#121

RE: 1979 lief Stasi-Oberleutnant Werner Stiller über. Jetzt packt er aus

in Spionage Spione DDR und BRD 27.04.2013 17:49
von Kimble | 397 Beiträge

Regel Nr. 1: Jeder ist seines Glückes Schmied

Moralische Grundsätze dürften Stiller kaum interessiert haben. Und das war in seiner Lage auch völlig richtig so.
Ich meine, ein hingerichteter Stiller hätte aus Sicht und im Sinne der DDR- Rechtspflege zwar netter ausgesehen.
Hätte vor allem seinem Chef M. Genugtuung verschafft und seine sogar ausgesprochen finstersteren Rachegelüste befriedigt.

Mir pers. ist dann doch die Geschichte und wie sie tatsächlich abgelaufen ist um einiges lieber.

Das er Frau und Kind in der DDR zurück gelassen hat, ist mir eine zu schnell und oberflächlich bewertete Sache.
Mein Fazit, ohne es freilich wirklich zu wissen, die Trennung hatte schon längst stattgefunden.

Die Bedienung aus dem Panorama- Hotel ist zwar zunächst auch benutzt worden, hat aber im späteren Verlauf aktiv mitgemacht.
Wenn sie später im Westen zunächst nicht klargekommen ist, so ist das nicht Stiller anzulasten. Da hat eher der BND versagt.
Die Geschichte mit den Katzen mag zwar so stimmen, aber so ausweglos war ihre Situation nun ooch wieder nicht.
Am Ende hat sie aber doch noch ihren Weg gefunden. (siehe auch Regel Nr. 1 ganz oben)

Die Spionfamilie hat es wirlich schlecht erwischt. Mehrere Fluchtversuche machen es spannend und ich
möchte mehr erfahren, wie sich diese Fluchtversuche zugetragen haben mögen. Das interessiert mich mehr als diese Katzen.
Der Tod des Wissenschaftlers in DDR- Haft ist sehr traurig. Dafür jedoch, wenn auch unausgesprochen,
Stiller irgendeine Mitschuld zu geben ist jedoch unangebracht. (auch hier gilt für alle Beteildigten wieder, Regel Nr. 1 ganz oben)

Stiller selber nun:
Auch ein Verräter ganz ohne Zweifel, ist u.a. auch durch seiner Cleverness bei der Geschichte als Gewinner rausgekommen.
Das macht ihn wiederum auch ein wenig Sympathisch.
Auch wenn einige das nur ungern zugeben können und es ihm bis heute nicht gönnen wollen.


Kannten Sie die DDR ? "Ja, flüchtig"
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#122

RE: 1979 lief Stasi-Oberleutnant Werner Stiller über. Jetzt packt er aus

in Spionage Spione DDR und BRD 27.04.2013 19:02
von ddr-bürger (gelöscht)
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Mir fällt dazu nur ein "Sturm im Wasserglas" oder "vom Judas zum Helden", was solls, jeder versucht noch ein wenig zu verdienen. ob im "Dschungelcamp" oder im Rahmen einer solchen "Reportage", viel Erfolg....

Viel Spass noch....


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#123

RE: 1979 lief Stasi-Oberleutnant Werner Stiller über. Jetzt packt er aus

in Spionage Spione DDR und BRD 27.04.2013 21:18
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #115
Zitat von damals wars im Beitrag #113
Zitat von Gert im Beitrag #102
[quote=damals wars|p248563]Was hat der Judaslohn mit Moral zu tun. Seit 2000 Jahren nichts! Steht doch eher für moralische Verkommenheit.



.... @damals wars, siehst du das für alle Agenten und Spione so, also auch für die, wie das MfS sie bezeichnete, Kundschafter des Friedens in der Bundesrepublik?

Du meinst, der war doppelt verkommen? Kann man so sehen!
Den hätte ich aber nie als Kundschafter für den Frieden bezeichnet!




ich denke du hast meine Frage nicht verstanden : ich fragte, ob die DDR Spione in WD ebenso einen Judaslohn für ihren Verrat ( bekamen. Denn die Spione in WD haben es nicht nur für lau gemacht sondern auch für Geld. Gilt das für alle Spione auf der Welt ?
Das war meine Frage an dich, wie du das siehst?

Still ruht der See , ich dachte eigentlich, dass ich eine Antwort auf meine Frage bekomme?..
">


.
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#124

RE: 1979 lief Stasi-Oberleutnant Werner Stiller über. Jetzt packt er aus

in Spionage Spione DDR und BRD 28.04.2013 08:37
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

hat denn wenigstens ein user das buch von werner stiller "im zentrum der spionage" gelesen ?


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#125

RE: 1979 lief Stasi-Oberleutnant Werner Stiller über. Jetzt packt er aus

in Spionage Spione DDR und BRD 28.04.2013 08:40
von seaman | 3.487 Beiträge

Denke mal,
dieses Buch als einer der Ersten aus diesem Forum hier gelesen zu haben.Paar Tage nachdem es auf dem Markt war.

seaman


zuletzt bearbeitet 28.04.2013 08:45 | nach oben springen
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#126

RE: 1979 lief Stasi-Oberleutnant Werner Stiller über. Jetzt packt er aus

in Spionage Spione DDR und BRD 28.04.2013 09:23
von 94 | 10.792 Beiträge

In einer Rezension zu diesem leider nur noch antiquarisch erhältlichem Buche heißt es dazu ...

Stillers Darstellung seiner Entfremdung von der DDR und dem SED-System gehört sicherlich nicht zu den Seiten, die das Buch lesenswert machen. Dem Leser stellt sich die Frage, wieso sich jemand, der relativ früh die fragwürdigen Seiten des Systems, in dem er lebt, erkannt hat, ganz bewusst diesem verpflichtet - und das sogar an so exponierter Stelle wie dem MfS. Stiller stellt dazu, wenn auch in einem anderen Zusammenhang, im Vorwort fest, dass er "lange genug mit den Wölfen geheult" habe. Tatsächlich hat sich Stiller bis zu seinem Wechsel in die Bundesrepublik nicht anders verhalten als die vielen anderen von ihm in seinem Buch angeklagten und einem großen Teil der DDR-Bevölkerung verhassten Büttel des Systems. Seine übereifrige Systemanpassung als perfekte Maske, für ein, freilich sehr bequemes, Überleben und schließlich auch als Basis seiner Flucht war in der DDR gar nicht so außergewöhnlich, wie Stiller hier kolportiert. Viele DDR-Bürger haben sogar die Erfahrung gemacht, dass Typen dieses Schlages eigentlich die "Schlimmsten" waren: berechnend, nie wirklich offen – immer eine Maske tragend. An verschiedenen Stellen des Buchs ist Stiller bemüht darzustellen, dass er durchaus auch moralische Skrupel hatte und nicht so hemmungslos arbeitete wie manche seiner MfS-Kollegen. Auch bzw. gerade wenn der geneigte Leser diesen Darstellungen folgt, entsteht aus verschiedenen Episoden des Berichts eher das Bild eines Abenteurers, der sich nicht unbedingt von moralischen Motiven leiten läßt. Schon die kindliche Freude, die spürbar wird, wenn Stiller unter Verwendung der wörtlichen Rede beschreibt, wie er einem seiner westlichen Werbungskandidaten unbemerkt die Brieftasche entwendet, erinnert mehr an Jerry-Cotton-Geschichten als an einen Tatsachenreport. Bemerkungen etwa darüber, wie einer seiner inoffiziellen Mitarbeiter (IM) "schamlos von seiner Frau betrogen" wurde, liest man eigentlich in eher fragwürdigen Publikationen oder in Stasiakten. Dort werden sie allerdings, nicht ohne Grund, geschwärzt. Zu den Eigenheiten von Stillers Geschichte gehört auch, dass er seine zunächst dem System bzw. der Stasi durchaus skeptisch gegenüber stehende Frau selbst zur gläubigen Kommunistin bekehrt, um sich dann später über die Gefahren zu beklagen, die für ihn dadurch entstanden sind.
Quelle: HuG 45/2004


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#127

RE: 1979 lief Stasi-Oberleutnant Werner Stiller über. Jetzt packt er aus

in Spionage Spione DDR und BRD 28.04.2013 09:49
von seaman | 3.487 Beiträge

Hier noch etwas zu seinem 2.Buch :


Egomanie und Selbstmitleid: Der frühere Geheimdienstler und Banker Werner Stiller hat ein neues Buch vorgelegt


Hat einer alles verloren – Freunde, Wurzeln, Gesinnung, Geld, schreibt er ein Buch – eine therapeutische Übung, ausschließlich der Selbstrechtfertigung dienend. So geht es offenbar auch Werner Stiller. Sein aktuelles Buch mit dem Titel »Der Agent. Mein Leben in drei Geheimdiensten« liefert darum weniger Einblicke ins Spionagedasein, wie der Verlag ankündigt, sondern mehr ins Innenleben eines entwurzelten, nur von sich selbst getriebenen Individuums. Es sollte ins Fachregal »Psychologie« einsortiert werden. Die interessante Fallstudie eignet sich nicht nur zu Lehrzwecken, sie kann auch unbearbeitet als medizinisches Lehrbuch ausgegeben werden.
Zäsur fürs MfS
Der Oberleutnant des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR (MfS) Werner Stiller (geb. 1947) aus der Hauptverwaltung Aufklärung (HV A), Sektor Wissenschaft und Technik, entging im Januar 1979 knapp seiner Verhaftung durch Flucht. Er hatte sich dem Bundesnachrichtendienst (BND) angedient, und man war ihm auf die Schliche gekommen. Doch aufgrund interner Probleme (auch beim MfS wußte wegen der Konspiration die linke Hand bisweilen nicht, was die Rechte tat) und einiger Schlamperei im Hause hatte er einen kleinen Vorsprung, weshalb Stiller ungehindert im Untergeschoß des Bahnhofs Friedrichstraße die Front des Kalten Krieges überschreiten konnte. Drüben wurde er zum Söldner seines bisherigen Klassenfeinds, er lieferte dem BND einige Informationen und damit engagierte Menschen ans Messer, die aber, weil er eben doch nicht soviel wußte wie er vorgab, erst ermittelt werden mußten. So hatte das MfS Zeit, die Quellen zu warnen und zurückzuziehen. Der Coup war nicht so grandios, wie Pullach posaunte.

Es gab Schaden anderer Natur, weshalb der Vorgang mit Recht eine Zäsur im Dasein des Schutz- und Sicherheitsorgans der DDR genannt werden muß. Mit Stillers Fahnenflucht ging die Gewißheit verloren, daß man sich auf den Genossen an seiner Seite hundertprozentig verlassen konnte. Mißtrauen und Argwohn hielten Einzug, die Überzeugung von der unbedingten Verläßlichkeit aller war dahin. Selbst wenn man Stiller gekriegt hätte, wäre der Zweifel geblieben. Der Geist war aus der Flasche, der Schaden irreparabel.

Stiller, zeitlebens ein Spieler, hatte– gewiß unbeabsichtigt – dafür gesorgt, daß die »revolutionäre Wachsamkeit« extrem zunahm. Alles wurde noch konspirativer in der konspirativen Arbeit, aber eben nicht vorsichtiger aufs Ganze bezogen, sonst hätte die CIA nach dem 15. Januar 1990 nicht ungestört 381 Datenträger aus der Normannenstraße klauen und hätten später andere nachrichtendienstliche Verwerter nicht die Akten ausschlachten können, die man in Jahrzehnten angehäuft hatte. Wenn Stiller der GAU, der größte anzunehmende Unglücksfall, war, so war dies der Super-GAU. Auf beide war das MfS nicht vorbereitet, wie wir heute wissen.
Hasardeur
Man hätte ein gewisses Verständnis aufbringen können, wäre Stiller von ehemaligen Kollegen vom Friedhof geprügelt worden, als er dem Vernehmen nach unerkannt an der Trauerfeier für den langjährigen HV A-Leiter Markus Wolf im November 2006 teilnahm. Daß er dies verschweigt und es bei der Denunziation seines einstigen Chefs beläßt, er habe »Markus Wolf immer geschätzt« (auf Seite 172 nennt er ihn sogar »Mischa«) und mit ihm nach 2003 telefoniert, genügt Stiller offenbar. Der Judaskuß scheint ihm wichtiger als die postume Pointe in Berlin-Friedrichsfelde.

Überhaupt sind die weißen Flecken in seiner Vita unverändert existent, manche deckt er allenfalls mit gespreizter Eitelkeit. So will er nach seiner Flucht Wolf auf einem in Stockholm aufgenommenen Foto als den »Mann ohne Gesicht« identifiziert haben. Das Bild erschien am 5. März 1979 auf der Titelseite des Spiegel. Stiller spekuliert nun, daß sich Markus Wolf in der schwedischen Hauptstadt mit dem israelischen Mossad getroffen habe. Beides ist unzutreffend. Lange vor Stiller identifizierte der aus Leipzig stammende CIA-Agent Erich Wolfgang Veith (1931–2006) Wolf auf dem Foto des schwedischen Geheimdienstes. Veith, der mehrere Jahre in Bautzen inhaftiert war, hatte zuvor den HVA-Chef bei einem Messebesuch gesehen.

Stiller erklärte die Vorlage seines jetzigen Buches mit der Legende, er könne und müsse »20 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges« alles sagen, was ihm in seiner 1986 erschienenen Publikation »Im Zentrum der Spionage« vom BND gestrichen worden sei, um »keine Rückschlüsse auf die Methoden seiner Arbeit« zu gestatten. Doch die Gründe scheinen anderer Natur. Zum einen konnte der Autor mit Auszügen aus etwa 1800 Aktenseiten der Gauck-Birthler-Behörde sein Werk aufplustern, zum anderen lebt er offenbar in dem Wahn, damit noch einmal Kasse machen zu können. Denn: »Ich habe Millionen verdient und Millionen wieder verloren.« Schuld daran, so Stiller, sei seine zeitweilige Tätigkeit für zwei Bankhäuser, »die inzwischen wegen ihrer abenteuerlichen Finanzspekulationen in arge Probleme geraten sind: Goldman Sachs und Lehman Brothers«. Ihm müsse »niemand erklären, wie es zur globalen Finanzkrise gekommen ist«. Nun, Stillers persönliche »globale Finanzkrise« soll, wie es heißt, aus Aserbaidschan gekommen sein und seine Bekanntschaft über eine Kontaktanzeige in New York gemacht haben. Mit der Bankvollmacht, die ihr Stiller erteilt habe, soll sein Konto abgeräumt worden sein. Ob es sich so verhielt, wissen nur Stiller und die Schöne aus dem Kaukasus, aber zu dem Hasardeur paßt die Geschichte, selbst wenn sie erfunden ist, gut.
Selbstmitleid
Am 1. Februar 1990 – die DDR löste sich gerade auf – übernahm Stiller die Leitung des Bankhauses Lehman Brothers in Frankfurt am Main. Vermutlich wollte die Heuschrecke aus Übersee am Leichenschmaus teilnehmen. Am 1. Juli war er wieder im ostdeutschen Staat, um seine Schwester zu besuchen. »Die Umbruchsituation im Osten reizte mich natürlich. Ich überlegte, ob ich wirtschaftlich einsteigen, Betriebe oder Häuser kaufen, neue Firmen gründen sollte. Die Treuhandanstalt bot ja vieles billig feil.«

Aber irgendwie ging nach dem Ende der DDR auch für Stiller alles den Bach runter. Seine »amerikanische Frau, die kein Deutsch sprach«, ließ sich von ihm scheiden, weil er ihr »die Unwahrheit« gesagt hatte. »Sie wußte zwar, daß ich schon mal verheiratet war, nicht aber, daß in der DDR zwei Kinder zurückgeblieben waren.« Sie »erreichte letztlich, daß ich fast mein ganzes Vermögen verlor und auch das Haus an der Côte d’Azur verkaufen mußte«. (Was denn nun: Arm wegen globaler Finanzkrise oder wegen Scheidung?) Dann verlor er 1996 auch noch seinen Job »nach einem leichtsinnigen Auftritt als Börsenexperte im Fernsehen«, weshalb sich Journalisten an seine Fersen hefteten, und weil er an »öffentlichen Diskussionsrunden« über die »Aufarbeitung der Stasi-Geschichte« teilnahm. »In der eher zugeknöpften Bankenwelt sah man das nicht so gern, und so endete 1996 meine Finanzkarriere in Frankfurt.« Da kann man schon zum Säufer werden. »Am 24.August 1997, meinem 50. Geburtstag, saß ich allein zu Hause, das Telefon war abgestellt. Meine Barschaften hatten gerade noch für ein paar Flaschen Rotwein gereicht.« Spätestens an dieser Stelle kommen dem Leser die Tränen – das Selbstmitleid schwappt über.

Stiller stellt schließlich fest, er habe sich »von den Kollegen in Pullach«, denen er kurz zuvor noch einmal in die Weichteile tritt, »vor etwa zehn Jahren im gegenseitigen Einvernehmen getrennt, zur CIA besteht schon seit dem Ende meiner amerikanischen Jahre kein Kontakt mehr«. Das ist vielleicht die einzig wahre Botschaft des larmoyanten Textes: Geheimdienste lieben den Verrat, nicht den Verräter. Hinzu kommt in diesem Fall: Was sollen sie mit einem Abenteurer solchen Schlages?

So bleiben Stiller – siehe oben – die Selbstversicherung und der Versuch, an seine Anfänge anzuknüpfen. Es ist wohl kein Zufall, daß dieses Buch in einem ostdeutschen Verlag erschien. Die Bemühungen Stillers allerdings, Kontakte zu ehemaligen Kollegen zu knüpfen, scheiterten am Tod (Markus Wolf und der Leiter der MfS-Spionageabwehr, Günther Kratsch [1930–2006], können hier Behauptetes nicht mehr dementieren) oder am Charakter: »Ich wurde immer schon am Telefon abgekanzelt, keiner war bereit, sich mit mir zu treffen. Als Grund wurde angegeben, daß ich ihnen nicht nur dienstlich, sondern auch persönlich erheblich geschadet hätte.« Das allein wird es nicht gewesen sein, weshalb ihm überall die kalte Schulter gezeigt wurde. Verrat bleibt Verrat, auch wenn die Zeit darüber hinweggegangen ist.

Quelle: Robert Allertz


Mike59 und Feliks D. haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#128

RE: 1979 lief Stasi-Oberleutnant Werner Stiller über. Jetzt packt er aus

in Spionage Spione DDR und BRD 28.04.2013 12:28
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Kimble im Beitrag #121
Regel Nr. 1: Jeder ist seines Glückes Schmied



Ist das tatsächlich so? Hat jeder dasselbe Ausgangsmaterial? denselben Hammer, denselben Amboss? denselben Werkstoff? Hat jeder "Feuer"? Und "Wasser"?


Moralische Grundsätze dürften Stiller kaum interessiert haben. richtig!

Und das war in seiner Lage auch völlig richtig so.
Warum? Gab es keinerlei andere Möglichkeit für ihn, in den Westen zu gehen? Du hast es doch selbst vorgemacht und hast nicht andere mitreingezogen.

Ich meine, ein hingerichteter Stiller hätte aus Sicht und im Sinne der DDR- Rechtspflege zwar netter ausgesehen.
Hätte vor allem seinem Chef M. Genugtuung verschafft und seine sogar ausgesprochen finstersteren Rachegelüste befriedigt.


Das tut - in zumindest meiner Bewertung dieser Doku, und nur darauf habe ich mich bezogen - nichts zur Sache.

Mir pers. ist dann doch die Geschichte und wie sie tatsächlich abgelaufen ist um einiges lieber.
Mir auch, aber ich erfahre hier nichts von einer persönlichen Geschichte. Was für ein Mensch Stiller wirklich ist, wird nicht gezeigt. Ich kann keine Haltung erkennen, weder eine moralische noch eine politische.

Das er Frau und Kind in der DDR zurück gelassen hat, ist mir eine zu schnell und oberflächlich bewertete Sache.
Mein Fazit, ohne es freilich wirklich zu wissen, die Trennung hatte schon längst stattgefunden.

Kann sein, wissen wir beide nicht.


Die Bedienung aus dem Panorama- Hotel ist zwar zunächst auch benutzt worden, hat aber im späteren Verlauf aktiv mitgemacht.

Vorspiegelung falscher Tatsachen von Anfang an. Ausnutzen von menschlichen Gefühlen, ist das ok? Wie ist denn deine Haltung dazu?

Wenn sie später im Westen zunächst nicht klargekommen ist, so ist das nicht Stiller anzulasten.
Sie waren ja zunächst ein Paar im Westen! Und dann dann fuhr er in Urlaub, kam zurück und sie waren keine Paar mehr - aus heiterem Himmel Eine schöne Analogie zum "Systemwechsel".

Da hat eher der BND versagt. Der hat sie nicht "sitzen gelassen".
(Bitte nicht falsch verstehen, Stiller kann sitzen lassen wen er will. Es geht um den Kontext. "Brauche ich jemanden nicht mehr" werfe ich ihn weg.)


Die Geschichte mit den Katzen mag zwar so stimmen, aber so ausweglos war ihre Situation nun ooch wieder nicht.
Ob eine Situation ausweglos ist ist höchst subjektiv. Es haben sich Menschen schon für weniger umgebracht.

Am Ende hat sie aber doch noch ihren Weg gefunden. (siehe auch Regel Nr. 1 ganz oben)
Darüber bin ich sehr froh! Sie hat offenbar einen anständigen Mann gefunden!

Die Spionfamilie hat es wirlich schlecht erwischt. Mehrere Fluchtversuche machen es spannend und ich
möchte mehr erfahren, wie sich diese Fluchtversuche zugetragen haben mögen. Das interessiert mich mehr als diese Katzen.
Der Tod des Wissenschaftlers in DDR- Haft ist sehr traurig. Dafür jedoch, wenn auch unausgesprochen,
Stiller irgendeine Mitschuld zu geben ist jedoch unangebracht. (auch hier gilt für alle Beteildigten wieder, Regel Nr. 1 ganz oben)


Ich spreche nicht von Schuld, sondern von Haltung. Wenn sich jemand derartig in der Öffentlichkeit produziert und präsentiert hätte ich gerne ein bisschen persönliche Tiefe. Ich bin mir übrigens ziemlich sicher, dass Herr Stiller in seinem stillen Kämmerlein genau wegen oben die ein oder andere schlaflose Nacht hatte. Ich glaube nicht, dass das an seiner Psyche spurlos vorbei gegangen ist. Irgendwann kommen wir alle nicht umhin, eine persönliche Bilanz zu ziehen.
Denn ich unterstelle ihm trotz aller Kriitk menschliche Gefühle.

Ist die Geheimdienstwelt eigentlich auch ein "Abenteuerspielplatz"? U.a. von meinen Steurergeldern bezahlt??

Stiller selber nun:
Auch ein Verräter ganz ohne Zweifel, ist u.a. auch durch seiner Cleverness bei der Geschichte als Gewinner rausgekommen.
Geheimdienst eben. It's part of the game, das sagte ich bereits.

Das macht ihn wiederum auch ein wenig Sympathisch.
Mir nicht, zumindest nicht durch diese Doku. Würde ich ihm persönlich begegnen, würde ich u.U. anders urteilen.
Herr Stiller, falls sie mitlesen: jederzeit!

Auch wenn einige das nur ungern zugeben können und es ihm bis heute nicht gönnen wollen.
Hierzu kann ich nichts sagen.




Kimble, ich bin völlig überrascht, dass gerade du so argumentierst. Ich habe vor einigen Wochen deine Fluchtgeschichte gelesen. Da ist all das drin, was ich in der Stiller Doku vermisse:
deine nachvollziehbaren Gründe für die Flucht, deine persönliche Haltung, das Darstellen "der Grenzen" an die du gestoßen bist, was dich veranlasst hat die DDR zu verlassen. Und das mit einem ganz anderen persönlichen Risiko, denn du hattest keinen falschen Pass, (von denen Stiller gerantiert mehrere hatte). Und mit nur ein paar mark fuffzig in der Tasche.
Du hast keine Leute mit reingezogen und deine "kriminelle" Energie beschränkte sich auf das Klauen eines Bierkastens (im Westen) wenn ich mich richtig erinnere.

Dasselbe gilt für andere Fluchtgeschichten die ich hier gelesen habe, in denen ich die inneren Beweggründe zum Verlassen der DDR derjenigen Personen sehr gut nachvollziehen konnte, sowie ihr Bemühen, möglichst keine anderen Menschen durch ihre Flucht zu schädigen. Ich habe von sehr wahrhaftigen und authentischen Geschichte gelesen und einem ganz hohen moralischen Anspruch, selbst in der "kritischen Situation" Grenzübertritt.

Diese Geschichten beeindrucken mich und haben meine Hochachtung, Stillers nicht, zumindest nicht, wie sie in der Doku dargestellt wird.


Ich würde natürlich genau so argumentieren, wenn es sich hier um einen Überläufer in die Gegenrichtung handeln würde.
Mein Statement ist keine ideologische Parteinahme.



Weil es gerade so schön passt:
Guillaume nehme ich der DDR persönlich übel!



Gert?


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#129

RE: 1979 lief Stasi-Oberleutnant Werner Stiller über. Jetzt packt er aus

in Spionage Spione DDR und BRD 28.04.2013 12:32
von Barbara (gelöscht)
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Hier nochmal ein bisschen umgefärbt zur besseren Lesbarkeit (hoffentlich):



Zitat von Barbara im Beitrag #128
Zitat von Kimble im Beitrag #121
Regel Nr. 1: Jeder ist seines Glückes Schmied



Ist das tatsächlich so? Hat jeder dasselbe Ausgangsmaterial? denselben Hammer, denselben Amboss? denselben Werkstoff? Hat jeder "Feuer"? Und "Wasser"?


Moralische Grundsätze dürften Stiller kaum interessiert haben. richtig!

Und das war in seiner Lage auch völlig richtig so.
Warum? Gab es keinerlei andere Möglichkeit für ihn, in den Westen zu gehen? Du hast es doch selbst vorgemacht und hast nicht andere mitreingezogen.

Ich meine, ein hingerichteter Stiller hätte aus Sicht und im Sinne der DDR- Rechtspflege zwar netter ausgesehen.
Hätte vor allem seinem Chef M. Genugtuung verschafft und seine sogar ausgesprochen finstersteren Rachegelüste befriedigt.


Das tut - in zumindest meiner Bewertung dieser Doku, und nur darauf habe ich mich bezogen - nichts zur Sache.

Mir pers. ist dann doch die Geschichte und wie sie tatsächlich abgelaufen ist um einiges lieber.
Mir auch, aber ich erfahre hier nichts von einer persönlichen Geschichte. Was für ein Mensch Stiller wirklich ist, wird nicht gezeigt. Ich kann keine Haltung erkennen, weder eine moralische noch eine politische.

Das er Frau und Kind in der DDR zurück gelassen hat, ist mir eine zu schnell und oberflächlich bewertete Sache.
Mein Fazit, ohne es freilich wirklich zu wissen, die Trennung hatte schon längst stattgefunden.

Kann sein, wissen wir beide nicht.


Die Bedienung aus dem Panorama- Hotel ist zwar zunächst auch benutzt worden, hat aber im späteren Verlauf aktiv mitgemacht.

Vorspiegelung falscher Tatsachen von Anfang an. Ausnutzen von menschlichen Gefühlen, ist das ok? Wie ist denn deine Haltung dazu?

Wenn sie später im Westen zunächst nicht klargekommen ist, so ist das nicht Stiller anzulasten.
Sie waren ja zunächst ein Paar im Westen! Und dann dann fuhr er in Urlaub, kam zurück und sie waren keine Paar mehr - aus heiterem Himmel Eine schöne Analogie zum "Systemwechsel".

Da hat eher der BND versagt. Der hat sie nicht "sitzen gelassen".
(Bitte nicht falsch verstehen, Stiller kann sitzen lassen wen er will. Es geht um den Kontext. "Brauche ich jemanden nicht mehr" werfe ich ihn weg.)


Die Geschichte mit den Katzen mag zwar so stimmen, aber so ausweglos war ihre Situation nun ooch wieder nicht.
Ob eine Situation ausweglos ist ist höchst subjektiv. Es haben sich Menschen schon für weniger umgebracht.

Am Ende hat sie aber doch noch ihren Weg gefunden. (siehe auch Regel Nr. 1 ganz oben)
Darüber bin ich sehr froh! Sie hat offenbar einen anständigen Mann gefunden!

Die Spionfamilie hat es wirlich schlecht erwischt. Mehrere Fluchtversuche machen es spannend und ich
möchte mehr erfahren, wie sich diese Fluchtversuche zugetragen haben mögen. Das interessiert mich mehr als diese Katzen.
Der Tod des Wissenschaftlers in DDR- Haft ist sehr traurig. Dafür jedoch, wenn auch unausgesprochen,
Stiller irgendeine Mitschuld zu geben ist jedoch unangebracht. (auch hier gilt für alle Beteildigten wieder, Regel Nr. 1 ganz oben)


Ich spreche nicht von Schuld, sondern von Haltung. Wenn sich jemand derartig in der Öffentlichkeit produziert und präsentiert hätte ich gerne ein bisschen persönliche Tiefe. Ich bin mir übrigens ziemlich sicher, dass Herr Stiller in seinem stillen Kämmerlein genau wegen oben die ein oder andere schlaflose Nacht hatte. Ich glaube nicht, dass das an seiner Psyche spurlos vorbei gegangen ist. Irgendwann kommen wir alle nicht umhin, eine persönliche Bilanz zu ziehen.
Denn ich unterstelle ihm trotz aller Kriitk menschliche Gefühle.


Ist die Geheimdienstwelt eigentlich auch ein "Abenteuerspielplatz"? U.a. von meinen Steurergeldern bezahlt??


Stiller selber nun:
Auch ein Verräter ganz ohne Zweifel, ist u.a. auch durch seiner Cleverness bei der Geschichte als Gewinner rausgekommen.
Geheimdienst eben. It's part of the game, das sagte ich bereits.

Das macht ihn wiederum auch ein wenig Sympathisch.
Mir nicht, zumindest nicht durch diese Doku. Würde ich ihm persönlich begegnen, würde ich u.U. anders urteilen.
Herr Stiller, falls sie mitlesen: jederzeit!


Auch wenn einige das nur ungern zugeben können und es ihm bis heute nicht gönnen wollen.
Hierzu kann ich nichts sagen.




Kimble, ich bin völlig überrascht, dass gerade du so argumentierst. Ich habe vor einigen Wochen deine Fluchtgeschichte gelesen. Da ist all das drin, was ich in der Stiller Doku vermisse:
deine nachvollziehbaren Gründe für die Flucht, deine persönliche Haltung, das Darstellen "der Grenzen" an die du gestoßen bist, was dich veranlasst hat die DDR zu verlassen. Und das mit einem ganz anderen persönlichen Risiko, denn du hattest keinen falschen Pass, (von denen Stiller gerantiert mehrere hatte). Und mit nur ein paar mark fuffzig in der Tasche.
Du hast keine Leute mit reingezogen und deine "kriminelle" Energie beschränkte sich auf das Klauen eines Bierkastens (im Westen) wenn ich mich richtig erinnere.

Dasselbe gilt für andere Fluchtgeschichten die ich hier gelesen habe, in denen ich die inneren Beweggründe zum Verlassen der DDR derjenigen Personen sehr gut nachvollziehen konnte, sowie ihr Bemühen, möglichst keine anderen Menschen durch ihre Flucht zu schädigen. Ich habe von sehr wahrhaftigen und authentischen Geschichte gelesen und einem ganz hohen moralischen Anspruch, selbst in der "kritischen Situation" Grenzübertritt.

Diese Geschichten beeindrucken mich und haben meine Hochachtung, Stillers nicht, zumindest nicht, wie sie in der Doku dargestellt wird.


Ich würde natürlich genau so argumentieren, wenn es sich hier um einen Überläufer in die Gegenrichtung handeln würde.
Mein Statement ist keine ideologische Parteinahme.



Weil es gerade so schön passt:
Guillaume nehme ich der DDR persönlich übel!



Gert?



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#130

RE: 1979 lief Stasi-Oberleutnant Werner Stiller über. Jetzt packt er aus

in Spionage Spione DDR und BRD 28.04.2013 12:33
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Barbara im Beitrag #128



Weil es gerade so schön passt:
Guillaume nehme ich der DDR persönlich übel!





OT

Hallo Barbara,

dann schließ aber auch seine Frau ein...Wegen der Frauenquote

http://www.mdr.de/geschichte-mitteldeuts...illaume102.html

LG von der grenzgaengerin


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#131

RE: 1979 lief Stasi-Oberleutnant Werner Stiller über. Jetzt packt er aus

in Spionage Spione DDR und BRD 28.04.2013 15:56
von Gert | 12.356 Beiträge

Hi Barabara,
nun, der Offizier Stiller, der die Stasi verraten hat und zum Klassenfeind überläuft, ist für mich in erster Linie mal ein Mensch, der meinem damaligen Land sehr genützt hat. Nun ist dieser Nutzen für mich als Bürger nicht messbar, aber wir konnten ja in diesem Agentenkrieg nicht nur verlieren ( Guillleaume ), sondern dieses Mal war die andere Seite dran, sich den Schaum vom Munde abzuwischen hatte. Das fand meine volle Zustimmung und Anerkennung. Die Flucht selbst war schon spannend, aber er war sehr cool während der Flucht, eben ein Profi.
Ich konnte das ja selbst nachvollziehen, da ich einige Jahre zuvor ebenfalls über die Westgrenze geflüchtet war. Das war nicht ganz so spektakulär, aber die Nervenanspannung spürte ich ebenso.
Sein Grund zu gehen, war ja, wie er angab, Unzufriedenheit mit dem System und Auslöser war sicher die am Ende vielleicht erhoffte aber nicht zustande gekommene Beförderung. Das passt zwar auf den ersten Blick nicht richtig zusammen, aber vielleicht war er noch unentschlossen und hat dadurch den letzten Kick bekommen.
Wie er mit den Frauen umging, das haben ich ja schon kommentiert. Dazu bin ich wirklich zu wenig an dem Fall dran, um das zu beurteilen. Dass er die Ehefrau und Kinder da ließ, lässt darauf schließen, dass die Ehe schon kaputt war.
Du schreibst, dass durch seine Tätigkeit bei Goldman Sachs er bewiesen hat dass er überall klarkommt. Ich verstehe das aber als negativ besetzten Aspekt, so wie du es darstellst.
Barbara, anderswo bekommen solche flexiblen Typen einen Orden an die Brust für soche Eigenschaften. Ich meine damit, dass das durchaus auch eine positive Eigenschaft ist, wenn ein Mensch so anpassungsfähig und wendig ist.
Ich halte nicht viel von Goldman Sachs und der Zunft aber es ist ziemlich schwer dort hineinzukommen und noch schwerer solch einen materiellen Erfolg zu generieren, wie es Stiller getan hat. Da hat er meinen Respekt, wenn er dort so erfolgreich war, denn ich weiß wovon ich rede.

Zuguterletzt möchte ich noch etwas zu den Posts und Zitaten sagen, die hier über ihn geschrieben werden.
Seine Gegner, und da hat er eine Menge im Forum, zerlegen ihn und seine Geschichte bis in die letzte Faser seines Fleisches. Dabei ist kein Argument zu billig, um ihn gaaaaanz klein zu machen. So etwas macht man unter Menschen ( auch unter Tieren ?? ) nur, wenn man jemanden fürchtet. Das nimmt schon lächerliche und groteske Züge an, wie es manche hier darzustellen versuchen.
Also, im Grunde genommen hat sein Verrat den Herren mit der weinroten Paspelierung sehr weh getan und sie haben einen der wenigen Augenblicke gehabt, wo sie Ohnmacht zu spüren bekamen. Das kann man an diesem Verhalten klar ablesen. Das war sehr selten für die Mitarbeiter des Allmachtsdienstes. Damit konnten sie aber nur sehr schlecht umgehen, wie man heute, 33 Jahre nach Stillers Flucht und 23 Jahre nach dem Untergang des Systems, immer noch registrieren kann. Stiller ist heute ein Rentner, ohne jede Bedeutung in der ehemaligen Szene aber sie fürchten ihn offensichtlich immer noch sehr.

Gruß aus der verbotenen Stadt

Gert


P.S. war heute beim Metro-Marathon, mein Sohn ist dort mit einer passablen Zeit von 3:27 h gelaufen!


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All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#132

RE: 1979 lief Stasi-Oberleutnant Werner Stiller über. Jetzt packt er aus

in Spionage Spione DDR und BRD 28.04.2013 16:07
von seaman | 3.487 Beiträge

Stiller ist Stiller.Eine Mini- Figur der Zeitgeschichte.Mehr nicht.
Wer als Offizier überläuft ist kein...
Ansonsten?
Wie zitiert:
Stiller ist heute ein Rentner, ohne jede Bedeutung .......
Meine Meinung lass ich aus subjektiven Gründen aussen vor.

seaman
Ach so,hab den mal persönlich erlebt...


zuletzt bearbeitet 28.04.2013 16:09 | nach oben springen
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#133

RE: 1979 lief Stasi-Oberleutnant Werner Stiller über. Jetzt packt er aus

in Spionage Spione DDR und BRD 28.04.2013 16:13
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #132
Stiller ist Stiller.Eine Mini- Figur der Zeitgeschichte.Mehr nicht.
Wer als Offizier überläuft ist kein...
Ansonsten?
Wie zitiert:
Stiller ist heute ein Rentner, ohne jede Bedeutung .......
Meine Meinung lass ich aus subjektiven Gründen aussen vor.

seaman
Ach so,hab den mal persönlich erlebt...


Seaman ich muss dir leider sagen, dass du in einem und dem selben Post deinen zuvor postulierten Grundsatz (grüne Wertung) über Bord wirfst.
Auch bestätigst du meine These vom Kleinmachen, der Mann muss nicht nur klein, kleiner , am kleinsten gemacht werden, er ist eine Minifigur.


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#134

RE: 1979 lief Stasi-Oberleutnant Werner Stiller über. Jetzt packt er aus

in Spionage Spione DDR und BRD 28.04.2013 17:00
von seaman | 3.487 Beiträge

Mich interessiert der Typ nicht.Vielleicht für euch ein Held,mir sowas von egal.
Ihr seit Deutsche,das reicht für mein ...Weltbild.


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#135

RE: 1979 lief Stasi-Oberleutnant Werner Stiller über. Jetzt packt er aus

in Spionage Spione DDR und BRD 28.04.2013 17:03
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

[quote=seaman|p249722]
Mich interessiert der Typ nicht.Vielleicht für euch ein Held,mir sowas von egal.
Ihr seit Deutsche,das reicht für mein ...Weltbild.[/quote]


Na der Satz hat ja Schmackes!

So in Richtung ...........!


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#136

RE: 1979 lief Stasi-Oberleutnant Werner Stiller über. Jetzt packt er aus

in Spionage Spione DDR und BRD 28.04.2013 17:07
von seaman | 3.487 Beiträge

Sollte auch!!
seaman


zuletzt bearbeitet 28.04.2013 17:08 | nach oben springen
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#137

RE: 1979 lief Stasi-Oberleutnant Werner Stiller über. Jetzt packt er aus

in Spionage Spione DDR und BRD 28.04.2013 18:43
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #136
Sollte auch!!
seaman


Na biste ja sehr tief gesunken (Sinnbildlich)!
Macht aber die Sache irgendwie Rund!!!


Vielleicht hilft Dir auch eine Pause vom Forum.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#138

RE: 1979 lief Stasi-Oberleutnant Werner Stiller über. Jetzt packt er aus

in Spionage Spione DDR und BRD 28.04.2013 19:54
von seaman | 3.487 Beiträge
zuletzt bearbeitet 28.04.2013 20:09 | nach oben springen
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#139

RE: 1979 lief Stasi-Oberleutnant Werner Stiller über. Jetzt packt er aus

in Spionage Spione DDR und BRD 28.04.2013 19:56
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #137
Zitat von seaman im Beitrag #136
Sollte auch!!
seaman


Na biste ja sehr tief gesunken (Sinnbildlich)!
Macht aber die Sache irgendwie Rund!!!


Vielleicht hilft Dir auch eine Pause vom Forum.



Ja,
es gibt ja für alle das Medikament Thunderhorse....
Noch an Sachlichkeit interessiert?

seaman


zuletzt bearbeitet 28.04.2013 20:08 | nach oben springen
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#140

RE: 1979 lief Stasi-Oberleutnant Werner Stiller über. Jetzt packt er aus

in Spionage Spione DDR und BRD 28.04.2013 21:58
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #139
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #137
Zitat von seaman im Beitrag #136
Sollte auch!!
seaman


Na biste ja sehr tief gesunken (Sinnbildlich)!
Macht aber die Sache irgendwie Rund!!!


Vielleicht hilft Dir auch eine Pause vom Forum.

Ja,
es gibt ja für alle das Medikament Thunderhorse....
Noch an Sachlichkeit interessiert?

seaman




Medikamente helfen in diesem Fall eher nicht.
Falls doch welche gebraucht werden, bitte einen Arzt konsultieren.

Ach und zur Sachlichkeit. Dass mußt du für Dich selbst entscheiden!
Stichwörter: Deutsche .....Weltbild


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