun versucht sein Kapital daraus zu schlagen ist in diesem System nur allzu verständlich.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#6

RE: DDR-Funktionär verhöhnt Dopingopfer

in DDR Staat und Regime 15.09.2010 11:08
von YYYYYYYY (gelöscht)
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ich kann mich feliks meinung anschliessen, muss aber noch eine ketzerische frage zum thema doping stellen. wie schaffts man es den heutzutage bitte schön jahr für jahr neue rekorde aufzustellen? nur durch training und hightech- schuhen, badeanzügen etc??


zuletzt bearbeitet 15.09.2010 11:08 | nach oben springen

#7

RE: DDR-Funktionär verhöhnt Dopingopfer

in DDR Staat und Regime 15.09.2010 11:12
von Merkur | 1.021 Beiträge

Zitat von HpTGefr82
wie schaffts man es den heutzutage bitte schön jahr für jahr neue rekorde aufzustellen?



Na durch gesunde Ernährung, genügend Ruhephasen, nicht rauchen, keinen Alkohol trinken, eiserne Disziplin usw.
Doping gabs nur in der DDR



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#8

RE: DDR-Funktionär verhöhnt Dopingopfer

in DDR Staat und Regime 15.09.2010 11:16
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Es dopt doch auch heute fast jeder und versucht lediglich unter den vorgegebenen Grenzwerten zu bleiben. Wenn dann in dem Übereifer einmal eine Spritze zuviel genommen wird, dann zählt es doch offiziell erst als Doping. Doping in der DDR wurde von staatlicher Seite betrieben und in den westlichen Ländern geschah dies von Verbands- bzw. Sportlerseite aus und dies ist der einzige große Unterschied. Heute paßt dies natürlich super in die allgemeine Delegitimierungskampagne gewisser politischer Kräfte und dass der einzelne nun versucht sein Kapital daraus zu schlagen ist in diesem System nur allzu verständlich.



Feliks, erstens ist es sch...egal wer dopt, Doping ist Betrug. Da beisst die Maus keinen Faden ab.Zweitens Ich wundere mich überhaupt sehr, dass du als so gesetzestreuer Mensch, der auch für jede Lebenslage immer gleich die richtigen §§ am Wickel hat,
hier einer solch illegalen Sache das Wort redest. Tsss Tssss Tsss

Gruß Gert


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#9

RE: DDR-Funktionär verhöhnt Dopingopfer

in DDR Staat und Regime 15.09.2010 11:20
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Gert eine Frage, ist Doping in der BRD gesetzlich verboten und eine Straftat?

Mach Dich doch mal schlau, aber nicht wundern.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#10

RE: DDR-Funktionär verhöhnt Dopingopfer

in DDR Staat und Regime 15.09.2010 11:31
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Gert eine Frage, ist Doping in der BRD gesetzlich verboten und eine Straftat?

Mach Dich doch mal schlau, aber nicht wundern.



Sicher nicht in den Strafgesetzen ( evtll. über den Umweg Betrug ) aber bei den Sportgesetzen mit Sicherheit. Womit befassen sich denn Sportgerichte und worauf basieren ihre verhängten Strafen gegen Dopingsünder ??

Gruß Gert


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#11

RE: DDR-Funktionär verhöhnt Dopingopfer

in DDR Staat und Regime 15.09.2010 11:49
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Sportgesetze sind keine Gesetze sondern lediglich Verbandsregeln und die sogenannten Sportgerichte nicht mehr als ein Verbandsausschuss.

Hier in Deutschland wären nur das Anti-DopingG und das AMG einschlägig. Diese stellen jedoch nicht das Doping an sich unter Strafe, sondern nur den Besitz von Dopingmitteln an sich und die Inverkehrbringung bzw. Verabreichung von Medikamenten zu Dopingzwecken.

Wäre dieser Staat so gegen Doping wie er es uns beim Thema Doping in der DDR glauben machen will, dann würde es ähnliche Gesetze dazu wie in Italien, Frankreich oder auch Spanien geben. Letztendlich wurde aber auch dort noch kein Sportler einschlägig verurteilt, scheinbar gibt es dort also kein Doping.

Wie gesagt jegliche Empörung hier ist doch nur heiße Luft und ein Teil der Delegitimierungskampagne gegenüber der DDR.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#12

RE: DDR-Funktionär verhöhnt Dopingopfer

in DDR Staat und Regime 15.09.2010 11:59
von YYYYYYYY (gelöscht)
avatar

es soll ein gesetz kommen was doping dann auch als straftat ansieht.......

--------------------->http://www.arneckesiebold.de/uploads/media/08-06.pdf

aber es ist mal wieder auffallend wie stark bei solchen themen hetze betrieben wird.


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#13

RE: DDR-Funktionär verhöhnt Dopingopfer

in DDR Staat und Regime 15.09.2010 12:03
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Solch ein Gesetz würde ich, wenn es dann auch entsprechend angewendet würde, durchaus begrüßen.
Auch ist es nicht mein Ziel das Thema Doping in der DDR zu verharmlosen oder für gut zu befinden. Ich wehre mich nur gegen die absolut einseitige Betrachtung des Themas, als ob es dies nur und ausschließlich in der DDR gegeben hätte.


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#14

RE: DDR-Funktionär verhöhnt Dopingopfer

in DDR Staat und Regime 15.09.2010 13:47
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Solch ein Gesetz würde ich, wenn es dann auch entsprechend angewendet würde, durchaus begrüßen.
Auch ist es nicht mein Ziel das Thema Doping in der DDR zu verharmlosen oder für gut zu befinden. Ich wehre mich nur gegen die absolut einseitige Betrachtung des Themas, als ob es dies nur und ausschließlich in der DDR gegeben hätte.



Ein entspr. Gesetz würde ich auch gut finden. Ich glaube von Einseitigkeit hat hier wohl keiner geredet. Doping ist überall nicht akzeptabel, weil es den Wettbewerb unfair beeinflusst. Es kann ja wohl nicht sein, dass Chemie vs Chemie kämpft

Gruß Gert


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#15

RE: DDR-Funktionär verhöhnt Dopingopfer

in DDR Staat und Regime 15.09.2010 18:11
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Alfred
Man kann nur staunen.

Es gab schon einige ehemalige Verantwortliche, die sich zum Thema Doping geäußert haben. Aus irgendwelchen Gründen wollen dies einige nicht wissen.

Wenn einige der Auffassung sind, dass Herr Köhler lügt, sollte es für diese Personen doch kein Problem sein, dies Herrn Köhler nachzuweisen.

Aber auch bei diesen Thema gilt, böse DDR, gute BRD.
Ich kannte einige Sportler. Wenn ich gesehen habe, welche Trainingsumfänge da absolviert wurden und wie sich um diese insgesamt gekümmert wurde, dann war dies Weltspitze.

Heute wird so getan, als hätte man täglich eine Spritze in den Arsch bekommen , den REST des Tages auf dem Beutel gelegen und wäre Weltmeister geworden.

Das einigen im warsten Sinne des Wortes die Knochen weh tun ist doch normal. Ich empfehle mal ein Handballspiel mit Bundestrainer Brand anzuschauen. Wie der -von mit hochgeschätzte Trainer - sich über das Parkett schlepp sieht auch nicht gesund aus. Und der ist ja Wessi und hatte mit Doping nichts am Hut.

Es fällt immer auf, gewinnen Sportler aus anderen Ländern wird oft die drohende Dopinghand gehoben. Bringen DEUTSCHE Sportler Spitzenleistungen ist alles normal.

So einfach kann alles sein .....

Für den Einen oder Anderen zum lesen :



Alfred ,nun mecker mal nicht wieder rum und spiel die beleidigte Leberwurst. Freilich wurde auch bei uns gedopt,vieleicht nicht so offensichtlich wie im Osten,nicht so intensiv ,aber die Leistung wurde "gefördert."Also,im Westen wurde gedopt,im Osten noch ein wenig mehr.



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#16

RE: DDR-Funktionär verhöhnt Dopingopfer

in DDR Staat und Regime 15.09.2010 18:15
von Merkur | 1.021 Beiträge

Zitat von Zermatt
"Also,im Westen wurde gedopt,im Osten noch ein wenig mehr.



Bist Du Dir sicher, dass das angegebene Verhältnis so stimmt ?



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#17

RE: DDR-Funktionär verhöhnt Dopingopfer

in DDR Staat und Regime 15.09.2010 19:07
von 94 | 10.792 Beiträge

Hoch-, Höher- und Höchstleistungssport und Doping, hmm?
Für mich ein Syllogismus.

Fällt mir ein Witz/Spruch aus meiner EOS-Zeit ein. 'Sport ist Mord - Und Leistungssport ist Massenmord'


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#18

RE: DDR-Funktionär verhöhnt Dopingopfer

in DDR Staat und Regime 15.09.2010 19:18
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Zermatt
Freilich wurde auch bei uns gedopt,vieleicht nicht so offensichtlich wie im Osten,nicht so intensiv ,aber die Leistung wurde "gefördert."Also,im Westen wurde gedopt,im Osten noch ein wenig mehr.


@zermatt, darf ich fragen, worauf dein fachwissen beruht ?


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#19

RE: DDR-Funktionär verhöhnt Dopingopfer

in DDR Staat und Regime 15.09.2010 20:20
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow

Zitat von Zermatt
Freilich wurde auch bei uns gedopt,vieleicht nicht so offensichtlich wie im Osten,nicht so intensiv ,aber die Leistung wurde "gefördert."Also,im Westen wurde gedopt,im Osten noch ein wenig mehr.


@zermatt, darf ich fragen, worauf dein fachwissen beruht ?



Ach,hab mal vor langer Zeit intensiv Sport betrieben,Doping war natürlich auch ein Thema,auch Doping im Osten.



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#20

RE: DDR-Funktionär verhöhnt Dopingopfer

in DDR Staat und Regime 15.09.2010 21:22
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Gert eine Frage, ist Doping in der BRD gesetzlich verboten und eine Straftat?

Mach Dich doch mal schlau, aber nicht wundern.




http://www.gesetze-im-internet.de/amg_1976/__6a.html

Wenns näher interessiert kann sich bei der uni-marburg schlau machen.
http://www.uni-marburg.de/fb01/lehrstueh...erzeichnisx.pdf

Am Rande angemerkt, kenne auch ehemalige Sportler der DDR, einige haben Gesundheitliche Probleme auf Grund von .....!


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 15.09.2010 21:29 | nach oben springen


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